Lungenkrebs

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Saerchen

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Hallo ihr Lieben,

ich habe festgestellt, dass ich schon seit der Vergesellschaftung meiner beiden Damen nicht mehr wirklich aktiv hier war. Ich habe jedoch immer wieder mitgelesen und bin nach wie vor sehr dankbar für alles was ich hier lernen konnte.

Nun ist es leider ein trauriger Anlass der mich zurückkehren lässt. Ich kann gar nicht genau sagen, was ich mir nun durch diesen Thread erhoffe. Input jeder Art, gerne auch Tipps von allen die ähnliches durchgemacht haben, ein bisschen Unterstützung für den schweren Weg, alles was Chewie in welcher Art auch immer helfen kann. So etwas in der Art denke ich.


Die Vorgeschichte:
Im Sommer letzten Jahres wurde bei Chewie zufällig, im Rahmen von Darmproblemen, im Röntgenbild etwas in der Lunge gefunden, eine Art Knubbel - Umfangsvermehrung, ein rundes etwas eben. Damit sind wir in die Tierklinik. Nach diversen Untersuchungen inklusive CT und Punktion wurde festgestellt, dass es sich nicht um einen sondern um zwei Knubbel handelt. Diese konnten jedoch nicht abschließen beurteilt werden. Die Punktion lieferte keine genauen Ergebnisse, so dass es sich wohl sowohl um einen/zwei Abszesse hätte handeln können, als auch um Tumore.
Da mehr für den Moment nicht zu machen war hieß es abwarten, Zeit vergehen lassen und schauen ob sich der Knubbel (nur einer ist im Röntgen sichtbar) verändert.

Damit kommen wir zur aktuellen Lage:
Wir waren, nun ein gutes halbes Jahr später, zum Kontrollröntgen und der "Knubbel" scheint nun mit Sicherheit ein Tumor zu sein. Er ist nämlich tatsächlich doppelt so groß wie zuvor.

Auch wenn mit so etwas zu rechnen war, traf die Nachricht mich sehr hart. Operation wurde schon bevor tumoröses Geschehen klar war so gut wie ausgeschlossen. Es müssten zwei komplette Lungenlappen entfernt werden. Und nun, da es bösartig zu sein scheint, ist das definitiv keine Option mehr.
Man muss dazu sagen dass Chewie bisher, außer einem Husten ab und an, noch keinerlei Symptome zeigt - immerhin. Dennoch ist jede Behandlung die nun stattfindet rein palliativ. Diesen Gedanken kann ich kaum ertragen und mir schießen auch jetzt schon wieder die Tränen in die Augen.

Die Behandlung:
Ich habe mich jetzt mit der Ärztin (Onkologie der Tierklinik), dazu entschlossen, dass wir eine milde, sogenannte metronomische Tablettenchemo versuchen. Die soll den Vorteil von wenigen bis keinen Nebenwirkungen haben, zudem kann ich sie selbst verabreichen. Wenn sie anschlägt (was aber völlig unklar ist) könnte sie das Tumorwachstum verlangsamen. Daher bekommt Chewie jetzt seit ca 2 Wochen alle 2 Tage eine Leukeran Tablette. Die Gabe klappt bisher erstaunlich gut, toi, toi, toi. Dazu bekommt sie täglich Metacam, das soll unterstützend wirken. Um August, dann erneutes Röntgen um zu sehen was sich (hoffentlich nicht) getan hat.

Am Freitag waren wir nochmal zur Kontrolle der Blutwerte in der TK. Die waren so wie man sie erwarten würde, soweit also alles in Ordnung. Leider scheint Chewie die Chemo allerdings doch nicht so nebenwirkungsfrei zu vertragen. Sie frisst seit einer Woche wirklich extrem schlecht. Die Tierärztin hat uns jetzt etwas gegen Übelkeit mitgegeben (Cerenia). Vorgestern schien das noch keinerlei Wirkung zu zeigen, aber seit gestern Abend hat sie wieder deutlich besser gefressen. Von daher hab ich die Hoffnung, dass das nun doch funktioniert. Zudem hält die Ärztin es aber für eher unwahrscheinlich, dass so massive Übelkeit vom Leukeran kommt. Das Metacam hatten wir zwischenzeitlich weggelassen, daran lag es auch nicht. Sie meinte, dass ihr der ganze Stress vielleicht auf die Bauchspeicheldrüse geschlagen hat. Aber an sowas will ich eigentlich gar nicht denken. Ich hoffe, dass das mit dem fressen jetzt weiter bergauf geht. Und Mitte nächster Woche telefonieren wir nochmal um zu besprechen wie es am besten weitergeht.


Vielen Dank an jeden der den nun doch sehr langen Text bis hierhin gelesen hat. Ich würde gerne Erfahrungen von Anderen hören, die ähnliche Situationen mitmachen oder mitgemacht haben. Zudem freue ich mich über jeden Tipp mit dem ich Chewie irgendwie unterstützen kann, auch über Behandlungsalternativen oder sonstiges. Ansonsten freue ich mich auch einfach, wenn ich hier ab und an teilen kann wie es bei uns läuft und wir etwas virtuelle Unterstützung bekommen.

Liebe Grüße
Saerchen mit Cilly und Chewie
 
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tiha

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Es tut mir sehr sehr leid und ich hoffe, dein Schatz darf noch ein Weilchen bei euch bleiben! :(

Ich kann verstehen, dass du die Chemo versuchst. Bitte beobachte sie sehr sehr gut. Wenn das mit der Übelkeit wieder kommt, würde ich damit aufhören. Lungenkrebs ist so ne Sache, vielleicht hat sie nicht mehr so viel Zeit, aber die sollte gut sein und nicht mit Nebenwirkungen gespickt. Ich sag das ganz bewusst, weil ich es bei meinem Krebskaterchen auch mit einem (alternativen) Chemopräparat versucht habe und er - entgegen allen Aussagen im Netz - ganz schlimme Nebenwirkungen hatte. Ich hab's dann sofort abgesetzt. Sie wissen ja nicht, was sie haben und wie kurz ihre Zeit ggf. sein wird, sie leben im Hier und Jetzt und fühlen auch nur das Hier und Jetzt - und dann lieber kurz und mit Lebensqualität als ein paar Wochen länger, und überwiegend mit unschönen Nebenwirkungen.

Ich drück ganz ganz fest die Daumen!
 
Saerchen

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Danke für deine Antwort und dein Mitgefühl @tiha.

Und auch danke für die mahnenden Worte. Ich will ihr natürlich keinesfalls die Lebensqualität in ihrer verbleibenden Zeit nehmen.
Ich hoffe, dass es in den nächsten Tagen weiter Berg auf geht. Theoretisch bestünde auch noch die Möglichkeit die Abstände der Chemo zu vergrößern oder zeitweise auszusetzen. Ich werde das nächste Woche mit der Ärztin besprechen und dann entscheiden. Aber definitiv unter der Prämisse, dass es Chewie dadurch nicht schlechter geht. Das will ich wirklich keinesfalls. Sie die letzten Tage so zu sehen war schon schlimm genug.
Natürlich würde ich auf der anderen Seite am liebsten alles tun um sie so lange wie möglich bei mir zu haben. Aber ich denke schon, dass ich in der Lage bin in ihrem Interesse zu entscheiden. Darum geht es schließlich schlussendlich.

Heute Mittag hat sie wieder gar nichts gefressen. Sie lag aber auch nur am Fenster in der Sonne. Und seit es so warm ist hat sie mittags eigentlich nie was genommen. Vorhin kam sie dann aber offensichtlich hungrig. Ihr Nassfutter wollte sie nicht nehmen, aber eine Portion gekochtes Hühnchen hat sie dann doch gegessen. Heute Abend geht sicher noch mehr :)
 
SabaYaru

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Hallo, es tut mir sehr leid dass deine Chewie krebskrank ist. Bei Tieren habe ich bis auf ein Lymphom bei meinem Hund keine Erfahrung mit Krebserkrankungen.
Was hältst du von Komplementärmedizin? Iscador könnte die Lebensqualität erhalten/verbessern. Heilen kann es nicht. Es ist ein anthroposophisches Mistelpräparat und kann als Tropfen verabreicht oder gespritzt werden.
Alles Gute und viel Kraft!
 
Kiara_007

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Es tut mir Leid, das ihr diese Diagnose erhalten habt 😪

Ich setze mich hier (leider) mal dazu, mein Mäuschen hatte einen Gebärmuttertumor, der evtl in Lunge und/oder Leber gestreut hat -sicher wissen wir das allerdings erst in ca 3 Monaten.

Wir haben uns aber auch bereits für eine palliativ Behandlung entschieden, sollte es so kommen. Näher haben wir uns aber noch nicht damit beschäftigt.
 
Saerchen

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Danke für euer Mitgefühl.

Was hältst du von Komplementärmedizin? Iscador könnte die Lebensqualität erhalten/verbessern. Heilen kann es nicht. Es ist ein anthroposophisches Mistelpräparat und kann als Tropfen verabreicht oder gespritzt werden.

Ich sag mal so. Ich habe nichts dagegen, bin aber auch kein Verfechter, habe also kaum Erfahrung damit. Ich werde mir das auf jeden Fall anschauen, danke. Nur habe ich mittlerweile schon sooo vieles der Art gelesen, dass ich gar nicht mehr weiß wie ich das bewerten soll. Es gibt etliche Präparate die alles mögliche versprechen und ich weiß nicht wie ich da beurteilen soll, was wirklich helfen könnte oder nicht. Bin etwas erschlagen von den Möglichkeiten.

Ich setze mich hier (leider) mal dazu, mein Mäuschen hatte einen Gebärmuttertumor, der evtl in Lunge und/oder Leber gestreut hat -sicher wissen wir das allerdings erst in ca 3 Monaten.

Oh nein, das tut mir sehr leid für euch. Habt ihr denn den Gebärmuttertumor entfernen lassen? Warum dauert es so lange bis man weiß ob er gestreut hat? Geht es eurer Katze derzeit gut?


Gestern Abend war Chewie (wie auch in den letzten Tagen) wieder relativ fit und hat auch noch ganz gut gegessen, aber in der Menge reicht das leider trotzdem nicht. Zudem scheint ihr nun mittlerweile auch das TroFu nicht mehr zu schmecken. Das konnten wir bisher als "letzte" Möglichkeit eigentlich immer benutzen.

Heute Morgen hat sie ein bisschen Hühnchen gefressen, das war ok.
Leider hat die Medieingabe heute nicht richtig funktioniert. Diese Cerenia Tabletten sind doof. Die sind total klein und fangen mega schnell an sich aufzulösen. Deshalb klappt meine übliche Gabe aus der Hand nicht. Leckerli, Leckerli, Tablette, Leckerli funktioniert bei den Leukeran relativ gut. Aber Chewie hat kaum noch Zähne und daher leider Probleme diese winzigen Tabletten aufzunehmen. Dann fallen sie ihr wieder aus dem Mäulchen und fangen an sich aufzulösen. Also habe ich sie ihr in den letzten Tagen direkt ins Maul gegeben, aber daran bin ich wirklich kein Profi und sie findet das auch nicht so klasse. Und heute gings irgendwie immer daneben oder sie hats wieder ausgespuckt :(
Nunja, jetzt ist Mittag und sie hat wieder ihre "Auszeit". Liegt am Fenster und sonnt sich. Ich störe sie erst wieder am Nachmittag. Bis dahin ist sie mir hoffentlich auch nicht mehr böse.
41424400dr.jpg


Cilly tut mir auch immer mehr leid. Ständig werden Hühnchen und allerlei Lekerli durch die Wohnung getragen und sie bekommt immer nur hier und da mal etwas ab. Dabei will sie das alles doch sooooo gerne haben. Ich bemühe mir auch ihr besonders viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ein schlechtes Gewissen hab ich trotzdem.
 
Kiara_007

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Nun ist es ja auch echt heiß, vllt spielt das ein wenig mit rein bei der Appetitlosigkeit?
Die arme Maus, sooo eine Hübsche!

Könntest du die Tablette vllt in einen Schlecksnack/Katzensuppe auflösen und dann schlabbern lassen?
Oder aufgelöst mit der Spritze geben?

Ja, die Gebärmutter wurde vollständig entfernt, die Ränder waren tumorfrei ✊
Die TÄ hat es mir so erklärt, das Tumorzellen aktuell wandern könnten, sehen tut man das aber wohl nicht gleich. Am 28.6. ist der 1. Schall auf Metastasen; danach werden noch 1-2 folgen im Abstand von je 4-6 Wochen. Danach gäbe es Entwarnung.
Ich bekomme im Aug ein Baby und hoffe, die Termine gut hinzubekommen, aber zur Not muss mein Partner fahren.

Mäuschen geht es blendend, das macht mir Mut. Sie hat die OP + 15 Tage Kragen gut überstanden, kein Gewicht verloren, Fell glänzt. Sie ist wach und munter und kuschelig- es wäre ein Riesenschock für uns, wenn die Diagnose Metastasen käme. Aber wir hoffen nun.

Das mit dem Futter kommt mir bekannt vor🙈
Nach der OP bekam sie sooo viele Leckereien und Tizia konnte ich nur ganz ganz wenig abgeben, weil sie einen furchtbar sensiblen Magen hat und praktisch gegen alles allergisch ist... aber Tizia hat es auch überstanden und oft Trostkuscheln mit den Mäuschen gemacht (sonst gar nicht ihr Ding).

Ich drück dir die Daumen für das baldige TA-Telefonat; schreibe doch gerne hier weiter.
 
Saerchen

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Das Wetter spielt mit Sicherheit auch mit, gar keine Frage. Aber das erschwert es halt einfach zusätzlich, weil man weiß, dass den ganzen Mittag über GAR nichts geht.

Ja, die Gebärmutter wurde vollständig entfernt, die Ränder waren tumorfrei ✊
Das klingt doch schon mal super, klasse.
Ach das heißt also, bisher wurden keine Metastasen entdeckt und jetzt muss man sozusagen abwarten ob eventuell noch etwas wächst?!

Ich bekomme im Aug ein Baby und hoffe, die Termine gut hinzubekommen, aber zur Not muss mein Partner fahren.
Na das ist doch etwas erfreuliches :) Herzlichen Glückwunsch!

Schön, dass es Mäuschen gut geht. Letztendlich geht es ja nur darum. Ich drücke euch auf jeden Fall beide Daumen, dass das auch weiterhin so bleibt.


Gestern war es bei uns noch recht anstrengend, weil das mit dem Fressen wirklich nur sehr mühselig geklappt hat. Aber heute ist es zum Glück schon etwas "ruhiger" als gestern. Die Medis waren auch völlig stressfrei in der Katze, da war ich selbst erstaunt. Bei den Übelkeitstabletten steht im Beipackzettel, dass man sie nicht mit Futter geben soll. Daher hab ich das bisher vermieden. Werde ich aber morgen bei der Ärztin auch noch mal ansprechen, sofern sie sie weiterhin bekommen soll.

Chewie zieht sich tagsüber nach wie vor die meiste Zeit ins Schlafzimmer zurück und auch gefressen wird tagsüber nur wenig, mit viel Überredungskunst. Aber sie wirkt auf mich ein wenig wacher als in den letzten Tagen. Wenn ich nach ihr gesehen habe ist so öfter wach gewesen und hat sich auch gerne streicheln lassen. Das tut dann auch mir sehr gut!
Und vor einer Stunde kam sie dann von selbst, hat einen kleinen Wohnungsrundgang gemacht und sich an ihren Fensterplatz gesetzt. Wie man hier, leider in äußerst schlechter Qualität sehen kann:

41432073gq.jpg


41432086aj.jpg


Als ich ihr dann eine Portion Nassfutter gebracht habe ist sie sogar direkt aufgestanden, hat mir (oder dem Futter) den Kopf entgegen gestreckt und dann ganz selbständig immerhin gute 15 gr verspeist. Für mich ist das schon ein kleiner Erfolg. Hühnchen hat sie zwar ab und an auch selbst gefressen, aber das Nassfutter hat sie in den letzten Tagen fast ausschließlich aus der Hand genommen. Also hoffe ich es geht bergauf.
Andererseits mache ich mir etwas Sorgen, dass sie vielleicht Fieber hat. Ich hab schon den ganzen Tag das Gefühl, dass ihre Ohren zu warm sind. Aber ich hadere noch mit mir ob ich Fieber messen soll oder ob ich lieber das Telefonat abwarte. Prinzipiell würde ich mir das schon zutrauen, aber ich habs noch nie gemacht und Chewie ist halt eh schon genervt von dem vielen Medis geben und füttern.
Ich weiß auch nicht. Irgendwie befürchte ich, dass da noch mehr dahinter steckt. Aber das ganze Gedankenkarusell hilft ja auch nicht weiter. Ich werde mit der Ärztin morgen über meine Bedenken sprechen und dann werden wir sehen was sie sagt.

Bis dahin werde ich einfach weiterhin versuchen Chewie so viel Futter wie möglich schmackhaft zu machen und dabei aufpassen, dass die arme Cilly nicht so dolle zu kurz kommt. Mittlerweile kommt sie schon gar nicht mehr in die Küche wenn sie hört, dass Futter gemacht wird :/

Irgendwie muss ich aber auch sagen, dass mir dieser ganze Stress gerade fast ein bisschen hilft. Seit der Diagnose ging es mir derart schlicht, ich wusste überhaupt nicht mehr wohin mit mir. So hab ich immerhin eine Aufgabe. Womit ich natürlich nicht sagen will, dass es so bleiben soll. Chewie soll es so gut wie irgend möglich gehen!!
 
basco09

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Da habt ihr leider einen schweren Weg vor Euch, den wir auch schon 2x beschreiten mussten. Genießt wenn möglich jeden gemeinsamen Tag, der Euch noch geschenkt ist! Mit der Therapie würde ich nur weiter machen, wenn darunter nicht die Lebensqualität leidet, denn sie sollen es die letzten Tage doch noch gut haben. BEsonders verwöhnt und beschmust werden.
Unser Kater Basco damals hatte etwas ähnliches, auch mit Husten und das Atmen wurde ihm immer schwerer. Bis heute denken wir, dass wir damals mit dem Einschläfern zu lange gewartet haben. :confused:
Kater Linus ist erst vor 2 Moanten an einem Darmtumor verstorben. Mit ihm hatten wir nach der Diagnose ohne weitere Behandlung trotzdem noch ein wunderschönes Jahr. Und da haben wir es am Ende auch besser gemacht! Wobei Einschläfern jetzt zu Corona Zeiten ggf. auch seine eigenen unschönen Regeln hat. Vielleicht möchtest Du Dich nach einen TA umschauen, der nach Hause kommen kann.
Ich wünsch Euch, dass noch gute Tage kommen!
 
Saerchen

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  • #10
Hier mal ein neuer Zwischenstand von uns.

Die Ärztin und ich haben beschlossen, dass wir nun erstmal ALLE Medikamente weglassen. Einfach um zu sehen ob es an den Medis liegt oder doch noch mehr im Argen liegt. Chewie ist also heute den 2. Tag ohne Medikamente, das Leukeran kriegt sie nun schon seit 4 Tagen nicht mehr. Gestern habe ich noch keinen großen Unterschied bemerkt. Heute scheint sie mir aber auf jeden Fall fitter zu sein als die letzten Tage. Heute Morgen kam sie zu mir ins Bett zum schmusen und trotz der Hitze kommt sie immer mal wieder zu uns ins Wohnzimmer und legt sich auch mal auf die Couch, bevor sie sich wieder ins Schlafzimmer in den Schatten verzieht. Das freut mich sehr, denn das hatten wir jetzt in der Form schon recht lange nicht mehr.

An der Futterfront ist es allerdings weiterhin schwierig. Sie hat zwar heute tatsächlich schon zwei Mal ohne Weiteres von selbst angefangen zu fressen, leider sind es nie mehr als 5-10 Gramm auf einmal. Sie isst im Großen und Ganzen schon ausreichend (mehr aber auch nicht), aber das ist eben nach wie vor mit sehr viel Bitten und Betteln, unterschiedliche Sorten, Hühnchen, Leckerli etc verbunden. Ich hoffe jetzt einfach mal drauf, dass sich das in den nächsten Tagen noch bessert.

Nächste Woche spreche ich wieder mit der Ärztin, dann sehen wir wie es weitergeht. Aber das hängt ja nun stark davon ab wie es sich ohne die Medis entwickelt. Sie sagte, sollte es wirklich das Leukeran sein, wäre es auch möglich, dass ein Magenschutz zusätzlich die Problematik lösen würde. Ich will natürlich nicht, dass es ihr schlecht geht, aber vielleicht wäre es trotzdem den Versuch wert. Aber ich weiß es nicht. Jetzt erstmal abwarten wie es weiter geht.

Lieber @basco09 , tut mir Leid, dass ihr so viel durchmachen musstet. Das war bestimmt sehr schwer.
Du hast natürlich Recht. Das aller wichtigste ist dass die Lebensqualität erhalten bleibt. Auf keinen Fall will ich sie "um jeden Preis" behandeln lassen. Dennoch muss ich zugeben, dass ich natürlich auch den Wunsch habe ihr Leben zu verlängern. Aber nicht auf ihre Kosten. Wenn das mit der Therapie nicht funktioniert, dann ist es so. Wenn es aber die Möglichkeit gibt es zu versuchen, ohne dass sie darunter leidet, dann will ich es gerne versuchen.

Ich tue mich ehrlichgesagt generell schwer die ganze Situation und ihre Konsequenzen zu "begreifen". Chewie ging es ja gut. Auch die Probleme jetzt resultieren (höchst wahrscheinlich) nicht aus dem Tumor. Die Vorstellung, dass sie in einigen Monaten vielleicht nicht mehr da sein wird erscheint mir völlig absurd. Auch wenn ich natürlich weiß, dass es so kommen kann ( und irgendwann wird). Vielleicht auch deshalb, bin ich momentan nicht in der Lage mich detailliert mit allen Fragen rund um den Tod zu befassen. Ich habe aber schon nachgesehen und weiß, dass es hier auf jeden Fall die Möglichkeit gibt, einen Tierarzt nach Hause kommen zu lassen. Das werde ich wohl auch in Anspruch nehmen wenn es so weit ist.
Ich hoffe nur, dass ich für diese Dinge noch etwas Zeit habe. Es ist ja noch nicht so akut. Unsere Ärztin meinte ohne Therapie würde sie davon ausgehen, dass in 3 - 6 Monaten schwerere Probleme auftreten können. Deshalb kann ich mir hoffentlich noch etwas Zeit damit lassen. Aber danke dir für den Hinweis!

Da ich nun wieder tränen in den Augen habe, werde ich jetzt erstmal zu Chewie gehen und ein wenig schmusen, wenn sie mag.
 
Saerchen

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  • #11
Ich glaube Chewie geht es langsam schon etwas besser. Auch das Fressen ist besser geworden, man muss sie nicht mehr gaaanz so viel "überreden" und sie frisst ab und an auch mal direkt von selbst wenn man ihr etwas vor die Nase stellt.
Aber gut ist es nach wie vor nicht.
Sie kommt im Schnitt vielleicht auf 100 gramm pro Tag. Bevor das alles angefangen hat waren wir auf Diät und sie konnte gar nicht genug Futter bekommen:cry:
Ich mache mir immer mehr Sorgen, dass noch mehr dahinter steckt. Die Ärztin hatte ja auch schon mal die Bauchspeicheldrüse angesprochen...

Abgesehen von den akuten Sorgen tu ich mich in den letzten Tagen wieder sehr schwer mit dem was noch kommen wird.
Jedes Mal wenn sie zu mir kommt und sich an mich kuschelt...
Ich kann nicht mal drüber schreiben. Ich will nicht so traurig sein, ich will dass sie es schön hat, aber ich weiß einfach nicht wie...
 
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  • #12
Ich nehm dich einfach mal in den Arm :)

Wenn sie grundsätzlich gute Laune hat, dann versuch das im Fokus zu haben (aber ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das mit dem Nichtfresse ist :( ). Eure Situation ist schwer auszuhalten, aber du schaffst das. Genieß die Zeiten, in denen du nicht so ganz wehmütig bist und in den schweren Zeiten weine einfach, wenn dir danach ist. Alles ist gut und richtig, das es dir leichter macht.

PS wegen Pankreaskarzinom: Ultraschall möchtest du nicht noch machen lassen? Nicht falsch verstehen, ich bin nicht für unendliche Diagnostik auf Kosten der Tiere, aber Krebs der Bauchspeicheldrüse ist in der Regel sehr schmerzhaft, das wäre schon gut, wenn man gerade hier wissen würde, ob oder ob nicht, damit man dann nicht zu lange wartet.
 
CutePoison

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  • #13
Hi..ich habe leider Erfahrung mit Lungenkrebs bei Katzen.
Leider.
Mein Blacky starb an einem Lungentumor.
Ich weiß, das klingt jetzt blöd aber bitte warte nicht zu lange mit dem Einschläfern.
Mein Kater hat eine Nacht vor seinem Tod einen ganz schlimmen Atemnotsanfall bekommen und diese Bilder vergisst man nie.
Die Tierklinik sah dennoch keinen Grund zur Erlösung und er fiel am nächsten Tag einfach vor meinen Augen um, es kam nicht mehr zum Einschläfern.
Das wünsche ich niemandem, immerhin konnte man mir versichern, dass Blacky nicht erstickt ist.
Im Nachhinein und nach dem Anblick des Atemnotsanfalls und mit dem Wissen nun, hätte ich ihn lieber 1 Woche zuvor in Würde gehen lassen.
Bei einem Lungentumor gibt es praktisch keine Chance auf Heilung und auch ich erlag dem Trugschluss, dass ja noch alles gut ist, wenn die Katze frisst..Blacky fraß bis zum letzten Tag aber diesen Anfall hätte ich ihm und mir gerne erspart :(.
Mir schnürt sich heute noch alles zu, wenn ich daran zurück denke, daher bin ich auch gegen Rumdoktern bei Lungenkrebs obwohl ich sonst echt alles versuche.
Aber die Gefahr, dass das Tier Atemnot bekommt je größer der Tumor wird...ist leider sehr groß und so weit sollte man es nicht kommen lassen.
Das schlimme oder gute wie man es auch sehen mag war, dass man Blacky bis zum letzten Tag anmerkte, dass er leben wollte aber nicht mehr konnte.
Wenige Stunden bevor er vor meinen Augen einfach umfiel, kam er noch mit hoch erhobenem Schwänzchen auf mich zu und verlangte nach Sheba..schlief dann bei mir auf dem Kopfkissem neben mir..und sprang plötzlich auf und fiel um.
Ja vielleicht war es auch ok so..denn er hat sich nachts zuvor in der Klinik so gewehrt.
Vielleicht wollte er einfach so gehen und für dieses Tier musste es so sein.
Dennoch war es nicht einfach und ich wollte dir dieses Erlebnis mitteilen um sowas zu bedenken.
Vielleicht war diese Art des Todes auch ein Gehen für Blacky in Würde, da er Tierärzte hasste und sicherlich hätte er sich massiv gegen das Einschläfern gewehrt, denn bei Lungentumor oder Herzpatienten muss immer ein Venenkatheter zur Euthanasie gelegt werden und das hätte sich mein Blacky nicht bieten lassen....
 
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Saerchen

Saerchen

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  • #14
Ich nehm dich einfach mal in den Arm :)

Wenn sie grundsätzlich gute Laune hat, dann versuch das im Fokus zu haben (aber ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das mit dem Nichtfresse ist :( ). Eure Situation ist schwer auszuhalten, aber du schaffst das. Genieß die Zeiten, in denen du nicht so ganz wehmütig bist und in den schweren Zeiten weine einfach, wenn dir danach ist. Alles ist gut und richtig, das es dir leichter macht.

PS wegen Pankreaskarzinom: Ultraschall möchtest du nicht noch machen lassen? Nicht falsch verstehen, ich bin nicht für unendliche Diagnostik auf Kosten der Tiere, aber Krebs der Bauchspeicheldrüse ist in der Regel sehr schmerzhaft, das wäre schon gut, wenn man gerade hier wissen würde, ob oder ob nicht, damit man dann nicht zu lange wartet.

Vielen Dank liebe tiha. Ich versuche, "das Beste" aus der Situation zu machen. Aber es bleibt sehr schwer.

Von einem Pankreaskarzinom war bisher noch gar nicht die Rede. Es ging, soweit ich die Ärztin verstanden habe, um die Möglichkeit, dass die Bauchspeicheldrüse entzündet sein könnte. Prinzipiell würde ich all jene Untersuchungen machen lassen die Chewie in der ein oder anderen Weise "nutzen".
Aber Chewie scheint es jetzt eigentlich immer besser zu gehen. Sie verhält sich zumindest weitgehend wieder normal und auch das Fressen ist deutlich besser geworden. Sie frisst zumindest meistens wieder aus ihrem Napf und das auch "selbstständiger" als bisher. Heute ist sie sogar schon mal in die Küche gekommen als ich Futter gemacht habe. Trotzdem isst sie meist nur sehr kleine Mengen und muss auch nach wie vor manchmal überredet werden.
Wenn das heute so bleibt werde ich wahrscheinlich morgen nochmal mit der Ärztin besprechen wie wir nun weiter vorgehen sollen. Mir ist nach wie vor schleierhaft was das Problem ist. Sie hat jetzt schon seit 8 Tagen kein Leukeran mehr bekommen und ich kann mir nicht vorstellen, dass es dann so lange dauert bis sich das normalisiert. Andererseits scheint es ja doch besser zu werden seit sie es nicht mehr bekommt. Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe unsere Ärztin wird das besser beurteilen können und mir sagen ob es Sinn macht jetzt nochmal in die Diagnostik zu gehen oder nicht.

@CutePoison vielen Dank für deinen Beitrag. Es tut mir sehr leid wie das mit deinem Blacky gelaufen ist. Ich stelle mir das sehr schlimm vor. Die Frage wann der richtige Zeitpunkt ist, ist wohl nie leicht zu beantworten. Aber so wie du schreibst, war es für ihn ja vielleicht der bessere Weg.
Hatte dein Blacky denn vorher schon deutliche Symptome, Atembeschwerden oder ähnliches?

Ich werde mir deine Warnung auf jeden Fall zu Herzen nehmen, aber bei Chewie ist es derzeit zum Glück wirklich noch nicht so weit. Der Tumor bereitet ihr bisher keinerlei Beschwerden. Er wurde auch nur zufällig gefunden als wegen einer leichten Verstopfung der Darm geröntgt wurde.
Dass es keine Heilung gibt ist mir klar, auch wenn ich mich damit zugegebener Maßen nur schlecht arrangieren kann. Trotzdem möchte ich nicht einfach aufgeben. Wenn es die Chance gibt ihr Leben bei guter Lebensqualität zu verlängern, dann werde ich das versuchen. Aber eben nur unter dieser Prämisse. Ich möchte auf keinen Fall, dass sie in ihrer verbleibenden Zeit leidet.


Wie ihr seht kommt Chewie auch wieder zum Schmusen ins Bett und ist dann unfassbar genervt, wenn man sie durch so etwas wie aufstehen oder gar Bilder machen belästigt :love:
41476767mv.jpg


aber dann schläft man eben woanders weiter...
41476774lr.jpg


Und Cilly geht es zum Glück gut
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  • #15
Blacky hatte keine sichtbaren Atembeschwerden.
Er ging sogar 2 Tage vor seinem Tod noch draußen vor die Tür und markierte mein Auto..
Worauf du aber auch achten solltest..Lungentumore metastasieren gerne in die Zehen und Krallen.
1 Woche vor seinem Tod begann Blacky hin und wieder zu humplen und seine Krallen waren auffällig lang.
Auch bei ihm begann alles mit einer Verstopfung und wieder kehrendem Husten.
Der Tumor wurde leider erst 10 Tage vor seinem Tod entdeckt.
Ich denke er muss ihn bereits länger gehabt haben.
Da er ohnehin regelmäßig beim Tierarzt war wegen seiner Überfunktion der Schilddrüse waren seine Symptome sehr unspezifisch.
Bis auf Husten und einem vermehrten Schlafbedürfnis merkte man ihm null an :(.
Er wurde knapp 17 Jahre.
 
Saerchen

Saerchen

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  • #16
Blacky hatte keine sichtbaren Atembeschwerden.
Er ging sogar 2 Tage vor seinem Tod noch draußen vor die Tür und markierte mein Auto..
Worauf du aber auch achten solltest..Lungentumore metastasieren gerne in die Zehen und Krallen.
1 Woche vor seinem Tod begann Blacky hin und wieder zu humplen und seine Krallen waren auffällig lang.
Auch bei ihm begann alles mit einer Verstopfung und wieder kehrendem Husten.
Der Tumor wurde leider erst 10 Tage vor seinem Tod entdeckt.
Ich denke er muss ihn bereits länger gehabt haben.
Da er ohnehin regelmäßig beim Tierarzt war wegen seiner Überfunktion der Schilddrüse waren seine Symptome sehr unspezifisch.
Bis auf Husten und einem vermehrten Schlafbedürfnis merkte man ihm null an :(.
Er wurde knapp 17 Jahre.

Oh weh. Ich dachte schon, dass man irgendwann feststellen würde, dass die Atmung Probleme macht. Aber das ist wohl auch immer verschieden, schätze ich.
Das mit den Zehen weiß ich. Meine TÄ schaut auch jedes Mal danach. Aber bisher scheint da alles in Ordnung zu sein.
Wie es scheint sind die Symptome da generell recht unspezifisch. In sofern hatten wir wohl wirklich "Glück" dass es so früh aufgefallen ist.
Wenn wir nur mehr tun könnten :cry:
Chewies genaues Alter kenne ich nicht. Laut Schätzung wäre sie 8. Ich habe allerdings immer vermutet, dass sie eher etwas älter ist. Dennoch hierfür viel zu jung.
Für Blacky🕯️
 
Lehmann

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  • #17
Es tut mir so leid für dich und deine Katze.
Ich hatte nur einen Streuner mit Plattenzellkarzinom im Maul und habe es erfahren, als er zur Zahnbehandlung in Narkose lag und mein Ta anrief und mir vorschlug, ihn " nicht mehr wach werden zu lassen".
Vorher war mir nur aufgefallen, dass er nicht mehr richtig kauen konnte. Und, so schrecklich die Diagnose war, für mich war es so leichter. Ich musste mich nicht Wochen -u. Monatelang mit dem Gedanken an seinen baldigen Tod beschäftigen.
Und , ich denke, dass ist das Hauptproblem des homo sapiens, wir zerschiessen uns noch die letzte schöne Zeit mit dem geliebten Tier, in dem wir schon trauern, bevor der Tod oder massives Leid eingetreten simd. Ich möchte dir Mut machen, wie deine Katze im hier und jetzt zu sein und zu versuchen, die Dinge , die morgen und übermorgen vll geschehen, auch in die Zukunft zu vertagen. Du wirst dann noch traurig genug sein....
Ich wünsche euch alles erdenklich Gute, dir viel Kraft und der Katze einen leichten Gang über den Regenbogen. Eins weiss ich jedenfalls, sie wird in Liebe gehen und dass ist mehr wert, als alles Andere.
 
Saerchen

Saerchen

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  • #18
Liebe @Lehmann, vielen Dank für deine lieben Worte. Das hat mich sehr berührt. Du hast wohl ganz recht mit deiner Einschätzung bezüglich der Menschen. Ich gebe mein Bestes, mich immer wieder darauf zu besinnen und versuche uns die Zeit, die wir haben, schön zu machen.

Chewie geht es nun zunehmend wieder besser. Sie frisst wieder ausreichend und auch öfter ganz von alleine.
Am Mittwoch und Donnerstag war es wieder komplett normal. (Es gab Leo Seefisch, was zumindest früher der absolute Jackpot war.) Sie kam in die Küche wenn Futter gemacht wurde und hat gefressen als ob nie etwas gewesen wäre. Deshalb dachte ich der Spuk wäre vorüber.

Am Donnerstag habe ich auch mit unserer Ärztin gesprochen und wir hatten uns eigentlich darauf geeinigt es in ein paar Tagen nochmal mit dem Leukeran (und einem Magenschutz) zu versuchen. Sie hält es nach wie vor für äußerst unwahrscheinlich, dass das alles auf das Leukeran zurückzuführen ist. Auch weil es jetzt so lange gedauert hat bis es ihr wieder besser ging. Für mich klingt das schlüssig und falls es sich doch wieder verschlechtern sollte, könnten wir ja direkt wieder absetzen.

Allerdings wurde es gestern schon wieder schlechter. Nicht wirklich schlecht, sie scheint "fit" zu sein und verhält sich normal (ein klein bisschen träge vielleicht, aber sie war schon immer extrem faul). Aber sie frisst eben wieder schwieriger. Schon genug, aber nicht wirklich von sich aus, man muss es ihr wieder hinterhertragen und mit Leckerlis locken usw.

Ich weiß nicht, das macht mir Sorgen. Wenn es heute und morgen so bleibt werden wir natürlich nicht wieder damit starten. Ich werde dann einen Termin in der Klinik machen um sie nochmal durchchecken zu lassen. Vielleicht stimmt irgendetwas anderes nicht. Es wäre zwar komisch, wenn jetzt mehrere Sachen zusammen kommen aber wer weiß. Ich will ja auch nicht, dass es ihr jetzt wegen irgendwas anderem schlecht geht.
Mein Freund findet ich bewerte das über. Er meint sie ist jetzt nur mäkelig geworden weil in letzter Zeit so viel Wind ums Futter gemacht wurde. Das mag ja mit rein spielen, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das so extrem ist.
Chewie war immer ein mehr als guter Esser. Da muss mehr dahinter stecken...
 
Saerchen

Saerchen

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  • #19
Hallo ihr Lieben,

nun habe ich recht lange nichts von uns hören lassen. Hier war recht viel los und ich war auch selbst nicht recht sortiert.
Vorab zuerst einmal Chewie geht es nach wie vor soweit gut.
Wir haben Anfang Juli einen neuen Versuch mit dem Leukeran gewagt. Nun, das Fressproblem wurde leider auch wieder größer. Ich habe mittlerweile viel recherchiert und Appetitlosigkeit scheint bei diesem Medikament wohl doch häufiger aufzutreten. Wir haben uns anfänglich mit Schrottfutter beholfen. Das hat soweit ganz okay funktioniert.

Mittlerweile geben wir Chewie nun Mirtazapin in Pastenform (Mirataz) ins Ohr um den Appetit anzuregen. Die ersten paar Tage war der Effekt wirklich bombastisch, sie hat gefressen wie zuvor. Das hat leider nach ein paar Tagen wieder abgeebbt. Dennoch funktioniert es bedeutend besser als davor. Sie frisst die meiste Zeit das "gute" Futter. Man muss sie schon auch hin und wieder zum fressen "überreden" und sie frisst leider meist auch nur um die 10gr auf einmal. Zudem geht das gleiche Futter in der Regel höchstens zwei Mal hintereinander. Sprich, es ist durchaus anstrengend, aber es ist machbar. Machbar reicht mir derzeit völlig aus. Ich bin zum Glück sowieso zu Hause und dann ist es auch nicht so schlimm wenn ich alle Stunde den Napf durch die Gegend trage.

Abgesehen von der relativen Appetitlosigkeit geht es Chewie meistens recht gut. Letztes Wochenende hatten wir leider wieder einen akuten Fall von Verstopfung. Chewie hat das auch früher schon hin und wieder mal gehabt. Leider ist es wegen des schlechten Appetits grade schwierig mit vorbeugenden Maßnahmen, aber wir bleiben dran. Wir haben das am Wochenende zum Glück mit etwas Kondensmilch beheben können. Hat aber recht lange gedauert und ihr ging es gar nicht so gut. Gefressen hat sie auch kaum etwas. Aber seit gestern scheint es überstanden, das Futtern wird wieder mehr und sie sucht auch wieder mehr unsere Nähe und zieht sich nicht so zurück.

Was mir derzeit etwas Sorgen macht ist ihr Husten. Der ist gefühlt doch etwas schlimmer geworden. Ich hatte noch Canipulmin hier, das hat die Ärztin uns ganz zu Anfang wegen dem Husten schon mitgegeben. Damals hab ich es einmal versucht, bin gescheitert und hab es in den Schrank gepackt. Nun hab ich es wieder rausgeholt und zwei Tage lang auf allen erdenklichen Wegen versucht das Zeug in die Katze zu bekommen. NO CHANCE. Das ist aber auch widerlich.
Danach habe ich mal einen Versuch mit Inhalieren gestartet. Das hat sie aber schon arg gestresst und dann kam die Verstopfung dazwischen. Vielleicht geb ich dem ganzen noch 1-2 Chancen, aber wenn sie nicht ruhiger wird währenddessen wird das nix. Bin am überlegen so einen Ultraschallvernebler zu besorgen. Dann würde das ganze vielleicht auch ohne Box funktionieren...

Abgesehen davon haben wir eigentlich vor kurzem mit der Tumortherapie von Heel angefangen. Ich wollte gern noch etwas unterstützendes machen und meine Tierärztin hat zumindest gesagt, dass sie nicht davon abrät und bei einigen Patienten gute Erfahrungen damit gemacht hat. Ich stelle allerdings immer mehr fest, dass ich wenig überzeugt davon bin. Zum Einen findet Chewie die Gabe extrem blöd. Ist auch kein Wunder, die eine Flüssigkeit ist 30% Alkohol (was ich sowieso irgendwie zweifelhaft finde). Zum Anderen war ich jetzt noch nie so der große Anhänger von Homöopathie. Ich will sie so ungern damit ärgern wenn es nachher keinen Nutzen hat. Aber ja, das kann mir natürlich niemand versprechen.
Hat hier jemand Erfahrung mit diesen Heel Sachen?
Die andere Alternative, die ich zuhause geben könnte, wäre evtl. noch CBD Öl.
Eigentlich weiß ich gar nicht so recht, warum ich mich nachher für Heel entschieden habe...

So, das war jetzt doch wieder recht viel auf einmal. Ich will ja niemanden verschrecken.
Das nächste Update kommt sicher schneller. Ich hoffe mit überwiegend positiven Neuigkeiten. Denn auch wenn alles soweit okay ist, bin ich nach wie vor unfassbar traurig und habe große Angst vor dem was da kommen mag.

Liebe Grüße
Sarah mit Chewie und Cilly

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Saerchen

Saerchen

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  • #20
Jetzt schreibe ich einmal am Handy und prompt geht es schief :'(
Also nochmal von vorn:

Gestern war leider kein so guter Tag. Chewie war fast die ganze Zeit im Schlafzimmer und hat gepennt. Fressen war auch nicht ihr Ding. War echt schwierig ne angemessene Menge in die Katze zu bekommen. Selbst das TroFu hat sie nur mäßig gegessen, wobei ich das wegen der Verstopfung eigentlich eh noch vermeiden will. Zuguterletzt hatte sie dann nachts noch einen üblen Hustenanfall. So doll hab ich es noch nie gehört. Ich hab mir richtig Sorgen gemacht. Aber ihr schien es wie immer nicht so viel auszumachen. Außerdem kam es mir vor wie wenn sich irgendwas gelöst hätte. Seither ist es auch nicht auffälliger als bisher, also alles ok, nehme ich an.

Heute ist es dafür zum Glück wieder besser. Sie war nur über die Mittagshitze im Schlafzimmer und kam sonst viel zu uns zum schmusen, Kontaktliegen (brutal warm, aber schön) und Kissen kuscheln xD.
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Gefressen hat sie Gott sei Dank auch wieder besser. Zwar nach wie vor meistens nur diese 10 Gramm Happen, aber die relativ regelmäßig. Einmal ist sie so gar ganz von selbst zum Automaten gelatscht und hat ein paar Happen genommen :)

Vorhin habe ich einen Termin zur Tumorkontrolle ausgemacht. Am 23. ist es soweit. Ich hab ehrlich richtig Bammel davor. Irgendwie hab ich kein gutes Gefühl... aber ich muss positiv Denken. Die Chemo MUSS einfach angeschlagen haben... sie muss einfach!
 
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