Lungenkrebs und Bauchspeicheldrüse entzündet

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Saerchen

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Hallo zusammen,
ich starte hier mal neu, da sich unser Problemfeld nun erweitert zu haben scheint.
Kurze Vorgeschichte: Chewie hat Lungenkrebs, wird behandelt mit Leukeran und (bisher) Metacam. Dadurch (?) große Fressunlust die wir mit Hilfe von Mirataz (Mirtazapin) eiiinigermaßen (aber wirklich nur einigermaßen) im Griff haben.
Die Langversion ist hier nachzulesen: Thread Lungenkrebs
Zuerst aber die meeeega guten Neuigkeiten. Wir hatten am Montag das erste Kontrollröntgen seit Beginn der Chemo und der Tumor ist NICHT gewachsen. Kein bisschen:grin::grin::grin::grin::grin::grin::grin::grin::grin:
Mir ist ein riiiesiger Brocken vom Herzen gefallen. Das ist das allerbeste Ergebnis das wir erwarten konnten und ich bin richtig, richtig, froh!

Leider blieb diese Freude nicht lange ungetrübt. Unsere Tierärztin hatte schon vor einer Weile mal das Thema Bauchspeicheldrüse angesprochen, wegen des schlechten Fressverhaltens (sie hielt es immer für unwahrscheinlich, dass das ausschließlich durch das Leukeran bedingt war, mein Eindruck war das aber schon).
Da sowieso die Blutwerte gemacht wurden, wurde also ein Schnelltest zwecks Bauchspeicheldrüse mitgemacht. Und, ganz toll, der war wohl auch deutlich erhöht (ich hab den Wert nicht da). Heute oder morgen kommen die Ergebnisse von dem genaueren Test, sobald ich sie habe, stelle ich sie ein.

Nun tun sich leider gleich mehrere Probleme auf.
Das erste ist, dass Chewie ja bisher dauerhaft Metacam bekommen hat, nicht nur als Schmerzmittel, sondern weil das die Chemo unterstützt. Das müssen wir nun weglassen. Das gefällt mir überhaupt nicht, aber da kann ich wohl nichts machen, außer zu hoffen, dass die Chemo trotzdem weiterhin so gut wirkt.

Alternative: Novalgin. Ich kriege normalerweise Tabletten besser in Chewie als Flüssigkeiten und von der Dosierung hätte es gepasst sie zu vierteln. Ich hab jetzt drei Tage lang auf alle erdenklichen Weisen versucht das Zeug in die Katze zu bekommen. Absolut keine Chance.
Also bin ich vorher nochmal hin und hab die Tropfen geholt. Das hat jetzt zwar einmal geklappt, aber wenn ich das 2 - 3 Mal am Tag machen muss, kommt die Katze dazwischen wahrscheinlich gar nicht mehr unterm Bett vor :cautious:.

Die TA meint falls das nicht klappt würde sie es ein paar Tage ohne versuchen und sonst auf Cortison umschwenken (was evtl auch der Lunge ganz gut täte).

Gibt es denn wirklich keine sinnvollen Alternativen? Wie bekommen andere Menschen das Novalgin in die Katze?

Es kommt halt auch immer das Problem dazu dass sie nach wie vor so schlecht frisst. Und umso mehr ich sie mit den Medis stresse umso länger verweigert sie danach auch jedes Futter.

Apropos Futter. Da wären wir bei meiner nächsten Frage. Ich weiß, dass man bei Pankreatitis eigentlich fettarmes (kleiner 5%?) Futter geben soll. Wie wichtig ist das? Ich bin froh, wenn Chewie überhaupt von irgendetwas genug frisst. Klar, kann ich schauen, dass wir mal was testen, aber all zu sehr würde ich uns da nicht nich einschränken wollen. Gehts dabei mehr um die Symptomatik oder wirklich darum das Problem zu verbessern?
Wir haben bisher auch hin und wieder mal ein Eigelb gegeben wenn sie schlecht gefressen hat. Das ist ja auch sehr fettreich. Sollte ich das lieber lassen?

Gibt es sonst noch Dinge die es zwecks Bauchspeicheldrüse die es zu beachten gilt? Kann man noch irgendwie unterstützen?
Ich bin noch recht frisch in dem Thema und daher für alles Tipps dankbar.

Viele Grüße von
Saerchen, Chewie und Cilly
 
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Hallo nochmal,

ich habe eben die genauen Ergebnisse bekommen. Meine Ärztin sagt, der Bauchspeichldrüsenwert ist nicht sooo massiv erhöht weswegen sie vorschlagen würde erstmal so weiterzumachen. Falls das mit dem Novalgin nicht klappt auf Prednisolon umschwenken. Ansonsten probieren wir das Cerenia nochmal, aber ich habe nach wie vor nicht den Eindruck, dass das irgendeinen Unterschied macht.

Sofern sich Chewies Situation (insbesondere das Fressverhalten) nicht weiter verschlechtert würde sie in 6-8 Wochen wieder kontrollieren wollen.

Ich wäre super dankbar, wenn mir jemand etwas Input geben würde ob das so passt bzw wie ich noch unterstützen könnte, da ich mich wie gesagt mit dem Thema noch gar nicht so auskenne.

Ich bin für jede Hilfe dankbar.


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teufeline

teufeline

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Hat sie begründet, warum sie von Novalgin, einem Schmerzmittel und Entzündungshemmer, auf Prednisolon, einem Cortison also reinem Entzündungshemmer umschwenken will?
Und sei mir bitte nicht böse, aber mir fehlt für eine Chemo bei einer Katze absolut das Verständnis. Warum macht man das? Den Tieren wird davon ähnlich schlecht wie dem Menschen. Als Mensch sagt man sich: für meine Familie, die Kinder, meine Tiere und quält sich da mit ungewisser Prognose durch und trotzdem geht es oft genug schief :(
Eine Katze hat diese Ziele nicht, sie lebt im Hier und Jetzt und das Morgen ist ihr völlig egal.
 
tiha

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Viele Katzen vertragen die im Gegensatz zu Menschen die Chemotherapie sehr gut, was daran liegt, dass sie auf Lebensverlängerung ausgelegt ist und nicht auf Heilung, das heißt es ist niedriger dosiert. Ich finde, das muss man jedem selber überlassen, ob er das machen möchte bei seinem Tier oder nicht, da sollte man keinem einen Vorwurf machen!
 
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@teufeline
Das mit dem Prednisolon ist nur der "Ersatzplan" da wir zumindest bisher noch relative Schwierigkeiten mit dem Novalgin haben. Zudem hatten wir bisher gar nicht den Eindruck, dass die überhaupt Schmerzen hat. Davor gab es ja Metacam, das wir jetzt absetzen mussten, dazwischen war jetzt auch ein paar Tage Pause ohne Schmerzmittel und es gab keine merkliche Veränderung. Aber das muss natürlich nichts heißen. Das Cortison würde zudem wohl auch der Lunge ganz gut tun.

Deine Meinung zur Chemo darfst du gerne haben. Aber so richtig fundiert scheint die nicht zu sein. Das hat tiha ja bereits erläutert. Chewie bekommt eine niedrigdosierte Tablettenchemo die rein palliativ ist und außer der Appetitlosigkeit zeigt sie keinerlei Symptome. Und selbst die kommt rückblickend vielleicht doch eher von der Bauchspeichldrüse. Der Tumor ist jetzt, mit großer Sicherheit dank dieser Chemo, nicht meht gewachsen. Also ja, ich stehr zu 1000% hinter dieser Entscheidung.
 
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