Trockfutter angeblich doch nicht schlecht

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Motzkatze

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  • #21
Wie viele Katzen benötigt eine Studie um, deiner Meinung nach seriös zu sein?
Generelle Überlegung: Es gibt kein Trofu in der Natur.
Seit es Katzen gibt, jagen und fressen sie Mäuse, Vögel, Insekten, Kaninchen etc.
Das ist ihre natürliche Nahrung.
Trofu gehört definitiv nicht dazu.
Schau dir nur die Zusammensetzung von Trofu an. Die entspricht meist in keinster Weise der natürlichen Beute einer Katze
 
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Polayuki

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  • #22
"A total of six cats were fed..."

Sechs Katzen als Basis einer Studie die ernstgenommen werden möchte?
Hast du denn schon Studien mit bzw an Wirbeltieren durchgeführt? Ich nämlich schon und auch wenn es schwer zu glauben ist, sind Studien mit/an Wirbeltieren sehr häufig auf eine sehr geringe Anzahl begrenzt. Im medizinischen Bereich eventuell nicht, aber in vielen anderen Bereichen schon. Das hat sehr viele verschiedene Hintergründe, aber ist sehr gängig. Da würde ich die Stückzahl also nicht zwingendermaßen bemängeln.
 
Christian89

Christian89

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  • #23
Bei mir hat es sowieso aufgehört, als ich den Teil über Einzelhaltung überflogen hab. In Fett "Katzen können Problemlos einzeln gehalten werden", drunter noch, wenn alles da ist, kann die Katze eine zweite Katze dulden (=Mehrkatzenhaushalte, voll der Stress für die Katze).
Vielleicht täusche ich mich auch & habe die kompletten Sonderkatzen erwischt. Die wollen einfach nicht gestresst wirken und haben heute schon fangen gespielt und grad auch noch "Die Kuschelhöhle ist eine Burg". :eek:

(Also so viel zur Expertise dieser Frau...)
 
Grinch2112

Grinch2112

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  • #24
Ich zitiere hier mal etwas von wo anders:

Die Studie aus 2020 zeigt, dass das Risiko von Harnwegserkrankungen bei ausschließlicher Trofu-Gabe über 2.5 Mal so hoch ist wie bei gemischter Fütterung und geht auch nochmal auf Harngries ein: Prevalence and risk factors of feline lower urinary tract disease in Chiang Mai, Thailand

hier sind "nur" 130 Tiere im Versuch drin, aber die Ergebnisse legen nah, dass TroFu ein Risikofaktor für Nierenerkrankungen sein kann:
Risk and protective factors for cats with naturally occurring chronic kidney disease - PubMed

2015 wurde in einer großangelegten Studie in UK festgestellt, dass ausschließliche oder überwiegende Fütterung mit Trofu Übergewicht und damit das Risiko für dadurch bedingte Krankheiten fördert: Risk factors identified for owner-reported feline obesity at around one year of age: Dry diet and indoor lifestyle - PubMed

hier wird zumindest drauf hingewiesen, dass Trofu eine Covariable sein kann: Dry foods and risk of disease in cats
 
Vitellia

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  • #25
Wie viele Katzen benötigt eine Studie um, deiner Meinung nach seriös zu sein?
Generelle Überlegung: Es gibt kein Trofu in der Natur.
Seit es Katzen gibt, jagen und fressen sie Mäuse, Vögel, Insekten, Kaninchen etc.
Das ist ihre natürliche Nahrung.
Trofu gehört definitiv nicht dazu.
Schau dir nur die Zusammensetzung von Trofu an. Die entspricht meist in keinster Weise der natürlichen Beute einer Katze
Oder wie eine unserer Tierärztinnen (sic!) meinte:'"Das sind gebackene Kekse. Ziemlich weit weg von der natürlichen Ernährung der Katze."
 
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KatzeK

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  • #26
Mach’s besser 😇

Das finde ich zB. wirklich wesentlich überzeugender als Argument.

Auch da sich nicht nur auf die "Art" des Futters fokussiert wird sondern auch die spezifische Zusammensetzung in den Blick genommen wird.

Mir geht es ja gar nicht darum Trockenfutter in den Himmel zu loben, aber ich finde es wirklich erstaunlich wie "religiös" das Thema hier von manchen behandelt wird. Ohne dass Argumente geliefert werden außer "Wir hier im Forum empfehlen...". Das finde ich als Argument einfach echt dünn und mich wundert es dann auch nicht wenn da dann in Folge inhaltliche Fragen bzw. Zweifel auftauchen.
Das scheint aber wiederum total "verpönt" zu sein (auch hier die Parallele zur "Religion").

Das hat aber sicher auch damit zu tun dass ich so "religiösen" Ansätzen gegenüber generell skeptisch eingestellt bin. Und dieses "blinde Hinterherlaufen" nicht mag bzw. sogar für gefährlich halte.
 
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adventurecat

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  • #27
Das finde ich zB. wirklich wesentlich überzeugender als Argument.

Auch da sich nicht nur auf die "Art" des Futters fokussiert wird sondern auch die spezifische Zusammensetzung in den Blick genommen wird.

Mir geht es ja gar nicht darum Trockenfutter in den Himmel zu loben, aber ich finde es wirklich erstaunlich wie "religiös" das Thema hier von manchen behandelt wird. Ohne dass Argumente geliefert werden außer "Wir hier im Forum empfehlen...". Das finde ich als Argument einfach echt dünn und mich wundert es dann auch nicht wenn da dann in Folge inhaltliche Fragen bzw. Zweifel auftauchen.
Das scheint aber wiederum total "verpönt" zu sein (auch hier die Parallele zur "Religion").

Das hat aber sicher auch damit zu tun dass ich so "religiösen" Ansätzen gegenüber generell skeptisch eingestellt bin. Und dieses "blinde Hinterherlaufen" nicht mag bzw. sogar für gefährlich halte.
Da stimme ich dir absolut zu. Es sind auch wirklich häufig nur Meinungen, keine wissenschaftlich fundierten Argumente.

Es gibt mehr als genug evidenzbasiert arbeitende Experten, die sich für Trofu, oder auf jeden Fall nicht pauschal dagegen aussprechen.
Man muss nur mal selbst recherchieren. Und vor allem über Deutschland hinaus schauen, denn auf nationaler Ebene werdet ihr kaum Studien zur Thematik finden.

Hier nur mal einige wenige Quellen zu dem Thema.

Über die Debatte Nass vs Trocken, mit sehr vielen nützlichen Quellenangaben zum Weiterlesen:
Canned or dry food: What’s better for cats?

über die Debatte, was TÄ eigentlich über Ernährung wissen:
Food is Love- Veterinarians and Nutrition |

Everyone’s an expert in animal nutrition

über die abstruse Vorstellung, dass TÄ von Herstellern gekauft werden (diesmal sogar auf Deutsch):
Ein Gerücht, so blöd wie zehn Meter Feldweg: Der gesponserte Tierarzt! - Ulm / Neu-Ulm - Kleintierpraxis Ralph Rückert

und man könnte ewig weitere Quellen aufzählen.
Tatsächlich gibt es einfach NICHT die eine Lösung für alle. Von diesen fanatischen Vorstellungen sollte man sich im Jahr 2021 wirklich langsam mal verabschieden.
 
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KatzeK

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  • #28
Von diesen fanatischen Vorstellungen sollte man sich im Jahr 2021 wirklich langsam mal verabschieden.

Ich denke es geht dabei in erster Linie um den Wunsch nach Orientierung und Zugehörigekeit. Ist halt nur in der Sache so nicht hilfreich.

Egal worum es geht.

Aber es ist halt einfacher zu glauben was "alle" (innerhalb der Filterblase) denken als sich selbst Gedanken zu machen. Und die die sich selbst Gedanken machen und diese auch mit verschiedenen Quellen abgleichen und Fragen stellen ohne sich mit allgemeinen Antworten zufrieden zu geben sind dann halt die "Störer". Das hat wirklich religiöse Züge.

Eigentlich nicht neu, scheint ein urmenschliches Bedürfnis zu sein. Gefährlich finde ich so eine Denkweise trotzdem und die Geschichte belegt das auch ausreichend.

Man sollte wirklich meinen dass die Sache mit der "Aufklärung" heutzutage selbstverständlicher ist, scheint aber eher gegenläufig zu sein. Manchmal denke ich dass sich die Ursprungsidee des Internets ins Gegenteil verkehrt hat bzw. dabei ist das zu tun.
 
minna e

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  • #29
minna e

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  • #30
ich hab mir jetzt die ersten links mal anschaut. wenn man schon quellen nutzt, macht man das mit verweisen. und setzt nicht einfach ne litanei der quellen unter behauptungen.

btw. zur einzelhaltung (die ich nach wie vor bei freigängern absolut in ordnung finde im gegensatz zu einigen hier) sollte man sich einfach mal die dokumentaion auf arte anschauen, die vor kurzem lief. das zeigt ne menge über die interaktion zwischen katzen in einer WG.

und irgendwelche "experten" als quellen zu nennen, ist auch nicht immer das wahre. ich hab mal in einem fachbuch für katzen auf einem flohmarkt geblättert, war von einem VET. ich habs gekauft, ums zu schreddern. völlig überholt und vieles tatsächlich grenzwertig (vor allem im bereich geschlechtsreife und fortpflanzung.)
 
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KatzeK

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  • #31
btw. zur einzelhaltung (die ich nach wie vor bei freigängern absolut in ordnung finde im gegensatz zu einigen hier) sollte man sich einfach mal die dokumentaion auf arte anschauen, die vor kurzem lief. das zeigt ne menge über die interaktion zwischen katzen in einer WG.

Da wird halt auch zu sehr verallgemeinert. Ein Freigänger der andere Freigänger um sich rum hat tut das natürlichste überhaupt: Er trifft sich (gezielt) oder aber er trifft sich auch nicht. Je nach Passung. "Treffen" tun die sich eh, gefällt halt mal mehr mal weniger.

Katzen die in einer Wohnung leben (was im Grunde eh nicht artgerecht ist wenn man mal ganz ehrlich ist) hingegen müssen sich arrangieren, sie können sich ja gar nicht wirklich frei entscheiden zwischen unterschiedlichen Katzen die sie auf freier weiter Flur so treffen. Also arrangieren sie sich (was sicher in den meisten Fällen immer noch artgerechter ist als das arme Tier dort allein in seinem goldenen Käfig versauernd zu lassen, aber auch da gibt es Ausnahmen), Katzen sind anpassungsfähig. Dh. aber noch lange nicht dass das Leben in einer Wohnung wirklich artgerecht wäre. Artgerecht ist echt was anderes.

Ein Zootier kann man auch besser oder schlechter halten, aber seiner Art wird es dennoch nie entsprechen eingesperrt zu sein.
 
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adventurecat

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  • #32
ich hab mir jetzt die ersten links mal anschaut. wenn man schon quellen nutzt, macht man das mit verweisen. und setzt nicht einfach ne litanei der quellen unter behauptungen.

btw. zur einzelhaltung (die ich nach wie vor bei freigängern absolut in ordnung finde im gegensatz zu einigen hier) sollte man sich einfach mal die dokumentaion auf arte anschauen, die vor kurzem lief. das zeigt ne menge über die interaktion zwischen katzen in einer WG.

und irgendwelche "experten" als quellen zu nennen, ist auch nicht immer das wahre. ich hab mal in einem fachbuch für katzen auf einem flohmarkt geblättert, war von einem VET. ich habs gekauft, ums zu schreddern. völlig überholt und vieles tatsächlich grenzwertig (vor allem im bereich geschlechtsreife und fortpflanzung.)
Und von wann war das Buch, das du auf einem Flohmarkt gekauft hast? Selbstredend kann sowas überholt sein...

Du brauchst Experten nicht in Anführungsstriche zu setzen. Diese Leute wissen es besser als du, ob es dir nun gefällt oder nicht. 😉

Die Formalitäten der Artikel kannst du kritisieren wenn du magst, sind aber eben auch keine Studien sondern „nur“ massentaugliche Zusammenfassungen solcher.
Die Studien selbst und deren Aufbau und Formalitäten und ob das sinnig ist, kannst du ja recherchieren - darum ging es mir auch, wie im ersten Beitrag schon erwähnt. Man muss sich halt mal selbst mühen, wenn man was lernen will.
Oder eben nicht und einfach in seiner Blase bleiben, kann man auch.
 
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Heidi-Annika

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  • #33
Mein Tierarzt hat mir empfohlen meiner 6 Monaten alten Main Coon Katze nur Trockenfutter zu geben,kein Nassfutter wegen den Zähnen.
Er empfiehlt Royal Canin Main Coon Trockenfutter .
 
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Heidi-Annika

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  • #34
Mein Tierarzt hat mir empfohlen meiner 6 Monaten alten Main Coon Katze nur Trockenfutter zu geben,kein Nassfutter wegen den Zähnen.
Er empfiehlt Royal Canin Main Coon Trockenfutter .
 
Gigaset85

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  • #36
Als mir vor langen Jahren ein TA sein RC TroFu "wärmstens" empfahl und ich längst wußte das ist Blödsinn,da "empfahl" ich ihm doch mal 6 Wo. lang nur trockenes Zeugs zu essen aber die Trinkmenge zu lassen wie gewohnt....er hat etwas komisch geschaut aber mich danach mit Futtertipps in Ruhe gelassen.
 
Louisella

Louisella

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  • #37
Mein Tierarzt hat mir empfohlen meiner 6 Monaten alten Main Coon Katze nur Trockenfutter zu geben,kein Nassfutter wegen den Zähnen.
Er empfiehlt Royal Canin Main Coon Trockenfutter .
Dann würde ich aber dringend empfehlen den Tierarzt zu wechseln.
Oder putzt Du Dir die Zähne mit Butterkeksen?
 
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LeniLou

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  • #38
Tierärzte sind keine Ernährungsberater.

Ich halte es für sehr weit her geholt einen Tierarztwechsel zu empfehlen, nur weil der pro Trockenfutter ist.
Das sagt doch 0 über seine medizinischen Fähigkeiten aus, oder die Art und Weise wie er mit den Tieren umgeht. Und DAS ist mir 100x wichtiger als die Frage wie gut hat der sich in seiner Freizeit über die Fütterung der diversen Tierarten, die er betreut, informiert. Ein bisschen Eigenverantwortung hat man auch selber.

Man kann die Kirche auch echt mal im Dorf lassen.
 
annanass

annanass

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  • #39

Entschuldigung, wenn ich das schreiben muss, aber ich kann das nicht mehr lesen, es verursacht langsam Augenkrebs. 🙈

TroFu ist als Alleinfuttermittel ungeeignet, und was unterscheidet "Royal Canin Main Coon" von "Royal Canin BKH" oder normalem TroFu? Das ist alles Geldmache, diese Marke ist eh völlig überteuert und von schlechter Qualität noch dazu.
 
Rickie

Rickie

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  • #40
Ich sage ja immer, was das Futter betrifft, einfach mal den Verstand einschalten.
Und bis zu einem gewissen Grade auch die Katzen mitentscheiden lassen, vor allem, wenn sie gesundheitlich in die eine oder andere Richtung angeschlagen sind.

annanass,
Main Coon ist die hessische Variante der Maine Coon aus Maine. ;)
Scheint so ein Unterschied zu sein wie zwischen EHK und EKH.
 
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