Wenn ich einmal Rassekatzen züchten will...

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vie_birma

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  • #61
@saurier, danke für den tollen Thread und für deine Zeit diesen zusammen geschrieben zu haben. Habe den leider erst jetzt entdeckt und hoffe er wird von Neulingen auch angenommen.
 
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Louisella

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  • #62
Ich seh das ähnlich wie Mäuseplatz, das Kriterium die Katzen nicht in den ungesicherten Freigang zu verkaufen, mag mir auch so garnicht schmecken.
Wenn die Umgebung es möglich macht, warum sollte eine Stammbaumkatze dann nicht in den Freigang dürfen?

Und dass die Vereinszüchter nicht in ungesicherten Freigang vermitteln, hat auch einen guten Grund:
Das Risiko, dass die Katze überfahren wird oder anders verunfallt bzw."verloren" geht, ist einfach deutlich höher als bei reiner Wohnungshaltung (mit Artgenossen und Balkon!) oder gesichertem Freigang.
Sorry, aber diese Argumente gelten für ALLE Katzen, ob Stammbaum oder nicht. Persönlich glaube ich ja noch nicht mal an die angeblich so hohe Klaugefahr (dann noch eher an Catnapping), und schon garnicht an die "Katzen für Tierversuche"-Legende. Eher ans "Anfüttern und Behalten" oder eben ganz schlicht den Unfall (der wahrscheinlich den allergrößten Teil ausmachen wird, das wollen wir nur nicht wahrhaben).
Die Rasse spielt dabei meiner Meinung nach keine Rolle.

Das ist insofern ein wichtiger Gesichtspunkt, denn die Zuchtkätzin kann ihren Kindern nicht richtig das Jagen beibringen, wenn sie selbst keine Gelegenheit hatte, es als Jungtier zu lernen. Und sie kann ihren Kitten auch nicht das Verhalten und die notwendige Vorsicht fürs Draußenleben beibringen, z. B. Verhalten im Straßenverkehr.
Ui - das ist ein interessanter Denkansatz.
Demnach wäre die Stammbaumkatze vom seriösen Züchter nur sehr begrenzt fähig überhaupt ein "artgerechtes" Leben zu führen?
Und natürlich beisst sich das auch ein bisschen mit der Anforderung "Katzen dürfen erst mit ca. 12 Monaten in den Freigang"...
Spannend!

Dass es viele Hauskatzen gibt, die als kastrierte und zu ihrer Familie mit Heim und Hof gehörende Freigänger total glücklich sind, ist eine beachtenswerte Tatsache. Es gibt auch viele solche Freigängerhalter hier im Forum!
Es gibt sogar Stammbaumkatzen die so leben dürfen, auch hier im Forum.

Falls wir uns (wider Erwarten) doch noch eine Stammbaumkatze zulegen wollen - brauchen wir da garnicht erst bei Züchtern anzufragen, weil die uns ohnehin keine geben würden, weil wir sie ja in den ungesicherten Freigang lassen würden?
 
Plum

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  • #63
Ui - das ist ein interessanter Denkansatz.
Demnach wäre die Stammbaumkatze vom seriösen Züchter nur sehr begrenzt fähig überhaupt ein "artgerechtes" Leben zu führen?

Was das Mäusefangen betrifft: das fällt bei mir mittlerweile unter Instinkt. Keine unserer Katzen, weder aktuell Plum noch die lange Ahnengalerie unserer ehemaligen Katzen, bekam von Mama Katz' beigebracht wie man Mäuse jagt. Zudem durften Plum und sein Bruder Hobbes erst mit ca. einem Jahr nach draußen. Gerade Plum ist der beste Jäger, den wir je hatten, was nicht buchstäblich bei drei auf dem Baum ist, hat bei ihm keine Chance. Und ich bezweifle, dass ihm das die Nachbarskatzen beigebracht haben ;)
 
Calabrone

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  • #64
Was ist denn das wieder für eine Diskussion :rolleyes:

Zum einen fangen meine Katzen (Norwegische Waldkatze mit Stammbaum) zu meinem Leidwesen Mäuse und Vögel und das nicht mal im ungesicherten Freigang, sondern im Freigehege. Beigebracht hat ihnen das keiner, denn die Mamas waren teilweise reine Wohnungskatzen, die auch kein Freigehege kennen.

Ich war auch gerne ein unseriöser Züchter und habe Katzen in den ungesicherten Freigang verkauft, denn nur weil ich zu feige bin meine Katzen rauszulassen, heißt es nicht, das ich nicht glaube das genau das ein tolles Leben bringt.
 
M

Mäuseplatz

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  • #65
Oh, ich muss zugeben...ich hatte nickers Beiträge nicht gelesen, weil sie so lang waren. :oops: Sorry nicker.

Unfall, "verloren gehen" usw ist doch Quark. Wie Loisella sagt, betrifft das nicht nur Rassekatzen, sondern alle...und, wie gesagt, uns Menschen auch. Keiner würde aus egoistischer Angst heraus seine Kinder ein Leben lang einsperren und das begründen mit: Mein Kind ist so hübsch. Ich sperre es ein, um es vor Unfällen, Verletzungen, Pädophilen oder sonstwas zu schützen.

Man sollte wenigstens so ehrlich sein und zugeben, dass die eigenen Ängste einen höheren Stellenwert haben als die Bedürfnisse der Katze. Denn so ist es letztendlich. Das muss auch jeder für sich selbst entscheiden, aber dann bitte auch dazu stehen und nicht vermeintliche\ Pseudo- objektive Begründungen (in der Zucht) suchen.
 
Maiglöckchen

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  • #66
Was das Mäusefangen betrifft: das fällt bei mir mittlerweile unter Instinkt. Keine unserer Katzen, weder aktuell Plum noch die lange Ahnengalerie unserer ehemaligen Katzen, bekam von Mama Katz' beigebracht wie man Mäuse jagt. Zudem durften Plum und sein Bruder Hobbes erst mit ca. einem Jahr nach draußen. Gerade Plum ist der beste Jäger, den wir je hatten, was nicht buchstäblich bei drei auf dem Baum ist, hat bei ihm keine Chance. Und ich bezweifle, dass ihm das die Nachbarskatzen beigebracht haben ;)

Meine Katzen sind im Alter von wenigen Tagen auf eine Pflegestelle gekommen. Die Mutter hatte also weder die Möglichkeit, ihnen beizubringen, wie man Mäuse fängt, noch wie man sich in freier Wildbahn verhält.

Obwohl die beiden ihre ersten fünf Jahre zudem in reiner Wohnungshaltung verbracht haben, ist Merlin dennoch ein leidlich guter Mäusefänger geworden, der zu seinen gesunden Zeiten leider auch so manchen Vogel erwischt hat:( Hexe hingegen hat noch nie etwas anderes gefangen als Motten. Es scheint also neben dem Instinkt auch ein Stückweit individuelle Veranlagung zu sein, wie gut eine Katze jagen kann.

Wenn Rassekatzen durch Zucht zu unbedarft werden, um draußen klar zu kommen, finde ich persönlich das auch ziemlich fragwürdig, denn dann verlieren sie einiges von dem, was eine Katze ausmacht.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch genug Hauskatzen im Freigang kenne, die gleich mit jedem gut Freund sind. Hier gibt es Nachbarskatzen, die aus einer Streunerkolonie stammen und von klein auf im Freigang waren und die dennoch weitaus zutraulicher sind als meine wohl behüteten Ex-Wohnungskatzen;)

@Edit: Meine Kindheitskatze Kitty, Siamesin mit einem Stammbaum, der bis in biblische Zeiten zurückreichte, hat übrigens alle meine Hauskatzen als Jägerin locker in die Tasche gesteckt. Die brachte nicht nur Vögel und Mäuse an, sondern auch Kaninchen, Maulwürfe, Frösche und, und, und...Selbst Dickie, der als Ex-Streuner lange Zeit Selbstversorger war, konnte da nicht mithalten.
 
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Al27

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  • #67
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Mäuseplatz

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  • #68
In beiden Fällen geht es darum, was möglich ist\ wäre und wie hoch die eigenen Bedürfnisse auf Kosten Anderer angesehen und durchgesetzt werden.
 
Plum

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  • #69
Die Mutter hatte also weder die Möglichkeit, ihnen beizubringen, wie man Mäuse fängt, noch wie man sich in freier Wildbahn verhält.

Wobei ich mir vorstellen kann, dass viele Katzenmütter bei ihrem Nachwuchs irgendwann mal entnervt die Augen rollen "Kind, was soll aus dir nur mal werden??? :rolleyes: DA ist die Maus!! Daaaaaaaahaaaaa!!! Nu fang sie schon .... !!! Also von mir hast du das nicht, das war bestimmt dein Vater!!" ;)

Langer Rede kurzer Sinn: nicht jede Katze, die es von der Frau Mama beigebracht bekommt, wird auch ein guter Mäusefänger und vice versa ;)
 
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Katzlinchen

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  • #70
Was ist denn das wieder für eine Diskussion :rolleyes:

das frage ich mich auch

saurier, ich fände toll, wenn du die Infos und Antworten zu deinem eigentlichen Anliegen sammeln und noch einmal übersichtlich zusammenstellen könntest (evtl. in einem neuen Beitrag als FAQ oder so), evtl. gleich sperren

ich finde es total sinnvoll, wenn hier im Forum einmal an einer Stelle zusammengefasst ist: wenn seriös züchten, was gehört dazu?
und nicht eine Endlosdiskussion hinterher, die die eigentliche Intention total versanden lässt
 
Louisella

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  • #71
In beiden Fällen geht es darum, was möglich ist\ wäre und wie hoch die eigenen Bedürfnisse auf Kosten Anderer angesehen und durchgesetzt werden.
Das mag sein, aber es geht ja darum ob das ein Kriterium für seriöse Zucht ist, dass der Züchter seine Katzen nicht in Freigang verkauft.
 
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Maiglöckchen

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  • #72
Das mag sein, aber es geht ja darum ob das ein Kriterium für seriöse Zucht ist, dass der Züchter seine Katzen nicht in Freigang verkauft.

Für mich wäre das logischerweise absolut kein Kriterium. Für mich zeichnet sich ein seriöser Züchter dadurch aus, dass er sich Interessenten sehr genau anschaut, sie auf Herzen und Nieren prüft und seine Katzen dann in die besten Hände vermittelt - egal ob diese Hände dann Freigang bieten oder eben auch nicht.
 
saurier

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  • #73
Warum darf eine gezüchtete Katze eigentlich nicht in den ungesicherten Freigang? Sie hat doch die gleichen Bedürfnisse wie normale Katzen.

Edit: Und warum ist ein Züchter in deinen Augen unseriös, wenn er nur an Menschen verkauft, die ungesicherten Freigang bieten in entsprechender Wohnlage?
Genauer lesen, denn exakt das, was dein Edit besagt, steht NICHT in dem von dir Zitierten. Da steht:
[...] Im Gegenteil, ich persönlich halte Züchter, die uneingeschränkt in den ungesicherten Freigang vermitteln, für nicht seriös. [...]
Das bedeutet nicht, dass jeder Züchter, der in den Freigang vermittelt in meinen Augen unseriös ist, sondern nur dann, wenn er bezüglich seiner Katzen gar keine Einschränkungen macht. Ich denke, wenn ich jemandem, der an einer Bundesstraße (wenn auch sehr ländlich, wie ich z.B.) wohnt, eine Katze vermittle, sollte dieser keine Tiere für den ungesicherten Freigang bekommen, WEDER Rassekatzen, NOCH Nichtrassekatzen. Da mache ich GAR KEINEN Unterschied - wo willst du das gelesen haben? Jedes Tier ist gleich viel Wert, nicht aber jede Bezugsquelle. Und Rassekatzen sind vielleicht in dem einen oder anderen Punkt eben 'rassetypisch(er)' als andere Katzen, aber deshalb sind sie doch nicht "unnormal" :eek:, daher finde ich nicht, dass ICH diejenige bin die hier komische Unterscheidungen macht ... :D

Ich stehe ungesichertem Freigang tatsächlich kritisch gegenüber; das liegt einfach daran, dass ich als Kind erlebt habe, wie die Nachbarn die Katzen gewechselt haben wie die Unterhosen :(. Kaum eine Neue, war sie schon wieder tot; erschossen, vergiftet, überfahren, einfach weg, innerhalb eines Jahres war da eine Fluktuation, die mich als Kind überfordert hat - auch, die im wahrsten Sinne das Wortes überfahrene halbtot auf der Straße liegen zu sehen, war kein netter Anblick für ein Kind.

Sicher sehe ich das inzwischen differenzierter als als Kind, aber ungesicherten Freigang käme - zumindest momentan - für mich absolut nicht in Frage, daher habe ich bewusst nach Katzen gesucht, die diesen vermutlich nicht schmerzlich vermissen werden. Aber das ist ja eigentlich so gar nicht das Thema hier.


D.h. eine ruhige Wohnlage, in der Katz in der Sonne liegen, rumstromern und Mäuse fangen kann, in der ihr in Freiheit der Wind um die Nase weht, sie 1.000 neue Eindrücke hat, alle Sinne benutzen kann, die ihr gegeben wurden...die glücklich, ausgeglichen und zufrieden heim kommt, ist nicht artgerecht? :hmm: [...]
Nach meiner Definition bedeutet artgerecht tatsächlich, dass die Katzen dort (in ihrer Art) sich selber überlassen sind, ohne menschlichen Eingriff.
Sicher mag die von dir beschriebene eine (fast) ideale Gegend für Freigang sein, ich würde das aber nicht als "artgerecht" bezeichnen, daher stolpern wir hier offensichtlich über die Begrifflichkeiten.

[...] Nur falls du jetzt das Totschlagargument "Risiken" bringst: Denen sind wir Menschen auch täglich ausgesetzt und es kommt auch niemand auf die Idee uns einzusperren, damit wir keinen Unfall haben, krank werden, usw [...]
Tut mir leid, diesbezüglich Menschen und Katzen zu vergleichen, finde ich absolut unpassend.

[...] Darüber hinaus kann sich auch eine Katze auch in Wohnungshaltung verletzen -wenngleich das Risiko hier geringer ist...aber das wäre es für uns Menschen auch, wenn wir für immer zu Hause blieben....
Wie gesagt, ein Mensch lebt in einem anderen System, das ist in meinen Augen absolut nicht zu vergleichen.
Ich kastriere ja auch nicht die Menschen, von denen ich denke, dass es besser für sie wäre :D. Daher - Vergleiche Menschen/Katze sind inadäquat.

Ich seh das ähnlich wie Mäuseplatz, das Kriterium die Katzen nicht in den ungesicherten Freigang zu verkaufen, mag mir auch so garnicht schmecken.
Wenn die Umgebung es möglich macht, warum sollte eine Stammbaumkatze dann nicht in den Freigang dürfen? [...]
Wo habe ich das geschrieben? Bitte (s.o.) genauer lesen ;).


das frage ich mich auch

saurier, ich fände toll, wenn du die Infos und Antworten zu deinem eigentlichen Anliegen sammeln und noch einmal übersichtlich zusammenstellen könntest (evtl. in einem neuen Beitrag als FAQ oder so), evtl. gleich sperren

ich finde es total sinnvoll, wenn hier im Forum einmal an einer Stelle zusammengefasst ist: wenn seriös züchten, was gehört dazu?
und nicht eine Endlosdiskussion hinterher, die die eigentliche Intention total versanden lässt

Schau mal in den ersten Beitrag, da ergänze ich regelmäßig ;).

Für mich wäre das logischerweise absolut kein Kriterium. Für mich zeichnet sich ein seriöser Züchter dadurch aus, dass er sich Interessenten sehr genau anschaut, sie auf Herzen und Nieren prüft und seine Katzen dann in die besten Hände vermittelt - egal ob diese Hände dann Freigang bieten oder eben auch nicht.
Auch wenn ich mich wiederhole: Nichts anderes habe ich geschrieben und dazu gehört für mich eben auch, zu schauen, ob die Gegend für einen Freigang geeignet ist, die Katzen aber nicht
[...] uneingeschränkt in den ungesicherten Freigang [...]
zu geben.
 
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Louisella

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  • #74
Ich denke, wenn ich jemandem, der an einer Bundesstraße (wenn auch sehr ländlich, wie ich z.B.) wohnt, eine Katze vermittle, sollte dieser keine Tiere für den ungesicherten Freigang bekommen, WEDER Rassekatzen, NOCH Nichtrassekatzen. Da mache ich GAR KEINEN Unterschied - wo willst du das gelesen haben?^
Das gilt aber ja eben sowohl für Rassekatzen als auch für "EHK"s - warum es also als ein Kriterium für seriöse Züchter erheben? Das sollte dann ja schließlich sowohl für Züchter als auch für andere Abgabestellen gelten.

Sicher sehe ich das inzwischen differenzierter als als Kind, aber ungesicherten Freigang käme - zumindest momentan - für mich absolut nicht in Frage, daher habe ich bewusst nach Katzen gesucht, die diesen vermutlich nicht schmerzlich vermissen werden. Aber das ist ja eigentlich so gar nicht das Thema hier.
Es ist in dem Moment ein Thema, in dem die Züchter danach beurteilt, die Tierheime aber nicht...

Nach meiner Definition bedeutet artgerecht tatsächlich, dass die Katzen dort (in ihrer Art) sich selber überlassen sind, ohne menschlichen Eingriff.
Wirklich "artgerecht" ist keinerlei Haltung von Tieren, ich denke das wissen wir alle. Unser Bemühen sollte aber doch trotzdem darauf gerichtet sein, einer "artgerechten" Haltung so nah wie irgendwie möglich zu kommen. Sowohl für Rasse- als auch für FWW-Katzen.
 
saurier

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  • #75
Das gilt aber ja eben sowohl für Rassekatzen als auch für "EHK"s - warum es also als ein Kriterium für seriöse Züchter erheben? Das sollte dann ja schließlich sowohl für Züchter als auch für andere Abgabestellen gelten. [...]
Da bin ich ganz bei dir - aber IN DIESEM THREAD geht es doch nun mal darum, was ZÜCHTER seriös macht - wieso sollte ich hier über die Abgabe von TS-Katzen sprechen :confused:?

[...] Es ist in dem Moment ein Thema, in dem die Züchter danach beurteilt [werden (?)], die Tierheime aber nicht... [...]
Wo geht es HIER um Tierheime??? Wir sind im Bereich: Zucht & Rassekatzen > Züchterbereich > Wenn ich einmal Rassekatzen züchten will... Wieso sollte ich mir hier Gedanken um die Abgabe von Tierschutztieren machen :confused:?

[...] Wirklich "artgerecht" ist keinerlei Haltung von Tieren, ich denke das wissen wir alle. Unser Bemühen sollte aber doch trotzdem darauf gerichtet sein, einer "artgerechten" Haltung so nah wie irgendwie möglich zu kommen. Sowohl für Rasse- als auch für FWW-Katzen.
Mag sein, aber dann ist Kastration eben auch nicht artgerecht. Das machen wir auch nur, weil wir die Katzen schützen möchten. Tut mir leid, du wirst mich nicht überzeugen, dass ungesicherter Freigang das Non-plus-Ultra ist, ich sage aber nicht, dass man keine Katzen mehr rauslassen sollte - wohl aber, dass man genau hinschauen sollte, wo das möglich ist und ich bleibe dabei, dass ich es unseriös von Züchtern finde, Tiere pauschal in den ungesicherten Freigang zu geben
 
Maiglöckchen

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  • #76
Dann hatte ich das in der Tat falsch verstanden, ich hatte bei "uneingeschränkt in ungesicherten Freigang vermitteln" eine andere Assoziation;)

In dem Fall sind wir uns natürlich absolut einig, wer Katzen an eine Bundesstraße oder S-Bahntrasse in den Freigang vermittelt, ist keineswegs seriös.

Ich war auch schon auf Seiten von vermeintlich seriösen Züchtern (Verein, Stammbaum, Gesundheitsvorsorge), die beim Wort Freigang fast schon Schaum vor dem Mund hatten, aber Kitten tatsächlich in Einzelhaltung vermitteln, sofern ständig jemand zu Hause ist. Da würde ich lieber meine Katzen, sofern es denn Rassekatzen sind, von einer Züchterin wie Calabrone holen :)
 
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Dudler

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  • #77
Öhm....

Aus meiner Sicht wird hier gerade ein Thread mal wieder "zerdiskutiert".

Die Endplatzkontrolle soll doch nur ein Aspekt des seriösen Züchters sein.

Natürlich gilt das auch für Tierschutzkatzen.
 
Rickie

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  • #78
Louisella

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  • #79
Tut mir leid, du wirst mich nicht überzeugen, dass ungesicherter Freigang das Non-plus-Ultra ist, ...
Das ist auch ganz sicher nicht mein Anliegen - wie kommst Du denn darauf?

... ich sage aber nicht, dass man keine Katzen mehr rauslassen sollte - wohl aber, dass man genau hinschauen sollte, wo das möglich ist und ich bleibe dabei, dass ich es unseriös von Züchtern finde, Tiere pauschal in den ungesicherten Freigang zu geben
Genaus unseriös wäre das dann aber auch bei der Vermittlung von Lastramis. Vielleicht einfach entsprechend ergänzen, dass das ein Kriterium für ALLE Abgabestellen sein sollte und nicht nur für Züchter? Ich finde das doch etwas missverständlich so wie Du es geschrieben hast, sonst wäre diese Diskussion ja auch garnicht aufgekommen.
 
saurier

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  • #80
Dann hatte ich das in der Tat falsch verstanden, ich hatte bei "uneingeschränkt in ungesicherten Freigang vermitteln" eine andere Assoziation;)

In dem Fall sind wir uns natürlich absolut einig, wer Katzen an eine Bundesstraße oder S-Bahntrasse in den Freigang vermittelt, ist keineswegs seriös.

Ich war auch schon auf Seiten von vermeintlich seriösen Züchtern (Verein, Stammbaum, Gesundheitsvorsorge), die beim Wort Freigang fast schon Schaum vor dem Mund hatten, aber Kitten tatsächlich in Einzelhaltung vermitteln, sofern ständig jemand zu Hause ist. Da würde ich lieber meine Katzen, sofern es denn Rassekatzen sind, von einer Züchterin wie Calabrone holen :)
Da bin ich in allem ganz bei dir!
 
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