Wenn ich einmal Rassekatzen züchten will...

saurier

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... muss ich mir das gut überlegen!

Ergänzung: Neben der Vorbereitung gehört aber auch im Vorfeld schon einiges an Weitblick hinzu, was später einmal auf einen zukommt daher ergänze ich einmal:

Was macht einen guten, seriösen und verantwortungsvollen Züchter aus?
Ende

Ich versuche einfach mal, aufzuzählen, was mir einfällt ;). Bitte ergänzen.

Zum potentiellen Züchter:

* Zunächst sollte man sich einmal überlegen, warum man züchten möchte -> sich ein Zuchtziel setzen (das sollte meiner Meinung etwas anderes sein, als gesunden Katzen der Rasse, die man züchten will, auf die Welt zu helfen, denn das sollte GRUNDLAGE, nicht Ziel sein).

* Am besten wäre es, wenn man sich einen "Mentor", also einen erfahrenen Züchter, zur Seite holt, der einen und die Katzen unterstützt und im Notfall einspringen/helfen kann.

* Man sollte sich einen seriösen Zuchtverein aussuchen, dessen Mitglieder einem ggf. auch mit Rat und Tat zur Seite stehen können (und das wollen).

* Man sollte mind. ein Genetikseminar besucht und/oder sich mit der einschlägigen Literatur befasst haben (wobei ich sagen muss, dass ich das beim Lesen viel schwerer "reinzubekommen" finde, als es auf einem Seminar zu lernen).

* Durch Gespräche und im Netz sollte man sich schlau machen und sich bei einem Verein anmelden, dessen Statuten einem zusagen.

* Man sollte einen TA haben, der einem kompetent zur Seite steht und das ist nicht bei jedem TA so (das soll keine Kritik sein, ich finde, kein TA kann alles wissen, daher einen suchen, der sich mit Katzenzucht auskennt!). Er muss um den Geburtstermin herum jederzeit abrufbar sein.

* Man sollte einen großen Batzen Kohle auf die hohe Kante legen, denn es kostet erst einmal eine Menge Geld, sich eine Zuchtkatze zuzulegen, die Kitten nach der Geburt (die evtl. durch einen kostenintensiven Kaiserschnitt geschah) gut zu versorgen (futtertechnisch und medizinisch) und wenn sie einem wegsterben, was leider immer einmal passieren kann, bekommt man auch "nichts mehr rein". (Ich weiß, das klingt brutal, aber auch das muss man sich klar machen!).

* Man sollte sich mit der Geburt von Katzen auskennen (abnabeln, absaugen, ggf. Notfallgriffe kennen, ...) und alle Gerätschaften, die man dazu braucht, im Hause haben, ebenso eine Waage, um die Kleinen dann regelmäßig (ein- bis zweimal am Tag) zu wiegen.

* Auch mit dem Zufüttern sollte man sich auskennen und auch hier die entsprechenden Utensilien bereit halten.

* Gut wäre es, wenn es der Beruf zulässt, dass man um den Zeitpunkt der Geburt Urlaub nehmen kann, denn wenn man zufüttern musst, dann alle zwei Stunden rund um die Uhr!

* Weiterhin sollte man sich schlau machen, was eine trächtige und dann säugende Katze an Mineralien etc. zusätzlich zum Futter braucht, was die Kitten brauchen und fressen sollten.

* Auch sollte die Wohnung und Einrichtung kittengerecht sein.

* Es sollte einem nichts ausmachen, wenn der potente Kater oder die rollige Katze in die Wohnung pinkeln.

* Man muss damit leben können, die Tiere herzugeben und ggf. auch gehen zu lassen, für mich mit einer der schwersten Punkte.

* Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Vorbereitungszeit mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann!



Dann zu den Katzen:

* Vor dem Kauf der ersten Zuchtkatzen sollte das Wissen, welches oben erwähnt wurde, schon großteilmäßig vorhanden sein, denn nur dann kann man sich anständige Zuchttiere aussuchen.

* Dann sollte man selbstverständlich eine Zuchterlaubnis von Züchter der Katzen, mit denen man züchten will, haben. Zuvor sollte man noch nachforschen (oder sich bei erfahrenen Leuten erkundigen), was in den Linien der Tiere steckt, damit einen keine (bereits bekannten) bösen Überraschungen einholen.

* Das/die Tier/e sollte/n mind. einmal von einem unabhängigen Richter auf Erfüllung des Standards geprüft werden (hängt aber vom Verein ab, manche verlangen mehrere Bewertungen, das musst man in den Statuten der Vereine nachlesen, für die man sich interessierst) oder sollten wirklich von guten Züchtern stammen, die wissen, was sie tun und ihre Kitten auch entsprechend einschätzen können. Von Käufen bei anderen Jungzüchtern würde ich zu Beginn eher abraten.

* Die Tiere sollten alle gängigen medizinischen Tests durchlaufen und kerngesund sein.

* Da es bei unterschiedlichen Rassen so etwas wie Blutgruppenunverträglichkeiten gibt, musst man auch wissen, welche die eigenen haben.

* Kitten sollten nur grundimunisiert und nicht vor der 12. Woche (besser erst mit 14-16 Wochen) das Haus verlassen (möglichst zu zweit oder zu einer weiteren Katze hinzu).

Hm... so, das ist erst mal das, was mir spontan einfällt.

Und ja, auch für "nur mal einen Wurf" muss man sich genau so umfassend vorbereiten, als wenn man mehrere Würfe machen möchte. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt in meinen Augen.

Bitte ergänzen ;),

Grüße, sauri

Hier nun weitere Ergänzungen, die sich auch darauf beziehen, was man im "laufenden Zuchtbetrieb" beachten sollte, wenn man verantwortungsvoll züchten will:

* als Züchter muss man sich mit diversen Erbkrankheiten und - sofern bekannt - mit der Art der Vererbung und die turnusmäßigen Wiederholungsuntersuchungen diesbezüglich auskennen. Man sollte einen guten TA haben, der entsprechende Test durchführen kann (z.B. bezüglich HCM einen zertifizierten Kardiologen).

[...]

Der Züchter sollte sich über die bei seiner Rasse häufigen Erbkrankheiten informieren und diese mit den für die jeweilige Krankheit sinnvollen Methoden so weit wie möglich ausschließen. Dazu können Gentests (soweit sie für die jeweilige Rasse und Mutation ausssagefähig sind) auch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen oder andere Untersuchungen gehören.

Infektionskrankheiten müssen natürlich ausgeschlossen werden. Dazu gehört, dass man sich kundig macht, welche das sind, wie sie übertragen werden und wie man sie sicher ausschließt (Inkubationszeiten beachten).


[...]

*Ein guter Züchter sollte bereit sein, seine Kitten auch länger als die 12-14 Wochen, die zwingend für die grundlegende Entwicklung des Tierchens notwendig sind, bei sich zu behalten und lieber monatelang auf die "richtigen" Käufer warten, statt die Kitten möglichst schnell loszuschlagen und neue Tierchen in die Welt zu setzen.

*Die Kaufinteressenten sollten gründlich auf Herz und Nieren geprüft und befragt werden, sich am besten gläsern darstellen, und auch der Züchter sollte bereit sein, seinerseits viele kritische Fragen über seine Zucht und seine Katzen zu beantworten.

*Die gängigerweise im Kaufvertrag vereinbarte Rückkaufklausel sollte seitens des Züchters ernst gemeint sein: dass er entweder "seine" Katzen wieder zurück nimmt oder aber bei der Abgabe seitens der bisherigen Halter in neue Hände massiv einwirkt und neue Kaufinteressenten vermittelt. [...]

* Tiere sollten den Züchterhaushalt nur kastriert verlassen, sofern sie nicht in eine andere (seriöse) Zucht gehen.

* Kranke oder sonstwie eingeschränkte Tiere sind nicht zur Zucht geeignet, was in einem seriösen Zuchthaushalt jedoch selbstverständlich ist.

* Man sollte, selbst wenn man gute Voraussetzungen (also das, was zuvor angemerkt wurde, größtenteils erfüllen kann und will) hat, wirklich gut und lange darüber nachdenken, ob genau diese Rasse noch einen Züchter braucht, denn natürlich braucht man immer GUTE Züchter, aber manche Rassen sind schon sehr häufig vertreten, daher ist auch die Entscheidung nicht pro Katze nicht nur davon abhängig, was man bieten kann und will.

Man muss sich auch bewusst sein, dass manche Zuchttiere eventuell frühzeitig kastriert werden müssen (weil z.B Probleme bei der Geburt etc) und diese sich dann nicht mehr in die Gruppe einfügt.
Also dass man sich von seinen "Alttieren" auch mal trennen muss.

[...]

Ich würde noch klarer ausdrücken, dass zur (richtigen) Zucht neben der Kittenabgabe - spätestens nach ein paar Jahren - auch die Abgabe von erwachsenen, kastrierten Katzen gehört. So wie es momentan geschrieben ist, könnte man es m. M. nach auch nur auf Kitten beziehen.

Ich finde es deshalb so wichtig, da dies mein absolutes K.O. Kriterium darstellt. So interessant ich die Zucht 'meiner' Rasse sonst auch finden mag. Es würde nicht viel Sinn machen, jetzt zu beginnen um dann in 3-5 Jahren wieder aufzuhören, weil 'die Bude' voll ist.

Und auch wenn es selbstverständlich sein sollte:
Man sollte sich gerne mit fremden Menschen auseinandersetzen. Neben den ganzen Kontakten und Gesprächen mit Züchtern, wird man sicher auch viel Zeit mit Kitteninteressenten verbringen. E-Mails beantworten, bis tief in die Nacht Telefonate und in der Abgabezeit jedes Wochenende zu Hause Kaffee und Kuchen mit liebenswerten und auch weniger liebenswerten Zeitgenossen. Ehrlich gesagt, bei dem Gedanken mehrere Wochen im Jahr ständig Gastgeberin für 'Fremde' zu spielen und ständig verfügbar zu sein, wird mir auch eher blümerant zumute :D.

Wichtig für einen seriösen Züchter, finde ich (ich weiß, andere sehen das nicht so, aber für mich ist das ein Kriterium) auch noch:

* Man sollte seine Tiere ins neue Zuhaus bringen, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern und um zu schauen, ob es dort so ist, wie es sein soll, um den neuen Katzeneltern vielleicht auch noch Tipps zu geben, was sie z.B. noch wegräumen sollten.
 
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Man muss sich zwingend über die rassetypischen Erbkrankheiten informieren und eine Möglichkeit finden, diese mit hoher Sicherheit auzuschließen. Für manche Krankheiten bzw, Genmutationen gibt es Gentests, die sich aber manchmal nicht bei allen Rassen anwenden lassen.

Weiterhin müssen manche Tests regelmäßig und immer wieder durchgeführt werden, weil die Krankheit nicht beim Jungtier, sondern evtl. erst später in Erscheinung tritt. Snow wurde z.B. mit 16 Monaten echokardiografiert (Herzultraschall), damals war der Befund völlig unauffällig. Zweieinhalb Jahre später wurde bei einem Herzgeräusch ein erneutes Echo gemacht, da hatte sie dann schon eine fortgeschrittene HCM.
 
saurier

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Das meinte ich mit "gängigen Tests", denn es gibt recht wenig wirklich 'rassespezifische' Krankheiten, zumindest wäre mir keine bekannt. So kann im Grunde jede Katze leider an so ziemlich jeder Krankheit leiden.

Aber du hast natürlich recht, dass man auch im Zuchtbetrieb weiterhin vor allem (!) nach Gesundheit schauen muss, aber meine Aufzählung bezog sich ja auch erst mal darauf, was man als Anfänger VOR Beginn der Zucht bedenken muss.

Dass, um ein guter und seriöser Züchter über Jahre zu sein, noch VIEL mehr dazu gehört, sollte selbstverständlich sein.
 
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* Da es bei unterschiedlichen Rassen so etwas wie Blutgruppenunverträglichkeiten gibt, musst man auch wissen, welche die eigenen haben.


Und mit welcher anderen Blutgruppe, wenn überhaupt, diese kompatibel ist, d.h. welche Tiere mit welcher Blutgruppe überhaupt verpaart (oder auf keinen Fall verpaart) werden dürfen.
 
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Das meinte ich mit "gängigen Tests", denn es gibt recht wenig wirklich 'rassespezifische' Krankheiten, zumindest wäre mir keine bekannt. So kann im Grunde jede Katze leider an so ziemlich jeder Krankheit leiden.

Aber du hast natürlich recht, dass man auch im Zuchtbetrieb weiterhin vor allem (!) nach Gesundheit schauen muss, aber meine Aufzählung bezog sich ja auch erst mal darauf, was man als Anfänger VOR Beginn der Zucht bedenken muss.

Dass, um ein guter und seriöser Züchter über Jahre zu sein, noch VIEL mehr dazu gehört, sollte selbstverständlich sein.


Naja, manche Anfänger denken ja, dass einmal draufhören/Palpation beim Tierarzt ausreicht, um die Zuchttauglichkeit einer Katze festzustellen. Deshalb fände ich es nicht schlecht, das zu spezifizieren.

Bei Menschen, die wirklich ernsthaft züchten wollen, setze ich das Wissen um Infektionskrankheiten voraus, aber da Erbkrankheiten (natürlich kann jede Katze Hüftdysplasie, HCM oder PKD bekommen, aber es gibt schon Rassen, bei denen bestimmte Krankheiten häufiger auftreten. Es gibt sogar Tabellen dafür - soll ich eine suchen und hier einstellen, oder sprengt das den Rahmen?) ein Problem darstellen, wollte ich es nochmal gesondert erwähnen. Ich wünsche mir ja, dass diese Untersuchungen Pflicht werden und auch einen Einfluss auf die Zulassung zur Zucht haben, wie das bei manchen Pferderassen (Quarter Horses und Paints) meines Wissens teilweise ja schon der Fall ist.


Für mich wäre wichtig:

Der Züchter sollte sich über die bei seiner Rasse häufigen Erbkrankheiten informieren und diese mit den für die jeweilige Krankheit sinnvollen Methoden so weit wie möglich ausschließen. Dazu können Gentests (soweit sie für die jeweilige Rasse und Mutation ausssagefähig sind) auch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen oder andere Untersuchungen gehören.

Infektionskrankheiten müssen natürlich ausgeschlossen werden. Dazu gehört, dass man sich kundig macht, welche das sind, wie sie übertragen werden und wie man sie sicher ausschließt (Inkubationszeiten beachten).
 
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Ich möchte noch ergänzen:

*Ein guter Züchter sollte bereit sein, seine Kitten auch länger als die 12-14 Wochen, die zwingend für die grundlegende Entwicklung des Tierchens notwendig sind, bei sich zu behalten und lieber monatelang auf die "richtigen" Käufer warten, statt die Kitten möglichst schnell loszuschlagen und neue Tierchen in die Welt zu setzen.

*Die Kaufinteressenten sollten gründlich auf Herz und Nieren geprüft und befragt werden, sich am besten gläsern darstellen, und auch der Züchter sollte bereit sein, seinerseits viele kritische Fragen über seine Zucht und seine Katzen zu beantworten.

*Die gängigerweise im Kaufvertrag vereinbarte Rückkaufklausel sollte seitens des Züchters ernst gemeint sein: dass er entweder "seine" Katzen wieder zurück nimmt oder aber bei der Abgabe seitens der bisherigen Halter in neue Hände massiv einwirkt und neue Kaufinteressenten vermittelt.

(Dass das Idealvorstellungen sind, die an der Realität ggf. scheitern müssen, ist mir klar ^^.)


LG
 
saurier

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o.k., dann sind wir aber - wie gesagt - weit über dem, was der Beitrag eigentlich wollte, hinaus, denn mir ging es tatsächlich rein um die Information VOR der Zucht. Das, was ihr beschreibt, sind ja nun alles Aspekte, die man bei gutem ZuchtBETRIEB beachten muss (und hinter denen ich allen uneingeschränkt stehe!).

Vielleicht sollte man, wenn man das alles rein nehmen will, die Überschrift ändern in:

Was macht einen guten, seriösen und verantwortungsvollen Züchter aus?

ändern? Was meint ihr?
 
Rickie

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Man sollte darauf verzichten, sich auf Qualzuchten zu verlegen (z.B. Perser ohne Nasen, Schottisch Faltohr, kann fortgesetzt werden).

Man sollte die Katzen unbedingt bereits kastriert verkaufen, das kostet natuerlich, und bedeutet, dass das OP- und Narkoserisiko plus Nachsorge zu Lasten des Zuechters fallen.
Kastra-Klausel im Kaufvertrag reicht mir nicht.
 
~Selena~

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Bei Menschen, die wirklich ernsthaft züchten wollen, setze ich das Wissen um Infektionskrankheiten voraus, aber da Erbkrankheiten (natürlich kann jede Katze Hüftdysplasie, HCM oder PKD bekommen, aber es gibt schon Rassen, bei denen bestimmte Krankheiten häufiger auftreten.
nein, das stimmt so nicht, genetisch bedingte Krankheiten treten bei Rassekatzen nicht häufiger auf, sie sind nur bei Rassekatzen besser dokumentiert! und durch konsequente, seriöse Zucht kaum bis gar nicht mehr bei Rassekatzen vorhanden, weshalb seriöse Züchter eben darauf Wert legen, dass Testergebnisse vieler Generationen vorliegen.
 
Rickie

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  • #10
nein, das stimmt so nicht, genetisch bedingte Krankheiten treten bei Rassekatzen nicht häufiger auf, sie sind nur bei Rassekatzen besser dokumentiert!

Denke ich da an Knorpeldeformierungen bei SF, Munchkin, Bobtails, oder an Atemwegs- und Augenerkrankungen bei Persern, handelt es sich aber doch auch um genetisch bedingte Erkrankungen, und man nimmt sie sogar billigend in Kauf.
 
saurier

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  • #11
nein, das stimmt so nicht, genetisch bedingte Krankheiten treten bei Rassekatzen nicht häufiger auf, sie sind nur bei Rassekatzen besser dokumentiert! [...]
Korrekt, HCM soll z.B. bei Hauskatzen prozentual am häufigsten vorkommen.

[...] und durch konsequente, seriöse Zucht kaum bis gar nicht mehr bei Rassekatzen vorhanden, weshalb seriöse Züchter eben darauf Wert legen, dass Testergebnisse vieler Generationen vorliegen.
So ist es. Und genau aus dem Grund ist es eben auch so wichtig, dass ein Käufer sich selber schlau darüber macht und sich vor dem Kauf ausführlich informiert - damit man eben nicht auf den 'ach so netten' Züchter (oder gar Vermehrer) herein fällt, sondern Ahnung von dem hat, um was es geht.

Das ist etwas mühevoll? Ja, sicher, aber wer sich wirklich ein Rassetier anschaffen will, hat in meinen Augen auch eine gewisse Verantwortung für die Rasse zu tragen und die beinhaltet, eben nur seriöse Vereinszucht und kein sinnloses Kater-auf-Katze-setzen zu unterstützen.
 
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  • #12
Denke ich da an Knorpeldeformierungen bei SF, Munchkin, Bobtails, oder an Atemwegs- und Augenerkrankungen bei Persern, handelt es sich aber doch auch um genetisch bedingte Erkrankungen, und man nimmt sie sogar billigend in Kauf.

Nun ja, da wir hier über seriöse Vereinszucht sprechen, schließt das für mich zumindest das Verpaaren von Katzen, die nachweisliche körperliche Einschränkungen haben, die die Lebensqualität beeinträchtigen, aus. Daher wüsste ich nicht, wieso wir in dem Zusammenhang über deformierte Katzen sprechen sollten.
 
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  • #13
Nun ja, da wir hier über seriöse Vereinszucht sprechen, schließt das für mich zumindest das Verpaaren von Katzen, die nachweisliche körperliche Einschränkungen haben, die die Lebensqualität beeinträchtigen, aus. Daher wüsste ich nicht, wieso wir in dem Zusammenhang über deformierte Katzen sprechen sollten.

Ich rede nicht von Verpaarung von z.B. SF untereinander, denn an dem zumeist lebensunfaehigen Nachwuchs wird man als Zuechter keine Freude haben, sondern davon, dass manche Rassen, eben, weil sie gesundheitlich angeschlagen sind, gar nicht gezuechtet werden sollten. Das betrifft u.a. die von mir erwaehnten Rassen.
Dass ich damit Liebhaber dieser Rassen auf den Schlips trete, ist mir schon klar.
 
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  • #14
Ich rede nicht von Verpaarung von z.B. SF untereinander, [...]
Nun ja, da das sowieso nicht erlaubt und lebensverachtend ist, wüsste ich nicht, wieso man im Zusammenhang mit seriöser (!) Vereinszucht darüber diskutieren sollte - das gehört doch absolut nicht zusammen :confused:

Ich rede nicht von Verpaarung von [...] sondern davon, dass manche Rassen, eben, weil sie gesundheitlich angeschlagen sind, gar nicht gezuechtet werden sollten. Das betrifft u.a. die von mir erwaehnten Rassen. [...]
Wo genau liest du einen Widerspruch zu dem von mir Geschriebenen? ;)
 
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  • #15
Wo genau liest du einen Widerspruch zu dem von mir Geschriebenen?

Vielleicht liegt es an meinem Verstand.
Es geht hier darum, was man beachten sollte, wenn man einmal zuechten moechte. Es ist aber fuer serioese Zuechter nicht notwendig, hier in diesem Faden darauf hinzuweisen, dass es auch Rassen gibt, die von serioesen Zuechtern gezuechtet werden, aber Qualzuchten sind.
Und ich bin so frei, mir herauszunehmen, dass ich es gern saehe, wenn manche Rassen eben gar nicht mehr gezuechtet werden, allein aus reiner Einsicht der kuenftigen Zuechter.

Was ist daran so schlimm?

Und was ist daran so schlimm, hinzuzufuegen, Katzenkinder nur kastriert zu verkaufen?

Da ich aber ohnehin zur Nichtrassekatzenfraktion gehoere, und da mehr als genug Arbeit habe, bin ich somit hier auch weg.
 
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  • #16
Vielleicht liegt es an meinem Verstand. [...]
Das hast du gesagt :omg:

[...] Es geht hier darum, was man beachten sollte, wenn man einmal zuechten moechte. [...]
Korrekt, im VORfeld, was also an Vorbereitung zu leisten ist.

[...] Es ist aber fuer serioese Zuechter nicht notwendig, hier in diesem Faden darauf hinzuweisen, dass es auch Rassen gibt, die von serioesen Zuechtern gezuechtet werden, aber Qualzuchten sind. [...]
Hö? :wow: Ich übersetze mal, was ich da lese: Hier im Thread schreiben seriöse Züchter mit (Echt? Wo? Wer züchtet denn von den hier mitschreibenden Usern?). Diese haben es nicht nötig, hier auf etwas hinzuweisen. Da es sie nicht gibt, ergibt diese Aussage ja konsequenterweise auch keinen Sinn.
Hingewiesen wird deiner Meinung nach nicht auf: Qualzucht.

Dass ich aber geschrieben habe:
Nun ja, da wir hier über seriöse Vereinszucht sprechen, schließt das für mich zumindest das Verpaaren von Katzen, die nachweisliche körperliche Einschränkungen haben, die die Lebensqualität beeinträchtigen, aus. Daher wüsste ich nicht, wieso wir in dem Zusammenhang über deformierte Katzen sprechen sollten.

beihaltet das für dich nicht :confused: - was genau verstehst du denn unter Qualzucht, wenn nicht körperliche Defizite, die die Katzen beeinträchtigen :eek:?

[...] Und ich bin so frei, mir herauszunehmen, dass ich es gern saehe, wenn manche Rassen eben gar nicht mehr gezuechtet werden, allein aus reiner Einsicht der kuenftigen Zuechter. [...]
Sage ich doch: Wir sprechen über seriöse Vereinszucht ;), Katzen zu verpaaren, die beeinträchtigende Defizite haben, ist doch nicht seriös ...

[...] Was ist daran so schlimm? [...]
Dass du es so darstellst, als sagte ich etwas anderes.

[...] Und was ist daran so schlimm, hinzuzufuegen, Katzenkinder nur kastriert zu verkaufen? [...]
Wo habe ich auch nur ein Wort dagegen geschrieben? :confused:

[...] Da ich aber ohnehin zur Nichtrassekatzenfraktion gehoere, und da mehr als genug Arbeit habe, bin ich somit hier auch weg.
Aha, einmal etwas Kritik bekommen, schon den Kopf zurückziehen ;), wieso? Man kann doch sachlich über alles sprechen, nur muss man dann vielleicht auch das lesen, was der andere schreibt und nicht das, was man gerne lesen möchte :D.
 
Rickie

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  • #17
Aha, einmal etwas Kritik bekommen, schon den Kopf zurückziehen ;), wieso?

Ich habe das nicht als Kritik aufgefasst, sondern so, dass wir inzwischen sehr arg aneinander vorbeireden und ich keine Lust habe, den Faden zuzumuellen.
Und wenn Du meinst, dass gerade ich keine Kritik vertragen wuerde und als erste den Kopf einziehen wuerde, dann kennst Du mich aber sehr schlecht.:omg:
Und dass ich es gewohnt bin, mit Kritik umzugehen, sieht man wohl auch nicht zuletzt an meinem Faden.;)
 
saurier

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  • #18
Ich habe das nicht als Kritik aufgefasst, sondern so, dass wir inzwischen sehr arg aneinander vorbeireden und ich keine Lust habe, den Faden zuzumuellen. [...]
Ich finde, dass gerade so ein sensibles Thema gar nicht "zugemüllt" werden kann, denn es ist immens wichtig, dass man sich darüber austauscht - vielleicht aber diese ganzen Unterstellungen mal sein lässt, sonst wird das nie was ;).

[...] Und wenn Du meinst, dass gerade ich keine Kritik vertragen wuerde und als erste den Kopf einziehen wuerde, dann kennst Du mich aber sehr schlecht.:omg: [...]
Ich kenne dich gar nicht, woher auch ;)? Ich habe lediglich auf das, was du hier geschrieben hast, reagiert, da ich das Gefühl hatte, dass du etwas völlig fehlinterpretiert/falsch verstanden hast.

[...] Und dass ich es gewohnt bin, mit Kritik umzugehen, sieht man wohl auch nicht zuletzt an meinem Faden.;)
Da ich ein schlechter Handwerken bin, habe ich mit "Fäden" wenig am Hut :D, aber wenn ich Zeit habe, werde ich mal reinlesen.
 
IchundIch

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  • #19
Nun ja, da wir hier über seriöse Vereinszucht sprechen, schließt das für mich zumindest das Verpaaren von Katzen, die nachweisliche körperliche Einschränkungen haben, die die Lebensqualität beeinträchtigen, aus. Daher wüsste ich nicht, wieso wir in dem Zusammenhang über deformierte Katzen sprechen sollten.
Du schreibst doch selber zweimal
bitte ergänzen
Dann sollte man aber schon alle Ergänzungen zulassen!
Zu einer ordentlichen Zucht gehört ja nicht nur das Vorher.....;)
Und es wissen ev. auch gar nicht, alle z.B. Munchkin-Besitzer, dass sie eine Katze haben, mit der nicht gezüchtet werden soll. Deshalb finde ich Rickies Gedanken sehr gut.;)
 
saurier

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  • #20
Du schreibst doch selber zweimal
bitte ergänzen [...]
Du hast aber schon gelesen, worum es mir 'ursprünglich' in dem Thread ging ;), dass es JETZT um etwas anderes geht, o.k, das hat sich so ergeben, daher habe ich ja schon gefragt, ob man den Thread nicht umbenennen sollte - reagiert hat darauf aber niemand.

[...] Dann sollte man aber schon alle Ergänzungen zulassen! [...]
Das sehe ich absolut nicht so. Natürlich finde ich Ergänzungen sinnvoll (sonst hätte ich es ja nicht geschrieben), aber weder 'muss' ich sie zulassen, noch muss ich 'alle' als sinnvoll ansehen und darf sie durchaus zu hinterfragen, wobei ich ja allerdings gar nichts gegen das von Rickie geschrieben habe :D.

[...] Zu einer ordentlichen Zucht gehört ja nicht nur das Vorher.....;) [...]
siehe oben ;).

[...] Und es wissen ev. auch gar nicht alle z.B. Munchkin-Besitzer, dass sie eine Katze haben, mit der nicht gezüchtet werden soll. [...]
Verstehe ich nicht so ganz - wie soll ich züchten, ohne mich mit genau den hier diskutierten Aspekten auseinandergesetzt zu haben? Und wenn ich das getan habe, weiß ich das und wenn ich das nicht mache, kann man das ja wohl weder 'züchten' nennen, noch mit Unwissenheit rechtfertigen...

[...] Deshalb finde ich Rickies Gedanken sehr gut.;)
Und noch einmal frage ich, wo widerspricht das dem, was ich geschrieben habe? Ich habe doch gar nichts gegen das, was sie geschrieben hat, gesagt. :D

Kann es sein, dass ihr mit Macht etwas lesen wollt, was hier gar nicht steht ;)?
 
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