Mit dem Latein am Ende...

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Staila

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Hallo zusammen
Vor 3 Wochen habe ich mir eine 4 Monate alte Katze von einem Bauernhof geholt. Die insgesamt 6 Katzen sind sehr verwahrlost aufgewachsen. Futter holten sie sich bei den Schweinen, an Menschen waren sie kein bisschen gewöhnt. Die Besitzer mussten die ungewollten Kätzchen „los werden“. Allesamt haben also noch nie weder ein Katzenklo gesehen, noch den Tierarzt. Ich habe mich dann sehr viel eingelesen in dieses Thema zu scheuen Katzen. In der Theorie weiss ich darum schon Einiges, aber in der Praxis haddere ich gewaltig.
Bei Ankommen im neuen Heim hab ich die Transportbox in unser WC gestellt und die Tür geöffnet. Da stand ein Schälchen mit Wasser und Spritzer Milch bereit, Futter, ein Körbchen und weiter weg das Katzenklo. Kratzbaum war draussen im Wohnzimmer aufgestellt. Also alles bereit für einen guten Empfang. Hab sie dann in Ruhe gelassen. Nach 7 Stunden sass sie immer noch drin. Sind dann ins Bett gegangen und hab die WC-Türe offen gelassen. Dachte ich würde ihr einen Gefallen machen und ihr die Change lassen ihr neues Zuhause zu entdecken. Im Nachhinein weiss ich nicht mehr ob das so eine gute Idee war…:hmm:
Sie ging dann auch auf Entdeckungstour während wir versuchten zu schlafen. Vier Nächte lang hat sie gemiaut. Und am Tag war sie unauffindbar. Leider nicht mehr im WC. Das Problem ist, dass unser Haus sehr offen gebaut wurde. Vom WC aus kommt man in den offenen Wohnraum mit Küche und hat Zutritt über Treppen ins Unter- und Obergeschoss. Hab sie dann zuunterst und in der hintersten Ecke unter der Treppe gefunden. Eingequetscht zwischen Wand und einem Teppich der da unter der Treppe gelagert wurde und auf den kalten Fliesen. Naja… hab sie halt da gelassen. Nach vier Tagen setzte ich mich mal hin zu ihr und las aus einem Buch vor, versuchte zu spielen ect. Halt so diese Tipps welche ich im Internet gelesen hab.
Mit dem Katzenklo haben wir keine Probleme. Sie hat die erste Nacht in meinen Blumentopf gemacht. Hab dann die Blume in mein Schlafzimmer gestellt und dafür das Katzenklo hingestellt mit ner Schicht Erde drauf für den Anfang. Und siehe da… Null Problem.:yeah:
Ihr Tagesablauf sieht seit Anfang so aus: Von 6.00 – 22.30 sich im Versteck aufhalten. Ab 22.30 macht sich der Hunger bemerkbar und dann kommt sie hervor zum Fressen. Hab nun seit 2 Wochen Ihr Futter ins Wohnzimmer gestellt damit sie sich uns nähert. Das klappt nicht schlecht. Anfassen ist aber unmöglich. Bei jeder kleinsten Bewegung wenn wir auf der Couch sitzen, faucht sie oder macht sich sofort aus dem Staub. Dann ab 23.30 wenn wir schlafen gehen ist Rambazamba angesagt! Sie spielt herum und jagd durchs Wohnzimmer. Aber alles wenn wir natürlich im Schlafzimmer sind! Um 6.00 stehen wir auf, also machts schwups und zack- und weg ist sie!
Hatte sie die letzten drei Tage wieder gesucht und nicht gefunden. Sah nur dass sie wohl im Haus sein muss, da die Schälchen in der Nacht geleert wurden. Nun hab ich sie im Gästezimmer unter dem Bett gefunden. Und nun komm ich endlich zu meiner eigentlichen Frage: Macht es Sinn, die Türe dieses Zimmers zu schliessen? Alles dort hinein zu verlegen? Futter, Katzenklo, der unberührte Schlafplatz, Kratzebaum...Oder sperr ich sie so noch ganz weg?
Was würdet ihr mir raten? Erleichtert ihr dies das Ankommen, auch wenn sie schon das ganze Haus entdeckt hat? So quasi reset starten und nochmals die Eingewöhnung neu anpacken? Ich bin eine sehr geduldige Person…aber bin langsam mit meinem Latein am Ende, da ich seit diesen drei Wochen kaum einen Fortschritt sehen kann. :reallysad:Ausser dass sie mal scheu in unserer Anwesenheit mit sicherem Abstand von drei - 4 Metern frisst….
Was noch wichtig ist: Wir haben zwei Kinder im Alter von 3 und 6 Jahren., Sie lassen unsere Katze aber wirklich in Ruhe. War am Anfang schwer ihnen dies beizubringen und der Frust war gross bei ihnen. Aber sie haben es nun akzeptiert. Aber halt Geschrei und Lärm während dem Spielen untertags ist unmöglich zu verhindern. Deshalb meine Frage vom Türe schliessen. Aber an den Alltagslärm sollte sie sich ja trotzdem gewöhnen...

Ich wär euch wirklich sehr dankbar um Tipps
Vielen Dank schon mal

Staila
 
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DaisyPuppe

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Kitten in Einzelhaltung sind Tierquälerei...
Warst du mit der Süssen schon beim TA? Wenn sie gesund ist, dann hol ihr ein gut sozialisiertes weibliches Kitten dazu. Ist sie schon kastriert?
Was ist denn mit den anderen Kitten passiert?
 
Lenny+Danny

Lenny+Danny

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Hallo und Herzlich Willkommen ,

tja die Kleine ist wahrscheinlich keine Menschen gewöhnt,
da braucht ihr viel Geduld.
Schau mal hier, vielleicht hilft dir das :

http://haustierwir.blogspot.de/2011/06/der-umgang-mit-wildlingen-und-seeehr.html

Aber, wie Daisy schon schrieb, Kitten darf man niemals alleine halten,
das ist Tierquälerei.
Hole ihr so schnell wie möglich eine gleichalte Spielgefährtin,
am besten gut sozialisiert, dazu.
Das ist enorm wichtig, sie kann sich dann bei ihr das richtige
kätzische Verhalten abschauen.
 
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Staila

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Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Nein ich hab mich geweigert schon zum Tierarzt mit ihr zu gehen. Das ganze kleine Vertrauen welches ich am aufbauen bin, wär somit schon wieder kaputt. Hab mal wenigstens eine Entwurmungstablette ins Futter gegeben.
Ich weiss leider nicht ob es männlich oder weiblich ist. Die Besitzerin wusste es nicht und ich hab sie nie so gut zu Gesicht bekommen um dies zu beurteilen.
Insgesamt waren es 6 Kitten. Zwei haben zusammen ein neues Heim gefunden. Eine ist alleine weg gegeben worden. und was mit den anderen passiert ist, möchte ich lieber schon gar nicht wissen!

Ist denn das nicht doppelter Stress wenn ich ein fremdes Kitten dazu nimm da sie schon so genügend zu tun hat um sich an uns zu gewöhnen? Ich hab gelesen, zwei fremde Katzen miteinander zu vergesellschaften kann problematisch sein. Bei Geschwistern wärs wohl einfacher gegangen. Ich weiss, dass ich zwei aufs Mal hätte nehmen sollen. Aber nun ists so und das kann ich leider nicht ändern!

Ich würde gerne wissen, ob ich sie im Zimmer lassen soll... das war meine Frage.
Vielen Dank

Staila
 
Chrianor

Chrianor

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Hallo Staila!

Was die Kleine unbedingt braucht, ist ein gut sozialisiertes, weiteres (nicht unbedingt menschenscheues) Kitten, mind. 12 Wochen alt. Von diesem wird sie sich vieles abgucken und so auch irgendwann die Scheu vor den Menschen verlieren.
Versetzt dich mal in ihre Lage: sie wurde aus der gewohnten Umgebung herausgerissen, weit und breit weder Mama noch Geschwisterchen, die sie kennt. Und nicht mal ein weiteres Wesen, mit dem sie sich in Katzensprache unterhalten kann :(

Eine zweite Katze ist unabdingbar.

LG Chrianor

EDIT: du meinst einsperren? Würde ich nicht machen.
Und nein, es ist nicht doppelter Stress mit einem zweiten Kitten. Im Gegenteil es wird für euch Menschen und auch für die Miezen deutlich entspannter ;)
 
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Staila

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Diesen Blog hab ich lustigerweise heute morgen gerade gelesen. hat wirklich gute Infos drin...
Also lieg ich falsch mit meiner Annahme dass ein neues Kätzchen sie noch mehr stresst...
 
Lenny+Danny

Lenny+Danny

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Ist denn das nicht doppelter Stress wenn ich ein fremdes Kitten dazu nimm da sie schon so genügend zu tun hat um sich an uns zu gewöhnen? Staila
Nein, genau das Gegenteil ist der Fall.

Du solltest aber auf jeden Fall vorher zum Tierarzt zum impfen
und um das genaue Geschlecht fest zu stellen.

Und dann eine gleichgeschlechtliche Katze dazu holen.
 
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Staila

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Okay... Ich hoff aber sehr dass ich sie nicht noch mehr traumatisier. aber am besten ich stell den Futternapf in die Transportbox und dann sollte es doch hoffentlich von alleine gehen. Macht das nichts wenn sie halt eine ganze Nacht da drin bleibt? Am Tag kann ich sie nicht mit Futter locken. Geht nur ab 22.30... Das Problem kommt dann noch mit dem WC..... Sie muss immer Nachts...
:wow:
Ich glaub kaum dass ich sie am Tag ohne Zwang einfangen kann
 
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Eifelkater

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Okay... Ich hoff aber sehr dass ich sie nicht noch mehr traumatisier. aber am besten ich stell den Futternapf in die Transportbox und dann sollte es doch hoffentlich von alleine gehen. Macht das nichts wenn sie halt eine ganze Nacht da drin bleibt? Am Tag kann ich sie nicht mit Futter locken. Geht nur ab 22.30... Das Problem kommt dann noch mit dem WC..... Sie muss immer Nachts...
:wow:
Ich glaub kaum dass ich sie am Tag ohne Zwang einfangen kann

Sperre sie doch über nacht erstmal im Bad ein....mit Futter, Kuschelplatz und WC. Dann kannst du sie morgens zumindest relativ stressfrei einfangen. Das ist f+r sie weniger Streß, als eine Nacht in der Transportbox zu sein.
 
Kalintje

Kalintje

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Wie schon geschrieben, braucht das Kitten ein anderes Kitten.

Und kannst Du später Freigang anbieten? Wenn man sich nämlich Tiere vom Bauernhof holt,muss man verstärkt damit rechnen, dass es Dir passieren kann, dass diese später auch nach Draussen drängen. Was willst Du dann machen?
 
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Staila

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Also bei mir wird sie ganz sicher Freigang bekommen. Aber wenn ich ihr jetzt schon die Türe offen lasse, werde ich sie nie mehr zu Gesicht bekommen. Ich muss sie doch zuerst sozialisieren, dass sie Vertrauen zu mir hat, dass sie auf ihren Namen hört. Vorher kann ich sie nicht nach draussen lassen. Aber das Ziel ist es schon. Da wir an einer wenig befahrenen Zone wohnen und rundum genügend Grün haben und nen Bauernhof nebenan:wow:
Ok... Im Moment werde ich sie also im Gästezimmer lassen und die Türe schliessen und mich mit ihr in diesem Zimmer abgeben.
 
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DaisyPuppe

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Also bei mir wird sie ganz sicher Freigang bekommen. Aber wenn ich ihr jetzt schon die Türe offen lasse, werde ich sie nie mehr zu Gesicht bekommen. Ich muss sie doch zuerst sozialisieren, dass sie Vertrauen zu mir hat, dass sie auf ihren Namen hört. Vorher kann ich sie nicht nach draussen lassen. Aber das Ziel ist es schon. Da wir an einer wenig befahrenen Zone wohnen und rundum genügend Grün haben und nen Bauernhof nebenan:wow:
Ok... Im Moment werde ich sie also im Gästezimmer lassen und die Türe schliessen und mich mit ihr in diesem Zimmer abgeben.
Du solltest eine junge Katze nicht vor dem 1. Lebensjahr in den ungesicherten Freigang entlassen. Vorher ist das Risiko einfach zu hoch. So junge Katzen sind sehr reizorientiert und haben dann oft für Gefahren kein Auge.
 
Kalintje

Kalintje

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Also bei mir wird sie ganz sicher Freigang bekommen. Aber wenn ich ihr jetzt schon die Türe offen lasse, werde ich sie nie mehr zu Gesicht bekommen. Ich muss sie doch zuerst sozialisieren, dass sie Vertrauen zu mir hat, dass sie auf ihren Namen hört. Vorher kann ich sie nicht nach draussen lassen. Aber das Ziel ist es schon. Da wir an einer wenig befahrenen Zone wohnen und rundum genügend Grün haben und nen Bauernhof nebenan:wow:
Ok... Im Moment werde ich sie also im Gästezimmer lassen und die Türe schliessen und mich mit ihr in diesem Zimmer abgeben.
Das Kitten muss natürlich erstmal drinn bleiben, optimalerweise ein Jahr, und genaus deshalb braucht es eben auch einen Artgenossen im selben Alter.
 
Musepuckel

Musepuckel

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Wie schon geschrieben, braucht das Kitten ein anderes Kitten.

Und kannst Du später Freigang anbieten? Wenn man sich nämlich Tiere vom Bauernhof holt,muss man verstärkt damit rechnen, dass es Dir passieren kann, dass diese später auch nach Draussen drängen. Was willst Du dann machen?
So pauschal kann man das nicht sagen das Katzen die den Freigang kennen zwingend wieder nach draußen drängen.
Ich hatte bisher immer Katzen die von draußen kamen, die sogar erwachsen waren als sie von der Strasse geholt wurden.
Keine hat je nach draußen gedrängt.

Meine jetzigen 3 Katzen die von Spanien von der Srasse kamen und 1 1/2 bzw.2 Jahre waren haben sogar eher Angst vor draussen, sogar so das sie den Balkon nicht mögen.

Nartürlich kann man auch das nicht pauschal sagen das sich jede Katzen drinnen halten lässt.
Habe ich auch schon bei Katzen erlebt die in der Wohnung geboren wurden, den Freigang nicht kannten und dennoch nicht in reiner Wohnungshaltung zu halten waren.

Womit ich aber allen Recht gebe ist ein zweites Kitten.
 
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Kalintje

Kalintje

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Dann willst Du also der TE empfehlen, dass sie ihr Kitten in den Freigang entlässt und auf einen Kumpel verzichten soll oder wie soll ich Deinen Beitrag jetzt genau auffassen?
 
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Starfairy

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Bei Kitten geht die Vergesellschaftung einfach. Bei erwachsenen Katzen kann es schwierig sein, vor allem, wenn sie alleine aufgewachsen sind.
Für dein Kleinchen wäre es aber ganz bestimmt eine riesige Hilfe.

Evtl. kannst du noch nach einem Geschwisterchen fragen? Die Entscheidung ist nicht ganz so einfach. Evtl. könntest du dort noch einem Kätzchen helfen, aber für euch wäre eine Katze, die Menschen kennt und sich anfassen läßt, einfacher.
Von dieser Katze könnte euer kleiner Wildling auch einiges lernen und abgucken.

So scheue Katzen lasse ich übrigens nicht im ganzen Haus laufen, sondern wirklich in einem kleineren Bereich. Das kann 1 Zimmer sein oder auch mehrere, solange das ein abgeschlossener Bereich ist.
Aber wie soll man am Beziehungsaufbau arbeiten, wenn man teilweise erst mal tagelang nach dem Versteck der Katze suchen muß. Und hat man es gefunden, sucht sie sich ein neues.

Falls du nochmal in so eine Situation kommen solltest, geh bitte sofort mit dem Kätzchen zum Tierarzt. Zum einen können gerade Kitten vom Bauernhof echt unschöne Sachen mitbringen, und wenn es nur Flöhe sind, die jetzt längst im ganzen Haus verteilt sein könnten.
Zum anderen ist dann der Stress gleich auf einen Haufen, das abholen, in den Kennel sperren, das neue Zuhause sind ja auch alles Stress. Dann fängst du trotz nötigem Tierarztbesuch bei 0 an und mußt nicht so ein klitzekleines Vertrauen wieder zerstören.

Aber das sie nachts rauskommt, spielt, frißt und das Klo benutzt, ist schon ein sehr gutes Zeichen.
Hilfreich wäre wohl auch, noch ein paar Katzenklos aufzustellen. Gerade bei Kitten können es gar nicht zuviele sein, und bei 2 Katzen reicht eines sowieso nicht aus.
Oft möchte auch eine Katze mind. 2 haben, wenn sie älter werden, trennen sie gerne das große und das kleine Geschäft.

Ansonsten, das wichigst ist wirklich, das ihr Geduld habt und ihr Zeit gebt. Und ein Partnerkätzchen natürlch.
 
Demotivation

Demotivation

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Hallo Staila,

ich muss ehrlich sagen: Bei deiner Beschreibung der Situation glaube ich, ihr habt euch für die falscheste Katze für eure Begebenheiten entschieden. Dafür wird jede Menge Geduld erforderlich sein.

Zuerstmal schließe ich mich den anderen an, es sollte schleunigst ein zweites, gleichgeschlechtliches Kätzchen einziehen, sobald eure Kleine (oder euer Kleiner) dem TA vorgestellt wurde, geimpft und gesund ist. Das zweite Kätzchen bitte nicht wieder vom Bauernhof oder ähnlichen Verhältnissen holen - besser wäre eine Pflegestelle vom Tierschutz, wo die Kätzchen gut sozialisiert mit Katzen und Menschen aufgewachsen sind. Idealerweise schon Kinder kennen. Fang am besten direkt an, dich umzuhören, das geht ja auch nicht unbedingt von heute auf morgen. Ein Geschwisterchen würde ich in dem Falle einfach schon deshalb nicht nehmen, da dann beide scheu sind, nichts kennen und sich im schlimmsten Fall noch in ihrer Angst bestärken. Muss nicht, kann aber.

Ich würde es halten wie Starfairy und der/dem Kleinen noch nicht das ganze Haus zur Verfügung stellen, einfach weil man da ja gar keinen Überblick mehr hat, wenn was sein sollte. Und an euch gewöhnen wird sie sich so auch nicht einfach. Das heißt nicht, dass ich die Kleine quasi mit ins Wohnzimmer sperren würde, wenn ihr da viel seid - das würde sie verängstigen. Aber ginge es, einen begrenzten Bereich von ein paar Zimmern katzensicher zu machen? Mit sicheren Rückzugsmöglichkeiten auf jeden Fall.

Und dann viel reden, gar nicht bedrängen, Spielangebote in Form von Schnüren, Federangeln, etc. machen. (Schnüre und alles, was ein dummes Kleinteil verschlucken könnte, bitte nur unter Aufsicht!)

Der Vorteil eines gut sozialisierten zweiten Kätzchens wäre dann, dass euer Scheuchen sich ein bisschen was abgucken kann.

Was die Kinder angeht, sehe ich da ein dickes Problem, zumindest wenn ich von meinen beiden Scheuchen ausgehe. Klar, mit Kindern im Haus ist es mal lauter, aber das ist für eine ängstliche Katze erstmal nicht als Spiel erkennbar. Ich habe noch nie versucht, Katzen mit Kindern zusammenzubringen, aber ich stelle mir gerade folgendes vor: Wenn die Kleine erstmal in einem verkleinerten, sicheren "Revier" ist, macht abends eine Vorleserunde mit den Kindern, wenn die beiden das mitmachen. Immer unter der Maßgabe: Wir müssen eine Weile ruhig und gemütlich sein.
 
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Milchbart

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Wenn die oder der Kleine vom Bauernhof kommt und es ein Wurf mit 6 Kitten war, wäre es wahrscheinlich einfach, ein Brüderchen oder Schwesterchen dazu zunehmen. Die Beiden kennen sich dann gut, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie sich gegenseitig viel Halt geben würden. Die tauen dann garantiert schneller auf!
 
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Staila

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Vielen herzlichen Dank für eure Hilfen. Bin sehr dankbar... Ich werde mir alles gut durchd en Kopf gehen lassen und die Augen und Ohren offen halten und Ausschau nach einem weiteren Kitten halten.
Leider hab ich nicht mehr die Möglichkeit, ein Geschwisterchen von der Bäuerin zu holen. Alle sind weg. Ich hab ganz am Anfang den Fehler gemacht, nur eines zu nehmen. Ich weiss...
Das mit dem Vorlesen und meinen Jungs find ich eine gute Idee. Werde ich zum abendritual machen ab heute:)
 
Yaleri

Yaleri

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Hallo Staila!

Erstmal willkommen im Forum und schön, dass du hier um Rat fragst. :)

Ich würde im ersten Schritt auch definitiv mit der kleinen Miez zum Tierarzt gehen und sie gründlich durchchecken lassen. Der TA kann euch dann auch das Geschlecht der Kleinen verraten, sodass ihr so schnell wie möglich (bei so jungen Tieren ist da jeder Tag in Einzelhaltung schon zu viel!) einen gleichgeschlechtlichen Spielkameraden dazu holen könnt. Wurfgeschwisterchen wäre natürlich super, ich meine jetzt aber rausgelesen zu haben, dass die alle vermittelt wurden bzw. nicht mehr zur Abgabe bereit sind? oO Wenn das keine Option ist, würde ich einfach mal im Tierschutz/-heim nachsehen. Idealerweise eben ein gleichgeschlechtliches Kätzchen 4-5 Monate wäre super - auf keinen Fall jünger als 12 Wochen), dass nicht dominant, aber gut sozialisiert ist. Kätzchen aneinander zu gewöhnen ist meist sehr einfach und wenn ihr eine Miez dazu setzt, die auch mit Menschen aufgewachsen ist bzw. da nicht scheu ist, wird sie eurer Katze da entsprechend auch die Angst nehmen können. Ich bin sicher, dass das auch definitiv den Gewöhnungsprozess an euch beschleunigen würde.

Halte uns auf dem Laufenden. :) Und viel Erfolg!
 
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