Katzenneuling - Zu viele Gedanken

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Meraa

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Hallo!

Ich bin ein Hundemensch der auf dem Weg ist auf die Katze zu kommen. ;) In meiner Familie gab es immer Hunde, aber wir haben einfach nicht genug Zeit. Mein Freund kommt aus einer Katzenfamilie und so haben wir uns beschlossen zwei Katzen zu nehmen. Sie müssten nach der ersten Zeit (eh mind. 2 Monate) schon täglich etwa 9 Stunden alleine bleiben, aber soweit ich verstanden habe ist das bei zwei Katzen kein großes Problem.

Sie wären reine Wohnungskatzen. Wir haben keinen Balkon. Unsere Wohnung ist 70m² groß - ein Altbau mit 3,2 m hohen Decken, abgesehen von Bad, Klo, Küche, Vorzimmer gibt es zwei große Zimmer, eines davon mit größerem Erker.

Mein Freund geht an die Sache ziemlich locker ran: eine Kurzhaarkatze wäre ihm lieber, sonst macht er sich scheinbar nicht viele Gedanken. Ich bin hingegen überbesorgt und habe schon Stunden mit Recherche verbracht. Seine Familie hat damals Freiläuferkatzen gehabt die auch immer wieder Mal Junge bekommen hat. Die Kleinen haben sie an Freunde vermittelt. So wirklich begeistert bin ich davon nicht, ich habe ihn dazu angeregt sich selbst im Internet zu erkundigen: auch wenn etwas in der Familie immer so war heißt das ja leider nicht, dass es so richtig und gut ist. Er hätte natürlich gerne ein kleines Kätzchen. Mittlerweile konnte ich ihn davon überzeugen, dass zwei Katzen besser sind als eine und wir suchen nun nach Katzen im Alter von 12 Wochen bis zu 10 Monaten (ungefähr).

Meine Katzenerfahrungen waren nicht unbedingt gut und es fällt mir schwer älteren Katzen zu vertrauen. Wahrscheinlich kommt das bei der eigenen Katze ohnehin sehr bald - hab ich auch in letzter Zeit bei Bekannten-Besuchen fest gestellt - aber wie soll man sich denn da leicht für eine Katze entscheiden? :/

Ich habe mich ein bisschen über Rassen erkundigt und mich spricht vor allem die Beschreibung der Main Coons und Heiligen Birma an. Ich würde mir wünschen, dass zumindest eine der beiden eine eher gelassene Katze ist, ein Schmuser und anhänglich. Die andere darf ruhig etwas schüchterner oder zurückhaltender sein, solange sie sich eher zurück zieht wenn sie gerade nicht mehr gestreichelt werden will und nicht auf Angriff über geht (damit könnte ich gar nicht!). Ich hätte auch gerne eine interessierte Katze, der ich Abwechslung bringen kann indem ich ihr Neues mit bringe oder bastle (ich bin notorische Schachtel- und Klorollensammlerin und verstehe, dass Katzen Alufolienkugeln oder Dinge die durch Löcher gesteckt werden interessant finden - das tu ich auch xD ). Auch dem Klickern wäre ich aufgeschlossen. :)

So, nach langem Gerede jetzt zu meinen Fragen / Sorgen:

Ist eine Main Coon / Ragdoll / Mischling zu groß für uns?
-> Wohnungsgröße? Mietwohnung und Main Coon Sprungkraft: müssten wir damit rechnen, dass vor allem die Nachbarn unter uns oft "Katzenplumsen" hören? Ist eine Katze dieser Größe für eine Anfängerin wie mich und einen "Anspruchslose Umsteiger" wie meinen Freund geeignet? (er meinte noch, es ist ok wenn die Katze sich nur selten streicheln lässt, das ist für den Menschen wie eine Belohnung -> enspricht nicht meinen Vorstellungen!)
Die Kratzbäume sollen für eine große Rasse ja besonders stabil sein, bzw. an der Decke befestigt, aber bei einer Deckenhöhe von 3,20 weiß ich nicht genau, ob wir einen Baum bis ganz nach oben aufstellen können?
Eine großwüchsige und eine kleinwüchsige Katze gemeinsam zu halten sollte auch ok sein, oder?

Fester sichern:
Wir haben alte Doppelfenster die 2,10 m hoch sind. Oben öffnen wir ohnehin nie. Durch den Erker haben wir besonders viele Fenster. Alle gehen nach innen auf. Es wäre vielleicht am besten wenn wir ein paar Fenster aus suchen, die wir normalerweise öffnen und für die einen Rahmen mit Gitter drin selbst zusammen basteln?

Ich bin mir unsicher, ob eine "normale Hauskatze" (europäisch Kurzhaar) mir "genügen" würde. Ich will nicht nur ein Tierchen haben, das ich beobachte und das halt ab und zu Streicheleinheiten abholen kommt. Außerdem sind die einfach so ... klein und zart. xD Natürlich ist keine Katze mit einem 40kg Hund zu vergleichen, aber ich hab Angst was kaputt zu machen beim Streicheln. :verstummt:

Meine Freundin hat zwei Britisch Kurzhaar Katzen. Die sind vom Charakter her ja relativ ruhig und Wohnungsgeeignet. Aber uns gefällt das Gesicht bei der Katze nicht so. Natürlich sollte man nicht nur nach dem äußeren gehen, aber ich will meine Katze ja selbst mögen und ihr Aussehen lieb finden. :/

Ich hab online schon viele Katzen gesehen aber wir waren bis jetzt erst bei einer schauen - ein Main Coon Mix. Ein wirklich herziges Kätzchen (w), ca 6 Monate. Noch bei keiner anderen Katze konnte ich mir bisher so gut vorstellen, sie bei uns auf zu nehmen. Leider hat der Besitzer sie an andere Interessenten vergeben.

Zum Bettschlafen habe ich ja hier im Forum auch schon gelesen. Ich habe zwar einen leichten Schlaf aber ich denke das würd ich auf jeden Fall versuchen nachdem es für die Katzen so toll sein soll. Was ist eigentlich, wenn wir später einmal einen Hund dazu nehmen? Hund im Bett geht mMn gar nicht. Gibt es da dann Probleme weil die Katzen ins Bett dürfen und der Hund nicht versteht warum er nicht auch hinein darf?

Zum Thema Männchen oder Weibchen gibts ja so viel Diskussion, ich würde mich da jetzt gar nicht fest legen.

Achja zwecks Zukunftsorientiertheit sollten die Katzen nix gegen Hunde oder Kinder haben. :grin:

Ich hoffe meine Textwand erschlägt niemanden. ^^ Ich bin für Meinungen / Erfahrungen / Diskussionen dankbar, die mir dabei helfen meine Gedanken nicht nur von Sorgen getrieben im Kreis wandern zu lassen. :) Vielleicht seh ich auch irgendwann das perfekte Pärchen und dann sind alle Sorgen vergessen?
 
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Evvi

Evvi

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Schön, dass du dir so viele Gedanken gemacht hast. Es ist super von dir, dass du dich hier informierst:

Als allererstes: Ich würde dir von Kitten abraten und eher ein "älteres" Paar nehmen. (1 Jahr aufwärts) Der Grund: Du sagst du möchtest eine verschmuste Katze, bei Kitten kann das keiner abschätzen wie sie sich charakterlich entwickeln. D.h. du hast quasi eine "Wundertüte" und keine Garantie für eine Schmusekatze. Eine ausgewachsene Katze hingegen wird sich nicht mehr so stark verändern.

Zweiter Hinweis: Ich würde dir raten schaue dich im Tierschutz um, am Besten nicht im Tierheim, sondern auf Pflegestellen. Die können dir den Charakter der Tiere im Allgemeinen sehr gut beschreiben und du fällst nicht auf einen "Vermehrer" herein, der dir das Blaue vom Himmel herablügt, damit du ihm seinen Katzen abkaufst. Und da gibt es ganz viele Schmusekatzen unabhängig von der Rasse. (Falls es doch einen Rasse sein soll: z.b. http://www.rassekatzen-im-tierheim.de/ )
Mein Pflegling Lilu z.B. ist eine stinknormale Katze und die verschmusteste Katze die ich kenne, meine drei Exotic Shorthair sind auch aus dem Tierschutz und wahnsinnig verschmust.

So mal als erste Anregung und zu den anderen Themen antworten dir noch bestimmt ganz viele.

Edit: hier noch der Link zu den Notfellchen im Forum http://www.katzen-forum.net/wohnungskatzen-not/
 
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Uschi-Joda

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Hallo, bitte ein Kitten nie alleine halten. Nimm ein zweites dazu, oder hole dir eine ältere Katze aus dem Tierheim. Gruß
 
Evvi

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Uschi-Joda

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dann ist ja gut.:omg:
 
Frau Sue

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Meine Katzenerfahrungen waren nicht unbedingt gut und es fällt mir schwer älteren Katzen zu vertrauen. Wahrscheinlich kommt das bei der eigenen Katze ohnehin sehr bald - hab ich auch in letzter Zeit bei Bekannten-Besuchen fest gestellt - aber wie soll man sich denn da leicht für eine Katze entscheiden? :/

Mir ging es damals ähnlich. Das ging soweit, dass ich Katzen einfach mal so überhaupt nicht leiden konnte. Ich weiß nicht, warum die Wahl dann plötzlich auf welche fiel. Bedingung war damals, dass es Kitten werden, damit ich sie eher einzuschätzen lerne und ich war der Hoffnung erlegen, dass man bei so kleinen Murkels noch unerwünschtem Verhalten entgegen steuern kann.
Inzwischen finde ich Katzen wirklich toll. Aber mir unbekannte Katzen betrachte ich doch immer noch erst mal lieber aus sicherer Distanz - weil ich sie eben nicht kenne und einschätzen kann und meine Kindheitserfahrungen da eher ziemlich böse waren (ich weiß inzwischen, dass das nicht zuletzt daran lag, dass ich als Kind hauptsächlich Einzelkatzen begegnet bin).

Und als Hundemensch wollte ich auch unbedingt eher größere Katzen. Aufgrund des Katzenelends kam ein Züchter aber dennoch nicht in Frage - aber das war kein Problem. Das schöne an den Hauskatzen ist ja, dass es sie in allen Farben und Formen und Größen gibt.
Ich habe hier nun zwei 6kg Brocken hocken und bei denen muss garantiert keiner Angst haben, irgendwas kaputt zu machen. Aber auch kleinere Katzen sind ziemlich robust - da würde ich mir jetzt nicht so die Sorgen machen. :D


Wenn du menschenfreundliche Katzen willst, empfiehlt sich auf einer Pflegestelle umzusehen, wo die Katzen mit im Familienverbund leben und gut eingeschätzt werden kann, inwiefern sie wie scheu oder eben nicht sind. Allerdings solltest du dann auch zu Jungspunden statt Kitten greifen.
Beim Züchter ist man dahingehend aber sich auch nicht verkehrt (mag ich nur nicht empfehlen, weil es eben genug und sowieso viel zu viele Katzen gibt, die auf ein zu Hause warten).
Ich frag mich aber, wie du drauf kommst, dass Hauskatzen eventuell nur zum "zuguggn" da sind und sich nicht wirklich schmusen lassen? Das ist letztendlich immer noch eine Charakterfrage denn Rassefrage. Meine beiden Jungs sind Totschmuser. Manchmal wünscht man sich da, es wäre ein bissl weniger. :D


Ich hab online schon viele Katzen gesehen aber wir waren bis jetzt erst bei einer schauen - ein Main Coon Mix. Ein wirklich herziges Kätzchen (w), ca 6 Monate. Noch bei keiner anderen Katze konnte ich mir bisher so gut vorstellen, sie bei uns auf zu nehmen. Leider hat der Besitzer sie an andere Interessenten vergeben.

Sei froh drum. Das klingt mir nach Vermehrer und davon sollte man die Finger lassen.
Entweder Züchter, oder Tierschutz. Bitte keine Vermehrer unterstützen.
Es gibt hier gute angepinnte Beiträge zum Thema Einzug der ersen Katze und was man VOR der Adoption/dem Kauf beachten sollte. Die würde ich mir mal zu Gemüte führen, um erkennen zu kennen, was für einen Menschen du da dann nun vor dir hast, damit du eben einem Vermehrer nicht auf dem Leim gehst.


Die Größe der Katzen zueinander ist relativ egal, wenn es charakterlich passt.
Demnach ...

Zum Thema Männchen oder Weibchen gibts ja so viel Diskussion, ich würde mich da jetzt gar nicht fest legen.

... solltest du für dich schon festlegen, dass die Tiere zumindest das gleiche Geschlecht haben.
Es gibt mit zunehmenden Alter nicht selten Probleme zwischen Kater und Katze, um das zu umgehen und nicht irgendwann vor der Frage zu stehen, ob zur Auslastung nicht eine dritte Katze, sprich zweiter Kater, her muss, sollte man gleich zwei gleichgeschlechtliche Tiere wählen.

Ob Kater/Kater oder Katze/Katze ist dann natürlich wirklich egal. Das kannste dann auf dich zukommen lassen. Bei Katern wird nur die Wahrscheinlichkeit bissl höher sein, dass es größere Tiere werden. ^^
 
oilily

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Ich habe mich ein bisschen über Rassen erkundigt und mich spricht vor allem die Beschreibung der Main Coons und Heiligen Birma an.

Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum. :)

Wir hatten uns seinerzeit auch Maine Coons ausgeguckt, sind dann aber per Zufall zur Heiligen Birma gekommen. ;)

Du solltest Dir vor allem vor Augen halten, dass bei Katzen bestimmte Eigenarten rassespezifisch vorkommen, der Charakter allerdings ist im Großen nicht wirklich an der jeweiligen Rasse festzumachen. Jede Katze hat ihren eigenen Kopf. ;)

Unsere beiden Birmchen sind z.B. in Sachen Kuschelfaktor total verschieden. Mogli ist eine absolute Schmusebacke, für ihn gibt es nichts schöneres als abends auf Mamas Bauch zu liegen und sich kraulen zu lassen. Justin hingegen kommt kurz vorbei, holt sich seine eins zwei Streicheleinheiten ab und das war es. :rolleyes: Soviel zum Thema Rasse. :D
 
Jaboticaba

Jaboticaba

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Hallo, Meraa, wie schön, das du dich im Vorfeld so tief informierst und so vielen Dingen aufgeschlossen bist, die Katzen mit sich bringen (Bettkatzen z.B. :D)

Lass mich dir mal meine Kittenerfahrungen mitteilen.

Ich habe drei Katerle im Alter von 5-14 Monaten. Alle drei kamen im Alter von 10-12 Wochen zu mir. Im grossen und ganzen kann ich sagen, es war/ist eine wunderschöne Erfahrung zu sehen, wie die Kleinen sich entwickeln, wie sie wachsen, z.B. zu erleben, wenn sie von einem Tag auf den anderen den Sprung vom Boden aufs Fensterbrett schaffen und man das Bänkchen wegräumen kann, das man da hingestellt hat.

Aber was hier von der Wundertüte gesagt wird, das kann ich bestätigen. Mein Mittlerer, der Max, war ein ganz wilder, aufgeweckter Bursche, der nur Blödfug anstellte und vor nix Angst hatte. Sein Lieblingsschlafplatz war Dosis Schoss. Ganz langsam und schleichend hat er sich verändert, hat sich immer mehr zurückgezogen, ist scheu und schreckhaft geworden. Ich habe mir wirklich gaaanz viele Gedanken gemacht, was mit ihm los sein könnte, wir waren zigmal beim TA, er wurde durchgecheckt, körperlich ist er gesund. Mein Verhalten ihm gegenüber hat sich auch nicht geändert. Hier im Forum haben viele gesagt, mach dir keine Sorgen, er legt sein Kittenverhalten ab. Er war auch schon so, bevor Freddy dazukam, das kann es also nicht gewesen sein.

Aber ich fand diese Veränderung im Vergleich zu dem, was er vorher war, ziemlich radikal und das tut mir schon leid. Und man wird die Sorge nicht los, dass da doch etwas Körperliches dahintersteckt, das man nur noch nicht gefunden hat. Ich bin mit Argusaugen hinter ihm her, reagiere auf jeden Mauzer, verwöhne ihn nach Strich und Faden, um etwas vom alten Max wieder hervorzukitzeln.

Was ich damit sagen will: gesunde Kitten sind so ziemlich durchweg arglos und verspielt. Man kann nicht davon ausgehen, dass sie immer so bleiben. All die Aggros, Scheuchen, Rührmichnichtan-, Charakterkatzen waren alle mal verspielte Kitten. Klar, die Vorerfahrung spielt eine grosse Rolle, aber ich denke mal, nicht in jeden Fall. Welche negative Vorerfahrung soll Max denn gemacht haben? Er ist auf einer Fazenda geboren, wohlbehütet aufgewachsen bei sehr netten Besitzern, ins Auto gepackt und zu mir gekommen. Seitdem ist er bei mir. Unser Tagesrhythmus ist ruhig und verlässlich.

Wenn du ganz genaue Vorstellungen von deiner zukünftigen Katze hast, solltest du auf ein etwas älteres Tier zurückgreifen. Wenn du dir zutraust, so einen kleinen Max aufzunehmen, der irgendwann eine 180 Grad Wendung macht, ja, dann nimm Kitten. Man lernt dadurch, die Eigenarten und Grenzen seiner Katze zu respektieren, ist auch eine sehr interessante Erfahrung, wenn auch manchmal etwas schmerzlich.
 
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mimimama

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  • #10
Also ich hatte hier auch schon drei große Katzen(6-8kg)und das Haus ist sehr hellhörig.Aber über rumspringende Katzen hat sich noch keiner beschwert.Kommt natürlich drauf an welchen Bodenbelag ihr habt.Wir haben PVC und ein paar kleine Teppiche.
 
Jorun

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  • #11
Tip an Dich TE: Verabschiede Dich schnell von der fixen Idee der perfekt auf Dich zugeschnittenen Katze - die gibt es nicht.
Katzen sind hochintelligente, sehr sensible aber eigenwillige Persönlichkeiten mit eigenem Kopf.
Wie heisst es so schön: Für den Hund gibt es nix Schöneres, als den befehlen von Herrchen/Frauchen zu gehorchen, Katzen nehmen es zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück.

Ob eine Katze kuschelig ist, entscheiden in erster Linie Charakter und ihre Erlebnisse mit Menschen bzw. ihre Erziehung durch die Mutter. Sprich ist die Mutterkatze sehr menschenbezogen und verkuschelt, dann lernen das die Kitten durchaus von ihr.
Sicher gibt es rassebedingte Anlagen/Tendenzen, aber das sind nur Grundanlagen, die auch ganz schnell verschwinden können bei entsprechenden Erlebnissen.

Was Coons angeht - ja die werden schwer (im Schnitt kastrierte Kater um die 7-8 Kilo, kastrierte Katzen um die 5-6 Kilo).
Außreißer nach oben gibt es ebenso nach unten.

Groß werden sie, das stimmt allerdings und das rummst durchaus gut, wenn die wo runterspringen und ja die brauchen richtig stabile Kratzbäume - die müssen aber nicht unbedingt an der Decke befestigt werden. Ein guter Standfuß und entsprechendes Gewicht des KBs langen da auch).

Coons gehören auch zu den Rassen, die normalerweise immer da sind wo ihr Mensch sind und die gerne quatschen und schnattern.

Bitte merke, wenn Rassekatze, dann PRINZIPIELL UND IMMER zum eingetragenen Züchter gehen!!! NIEMALS NEVER EVER zu irgend so nem Hinterhofvermehrer, der billige Mix Lookalikes anbietet!
Ja Rassekatzen haben ihren Preis (zwischen 550 und 1000 Euro im groben Schnitt) - aber für den bekommt man in der Regel aber auch Einiges an Vorleistung und (Ausnahmen bestätigen die Regel) in der Regel KEINE gesundheitlichen (Stichwort Erbkrankheiten) Wundertüten.

Kein Balkon ist natürlich bitter - das müsstet Ihr innen dann kompensieren.
Da Ihr so hohe Decken habt, könnt Ihr da gut in 3D in die Höhe bauen und ein kleines Katzenparadies schaffen.

Wenn Ihr Fenster vergittert ... dann bringt die bitte so an und achtet auch auf die Gitterstabilität an sich, dass 10 Kilo im vollen Flug dagegenknallen können ohne dass es auch nur wackelt.
Alles andere wäre zu leichtsinnig und dann kann es gut sein, dass die Katze mitsamt dem Gitter ne kostenlose Flugstunde und eine böse Bruchlandung bekommt.
 
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Meraa

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  • #13
Als allererstes: Ich würde dir von Kitten abraten und eher ein "älteres" Paar nehmen. (1 Jahr aufwärts) Der Grund: Du sagst du möchtest eine verschmuste Katze, bei Kitten kann das keiner abschätzen wie sie sich charakterlich entwickeln. D.h. du hast quasi eine "Wundertüte" und keine Garantie für eine Schmusekatze. Eine ausgewachsene Katze hingegen wird sich nicht mehr so stark verändern.
Danke für den Einwand, mir wäre eh lieber keine ganz Kleinen zu nehmen. Aber kann man das bei 6-10 Monaten nicht auch schon ungefähr sagen? Oder ändert sich das danach noch einmal so stark? (Wenigstens hätten wir bei 2 eine 50% Chance. ^^)

Zweiter Hinweis: Ich würde dir raten schaue dich im Tierschutz um, am Besten nicht im Tierheim, sondern auf Pflegestellen. Die können dir den Charakter der Tiere im Allgemeinen sehr gut beschreiben
Wir wohnen in Österreich. Ich habe bis jetzt hauptsächlich auf willhaben.at geschaut, weil dort eh sehr viele Plegeschützlinge eingestellt werden bzw. Privatleute die ihr Kätzchen nach einiger Zeit wieder her geben oder los werden möchten. Oft werden auch gleichgeschlechtige Pärchen vermittelt. Aber so richtig Feuer und Flamme war ich bis jetzt noch für keine. :hmm:


Mir ging es damals ähnlich. Bedingung war damals, dass es Kitten werden, damit ich sie eher einzuschätzen lerne und ich war der Hoffnung erlegen, dass man bei so kleinen Murkels noch unerwünschtem Verhalten entgegen steuern kann.
Schön zu hören, dass es nicht nur mir so geht und dass es bei dir so gut aus ging! :)

Ich frag mich aber, wie du drauf kommst, dass Hauskatzen eventuell nur zum "zuguggn" da sind und sich nicht wirklich schmusen lassen? Das ist letztendlich immer noch eine Charakterfrage denn Rassefrage. Meine beiden Jungs sind Totschmuser. Manchmal wünscht man sich da, es wäre ein bissl weniger. :D

Ich weiß schon, dass es eine Charakterfrage ist. Bisher habe ich einfach hauptsächlich Hauskatzen kennen gelernt und die meisten davon waren (abgesehen von Kitten) ... naja ich würd sie als gemein und agressiv bezeichnen. :/ Aber mittlerweile habe ich eh auch die ein oder andere positive Erfahrung mit ihnen gemacht und fest gestellt, dass die schlechten Erfahrungen von aus dem Haus getretenen Mäusefängern oder Wohnungs-einzelkatzen waren - leider.

Sei froh drum. Das klingt mir nach Vermehrer und davon sollte man die Finger lassen.
Ich weiß natürlich nicht, woher er die Katze hat, er meinte er muss sie her geben weil er bald ins Ausland zieht. Er schien wirklich um sie besorgt, hat extra nach Leuten gesucht die bereit sind ihr weiter Premiumfutter zu geben und hätte all ihre Sachen mit gegeben. Sie kam gleich angelaufen als er ihren Namen gerufen hat. Er meinte auch sie war bis zur 12. Woche bei der Mutter. Kann man natürlich nie genau wissen.

... solltest du für dich schon festlegen, dass die Tiere zumindest das gleiche Geschlecht haben.
Ok, wir werden darauf achten. Ist das auch bei frühkastrierten Geschwistern wichtig?

Danke für eure Antworten. :)
(Ja, dass eine Einzelkatze ein großes Problemthema ist, hab ich schon mit bekommen, das ist bei uns eh schon vom Tisch. ^^)
 
Demotivation

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  • #14
Da hast du schon einige Tipps bekommen :) Ich finde es übrigens erfreulich (wenn auch etwas befremdlich) dass du als Hundemensch dich mehr kümmerst und einliest als dein Katzenmenschen-Freund. ;)

Eine Anmerkung zum Thema, man hat bei so Kleinteilen die Befürchtung, was kaputtzumachen - geht mir irgendwie eher mit Hunden so. Also streicheln ist ja klar, aber z.B. bei kleinen Hunden hochheben oder sowas... das könnte ich gar nicht. Aber ich hatte auch immer Katzen um mich und weiß halt, dass die "elastisch" sind :D Sprich, bei der-und-der Bewegung geht's denen gut.

Ich würde dir auch eher zum Tierschutz raten. Zum Einen, weil es eben wirklich eh schon viel zu viele Katzen gibt, und es ist immer schön, wenn zwei Notfellchen ein Zuhause finden. Zum anderen, weil du dir wirklich alle Zeit der Welt lassen kannst, die richtigen Katzen für euch zu finden. Wie andere schon sagten, die Feld-Wald-Wiesen-Katzen gibt es ja in jeder Größe, Farbe und Charakter :)

Beispiel: Ich erinnere mich, ich saß vor einer Ewigkeit am PC und skypte mit einem Kumpel, als unser "kleiner" Kater über meinen Schoß lief. Mein Kumpel guckte ganz beeindruckt und fragte, was wir denn füttern würden, dass der so riesig ist - und ich konnte nur verdattert sagen, dass das doch unser Baby ist und der große Kater grad hinter mir schläft. Beides ganz gewöhnliche Tierschutzkatzen, aber zufällig eben... recht groß geraten.
 
Frau Sue

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  • #15
Ich weiß schon, dass es eine Charakterfrage ist. Bisher habe ich einfach hauptsächlich Hauskatzen kennen gelernt und die meisten davon waren (abgesehen von Kitten) ... naja ich würd sie als gemein und agressiv bezeichnen. :/ Aber mittlerweile habe ich eh auch die ein oder andere positive Erfahrung mit ihnen gemacht und fest gestellt, dass die schlechten Erfahrungen von aus dem Haus getretenen Mäusefängern oder Wohnungs-einzelkatzen waren - leider.

Ich glaube, daran ist die Häufigkeit einfach auch schuld.
Sprich ... ich denke die Hauskatzen sind insgesamt häufiger vertreten, als die einzelnen Rassen. Negative Erfahrungen bei Hauskatzen sind dann sicher auch zahlreicher Vorhanden, als Negativerfahrungen mit Rassekatzen.
Die Katzen aus meiner Kindheit (auch hinterhältig und aggressiv ;) ) waren auch alles Hauskatzen. Aber da hatte auch wirklich niemand 'ne Rassekatze. :D
Ich denke, die "Biester" die ich kennen gelernt hab, wären auch so gewesen, wenn sie Rassekatzen gewesen wären und genauso aufgewachsen wären.

Mit dem Entschluss für zwei Katzen ab mind. 12 Wochen, steuerst du dem ja auf jedenfall schon mal entgegen. :)


Ok, wir werden darauf achten. Ist das auch bei frühkastrierten Geschwistern wichtig?

Es geht ja nicht darum, dass sich mischgeschlechtliche Paare paaren können. Kastration ist auch ein Muss bei gleichgeschlechtlichen Katzen.

Es ist aber in der Regel so, dass Kater ganz anders spielen als Katzen. Da hat die Kastration auch keinen Einfluss drauf.
Katzen jagen eher, Kater mögen lieber körperbetonte Spiele - sprich Raufen und Kloppen und ineinander verkeilt über den Boden rollen.

Bei Kitten erkennst du nicht, wohin die Spielweise tendiert. Die kugeln sich über den Boden, kloppen sich, "beißen" sich, jagen sich, tätzeln nacheinander - ganz unabhängig davon, ob nun Weib oder Kerl.

Das ändert sich aber. Gerade in der Rüpelphase werden Kater rabiater und die Mädls eher zu Mimosen. :D
Das kann dann zu Problem führen. Der Kater will raufen und Kloppen und das Mädl zickt. Es gibt Stress zwischen den beiden Tieren, der Kater sucht sich anderweitig Beschäftigung (das sind dann vielleicht deine Hände, deine Möbel, deine Wände) weil er nicht ausgelastet ist, oder noch schlimmer, er verkloppt das Mädl weiterhin, auch wenn es schon am Fauchen und Spucken ist.

Das sind jetzt bewusst extrem beschriebene Szenarien. Aber sie kommen vor. Und wenn du dem aus dem Weg gehen willst, gehst auf Nr. Sicher und holst dir ein gleichgeschlechtliches Paar. Gerade bei jungen Katzen, wo der Charakter noch nicht so fest ist. Klar gibt es auch Kater, die wie Katzen spielen und Katzen, die sich gerne kloppen. Aber das iste her nicht sooo häufig und je jünger die Tiere, um so weniger ist das abschätzbar. Schau dich hier um - hier gibt's nicht selten Leute mit drei Katzen, weil noch ein Kater dazu ziehen musste, damit das Mädl im Haus endlich Ruhe hat und der Erstkater wieder anständig raufen kann.

Je älter die Katzen sind, um so unwichtiger wird das Geschlecht. Denn wenn der Charakter zueinander passt, dann passt es. Charakter lässt sich halt auch erst in einem bestimmten Alter erkennen.
Wenn man sich aber bei älteren Katzen für ein gemischtes Pärchen entscheidet, würde ich auch eher zu einem Greifen, dass sich bereits kennt und liebt.


Ich weiß natürlich nicht, woher er die Katze hat, er meinte er muss sie her geben weil er bald ins Ausland zieht. Er schien wirklich um sie besorgt, hat extra nach Leuten gesucht die bereit sind ihr weiter Premiumfutter zu geben und hätte all ihre Sachen mit gegeben. Sie kam gleich angelaufen als er ihren Namen gerufen hat. Er meinte auch sie war bis zur 12. Woche bei der Mutter. Kann man natürlich nie genau wissen.

Dann nehm ich das zurück. Da ging's ja offensichtlich im eine Weitervermittlung. Ich hatte erst verstanden, da will jemand seine Mischzucht an den Mann/die Frau bringen.
 
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Meraa

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  • #16
Also ich hatte hier auch schon drei große Katzen(6-8kg)und das Haus ist sehr hellhörig.Aber über rumspringende Katzen hat sich noch keiner beschwert.Kommt natürlich drauf an welchen Bodenbelag ihr habt.Wir haben PVC und ein paar kleine Teppiche.
Wir haben einen Parkettboden. Wir werden ohnehin noch ein paar Teppiche zum Schutz des Bodens kaufen. Eine E-Mail mit Bitte um Tierhaltungserlaubnis habe ich auch schon an die Hausverwaltung geschickt. Wir hoffen natürlich um positive Rückmeldung. Der Markler meinte damals: ach, ob da jetzt im Vertrag drinnen steht, dass Tierhaltung extra erlaubt werden muss ist egal, keiner darf dir verbieten ein Tier zu halten. Leider haben wir ihm damals einfach geglaubt. Ich will aber einen Rechtsstreit natürlich vermeiden und die Tiere auch nicht illegal halten. *Daumendrücken* Angeblich hat hier niemand was gegen Katzen.

Tip an Dich TE: Verabschiede Dich schnell von der fixen Idee der perfekt auf Dich zugeschnittenen Katze -

Ja klar, perfekt zugeschnitten erwarte ich auch gar nicht. Aber man hat halt gewisse Wünsche und soweit man sichs aussuchen kann, würd ich gerne in die beste Richtung gehen. Es ist natürlich schade, wenn sich ein Tier wie Jaboticaba schreibt so verändert. Meine Eltern haben einen Hund, mit dem sie es nicht einfach haben. Aber wie mein Vater schon bemerkt hat: Ein behindertes Kind gibst du auch nicht weg nur weil es nicht ganz deinen Vorstellungen entspricht, du tust halt dein Bestes um damit klar zu kommen und hast es trotzdem lieb. Aber wenn man sichs aussuchen kann würd ich halt nach bestimmten Eigenschaften greifen. ^^

Groß werden sie, das stimmt allerdings und das rummst durchaus gut, wenn die wo runterspringen und ja die brauchen richtig stabile Kratzbäume - die müssen aber nicht unbedingt an der Decke befestigt werden. Ein guter Standfuß und entsprechendes Gewicht des KBs langen da auch).

Kein Balkon ist natürlich bitter - das müsstet Ihr innen dann kompensieren.
Da Ihr so hohe Decken habt, könnt Ihr da gut in 3D in die Höhe bauen und ein kleines Katzenparadies schaffen.
Ja ich hab vor etwas in die dritte Ebene zu bauen. Bin mir aber noch unsicher wie/wo/was. Ich will auch nicht zu viele Löcher in die Wand bohren, damit wir beim Auszug keine Probleme bekommen. Wir haben auf jeden Fall ein paar Kästen an denen man Kletterhilfen anbauen könnte. Und natürlich mind. einen Kratzbaum - ich werd schaun, dass wir einen mit gutem Standfuß finden.

Wenn Ihr Fenster vergittert ... dann bringt die bitte so an und achtet auch auf die Gitterstabilität an sich, dass 10 Kilo im vollen Flug dagegenknallen können ohne dass es auch nur wackelt.
Ich muss mal schaun, wie wir da etwas stabiles zusammen bauen können. Falls jemand ein paar gute Links bei der Hand hat wären die auch willkommen (Googeln werde ich dann ohnehin).

Eine Anmerkung zum Thema, man hat bei so Kleinteilen die Befürchtung, was kaputtzumachen - geht mir irgendwie eher mit Hunden so.
Na ich hoffe jetzt einfach, dass ich mich schnell daran gewöhnen werde! :)

Beispiel: Ich erinnere mich, ich saß vor einer Ewigkeit am PC und skypte mit einem Kumpel, als unser "kleiner" Kater über meinen Schoß lief. Mein Kumpel guckte ganz beeindruckt und fragte, was wir denn füttern würden, dass der so riesig ist - und ich konnte nur verdattert sagen, dass das doch unser Baby ist und der große Kater grad hinter mir schläft. Beides ganz gewöhnliche Tierschutzkatzen, aber zufällig eben... recht groß geraten.
Das schöne an den Hauskatzen ist ja, dass es sie in allen Farben und Formen und Größen gibt.
Ich habe hier nun zwei 6kg Brocken hocken und bei denen muss garantiert keiner Angst haben, irgendwas kaputt zu machen. Aber auch kleinere Katzen sind ziemlich robust - da würde ich mir jetzt nicht so die Sorgen machen. :D

Danke, das war mir gar nicht so bewusst, dass es da auch große Größen- / Gewichtsunterschiede gibt!
 
Schwerelos

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  • #17
Ich wollte nur mal einwerfen, dass meine beiden Europäisch Kurzhaar, also "stinknormale Hauskatzen", mit 7 und 9 Kilo weder klein noch zart sind ;) und beide sind total liebe Schmusekater, wenn sie nicht grad pennen oder ihre wilden 15 Minuten haben.

Eigentlich hatte ich auch genaue Vorstellungen davon, welche Katzen ich haben wollte.. schwarz-weiße Kuhkätzchen oder Siamesen oder was schön flauschiges. Aber dann war ich im Tierheim und als ich die beiden gesehen habe, war es einfach Liebe auf den ersten Blick. Genau DIE mussten es dann auch sein - was ich vorher wollte, war dann vergessen.
 
bohemian muse

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  • #18
Ich habe mich ein bisschen über Rassen erkundigt und mich spricht vor allem die Beschreibung der Main Coons und Heiligen Birma an. Ich würde mir wünschen, dass zumindest eine der beiden eine eher gelassene Katze ist, ein Schmuser und anhänglich. Die andere darf ruhig etwas schüchterner oder zurückhaltender sein, solange sie sich eher zurück zieht wenn sie gerade nicht mehr gestreichelt werden will und nicht auf Angriff über geht (damit könnte ich gar nicht!). Ich hätte auch gerne eine interessierte Katze, der ich Abwechslung bringen kann indem ich ihr Neues mit bringe oder bastle (ich bin notorische Schachtel- und Klorollensammlerin und verstehe, dass Katzen Alufolienkugeln oder Dinge die durch Löcher gesteckt werden interessant finden - das tu ich auch xD ). Auch dem Klickern wäre ich aufgeschlossen. :)

Meine Freundin hat zwei Britisch Kurzhaar Katzen. Die sind vom Charakter her ja relativ ruhig und Wohnungsgeeignet. Aber uns gefällt das Gesicht bei der Katze nicht so. Natürlich sollte man nicht nur nach dem äußeren gehen, aber ich will meine Katze ja selbst mögen und ihr Aussehen lieb finden. :/

Eine physisch und psychisch gesunde Katze wird niemals "auf Angriff" gehen, sofern du sie nicht massiv bedrängst und verängstigst. Katzen die derartige Probleme zeigen, leiden in den meisten Fällen entweder unter unerkannten Schmerzen oder sie haben durch unzureichende Sozialisierung und Einzelhaltung dauerhafte Verhaltensauffälligkeiten entwickelt.

"Interessiert" sind darüber hinaus übrigens alle Katzen. Es liegt natürlich an dir, herauszufinden, wofür sie sich begeistern können, aber gerade bei Wohnungskatzen, denen es so sehr an wechselnden Reizen mangelt, ist es quasi Pflicht, sich intensiv mit den Tieren zu beschäftigen und ihnen viel Abwechslung in Form von neuen Spielen, Fummelbrettern, Clickern, etc. zu bieten.

Wie die anderen schon erklärt haben, würde ich mich an eurer Stelle auch nicht auf eine Rasse versteifen. Wenn du eine verschmuste und anhängliche Katze möchtest, dann wäre es sinnvoll, ein ausgewachsenes Pärchen zu adoptieren. Ob eine Katze geeignet für die Wohnungshaltung ist, lässt sich übrigens auch nicht an ihrer Rasse festmachen. Deshalb gilt auch hier: Wenn ihr sicher gehen wollt, adoptiert ein erwachsenes Pärchen, das absolut keinen Drang nach draußen zeigt und mit Wohnungshaltung komplett zufrieden ist.


Ist eine Main Coon / Ragdoll / Mischling zu groß für uns?
-> Wohnungsgröße? Mietwohnung und Main Coon Sprungkraft: müssten wir damit rechnen, dass vor allem die Nachbarn unter uns oft "Katzenplumsen" hören? Ist eine Katze dieser Größe für eine Anfängerin wie mich und einen "Anspruchslose Umsteiger" wie meinen Freund geeignet? (er meinte noch, es ist ok wenn die Katze sich nur selten streicheln lässt, das ist für den Menschen wie eine Belohnung -> enspricht nicht meinen Vorstellungen!)
Die Kratzbäume sollen für eine große Rasse ja besonders stabil sein, bzw. an der Decke befestigt, aber bei einer Deckenhöhe von 3,20 weiß ich nicht genau, ob wir einen Baum bis ganz nach oben aufstellen können?
Eine großwüchsige und eine kleinwüchsige Katze gemeinsam zu halten sollte auch ok sein, oder?

Ich denke es ist ziemlich egal, ob man als Anfänger eine große oder eine kleine Katze hält. Wo genau siehst du hier ein Problem oder einen Punkt, der dir Sorgen bereitet?
Wir sprechen hier ja auch nicht von weltbewegenden Größenunterschieden, wie sie in der Hundewelt bestehen. Es macht natürlich einen Unterschied, ob man eine Dogge oder einen Zwergpinscher spazieren führt, aber selbst Coonies werden in der Regel nicht schwerer als 7-8kg und sind somit nicht sehr viel größer als ein durchschnittlicher Wald und Wiesen Kater.

Kratzbäume sollten immer stabil sein. Wir haben ebenfalls Altbaudecken von über 3m Höhe und einen großen Deckenspanner. Ein guter Hersteller, wird dir den Baum je nach deinen Wünschen entsprechend der Deckenhöhe anfertigen. Umschauen kannst du dich zum Beispiel bei Petfun, Kirstins, Catwalk, Profeline, Katzenglück...

Wenn sich zwei Katzen gut verstehen, sollte ein gewisser Größenunterschied keine Probleme bereiten.


Ich bin mir unsicher, ob eine "normale Hauskatze" (europäisch Kurzhaar) mir "genügen" würde. Ich will nicht nur ein Tierchen haben, das ich beobachte und das halt ab und zu Streicheleinheiten abholen kommt. Außerdem sind die einfach so ... klein und zart. xD Natürlich ist keine Katze mit einem 40kg Hund zu vergleichen, aber ich hab Angst was kaputt zu machen beim Streicheln. :verstummt:

Wie hier auch schon mehrfach gesagt, liegt du mit deiner Einschätzung der "normalen Hauskatze" ein klein wenig daneben :D
Wenn ich meine drei Chaoten hier nur beobachten und alle Jubeljahre mal streicheln würde, dann wären sie mir todbeleidigt und würden den ganzen Tag meckern, damit ich sie mehr beachte.
Bonnie ist tatsächlich eine sehr "zarte" (und sensible) Katze mit ihren 3kg, aber das kommt mir in diesem Fall ziemlich entgegen, weil Madame am liebsten auf meinem Arm leben würde und den ganzen Tag herum getragen und geknuddelt werden will. Unser 6kg Kater Finn (absolut tiefenentspannt, selbst wenn um ihn herum zehn fremde Leute lärmen) hingegen, ist zwar super anhänglich und schmust auch gerne, aber zum Glück möchte er nicht unbedingt auf den Arm genommen werden. Dafür ist er mir nämlich deutlich zu schwer :rolleyes:
Und dann ist da noch unser Jüngster, der wahrscheinlich ca. 4kg wiegt und ebenfalls ein wahres Kuschelmonster ist. Allerdings ist er gleichzeitig auch 24/7 total aufgeputscht und stellt mehr Unsinn an, als den anderen beiden gemeinsam je einfallen würde. Ich liebe den Zwerg dafür, weil es mit ihm wirklich nie langweilig wird, aber als "ruhig" und "ausgeglichen" kann man ihn nicht wirklich bezeichnen. (Außerdem interessiert es ihnen nicht die Bohne, dass man Kuchen nicht von Tellern klauen soll und der Esstisch kein Katzenspielplatz ist :D)

Man merke also: Hauskatzen können so verschieden wie Tag und Nacht sein. Am besten lernt man sie einfach persönlich kennen :)


Ich hab online schon viele Katzen gesehen aber wir waren bis jetzt erst bei einer schauen - ein Main Coon Mix. Ein wirklich herziges Kätzchen (w), ca 6 Monate. Noch bei keiner anderen Katze konnte ich mir bisher so gut vorstellen, sie bei uns auf zu nehmen. Leider hat der Besitzer sie an andere Interessenten vergeben.

Ich würde dir davon abraten eine Katze aus privater Hand zu nehmen. Gerade als "Anfänger" fällt man dabei oft auf unseriöse Menschen herein, die leider auch oft den wahren Abgabegrund verschweigen. Außerdem solltet ihr auch darauf achten, direkt ein Pärchen zu adoptieren, da ihr euch sonst erst einmal durch eine Zusammenführung zweier fremder Katzen kämpfen müsst, was teilweise recht langwierig und nervenaufreibend sein kann.

Danke für den Einwand, mir wäre eh lieber keine ganz Kleinen zu nehmen. Aber kann man das bei 6-10 Monaten nicht auch schon ungefähr sagen? Oder ändert sich das danach noch einmal so stark? (Wenigstens hätten wir bei 2 eine 50% Chance. ^^)

Mit 6-10 Monaten sind die meisten Katzen in einer wirklich anstrengenden Phase. Nur damit du schon einmal gewarnt bist ;)
Wenn du ein eher ruhigeres und verschmustes Pärchen suchst, das dir nicht direkt aufs Dach steigt, dann würde ich an deiner Stelle, wahrscheinlich nach Katzen ab ca. 2-3 Jahren suchen, die charakterlich schon deutlich gefestigt sind.
 
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Meraa

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  • #19
Danke bohemian muse, für deine umfangreiche Antwort!

Ich denke nicht, dass ich meinen Freund von 2-3 jährigen Katzen überzeugen kann. Ich habe ihm schon ein paar Mal ältere Pärchen gezeigt, aber er lässt sich dafür nicht begeistern. Überreden oder aufs Aug drücken will ich sie ihm aber auch nicht, Wir haben fast eine Woche bei Freunden geschlafen, die einen ca. 6 Monate alten Kater haben, also hatte ich ein bisschen Gelegenheit Eindrücke von einer jungen Katze zu sammeln. (Wohl auch für mich ein Erlebnis, das für mich ein Argument für die Katze im Schlafzimmer ist. Er ist eine Einzelkatze, darf nicht ins Schlafzimmer und muss allein im Gang schlafen. Jeden Abend und Morgen weinte er. :( In der Früh hat der dafür eine halbe Stunde dauer-geschnurrt und wollte nur Nähe und kuscheln. Was für mich wirklich unerwartet und überraschend war. :) )

Wir haben nun auch die Erlaubnis für zwei Katzen in der Wohnung. :)

Ist es eigentlich sinnvoll schon bevor man weiß welche Katzen man nimmt / bekommt Catwalks und ähnliches zu kaufen und anzubringen? Oder würdet ihr sagen man sollte lieber warten bis man mehr über die Katze weiß oder überhaupt bis die da ist und beobachten wo sie sich gerne auf hält und dann anhand dessen planen wo man etwas anbringt?
 
Demotivation

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Forenprofi
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  • #20
Ich denke nicht, dass ich meinen Freund von 2-3 jährigen Katzen überzeugen kann. Ich habe ihm schon ein paar Mal ältere Pärchen gezeigt, aber er lässt sich dafür nicht begeistern. Überreden oder aufs Aug drücken will ich sie ihm aber auch nicht,
Verständlich - ihr sollt ja auch beide hinter der Entscheidung stehen. Aber um mal ein weiteres Argument für ein "älteres" Pärchen zu bringen (2-3 Jahre sind ja nun wirklich noch nicht alt ;) ) - okay, dann holt ihr euch zwei Kitten/ Jungspunde, süß, lebhaft... so für maximal ein Jahr. Danach habt ihr so oder so bis zu 20 Jahre lang erwachsene Katzen. Ist dieses eine Jahr wirklich so entscheidend?
Ist es eigentlich sinnvoll schon bevor man weiß welche Katzen man nimmt / bekommt Catwalks und ähnliches zu kaufen und anzubringen? Oder würdet ihr sagen man sollte lieber warten bis man mehr über die Katze weiß oder überhaupt bis die da ist und beobachten wo sie sich gerne auf hält und dann anhand dessen planen wo man etwas anbringt?
Ich glaub, ganz pauschal kann man das nicht sagen. Ein paar Dinge würde ich schon vor Einzug der Katzen kaufen, wenn es konkret wird: Kratzbaum zum Beispiel. Dann wissen sie von Anfang an, wo kratzen erlaubt ist. Ein paar Schlafplätze würde ich schon anbieten (hier tun es auch Decken und Kissen), aber da kann man halt wirklich nicht sagen, wie sie drauf sein werden. Manche liegen eben gern ganz oben und haben alles im Blick, manche bevorzugen die Fensterbank, manche eben etwas in Bodennähe... also da würde ich sagen, erstmal die Katzen kennenlernen, bevor man für teures Geld Kuschelhöhlen kauft, die dann ignoriert werden.
(Pro Tip: Einfach mal als Bett einen Pappkarton anbieten.)

Was Catwalks etc. angeht, würde ich ohne die Tiere planen. Sprich, Hauptsache es gibt gute Klettermöglichkeiten und mir gefallen sie auch - so eine Katze setzt sich ja nicht mit mir hin und plant die Wohnungseinrichtung, oder beginnt auf einmal an einer ihr genehmen Stelle die Wand hochzuklettern, um mir zu zeigen, dass da ein Catwalk hin muss :D
 
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