Katze – ja oder nein?!?

S

susa172

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Hallo zusammen,
wir (Paar) sind schon länger am überlegen ob wir uns eine Katze anschaffen und irgendwie können wir uns nicht entscheiden, da wir noch ein paar Bedenken haben.

Vielleicht könnt ihr uns ein bisschen helfen. Wäre echt lieb.

Wir sind beide ganztägig berufstätig und gehen um halb sieben morgens aus dem Haus und sind nicht vor sechs abends zu Hause. An den Wochenenden sind wir gewöhnlich zu Hause, von den Wochenendbesorgungen mal abgesehen.

Wir haben ein großes Haus auf dem Dorf, somit hätte die Katze drinnen wie draußen eigentlich genügend Platz.
Wir wollten dann sowieso einen Freigänger haben und da hätten wir dann auch gleich das erste Problem.
Kann ich die Katze morgens aus dem Haus „werfen“, wenn wir zur Arbeit gehen und erst abends wieder reinlassen, wenn wir zurück sind????
Wir wollen keine Katzenklappe oder so anbringen (Einbruchgefahr). Im Sommer kann ich mir das ja noch vorstellen, aber im Winter (wir hatten heute früh -18°C). Den ganzen Tag alleine im Haus will ich sie auch nicht lassen, das ist erstens langweilig (zwei Katzen wären für den Anfang ein bisschen zu viel) und wer weiß was die da so anstellt.

Der nächste Punkt ist, dass wir so ca. 1x im Monat für ein Wochenende wegfahren (zu meinen Eltern). Wir fahren dann normalerweise Freitag direkt nach der Arbeit los und kommen dann am späten Sonntagnachmittag zurück. Mein Schwiegervater würde die Katze füttern, aber er setzt sich nicht eine Stunde hin und spielt mit ihr oder leert das Katzenklo. Zudem müsste sie dann ja im Hause bleiben, da sie sonst ja abends nicht rein kann.
Würde das gehen oder eher nicht????
Mitnehmen kann ich sie auf keinen Fall, da mein Vater Tiere generell nicht mag.

Wenn, dann wollten wir uns eine ältere Katze aus dem Tierheim holen (waren schon dort), die dann auch nicht mehr so wild und umtriebig ist (sind wir auch nicht).

Was meint ihr dazu, können wir einer Katze das „zumuten“ oder ist das Tierquälerei?

Danke + LG
Susa
 
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Mafi

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Hallo und willkommen!
Toll, dass Du Dich vorab informierst!

Ich sage mal so, entweder ihr baut eine Klappe ein, (da gibt es wirklich Einbruch sichere) oder ihr holt Euch zwei Katzen, die drin bleiben.
Ich finde es zu gefährlich, einen Freigänger den ganzen Tag seinem Schicksal zu überlassen. Sie haben immer mal einen Kampf, wo sie sich schnell zurückziehen wollen, oder es ist sehr kalt, oder sie hat einen Unfall, usw.
Eine einzelne Katze alleine im Haus zu lassen, ist viel zu langweilig.

Was ich noch sehe, ist eine sehr scheue Katze, für die ein Platz gesucht wird, wo sie draußen bleiben kann, aber gefüttert wird.
Das gibt es relativ häufig im TH. Dann hat man aber erstmal keine Schmusekatze.

Mit dem Wochenende. Einem notorischen Freigänger macht es nichts aus, wenn das Klo nicht sauber gemacht wird. Einer Wohnungskatze oder einer drin/draußen Katze ist das aber nicht zuzumuten. Sie wird sich warscheinlich andere, saubere Plätze für die Notdurft suchen. (Bett, Sofa, usw)

Fazit, nimm Zwei, eine Klappe oder einen Streuner.:)
 
Mala

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Fazit, nimm Zwei, eine Klappe oder einen Streuner.:)

Oder schafft Euch (noch) keine Katze/n an.

Und bedenkt, ein Freigänger muss auch erstmal 6-8 Wochen mit Euch im Haus bleiben, ohne rausgehen.
 
Nizzre

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Huhu :)

Die Frage ist ja auch: Was erwartet IHR denn von der Beziehung zum Tier?
Wenn Ihr den ganzen Tag weg seid, stellt Ihr Euch dann vor, dass abends "ein Kumpel zum Schmusen und Betüddeln" da ist?
Dann käme ein Streuner / unabhängiger Freigänger eher nicht in Frage.
Dann sollte es eher ein Pärchen - am besten schon miteinander vertraute Tiere - sein, die sich miteinander gut beschäftigen tagsüber, die aber auch häuslich sind und abends Eure Aufmerksamkeit genießen. Es gibt ja genug
Tiere, die wirklich gern drinnen sind, da muss man sich natürlich entsprechend
beraten lassen und sorgfältig überlegen.


Oder würdet Ihr einfach gern Euer "Leben", mit Haus, Beziehung und allem abrunden, indem auch kleine Pelzträger um Euch rum sind.
Dann wären 1-2 Streuner gut, die hängen abends im Sommer mit auf der Terrasse rum, kommen und gehen, wann sie wollen, "schleimen sich ein", wenn Schmuse- und Futterbedarf ist, aber bleiben insgesamt sehr unabhängig.
Was auch schön sein kann, weil man eben nicht diese tiefe Verpflichtung hat,
das Tier auch artgerecht zu beschäftigen und zu animieren.


Wild und umtriebig ist gar nicht so vom Alter abhängig, eher vom Typ ;)
Unser Streuner war bis kurz vor seinem Tod ein wilder Feger ... und lustigerweise entwickelt sich der in der Pflegestelle ganz schüchterne Nasenperser/-Mix, der uns seit letzter Woche hier jeden Tag aufs Neue total schön überrascht zu einem ganz quirrligen Spassvogel (ok, er pennt schon ziemlich viel, aber wenn er wach ist, dann verwandelt er sich in einen Geistes-Welpen mit jeder Menge Unsinn, Mäusejagd-Allüren, Raschelkissen- und Bällchen-Killer-Instinkt und "jecken 5-Minuten".

Ich lach mir hier jeden Tag nen Ast, seid der da ist und sein auf der Straße offensichtlich "geducktes" Selbstbewußtsein wieder entdeckt.
(Ich arbeite zuhause und hab immer Zeit zwischendurch, um mit Anton Späßchen zu machen - weil er so elend war, als er gefunden wurde, ist es noch schwierig zu sagen, ob er lieber allein bleibt oder Gesellschaft bekommen wird. Seine Pflegestellen-Mitkatze hat ihn leider sehr dominiert und das ist ja auch nicht schön, also nicht immer sind mehrere Katzen auch für die Katzen optimal ...)

Also, überlegt es Euch gut.
Wenn Ihr's richtig macht, dann werdet Ihr sicher viel Freude haben.
Aber bitte, klärt Eure Erwartungen an die Mensch-Tier-Beziehung und sucht dann die passende Lösung.
Damit weder Ihr noch die Fellnase enttäuscht werden ;)

Grüßlis
Nizzre
 
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Betty

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Mit dem Wochenende. Einem notorischen Freigänger macht es nichts aus, wenn das Klo nicht sauber gemacht wird. Einer Wohnungskatze oder einer drin/draußen Katze ist das aber nicht zuzumuten. Sie wird sich warscheinlich andere, saubere Plätze für die Notdurft suchen. (Bett, Sofa, usw)

Vorallem weiß man ja auch nicht, wie die Jagdkünste der Katze sind oder die Menge an Beute. Was dann? Wie füttert man dann die Katze über 2 Tage?

Katzenklappe gibt es ja mittlerweile sogar mit Chip-Erkennung. Sprich, trägt die Katze ein Kennzeichnungschip, kommt nur sie durch die Klappe. (Klappe erkennt Chip und öffnet sich)

Und wie Mafi schon geschrieben hat, die Katze sollte schon eine Möglichkeit haben, wieder ins Haus zu flüchten oder sich einfach zurück ziehen zu können.
Ganz ehrlich, ich würde es nicht übers Herz bringen, meine Katze den ganzen Tag ausgesperrt zu lassen. :oops: Ich würde mir in der Arbeit ständig Sorgen machen...


Hättet Ihr jemanden in der Nähe (Nachbarn, Familie, etc.), der hin und wieder nach der Katze schauen kann? Dann wäre auch das Wochenendproblem evtl. gelöst.

Aber ganz ehrlich und nimmt mir die Direktheit jetzt nicht böse... Warum wollt Ihr überhaupt eine Katze, wenn Ihr eh so gut wie nie Zuhause seid.
Ich mein, selbst wenn die Katze eine Hardcore-Einzel-Freigang-Katze wäre, möchte sich doch auch hin und wieder etwas Nähe zu ihrem Menschen oder Artgenossen.
 
Mafi

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Betty, füttern würde ja der Schwiegervater. Nur das Klo würde er nicht sauber machen.
Deshalb habe ich das Klo-Problem hervorgehoben und das Füttern außer acht gelassen.:)
 
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Betty

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Uups, das hab ich überlesen... :oops:
 
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Gwion

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Wenn, dann würde ich euch auf jeden Fall zu 2 raten - ruhig auch ältere Tiere (ich würde aber nicht drauf bauen, daß die nichts anstellen).
Überlegt euch, ob ihr mit den allfälligen Problemchen leben könnt, die kommen können.
Kotze auf dem Bett, Urin neben dem Klo, Haare auf der Kleidung und dem Sofa, Katzenmöbel und -spielzeug verteilt, Streuspuren, mitgebrachte Geschenke von draußen, die irgendwo vor sich hin modern, angekratzte Tapete oder Holzmöbel ...
Wenn die Antwort "um Himmels Willen, sowas ertrag ich nicht' lautet, nehmt keine Katzen.

Für Freigänger müßtet ihr einen Weg für eine Katzenklappe finden, ich würde sie auch nicht einfach den ganzen Tag bzw. die Nacht aussperren. Außerdem kommen sie nicht unbedingt auf Knopfdruck, wenn ihr es dann gerade wollt.

Das größte Problem sehe ich allerdings anderswo - ich frage mich bzw. euch, was ihr von den Katzen habt.

Am Abend und Wochenende bißchen kuscheln? Das wäre mir zuwenig.

Und die Katzen wollen nicht nur kuscheln (und nicht gerade dann, wenn ihr Lust habt), sie wollen mit euch spielen, sie möchten gepflegt werden, Aufmerksamkeit bekommen, vielleicht müssen sie auch mal medizinisch versorgt werden (gerade bei älteren Katzen steigt diese Wahrscheinlichkeit).

Und auch wenn der Schwiegervater jetzt willig (und fähig) ist, sie jedes Monat ein paar Tage zu versorgen, würde ich nicht darauf bauen, daß das eine Dauerlösung ist. Seid ihr dann bereit, diese Besuche auszusetzen, aufzugeben, zu reduzieren?

Ich denke, bei euch könnten Katzen sehr glücklich leben, aber nicht jetzt, mit dieser begrenzten Zeit.
 
hellyo

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Also, ganz ehrlich.

Wer sich Katzen anschafft, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass die auch mal was anstellen und was kaputt geht. Das ist einfach so - wie bei kleinen Kindern (und auch größeren :D)

Ich denke, mit zwei ruhigeren Tieren (altersunabhängig) wärt Ihr sicher am besten bedient.

Zwei Katzen, die sich kennen und mögen und gegenüber dem Menschen aufgeschlossen sind. Denn wenn sie ab und an an den WE mal von jemand anderem betreut werden, ist das sicher nicht verkehrt.

Denkt daran, dass auch zukünftige Freigänger erst mal ein paar Wochen zur Eingewöhnung im Haus bleiben müssen. Und Die Katzen tagsüber rauszusetzten, das fände ich persönlich irgendwie unfair. Die Tiere wollen sich auch mal ins traute Heim zurückziehen.

Und Katzenklappen kann man an Stellen integrieren, die nicht gerade einladend für Einbrecher sind und welcher Einbrecher kommt schon durch die Katzenklappe :D?

Es gibt für alles eine Lösung!

Viel Glück auf Eurer Suche.
 
S

susa172

Gast
  • #10
Vielen Dank für die lieben und hilfreichen Antworten/Kommentare.

Warum wollen wir eine Katze - gute Frage.
Ich wollte schon immer Tiere haben, aber mein Vater hat mir das nie erlaubt (bis auf Fische).
Seit dem Sommer letzten Jahres kommen bei uns immer Katzen zu "Besuch". Zuerst war's nur eine, vom Nachbarn zwei Häuser weiter. Der hab ich dann hin und wieder Leckerli gegeben und irgendwie scheint sich das "rummiaut" zu haben. In der Zwischenzeit habe ich drei mehr oder weniger regelmässige Gäste vor der Tür stehen, die auf ihr Futter warten. Einer davon ist ein Streuner, der sich erst seit an paar Tagen vorsichtig streicheln lässt und der andere ist ein Kater, der eigentlich sein zu Hause ein paar Straßen entfernt hat (wo sich aber wohl keiner um ihn kümmert, da er teilweise schon morgens vor sechs vor meiner Tür steht). Der Dritte (eigentlich der mit dem alles begonnen hat) kommt nur noch ganz selten. Der war mal bei uns im Hause und ich hab den Staubsauger angemacht - der ging ab wie nichts. Ich hatte ja keine Ahnung, dass da manche Katzen allergisch gegen sind.

Ich habe vor kurzem gelesen, dass es verboten sein soll andere Katzen zu füttern und sie in sein Haus zu lassen. Ich halte ja niemanden fest. Der Kater kommt rein, schaut sich um, frisst, malträtiert meinen Schuhabtreter, schaut fern und dann muss ich ihn mit "Gewalt" rauswerfen, nicht dass ich doch noch Ärger bekomme.

Katzen habe ich schon immer gemocht und konnte mir auch schon immer vorstellen welche zu haben. Die haben ihren eigenen Kopf, so wie ich.

Unsere Arbeitssituation wird sich in absehbarer Zeit wohl nicht bessern (außer wir werden arbeitslos). Auf dem Dorf gibts leider keine gutbezahlten Jobs, von daher müssen wir wohl oder übel einen langen Fahrweg auf uns nehmen. Von daher bleibt für den Rest nicht mehr ganz so viel Zeit.
Zeit zum spielen und knuddeln würde ich mir aber nehmen, dann bleibt die Glotze eben aus.
Katzen sagt man ja auch eine therapeutische Wirkung nach. Das wäre auch so ein Punkt der in meine Überlegung mit eingeflossen ist. Wenn ich mich z.B. mit den fremden Katzen beschäftige, dann geht es mir besser (leide unter Depressionen und Burn Out).

Eigentlich wusste ich schon bevor ich geschrieben habe, dass eine Katze in unserer Situation nicht in Frage kommt. Das Tier soll es gut haben und das können wir nicht bieten. So hat es dann eine Chance einen wirklich guten anderen Platz zu bekommen.

Eines find ich allerdings ein bisschen seltsam.
Wir waren am Montag im TH um uns mal zu erkundigen und dort habe ich das gleiche erzählt wie Euch. Dort hätte mir die Katzenbetreuerin die Katze am liebsten gleich mitgegeben. Irgendwie macht mich das jetzt doch stutzig. Wollen die ihre Tiere nur so schnell wie möglich loswerden? Eigentlich dachte ich immer, die wären da etwas pingeliger.

Vielen Dank für Eure Hilfe

LG
Susa
 
hellyo

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  • #11
Warum sollte es eine Katze bei Euch nicht guthaben?

Ich denke schon, dass sich eine Katze wohlfühlen würde.

Ihr braucht halt nur ein paar Kleinigkeiten zu beachten...... das sollte eigentlich kein Problem darstellen.
 
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Mafi

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  • #12
Ich habe im Moment nicht viel Zeit, ganz kurz, BITTE füttere nicht mehr anderer Leute Katzen!
Damit entziehst Du sie ihrem zu Hause.
Das ist traurig und ärgerlich. Streichel ja, füttern nein.
 
S

susa172

Gast
  • #13
@Mafi
Werde ich ab sofort nicht mehr tun, versprochen!!!!!!!

LG
Susa
 
Mala

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  • #14
Keine Ahnung, manche TH wollen die Katzen "schneller loswerden" als andere.

Eine Katze kann es bei Euch gut haben, aber es sollte halt alles gut bedacht sein.

Macht Euch Gedanken, mit was Ihr leben könnt und was ihr erwartet und dann entscheidet, ob eine oder zwei Katzen das richtige sind.

Bei einem Freigänger, vorallem, wenn ihr so lange außer Haus seit, sollte aber eine Klappe installiert werden.
Und bedenkt, dass die Katze nicht gleich raus kann, also das sie etliche Wochen erstmal bei Euch drinnen ist und da halt auch mal "kleine Unglücke" vorkommen können.

Und zum Füttern von Draußenkatzen: Streuner füttern ist OK, Katzen die einen Besitzer haben nicht füttern, die könnten auch krank sein und spezielles Futter benötigen oder ähnliches ;)
 
Nizzre

Nizzre

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  • #15
Hmm ...

... sei mir nicht böse, wenn ich mich nochmal fragend einmische: Wenn Du unter Depressionen und Burn-out leidest, was hast Du dann den ganzen Tag auf der Arbeit zu suchen? Dann solltest Du eigentlich krankgeschrieben und in einer guten Therapie bzw. Reha-Maßnahme sein.

Das klingt vielleicht gemein, aber ist ganz lieb gemeint: Übernimm für Dich selbst als allererstes Verantwortung, bevor Du für viele viele Jahre Verantwortung für ein Tier übernehmen willst.

So traurig das ist, aber so fangen viele schlimme Katzengeschichten an, dass man über sie Liebe und Glück kompensieren und sie als "Therapie" sehen will.

Erst jetzt am Wochenende hat die Tierschutz-Organisation ein solches Depressions-Hilfe-Katerchen nach 3 Jahren wieder zurück holen müssen, weil aus einem Depressionshelfer irgendwann 12 in einer Wohnung und ein echtes psychisches Problem geworden ist.

Und eine EHEMALIGE Freundin von mir hat sich immer, wenn sie vom Freund verlassen wurde, zwei Katzen aus dem Tierheim geholt... als Tröster... und immer, wenn sie einen neuen Freund hatte, mussten die Katzen wegen "Allergie beim Freund" wieder weg.

Ich weiß, Dir würde das nicht passieren...

Aber bitte bitte bitte, bring erst Dich selbst in Ordnung, eine Katze ist kein Seelen-Krückstock :(

Ist echt nicht böse gemeint.
 
Cat Fud

Cat Fud

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  • #16
Eigentlich wusste ich schon bevor ich geschrieben habe, dass eine Katze in unserer Situation nicht in Frage kommt. Das Tier soll es gut haben und das können wir nicht bieten. So hat es dann eine Chance einen wirklich guten anderen Platz zu bekommen.

Wieso denn nicht?
Ich würde euch zu zwei Katzen raten (die sich verstehen natürlich), damit nicht eine Katze so lange allein sein muß, wenn ihr arbeitet. Die machen auch nicht mehr Mühe, aber doppelt Freude, und für sie find ich es auch besser :)
Und auf jeden Fall müßtet ihr jemand haben, der sich nicht zu schade ist, mal zwei Tage lang das Katzenklo sauberzumachen. Sonst begrüßt euch ein toller Geruch, wenn ihr wiederkommt. Eine Freundin von mir (Ärztin!!) erzählt auch lachend, wie sie das Katzenklo ihrer Freundin nicht saubermacht, weil das ja soooo eklig ist. Ich frage mich, ob sie selbst gern auf ein dreckiges Klo gehen würde :rolleyes:
Und eine Katze gegen Depristimmungen finde ich legitim :oops: Ich habe auch gemerkt, wie gut mir meine Katzen getan haben. Brachte ich schlechte Laune von der Arbeit mit nach Hause, war die weg, wenn ich die Katzen um mich hatte.
Die Notwendigkeit, sich mit täglichem Staubsaugen und ggf. angekratzten Möbeln anzufreunden, wurde ja schon erwähnt.
 
S

susa172

Gast
  • #17
@Nizzre
Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen, so schlimm steht es um mich nicht...

Ich war vor drei (oder so) Jahren mal auf Reha - das bringt gar nichts, zumindest nicht bei mir.
Bin wohl beratungsressistent ;). Habe halt meinen eigenen Kopf, so wie die Katzen.....

Ich gehe jeden Tag zur Arbeit und war wegen Depri auch noch keinen einzigen Tag krank (von der Reha mal abgesehen).
Ich nehme auch keine Medis oder so.
Ich bin wahrscheinlich genauso depressiv wie viele unserer Mitmenschen, nur trauen sich nicht viele das beim Namen zu nennen.

Ein Tier würde ich nie aus diesem Grund heraus anschaffen, das ist Tierquälerei und sowas verabscheue ich zutiefst.
Es wäre nur ein "Nebeneffekt", der mir beim sammeln von Pro und Contra's so eingefallen ist.

LG
Susa
 
Nizzre

Nizzre

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  • #18
@Cat Fud:

Ein "Depri" ist aber was anderes als klinische Depressionen und Burnout-Syndrom. Das sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die man nicht mit einem "Depri", bei dem die Katze sicher als Stimmungskanone heilsam sein kann, vergleichen sollte.

Aber anscheinend hat die Thread-Eröffnerin ja eher einen "Depri"...


... na denn ;)
 
S

susa172

Gast
  • #19
Naja, zwei Katzen würden auch gehen, haben ja genug Platz.
Allerdings verdoppelt sich dann auch die Kloproblematik.

Ich kann das meinem Schwiegervater nicht zumuten auch noch das (die) Klo(s) sauberzumachen. Bin ja schon froh, dass er füttern würde.

Zudem weiß ich nicht, wo ich die hinstellen sollte.
Wo stehen denn Eure?

Wir haben für zwei Leute 130qm zur Verfügung, aber bis auf ein kleines Plätzchen unter der Treppe ist mir noch kein passenderer Platz eingefallen. Da passt aber definitiv nur eins hin (und mein Schwiegervater kommt da wahrscheinlich gar nicht hin).
In der Küche (EG) möchte ich es nicht haben, ins Gästeklo (EG) passt es nicht rein, Wohnzimmer (EG) fällt auch aus und die Speisekammer (EG) ist vielleicht auch nicht unbedingt der passende Platz für ein Klo.....

Im OG habe wir noch einen Mini-Flur, Badezimmer (möchte ich nicht, ist auch kein Platz), Schlafzimmer (geht gar nicht), das Hobbyzimmer von meinem GöGa (der bringt mich um) und meinen Fitnessraum (wäre noch eine Möglichkeit, evtl.).

Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben.

Danke + LG
Susa
 
Cat Fud

Cat Fud

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Ort
Berlin
  • #20
Ich kann das meinem Schwiegervater nicht zumuten auch noch das (die) Klo(s) sauberzumachen. Bin ja schon froh, dass er füttern würde.

Zudem weiß ich nicht, wo ich die hinstellen sollte.
Wo stehen denn Eure?

Wie gesagt, ich finde es ein Muß, daß das Klo gereinigt wird. Gibt es sonst niemanden? Kolleg(inn)en, Nachbarn?

Meine Klos stehen in der Küche (im Bad ist leider null Platz) und Flur.


@Nizzre: Ja, du hast recht.
 
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