Katze gefunden, welche Folgen drohen?

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Meyla

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  • #401
Nicht ich rede davon sondern das deutsche BGB.

Du verstehst den Unterschied?
Ne weil ich bin a) kein Jurist und b) nicht aus Deutschland.
Somit muss ich das nicht verstehen.

Und sry jeder normale Mensch wäre froh wenn er seine Katze heil wieder bekommen würde. Auch wenn ich die Kosten dafür selbst tragen müsste die entstanden sind, bitte was sind schon 130€. Wäre die Dame übrigens erreichbar gewesen, wären vielleicht auch nicht die Kosten in Höhe von 130€ entstanden.
 
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  • #402
Kollidiert der Wagen mit der Katze haftet der Halter für den Schaden. Das wird im Normalfall von der Privathaftpflicht des Halters mit abgedeckt.
Der Fahrzeughalter oder der Katzen-Halter?
 
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  • #403
Rajuka

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  • #404
Wenn er nur auf dem Schreiben steht...
Die Mutter hätte den Brief eigentlich garnicht öffnen dürfen...
Meine Mom hat ihn nicht geöffnet, sie hat ihn mir gebracht damit ich ihn öffne.
Und der Absender war nur ersichtlich nach öffnen des Briefes :)
 
Rajuka

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  • #405
Jep. Wenn man jetzt noch groß ne schriftliche Erklärung abgibt, schießt man sich am Ende vielleicht nur ungewollt ein Eigentor.
Ne groß schriftlich nicht nur ein Satz.
Nach Rücksprache mit dem 16. Revier und unserer Anwältin sehen wir keine Gesetzesgrundlage zu ihrer Forderung.

Das wird die einzige Antwort sein
 
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Rajuka

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  • #406
Wahnsinn … mir fehlen die Worte zu dieser Dame. Eigentlich wurde ja auf 21 Seiten schon alles gesagt, aber jetzt muss ich trotzdem meinen Senf dazu geben.
Da ich aus dem Frankfurter Umland komme sagt mir die Straße aus ihrem netten Briefchen was und ich frage mich welcher halbwegs vernünftige Mensch dort einen Freigänger hält? Das ist doch ganz nah an der Mainzer Landstraße… viel mehr befahren kann eine Straße kaum sein. Absolut verständlich, dass du das Tier eingesammelt hast.
Unbegreiflich für jemanden wie mich, die eine Katze an den Straßenverkehr verloren hat, in einer weitaus weniger befahrenen Gegend. Wie kann man sich über 130 € beschweren? Ich hätte meinen letzten Cent und noch viel mehr gegeben, wenn das meine Koraly auch nur irgendwie gerettet hätte.
Aber der Kater läuft wahrscheinlich wieder fröhlich dort durch die Gegend und die tolle Besitzerin sucht lieber die Schuld bei aufmerksamen Mitmenschen, als vielleicht mal die Freigängerlage bei ihr zu hinterfragen.

Auch wenn‘s jetzt 100 Mal gesagt wurde: Du hast nichts falsch gemacht.
Sagen wir so, es ist die Verbindungsstraße zwischen Mainzer und Oeser, wir haben hier 3x Schienen wenn ich die der Straßenbahn mitrechne und die Autobahnauffahrt ist naja wie sagt man so schön, einen Katzensprung entfernt.

Und ja tatsache wurde er schon wieder drausen gesehen wieder ein gutes Stück auserhalb seines, von ihr benannten, eigentlichen Reviers.
 
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  • #407
Nicht im Zivilrecht, da wird der Begriff allgemeiner benutzt.

Da meint der Begriff nur, dass derjenige ein Geschäft führt, also zB. einen Vertrag abschließt. Sonst gäbe es ja auch keinen "unberechtigten Geschäftsführer".

Die TE ist hier der "unberechtigte Geschäftsführer", sie hat der Klinik im Namen der Halterin (der Geschäftsherrin) einen Auftrag erteilt. Nämlich die Katze zu untersuchen und nach einem Chip zu schauen. In Folge dieses Auftrages musste die Katze in der Klinik verbleiben bis die Geschäftsherrin ihr Eigentum abgeholt hat. Die Klärung der Eigentums-/Besitzverhältnisse war ja erfolgt und die Klinik darf ein Tier nicht mehr einfach so an jemanden raus geben dem das Tier nicht gehört. Auch dann nicht, wenn es sich in seinem Besitz befindet. Außer der Eigentümer gestattet dies.

Das Tier darf hier also nicht der unberechtigten Geschäftsführerin einfach so wieder mitgegeben werden sondern darf nur an die Geschäftsherrin herausgegeben werden. Oder eben an das "Fundbüro" (=die Behörden), wenn die Geschäftsherrin ihr Eigentum nicht abholt, obwohl sie benachrichtigt wurde wo es abgeholt werden kann.

Bürgerliches Gesetzbuch – Wikipedia

Geschäftsführung ohne Auftrag (Deutschland) – Wikipedia
Ich muss ja dazu sagen der Kater wurde unter meiner Kartei angelegt, ich bin mit dem Gedanken dorthin dass ich es vermutlich zahlen muss was auch völlig ok gewesen wäre, solange der Kater sicher wäre und mir wurde dort gesagt, dass dies nicht meine Aufgabe ist sondern die Besitzerin dies zahlen muss.
Des weiteren habe ich die Polizei angerufen diese haben im Entdeffekt auch gesagt sie hätten ihn weder auslesen können (Chip) noch sonst etwas tun da sie aktuell mehr als beschäftigt genug sind.
Also wo hätte ich es melden sollen als der nächsten mir möglichen Fundstelle, alias Klinik.
 
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  • #408
Es könnte davon ausgegangen werden, dass der Besitzer sein Tier vermisst und es in Gefahr ist. Aber um es zu ihm nur zurück zu bringen gäbe es finanziell günstigere Möglichkeiten. Nämlich indem man es zu einer Polizeistation oder in das zuständige TH bringt.
Leider völlig falsch, Tierheim habe ich versucht zu erreichen dort war niemand mehr und kommentarlos in einer Box vor der Tür abstellen ist nicht.
Polizei, verzeih mir die haben weder ein Lesegerät noch wirklich Interesse an der Sache gehabt.
Und ne Nacht bei mir daheim lassen im Verdacht dass er FLöhe hat und unter dem Aspekt dass sie mich dann erst recht des Diebstahls bezichtigt.
Nein danke ich verzichte.
Sie kann aber unter Umständen verlangen, dass ihr diese Kosten erstattet werden, weil der unberechtigte Geschäftsführer eindeutig nicht in ihrem Sinne gehandelt hat und weil auch keine objektive Notwenigkeit für dieses Geschäft zum Schutz des Tieres bestand, was eigentlich die Frage sein dürfte um die es geht. Und zumindest die Klinik hat ihr das ja schon objektiv bestätigt wie es scheint, also dass es keinerlei objektive Hinweise auf einen Notfall gab.
Hmm doch objektiv war dies für mich ein Notfall, die Katze war verwirrt und panisch, war gerade von 2 Autos fast überfahren worden und im Begriff wieder auf die Straße zu rennen.
Aber dass man für eine Rechnung bezahlen muss deren Leistung man weder wollte noch beauftragt hat und die durch andere ebenso geeignete und rechtlich sauberere Massnahmen vermieden hätte werden können halte ich bei Weitem nicht für so selbstverständlich gesagt.
Man hätte sie geringer halten können wenn sie an ihr Handy gegangen wären.
Aber sag mal Prezedenzfälle hast du dazu noch nicht gelesen oder aus denen du dein Wissen ziehst.
 
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  • #409
So und jetzt nochmal so von mir
Ich habe gestern selbst nochmal mit Frau Rupp gesprochen die Tatsache in der Nacht nicht die Ärztin war die den Kater aufgenommen hat sondern morgens das Übergabegespräch geführt hat.
Ja sie hat der Besitzerin durchaus gesagt dass der Kater gesund ist aber auch dass die Klinik froh ist dass es Menschen gibt die hinschauen da sie zu oft erleben dass es nicht getan wird.
Außerdem, obwohl sie natürlich gesagt hat dass sie keine Juristin ist, dass sie nicht glaubt dass ich etwas zu befürchten habe.
Wenn man ein Fundtier abgibt egal aus welcher Situation heraus haftet der Besitzer für sein "Eigentum".
 
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  • #410
Polizei, verzeih mir die haben weder ein Lesegerät noch wirklich Interesse an der Sache gehabt.

Und die Polizei zu kontaktieren ist für mich immer das letzte Mittel.

Was nun? Hast Du die Polizei kontaktiert oder nicht?

Du hast doch selbst geschrieben, dass es für Dich immer das letzte Mittel ist die Polizei zu kontaktieren und dass Du statt dessen lieber in die Klinik gefahren bist. OHNE die Polizei kontaktiert zu haben.

Wenn Du sie nicht kontaktiert hast, dann frage ich mich, woher Du wissen möchtest, ob sie ein Lesegerät haben noch ob sie Interesse gezeigt hätten?

Wenn sie Dir aber gesagt haben, dass da kein Handlungsbedarf besteht und Du das Tier dort lassen sollst wo es ist, dann hättest Du sogar gegen die behördliche Empfehlung gehandelt.

Aber sag mal Prezedenzfälle hast du dazu noch nicht gelesen oder aus denen du dein Wissen ziehst.

So einen echten Präzedenzfall scheint es für so eine Situation in der Tat nicht zu geben, da wäre Deiner dann wohl der Präzedenzfall, wenn Du die Kosten tragen müsstest.

Der Unterschied, zu anderen Situationen in denen dieser Paragraph zur Anwendung kommt, ist ja hier dass die Eigentümerin diejenige ist, die die Kosten bereits begleichen musste, um ihr Tier mitnehmen zu dürfen. Obwohl sie nicht selbst den Auftrag gegeben hat.

Normalerweise hättest Du da ja die Rechnung bezahlen müssen als Auftraggeberin und der Eigentümer könnte die Kostenübernahme verweigern, wenn Deine Forderung rechtlich nicht in Ordnung ist. Und ihm eventuell dadurch entstehende eigene Kosten wiederum an Dich weitergeben.

Das konnte die Frau so nicht, da sie sonst ihr Tier bis zur Begleichung der Rechnung oder eben rechtlichen Klärung der Situation hätte dort lassen müssen. Das macht es zu einem eher speziellen Fall. Normalerweise fordert der unberechtigte Geschäftsführer ja etwas vom Geschäftsherren, wenn er ohne dessen Auftrag ein Geschäft für ihn tätigen lässt und aufgrund dessen Auslagen hatte.

Dann wärst Du jetzt diejenige die ihrem Geld juristisch hinterher laufen müsste. Das ist hier aufgrund der Sondersituation umgekehrt.

Normalerweise würde es als eine Annahme des unberechtigt beauftragten Geschäfts gelten, wenn die Kosten vom Eigentümer anstandslos beglichen werden. Hier hatte der Eigentümer keine große Wahl, da ihm wahrscheinlich nicht zugemutet werden kann, dass Tier solange bis das geklärt ist in fremder Obhut zu lassen. Also auf sein Eigentum solange zu verzichten und Dir dann zB. statt dessen für ein deshalb geliehenen Ersatzgegenstand die Kosten in Rechnung zu stellen. Also wenn es sich zB. um ein Auto handeln würde müsste er sich dann einen Leihwagen nehmen statt die Rechnung zu bezahlen bis das geklärt ist.

Dann könnte sich der Eigentümer einen Wagen leihen, wenn die Werkstatt seinen nicht rausgeben möchte, solange die Rechnung nicht beglichen wurde und er nicht bereit ist diese zu begleichen. Das kann man hier aber denke ich nicht erwarten, weshalb die Zahlung der Rechnung durch ihn auch keiner Annahme des durch Dich abgeschlossenen Geschäfts gleichkommen dürfte.

Das ist eben die spannende Frage meiner Meinung nach, wie das juristisch bewertet werden würde.

Ich an Deiner Stelle würde aber spätestens in dem Moment wo ein anwaltliches Schreiben mit Zahlungsaufforderung kommt entweder zahlen oder mich selbst an einen Anwalt wenden, um zu erfahren, was der dazu sagt und welche Chancen der Fall hat wenn er vor ein Gericht ginge.

Deine persönliche Meinung ist da wenig erheblich. Und am Ende zahlst Du im Zweifel deutlich mehr, als die Kosten für die Klinik, da Du auch noch die Kosten des Rechtsstreits tragen musst.

Ähnliche Fälle gab es bisher nur, wenn die Gemeinde die Übernahme der Kosten verweigert hat, weil es keine offizielle Meldung dazu gab. Die Gemeinde ist aber der rechtliche Stellvertreter des Eigentümers bis dieser ermittelt wurde, weshalb es eben auch nicht sooo klar ist, ob die Kosten wirklich vom Eigentümer übernommen werden müssen in so einem Fall meiner Meinung nach.

Aber das müsste in der Tat in letzter Instanz ein Gericht bewerten. Und es wäre sehr interessant, wie es das bewerten würde.
 
Irmi_

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  • #411
Schon irgendwie beeindruckend. KatzeK, wen willst Du jetzt unbedingt noch überzeugen? Dich selbst? Schön langsam nimmt das was Du machst echt zwanghafte Züge an.
 
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  • #412
Was nun? Hast Du die Polizei kontaktiert oder nicht?

Du hast doch selbst geschrieben, dass es für Dich immer das letzte Mittel ist die Polizei zu kontaktieren und dass Du statt dessen lieber in die Klinik gefahren bist. OHNE die Polizei kontaktiert zu haben.
Ich habe sie gestern kontaktiert wie ich bereits schrieb, da ich nochmal nachfragen wollte wie es genau aussieht und da sagten sie, dass sie weder ein Gerät haben noch sie groß Interesse daran hätten, geschweige denn eine Anzeige aufnehmen würden, da dies ein Zivilirechtsfall ist.
gegen Behördliche Empfehlung habe ich keinesfalls gehandelt und das stand auch nirgends zur Debatte.
 
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TiKa

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  • #413
Rajuka hat richtig gehandelt! Wäre es meine Katze oder Kater gewesen, hätte ich die 130,-- € sehr gerne berappt,
wenn mein Tier aus einer Gefahrensituation befreit worden wäre.

Es handelt sich hier nicht um ein Auto oder eine Werkstattrechnung sondern um ein Lebewesen mit Herz, Verstand und Seele,
das sollte man nicht vergessen.:unsure:

Ich glaube der Besitzerin geht es gar nicht um den Kater sondern darum ordentlich Stress zu machen, solche Leute kenne ich auch, die legen
sich einfach mit jedem an, gibt`s übrigens auch hier im Forum, Hauptsache immer dagegen.:rolleyes:
 
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Lirumlarum

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  • #414
..wegen dem Geld, sitzt die Klinik ja beachtlich mit im Boot.
Rajuka wollte die Rechnung ja erstmal selber begleichen, doch die Klinik hat das verweigert mit dem Vermerk, dass der Besitzer dafür aufkommen muss.
In wie weit Rajuka da dann deshalb überhaupt auf die Übernahme der Kosten festgetackert werden kann ist in diesem Fall wirklich eine interessante Frage.
Eher sehe ich hier für die Besitzerin die Möglichkeit anstelle von Rajuka die Kosten zu fordern, sich hier mit der Klinik rechtlich auseinander setzen zu müssen...
 
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  • #415
Ich glaube der Besitzerin geht es gar nicht um den Kater sondern darum ordentlich Stress zu machen, solche Leute kenne ich auch, die legen
sich mit einfach mit jedem an, gibt`s übrigens auch hier im Forum, Hauptsache immer dagegen.:rolleyes:

Das ist auch mein Gefühl. Lass´sie ruhig Anzeige erstatten......die Polizei wird sie auslachen, bzw. werden die Ermittlungen bereits nach kürzester Zeit eingestellt. Also bleibt nur der Weg über eine Zivilklage.....die wird genauso abgewiesen.
 
Rajuka

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  • #416
So einen echten Präzedenzfall scheint es für so eine Situation in der Tat nicht zu geben, da wäre Deiner dann wohl der Präzedenzfall, wenn Du die Kosten tragen müsstest.

Der Unterschied, zu anderen Situationen in denen dieser Paragraph zur Anwendung kommt, ist ja hier dass die Eigentümerin diejenige ist, die die Kosten bereits begleichen musste, um ihr Tier mitnehmen zu dürfen. Obwohl sie nicht selbst den Auftrag gegeben hat.

Normalerweise hättest Du da ja die Rechnung bezahlen müssen als Auftraggeberin und der Eigentümer könnte die Kostenübernahme verweigern, wenn Deine Forderung rechtlich nicht in Ordnung ist. Und ihm eventuell dadurch entstehende eigene Kosten wiederum an Dich weitergeben.

Das konnte die Frau so nicht, da sie sonst ihr Tier bis zur Begleichung der Rechnung oder eben rechtlichen Klärung der Situation hätte dort lassen müssen. Das macht es zu einem eher speziellen Fall. Normalerweise fordert der unberechtigte Geschäftsführer ja etwas vom Geschäftsherren, wenn er ohne dessen Auftrag ein Geschäft für ihn tätigen lässt und aufgrund dessen Auslagen hatte.

Dann wärst Du jetzt diejenige die ihrem Geld juristisch hinterher laufen müsste. Das ist hier aufgrund der Sondersituation umgekehrt.

Normalerweise würde es als eine Annahme des unberechtigt beauftragten Geschäfts gelten, wenn die Kosten vom Eigentümer anstandslos beglichen werden. Hier hatte der Eigentümer keine große Wahl, da ihm wahrscheinlich nicht zugemutet werden kann, dass Tier solange bis das geklärt ist in fremder Obhut zu lassen. Also auf sein Eigentum solange zu verzichten und Dir dann zB. statt dessen für ein deshalb geliehenen Ersatzgegenstand die Kosten in Rechnung zu stellen. Also wenn es sich zB. um ein Auto handeln würde müsste er sich dann einen Leihwagen nehmen statt die Rechnung zu bezahlen bis das geklärt ist.

Dann könnte sich der Eigentümer einen Wagen leihen, wenn die Werkstatt seinen nicht rausgeben möchte, solange die Rechnung nicht beglichen wurde und er nicht bereit ist diese zu begleichen. Das kann man hier aber denke ich nicht erwarten, weshalb die Zahlung der Rechnung durch ihn auch keiner Annahme des durch Dich abgeschlossenen Geschäfts gleichkommen dürfte.

Das ist eben die spannende Frage meiner Meinung nach, wie das juristisch bewertet werden würde.

Ich an Deiner Stelle würde aber spätestens in dem Moment wo ein anwaltliches Schreiben mit Zahlungsaufforderung kommt entweder zahlen oder mich selbst an einen Anwalt wenden, um zu erfahren, was der dazu sagt und welche Chancen der Fall hat wenn er vor ein Gericht ginge.

Deine persönliche Meinung ist da wenig erheblich. Und am Ende zahlst Du im Zweifel deutlich mehr, als die Kosten für die Klinik, da Du auch noch die Kosten des Rechtsstreits tragen musst.

Ähnliche Fälle gab es bisher nur, wenn die Gemeinde die Übernahme der Kosten verweigert hat, weil es keine offizielle Meldung dazu gab. Die Gemeinde ist aber der rechtliche Stellvertreter des Eigentümers bis dieser ermittelt wurde, weshalb es eben auch nicht sooo klar ist, ob die Kosten wirklich vom Eigentümer übernommen werden müssen in so einem Fall meiner Meinung nach.

Aber das müsste in der Tat in letzter Instanz ein Gericht bewerten. Und es wäre sehr interessant, wie es das bewerten würde.

Du meinst meiner wird zum Präzedenzfall wenn ich die Kosten nicht tragen muss, du verbeist dich da ja echt rein als würdest du es mir wünschen weil ich der schlechteste Mensch auf Erden bin weil ich eine Katze aus dem Straßenverkehr gerettet habe.
Du bist da echt zwanghaft.


In diesem Fall konnte die Besitzerin direkt ermittelt werden und da man mich dort kennt und anscheinend auch ein Stück weit vertraut hat man das ganze direkt erstmal mit der Besitzerin abklären wollen.
Geschweige denn das man ja vorher nicht absehen konnte wie hoch die kosten sind, bis Sie ihren Kater abholt.

Falls du meine letzen Beiträe richtig gelesen hast, haben wir bereits mit Polizei und Rechtsschutz gesprochen und beide (sowie alle anderen die ich gefragt habe inklusive z.b. der Ärztin) schütteln nur den Kopf über die gute Dame und sagen dass sie keine Chance hat.
Ich will erstmal den Anwalt sehen der einen Fall mit Streitwert von 130Euro annimmt.
 
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Slimmys Frauli

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  • #417
Wenn sie Dir aber gesagt haben, dass da kein Handlungsbedarf besteht und Du das Tier dort lassen sollst wo es ist, dann hättest Du sogar gegen die behördliche Empfehlung gehandelt.
Das wäre dann in etwa damit vergleichbar, dass jemand keinen Kontakt mit dem Tierheim aufnimmt, nachdem das Tierheim sich schon befremdet über dieses "irrational[e] Verhalten" geäußert hat und explizit zum Ausdruck gebracht hat, "es wäre also gut", wenn die betroffene Person "es nicht noch komplizierter macht".;) (Wörtliche Zitate aus der von Freewolf am 21. 6. geposteten Kommunikation mit dem Tierheim, nur damit niemand auf die Idee kommt, die Anführungszeichen misszuverstehen.)

Das Glashaus scheppert und scheppert....
 
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  • #418
Das ist auch mein Gefühl. Lass´sie ruhig Anzeige erstatten......die Polizei wird sie auslachen, bzw. werden die Ermittlungen bereits nach kürzester Zeit eingestellt. Also bleibt nur der Weg über eine Zivilklage.....die wird genauso abgewiesen.
Das amüsante ist ja, die olizei sagte bereits sie würden die Anzeige nichtmal aufnehmen, sondern sie müsste wenn direkt Zivilklage einreichen.
 
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Meyla

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  • #419
Das wäre dann in etwa damit vergleichbar, dass jemand keinen Kontakt mit dem Tierheim aufnimmt, nachdem das Tierheim sich schon befremdet über dieses "irrational[e] Verhalten" geäußert hat und explizit zum Ausdruck gebracht hat, "es wäre also gut", wenn die betroffene Person "es nicht noch komplizierter macht".;) (Wörtliche Zitate aus der von Freewolf am 21. 6. geposteten Kommunikation mit dem Tierheim, nur damit niemand auf die Idee kommt, die Anführungszeichen misszuverstehen.)

Das Glashaus scheppert und scheppert....
Sie sollte langsam ihren Hexenbesen mitnehmen,um die Scherben in ihrer Küche zusammen fegen. 😅😁🙈

Ohne Witz jetzt @KatzeK kümmer dich lieber um deine Baustellen, bevor du hier Ratschläge gibst.
 
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Shaman

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