Hier steht auch eine Tumor-Diagnose im Raum...

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Helenchen

Helenchen

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  • #21
Wir sind wieder da. Einfangen war noch schwieriger als beim letzten Mal, er hat mit allen Kräften versucht dagegen anzukämpfen, in die Transportbox zu müssen. Kaum dass er drin war, ist er dann in eine Schockstarre verfallen und hechelte nur noch.

Die heutige Biopsie hat die Diagnose bösartiger Tumor erhärtet. Es wird aber noch auf meinen Wunsch hin eine Probe in die Pathologie der FU geschickt. Anfang der kommenden Woche erfahre ich dann deren Auswertung.

Der Onkologe hat mir dann einige Dinge erzählt. Der Tumor gehört zu einer Spezies, die nicht zum Streuen neigt, somit wurde die Lunge gar nicht geröntgt.

Allerdings breitet sich diese Tumorart tief ins umliegende Gewebe aus und müsste somit sehr tief weggeschnitten werden. Das ist an der Stelle bei Beppö nicht möglich. Ohr und Muskelgewebe wären im Weg, ebenso der Hals.

Es gibt nun quasi zwei Optionen. Trotzdem eine OP wagen, bei der nicht das ganze bösartige Gewebe entfernt werden kann.
Der Onkologe sagt, dass es nahezu 100%ig sicher sei, dass der Tumor zurück käme, vielleicht an einer anderen Stelle, vielleicht wieder da, somit müsste danach eine Bestrahlungstherapie folgen. Die gibt es allerdings nicht in Berlin!! Wir müssten damit irgendwo hin reisen mit ihm. Spontan konnte die Tierärztin (hab vor lauter Schreck den Onkologen vergessen zu fragen) nur ein Bestrahlungszentrum in München nennen!

Zweite Option: nichts machen. Medikamentös kann man wohl angeblich gar nichts machen und da bliebe dann nur abzuwarten, wie lange er damit problemlos leben kann. Wie lange das ist, mag keiner einschätzen. 2-3 Jahre oder auch nur ein halbes Jahr.

Eine OP hätte ich nicht per se abgelehnt. Aber eine darauf folgende Therapie, die nicht mal in Berlin möglich ist - bei diesem Angstkater, das ist ausgeschlossen. Das ist wirklich ausgeschlossen, das kann ich ihm nicht antun.
Als ich das sagte meinte der Onkologe, dass ich die OP dann auch sein lassen kann. Eine OP ohne Bestrahlung sei in diesem Falle recht nutzlos.

Bin jetzt gerade leer. Gar nichts machen oder eine so krasse Tortur, dass er ganz enorm leiden würde, falls er es überstehen würde - das sind bittere Optionen.


Nicker, du hast doch Erfahrungen mit einer palliativen Behandlung, wie sah das bei euch aus? Warum wurde ich da so abgebügelt? Da wäre gar nichts möglich und sinnvoll, sagte man mir, außer eine Schmerztherapie, wenn er denn in einer Phase wäre, wo er Schmerzen hat.
 
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  • #22
Wir sind wieder da. Einfangen war noch schwieriger als beim letzten Mal, er hat mit allen Kräften versucht dagegen anzukämpfen, in die Transportbox zu müssen. Kaum dass er drin war, ist er dann in eine Schockstarre verfallen und hechelte nur noch.

Die heutige Biopsie hat die Diagnose bösartiger Tumor erhärtet. Es wird aber noch auf meinen Wunsch hin eine Probe in die Pathologie der FU geschickt. Anfang der kommenden Woche erfahre ich dann deren Auswertung.

Der Onkologe hat mir dann einige Dinge erzählt. Der Tumor gehört zu einer Spezies, die nicht zum Streuen neigt, somit wurde die Lunge gar nicht geröntgt.

Allerdings breitet sich diese Tumorart tief ins umliegende Gewebe aus und müsste somit sehr tief weggeschnitten werden. Das ist an der Stelle bei Beppö nicht möglich. Ohr und Muskelgewebe wären im Weg, ebenso der Hals.

Es gibt nun quasi zwei Optionen. Trotzdem eine OP wagen, bei der nicht das ganze bösartige Gewebe entfernt werden kann.
Der Onkologe sagt, dass es nahezu 100%ig sicher sei, dass der Tumor zurück käme, vielleicht an einer anderen Stelle, vielleicht wieder da, somit müsste danach eine Bestrahlungstherapie folgen. Die gibt es allerdings nicht in Berlin!! Wir müssten damit irgendwo hin reisen mit ihm. Spontan konnte die Tierärztin (hab vor lauter Schreck den Onkologen vergessen zu fragen) nur ein Bestrahlungszentrum in München nennen!

Zweite Option: nichts machen. Medikamentös kann man wohl angeblich gar nichts machen und da bliebe dann nur abzuwarten, wie lange er damit problemlos leben kann. Wie lange das ist, mag keiner einschätzen. 2-3 Jahre oder auch nur ein halbes Jahr.

Eine OP hätte ich nicht per se abgelehnt. Aber eine darauf folgende Therapie, die nicht mal in Berlin möglich ist - bei diesem Angstkater, das ist ausgeschlossen. Das ist wirklich ausgeschlossen, das kann ich ihm nicht antun.
Als ich das sagte meinte der Onkologe, dass ich die OP dann auch sein lassen kann. Eine OP ohne Bestrahlung sei in diesem Falle recht nutzlos.

Bin jetzt gerade leer. Gar nichts machen oder eine so krasse Tortur, dass er ganz enorm leiden würde, falls er es überstehen würde - das sind bittere Optionen.


Nicker, du hast doch Erfahrungen mit einer palliativen Behandlung, wie sah das bei euch aus? Warum wurde ich da so abgebügelt? Da wäre gar nichts möglich und sinnvoll, sagte man mir, außer eine Schmerztherapie, wenn er denn in einer Phase wäre, wo er Schmerzen hat.

Ach Leni, ich drück dich mal ganz doll und Beppö gleich mit!!!

Als Jeannies Lymphknotenuntersuchung diese fiese Pathologie ergab, hatte ich mit der Haus-TÄin auch durchgesprochen, was es für Möglichkeiten gibt.

Vor einigen Jahren waren Chemotherapie usw. in der Kleintieronkologie noch nicht so gängig, wie es heute offenbar der Fall ist. Jedenfalls riet mir die TÄin davon an, es wäre für die Katze sehr belastend und würde nicht viel bringen.
Das war natürlich auf der Basis der niederschetternden pathologischen Aussage zur Überlebensdauer bei Jeannie.
Also nochmal kurz zur Erinnerung der Ablauf:
- Knoten bei Jeannie getastet, zum TA, dort Vorschlag zur Entfernung der Milchleiste, sofern keine Metastasen in der Lunge sind.
- Lunge geröntgt, alles ok, Milchleisten-OP
- benachbarte Lymphknoten entnommen, Pathologie in der FU, Prognose: noch einige Wochen Lebensdauer als bestes.

Jeannie erholte sich gut von der OP und bekam bei Bedarf Schmerzmittel, aber überwiegend war sie zwar reduziert (jedenfalls für eine Orientalin), aber trotzdem voller Lebensfreude und auch noch in der Lage, das neue kleine Mädchen (Nine) unter das Regal zu scheuchen und wegzufauchen, wenn Königin Jeannie geruhte, einen Spaziergang durch den Flur zu machen. :D
Nur mit Nicki zu jagen und zu raufen, das ging über ihre Kräfte (deswegen zog ja auch Nine ein), so dass Nicki mit dem kleinen Mädchen immer ausgiebig spielte (auch stapelte) und Jeannie bei Bedarf ihre Ruhe hatte.

Wir haben Jeannie immer wieder auch genau beobachtet, wie sie drauf ist, wie sie sich fühlt, und fast ein ganzes Jahr lang lebte sie noch normal und unauffällig weiter, und am Ende ging es dann ganz schnell. Ein, zwei Tage, wo sie beim Laufen immer wieder zusammenbrach, nicht fressen wollte, einfach schwach war und auch das Päppeln nichts brachte. Dann der schwere Gang zum TA und die Beruhigungsspritze vor der eigentlichen tödlichen Injektion, und Jeannies Herz hörte auf zu schlagen, bevor das Beruhigungsmittel injiziert war.

Jeannie durfte alles fressen, was sie wollte, ohne Rücksicht auf Verluste (wir waren ja darauf geeicht, dass es nur noch wenige Wochen sind), und ich kann mir ihre lange Lebensdauer nur mit ihrem Alter erklären, also mit dem verlangsamten Stoffwechsel. Sie war etwa 15 Jahre alt.

Bei Nicki ging es - bedingt durch die Krebsart, Pankreastumore sind ja sehr aggressiv - sehr schnell. Insgesamt waren es wenige Wochen zwischen der Diagnose (Nicki hatten wir nicht aufmachen lassen, sondern die Diagnose erfolgt durch Ultraschallbild vom Abdomen) und seinem Tod. Es war klar, dass es ihm ziemlich schlecht ging, wir haben dann noch die Päppelversuche gemacht, die anfänglich recht gut anschlugen (Cortison), und da es für ihn stressig war, täglich in die Praxis zu müssen, lernte ich dann das vorher Undenkbare: einem anderen Lebewesen eine Nadel durch die Haut zu stechen. Für die Prednisolongabe zuhause.
Insgesamt mögen das vier oder sechs Wochen gewesen sein, bis Nicki dann auch unter Cortison gar nicht mehr fressen mochte und zusammenbrach. Vielleicht hätten wir ihn mit Infusionen und Zwangsfütterung noch wieder für einige Tage auf die Beine bringen können, aber es war iwie klar, dass Nicki nicht mehr wollte. Bauchgefühl, besser kann ich es nicht beschreiben.
Ein Wissen ganz tief drin.

Im Auto erzählte Nicki noch ganz viel. Das war nicht das normale Quäken, dass er gegen den Kennel protestierte oder so, sondern als ob er seine Lebensgeschichte erzählen wollte. So ein Plappern und Plaudern, wie es gesprächige Katzen (außer Pfötchen! :D) gerne machen.
Und genau wie Jeannie war er tot, bevor das Beruhigungsmittel komplett injiziert war.

Auch Nicki bekam alles, was er fressen mochte, egal wie ungesund. Nach meiner Erinnerung bekam er - trotz Cortison - auch Metacam gegen die Schmerzen (oral, also die Suspension), denn bei ihm gab es ja nix mehr zu verderben. ;)

Das sind meine eigenen Erfahrungen mit palliativer Versorgung der krebskranken Katze; ein festes Konzept hatte ich da auch nicht. Oder nur soviel: alles, was der Katze gut tut, ist ok, egal wie bäh es einem sonst vorkommen würde. Also Whiskas, Sheba usw., wenns dem Katz schmeckt und es das gesunde Futter nicht mag. 10 Klos hinstellen, wenn das Katz undicht wird. Um das Katz drumrumgekringelt schlafen, wenn es mitten im Bett den Platz beansprucht. Usw.

Ich hoffe, es hilft dir etwas, mit Beppös Diagnose umzugehen und die richtige Entscheidung zu treffen!

Meine Devise ist da: wenn das Katz reden könnte, würde es sicherlich das etwas kürzere Leben wählen, dafür aber noch eine schöne Lebensqualität haben, statt das Leben mittels viel Chemo usw. zu verlängern und die ganzen Nebenwirkungen zu dulden.
Was natürlich nicht heißen soll, dass man das Katz in die Ecke packt und erst wieder rausholt, wenn es tot ist! Palliative Versorgung schließt natürlich auch unangenehme Sachen wie Nickis subkutane Cortisonspritzen mit ein, solange durch den kleinen Pieks die Lebensqualität erheblich erhöht wird!
Es kann sicherlich auch Zwangsfütterung mit einschließen, palliativ bedeutet, immer wieder jede Maßnahme neu abzuwägen im Interesse der Vorteile für die Lebensqualität der Katze.

Und bei einem so ausgeprägten Angstkatz wie Beppö würde ich Maßnahmen, wo er immer wieder in die Praxis müsste, ganz ans Ende der palliativen oder Behandlungsmaßnahmen packen.

Eine wichtige Frage bei der Palliativversorgung der Katze ist auch, was Du als Dosi zuhause machen kannst!!! Palliativversorgung schließt ja auch die Gabe von Medikamenten etc. ein; was lässt Beppö dich da machen? Was traust du dir zu? Was für Alternativen gibt es?
Beispiel:
Wie schon oben geschrieben, lehrte Nicki mich die Gabe von subkutanen Injektionen. Nachdem ich mit ihm zweimal in der TA-Praxis war, taub von seinen Gesängen im Auto und vom Festhalten bis aufs Blut zerkratzt, war ich soweit, dass ich meine Zimperlichkeit überwinden und das Spritzen lernen konnte. (Das kommt beispielsweise ja heute auch Nine zugute, also dass ich ihr das, was meditechnisch subkutan geht, auch geben kann :))
Bei Nine würde ich auch tablettentechnisch vieles machen, was geht, im Rahmen einer palliativen Versorgung. Aber eben nicht, wenn es nur Stress für sie wäre.

Du kannst den Onkologen genau diese Dinge fragen, also beispielsweise welche Medis für eine Palliativversorgung gängig wären und in welcher Form es sie gibt (Tablette, subkutane Injektionen, Suspension für die flüssige orale Gabe, als Beispiele). Und was davon du zuhause gemeinsam mit Beppö umsetzen kannst.

Ich bin in Gedanken bei euch!

LG
 
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Helenchen

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  • #23
Danke Tini!! Ganz großen Dank. Das gibt mir einen guten Eindruck. Und ich traue mir das durchaus zu. Musste mir selbst Heparin während der Schwangerschaften spritzen und somit ist meine Hemmschwelle da ziemlich niedrig. Bei Katzen größer als bei mir natürlich, aber ich würde es mir zutrauen. Falls es soweit käme.

Ich warte nun erstmal das Gespräch in der kommenden Woche ab.

Und ich werde in der kommenden Woche auch mal die FU kontaktieren. Ich bin höchst irritiert, denn ich habe das auf der FU-Homepage gefunden: http://www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/kliniken/we20/_Ressourcen/2016/Flyer_Tierhalterinfo_Bestrahlung.pdf

Das ist doch genau so ein Bestrahlungsding!?

Ich habe mir auch überlegt, ob ich, wenn wieder ein wenig Zeit und Ruhe ins Land gezogen ist (Beppö braucht seine Ruhepausen), die FU zwecks einer Zweitmeinung konsultiere. Vielleicht kann ich ja da direkt bei einem Onkologen auch mal einen Termin ausmachen. Die Fahrt dahin wäre zwar ne ganze Ecke, aber besser als München.

Ich schlafe nun aber erstmal drüber. Gut ist, dass es ihm ja noch absolut gut geht. Aber ich kann ihn momentan nicht ohne Tränen anschauen. Das ist doof. Er wird mir so unendlich fehlen, wenn er nicht mehr da ist irgendwann.
 
nicker

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  • #24
Mit dem Strahlendings habe ich, ehrlich gesagt, gar keinen Plan. Nach dem Flyer, den du verlinkt hast, wäre der ja schon vor Jeannies Tod vorhanden gewesen. *grübel*
Vllt. war das unser Hausärztin nicht bekannt, mag sein, obwohl sie wirklich gut ist und sich auch auf dem Laufenden hält.

Leni, mein erster Gedanke wäre zu Beppö, dass er ja ruhig liegen müsste, während die Bestrahlung durchgeführt wird. Auch wenn das vllt. nur zwei, drei Minuten sind, kann das für ein Angstkatz wahrscheinlich Äonen sein.

Ich weiß, wie Nine beim Schallen zappelt und versucht mich zu beißen, damit ich ihre Arme loslasse (nur dass sie nix mehr hat, mit dem sie beißen kann ^^, sonst hätte ich schon längst ein echtes Problem :D), und Nine ist beim TA ein echtes Lama!!!

Von daher würde ich an deiner Stelle vor allem auch abklären, ob deiner Einschätzung nach Beppö ohne Sedierung ruhig würde unter dem Strahlendings liegen bleiben.
Also zusätzlich zu der Stunde Fahrt von euch aus und allem.

Frag dich da bei den TÄen in Düppel durch, v. a. auch wegen der Frage, wielange und mit welchen Konditionen Katz da rumliegen muss. Dann kannst du realistisch abwägen, ob das für Beppö eine Möglichkeit wäre oder nicht.

Ich vergleiche noch mal gedanklich:
Nine Lama beim Schall vom Bauch --- sie lag auf dem Rücken, was sie eh schon doof findet (finden bei uns alle Katzen, außer sehr selten Moody; den Nickerkater dagegen konnte ich jederzeit rumtragen wie ein Baby :pink-heart:), dazu kam dann natürlich dieses Kontaktgel für den Schallkopf. Kalt, glitschig, bäh.
Und dann der Druck auf den eh schon empfindlichen Bauch.
Die TFA hielt die Beine gestreckt weg, weil ja auch am Unterbauch (Blase und das) geschallt werden musst, ich hielt die Arme, damit Nine nicht krallen und kratzen konnte. Die Gießkannenprinzessin hat natürlich wieder lauthals geweint, das muss man durch das ganze Gebäude gehört haben *örks*, und sie hat mich mehrfach beißen wollen mit den zahnlosen Kiefern, damit ich ihre Arme loslasse und sie flüchten kann. Armes Ninchen! :sad:
Lama-Nine beißt wirklich nur in der höchsten Not, ich habe das außerhalb der Schallsituation nie erlebt. Sie kabbelt sich ja gelegentlich auch mit dem Gatten, Moody, und auch da versucht sie ggf. zu beißen, also das spielerische Beutebeißen beim Spielen. (Nicht dass das Moody beeindrucken würde *hust*)
Aber Menschen beißen und richtig kräftig mit den Kiefern losknacken.... das sagt was über Nines Unwillen beim Schall aus.

Ich kann das vergleichen, denn Moody beißt beim Spielen und Kraulen auch schon mal zart zu, so Richtung Liebesbisse. Da wird die Haut ganz sachte angertatscht mit den Canini, keinesfalls wird die Haut verletzt, obwohl Moody kiefertechnisch schon zupackt.
Nine packte weitaus heftiger zu, und wenn sie noch Zähne gehabt hätte, hätte das böse geendet.

Das Schallen dauerte allerdings auch (in der Situation, in der Nine sehr zu ihrem Unwillen fixiert wurde durch die TFA und mich) bestimmt 10 Minuten. Währenddessen hat sich Nine wie ein Aal gewunden, laut geweint und auch indigniert losgeschrien (sie kann auch richtig böse schreien, so ganz tief und knurrig, aber das macht sie wirklich nur sehr sehr selten) und eben mehrfach versucht mich zu beißen.

Beppö hätte nicht die Unannehmlichkeit mit dem Gel und dem Schallkopf, aber er würde wahrscheinlich für die Zeit der Bestrahlung auch fixiert werden müssen. Da solltest du genau nachhaken, damit du die Situation bestmöglich einschätzen kannst, und auch die FU-Ärzte um ihre eigene Einschätzung fragen, wieviel Stress das für Beppö machen würde.

Bessere Vergleichsmöglichkeiten als Nines Schalls habe ich aktuell leider nicht, aber wenn du eine Katze (v. a. eine krallige Katze und umsomehr, wenn sie noch Zähne hat ^^) 5 Minuten sehr fest festhalten und sie fixieren musst, ist das für das Katz und für dich wie 5 Jahre in der Hölle.

Aber bitte sprich auf jeden Fall mit den dortigen Ärzten und hol auch deren Einschätzung ein, vllt. ist alles ja wesentlich einfacher als bei Nines Untersuchungen------

Ich drücke euch alle Daumen und denke an euch!!!

LG
 
Helenchen

Helenchen

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  • #25
Wir sind noch immer nicht wirklich weiter. :(

Das Ergebnis der FU ist wie von meiner TA-Praxis. Mit Empfehlung der weitreichenden Entfernung (was nicht geht) und Folgetherapie. :(

Würde ich dort nochmal vorstellig werden, würden sie alle bisherigen Untersuchungen nochmal wiederholen.

Ich hatte mich nun gerade damit angefreundet, unsere hoffentlich lange weitere Zeit zu genießen und wollte beim TA einen Termin vereinbaren, um eine Behandlung daheim zu besprechen, nun traf mich heute fast der Schlag. Beppö hat ein wenig frisches Blut in der Region des Tumors. :( Vielleicht hat er sich gekratzt? Genau nachschauen darf ich ja nicht. Ich habe eben zwei kleine Spuren auf meinem Bett entdeckt und dann versucht, bei ihm zu schauen. Ich konnte etwas Blut erkennen, aber nicht genauer schauen. Er ist gerade wieder etwas zur Ruhe gekommen, wenn ich ihn gleich wieder zum Tierarzt schleppe, flippt er aus! :(
Außerdem macht mir das natürlich Angst! Ich bin noch gar nicht bereit, ihn jetzt schon gehen zu lassen, er ist ja sonst noch so gut drauf!
Falls er sich gekratzt hat - hoffentlich macht er das jetzt nicht öfter.
Aus dem Tumor selber kann das so doll eigentlich nicht kommen, bei der Punktion kam kaum Blut raus. Vermutlich hat ihn das ganze Punktieren und untersuchen auch gereizt, vorher hatte er den Tumor nie beachtet, seitdem war er ab und an dran. :(

Aber sollte das jetzt so weitergehen - mir schwant, unsere gemeinsame Zeit könnte kürzer sein, als erwartet.

Ich frage mich nun, ob ich eine OP erwägen sollte, auch wenn nicht annähernd alles entfernt werden könnte und ich keine Strahlenbehandlung danach machen lasse!?
Würde das das Ding vielleicht aufhalten und den Prozess verlangsamen, oder würde das nichts bringen und es würde noch aggressiver wuchern und vielleicht noch woanders?

Ich rufe morgen mal in meiner Praxis an. Manno, wieder eine schlaflose Nacht. :(
 
Helenchen

Helenchen

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  • #26
Ich befürchte mittlerweile, dass der Tumor sich öffnet. Er scheint auf jeden Fall auch stärker durchblutet, mit Adern versehen.

Ich darf überhaupt nicht in die Nähe fassen, kann es also nicht genau begutachten. :(

Mein Telefonat letzte Woche war sehr unbefriedigend. Blut kommt raus? Am besten gleich einschläfern. Das ist ja keine Lebensqualität mehr. :eek: Dass er munter ist, anwesend, voller Appetit, kuschelt, sich nicht verkriecht, um Leckerchen bettelt und auf Grund seiner momentanen Verwöhnlage auch eher zunimmt als abnimmt, spielte da keine Rolle. :mad: Ich könnte es jetzt ehrlich gesagt nicht. Er ist wie immer, nur mit diesem Scheißding am Hals, dass jetzt auch noch ordentlich rumzickt. :( Aber reicht das schon zum Einschläfern??? Es würde sich für mich so falsch anfühlen.

Am Montag Vormittag habe ich erstmal noch ohne Beppö ein Gespräch mit dem Onkologen. Letzte Woche habe ich nur mit der normalen Tierärztin geredet.

Meine Fragen sind:

1. Würde eine OP auch ohne völlige Entfernung und ohne weitere Behandlung danach temporär Ruhe und Verbesserung bringen? Die "normale" Tierärztin meinte, der Tumor wäre binnen kürzester Zeit zurück. :( Mal sehen, was der Onkologe sagt.

2. Gibt es eine Möglichkeit, den Tumor irgendwie zu behandeln, zu beruhigen o.ä., oder mit einem Sprühpflaster oder so "abzudecken"?

3. Palliative Behandlung, was wäre da möglich und sinnvoll? Schmerzmittel, Kortison o.ä.?

Ich bin angespannt. Er lebt noch so intensiv. Ich will es ihm noch nicht nehmen müssen. :(

Diese Fotos sind von gestern. Sein Fell sieht schlimm aus, das tut es aber immer im Sommer. Er hat unglaublich dickes Unterfell und lässt sich partout nicht auskämmen. Er sieht immer etwa einen Monat aus wie ein gerupftes Huhn, danach ist wieder alles schick. Also das Fell sieht nicht wegen der Erkrankung so aus.

Hier sieht man den Tumor, das rundliche Gebilde ist er:
26005823hn.jpg


Er genießt noch die Sonne im Auslauf und döst an seinen Lieblingsplätzen, wie immer.
26005824hj.jpg

26005825bc.jpg
 
minna e

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  • #27
ich hab keine erfahrung mit solchen erkrankungen. hab jetzt aber alles nachgelesen und denke, ggf. wäre cortison eine option?

und wenn es jetzt so scheint, dass der tumor vom katzentier zerkratzt wird, würde ich das ggf. als eine reaktion auf störung wenn nicht gar schmerz interpretieren und somit auch mit einer schmerzthearpie starten.

ich befürchte, eine op macht bei dieser diagnose in kombi mt der geringen reizschwelle des patienten -leider- keinen sinn.

das aber nur aufgrund meines bauchgefühls. ich bin auf dem gebiet nicht bewandert.
 
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Helenchen

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  • #28
Danke, Martina.

Eine OP würde ich auch nicht als "Heilungschance" ansprechen. Das ist ausgeschlossen leider. Nur als eventuelle Option, falls der Tumor halt jetzt aufgeht und "nerviger" wird für ihn. Wenn er erstmal weg oder wieder klein wäre, würde die Stelle ja vielleicht nicht mehr so stören.
Wenn er aber, wie es die andere Tierärztin angedeutet hat, nach wenigen Wochen schon wieder da ist in voller Größe, bringt das natürlich nichts.

Cortison werde ich auf jeden Fall ansprechen. (Wäre das dann auch Prednisolon?) Und Schmerztherapie kann ja so oder so nicht schaden. Ich meine, er wird ja leider wirklich nicht mehr sehr lange da sein. :( :( :( Da ist es ja eigentlich fast egal, was er nun bekommt, solange es ihn JETZT noch sein Leben genießen lässt. Das alleine zählt.
 
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  • #29
leider sehe ich es genauso wie du. es ist traurig, aber hier geht es einfach darum,das leben lebenswert zu gestalten, so lange es geht.

richtig, das von dir angesprochene medikament ist eine alternative zu cortison, wenn ich das noch richtig im kopf hab.

ich wünsche dir eine gute hand und viel erfolg. und dem tapferschatz gib mal einen kuschler, so er mag ;)
 

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