Habe ich das richtige getan?

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Skogkatt

Skogkatt

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Hallo an alle hier im Forum,

ich wende mich an euch, weil ich gerne wissen möchte ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Auch im Hinblick auf unsere anderen Katzen und Situationen wie diese.

Wir besitzen drei Katzen. Zwei von Ihnen sind Geschwister und 15 Jahre alt. Alle drei sind Norwegische Waldkatzen.

Leider haben wir, meine Frau und ich unser Katze Patty in der letzten Woche gehen lassen müssen. Dies geschah auf Anraten des Tierarztes. Im Nachhinein kommen mir jetzt Selbstzweifel ob die Entscheidung richtig war.

Zur Geschichte: Patty ist unsere 15-jährige Norweger Katze. Bisher war sie bis auf eine Operation vor vier Jahren immer gesund. Bei der letzten jährlichen Untersuchung im Juni 2021 wurden erhöhte Entzündungswerte im Blut festgestellt und es wurde ein Parasitenbefall diagnostiziert welcher durch eine Wurmkur behandelt wurde. Am Donnerstag vor zwei Wochen haben wir dann festgestellt, dass Sie weniger isst, den Unterkiefer zur Seite bewegt und öfters schluckt.

Wir sind davon ausgegangen, dass Sie Probleme mit den Zähnen hat und haben einen Termin beim Tierarzt für Montag gemacht. Am Samstag haben wir eine große Wasserlache beim Katzenbrunnen gefunden, uns jedoch nichts weiter dabei gedacht, da unser Kater manchmal zu gierig trinkt und das Wasser dann erbricht.

Am Montag ging meine Frau dann mit der Katze zum Tierarzt. Als ich die Katze für den Tierarztbesuch in die Transportbox gehoben habe ist mir dabei der pralle Bauch aufgefallen.

Der Tierarztbesuch hat insgesamt drei Stunden gedauert. Resultat war, die Katze hat Flüssigkeit im Bauch und Magen. Auf dem Röntgenbild sah man nicht genug wegen der Flüssigkeit um eine Diagnose abzugeben. Deshalb wurde noch der Bauch mit Ultraschall abgesucht doch auch hier ließ sich nichts genaues erkennen. Jedoch wurde meiner Frau schon unterschwellig mitgeteilt, dass Sie die Katze einschläfern lassen soll da es höchstwahrscheinlich ein Tumor sei. Der TA schlug vor das man noch ein Kontrastmittel verabreichen könne um zu schauen, ob die die Speiseröhre zum Magen hin offen ist, riet jedoch hiervon schon ab. Weiterhin wurde eine Probe der Flüssigkeit genommen, um dies in ein anderes Labor einzuschicken und FIB auszuschließen. Bei einer schnellen Untersuchung dieser Flüssigkeit teilte man meiner Frau mit das es sich wie vermutet um einen Tumor handele.

Zur Sicherheit, hat meine Frau der Katze ein Kochsalz Reservoir in den Rücken legen lassen um eine Dehydrierung zu vermeiden. Die Katze hat an diesem Tag weder gefressen noch getrunken.

Am nächsten Tag, gleiche Praxis andere TÄ. Unsere Patty war schon in einem angeschlagenen Zustand.

Kontrastmittel wurde verabreicht und gleichzeitig mehrere Röntgenaufnahmen gemacht. Ergebnis einen Tumor an der Speiseröhre der diese abdrückt. Die Flüssigkeit und Nahrung in der Speiseröhre könne nur in geringen Mengen abfließen.

Meine erste Frage war, ob man den Tumor entfernen kann. Davon wurde mir abgeraten, weil die Katze zu alt sei und der Tumor an dieser Stelle schlecht operiert werden kann. Die Katze müsste für mehrere Wochen in eine Tierklinik, wenn eine Operation durchgeführt werden kann, würde komplett ausgeschnitten, die Rippen müssten gespreizt werden um an den Tumor zu kommen. Die Heilung wurde sehr schmerzhaft für die Katze sein. Schmerzmedikamente könnten hier nicht gezielt eingesetzt werden. Ebenso kann noch eine Chemotherapie je nach Art des Tumors folgen. Aus der Sicht der TÄ sollte man es dem Tier ersparen.

Erst auf meine Frage hin ob man die Flüssigkeit entfernen kann wurde dies durch die TÄ getan. Da wir an diesem Tag keine Entscheidung treffen wollten, haben wir einen neuen Termin für Donnerstag gemacht. Hier sollte dann geschaut werden wieviel Flüssigkeit sich wieder im Bauch gesammelt hat und ob die Katze gefressen hat. Unsere Hoffnung war, dass durch die abgelassene Flüssigkeit die Speiseröhre mehr durchlässt.

Wir erhielten Metacam für die orale Verabreichung und ein Hormonmittel das die Katze zum fressen anregen soll.

Leider hat sich der Zustand unserer Patty zusehends verschlechtert sodass wir Sie am Mittwochabend schweren Herzens gehen lassen mussten. Nachdem Sie über die Regenbogenbrücke gegangen war floss Ihr eine große Menge an „getrunkenem“ Wasser aus dem Mund das sich noch in Ihrer Speiseröhre befunden hatte.

Waren die Maßnahmen der TÄ richtig?

Im Nachhinein, beim Verarbeiten der Situation sind uns einige Sachen aufgefallen.

Metacam Oral für eine Katze mit einer geschlossenen Speiseröhre? Wieso wurde die Flüssigkeit nicht schon am ersten Tag abgezogen damit die Katze sich wohler fühlt und damit es anständige Röntgenbilder gibt? Wieso wurde am Dienstag bei der Untersuchung kein Kochsalz Reservoir gelegt damit es keine Dehydrierung bis Donnerstag gibt?

Bei einer Universitätsklinik in unserer näheren Umgebung haben wir verschiedene Behandlungsmöglichkeiten gefunden wie z. B. Minimalinvasive Diagnostik des Bauchraumes (Laparoskopie) oder Tumor Entfernung aus allen möglichen Organen.

Hätten wir mehr von Seiten unseres Tierarztes erwarten können, selbst wenn der Tumor nicht operabel gewesen wäre? Vorschläge, Hilfe, Überweisung in eine andere Klinik.

Vielen Dank für Eure Hilfe!
 
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TiKa

TiKa

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Es tut mir unendlich leid, es ist immer furchtbar eine Katze gehen lassen zu müssen,
aber ich denke auch, man ist es einer Katze auch schuldig ihr unnötige Schmerzen und Leid
zu ersparen und im Sinne des Tieres zu entscheiden.

Es gibt fast immer noch Möglichkeiten, dies und jenes zu tun oder zu probieren, aber ich denke man muss auch
akzeptieren, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, eine Katze in Würde gehen zu lassen und nicht
das Leid unnötig zu verlängern.

Ihr habt das Richtige getan, lieben heißt auch loslassen und im richtigen Moment die richtige Entscheidung
zu treffen.

Ich wünsch Euch alles Gute.

Eine Kerze für Patty. 🕯️
 
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basco09

basco09

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Mein Beileid! Das ist jetzt eine schwierige Situation und manchmal hat man auch noch Fragen offen, aber ich denke, ihr habt ihr einen längeren Leidensweg erspart! Lasst die Trauer zu, ich denke viel hin und her überlegen verbessert die Situation nicht unbedingt. Selbst mit OP hätte sie sicher nur noch eine eingeschränkte Lebenserwartung gehabt.
Es ist immer gut, wenn man einen TA hat, dem man vertraut, den man kennt und vielleicht auch noch einen im Hinterkopf für eine Zweitmeinung, aber in so Notfällen kann man halt leider manchmal nicht optimal handeln weil die Zeit fehlt... Fühl Dich mal gedrückt!
 
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Poldi

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Mein Beileid. Eine Kerze für Patty🕯️
 
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Pussy Deluxe

Pussy Deluxe

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Hallo,


die Entscheidung habt ihr richtig getroffen. Speiseröhrenkrebs ist unglaublich schlimm. Die Lebensqualität ist da nicht mehr gegeben, wenn weder Flüssigkeit, noch Nahrung durch kann.
Das Tier hätte gelitten, hättet ihr sie leben lassen. Heilung wäre höchstwahrscheinlich eh nicht möglich gewesen.
Ihr habt eurer Maus viel viel Leid erspart!

Liebe Grüße
 
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GeoMio

GeoMio

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Mein herzliches Beileid zum Verlust eurer Patty.

Aus meiner Sicht...
Ja, ihr habt das Richtige getan. Ich habe vor ein paar Jahren mein Sternchen Nikita plötzlich und unerwartet an einen Kiefertumor verloren. Ich musste ähnlich entscheiden wie ihr und würde das immer wieder so tun.
Im selben Jahr habe ich am gleichen Tag meine Oma und "Schwiegermama" an Krebs verloren. Ich habe die beiden Kämpfen, leiden und mit dem Tod ringen sehen. Ganz ehrlich, ich bin froh, dass wir unseren geliebten Tieren diesen Leidensweg abnehmen können.
Ich wünsche euch viel Kraft in dieser schweren Zeit und denkt daran, sie ist in Liebe von euch gegangen und das hat sie gespürt. 🍀
 
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cakehole

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Willkommen hier im Forum.
Für Patty eine ganz helle Kerze ✨🌈🕯️🌈✨- es tut mir sehr Leid.
 
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Katzenliebhaberin77

Katzenliebhaberin77

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Ich glaube, fast jeder kennt hier diese quälenden Gedanken, die Angst und die Frage, ob man richtig entschieden hat, sie gehen zu lassen oder was man hätte noch alles machen können.Ich habe diese schwere Entscheidung auch gerade hinter mir😢
Wenn du deinem Tierarzt vertraust und er gesagt hat, dass es keine Hoffnung gibt, war es die richtige Entscheidung.
Ich denke, der Tierarzt war sich von Anfang an sicher, dass dieser Weg der einzig richtige Weg im Sinne der Katze ist und hat deswegen nicht mehr großartig rumgedoktert.
Ich wünsche dir, dass du das irgendwann, wenn der Schmerz nicht mehr ganz so schlimm ist, auch so sehen kannst🌹
 
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Skogkatt

Skogkatt

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Vielen Dank an alle die hier etwas geschrieben haben.

Es hat meiner Frau und mir wieder mehr Kraft gegeben.

Leider hatten wir in den letzten 1,5 Jahren Pech mit den Tierärzten. Dies war auch mit ein Grund wieso wir gezweifelt haben. Wir haben den Tierarzt im Juli gewechselt.

Wir waren 12 Jahre in der gleichen Tierklinik mit unseren Katzen und wurden von dem Chef der Tierklinik immer sehr gut betreut. Seitdem der Chef in den Ruhrstand gegangen ist haben die Probleme angefangen. Es gab leider eine Fehldiagnose nach der anderen.

Unserem Kater (Pattys Bruder) wurde 2020 eine anfangende Niereninsuffizienz diagnostiziert. Wir lassen bei unseren Katzen einmal im Jahr vor dem Impfen ein komplettes Blutbild machen. Hier war der Nierenwert im oberen Bereich. Natürlich hatte er keine Niereninsuffizienz wie sich später herausgestellt hat. Der Bluttest hätte nur um einen Marker erweitert werden müssen um ein klares Ergebnis zu bekommen. Er wurde aber über ein Jahr mit Medikamenten behandelt die er nicht gebraucht hat.

Im Anschluss haben wir in März dieses Jahres Blut in Auge festgestellt. Hier konnte man die Ursache nicht finden und ist von einem Unfall ausgegangen. Auf meine Frage, ob das etwas mit dem Blutdruck zu tun haben könnte (Habe ich hier im Forum gelesen) wurde der Augendruck gemessen der jedoch normal war. Als dann im Juni das zweite Auge auch blutrot war hieß es nach der Untersuchung es kommt durch sein Alter.

Auffällig war aber, dass der Kater gegen Gegenstände gelaufen ist. Wir haben dann sofort einen Termin in einer Augenklinik gemacht. Diagnose Netzhautablösung aufgrund von natürlichem Bluthochdruck. Ein Auge bleibt voraussichtlich Blind, auf dem zweiten wird er hoffentlich wieder sehen können. Wie mir die Augenärztin dann bei der Untersuchung sagte hat der Augendruck, der in unsere Tierklinik gemessen wurde nichts mit dem Blutdruck zu tun. Unser Kater bekommt jetzt blutdrucksenke Tabletten und im Oktober steht die nächste Nachkontrolle an.
 
basco09

basco09

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  • #10
Oh weh! Das sind natürlich schlechte Erfahrungen. Habt ihr noch alternative Möglichkeiten an Tierärzten?
 
Skogkatt

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  • #11
Wir sind jetzt seit Juli in der Praxis in der Patty eingeschläfert wurde. Unsere dritte Katze (13 Jahre) sollte diese Woche eine Voruntersuchung zur Zahnsanierung erhalten, jedoch haben wir das erstmal abgesagt. Uns ist das Narkoserisiko zu hoch. Wir müssen uns erst mal umschauen was da noch alles möglich ist.
 
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TiKa

TiKa

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  • #12
Wir sind jetzt seit Juli in der Praxis in der Patty eingeschläfert wurde. Unsere dritte Katze (13 Jahre) sollte diese Woche eine Voruntersuchung zur Zahnsanierung erhalten, jedoch haben wir das erstmal abgesagt. Uns ist das Narkoserisiko zu hoch. Wir müssen uns erst mal umschauen was da noch alles möglich ist.
Oh je, da habt ihr natürlich einiges durchgemacht mit Euren Fellnasen.
Tja Tierarzt ist so ein Thema, da kann ich auch ein Lied von singen, wir haben letztes Jahr auch die Tierklinik, nach 35 Jahren gewechselt, nachdem es dort gravierende Änderungen gab und wir nicht mehr zufrieden waren. :sad:

Eine Zahnsanierung bei unseren Buben, beide ca. 12 Jahre alt, haben wir bei unserem Timmy im April hinter uns gebracht
und unser Karlie hat sie noch vor sich, vermutlich im Oktober.
Das verursacht uns auch immer Aufregung und Magenschmerzen, bis alles überstanden ist. :eek:
 
Silke &

Silke &

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14. August 2021
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17
  • #13
Hallo an alle hier im Forum,

ich wende mich an euch, weil ich gerne wissen möchte ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Auch im Hinblick auf unsere anderen Katzen und Situationen wie diese.

Wir besitzen drei Katzen. Zwei von Ihnen sind Geschwister und 15 Jahre alt. Alle drei sind Norwegische Waldkatzen.

Leider haben wir, meine Frau und ich unser Katze Patty in der letzten Woche gehen lassen müssen. Dies geschah auf Anraten des Tierarztes. Im Nachhinein kommen mir jetzt Selbstzweifel ob die Entscheidung richtig war.

Zur Geschichte: Patty ist unsere 15-jährige Norweger Katze. Bisher war sie bis auf eine Operation vor vier Jahren immer gesund. Bei der letzten jährlichen Untersuchung im Juni 2021 wurden erhöhte Entzündungswerte im Blut festgestellt und es wurde ein Parasitenbefall diagnostiziert welcher durch eine Wurmkur behandelt wurde. Am Donnerstag vor zwei Wochen haben wir dann festgestellt, dass Sie weniger isst, den Unterkiefer zur Seite bewegt und öfters schluckt.

Wir sind davon ausgegangen, dass Sie Probleme mit den Zähnen hat und haben einen Termin beim Tierarzt für Montag gemacht. Am Samstag haben wir eine große Wasserlache beim Katzenbrunnen gefunden, uns jedoch nichts weiter dabei gedacht, da unser Kater manchmal zu gierig trinkt und das Wasser dann erbricht.

Am Montag ging meine Frau dann mit der Katze zum Tierarzt. Als ich die Katze für den Tierarztbesuch in die Transportbox gehoben habe ist mir dabei der pralle Bauch aufgefallen.

Der Tierarztbesuch hat insgesamt drei Stunden gedauert. Resultat war, die Katze hat Flüssigkeit im Bauch und Magen. Auf dem Röntgenbild sah man nicht genug wegen der Flüssigkeit um eine Diagnose abzugeben. Deshalb wurde noch der Bauch mit Ultraschall abgesucht doch auch hier ließ sich nichts genaues erkennen. Jedoch wurde meiner Frau schon unterschwellig mitgeteilt, dass Sie die Katze einschläfern lassen soll da es höchstwahrscheinlich ein Tumor sei. Der TA schlug vor das man noch ein Kontrastmittel verabreichen könne um zu schauen, ob die die Speiseröhre zum Magen hin offen ist, riet jedoch hiervon schon ab. Weiterhin wurde eine Probe der Flüssigkeit genommen, um dies in ein anderes Labor einzuschicken und FIB auszuschließen. Bei einer schnellen Untersuchung dieser Flüssigkeit teilte man meiner Frau mit das es sich wie vermutet um einen Tumor handele.

Zur Sicherheit, hat meine Frau der Katze ein Kochsalz Reservoir in den Rücken legen lassen um eine Dehydrierung zu vermeiden. Die Katze hat an diesem Tag weder gefressen noch getrunken.

Am nächsten Tag, gleiche Praxis andere TÄ. Unsere Patty war schon in einem angeschlagenen Zustand.

Kontrastmittel wurde verabreicht und gleichzeitig mehrere Röntgenaufnahmen gemacht. Ergebnis einen Tumor an der Speiseröhre der diese abdrückt. Die Flüssigkeit und Nahrung in der Speiseröhre könne nur in geringen Mengen abfließen.

Meine erste Frage war, ob man den Tumor entfernen kann. Davon wurde mir abgeraten, weil die Katze zu alt sei und der Tumor an dieser Stelle schlecht operiert werden kann. Die Katze müsste für mehrere Wochen in eine Tierklinik, wenn eine Operation durchgeführt werden kann, würde komplett ausgeschnitten, die Rippen müssten gespreizt werden um an den Tumor zu kommen. Die Heilung wurde sehr schmerzhaft für die Katze sein. Schmerzmedikamente könnten hier nicht gezielt eingesetzt werden. Ebenso kann noch eine Chemotherapie je nach Art des Tumors folgen. Aus der Sicht der TÄ sollte man es dem Tier ersparen.

Erst auf meine Frage hin ob man die Flüssigkeit entfernen kann wurde dies durch die TÄ getan. Da wir an diesem Tag keine Entscheidung treffen wollten, haben wir einen neuen Termin für Donnerstag gemacht. Hier sollte dann geschaut werden wieviel Flüssigkeit sich wieder im Bauch gesammelt hat und ob die Katze gefressen hat. Unsere Hoffnung war, dass durch die abgelassene Flüssigkeit die Speiseröhre mehr durchlässt.

Wir erhielten Metacam für die orale Verabreichung und ein Hormonmittel das die Katze zum fressen anregen soll.

Leider hat sich der Zustand unserer Patty zusehends verschlechtert sodass wir Sie am Mittwochabend schweren Herzens gehen lassen mussten. Nachdem Sie über die Regenbogenbrücke gegangen war floss Ihr eine große Menge an „getrunkenem“ Wasser aus dem Mund das sich noch in Ihrer Speiseröhre befunden hatte.

Waren die Maßnahmen der TÄ richtig?

Im Nachhinein, beim Verarbeiten der Situation sind uns einige Sachen aufgefallen.

Metacam Oral für eine Katze mit einer geschlossenen Speiseröhre? Wieso wurde die Flüssigkeit nicht schon am ersten Tag abgezogen damit die Katze sich wohler fühlt und damit es anständige Röntgenbilder gibt? Wieso wurde am Dienstag bei der Untersuchung kein Kochsalz Reservoir gelegt damit es keine Dehydrierung bis Donnerstag gibt?

Bei einer Universitätsklinik in unserer näheren Umgebung haben wir verschiedene Behandlungsmöglichkeiten gefunden wie z. B. Minimalinvasive Diagnostik des Bauchraumes (Laparoskopie) oder Tumor Entfernung aus allen möglichen Organen.

Hätten wir mehr von Seiten unseres Tierarztes erwarten können, selbst wenn der Tumor nicht operabel gewesen wäre? Vorschläge, Hilfe, Überweisung in eine andere Klinik.

Vielen Dank für Eure Hilfe!
Euer Verlust tut mir unendlich leid, aber ich denke, dass ihr richtig entschieden habt. Eure Tierärztin hat euch ja die Möglichkeit einer OP in der Klinik aufgezeigt, mit allen Konsequenzen. Und ganz ehrlich, ich hätte meinem Tier das auch erspart und den Ärzten in der kleinen Praxis vertraut. Eure Entscheidung war bestimmt nicht leicht, aber aus meiner Sicht richtig.
 
Angellike

Angellike

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9. Januar 2018
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1.376
  • #14
Mein herzliches Beileid zum Verlust eurer Patty.

Aus meiner Sicht...
Ja, ihr habt das Richtige getan. Ich habe vor ein paar Jahren mein Sternchen Nikita plötzlich und unerwartet an einen Kiefertumor verloren. Ich musste ähnlich entscheiden wie ihr und würde das immer wieder so tun.
Im selben Jahr habe ich am gleichen Tag meine Oma und "Schwiegermama" an Krebs verloren. Ich habe die beiden Kämpfen, leiden und mit dem Tod ringen sehen. Ganz ehrlich, ich bin froh, dass wir unseren geliebten Tieren diesen Leidensweg abnehmen können.
Ich wünsche euch viel Kraft in dieser schweren Zeit und denkt daran, sie ist in Liebe von euch gegangen und das hat sie gespürt. 🍀
Da möchte ich mich anschließen. Auch ich sass viele Stunden, viele Nächte am Bett meiner Mutter und sah ihr beim Sterben zu. Hörte ihren schweren Atem, das Rasseln. Mit Gesten und Blicken bat sie uns und das Pflegepersonal mehrfach, sie gehen zu lassen. Es tat so weh und ich hätte ihr diesen Wunsch gern erfüllt.

Ich habe eine Patientenverfügung hinterlegt. Meine Jungs wissen Bescheid.

Wenn einer meiner Fellies mal schwer erkranken sollte und die Prognose so schlecht ist, dann werde ich es gehen lassen. Das bin ich ihnen schuldig.
 
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