Anfänger fühlt sich überfordert

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Sabrima

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  • #21
Ich habe den Verdacht hier ist der Eindruck entstande, mein Therapeut habe mir die Katzen quasi als Antidepressivum empfohlen. Nein, das ist bei einigen völlig falsch rübergekommen. Ich wollte schon immer Tiere. Das kam bei dem Therapeuten natürlich auch zur Sprache, er hat aber von sich aus nicht viel dazu gesagt. Erst als ich von mir aus anfing, konkreter nach einer "passenden" Tierart zu suchen, habe ich ihn gefragt, ob er glaubt, dass ich stabil genug bin. Katzen wären - wenn ich losträumen dürfte - nicht meine erste Wahl (davor kämen noch Hunde), aber die zweite. Hunde habe ich ausgeschlossen, bei Katzen habe ich gegen meine vorherige Annahme herausgefunden, dass das mit zweien auch dann geht, wenn man voll berufstätig ist. Ich war auch in der Klinik, arbeite jetzt aber seit 18 Monaten wieder normal und bewältige meinen Alltag problemlos. Probleme mit Streß hatte ich auch schon bevor ich krank war. Es war aber immer so, dass ich mich über vergleichsweise Kleinigkeiten sehr aufgeregt habe, im Ernstfall aber relativ schnell und richtig reagiert habe. Trotzdem hatte ich meine Bedenken, weil ich mich selbst im Moment so schlecht einschätzen kann. Was neu ist, ist diese Angst vor Überforderung, die jetzt auch wieder zuschlägt. Aber vermutlich hatte ich gestern nur wieder einen dieser rabenschwarzen Tage, die gelegentlich vorkommen, auch wenn es mir insgesamt wieder gut geht. Meinen Therapeuten sehe ich nur alle 14 Tage, der bekommt diese "Krise" dann erst am Dienstag mitgeteilt und wird mich sicher auch wieder aufbauen.

Natürlich freue ich mich riesig, dass mit den beiden alles so super läuft. Vorher hatte ich mit mehr Ärger gerechnet und hätte das auch in Kauf genommen: Zerstörte Möbel oder Regalinhalte, laute Nächte, Unsauberkeit - für alles hatte ich mich gewappnet. Und war in den ersten Wochen nur am Grinsen, weil alles so unglaublich gut lief.

Wie ich das mit dem Hausflur geregelt kriege, habe ich ja jetzt schon Ratschläge bekommen. Das mit dem Fummelbrett hört sich gut an. Kann mir da einer eins empfehlen? (Das fehlt noch in meiner Sammlung)

Die einzige Tür, die die beiden regelrecht belagern, ist die Küchentür. Und da bin ich selber schuld dran, da sie ja gesehen haben, wie ich mit dem Futter da raus komme. Und fressen könnten sie immer. Ihnen da eine richtige Sättigung anzugewöhnen wäre toll. Ich bin da aber im Moment verunsichert. Ihnen so viel zu geben, dass sie kotzen, erscheint mir brachial. Einfach nur ein bisschen mehr zu fütter, als sie brauchen, damit sie sehen, dass genug da ist, kommt mir weniger dramatisch vor. Liege ich da so falsch?

Ob sie nun raus müsssen oder nicht, macht mir aber schon Gedanken. So richtig habe ich mich an den Gedanken an Freigänger noch nicht gewöhnt. Nachts wäre mir die Straßen auch zu gefährlich. Tagsüber ist sie ja laut genug, dass die Katzen sich fernhalten werden. Aber nachts fahren ja nicht viele Autos mit 40 da lang, sondern einzelne und dann auch mal mit 50 oder 60. Also bietet sich die Variante mit dem raus- und reinlassen an. Die ersten 6 Wochen sollten sie laut Tierheim sowieso nicht raus, wäre also frühstens in zwei Wochen auf dem Plan. Aber dann muss ich mich - mehr als jetzt - mit Ungeziefer auseinandersetzen. Kriege erst recht schlaflose Nächte, wenn sie mal abends nicht an der Haustür erscheinen. Bringen sie mir bei schlechtem Wetter Dreck mit rein. Und tote Tiere, wenn ich sie nicht irgendwie dazu kriege, die schon vor der Haustür abzulegen. Müsste ich täglich zur gleichen Zeit vor der Tür stehen, um sie reinzulassen, oder könnte man ihnen auch zwei Zeiten antrainieren? Eine feste Zeit wäre schwieriger als zunächst gedacht, weil ich an manchen Tagen erst um 18:15 heim komme, an andern aber schon um 18:20 wieder los muss. Und wenn wir spontan nach der Arbeit mit Kollegen noch einen Trinken gehen, könnte ich dann auch nicht mehr mit. Habe ich noch etwas vergessen? Natürlich, die große Angst, wenn einer von ihnen tagelang nicht nach Hause kommt. Ist er tor, irgendwo eingesperrt?

Nachdem ich geschrieben habe, dass der Kater sich nicht mehr so viel kratzt, hat er es eben demonstrativ 3 Mal getan. Mit dem Flohkamm habe ich nur sie absuchen können, da er nicht stillgehalten hat. Aber wenn, hätten sie doch beide welche, oder? Sie kleben doch ständig aneinander.

Sagte ich schon, wie süß die beiden sind, wenn sie schlafen? Im Moment liegt die Katze (Benita) im Kratzbaum, der Kater (Pepe) auf dem Wohnzimmerteppich darunter, während ich direkt daneben auf dem Sofa sitze. Anfangs hat Pepe nur unter dem Sofa geschlafen, so ängstlich war er. Aber das hat sich schnell gelegt. Vor dem Staubsauger hat er allerdings noch immer riesige Angst. Deshalb will ich ihn auch eigentlich nicht mit noch mehr Geräuschen erschrecken. Mit Leckerlis vom Hausflur abhalten, ist da sicher ein viel besserer Plan.
 
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Sabrima

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  • #22
Sorry für den Doppelpost, aber ich wollte mich noch bei Revolverfrau für Ihren Beitrag bedanken. Ich glaube, da gibt es einige Parallelen. Beruhigend zu hören, dass es bei Dir trotz der größeren Menge an Sorgen, die du dir machst, anscheinend alles gut läuft.
 
Revolverfrau

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  • #23
Jetzt möchte ich aber auch Fotos von den Süßen sehen ;)
 
tiha

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  • #24
Ich schließe mich Catma an ... lass die Küchentüre auf. Je mehr Regeln, umso mehr Stress. Je weniger, umso weniger. Und vor allem: je geheimnisvoller und verbotener, umso interessanter ... ;)

Ja, ich hab's gelesen, kleine Küche etc., aber das lässt sich trotzdem regeln. Auf den Herd gibts schöne gläserne Abdeckplatten, dann kann nichts passieren, für Schränke gibts Sicherungen für Kinder, die bekommen auch Katzen nicht auf, die allermeisten Lebensmittel interessieren Katzen eh nicht, die, die interessant sind, gehören meist sowieso in den Kühlschrank. Messer kann man in die Schublade packen etc.

Wenn dein Kopf ja dazu sagt, wirst du auch ganz leicht Lösungen dafür finden. Aber solange du dir immer wieder selber erklärst, dass das alles nicht geht, geht's natürlich auch nicht ;)
 
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Catma

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  • #25
Das mit dem Fummelbrett hört sich gut an. Kann mir da einer eins empfehlen? (Das fehlt noch in meiner Sammlung)
Fummelbretter gibt es in unendlich vielen Varianten, von selbst zusammengeklebten Klorollen bis teuer durchdesignt für Profifummler. Bastle oder kauf anfangs wirklich nur ganz simple Varianten, so dass sie schnelle Erfolgserlebnisse haben. ZB einfach in eine leere Schaumkusspackung ein paar Leckerli füllen, du siehst dann ja, ob sie Spaß daran haben und eine kompliziertere Variante lohnt.
Nachts wäre mir die Straßen auch zu gefährlich. Tagsüber ist sie ja laut genug, dass die Katzen sich fernhalten werden.
Nicht unbedingt. Manche Katzen schreckt der Lärm ab, andere nicht, das Problem ist, dass man vorher nicht wissen kann, wie sich die jeweilige Katze verhalten wird.
Aber nachts fahren ja nicht viele Autos mit 40 da lang, sondern einzelne und dann auch mal mit 50 oder 60. Also bietet sich die Variante mit dem raus- und reinlassen an.
Auch hier kann man nicht vorhersagen, wie eine Katze sich verhalten wird. Sie können Auto-Geschwindigkeit nicht wirklich abschätzen - manche Katzen halten sich dann von dem "Unbekannten" fern, andere laufen auf die Straße, unabhängig davon, mit welchem Tempo sich ein Auto nähert und in welchen Abständen sie kommen.

Ebenso Zeiten antraineren, du weißt vorher nicht, ob es funktioniert. Manche Katzen lassen sich sehr gut auf bestimmte Zeiten konditionieren, die meisten richten sich nach einem bestimmten Tagesablauf, manche gehen ohne Plan rein und raus. Für manche ist es kein Problem, wenn sie zu bestimmten Zeiten nunmal nicht rein oder raus können, andere akzeptieren es nicht. Manche werden zu Hardcore-freigängern, andere gehen nur mal ab und zu raus, alll das kannst du vorher nicht so planen...

Deine Gegend so wie du sie beschreibst ist in meinen Augen ohnehin nicht fregängertauglich, ich würde die Katzen nicht so einem Risiko bewusst aussetzen. Aber was nun freigängertauglich ist und was nicht, darüber streiten sich die Geister.

Ja, man sagt "einmal Freigang, immer Freigang", aber so wie ich es verstanden habe, hatten sie kein Zuhause mit Freigang, sondern waren Streuner, von daher könnte es schon so sein, wie es das TH vermutet, dass sie evtl gar nicht mehr raus wollen. Zumal sie im Moment ja gar nicht rausdrängen.
Sagte ich schon, wie süß die beiden sind, wenn sie schlafen? Im Moment liegt die Katze (Benita) im Kratzbaum, der Kater (Pepe) auf dem Wohnzimmerteppich darunter, während ich direkt daneben auf dem Sofa sitze. Anfangs hat Pepe nur unter dem Sofa geschlafen, so ängstlich war er. Aber das hat sich schnell gelegt. Vor dem Staubsauger hat er allerdings noch immer riesige Angst.
Wir wollen Fotos sehen :D :)

Staubsauger ist aber für die meisten Katzen einfach nur ein überflüssiges Horrorgerät. Wenn Pepe sich einfach an einen sicheren Ort verzieht und recht gelassen abwartet, ist alles im Rahmen. Wenn er aber panisch wegflitzt und im Versteck ängstlich kauert, hat er Panik. Dann versuch es mal so, dass du jedesmal, bevor du den Sauger hervorholst, ihn vorwarnst. Nur einmal einen bestimmten Satz mit immer gleichem Wortlaut. Er wird dann immer noch panisch weglaufen, aber mit der Zeit wird er diese Worte verstehen und sich gelassener zurückziehen. Hier hat es gut funktioniert.
 
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Sabrima

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  • #26
Jetzt möchte ich aber auch Fotos von den Süßen sehen

Mache ich das jetzt richtig als Anhang? im Web habe ich sie nicht, so dass ich sie verlinken könnte.
 

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Sabrima

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  • #27
Pepe hat panische Angst vor dem Staubsauger. Wenn ich ihn anmache verkriecht er sich im "Katzenzimmer" unterm Sofa. Und da kriege ich ihn schwer weg. Was ja sein muss, da ich in dem Zimmer ja auch saugen muss und das nicht direkt vor seiner Nase tun will, während er da zitternd kauert. Also rüttel ich mit der Leckerli-Tüte und warte und warte. Und wenn er dann endlich hervorkommt, traut er sich nur Stück für Stück heran. Und wenn der Staubsauger dann noch auf dem Flur steht, geht er an dem Höllengerät nicht vorbei. Da nutzen auch keine Leckerlis. Also muss ich den Staubsauger erst wieder in einem anderen Zimmer deponieren und den Kater dann mit viel Geduld ins Schlafzimmer locken (da kann er unters Bett, was fast so sicher ist wie unterm Sofa - unter das Wohnzimmer-Sofa passt er nicht). Benita verlässt einfach das Zimmer, wenn ich mit dem Staubsauger komme und legt sich in einem anderen Zimmer wieder irgendwo gemütlich hin.

Aber Pepe wird ja auch von Tag zu Tag mutiger. Vorhin hat er mich sogar beim Fönen (auch so ein häßliches Geräusch) minutenlang beobachtet, bevor er gegangen ist. Ich hoffe also, dass er irgendwann begreift, dass ihm der Staubsauger nichts tut.
 
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Starfairy

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  • #28
Den Staubsauger mögen meine auch nicht. Überhaupt nicht. Laute Küchengeräte oder der Föhn sind bei weitem nicht so schlimm. Vielleicht weil die nicht durch die Wohnung "wandern", solange sie Radau machen?

Aber das mit dem bisschen mehr geben als sie brauchen funktioniert nicht. Woher willst du wissen, wieviel sie gerade brauchen? Vergiss die Empfehlungen, die sind oft sowas von daneben. Und können logischerweise niemals für jede Katze passen.
Wenn du keinen Futterterror willst, ist die einzige Möglichkeit, ihnen Gelegenheit zu geben, zu lernen, das immer Futter im Überfluß vorhanden ist und man sich keinerlei Sorgen darum machen muß.
Erst draußen, dann im Tierheim, da haben sie noch nie Gelegenheit gehabt, sowas kennenzulernen. Da kann das schon eine Weile dauern, und ja, die Katzen nehmen in der Zeit wohl auch zu. Aber das gibt sich dann wieder, und dann mußt du aufpassen, das sie nicht mäklig werden.:D
Und, es gibt z.B. Katzen, die morgens den Hauptteil von ihrem Futter fressen und später nur noch wenig. Oder auch genau umgekehrt. Sowas kannst du auch nur rausfinden, wenn sie es dir zeigen können und nicht mit rationiertem Futter.

Hungrige Katzen gehen an den Müll, klauen jedes Essen, sind unausgeglichen und nervig. Wie hungrige Menschen halt auch. Alles Sachen, die du nicht haben willst. Und ganz ehrlich, möchtest du dein Essen immer genau abgewogen/abgezählt vorgesetzt bekommen, weil nun mal irgendjemand auf die Packung geschrieben hat, das die oder jene Menge optimal für dich ist?
 
cindy55

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  • #30
Mach Dir nicht zu viele Gedanken. Es geht jedem so, wenn er die ersten Katzen hat. Man überlegt, was macht man wenn das und das wäre und vergisst dass es dann im Praktischen Leben ganz anders und manchmal ganz unspektakulär abläuft.
Ich hatte ja auch zwei EKHs und die sind auch mal entwischt, haben sich nicht so verhalten wie sie sollten. Sie waren eben jung und lebhaft.

Die drei Katerchen sind entgegen meiner Annahme erst mal in jungen Jahren auch einiges anzustellen, super lieb und ruhig und haben vom ersten Tag an durchgeschlafen.
Ich will damit sagen, man passt sich und die Katzen passen sich an- an den Tagesablauf, an die Rituale usw.

Alle Tierbesitzer machen sich gedanken, aber natürlich nicht jeder gleich. Es gibt die, die total locker an die sache rangehen und die anderen. Es ist wie immer im Leben, alles hat Vor- und Nachteile. Oft sind die Leute, die sich mehr Gedanken machen, verantwortungsbewusster, manchmal aber auch überängstlich. Seh deine Art nicht unbedingt als schlecht an. Es ist gut, nachzudenken. Deine Katzen leben schon so gut mit, ohne Schwierigkeiten, was für ein subjektives Wohlgefühl spricht und somit für das Zuhause, das du bietest und somit für Dich. Die paar kleinen Dinge lassen sich regeln. Wie schon erwähnt, kann man die Katzen ablenken usw.

Es ist immer so, man muss sich einfach manchmal Tricks einfallen lassen um das zu erreichen, was man möchte.
Katzen möchten nur über positive Verstärkung lernen und das machst Du. Vielleicht clickerst du noch. Dann entwickelt sich eine noch bessere Bindung zwischen Euch.

Aber denke dir nichts. Am Anfang gibt es immer mal eine Situation, die nicht optimal läuft. Wenn ich da nachdenke, was ich bei meinen Sternchen auch mal nicht optimal gemacht habe und sie eben aus dem Haus gelaufen sind. Das waren Wohnungskatzen. Ich lerne auch mich und das Katzenleben bzw. deren Bedürfnisse zu optimieren. D. h. sie bekommen das was sie brauchen auf eine Art, die ich bieten kann.

Wir müssen alle nicht perfekt sein. Die Katze nimmt es nicht übel, wenn es nicht perfekt ist. Aber wenn sie Liebe bekommt, ist sie glücklich. Und ich glaube das bei Dir. Und Deine Erkrankung hilft dir vielleicht, ein anderes Lebewesen viel besser zu verstehen und die Bedürfnisse zu erkennen.
 
Jessica.

Jessica.

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  • #31
Pepe hat panische Angst vor dem Staubsauger. Wenn ich ihn anmache verkriecht er sich im "Katzenzimmer" unterm Sofa. Und da kriege ich ihn schwer weg. Was ja sein muss, da ich in dem Zimmer ja auch saugen muss und das nicht direkt vor seiner Nase tun will, während er da zitternd kauert. Also rüttel ich mit der Leckerli-Tüte und warte und warte. Und wenn er dann endlich hervorkommt, traut er sich nur Stück für Stück heran. Und wenn der Staubsauger dann noch auf dem Flur steht, geht er an dem Höllengerät nicht vorbei. Da nutzen auch keine Leckerlis. Also muss ich den Staubsauger erst wieder in einem anderen Zimmer deponieren und den Kater dann mit viel Geduld ins Schlafzimmer locken (da kann er unters Bett, was fast so sicher ist wie unterm Sofa - unter das Wohnzimmer-Sofa passt er nicht). Benita verlässt einfach das Zimmer, wenn ich mit dem Staubsauger komme und legt sich in einem anderen Zimmer wieder irgendwo gemütlich hin.

Aber Pepe wird ja auch von Tag zu Tag mutiger. Vorhin hat er mich sogar beim Fönen (auch so ein häßliches Geräusch) minutenlang beobachtet, bevor er gegangen ist. Ich hoffe also, dass er irgendwann begreift, dass ihm der Staubsauger nichts tut.
Ich würde den Kater jetzt nicht versuchen mit Leckerchen da hervor zu locken oder ihn in ein anderes Zimmer deponieren.
Den Katzenraum kannst du auch später wenn der Kater sich wieder beruhigt hat oder er freiwillig in einen anderen Raum geht,,staubsaugen.

Du hast die beiden jetzt erst 4 Wochen. Ich glaube das kann man in diesen Thread hier nur öfters wiederholen.

Leider musst du da etwas Geduld aufbringen.Einige Katzen haben sich in kurzer Zeit an die Geräusche gewöhnt,und andere Katzen brauchen da etwas länger.
Wir haben die Angst vor Haushaltsgeräten und Türklingel einfach ignoriert .Irgendwann lernen die Katzen schon das da keine Gefahr für sie besteht.
Selbst wenn der Kater immer vor den Staubsauger Angst hat und sich unter den Sofa versteckt bis es wieder ruhig ist,kannst du da auch nichts machen.
Außer es so akzeptieren,wie es ist.


Ich hatte vorletztes Jahr eine schwere Depression und mein Therapeut hat mich darin bestärkt, als ich ihm vorschwärmte, dass ich endlich mit Tieren zusammenleben möchte, weil ich Tiere so liebe. Dass es Katzen geworden sind, war da noch gar nicht klar. Aber ich dachte, ich kriege das vom Aufwand her hin und habe jemanden zum Kuscheln.

Ach so,da waren jetzt Katzen die zweite Wahl.Vermutlich weil es zeitlich und beruflich mit der ersten Auswahl einen Hund nicht klappen würde.
Und etwas zum Kuscheln braucht man sowie so.

Ich wünsch dir und den beiden Katzen das das auf Dauer die richtige Entscheidung war und ist.

Ich wollte schon immer Tiere. Das kam bei dem Therapeuten natürlich auch zur Sprache, er hat aber von sich aus nicht viel dazu gesagt. Erst als ich von mir aus anfing, konkreter nach einer "passenden" Tierart zu suchen, habe ich ihn gefragt, ob er glaubt, dass ich stabil genug bin. Katzen wären - wenn ich losträumen dürfte - nicht meine erste Wahl (davor kämen noch Hunde), aber die zweite. Hunde habe ich ausgeschlossen, bei Katzen habe ich gegen meine vorherige Annahme herausgefunden, dass das mit zweien auch dann geht, wenn man voll berufstätig ist.

Nachdem ich geschrieben habe, dass der Kater sich nicht mehr so viel kratzt, hat er es eben demonstrativ 3 Mal getan. Mit dem Flohkamm habe ich nur sie absuchen können, da er nicht stillgehalten hat. Aber wenn, hätten sie doch beide welche, oder? Sie kleben doch ständig aneinander.

Bitte nicht so übertreiben mit den Leckerchen.
Das kann übrigens auch zu einer Unverträglichkeit und Juckreiz führen.(Inhaltsstoffe).
Gib ihnen lieber mehr Nassfutter mehrmals am Tag so das immer ein Rest übrig bleibt.
Natürlich kann da hinter den auch andere Ursachen dahinterstecken.
Ein weiteres eher kleineres Problem ist, dass mich die Katze häufig kratzt. Wenn es Leckerlis gibt oder ich nach etwas in ihrem Radius greife, greift sie mit der Pfote nach mir und hat dann leider immer die Krallen ausgefahren. Gibt es da irgendeine Idee, wie ich sie dazu bringe, die Krallen auch mal drin zu lassen? Im Moment weiche ich ihr eben aus, aber ich fände es ja nett, dass sie nach mir greift, wenn sie das ohne Krallen täte.

Das die Katze bei der Leckerchen -Gabe kratzt ,kann auch bedeuten das sie großen Hunger hat,oder sie schon gierig nach den Zeug ist.
Gibst du das Leckerchen in der Hand oder wirft du ihr das zu ?
Wenn du in ihren Radius greifst,kann sie das verunsichern oder die Katze meint,du wolltest nach ihr greifen.
Vielleicht tut sie das auch als Spielaufforderung auffassen,wenn du mit der Hand in ihren Radius greifst.
 
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Lila1984

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  • #32
Bezaubernd sind die zwei. Eine wirklich ganz entzückendes Foto :pink-heart:

Meine zwei interessiert der Sauger zwar nicht sonderlich, aber trotzdem eine Idee zum Thema saugen: Wieso lockst du ihn nicht erst mit Leckerli in irgendein Zimmer, was nicht das Katzen-Zimmer ist? Dann die Tür zum Katzen-Zimmer schließen, Staubsauger holen und möglichst, während er noch mit den Leckerli beschäftigt ist, ins Katzen-Zimmer tragen, Türe wieder zu und drinnen saugen. Danach dann sind die anderen Räume dran und er kann ins Katzen-Zimmer flüchten, ohne dass du ihn unterm Sofa und am Staubsauger vorbei locken oder gar saugen musst, wenn er noch drin ist.
 
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Sabrima

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  • #33
Das die Katze bei der Leckerchen -Gabe kratzt ,kann auch bedeuten das sie großen Hunger hat,oder sie schon gierig nach den Zeug ist.
Sie sind immer hungrig / gierig auf etwas Fressbares. Ich füttere jetzt schon deutlich mehr. Sollen sie ruhig dick werden. Wenn sie immer hungrig sind, tun sie mir so leid.
Wenn du in ihren Radius greifst,kann sie das verunsichern oder die Katze meint,du wolltest nach ihr greifen.
Angst hat sie sicher nicht. Pepe ist der kleine Feigling, Benita stürzt sich auf jeden neuen Besucher.
Vielleicht tut sie das auch als Spielaufforderung auffassen,wenn du mit der Hand in ihren Radius greifst.
Das kommt auch in vielen Fällen hin. Nur warum muss sie dabei die Krallen ausgefahren haben? Mit ihrem Kater-Kumpel leistet sie sich die wildesten Gefechte. Da wird gebissen und gekratzt und man rollt wild über den Boden, wobei man auch schon mal gegen Wände knallt. Aber schön wäre es halt, wenn sie mit mir sanfter umgehen würde. Mir tun die Krallen doch weh!

Beim Staubsaugen hatte ich auch schon überlegt im katzenzimmer anzufangen. Allerdings befürchte ich, dass sich Pepe dann unters Bett verzieht und von dort nicht mehr hervorkommt. Werde ich wohl in zwei Etappen saugen müssen. Und es schaffen, das gefährliche Monster Staubsauger ins Katzenzimmer zu kriegen, ohne dass sich der Kater schon beim Anblick des Ungetüms unters Sofa verzieht.

Noch mal eine ganz ander Frage. Bei dem Dosenfutter steht ja immer bei, man soll angebrochene Dosen im Kühlschrank aufbewahren und bei Zimmertemperatur füttern. Normalerweiser gehe ich so vor, dass ich die Dosen 1/2 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehme. Was mache ich aber, wenn ich mal nachmittags später nach Hause komme oder am Wochenende viel zu lange im Bett geblieben bin? Dann will ich die beiden Süßen doch nicht noch eine halbe Stunde auf ihr Futter warten lassen. Kann ich dann auch ausnahmsweise kühlschrankkalt füttern? Oder muß ich dann eben eine neue Dose aufmachen?
 
Jessica.

Jessica.

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  • #34
Wenn du es schaffst das die beiden hochwertiges Nassfutter zu sich nehmen,werden sie schon nicht dick sondern satt.
Immer so füttern das ein Rest übrig bleibt.
Du kannst auch mal rohes Fleisch(kein Schweinefleisch )oder gekochtes Fleisch für die beiden ausprobieren.

Von zu vielen Leckerchen oder Trockenfutter können einige Katzen dick werden.
Dazu kommt noch das die Katzen zum Schluss das ganze Nassfutter verschmähen und nur noch Trockenfutter (wo man vorher als Leckerchen gefüttert hatte) und Leckerchen haben möchten.

Entweder du traust dich und schiebst die Katze etwas zur Seite,wenn du da zum Beispiel unbedingt einen Kugelschreiber brauchst,in ihren Radius.
Oder du sagst dann wenn sie dich wieder gekratzt hat etwas lauter "Nein-Aua,Aua".So das die Katze begreift ,das sie dir weh-tut.

Mit den Händen nicht spielen,sondern nur mit Angeln.
Aber das weißt du ja schon.

Sag mal die beiden haben tatsächlich die Spielschiene auseinandergelegt?
Wir haben die ohne Leuchtball schon ein paar Jahre und die ist noch ganz.
Da müssen die beiden aber schon sehr an der Spielschiene herumgefummelt haben.

Edit:
Wir nehmen etwas warmes Wasser wenn wir eine Dose im Kühlschrank hatten und mischen das darunter.
Aber hier wird sowieso nur die kleinen Beutel und Dosen verspeist.
 
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tiha

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  • #35
Stell einfach morgen bevor du gehst noch einen vollen Teller hin, so ist abends wenn du Nachhause kommst der Hunger noch nicht vorhanden und du kannst in Ruhe alles vorbereiten.
 
Tempezzt

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  • #36
Aber schön wäre es halt, wenn sie mit mir sanfter umgehen würde. Mir tun die Krallen doch weh!

Aber das weiß er doch noch nicht. Im Moment spielt er mit Dir wie mit einer Katze, und die können das ab bzw. können sich ebenbürtig revanchieren.

Ich würde dir raten, die Hand niemals als Spielzeug zu benutzen. Wenn er dich krallt, dann die Hand entziehen und bestimmt "nein" sagen. Dauert ne Weile, aber er wird merken, dass du nicht mehr mit ihm spielen magst, wenn er grob ist. Auch hilft es ihm leicht auf die Pfoten zu tippen (nicht hauen!) und ihm zu zeigen worum es geht. Wenn sie früher Streuner waren sind sie leider etwas wilder und ...ja...ungezogen. :)
Ich habe auch immer laut "Aua" gesagt und ihn wegehoben, wenn er die Krallen draussen hatte. Nero mag immer noch ab und an mit meiner Hand spielen, aber nur mehr mit "ohne Krallen".

Auch was das füttern angeht: Das braucht ne Weile, bis sie verstehen "Aha, da kommt immer wieder Nachschub, ich brauche nicht mehr gierig sein und alles gleich wegfressen". Bei meinem ehemaligen Streuner Nero hat es ungefähr zwei Monate gedauert, bis er mal was stehen ließ bzw. mit langen Zähnen genascht hat, weil es dem Herren nicht so geschmeckt hat.

Bis dahin hat er alles verputzt was er nur zwischen die Kiemen bekam, mich sogar in dem Arm gebissen, weil es nicht schnell genug gehen konnte. Heute wird gesnackt wie bei den zwei anderen, die nie Hunger kannten. Man wird bequem im Wohlstand.:p

Das mit dem an der Türe rauslaufen wollen hat am Anfang auch Ärger gemacht, inzwischen wird schon wieder gepennt und es ist gar nicht mehr spannend, wenn die Türe aufgeht. Er ist zu Hause angekommen und das werden deine wohl auch. Gib Dir und Euch Zeit. :)
 
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