Wann rauslassen?

Birdie

Birdie

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Hallo!

Ich hoffe, ich trete niemandem auf die Füße, mit der Eröffnung des neuen threads. Habe in der Suchfunktion nicht wirklich was finden können zu meiner Frage.



Also, wann denn rauslassen? Genau meine Frage. Ich berichtete ja schon öfter von Puschel, dem Kater, der jetzt seit 2 Wochen bei mir ist. Eine Entwicklung ist zu erkennen, irgendwann wird er wahrscheinlich cool genug sein, dass ich ihn anfassen darf (darf ich ja schon aber nur oben auf dem Küchenschrank). Der Herr ist 11 Jahre und war bisher (bei der Vornesitzerin) Freigänger. Ich möchte ihm das auch weiterhin ermöglichen. Allerdings frage ich mich, wie lange wird er darauf warten müssen? Die übliche zeit (4-6 Wochen sagt man doch pauschal, oder?) scheint mir in diesem Fall zu kurz, denn ich glaube nicht, dass er mir bis dahin schon genügend vertrauen wird, bzw., sich hier heimisch fühlt.
Was meint ihr dazu?
 
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Catzchen

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Ich habe zwar keine Freigänger, würde aber rein aus dem Bauch heraus handeln.
Und ihn erst Freigang gewähren, wenn er dich und die neue Wohnung akzeptiert hat! Also, wenn er Vertrauen gefasst hat.
 
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Melli77

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Man sagt, 4 Wochen in der Wohnung lassen. Ich denke das es auf die Katze ankommt. Wichtig ist, das dein Kater eine Beziehung zu dir aufbaut und sich an die Wohnung gewöhnt hat. 2 Wochen würde ich ihn mindestens noch im Haus lassen.
 
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Zugvogel

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Ich würde auch solange warten, bis er zumindest auf Futterruf recht schnell mit Herkommen reagiert.

Bei Freigängern gibts immer wieder mal die Situation, daß sie schnell reinmüssen, und das sollte mit einem speziellen Ruf gut zu bewerkstelligen sein.

Das kann natürlich schon in 4 Wochen der Fall sein, aber auch erst in 3-4 Monaten zu bewerkstelligen, genau kann man es vorher nicht sagen.

Laß Deine Fellnase so viel wie möglich an den Fenstern sitzten, das ist intensive Schulung, um später sein Heim wieder orten zu können. Wenn die Miezen scheinbar dösig am Fenster sitzten, sind sie eher hochkonzentriert und nehmen die neue Umgebung mit allen Sinnen auf. Diese Lebensschule dauert seine Zeit, und die muß man sich einfach nehmen.

Bedenke: Ein Katerle, das immer an der Tür maunzt, will nicht zwingend Freigang, oft möchten sie nur DURCH die Tür, egal, was auf der andren Seite ist. Das zu wissen, macht es etwas leichter, den Freigang noch zu verweigern.

Zugvogel
 
Birdie

Birdie

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Ja, das bestätigt doch meinen Gedanken. Bloss nicht zu früh rauslassen. Ich glaube, der kleine Kerl wird noch einen sehr weiten Weg haben, bevor er sich bei uns heimisch und sicher fühlt :(
Da wird der nächste Freigang wohl noch etwas auf sich warten lassen - I'm so sorry.... :rolleyes:
 
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mrs.filch

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Bedenke: Ein Katerle, das immer an der Tür maunzt, will nicht zwingend Freigang, oft möchten sie nur DURCH die Tür, egal, was auf der andren Seite ist. Das zu wissen, macht es etwas leichter, den Freigang noch zu verweigern.

Zugvogel

dies ist ein seeeeehr kluger Rat!!! Bitte unbedingt befolgen...

Man kann auf deine Frage keine Anwort geben, die Zahlen beinhaltet; vieles ist Gefühlssache. Warte ab, wie es in 4 oder 6 Wochen (bzw. 2 und 4 Wochen nach Einzug) aussieht.

Wir haben auch den Futterruf trainiert (mach nicht meinen Fehler und trainiere auf ein Zungenschnalzen, ich hab mir seither oft gewünscht, auf einen Pfiff trainiert zu haben). Und trainiere den häufig auch noch in den ersten Freigang-Tagen - die waren bei uns noch reglementiert. Ich habe erst minuten-, dann stundenweise ausgedehnt... hatte aber den Vorteil, dass Winter war....

Mittlerweile ist Madam oft mehr als 14 Stunden außer Haus... aber wenn sie in Hörweite ist, reagiert sie auf den Futterschnalzer....
 
Birdie

Birdie

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Futterruf bedeutet? Ich rufe etwas, und die Katzen wissen daraufhin, dass es Futter gibt? Das erübrigt sich bei mir, denn sie haben feste Futterzeiten und sind ja Wohnungskatzen. die wissen, wenn ich aufstehe, gibts was und wenn ich nach hause komme wieder.
Bei Puschel könnte ich es allerdings einführen, einen "Ruf" zu trainieren, weil er ja immer vom Schrank runtermuss. Wenn er dann auf den Ruf reagiert, ohn e vorher zu sehen, dass es Futter gibt, kann ich wohl davon ausgehen, dass er es drauf hat.

Bisher maunzt er auch nicht, weil er raus möchte, er schaut zwar schon aus dem Fenster, wenn er seine Ruhe hat aber er nervt noch nicht. Kann er ja auch nicht, denn er muss sich ja ständig verstecken! ;)
Aber dann hab ich schon mal einige gute Ratschläge.
Danke ihrs! :)
 
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mrs.filch

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Futterruf bedeutet? Ich rufe etwas, und die Katzen wissen daraufhin, dass es Futter gibt?

:D Ja, genau das ist der Futterruf :D
und die Katzen wissen nicht nur, dass es Futter gibt, sondern auch, dass sie jetzt kommen sollten....

Das erübrigt sich bei mir, denn sie haben feste Futterzeiten und sind ja Wohnungskatzen. die wissen, wenn ich aufstehe, gibts was und wenn ich nach hause komme wieder.

:rolleyes: denkst du, dass sich das erübrigt...
Jede Katze, egal ob Wohnung oder Freigang, sollte ein Signal kennen, das bedeutet: jetzt muss ich zu dosi... sofort und ganz wichtig...
viele dosis finden das nicht wichtig oder denken, das geht gar nicht... "katzen kann man nicht erziehen... "
stimmt nicht, das geht, und zumindest dieses eine Signal ist wichtig.... (stell dir vor, das Haus brennt)
und es gibt keines, das leichter zu lernen ist...
 
pacara

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anner Saar
ich würde auf alle Fälle auch noch solange warten, bis er sich an die neue Umgebung gewöhnt hat.

Wir sind vor 4 Monaten umgezogen und hatten den guten Vorsatz, den kater die gängigen 4 Wochen zur Eingewöhnung drin zu behalten, was aber schon nach zwei Wochen kaum mehr haltbar war. Die ersten zwei Tage kam er gar nicht heim, er war wohl zu sehr damit beschäftigt, das neue Revier - mehrere nicht eingezäunte Gärten, einige tausend qm, das dauert halt :D - zu erkunden.
Er war da aber schon sein ganzes Leben bei uns, immerhin knappe 6 Jahre.

Sofern er in Rufweite ist, kommt er angesaust, wenn ich pfeife, das klappt ausnehmend gut. Ein Pfiff ist natürlich um einiges lauter als das vorher genannte Schnalzen, der Kater hört Dich also auch aus einer weiteren Entfernung, was von Vorteil ist...
Salem hat das ganz fix drauf gehabt.
 
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mrs.filch

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  • #10
:eek: :eek: :eek:

habe mich eben, als ich dies schrieb, selbst gefragt, ob das wirklich soooo wichtig ist.............

hier ist im Moment Feuerwerk der örtlichen Schützengesellschaft.... hatte keine Ahnung, dass das ansteht, aber Silvester ist nix dagegen...... höllisch laut.....

die mrs. ist auf das Schnalzen hin nach Haus gekommen, sobald es los ging... Guckt zwar leicht panisch, aber Dosi ist ja da :rolleyes: und die Tür auch zu, ab jetzt... immer noch laut genug.....
 
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Zugvogel

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  • #11
und die Katzen wissen daraufhin, dass es Futter gibt? Das erübrigt sich bei mir, denn sie haben feste Futterzeiten und sind ja Wohnungskatzen. die wissen, wenn ich aufstehe, gibts was und wenn ich nach hause komme wieder.
Dann laß ab sofort Deinen Ruf hören, wenn das Futter hingestellt wird. Alle Miezen werden es über kurz oder lang den Ruf mitm Essen verbinden und auch einen 'kategorischen Imperativ' haben. Sowas kann immer wichtig sein, auch wenns keine Freigänger sind.

Zugvogel
 
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Birdie

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  • #12
Naja, ob es nun wichtig ist oder nicht, es sollte nichts leichter sein, als beim füttern den Futterruf erklingen zu lassen. Werd ich mir ab sofort angwöhnen. :)
 
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mrs.filch

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  • #13
Das macht auch Spaß. Ein paar gemeinsame "Rituale" (von Regeln mag ich nicht sprechen) erhöhen auch die Bindung zwischen dir und der Katze. :)
 
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  • #14
Eine Bindung, die nicht existent ist... ;-)
 
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mrs.filch

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  • #15
Das seh ich aber jetzt gar nicht so!
Ein Hund bindet sich anders an seinen Dosi, das stimmt wohl...
Aber eine Bindung existiert schon.
Meine Katze (und bald ja auch dein Kater) kann freiwillig entscheiden, ob sie bei mir wohnen bleibt oder zu einem der Nachbarn umzieht (bei denen sie durchaus auch jetzt schon gelegentlich frisst, kuschelt und schläft).
Sie bleibt (bislang) bei mir.
Morgens begleitet sie mich zum Parkplatz, ca 150m, "bei Fuß" mehr oder weniger. Wenn ich nach Hause komme, werde ich nicht selten dort abgeholt, obwohl sie genau weiß, zu welcher Zeit es Futter gibt, nämlich nicht jetzt.
Und was zu essen bringt sie mir auch immer wieder mal vorbei....

Bindung, ja, da bleib ich bei. So viel Bindung, wie eine Katze eben zu geben bereit ist.
 
*stella*

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  • #16
manche dinge brauchen halt zeit.
unsere molle hat sich nach ihrem einzug bei uns erst nach monaten anfassen lassen. da war sie aber auch noch reine wohnungskatze. ich hätte sie zu diesem zeitpunkt nie rausgelassen, auch wegen ihrer panischen angst vor männern.
heute ist sie die erste, die auf unser pfeifen reinkommt.

fiete haben wir schon 10 tage nach seinem einzug bei uns rausgelassen. er war hier von anfang an wie vollkommen zu hause.

das mit dem pfeifen haben wir auch mit futter trainiert. gefüttert wird zudem nur im haus und zu relativ festen zeiten.
 
Birdie

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  • #17
Bei meiner Katze war das auch völlig anders. Die war auch vom 1. Moment an bei mir zuhause, hatte keinerlei Angst und verhielt sich so, als wäre sie schon immer da gewesen. Auch da baute sich natürlich erst nach und nach die Bindung auf, bzw., festigte sich. @ mrs.filch: Aber bei dem Kater würde ich bisher absolut NICHT von einer Bindung sprechen! Er hat angst, und traut sich nur zum futtern und auf's Klo gehen von seinem Schrank herunter. Klar lässt er sich inzwischen anfassen (nur oben) aber eine BINDUNG - nein! Die gibt es (noch) nicht. Ich sage ja nicht, dass sich da nicht etwas entwickeln kann, über kurz oder lang aber bisher ist da nichts. das hat nichts mit katzeneigener Eigenwilligkeit zu tun, sondern mit angst :)
 
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mrs.filch

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  • #18
Ich sage ja nicht, dass sich da nicht etwas entwickeln kann, über kurz oder lang aber bisher ist da nichts. das hat nichts mit katzeneigener Eigenwilligkeit zu tun, sondern mit angst :)

Ah, okay, verstanden...
solange das so ist, würde ich sie nicht rauslassen, oder nur dann, wenn du das Gefühl hast, sie ist schon an Wohnung oder Mitkatzen gebunden und hat "nur" Angst vorm Dosi... aber erster Impuls wäre, nicht rauslassen...

Aber: um so wichtiger sind Rituale zwischen Dosi und Katze...
Rituale sind z.B. Bestandteil in der kindlichen Traumatherapie, weil sie dem Kind Sicherheit vermitteln in einer Welt, die keinen Regeln mehr zu folgen scheint.

Rituale verschaffen sichere Bezüge und Urvertrauen. Die Katze kann sich auf ihre Umwelt verlassen, z.B. darauf (um beim Beispiel zu bleiben), dass sie mit einem Signal zum Futter gerufen wird (Umkehrung: dass es kein Futter ohne Signal gibt - :rolleyes: danke, ich kann endlich mal in Ruhe schlafen, ich verpasse nichts.... damals das entscheidende Mittel zur "Therapie" einer nach Hungererlebnissen traumatisierten Allesfresserin :oops:)

versuch doch mal, gezielt rauszufinden, worin seine Angst besteht, und dann für diese Angstsituation ein Ritual zu entwickeln, in dem er sich sicher fühlen kann.........
 
Birdie

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  • #19
Nun, da muss ich nicht groß herausfinden, dass weiß ich... Er ist jetzt erst 2,5 Wochen bei uns! Und er ist ein Sensibelchen, soviel weiß ich aus Erzählungen der Vorbesitzerin. Altes Zuhause weg, Frauchen weg, neue Gegend, plötzlich eine andere Katze vor der Nase, ich... wie sollte er keine angst haben??? Können ja nicht alle so cool sein, wie Missi, die auf alles mit Neugier und Zutrauen zugeht. Er braucht zeit, zeit, zeit! Und die bekommt er. Das ist nicht das Problem. Einen geregelten Tagesablauf bekommt er ebenfalls, den kennt er inzwischen schon ganz gut, denk ich. Die Frage nach dem Rauslassen war allgemein gestellt, dass ist in näherer Zukunft einfach noch nicht drin. Und auch die 4-6 Wochen, die man so rechnet, werden nicht reichen. Minimum 8 aber ich rechne damit, dass er noch länger braucht.
 

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