Nein. Er war fast blind, fast taub und traumatisiert. Bei ihm war das Schreien Ausdruck seiner Überforderung. Er fing zB an seine Umgebung zu erkunden, das überforderte ihn und er schrie und weil er schlecht hörte, besonders laut. Das einzige was ihn beruhigte, war wenn ich ihn gestreichelt habe. Das hat letztlich dazu geführt, dass ich meine Wohnung nicht mehr verlassen konnte und nachts kaum noch geschlafen habe.
Wir hatten aber eine komplett andere Ausgangslage als du.
Demenz würde ich hier weniger vermuten. Bei Emilio bestand der Verdacht auch, aber das einzige Symptom was gepasst hätte, war das Schreien.
Ich sehe hier vor allem den zeitlichen Zusammenhang zu dem anderen Kater und auch wenn der allein schon Stress bedeutet, kann ein bisher unentdecktes anderes gesundheitliches Problem zu noch mehr Stress führen. Und da du ja selbst sagst, du reagierst direkt, hat er natürlich gelernt, dass Schreien heißt er bekommt was er möchte. Und das kannst du nur durch konsequentes Ignorieren wieder abtrainieren.
Die Katzenpsychologin hatte vorgeschlagen zB zu Summen um die Zeit bis man reagiert zu überstehen. Ich hatte immer bis 10 gezählt und erst dann reagiert. Und oft genug ausversehen den nächsten Miauer erwischt.