Tierheimkater hassen uns und lassen sich nicht anfassen, wir sind frustriert - Retraumatisierung?

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CheKaMiLi

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  • #61
ich möchte dir jetzt keine neue Geschichten erzählen, nur etwas Vorfreude machen auf
- wenn sie immer früher aus dem Versteck raus kommen
- immer offener im Raum liegen
- du aufstehen kannst und sie nicht verschwinden
- du an ihnen immer näher an ihnen vorbei gehen kannst ohne dass sie wie der Blitz ins Versteck rasen
- sie mit dem Wedel unter deiner Decke spielen obwohl sie genau wissen, dass dort die langen Beine von Dosi drunter stecken
- neben dir sitzen und laaaaannnnnnnngeeeeee überlegen ob sie sich trauen können auf deinen Schoss zu klettern

du wirst jedes Mal strahlend dasitzen und dich auch in traurigen Zeiten an diese Situationen zurück erinnern
 
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racoon20

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  • #62
Und wir machen uns schon Gedanken wie wir sie im Frühjahr zum Tierarzt bringen sollen für ihre Folgeimpfung, wenn sie sich dann auch noch nicht anfassen lassen ... das würde sie vermutlich wieder zurück werfen. Aber bis dahin ist ja noch viel Zeit und ich habe gesehen es gibt dafür schon viele Beiträge. :)

Zumindest die Transportboxen kannst du schon einmal irgendwo im Wohnraum hinstellen, wo sie dann auch permanent stehen bleiben können, und mit einer Decke abdunkeln.
 
N

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Gast
  • #63
Weil gerade von den schönen Momenten geschrieben wird, die auch sicher ihr noch erleben werdet:
Als unser Streuner sich immer öfter ins Haus hereinwagte, und dann nach 2 Monaten das 1. Mal
nicht mehr in Panik ausgebrochen ist, als ich die Haustür geschlossen hab!:love:
Unbezahlbar!
 
jasmine

jasmine

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  • #64
Schön das Ihr den zwei Kater eine Chance gibt. Ja es ist wirklich verdammt schwer der Versuchung nicht nachzugehen und das Tier zu streicheln, vor allem geht es mir so, das ich manchmal nicht weiß, will das Tier jetzt gestreichelt werden oder nicht. Ich selbst hatte immer Tiere die als Kitten Zweierpaket zu mir kamen und Ihr ganzes Leben bei mir waren. Nikita war meine erste Secondhandkatze. Sie war damals sieben Jahre alt und kam aus einem Messi Haushalt und ich hatte überhaupt keine Ahnung mit Scheuchen. Am Anfang hat Sie sich versteckt vor. Später kam Sie raus ist aber sofort abgehauen, wenn ich nur kurz in Ihre Richtung gelaufen bin, irgendwann kam Sie dann krabbelt sogar auf meine Schulter und blieb dort liegen. Natürlich habe ich mich gefreut und wollte Sie streicheln und da bekam ich sofort eine gewischt von Ihr. Nikita wollte Körperkontakt aber nicht gestreichelt werden. Das hat sich heute etwas geändert, aber Körperkontakt ohne streicheln ist noch heute wichtig für Sie. Trotzdem heute gibt es auch viele Momente wo ich mit Ihr knuddeln darf, sogar den Bauch darf ich streicheln und Sie liebt es jetzt bei mir in meinem Bett zu schlafen. Wann Sie geknuddelt werden möchte, sagt Sie mir und ich verstehe jetzt Ihre Körpersprache.

Letztes Jahr kam dann noch ein jetzt dreizehnjähriger Streuner zu mir, der über zehn Jahre draußen gelebt hat. Zum Stand heute liebt es Amadeus direkt neben mir auf dem Sofa zu sitzen, er köpfelt sogar meinen Körper an und ich darf sogar ganz leicht sein Köpfchen streicheln, das genießt er, aber nur bis zu den Schultern, würde ich mit der Hand weitergehen, bekomme ich eine gewischt von Ihm. Es ist schwer, wenn er neben mit sitzt ein wenig köpfelt und ich Ihn nicht streicheln darf, aber ich habe seine Körpersprache soweit auch gelernt um zu Erkennen wann er es möchte. Und ich bin mir sicher da ist bei beiden Tieren noch ganz viel Luft nach oben offen.

Ihr werdet sicherlich das mit euren beiden Tieren wunderbar hinbekommen, Sie sind beide ja noch jung.
 
ElfiMomo

ElfiMomo

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  • #65
Wie ist es euch in den letzten Tagen denn so ergangen? Ich freue mich (und viele andere sich bestimmt auch), wenn ihr mal wieder von euch hören lasst 🤗.
 
Quilla

Quilla

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  • #66
Ohja - ich würde mich über Updates wirklich auch sehr freuen. :smile:
 
N

Nimsa

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  • #67
Also das ist Blödsinn.
Die meisten Scheuchen werden riesige Schmuser ihren vertrauten Menschen gegenüber.
Klar gibt es Fälle, bei denen rein gar nichts zu machen is und die wieder raus gesetzt werden müssen.
Aber wenn man sich das Vertrauen eines solchen Tieres erarbeitet hat, kann man die sehr wohl anfassen und sie fordern die Nähe auch ein.

Is sicher nicht so gemeint, aber man versteht darunter schon wieder diesen Seitenhieb auf TS-Tiere.
Ich hab hier nen Kater, der uns als Fauch-Spucki vermittelt wurde, und von der ersten Minute an ne völlig normale, mega verschmuste Katze war, als er ausm Kennel stieg.
Nicht alle Tiere ausm TS ham nen Hau weg.

Naja. Ich denke einfach weniger erwarten, dann fällt es leichter Geduld zu haben.
Und ich hab da andere Erfahrungen gemacht. Werden halt nicht alle zum Schmusemonster u ich denke es ist besser sich nicht drauf einzustellen. Möglich ist natürlich alles.
Und nein das war kein Seitenhieb. Ich war immer sehr froh mit meinen Katzen u tatsächlich sind alle aufgetaut u ließen sich schmusen. Dennoch zeigten alle eine gewisse Vorsicht, grade fremden gegenüber. Das ist nichts schlimmes. Man muss ja aber auch nicht so tun als wären menschenscheue Streuner ebenso zutraulich wie Katzen, die bei Menschen liebevoll großgezogen wurden.
Das ist nun mal einfach nicht so.
 
FindusLuna

FindusLuna

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  • #68
Hey,

ich finde es auch toll, dass ihr sie bei euch behaltet :)

Für den Stress kann Zylkene helfen, das kann man den Katzen unters Futter mischen.

Wegen der Impfung würde ich mir vorerst keine Gedanken machen, aber vielleicht kannst du dich schonmal umsehen, ob es zum Beispiel einen gibt, der nach Hause kommt. Oder ob der TA dir was zur Beruhigung mit nach Hause geben würde für vor dem Termin. Ich denke, gerade bei Scheuchen wäre mir ein sehr kompetenter TA wichtig, welcher sich auch Scheuchen zutraut und sich auskennt. Aber ihr habt ja jetzt noch Zeit und vielleicht wird das gut laufen :)
 
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Luilu92

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  • #69
Hallo ihr Lieben,

nochmal danke für die weiteren Tipps, es gab auch wieder neue (Produkt)empfehlungen, echt toll was es alles gibt! :)
Einige wollten ein update, das schreibe ich gerne weil es so spannend war was in der Woche passiert ist.
Am Freitag letzte Woche war der Tiefpunkt, das war der Tag als ich den Beitrag erstellt habe. Nach dem mein Freund und ich eure Beiträge sehr zu Herzen genommen haben und vor allem ich mit dem "Projekt Katze" ein Stück weit abschließen konnte (Stichwort Erwartungshaltung), haben die beiden sich verändert. Bzw. der scheuere Kater Johnny ist selbstbewusster geworden, bekommt von Gordon nicht mehr alles weg gefressen, macht mittlerweile einen morgendlichen und abendlichen Rundgang druch die Wohnung (nach dem es Fressen gab) um zu schauen, ob alles in Ordnung ist :D Er wirkt mutiger. Die beiden kuscheln fast jeden Abend miteinander (in ihrem Katzenzimmer). Johnny, der Fauchekater, schnurrt IMMER (auch schon vor dem Post), wir glauben er hat sehr viel Nähe zu geben und hoffen, dass er sich eines nicht allzu fernen Tages endlich mal eine dicke Streicheleinheit abholt. Und Johnny faucht nicht mehr so oft. Ich glaube es macht langsam klick bei ihnen, dass sie jetzt hier wohnen.

Den Idee mit dem dritten, sozialen Kater hatten wir auch schon ... allerdings glaube ich dass es doch einen Unterschied macht ob man in einer 65 qm Wohnung zwei oder drei Wohnungskatzen hat. Und während ihrer Zeit im Tierheim haben sie sich -trotz wechselnder Besatzung- mit keinem anderen Katzentier angefreundet. So sagte es die Tierheim lady. Deswegen denken wir, dass sie lieber zu zweit bleiben sollen. Außer es wird auch in einigen Monaten oder einem Jahr nicht besser, dann kann man noch mal überlegen.

Was uns derzeit eher Sorgen bereitet ist das wahnsinnige laute Atmen von Johnny und der ständig breiige Stuhl von Gordon. Im Tierheim wurden sie entwurmt usw, deswegen glaube ich nicht dass er Würmer hat. Sie fressen auch immer mit Begeisterung alles was man ihnen vorsetzt. Eine Mischung aus Nass- und Trockenfutter. Vielleicht sollte ich noch mal mit dem Tierheim Kontakt aufnehmen um zu erfragen, ob dort irgendwelche Auffälligkeiten waren... möglicherweise bekommt er zu viele Leckerli an einem Tag. Naja, aber auch zu diesem Thema gibt es ja viele Beiträge :)

Nochmal liebe Grüße und ich hoffe der nächste "Frustpost" lässt noch lange auf sich warten :D
 
Circe

Circe

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  • #71
Hallo ihr Lieben,

nochmal danke für die weiteren Tipps, es gab auch wieder neue (Produkt)empfehlungen, echt toll was es alles gibt! :)
Einige wollten ein update, das schreibe ich gerne weil es so spannend war was in der Woche passiert ist.
Am Freitag letzte Woche war der Tiefpunkt, das war der Tag als ich den Beitrag erstellt habe. Nach dem mein Freund und ich eure Beiträge sehr zu Herzen genommen haben und vor allem ich mit dem "Projekt Katze" ein Stück weit abschließen konnte (Stichwort Erwartungshaltung), haben die beiden sich verändert. Bzw. der scheuere Kater Johnny ist selbstbewusster geworden, bekommt von Gordon nicht mehr alles weg gefressen, macht mittlerweile einen morgendlichen und abendlichen Rundgang druch die Wohnung (nach dem es Fressen gab) um zu schauen, ob alles in Ordnung ist :D Er wirkt mutiger. Die beiden kuscheln fast jeden Abend miteinander (in ihrem Katzenzimmer). Johnny, der Fauchekater, schnurrt IMMER (auch schon vor dem Post), wir glauben er hat sehr viel Nähe zu geben und hoffen, dass er sich eines nicht allzu fernen Tages endlich mal eine dicke Streicheleinheit abholt. Und Johnny faucht nicht mehr so oft. Ich glaube es macht langsam klick bei ihnen, dass sie jetzt hier wohnen.

Den Idee mit dem dritten, sozialen Kater hatten wir auch schon ... allerdings glaube ich dass es doch einen Unterschied macht ob man in einer 65 qm Wohnung zwei oder drei Wohnungskatzen hat. Und während ihrer Zeit im Tierheim haben sie sich -trotz wechselnder Besatzung- mit keinem anderen Katzentier angefreundet. So sagte es die Tierheim lady. Deswegen denken wir, dass sie lieber zu zweit bleiben sollen. Außer es wird auch in einigen Monaten oder einem Jahr nicht besser, dann kann man noch mal überlegen.

Was uns derzeit eher Sorgen bereitet ist das wahnsinnige laute Atmen von Johnny und der ständig breiige Stuhl von Gordon. Im Tierheim wurden sie entwurmt usw, deswegen glaube ich nicht dass er Würmer hat. Sie fressen auch immer mit Begeisterung alles was man ihnen vorsetzt. Eine Mischung aus Nass- und Trockenfutter. Vielleicht sollte ich noch mal mit dem Tierheim Kontakt aufnehmen um zu erfragen, ob dort irgendwelche Auffälligkeiten waren... möglicherweise bekommt er zu viele Leckerli an einem Tag. Naja, aber auch zu diesem Thema gibt es ja viele Beiträge :)

Nochmal liebe Grüße und ich hoffe der nächste "Frustpost" lässt noch lange auf sich warten :D

Freut mich sehr, dass ihr Fortschritte verzeichnen könnt! Habt ihr die Beiden wegen der genannten Probleme einem Tierarzt vorgestellt? Mal auf Giardien untersucht?
 
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Kittieeee

Kittieeee

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  • #72
Ach, ich hab ja fast ein Tränchen verdrückt bei den vielen Erfahrungsberichten hier und erinnere mich auch immer gern an die Zeit zurück als meine beiden Scheuchen bei mir einzogen :love:
Tipps habt ihr ja schon viele hier bekommen. Zum Thema Eintüten einer Scheumitz findet ihr in Taskalis Fäden ja auch einige Tipps - so würde ich sie übrigens auch immer in den Kennel befördern, nicht nur jetzt wo sie noch nicht handzahm sind. Das ist für Scheuchen so einfach viel stressfreier. Sie schnappen und in den Kennel stopfen geht bei Scheuchen zu 99% nach hinten los und wird das gewonnene Vertrauen eher wieder zerstören, da dies meist böse Erinnerungen wachruft.
Und ihr braucht dementsprechend auch einen TA, der mir nicht handzahmen Katzen umgehen kann. Zwangsbox oder Lederhandschuhe und dann alles unter Zwang bei voller Sicht und vollem Bewusstsein ist das schlimmste was man Scheumietzen antun kann. Damit traumatisiert man sie wirklich komplett. Ich habe damals in allen TA-Praxen in er Nähe angerufen und gesagt, dass meine Mietze die Zweitimpfung braucht, aber nicht handzahm ist und ob sie das händeln können und wie sie das händeln und ganz oft kam dann leider das Wort Zwangsbox oder Sedierung ins Spiel.

Zum Thema fauchen: Meine Faye wurde früher auf Pflegestelle Fauchchen genannt, weil sie alles und jeden angefaucht hat. Das war aber keinerlei Aggression, sondern pure Unsicherheit und das macht sie auch heute noch, wenn ihr etwas nicht geheuer ist (zuletzt letztes WE 😂) - Im Gegensatz dazu schmeißt sie sich aber jeden Tag mehrfach auf meinen Schoß und streckt mir ihren Bauch fordern zu - den möge ich doch bitte flauschen... so schlimm kann ich also nicht sein 😂

Ich kann aus Erfahrung sagen: je weniger Erwartungen man an Scheuchen hat, desto positiver wird man überrascht.
Wir hatten an unsere Scheuchen auch nie die Erwartung, dass sie sich streicheln lassen, sondern haben einfach nur getan was uns Taskali damals an die Hand gegeben hat und waren glücklich, wenn es Früchte getragen hat.

Wenn du Fragen hast oder Hilfe brauchst darfst du auch mich jederzeit gern anschreiben und wenn du das Einfangen für den TA-Besuch so gar nicht hinbekommen solltest, dann findet sich hier zur Not ganz sicher auch jemand aus deiner Nähe, der dir hilft und es dir zeigen kann :)
 
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Heroi

Heroi

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  • #73
Noch seid ihr sicherlich nicht so weit, aber wenn eure Scheuchen zumindest ihrer Umgebung vertrauen und vor euch nicht wegrennen, kann Klickern die Lösung für das Einfangproblem sein.
Mein Möchtegernscheuchen Nastja (Taskali-Mietz) hasst es auch hochgehoben zu werden. Dank Klickern darf ich sie jetzt hochnehmen und etwa 2 Schritte weit tragen - anfangs dürfte ich beim Klickern nicht mal die Hände unter ihren Bauch legen. In die Transportbox geht sie (meistens) auch freiwillig, sodass wir uns das Einfangen sparen können.
Wie schon erwähnt ist ein guter, geduldiger Tierarzt Gold wert. Einfache Untersuchungen, Blutabnahme und Impfung klappen bei uns indem Nastja eine Decke über den Kopf bekommt und der Deckel der Box abgenommen wird. Wenn sie gut fixiert wird beruhigt sie die Dunkelheit etwas.

Ich wünsche euch viel Erfolg!
 
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