Obduktion bei Liebhabertieren

biveli john

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Was ich auch seltsam finde, dass manche erst durch Züchtung entstandenen
Krankheiten mit großem finanziellen Aufwand wiederum ausgemerzt werden sollen. Da beisst sich die Katze buchstäblich in den Schwanz. Wem nützt es?
Und wer glaubt Herr über Viren, Pilze, Bakterien etc. zu sein, der irrt. Genetische Mutationen
finden jeden Tag statt, da wird sich nichts ändern und Alterungsprozesse sind auch nicht aufzuhalten, so grauslich das klingt. Übrigens tritt in Österreich ein radikaler Tierschützer in einer Partei an. Der ist schon im Gefängnis gelandet
als er Missstände in der Schweinezucht aufgedeckt hat. Die Partei ist leider
zu klein und wird auch nicht viele Stimmen erhalten. Auch läuft ein Tierschutzvolksbegehren, das aber kaum avisiert wird, weil die Gelder fehlen.
Ich geb die Hoffnung trotzdem nicht auf. LG Biveli
 
dieMiffy

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Zwar OT, aber ich bewundere euch für eure Mühe, die Arroganz von Saurier (nicht nur hier) nicht einfach unkommentiert stehen zu lassen. Diese Geduld hätte ich nicht.
Tja, so unterschiedlich sind die Empfindungen. Ich z. B. empfinde saurier als keineswegs arrogant, sondern als sehr sachlich, mit viel Hintergrundwissen zu bestimmten Themen und eben einem starken Interesse an bestimmten Themen.

Eigentlich habe ich keine Komplexe wegen meiner Katzen.
Warum solltest Du auch? :confused: Ich verstehe ehrlich gesagt nie, weshalb man wegen nicht-Rassekatzen Komplexe haben sollte. Genauso wie ich andersherum nie verstehen werde, warum man mit Erwerb einer Rassekatze sofort zu einem arroganten, oberflächlichen und was weiß ich wie bösem Menschen werden sollte :confused:;)
Wir reden hier doch einfach nur von Katzen, ob nun mit spezifischem Aussehen und rassereinen Vorfahren oder ohne.

Ich muß gestehen, dass ich auch einmal über eine Main-Coon nachgedacht habe. Ein verantwortungsvoller Tierarzt hat mir abgeraten da sie größtenteils herzkrank sind.
Nein, sie sind nicht größtenteils herzkrank. An der Stelle würde mich interessieren, welche Rasse denn der TA stattdessen vorschlägt, welche größtenteils herzgesund ist? Natürlich nachgewiesermaßen anhand der Schallwerte einer anderen Rasse, bei der im Vergleich zu Coons ähnlich viele Tiere geschallt wurden. Und das würde sicher sehr viele interessieren, die gesunde Katzen wollen.

Der Tierarzt behauptete dass
die viel zu groß für ihre Organe sind. Kann man mittels Obduktion in fernerer Zeit
eventuell größere Herzen züchten, damit die Relation wieder passt? LG Biveli
Was ist "viel zu groß"? 8 kg? 10 kg? 12 kg? Die weiblichen Tiere würden da schätzungsweise zu 90 % rausfallen, da die Mädels sehr sehr selten 8 kg oder mehr wiegen. Üblich sind eher 5-6, vielleicht 7 kg.
Kater über 10 kg gibt es auch nicht so häufig wie vermutet. Und 12 kg oder gar mehr ist schon sehr selten.

Ich frage mich, ob Rassekatzenhalter, gäbe es keine Rassen, eine "normale" Katze nehmen würden?
Warum denn nicht? Ich nehme stark an, die meisten Rassekatzenhalter sind in erster Linie Katzenliebhaber, eben mit einer bestimmten Vorliebe. Ab gesehen davon gibt es viele, die sowohl Lastramis / Tierschutzkatzen, als auch Rassekatzen haben.

Sind halt doch irgendwie Statussymbole......LG
Was ist an einer Rassekatze Statussymbol? :confused: Der Preis? Nun, fast jedes Handy heutzutage kostet mehr als eine Rassekatze, daher laufen wohl die meisten mit einem Statussymbol rum :rolleyes: Mein Kratzbaum für die stammbaumlose Bande hat auch soviel gekostet wie eine Rassekatze. Statussymbol? Nö, gefällt mir einfach optisch und passt in meine Wohnung.

Ich hab in meiner näheren Bekanntschaft wenig Katzenliebhaber, die meisten haben eher mit dem Thema Katzen nichts am Hut. Für diejenigen bin ich mit 3 Katzen eh schon crazy ;) Als ich vor ein paar Jahren vorhatte, eine Rassekatze zu kaufen und dafür auch 600 km zum Züchter gefahren bin, haben mich eben jene Leute als völlig verrückt erklärt :D:p Also mit 'nem Statussymbol hätte ich da nicht punkten können, man hätte mich wohl eher bemitleidet für diese "Geldausgabe".

Was ich auch seltsam finde, dass manche erst durch Züchtung entstandenen
Krankheiten mit großem finanziellen Aufwand wiederum ausgemerzt werden sollen.
Welche Krankheit genau ist denn durch Zucht entstanden?
 
balulutiti

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Was ist an einer Rassekatze Statussymbol? :confused:
manchmal entsteht hier im Forum der Eindruck, dass das Statussymbol eher die möglichst arme, kranke, am besten aus dem Ausland und wenn es geht auch verhaltensauffällige Katze ist.
Ich hab auch keine Rassekatzen, aber warum muss man denn immer alles schwarz oder weiß sehen?
 
dieMiffy

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Ich hab auch keine Rassekatzen, aber warum muss man denn immer alles schwarz oder weiß sehen?
Das frage ich mich auch immer. Ich unterstelle weder den Rassekatzenkäufern etwas grundsätzlich Böses, noch denen, die sich eben der armen, kranken, verhaltensauffälligen Katzen annehmen. Jeder wird seine Gründe haben und solange Katz aus guter seriöser Quelle kommt, bei der Tiere nicht ausgebeutet werden, ist für mich daran nichts Schlimmes.
Und es gibt auch kein grundsätzliches "Gut" oder "Schlecht" bei Katzenhaltern. Wie gesagt, ich kenne Rassekatzenhalter, die so unglaublich viel im Tierschutz helfen. Und ich kenne Halter von Tierheimkatzen, bei denen kein, sagen wir "guter Gedanke" dahinter steckt. Die haben Tiere aus dem Tierheim, weil sie da im Vergleich zum Züchter a) Katzen für den Freigang bekommen und sie b) billig sind (und es somit finanziell nicht so "wehtut", wenn sie in einem Jahr wieder platt gefahren sind :grr:). Und nein, ich bin nicht grundsätzlich gegen Freigang, das ist nur ein aufgeführtes Beispiel aus meinem Bekanntenkreis.
 
CasaLea

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Tja, so unterschiedlich sind die Empfindungen. Ich z. B. empfinde saurier als keineswegs arrogant, sondern als sehr sachlich, mit viel Hintergrundwissen zu bestimmten Themen und eben einem starken Interesse an bestimmten Themen.
So sehe ich das auch!

Auch wenn der Rest des Beitrags eigentlich OT ist (aber wir sind ja sowieso schon reichlich OT) ...

schließe ich mich im übrigen Miffys Fragen in Punkto Herzkrankheit Maine Coons an biveli john an.

Mein Nachbar hatte 2 Main-Coon, die beide mit 6 Jahren im Abstand von 3 Wochen verstorben sind.
Dazu müsste man halt die Begleitumstände wissen ... tatsächlich an HCM gestorben?, aus welcher Zucht?, Elterntiere durchgeschallt?, medizinische Vorgeschichte der verstorbenen Tiere? etc. pp. (womit wir wieder bei der Sinnhaftigkeit von Obduktionen wären oder zumindest bei der Sinnhaftigkeit von prophylaktischen Herzschalls bei Katzen älter 3-4 Jahre und dass nicht nur bei MCs).

Eine Myokarditis kommt aufgrund von Erkältungskrankheiten, Bakterien, Traumata oder Post-OP etc. bei Katzen gar nicht so selten vor und führt unbehandelt auch gar nicht so selten zum Tod.
Hatte ich schon bei 2 Katzen (1x Trauma nach Sturz und 1x nach Erkältung), also eine Entzündung des Herzmuskels, nicht den Tod.

Der Tierarzt behauptete dass die viel zu groß für ihre Organe sind.
Woher weiß das der TA, wieviele Coonies hat er denn geschallt oder geröntgt? ... und wieviele Katzen andrer Rassen und EHKs?
Nach dem "Vertebral Scale System" hat die durchschnittliche gesunde Katzen-Herzgröße einen Normbereich von 6,9–8,1, ist also durchaus variabel.

Nur ein Beispiel: nach dem Fenstersturz unseres 8kg Coonie-Katers waren wir in der Tierklinik, er wurde geröntgt, die Not-TÄ konstatierte ein zu großes Herz und den Verdacht auf HCM. Eine Woche später beim Schall lachte die Kardiologin leicht gequält, Herzgröße völlig ok, Kommentar: "er ist halt eine große Katze" ... war trotzdem gut, dass wir schallen ließen, Kater hatte nämlich eine traumabedingte Herzinnenwandentzündung und musste wochenlang AB bekommen.

Im Tierheim landen oft Rassekatzen die von den Züchtern ausrangiert wurden. Das weiß ich aus eigener Erfahrung ...
Ich weiß ja nicht, woher Du da eine Breiten-Erfahrung beziehst, aber das ist schlicht und ergreifend nicht richtig (auch wenn vielleicht Ausnahmen die Regel bestätigen)!

Und ich finde die Rassekatzen-Halter versus Lastrami-Halter-Diskussion auch ermüdend. Ich mag auch nicht angegiftet werden, weil wir uns (derzeit) für Rassekatzen (selbstredend vom verantwortungsvollen Züchter) entschieden habe. Wir hatten auch schon Katzen aus dem Tierschutz, hatten die nicht weniger lieb und ließen ihnen die gleiche Fürsorge angedeihen wie unseren Coonies.
Und für die Spenden, die von uns (und Firma) jedes Jahr an den TS gehen, könnten wir jedes Jahr nicht nur eine Rassekatze kaufen ... das nur nebenbei ...
 
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tiha

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Ich finde nicht, dass es schwarz-weiß-Denken ist. Rassekatzen bzw. -mixe werden von Nicht-Katzenhaltern durchaus nicht selten als Statussymbol angesehen und dementsprechend empfinden das auch viele dieser Halter als aufwertend, auch wenn sie es nicht direkt zugeben, man merkt es aber indirekt schon. Ich hab da einige Beispiele um mich herum, und bei meinen eigenen Katzen sehe ich auch, was meine langhaarigen Mixe für Kommentare bekommen im Gegensatz zu meinen "normalen" Kurzhaarkatzen, wo keine Rasse ersichtlich ist.
 
dieMiffy

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Also bei uns ist es oft so, dass der Besuch, der eigentlich nichts mit Katzen am Hut hat, meistens Pepi am tollsten findet, weil er "ganz normal" nach Katze aussieht. Die Puschel emfinden viele schon vom Anblick als "übertrieben/überzüchtet" und vermutlich sehr pflegeaufwendig (das Fell) und damit eher unattraktiv. Klar kenne ich auch Langhaarfans, die die Puschel sehr süß finden.
Aber ich habe hier nicht die Erfahrung mit Rasseoptik = toll und damit Aufwertung.

Und naja, was Nicht-Katzenhalter so für Ansichten über Katzen oder Katzenhalter haben (in Bezug auf Statussymbol) interessiert mich eigentlich herzlich wenig. Wie gesagt, wenn hier mal eine Rassekatze einzieht, dann weil ich diese Rasse charakterlich mag und weil ich die Optik toll finde und nicht, weil ich mit einem Statussymbol angeben möchte.
By the way, als Statussymbol eignen sich Autos, Handys oder sonstiger Technikkram erfahrungsgemäß besser ;)
 
saurier

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Sorry, keine Zeit mehr, melde mich nach dem Urlaub noch mal, wenn ich auch wieder besseres Internet und mehr Zeit habe, schöne Tage euch und nein, der Thread wird - wenn es nach mit geht - nicht in der Versenkung verschwinden, da ja immer wieder neue Leser hinzukommen, denen man das Thema vielleicht näher bringen kann ;).
 
tiha

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@Miffy: Ich sage ja nicht, dass es für dich ein Statussymbol ist. Für mich ist es das auch nicht (übrigens genauso wenig wie meine chronisch kranke Spanien-TS-Katze). Aber daraus lässt sich halt nicht ableiten, dass es für andere nicht so ist. (optische) "Rasse" ist leider sehr wohl für viele "was Besonderes" bzw."was Erwähnenswertes", genauso wie Auto- oder Handymarken.
 
dieMiffy

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@Miffy: Ich sage ja nicht, dass es für dich ein Statussymbol ist.
Nein, das hab ich auch keineswegs so verstanden :)

Aber daraus lässt sich halt nicht ableiten, dass es für andere nicht so ist. (optische) "Rasse" ist leider sehr wohl für viele "was Besonderes" bzw."was Erwähnenswertes", genauso wie Auto- oder Handymarken.
Hmm, vielleicht haben wir da einfach unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Irgendwie ist Rasse für viele die ich kenne nicht grundsätzlich positiv besetzt, sei es weil sie Rasse mit Krank / pflegebedürftiger assoziieren, oder weil sie Rassekatzen schlichtweg optisch nicht schön finden. Wenn ich nicht-Katzenhaltern mal Bilder von Coonies gezeigt habe und gesagt habe, dass ich so eine gerne irgendwann hätte, fanden die meisten diese Katzen eher "hässlich" wegen dem grimmigen Blick :wow::oops: Also nein, mit einem Rassetier würde ich keinen Blumentopf bei anderen gewinnen :D
 
biveli john

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Meine Breitenerfahrung hab ich aus dem Tierheim, da ich dort aushelfe und mit der Leiterin befreundet bin. Da hab ich so einiges an Insiderwissen. Ich weiß nicht woran die Katzen meiner Nachbarin gestorben sind und es geht mich auch nichts an. Ich weiß nicht aus welcher Zucht und ob die beschallt wurden.
Was geschieht mit den Katzen die beschallt wurden und für die Zucht als nicht
tauglich erklärt wurden? Werden die dann(krank) verkauft oder kriegen die ihr Gnadenbrot? Katzenliebhaber die unbedingt eine Katze wollen und dann eine
Rassekatze kaufen tragen zur Überfüllung der Tierheime bei. Das ist Fakt und lindert nicht die Not der Tierheimkatzen und Streuner etc. Ich will denen eine Chance geben die es dringend nötig haben, so schön ich manche Rassekatze auch finde. Ist nicht schwarzweiß Denken sondern Ansichtssache. LG Biveli
 
biveli john

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Übrigens der Franzl mit der Sissy und dem Hofnarr sind allerliebst. Habe die Bilder gesehen. LG und alles Gute Biveli
 
dieMiffy

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Vielleicht liegts einfach daran, dass ich in Düsseldorf wohne ... *hust*
Andere (Bundes)Länder, andere Sitten? :confused::D

Was geschieht mit den Katzen die beschallt wurden und für die Zucht als nicht
tauglich erklärt wurden? Werden die dann(krank) verkauft oder kriegen die ihr Gnadenbrot?
Das kommt sicher darauf an, um was genau es sich handelt. Katzen mit gewissen Krankheiten, die nicht zur Zucht taugen, werden durchaus an Liebhaber verkauft, wobei diese aber natürlich über die Krankheit informiert werden. Genauso gibts auch Fälle, die beim Züchter verbleiben und dort als Kastraten ihr vielleicht leider sehr kurzes Leben zuende führen dürfen. Beispiel von vor 2 Jahren ist der zugekaufte Kater bei einer Coon-Zucht, der mit ca. 1 Jahr geschallt wurde und schlimme HCM hatte, er ist soweit ich weiß einige Monate danach verstorben, blieb aber natürlich beim Züchter als Kastrat. (Elterntiere des besagten zugekauften Katers waren übrigens beide bereits zum 2. mal negativ geschallt).

Katzenliebhaber die unbedingt eine Katze wollen und dann eine
Rassekatze kaufen tragen zur Überfüllung der Tierheime bei.
Ok, das ist deine Ansicht, meine Ansicht ist das nicht.

Übrigens der Franzl mit der Sissy und dem Hofnarr sind allerliebst. Habe die Bilder gesehen. LG und alles Gute Biveli
Danke Dir :)

So, jetzt halte ich mich mit OT aber wieder raus :oops:
 
A (nett)

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Mein Kratzbaum für die stammbaumlose Bande hat auch soviel gekostet wie eine Rassekatze. Statussymbol? Nö, gefällt mir einfach optisch und passt in meine Wohnung.
Fein dass Du dem Forum ungefragt mitteilen konntest, dass Du einen Kratzbaum hast, der den Kosten eines Rassetieres entspricht und noch dazu optisch gefällt und in die Wohnung passt.
Ob sich jemand ein oder n Rassetiere als Statussymbol hält, oder einen "vergoldeten" Kratzbaum in die Wohnung stellt oder ob im Kongo ne Knackwurst platzt ist mir persönlich egal und trägt aber vor allem nicht zur Sinnhaftigkeit einer vernünftigen Diskussion zum Thema "Obduktion bei Liebhabertieren" bei.


Und um mal wieder zum Thema zu kommen, weil DU es ja angesprochen/geschrieben hast:
Katzen mit gewissen Krankheiten, die nicht zur Zucht taugen, werden durchaus an Liebhaber verkauft, wobei diese aber natürlich über die Krankheit informiert werden.
Wenn Tiere, die nicht zur Zucht taugen und schon aus der Zucht genommen wurden als Liebhabertiere an Liebhaber verkauft werden, welchen Sinn hat dann die Obduktion dieser Liebhabertiere bei denen bereits eine krankhafte Disposition diagnostiziert wurde.
Vielleicht reicht mein beschränktes Verständnis des Großen und Ganzem hier schlichtweg nicht um die Sinnhaftigkeit zu erkennen.

...indem erbkranke Linien nach Möglichkeit identifiziert und ausgemerzt werden,...
Auch an der Stelle die Frage, ob man hier eine Form von biologistischem Rassismus praktiziert?
 
dieMiffy

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Fein dass Du dem Forum ungefragt mitteilen konntest, dass Du einen Kratzbaum hast, der den Kosten eines Rassetieres entspricht und noch dazu optisch gefällt und in die Wohnung passt.
Jupp, so was kann ich ;) Das war ein freigewählter Vergleich meinerseits, weil mal wieder jemand behauptet hat, Rassekatzen seien Statussymbole. Da für mich immer noch nicht nachvollziehbar ist, was an einer Rassekatze Statussymbol ist (und es wurde ja auch von biveli john nicht beantwortet), habe ich mal vermutet es geht um den Kaufpreis und daraufhin Alltagsbeispiele aufgeführt, die wohl in ähnlichen Preiskategorien liegen.

trägt aber vor allem nicht zur Sinnhaftigkeit einer vernünftigen Diskussion zum Thema "Obduktion bei Liebhabertieren" bei.
Ja, da hast Du Recht, das war OT. Mit dieser sinnfreien Rasse vs. Nicht-Rasse-Diskussion habe ich allerdings nicht angefangen, sondern nur auf mal wieder in den Raum geworfene Behauptungen geantwortet.
Zum Thema Obduktion hatte ich weiter vorne schon geschrieben, dass ich darüber nachdenken werde, sollte ich mal eine Rassekatze haben.

Wenn Tiere, die nicht zur Zucht taugen und schon aus der Zucht genommen wurden als Liebhabertiere an Liebhaber verkauft werden, welchen Sinn hat dann die Obduktion dieser Liebhabertiere bei denen bereits eine krankhafte Disposition diagnostiziert wurde.
Vielleicht reicht mein beschränktes Verständnis des Großen und Ganzem hier schlichtweg nicht um die Sinnhaftigkeit zu erkennen.
Naja, wenn vorher zweifelsfrei feststeht, was das Tier hat und dies zudem tödlich verlaufen wird, ist das wohl nicht nötig (z. B. HCM), wobei ich da denke, dass so ein Tier beim Züchter verbleiben wird (da kenne ich wie gesagt auch ein Beispiel). Aber z. B. nicker hat ja auch Tiere mit entsprechend bekannten Krankheiten beim Züchter gekauft, und hinterher trotzdem noch eine Obduktion durchführen lassen, um zu sehen, ob sich weitere Krankheiten dahinter verborgen haben.
 
biveli john

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Bitte wo werden die Ergebnisse der Obduktionen und der Datenmengen zusammengetragen? Wo wird das gebündelt, wo werden die klinischen Studien
unter der Berücksichtigung der verschiedensten Lebensstile von Katzen protokoliert und archiviert?
Zum Thema Statussymbol möchte ich mich nicht mehr äußern, da ist soviel geschrieben worden und ich habe das auch nicht pauschal gemeint. Die einen
brauchen das Statussymbol Rassekatze die anderen möchten sie aus Liebhaberei. Biveli
 
saurier

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[...] Auch wenn Du das Thema noch 827 mal ansprichst, wird meine Antwort nicht andres ausfallen. [...]
Leider habe ich keine Antwort auf meine Frage bekommen - oder sie überlesen. Aber gut, wenn du nicht antworten möchtest - mich hätte das nur interessiert, weil ich die Auskunft bekam, dass man das Tier eben nicht selbst hinbringen kann, dass das ein Bestatter tun muss und dann sehe ich (persönlich) jetzt keinen Unterschied, ob er das Tier bei mir oder aus der Patho abholt, aber dass wir da unterschiedlich denken, haben wir ja schon festgestellt. Ich sehe tatsächlich keinen Unterschied darin, ob ich ein Tier bei lebendigen Leib operieren lasse oder dasselbe mache, wenn es verstorben ist (denn es ist ja nichts anderes als eine Art OP, du schon, das habe ich durchaus verstanden und akzeptiere das auch, bitte nicht falsch verstehen).
Aber diese Auskunft ist auch schon wieder ein paar Jahre her, da das bei uns immer via Bestatter lief, kann es natürlich sein, dass sich das inzwischen geändert hat und man da auch als Privatmensch einliefern kann, vielleicht hängt das auch vom Unternehmen ab. Das hatte also nichts mit der von dir genannten Rücksichtslosigkeit, sondern tatsächlich mit sachlichem Interesse zu tun.

[...] Du appellierst an das Gewissen (ein Gewissen ist eine besondere Instanz im menschlichen Bewusstsein und Handlungen basieren hier auf ethischen, moralischen und intuitiven Gründen) und hast gleichzeitig 0 Verständnis, für nicht rationale Erklärungen die aus ethischen, moralischen und intuitiven Gründen getroffen werden.
Hab nur ich das Gefühl, dass all deine Post s total widersprüchlich sind? [...]
Scheint so, andere sehen das ja nicht so ;).

[...] Ich habe mich bei dem Wort "Liebhabertiere" angesprochen gefühlt (und erst im Laufe der bislang abstrusen Argumentation deinerseits festgestellt, dass ich mich im Züchterbereich befinde), weil ich meine Tiere sehr! lieb habe - wenngleich wir ganz offentsichtlich völlig divergente Definitionen von diesem Wort haben. [...]
Man hat Tiere also unterschiedlich lieb, wenn man sie nach dem Tod obduzieren lässt um anderen (!) Tieren und deren Haltern vielleicht damit zu helfen? Wenn dem so sein sollte, bin ich durchaus stolz darauf, Tiere anders lieb zu haben.

[...] Das ist eine sehr unverschämte und übergriffige Forderung und Ich finde NEIN!!! [...]
Und wieso regst du dich über etwas auf, was dich gar nicht inkludiert und/oder betrifft? Von keinem, der hier angesprochen wurde, habe ich hier, an anderer Stelle oder in den PNs, die ich dazu bekommen habe, so etwas gelesen, zumal es sich um Fragen handelt, die ich mit 'ja' beantworten würde, andere eben mit 'nein', wo ist das Problem?

[...] Neben der Geburt ist der Tod das emotionalste Erlebnis im Leben [...]
Mir wird hier (häufig) vorgeworfen, ich würde von meiner Sichtweise auf andere schließen - merkst du, dass du das genauso tust? Du behauptest, dass es so ist, also scheint das eine Tatsache, die für alle gelten muss. Für mich ist der Tod etwas, was zwangsläufig zum Leben dazu gehört, selbiges beendet und sicher emotional ist, aber bei weitem nicht "das emotionalste Ereignis im Leben".

[...] und ich finde, dass hier es beim Thema Tod/Obduktion nur eines gibt:
Nämlich das Recht auf einen persönlichen Weg/Umgang damit. [...]
Und wer hat dir das abgesprochen? Ich habe appelliert und ja, auch aufgefordert, darüber nachzudenken und beim Züchter nachzufragen, ob das Ganze überhaupt einen Sinn ergibt etc. - warum ist das alles SO schlimm? Warum DARF eben nicht jeder so damit umgehen, wie er will, wieso sprichst du anderen ab, sich (selbstständig) darüber Gedanken zu machen, in dem du meinen Appell als "übergriffig" und "unverschämt" darstellst?
Wenn es doch die Entscheidung jedes einzelnen ist, wieso ist dann nicht auch meine Art, mit dem Thema umzugehen, völlig legitim und muss massiv schlecht geredet werden?

[...] Wer sich gerne in der "Märthyrerrolle" sieht und sich der Illusion, dass das Ergebnis in irgendeiner Art und Weise zielführend sein könnte hingeben möchte, soll seine Tiere obduzieren lassen. [...]
Wer also eine andere Ansicht als du hat, darf mitnichten 'seinen' Weg gehen, der muss sich offensichtlich selbst oder zumindest seinen Glauben (an was auch immer) aufgeben und "Märtyrer" werden (das scheint dir wirklich wichtig zu sein, denn das hast du gleich zweimal so geschrieben). Und natürlich ist es eine völlige "Illusion", dass das Ganze helfen könnte. Du ziehst die Möglichkeit, dass das Ganze wirklich etwas bringen kann, gar nicht in Betracht - warum nicht?

[...] Wer andere ethische und moralische Wertvorstellungen hat, wählt einen Weg, der diesen Wertvorstellungen entspricht und dieser Weg ist von ALLEN zu akzeptieren und zu respektieren. [...]
Und wieso tust du das dann nicht? akzeptiere doch bitte, dass andere andere Wertvorstellungen haben und vielleicht sogar GERNE mithelfen wollen, die Züchter, die sich wirklich um ihre Tiere sorgen und kümmern, zu unterstützen. Wieso redest du das massiv schlecht, unterstellst denjenigen, die diesen Weg aufzeigen oder gar anregen, sie würden etwas moralisch Unverschämtes fordern?

[...] Wenn das Problem in der Diskussion (oder auch im Allgemeinen) für dich so relevant ist, solltest Du Dir vielleicht mal Gedanken machen.
Ich finde es grundsätzlich wichtig, dem Gegenüber mit einem gewissen Maß an Umgangsformen entgegenzutreten (egal, wie unterschiedlich man in Themenfragen zueinander steht) und dazu zählt für mich sehr wohl die korrekte Ansprache, wenn ich sie denn bewusst wähle. Hat für mich etwas mit Respekt und Höflichkeit zu tun, zumal, wenn derjenige einen darum bittet. Also ja, so etwas finde ich durchaus relevant.

[...] ich stelle mir gerade so ein Gespräch vor "Und dann habe ich noch eine Frage....wenn ich bei Ihnen ein Jungtier kaufe und es verstirbt nach kurzer Zeit, soll ich es obduzieren lassen, damit Sie alle Daten und Werte bekommen?" [...]
Wo liest du, dass man das beim ersten Gespräch SO fragen soll :confused:? Aber ja, wir z.B. haben tatsächlich in den ersten Gesprächen auch u.a. darüber gesprochen, was passiert und wie ein Züchter mit frühen Toden seiner Tiere umgeht. Aber es geht ja nicht nur um Tiere, die als Jungtiere nach kurzer Zeit versterben, sondern auch um z.B. Kastraten, die gedeckt oder geworfen haben, denn deren Nachwuchs ist ja eventuell wieder in die Zucht gegangen.

[...] Das Gesicht des Züchters würde ich schon gerne sehen.... [...]
Antwort der Züchter aus meinem Umfeld: Super, so interessierte und informierte Käufer wünschten wir uns öfter.

[...] Ich investiere nicht in theoretische Forschung für die Zukunft, sondern in praktische Hilfe und Behandlung in der Gegenwart.

Das tun übrigens ganz viele hier. [...]
Zweiteres tue ich auch, muss sich das denn ausschließen?

was ich mich auch frage, warum sich hier sowenig Rassekatzenhalter melden, die zu dem Thema was beisteuern könnten. [...]
Zum einen gibt es nicht sooo viele hier (und einige haben sich auch schon an anderen Stellen geäußert, man ist ja oft nicht nur in einem Forum unterwegs ;)), zum anderen ist man hier doch meist eh nur ein oberflächlicher Statussymbolfanatiker, der seine Tiere nicht liebt, sondern nur herzeigen will, was man sich leisten kann :D, da würde ich vielleicht auch nicht viel zu schreiben... Aber es langt ja, wenn sie das Ganze einmal bedenken und vielleicht (ich hoffe ja für alle, dass sie es nicht brauchen werden) dann, wenn es so sein sollte, entsprechende Maßnahmen einleiten. Dazu muss man ja nicht in einem Forum schreiben.

Für mich wäre Obduktion zu wenig, man müßte auch über Ernährungsformen, Begleiterkrankungen und Medikationen Protokolle führen, um annähernd die Krankheiten und Dispositionen, die daraus resultieren, zu verstehen. Nur ein Gesamtbild würde hier was bringen und eventuell zu einer Veränderung führen. Pharmazeutische
Unternehmen könnten eine Studie sponsern, werden es aber nur machen wenn finanzielles Interesse besteht. Alles andere ist Utopie. [...]
Und das ist eine Tatsache, weil...? Sicher wäre es interessant, das Ganze noch mit zu beobachten, aber wenn man erst einmal die genetischen Komponenten herausfinden kann (und das ohne, dass man minutengenaue Protokolle über das Leben seiner Katzen führen zu müssen), sehe ich das schon einmal als sehr großen Fortschritt an. Alles auf einmal kann sicher nicht geleistet werden.

[...] Übergriffig finde ich das nicht ... aber öhm nee, ich finde auch nicht, dass ein/e ZüchterIn erwarten kann, dass im Falle eines Falles ICH die Obduktionskosten übernehme! Da erwarte ich ganz klar, dass die/der ZüchterIn die Kosten übernimmt! [...]
Das ist sicherlich ein Punkt, den man mit dem Züchter besprechen kann und sollte, ich weiß, dass das mal so und mal so gehandhabt wird. Ich persönlich würde das nicht auf den Züchter abwälzen, aber fände es auch nicht schlimm, wenn das jemand so sieht und das vom Züchter einfordert. Ich meine auch nicht, geschrieben zu haben, dass das immer der LH zu zahlen hat - oder :confused:?
 
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saurier

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[...] Die Bevormundung wird - solltest Du richtig gelesen haben von S(klein)aurier und jetzt auch Dir vorgenommen.
Meine Meinung - die ich nun mehr als einmal niedergeschrieben habe - und ich gehe auch davon aus, dass ich das unmissverständlich getan habe - ist einzig und alleine, dass jeder hier seinen eigenen Weg zum Thema Obduktion finden muss.
Also hör auf!!! mir so einen Unsinn zu unterstellen. [...]
Sehe ich genau anders herum ;), hier wird Menschen, die gebeten werden, darüber nachzudenken, eine Obduktion durchführen zu lassen, wenn es sinnvoll erscheint, suggeriert, dass sie das besser nicht tun sollen, denn es sei ja lediglich eine "Illusion", dass das Ganze weiterhelfen könnte und man müsse quasi zum "Märtyrer" werden, um so zu handeln oder man ist wohl einfach ein Mensch, dem etwas Wichtiges fehlt :D.

[...] Der einzige Komplex besteht darin, dass einige Designerkatzenhalter nicht abkzeptieren können oder wollen, dass es im Leben keine 100% Garantie auf Gesundheit gibt. [...]
Wo liest du das? Wo hat irgendein von dir so abfällig titulierter Halter einer Rassekatze geschrieben, dass er nicht akzeptiere, dass Tiere auch krank werden können, so gut man auch im Vorfeld versucht, nur gesunde Tiere zu verpaaren?
ABER: Wieso sollte man nicht dazu beitragen, wenn man kann, dass gewisse Krankheiten früher erkannt und damit besser behandelt oder gar geheilt werden können? Wäre es wohl besser, wenn sich nie jemand mit der Früherkennung von HCM, CNE, FORL oder was auch immer auseinander gesetzt hätte? Ich verstehe deine Vehemente Ablehnung der Bitte, einmal darüber nachzudenken, einfach nicht. Aber da sollten wir vielleicht einfach sagen: Let's agree to disagree ;).

[...] Und den Menschen, die ihre Tiere aus den Tierheimen und Pflegestellen adoptieren einen Minderwertigkeitskomplex ggü. Rassetieren zu unterstellen, dazu gehört schon eine gehörige Portion Arroganz und Überheblichkeit! [...]
War ich zwar nicht, denke aber, es könnte am alten Newton liegen ;).

Möchtest Du erklären wie das in der Realität ablaufen soll, wenn bei 99 % aller "rasselosen" (was ja rein biologisch/biologistisch Unsinn ist) Tiereschutztiere die Eltern unbekannt sind?
Ich bin sehr gespannt auf eine sachliche Erklärung. [...]
Nimm doch mal den HCM-Schall - natürlich kann man den an JEDER Katze anwenden. Und so verhält es sich doch mit vielen anderen Erkrankungen auch, die - ursprünglich in der Zucht erkannt - dann erforscht wurde und danach allen Tieren zugute kam. Hätte man nicht vielleicht erkrankte Linien verfolgt und die Tiere entsprechend untersucht, wäre so etwas vielleicht nie zustande gekommen.

Was ich auch seltsam finde, dass manche erst durch Züchtung entstandenen
Krankheiten mit großem finanziellen Aufwand wiederum ausgemerzt werden sollen. [...]
Welche Krankheiten meinst du?

[...] Und wer glaubt Herr über Viren, Pilze, Bakterien etc. zu sein, der irrt. [...]
Welcher Post suggeriert, irgendjemand sei oder wolle Herr über die genannten drei sein?

[...] Genetische Mutationen
finden jeden Tag statt, da wird sich nichts ändern und Alterungsprozesse sind auch nicht aufzuhalten, so grauslich das klingt. [...]
Wo wird das bestritten?

[...] Übrigens tritt in Österreich ein radikaler Tierschützer in einer Partei an. Der ist schon im Gefängnis gelandet
als er Missstände in der Schweinezucht aufgedeckt hat. Die Partei ist leider
zu klein und wird auch nicht viele Stimmen erhalten. Auch läuft ein Tierschutzvolksbegehren, das aber kaum avisiert wird, weil die Gelder fehlen.
Ich geb die Hoffnung trotzdem nicht auf. [...]
Zusammenhang zum Thema?

[...] Im Tierheim landen
oft Rassekatzen die von den Züchtern ausrangiert wurden. Das weiß ich aus eigener Erfahrung [...]
Sorry, aber KEIN seriöser und verantwortungsvoller Vereinszüchter "rangiert" seine Tiere im TH "aus". Zumindest nicht, wenn der Züchter davon in Kenntnis gesetzt wird. Im Gegenteil, da wird sich EXTRA im Vertrag ein Vorkaufsrecht bei Abgabe des Tieres eingerichtet und die Tiere zurückgeholt, damit sie eben nicht im TS landen, zumindest, wenn es der Züchter verhindern kann - oder er hilft bei der Weitervermittlung, um den TS eben nicht zusätzlich zu belasten.
Und wenn das ganze hinter dem Rücken des Züchters abläuft, ist es eben auch sinnvoll von Seiten des TSes, den Züchter zu kontaktieren (was ja inzwischen recht viele glücklicherweise auch tun), so dass er seine Tiere zurücknehmen kann.

[...] und da wär es legitim wenn ein Liebhaber sich solcher Katzen annehmen würde. Sind halt doch irgendwie Statussymbole.[...]
Das verstehe ich nicht, es nehmen sich doch Liebhaber dieser Tiere an (sowohl beim Züchter als auch im Ts), was hat das damit zu tun, dass es sich - warum auch immer - in deinen Augen um ein Statussymbol handelt?

Meine Breitenerfahrung hab ich aus dem Tierheim, da ich dort aushelfe und mit der Leiterin befreundet bin. Da hab ich so einiges an Insiderwissen. [...]
siehe oben

[...] Ich weiß nicht woran die Katzen meiner Nachbarin gestorben sind und es geht mich auch nichts an. [...]
Da es nach deiner eigenen Aussagen Main-Coon waren, werden sie nicht von einem anständigen Züchter gekommen sein, denn dann wären es Maine Coon (der Unterschied ist wirklich gravierend, denn viele Vermehrer kennen den Unterschied tatsächlich nicht und verkaufen die Look-alikes oft unter falschem Namen - dann aber wird es den Rassetieren angelastet, wenn die Tiere krank werden).

[...] Ich weiß nicht aus welcher Zucht und ob die beschallt wurden. [...]
Bist du dir denn sicher, dass sie überhaupt aus einer Zucht stammten und eben nicht vom Vermehrer?

[...] Was geschieht mit den Katzen die beschallt wurden und für die Zucht als nicht
tauglich erklärt wurden? [...]
Bitte, die Katzen werden nicht mit irgendwelchen Dingen "beschallt", das ist keine Musiktherapie oder so.

[...] Werden die dann(krank) verkauft oder kriegen die ihr Gnadenbrot? [...]
Warum muss das ein "oder" sei? Aber darauf hat man dir ja schon geantwortet: Es kommt auf die Schwere der Erkrankung an. Ich z.B. habe auch Katzen, die einen zuchtausschließenden Aspekt haben, das muss ja nicht zwingend immer etwas sein, was kurzfristig zum Tod führt. ;) Selbstverständlich bin ich davon lange vor dem Kauf informiert worden.

[...] Katzenliebhaber die unbedingt eine Katze wollen und dann eine
Rassekatze kaufen tragen zur Überfüllung der Tierheime bei. Das ist Fakt und lindert nicht die Not der Tierheimkatzen und Streuner etc. [...]
Ich bin ein Freund von Fakten, aber das ist kein Fakt, das ist deine Sicht der Dinge. Ich trage NICHT zur Überfüllung in den Tierheimen bei, da meine Tiere kastriert sind und - auch über meinen Tod hinaus - geregelt ist, wer sich um sie kümmern wird, wenn ich es nicht kann. Sie werden den TS keinesfalls belasten.
Wer Schuld an der Überfüllung der Tierheime ist, sind die Leute, die "nur mal einen Wurf" haben wollen, sind die, die ihre Tiere nicht kastrieren lassen, sind die, denen nach der Abgabe egal ist, was mit ihren Tieren passiert (also alle Vermehrer), Tiere aus seriösen Zuchten wirst du, wenn es der Züchter verhindern kann (sprich, wen er davon weiß), nicht finden. Von daher: Nein, kein Fakt.

[...] Ich will denen eine Chance geben die es dringend nötig haben, so schön ich manche Rassekatze auch finde. Ist nicht schwarzweiß Denken sondern Ansichtssache. [...]
Das spricht dir keiner ab, aber bitte "beschwere" dich nicht bei denen, die dafür sorgen, dass ihre Tiere niemals den TS belasten, sondern bei denen, die wirklich verantwortlich sind, deren Tiere und Nachkommen der Tiere im TS landen.

[...] Wenn Tiere, die nicht zur Zucht taugen und schon aus der Zucht genommen wurden als Liebhabertiere an Liebhaber verkauft werden, welchen Sinn hat dann die Obduktion dieser Liebhabertiere bei denen bereits eine krankhafte Disposition diagnostiziert wurde. [...]
Wo steht, dass man ALLE Tiere obduzieren lassen soll?
[...] Sicher, es gibt Tiere, da ist die Diagnose so klar (z.B. Tumore, zuvor nachgewiesene Infektionskrankheiten etc.), dass in diesen Fällen eine Abgabe in die Pathologie nicht nötig ist, [...]
steht schon im Eingangspost und trotzdem kann es wichtig sein, denn ein Tier, das an einer Krankheit leidet, muss daran ja nicht zwingend versterben. Wenn z.B. eine Katze wegen eines Perlchens am Schwanz (Tendenz Knickschwanz) aus der Zucht genommen wird, kann es ja trotzdem noch an HCM versterben.

Bitte wo werden die Ergebnisse der Obduktionen und der Datenmengen zusammengetragen? Wo wird das gebündelt, wo werden die klinischen Studien
unter der Berücksichtigung der verschiedensten Lebensstile von Katzen protokoliert und archiviert? [...]
Wenn du einen Rassekatzen vom Züchter hast, frag - wie mehrfach schon in diesem Thread erwähnt - dort nach, ob der Züchter an entsprechenden Ergebnissen interessiert ist.
Wenn du keine hast, betrifft dich das Ganze gar nicht und du musst dir deinen Kopf gar nicht zerbrechen.

Wenn es dich interessiert, ob es auch Studien zu Hauskatzen gibt, rate ich dazu, bei entsprechenden Fachinstituten anzufragen.
 
saurier

saurier

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So, ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges vergessen und alle Fragen, derer ich habhaft werden konnte, beantwortet bzw. entsprechende (hoffentlich verständliche) Erklärungen liefern können.

Und jetzt gehabt euch erst einmal wieder wohl, ich werde meinen Urlaub weiter genießen und hoffe, dass ich nicht wieder aus dem Netz fliege :D.

Tante Edit sagt: Hat geklappt musste den Post nur unterteilen (aber hat mich beim ersten Mal gleich rausgepfeffert, gut, dass ich es gespeichert hatte ;)).
 
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