Kittendilemma

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Skyrocket

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Hallo!

Nachdem ich mich die letzten Tage quer durchs Forum gearbeitet habe, wende ich mich mit meinem Problem an Euch.

Die Ausgangssituation: wir, das sind mein Mann, unser Sohn (15 Monate) und ich, bewohnen ein Haus mit Garten in ruhiger Neubausiedlung. Wir haben keine Haustiere, da wir beiden bis zur Geburt unseres Sohnes Vollzeitbeschäftigten gearbeitet aber. Ich bin wieder TZ beschäftigt, mein Mann ist bis Ende September zu Hause. Zu uns gehört auch noch ein altes Pferd, das mich schon lange begleitet. Ich habe aus Kinderzeiten Katzenerfahrung.

Das Problem: vor ein paar Tagen fragte mich eine Freundin, ob ich nicht eine Babykatze haben wolle. Nee, bloß nicht, keine Zeit :eek: wobei...Katzen sind ja schon was schönes... Und eigentlich hätte ich schon gerne wieder ein Haustier...ach nein, ich bin vernünftig. Aber aus Neugier fahre ich mit zum Angucken.
Die Katzenbabys sind ganz klassischer ein Wurf auf dem Bauernhof. 3 Wochen alt. In 2 Wochen sollen sie weg. Und wer übrig bleibt wird getötet. :massaker:
Natürlich ist mir gleich eins auf den Arm geklettert. Natürlich war mein Sohn hin und weg. Der Mann auch. Ich auch. Mist.

Sind dann erst mal heim um uns zu beratschlagen. Selbst mir war klar, dass 5 Wochen kein Abgabealter ist. Habe schon angekündigt , dass wir wenn die Katze erst nach unserem Urlaub nehmen könnten. Also in ca. 4 Wochen. Das wäre wohl ok.
Nach Aussage der Besitzerin gibt es auf dem Hof noch einen wilden Wurf, die hätten wohl Katzenschnupfen. Die Mutterkatze ist wohl auch schon sehr abgemagert.

Nachdem ich mich nun kreuz und quer durchs Internet gelesen habe und schließlich hier gelandet bin, bin ich um einiges schlauer. Oder auch nicht.
Die Katze mit 8-9 Wochen von der Mutter zu trennen ist fahrlässig. Nur eins zu nehmen auch. Ich befürchte aber, dass die Kleinen sich noch was einfangen wenn sie über die Mutter doch Kontakt zu den Wildlingen haben.

Mein Plan ist nun, die Besitzerin zu bequatschen, den gesamten Wurf samt Mama zum Tierheim oder zu einer Pflegestelle zu bringen. Da können die Kleinen nach 12 Wochen vermittelt werden und die Mama geht kastriert und aufgepäppelt wieder zurück. Hab ich auch schon so im Tierheim vorab besprochen. Aber wenn sie dem nicht zustimmt? Dann trotzdem 2 nehmen? Oder Behörden bzw Tierschutz einschalten? Die Katze ist ja vermutlich schneller trächtig als man gucken kann.

Und werden wir den Katzen gerecht? Kurzfristig steht im August noch 1 Woche Urlaub an. Wären sie auf einer Pflegestelle wäre das kein Problem, aber wenn sie doch eher kommen?
Einfach weggucken und sie werden doch umgebracht zerreißt mir das Herz.

Ideen?

Lieben Grüße
Skyrocket
 
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Margitsina

Margitsina

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Der Plan ist eigentlich gut. Mama mit kitten auf PS, Mama kastrieren und zurück. Gleiches sollte mit der anderen Katze auch erfolgen. Auch die halb wilde sollte auf PS , kastriert und aufgepäppelt werden und dann zurück....sowie alle anderen auch die Kater kastriert werden müssen.
Dann könnt ihr beruhigt zwei Kater oder zwei Mädels nehmen.
Viel Erfolg ! :)
 
Annemone

Annemone

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Hallo!
Mein Plan ist nun, die Besitzerin zu bequatschen, den gesamten Wurf samt Mama zum Tierheim oder zu einer Pflegestelle zu bringen. Da können die Kleinen nach 12 Wochen vermittelt werden und die Mama geht kastriert und aufgepäppelt wieder zurück. Hab ich auch schon so im Tierheim vorab besprochen. Aber wenn sie dem nicht zustimmt? Dann trotzdem 2 nehmen? Oder Behörden bzw Tierschutz einschalten? Die Katze ist ja vermutlich schneller trächtig als man gucken kann.

Und werden wir den Katzen gerecht? Kurzfristig steht im August noch 1 Woche Urlaub an. Wären sie auf einer Pflegestelle wäre das kein Problem, aber wenn sie doch eher kommen?
Einfach weggucken und sie werden doch umgebracht zerreißt mir das Herz.

Ideen?

Lieben Grüße
Skyrocket

Guter Plan! Ich würde es versuchen. Wenn ihr keine Kosten entstehen, willigt sie vielleicht ein. Der TS-Verein unterstützt das sicher.

Und es ist super, wenn ihr gleich zwei nehmt.

Ich drück' euch die Daumen, dass es klappt. Und ihr so nicht nur zwei Jungspunden eine schöne Zukunft geben könnt, sondern auch weiteren Nachwuchs verhindern. Das wäre TS, wie er sein soll.
 
S

Skyrocket

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Die Dame vom TH hat gleich angeboten jemanden zu schicken, der sich um die Wilden kümmert. Aber ich will erst mal versuchen es persönlich zu besprechen. Ich befürchte nur, dass sie das nicht will. Die Leute sind ja manchmal komisch :oha:

Könnte ich Mama mit Kids eigentlich in einem Kennel transportieren? Oder wie macht man das sinnvollerweise?
 
S

Starfairy

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Wenn sich die Mama anfassen läßt, kannst du die Mama mit den Kleinen in einem großem! Kennel transportieren.
Ansonsten wären 2 besser, die aber so gestellt sein sollten, das die Mama die Kleinen durch das Gitter sehen kann.

Guck mal in diesen Thread rein, da kannst du sehen, was der Katzenschnupfen alles anstellt, und wie wichtig es ist, das diese Mama mit den Kleinen auch versorgt wird. http://www.katzen-forum.net/patensc...iemandskatzen-brauchen-unterstuetzung-68.html So ca. um Post 680 rum.

Anzeigen ist halt immer so eine Sache. Aber wenn der Tierschutz schon eingeschaltet ist, übernehmen vielleicht die das. Oder die Leute sind doch einverstanden, wenn das plötzlich im Raum steht.
Ich glaube, viele Leute auf dem Land wissen noch gar nicht, das sie sich strafbar machen, wenn sie kleine Katzen einfach "wegräumen".
 
S

Skyrocket

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Hallo Starfairy,

die Mutter von den Kleinen ist wohl zahm.
Ich fürchte, für die Kleinen von dem wilden Wurf kann man nicht mehr viel tun, jedenfalls hörte sich die Beschreibung nicht gut an. Deshalb habe ich auch Angst, dass sich der andere Wurf auch ansteckt.

Aktueller Stand: die vermittelnde Freundin ist der Ansicht, dass man sich nicht einmischen darf weil uns das nix angeht. Ah ja.
Gegen ihren Willen kann ich da nun schlecht auflaufen. Jetzt muss ich erst mal sie überzeugen. Ich würde am liebsten gleich losfahren und alle Katzen einsammeln :eek:

Entmutigte Grüße
Skyrocket
 
Margitsina

Margitsina

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Doch, du darfst dich einmischen. :)
Übrigens ist das töten von Wirbeltieren nach deutschem Tietschutzgesetz verboten. Das dies lt. Aussage offensichtlich ansteht, ist handeln sogar dringendst notwendig.
Bleib dran und die scheue Katze muss umgehend kastriert werden.
 
S

Skyrocket

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Ich war am Sonntag noch mal vor Ort und habe versucht mit der Besitzerin zu reden.

Mutter mit Kitten zur Pflegestelle geht nicht das es eine Mauskatze ist die viele Mäuse fängt. Kastrieren geht nicht weil sie dann ja auch weniger Mäuse fängt.
Aha.
Die wilden Katzen geht auch nicht weil die neuen Kitten die Katzen ersetzen die totgefahren werden oder einfach so sterben.
Ach so.
Und die Herbstkitten überleben auch nicht.
Na fein.
Das war die Kurzversion und es ist zu Heulen.
Die Mutterkatze hatte ein leicht verkrustetes Auge. Die Kitten werden nicht getötet da der Nachwuchs ja quasi der Nachschub ist.

Gestern hatte ich noch mit einer Dame vom Tierschutz telefoniert. Gegen den Willen der Besitzer können sie auch nicht einfach tätig werden mit Kastrationen etc. Aber ich werde noch Infoflyer zu dem Thema hinbringen

Wir haben uns gegen die Kitten entschieden. Schweren Herzens. Aber wir wollen das nicht unterstützen und ich habe auch Angst vor Krankheiten.

Das Thema Katze ist für uns noch nicht erledigt - aber wenn dann vom Tierschutz.

Viele Grüße
Skyrocket
 
T

Tina_Ma

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Bitte lass dich nicht gleich von den "Bauern abwimmeln". Diese Ansicht/Einstellung ist sehr oft vorhanden.

Versuch es doch mal mit der Argumentation, das kastrierte und gesunde sowie kräftige Katzen mehr Zeit haben sich um die Mäuseplage zu kümmern da:


die Kater nicht mehr nur Sex im Kopf haben, dafür dann meilenweit laufen um die nächste trächtige Katze zu finden. Die Kater haben dann den "Luxus" auch stundenlang vor einem Mauseloch zu sitzen um die Maus zu fangen und sind nicht gleich wieder durch ihre Instinkte mit "Sex" beschäftigt.

Die Kätzinen brauchen sich nicht fortlaufend um den kräftezehrenden Nachwuchs zu kümmern, und haben somit auch mehr Zeit sich mit der Mäuseplage zu beschäftigen.

Gesunde und somit dann auch kräftige Katzen bleiben dem Hof länger erhalten und sind somit "zuverlässige Mitarbeiter".


Ja, es ist eine doofe Argumentation, aber bei den "alteingesessenen Bauernhöfen" ist das öfters eine gute Argumentation. Denn ihr "Nutzvieh" wird ja auch tierärztlich versorgt, denn eine gesunde und kräftige Kuh bringt mehr Milch als eine kränkliche und schwache.




Wenn du dich doch für die Kitten entscheidest, ich denke in diesem Fall unterstützt ihr nix, sondern rettet zwei Kitten das leben. Wenn es Vermehrer wären würde ich da anders denken.

Und wegen Krankheit - das kann überall passieren.
 
Taskali

Taskali

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Nördlich von Berlin
  • #10
Wo kommst du denn her?

Ich kann mich Tina-Ma nur anschließen. Wenn man hartnäckig bleibt, dann kann man oft viel erreichen. Ich hab ja oft solche Hofkatzen dann bei mir auf meiner Pflegestelle, wenn die Leute dann doch bereit sind mitzumachen und eine meiner "Hauptquellen" ist im Jenaer Bereich, wo eine sehr engagierte Frau in die Dörfer geht und die Bauern so lange bequatscht, bis die nachgeben und einer Kastraaktion zustimmen. Sie hat allein im letzten Jahr über 100 Katzen auf die Art kastrieren lassen können. Das zeigt: Hartnäckigkeit zahlt sich aus - und rettet Leben....
 

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