IBD/ Pankreatitis... ich weiß nicht mehr weiter?!

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    pankreatitis

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Melanie070583

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  • #21
Bitte sprich nochmal mit deiner TA darüber! Metacam (oder auch Meloxicam, Rheumocam etc.) ist entzündungshemmend. Vielleicht könnt ihr dann das Cortison weglassen.
Problem ist halt auch bei dem Metacam, dass sie davon Durchfall bekommt.

Sie hatte es vor ca. einem Jahr schonmal bekommen, wegen was anderem, nach 2 Tagen stellte sich dasnn Durchfall ein.
Deswegen hab ich Angst, wenn wir das Cortison absetzen, es mit dem Metacam nur noch schlimmer wird.

Metacam (Schmerzmittel)
-Betamox (Antibiotikum)
-Catosal (Vit B12 + Immunstärkend)
-Amynin (Leberschutz, wenn die Katze nicht frißt - enthält viele Aminosäueren und ist auch etwas Appetitanregend)
-Cerenia oder Pasepartin (gegen Übelkeit und Erbrechen)
Ist das die Infusion gewesen, oder mit Na-Cl vermischt?
 
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raven_z

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  • #22
Die Infusion war Na-CL, die Medikamente wurden dazu gegeben in die Infusion.

Später dann, als es ihm besser ging, habe wir das Metacam weggelassen, aber die ersten paar Tage war es wirklich bitter nötig.

Ich weiß leider nicht, welches Schmerzmittel man statt Metacam geben kann :(

Hat sie das Metacam - als sie mit Durchfall reagiert hat - oral bekommen oder subkutan?

Meine TA möchte Sam nichts oral verabreichen, er bekommt alles gespritzt, weil sie meint, er ist eh schon so angeschlagen mit der Bauchspeicheldrüse/Magen/Darm.
Vielleicht reagiert deine Maus nicht so stark auf das Metacam, wenn sies gespritzt bekommt?
 
M

Melanie070583

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  • #23
Hat sie das Metacam - als sie mit Durchfall reagiert hat - oral bekommen oder subkutan?
Sie hat es Oral bekommen, weil sie einfach jedesmal so ein Theater beim TA macht und sich so aufregt, dass wir eigentlich alles soweit möglich nur Oral geben.
Sie war aber auch in ihren 19 Jahren wirklich nur max. 5 mal wegen was wirklich schlimmen beim TA, das hat sich da GsD in Grenzen gehalten.:aetschbaetsch2:
 
Calimera

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  • #24
Spezifische Pankreaslipase: über 50 ( kein genauer Wert mehr angegeben)

Mit solchen Werten gehört die Maus normalerweise in eine TK ...

Nach dem Lesen Eurer Geschichte habe ich den Eindruck, dass Deine TÄ erher darauf aggiert, was DU vorschlägst, als dass Sie selbst einen Plan hat ... sorry, wenn das nicht so sein sollte ...

Meiner Ansicht nach hat Deine Maus viel zu viel AB bekommen (was den Darm massiv schädigen kann) ... hinzukommt, dass sie viele verschiedene Dinge gleichzeitig bekommen hat, sodass man nicht mit Sicherheit sagen kann, was hat nun wirklich geholfen und was nicht ... worauf bzw. auf welche Inhaltsstoffe reagiert sie vielleicht tatsächlich zusätzlich allergisch, worauf nicht ... wenn Du weißt, dass sie z.B. auf Metacam reagiert, wäre es gut, wenn Du es nicht mehr geben würdest und Dich anstelle dessen nach einer Alternative "umsehen" würdest ...

Eine vernünftige Diagnostik (wurde z.B. eine BSD-Insuffiziens ausgeschlossen ?) wäre ebenso ratsam, wie ein Darmaufbau, ggfls. eine Ausschlussdiät usw. ... einfach damit Du weißt, womit Du es zu tun hast und wogegen und wie Du - zusammen mit Deiner Maus - kämpfen musst / kannst ... mal abgesehen von der Behandlung der akuten BSD ...

Was die Fleischsorte angeht, haben wir gute Erfahrungen mit Straussenfleisch gemacht ...

Alles Gute für Deine Maus ...
 
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Melanie070583

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  • #25
der ü50 Wert, war vor dem letzten Blutbild im August.

[QUOTEMit solchen Werten gehört die Maus normalerweise in eine TK ...][/QUOTE]
Fragt sich nur, was die in der Tierklinik mit ihr machen wollen?
Ich glaub ich hab es jetzt schon soo oft geschrieben, sie ist keine Kuschelkatze und wenn ihr was nicht passt, kratzt und beißt sie und das nicht zu knappt.
In die Tierklinik sind wir deshalb nicht, weil sie nicht apathisch oder sonst was war. Lediglich der Durchfall kam wieder. Deswegen das 2. Blutbild.

Nach dem Lesen Eurer Geschichte habe ich den Eindruck, dass Deine TÄ erher darauf aggiert, was DU vorschlägst, als dass Sie selbst einen Plan hat ... sorry, wenn das nicht so sein sollte ...
Wie kommst du darauf?
Eigentlich sollten Besitzer und TÄ schon ein bisschen zusammen "arbeiten". Der Besitzer sieht sein Tier jeden Tag, der TA nur kurz.
Wenn man so wie ich viele Std. im Internet rumsucht und das gefundene mit dem TA abspricht, seh ich nichts verwerfliches daran.

wie ein Darmaufbau, ggfls. eine Ausschlussdiät usw. ...
Darmaufbau bekam und bekommt sie immer noch.
Bactisel hat sie nicht vertragen (Durchfall kam wie Wasser hinten raus)
Canikur frisst sie, nicht mit Freunde, aber sie frisst es. Deswegen auf
Dr. Wolf Darmflora Plus umgestiegen. Frisst sie ohne Anstand und bekommt sie auch derzeit.

Ausschlußdiät.. Leichter gesagt als getan.
Sie frisst nur Rind, Hühnchen und Hirsch.
Jegliches anderes Wild, Kaninchen, Fisch verschmät sie. Und auf Dosenfutter werde ich nicht umsteigen!

Straußenfleisch, sehr interessant. Sollte ich mal probieren, vielleicht frisst sie das.
Wo hast du das her bekommen?

hinzukommt, dass sie viele verschiedene Dinge gleichzeitig bekommen hat
eigentlich nur AB und Cortison?! Angefangen als sie schon Durchfall hatte, durch die BSD. Es gab ja Zeiten, wo der Kot in Ordnung war. Anfang August, bis letzten Freitag. Mit Cortison Gabe.

B-Komplex, Darmaufbau, homöop. Mittel waren nur zur Unterstützung. Das sie dadurch Durchfall hat bezweifel ich.
 
Kaschi

Kaschi

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  • #26
Hallo!
Melanie, einige deiner Probleme kenne ich!
Mein jetzt 13jähriger Kater Mohrle hat schon im mittleren Alter, etwa mit 4-5 Jahren angefangen, beim Futter immer mäkeliger zu werden, irgendwann hat er nur mehr 2 Naßfuttersorten gefressen. Ende 2007 gings ganz schlecht, er hat öfters gebrochen -auch mal mit Blut, und dann wars natürlich ganz aus mit Fressen.

Natürlich war er immer wieder in TÄ-licher Betreuung, aber eine Behandlung war bis dahin nicht erforderlich - nur wegen seiner Mäkelei .Als er aber das o.a. blutige Erbrechen hatte, warn wir sofort bei der TÄ. Sie hat ihm zuerst etwas gegen Schmerzen und Erbrechen gegeben und Cortison gespritzt, da das auf die Schnelle den Appetit wieder herstellt. Nach ein paar Tagen ging es ihm zwar besser, wir ließen es aber darauf nicht beruhen, sondern ihn "auf den Kopf stellen" - Blutuntersuchung, US und eine vom TA empfohlene Magenspiegelung. Dabei wurde eine Gastritis festgestellt. Eine Biopsie wurde gemacht. Als Ergebnis hieß es, es seien bestimmte Zellen drin (wie die heißen, hab ich mir nicht gemerkt - sie haben jedenfalls was mit der Entzündung zu tun).
Er bekam nochmals Schmerztabletten und gegen den ebenfalls gefundenen helicobaczer-pylori- Keim ABs.

Um es abzukürzen: Einige Monate gab es weiterhin Probleme mit seiner Fresserei, teilweise nahm er im Tag nur mehr 50g Naßfutter zu sich, andere Tage gig es wieder besser, aber eine durchgehende Besserung war nicht zu erkennen.
Da die TÄ auch viel von naturheilkundlicher Behandlung hält, aber außer Akupunktur davon nicht so viel versteht, empfahl sie mir einen TÄ, der inzwischen auf Homöopathie umgesattelt hatte. Seine Behandlung war für Mohrle vollkommen erfolglos.
Da es Mohrle weiterhin schlecht ging, wandte ich mich nochmals an unsere TÄ.
Zu unserem Glück hatte sie gerade in dieser Zeit an einer Fortbildung teilgenommen, wo es um Innere Medizin /Ernährung und damit zusammen hängende Krankheiten ging UND DAMALS ZUM 1.MAL ETWAS VON IBD ERFAHREN!
Sie hatte schon weitere solche Fälle in der Praxis und jetzt konnte sie endlich Mohrles Krankheit richtig diagnostizieren : auch das war IBD!
Es ist eine Ausschlußdiagnose, nicht durch veränderte Blutwerte oder Röntgen feststellbar.
Das schlechte Freßverhalten, die o.a. in der Biopsie gefundenen Zellen sind Zeichen für IBD des Magens, DF natürlich für den davon betroffenen Darm. Die sofortige Wirksamkeit des Cortisons gehört auch zu den Kriterien, nach denen IBd festgestellt wird.
Das Cortison dämpft die Entzündung (und das ist mengenabhängig, also nützt es nichts, weniger als die vom TÄ empfohlene Menge zu geben!), greift aber auch - wie, weiß ich nicht so genau - in den Zucker - und Insulinstoffwechsel ein. Daher ist bei einer lange andauernden hochdosierten Cortisondauermedikation Diabetes als Nebenwirkung sehr leicht möglich!
Es ist eine Gratwanderung, auf der man sich hier bewegt!
Wie alles, hat Cortison gute und schlechte Wirkungen! Hier ist die Zusammenarbeit von TA und Tierhalter - vor allem die genaue Beobachtung des Tieres -ausnehmend wichtig!

Ich habe von einer jungen TÄ eine CD mit einer Dissertation und einer Studie an Katzen und Hunden ÜBER IBD bekommen.
Darin sind Symptome, Diagnose - hauptsächlich durch Untersuchungen an Zellpräparaten -, Ursachen (es gibt genetische Faktoren, aber auch Futterunverträglichkeiten u.a. können mitspielen) und Therapie beschrieben.
Sehr viel Wissenschaftliches, das man nicht versteht, steht auch drin, da muß man sich ganz schön durchkämpfen
Leider hatte das Cortison bei den Tiere der Studie nach spätestens 2 1/2 Jahren nicht mehr gewirkt. Und was ohne Behandlung passiert, kann man sich ja vorstellen.

Immer noch ist IBD bei vielen TÄ nicht bekannt, oft wird an den davon betroffenen Tieren ewig lange - erfolglos - rumgedoktert, bis sie an Entkräftung sterben.

Sei froh, Melanie, daß dein TA erkannt hat, was es ist und - DIE RICHTIGE MEDIKATION MIT CORTISON EINGELEITET HAT!
Auch wenn es sehr verteufelt wird: Es gibt Krankheiten, die nur damit behandelt (aber nicht geheilt!) werden können.
IBD gehört dazu!

Vertraue deinem TA und bitte halte die von ihm empfohlene Dosis ein!
Ebenfalls wichtig ist eine leicht verdauliche, fettarme Ernährung. Auf eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist zu achten - möglicherweise ist hier ein Zusatz nötig!
Mohrle bekommt dafür 2x täglich 1g VMP-Katzenpaste von Pfizer, und Calcium plus 2x200mg und 2x 100mg Taurin, da er NUR Hühnchenfiletfutter frißt, was von den o.a. Bestandteilen nicht ausreichend enthält.
Mein Kater hatte das Glück, daß seine IBD NUR DIE MAGENSCHLEIMHAUT betrifft; damit lebt er jetzt seit 5 Jahren -(also doppelt so lange als die Tiere der Studie).
Anfangs besserte sich bei ihm der Zustand schnell und ich konnte über längere Zeit hin - natürlich in Absprache mit der TÄ - das Cortison bis auf unter 1mg täglich senken! Bei solchen geringen Mengen gibts keine Nebenwirkungen!
Nun, auch wir sind nicht von Verschlimmerung verschont geblieben. In der letzten Zeit - etwa seit 1 Jahr -treten die Krankheitsschübe immer gehäufter auf. 2 Monate lang gings mit 2,5mg Cortison grade noch; im Moment sind wir bei der Anfangsdosis von 5mg.

Wie lange es noch gut gehen wird - das steht in den Sternen!
Eine aussagekräftige, zutreffende Prognose gibt es nicht, aber nochmals 5 Jahre dauert es sicher nicht, bis.....

Mit dieser bitteren Wahrheit muß man erstmal fertig werden!

Trotzdem, Melanie:
Laß den Kopf nicht hängen! Gib deiner Minka in der Zeit, die ihr bleibt, alle Liebe und Zuwendung, mach ihr das Leben so schön wie möglich! (Aber das tun wir ja ohnhin ALLE!)

Streß , Angst und Sorgen halte bitte von ihr fern!
(Du kennst das sicher auch! Streß tut uns Menschen ja auch nicht gut und schlägt sich oft auf den Magen!)

Ich wünsche dir und der Minka von Herzen alles Gute und noch eine schöne Zeit bei dir!
 
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