15 jähriger Kater mit SDÜ und IBD

  • Themenstarter Jutta U.
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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Jutta U.

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21. Juni 2021
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Frankenthal (Pfalz)
Hallo, ich bin zwar schon länger hier unterwegs, heute ist aber das erste Mal, dass ich schreibe. Ich finde mich gerade schlecht zurecht, was die Erstellung eines Themas geht, hoffe, ich mache alles richtig. Vielleicht könnte man für die neuen Laien eine kleine Anleitung einstellen?

Ich bin in großer Sorge um meinen Schatz Felix. Er ist 15 Jahre und seit 16 Monaten bei mir. Sein Frauchen war im letzten Sommer gestorben und Felix hat 7 Monate alleine im Haus gelebt, wurde 3x täglich gefüttert von der Tochter. Er kam zu mir mit der Diagnose SDÜ, die ca. 5 Monate vorher gestellt wurde. Er bekam Felimazole 2x täglich 1,25 mg und war stabil eingestellt. Felix war zuvor 10 Jahre bei keinem TA. Er war sehr dünn, wog nur 3,5 kg.

Im letzten Jahr waren wir ständig bei verschiedenen Tierärzten, weil "seine" TA immer wieder krank war und wir zur Vertretung mussten. Ein HIN und Her.

Im März 21 hat er nach Katzengras massiv erbrochen und Durchfall bekommen. Beim Tierarzt bekam er Cerenia gespritzt und pflanzliche Mittel zum Darmaufbau. 2 Wochen später, es wurde immer schlimmer, wurde Blut abgenommen und eine Stuhlprobe eingeschickt, die unauffällig war. Deshalb wurde kein Antibiotikum gegeben. Wegen hoher Harnstoff-Werte hat die TA Porus One (für die Nieren) verschrieben. Der nächste TA hat es Wochen später wieder abgesetzt, weil Creatinin und SDMA unauffällig waren. Das ganze Jahr war dramatisch, wir waren alle paar Wochen beim TA.

Ich kürze jetzt mal ab , Felix hat seit 1 Jahr Durchfall und muss ständig erbrechen. Dabei gibt es verschiedene Varianten: Mit Futterresten, weißer Schaum oder gelbe Galle. Er wird deshalb mindestens alle 3 Stunden gefüttert (kleine Portionen) und hat auch Nachts Futter zur Verfügung, damit der Magen nicht übersäuert. Im Juni 21 wurde ein Ultraschall gemacht, eine klare Diagnose gab es nicht, aber eine Vermutung auf Pankreatitis und Almazyme Pulver. Dazu nun auch ein Antibiotikum. Das hat rückblickend gesehen anfangs ein bisschen geholfen, nach 6 Wochen habe ich das Pulver wieder abgesetzt.
Im August musste dann noch eine Zahnreinigung gemacht werden, die Narkose hat das Ganze dann noch weiter verschlimmert.

An Medikamenten haben wir durch: gefühlte 100 Mittel gegen Durchfall, die Felix alle nicht geschluckt hat. Nux Vomica, Emeprid gegen Übelkeit im Sommer 2021, Sucrabest (Magenschutz) auch Sommer 21.

Als Diagnose steht jetzt IBD und SDÜ. Das Gewicht schwankt zwischen 3,7 und 3,9 kg. Fressen ist ein großes Problem: Felix ist super mäkelig und frisst nur wenig. Unter Cortison frisst er dann einige Tage sehr viel, lässt die Wirkung nach, frisst er kaum, jammert aber die ganze Zeit vor dem vollen Napf (Übelkeit?). Gute und schlechte Tage wechseln sich ständig ab. Wenns ganz schlimm ist bekommt er von Royal Canin: Recovery liquid. Das mag er gerne und hilft, schlechte Tage zu überbrücken. Leckerli gehen übrigens immer!

Wegen der SDÜ: Die T4 Werte waren im Frühling 21 stabil, 1,4 und 2,6. nach der Narkose in 8/21 ist der Wert aber explodiert auf 5,8, dann weiter auf 6,2 im Nov. Die Dosis wurde erhöht auf 2x2,5 mg Felimazole. Im Dez war der T4 bei 4,0.
Vor 2 Wochen habe ich dann wieder Niere und T4 machen lassen: Der Harnstoffwert war sehr hoch (über 50), die anderen Werte aber ok. Der T4 war nicht mehr messbar, das Messgerät der TA geht nur bis 8. Die Felimazole Dosis ist jetzt erhöht auf 2x 3,75.

Aktuell bekommt er an Medikamenten: mehrmals wöchentlich Nux Vomica (gegen Übelkeit hilft es manchmal oder auch nicht), Cerenia 1/4 Tablette gegen Erbrechen (wenn es schlimm ist), seit Herbst alle paar Wochen Prednisolon Depot Spritze 5 ml. Die Abstände werden inzwischen kürzer (erst alle 6 Wochen, dann 4, dann 3, zuletzt nach 2 1/2 Wo), dazu Vitamin B Komplex und B12. Außerdem Felimazole 2x 3,75 mg.
Die TA meint, dass Felix SD vielleicht versagt. Da die Abstände zwischen den benötigten Cortison Spritzen auch kürzer werden, meint die TA, dass Felix wohl nicht mehr lange leben wird.

Ich bin sehr verzweifelt. Ich sehe, dass mein Schatz noch viele gute Tage hat. Er schläft viel, aber er spielt auch jeden Tag mit mir und ist ein ganz großer Schmuser.
Könnt ihr mir vielleicht Ratschläge geben, wie man die Medikation optimieren könnte? Unter Cortison geht es ihm gut, darüber wurde übersehen, dass die SD verrückt spielt.
Kann mir jemand helfen? LG Jutta
 
A

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