Haustüre und auf Möbel klettern

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Ravyn

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Hallo alle zusammen, i
ich möchte mal etwas über unsere Katzensituation sprechen. :)

Meine Freundin und ich haben seit dem 16. April unsere zwei Thaikatzen,Tanjiro und Nezuko. Ich wollte schon immer Katzen haben und bin demnach total glücklich endlich stolze Besitzerin zu sein, jedoch habe ich einfach noch ein paar Unsicherheiten und Bedenken.

Zur allgemeinen Situation haben wir ein Haus mit 140qm, ein Wohnzimmer dürfen die Katzen nicht betreten, sowie den Hauswirtschaftsraum. Das Schlafzimmer soll dann teils auch nur unter "Aufsicht" betreten werden, d.h. wenn wir selbst im Raum sind und dann sollen sie aber dann auch raus wenn es so sein soll. Jedenfalls haben die Katzen jedoch ausreichend Platz sich im Haus zu bewegen. Wir sind erst vor kurzem komplett mit dem Bau fertig geworden, bis festgestellt worden ist dass da ein paar Fehler passiert sind, deswegen haben wir nun eine Weile regelmässig Arbeiter im Haus. Da wir beide arbeiten kommt dann der Vater meiner Freundin und kümmert sich darum, dass die Arbeiten ausgeführt werden. In diesem Zeitraum bis ich wieder zuhause sind sind die Katzen dann leider im oberen Geschoss eingesperrt. Das Zimmer hat 21qm und ist ein Wohnzimmer, wo es auch viele Liegemöglichkeiten und ähnliches gibt.
Mir gefällt es absolut gar nicht, dass die Katzen ständig in dem Zimmer sein müssen. Es tut mir halt einfach Leid, aber es muss so sein weil sie einfach in den Füssen rumlaufen und nachher gibt es Probleme mit den Handwerkern oder die Katzen tun sich weh. Und da unsere Bauweise ziemlich offen ist, ist die Haustüre nicht seperat abgetrennt, d.h. wenn die Haustüre auf ist haben wir eben auch Angst, dass sie einfach rauslaufen.

Bezüglich des Wohnzimmers in dem sie eingesperrt sind habe ich einige Fragen zur Erziehung.
Und zwar sollen sie eben nicht auf bestimmte Möbel klettern oder hinter den Fernseher gehen. Im Zimmer befindet sich eine Wohnwand, wo der Fernseher auf mittig steht und die beiden fanden es natürlich von Anfang an interessant hinter den Fernseher zu kommen, hatten aber dann Schwierigkeiten wieder hervor zu kommen, weil es eben durch die Möbel etwas eng ist. Einer der Seitenschränke der Wohnwand ist etwas niedriger und da haben sie auch Lust drauf zu springen. Wenn wir da sind und die Katzen dann drauf springen holen wir sie natürlich herunter. Aber in der Zeit wo sie eingesperrt sind haben wir natürlich wenig Kontrolle was passiert und haben dann einmal seitlich eine Barriere geschaffen, dass sie zumindest nicht mehr dahinter kommen. Diese Barriere war aber gestern komplett zerpflückt und der TV an einer Ecke am Rahmen etwas angekratzt. Nicht schlimm bisher, kann passieren. Gestern Abend habe ich dann Kartons mit extra Katzen-Klebeband präpariert und sie auf die Möbel geklebt. Diese habe ich auch am Sofa, damit sie diesen nicht als Kratzbaum missbrauchen. Da dies funktioniert hat, habe ich mir gedacht das Klebeband nochmal so zu benutzen. Jedenfalls kam ich heute nach Hause und schon wieder habe ich Pfotenspuren am TV oben gesehen. Da die Handwerker noch da sind sind sie aktuell immer noch eingesperrt, habe ihnen gerade nochmal etwas zu Essen gebracht und habe dann gesehen, dass Tanjiro auf dem Schrank war und sie war in dem Moment dann direkt auf dem TV drauf. Vor Schreck und weil ich etwas zu Essen hatte ist sie dann direkt runter gesprungen, zwar noch vorsichtig aber ich habe halt natürlich keine Lust, dass der Fernseher schaden nimmt oder noch schlimmer herunter fällt und die sich nachher noch wehtun. Ich habe über Befestigungen nachgedacht z.B. an der Wand aber ich glaube dass würden sie dann trotzdem nutzen, um darüber dann über die Möbel zu klettern.
Ich meine, die Katzen haben wir erst seit zwei Wochen und die müssen sich einleben und es erst lernen, aber wenn man nicht da ist? Und natürlich haben die den ganzen Stress dazu nicht zu wissen warum die jetzt eingesperrt sind für ein paar Stunden, dann Langeweile oder eben Angst, weil es durch Gehämmer und Gebohre einfach nur Krach gibt.
Was macht ihr in solchen Fällen und wie erzieht ihr die Katzen nicht auf Möbel zu klettern?
Wenn wir da sind versuchen wir eben konsequent sie runter zu nehmen, aber das ist einfach mal so ermüdend. :D

Dann eben die Haustüre. Wie gesagt haben wir offene Bauweise. Küche, Esszimmer und Diele zur Haustüre sind eins mit dem Treppenhaus. Wir fanden das aus verschiedenen Gründen total toll und hilfreich. Man hat einfach weniger Türen und hin und her.
Wir wollen die Katzen nach und nach an die Haustüre gewöhnen und eben, dass die nicht direkt rauslaufen, wenn einer von uns gerade die Tür öffnet - und eventuell auch raus geht z.B. wenn man arbeiten muss. Wir haben gestern etwas probiert, indem wir die Tür aufgemacht haben. Sie sind schon neugierig und schauen gespannt nach draussen, aber wenn sie näher kommen habe ich dann doch Angst und mache direkt zu, weil ich nicht möchte, dass sie uns weglaufen. Wie macht ihr das? Wie empfehlt ihr das?

LG
 
A

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Wildflower

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Katzen sind keine Hunde, man kann sie nicht erziehen.

Es ist den Katzen ein natürliches Bedürfnis, und in der Natuer sogar überlebenswichtig, das sie herumklettern können.

Ihr könntet den Katzen Plattformen /Regalbretter und Hängematten an den Wänden befestigen, damit sie dort herumklettern können, aber es ist keine Garantie, das sie nicht auch andere Möbel beklettern werden.
 
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bohemian muse

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Was macht ihr in solchen Fällen und wie erzieht ihr die Katzen nicht auf Möbel zu klettern?

Ich glaube, du hast teilweise noch etwas falsche Vorstellungen, was das Zusammenleben mit Katzen betrifft.
Natürlich lassen sich Katzen bis zu einem gewissen Grad „erziehen“, sprich man kann Regeln etablieren wie z.B. der Esstisch ist Sperrzone. Solche Regeln gelten für Katzen aber auch nur, bis ihre Menschen außer Sichtweite sind. Du kannst von einer Katze nicht erwarten, dass sie Möbel dauerhaft nicht benutzt, nur weil du dir das so so vorgestellt hast.

Noch dazu hast du eine extrem aktive, lebhafte Rasse und vermutlich sind die beiden außerdem Jungtiere, richtig?

In diesem Fall solltest du also alles, was kaputt gehen kann oder auch gefährlich für die Katzen werden könnte, sehr gut absichern. Einen großen Fernseher könnte man beispielsweise an der Wand aufhängen.

Darüber hinaus hilft es, den Katzen so viele attraktive Alternativen wie möglich zu bieten in Form von Kratzbäumen, Catwalks oder anderen Möbeln auf denen sie herum klettern können.
 
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yeast

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Mehr als alles bombenfest absichern/umstrukturieren was gefährlich sein könnte fiele mir auch nicht ein… Ich weiß heute noch nicht wie, aber meine beiden haben als Teenager den Badezimmerschrank umgeschmissen, zum Glück waren beide unverletzt und beim Kasten mussten nur kleinere Reperaturen vorgenommen werden. Seit dem haben wir ihn festgeschraubt. Sie sind jetzt zwar ruhiger und durch den Freigang ausgelasteter aber man weiß nie auf welche Ideen sie kommen wenn man nicht zu Hause ist..
Denn auch wenn meine zu 99% die Küchenanrichte und Tisch meiden wenn wir da sind, sehe ich immer wieder verdächtige Pfotenabdrücke am Herd etc 😉 So brav ist kaum eine Katze, dass sie sich der Neugier nicht beugt 😁
 
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Lisa Herr Doktor

Lisa Herr Doktor

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Ich verstehe nicht, warum man unbedingt Katzen haben will, wenn es einen dann stört, dass sie sich auf Möbel setzen oder sonstiges. Dann wären Meerschweinchen oder so vermutlich die bessere Wahl gewesen. Das mit dem Hauswirtschaftsraum und dem Schlafzimmer kann ich ja noch nachvollziehen, den Rest nicht.
Von unseren Katzen kann ich nur sagen, es ist wie mit Kindern. Je verbotener etwas ist, desto interessanter wird es. Ist die Badezimmertür zu, wird davorgehockt, geht sie dann mal auf, wird reingestürmt und sich in die Dusche gehockt. Seit ich sie nicht mehr hinter dem Fernseher hervorscheuche, ist es langweilig, weil da gibt's nichts, also wird auch nicht mehr hingegangen.
 
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Okami

Okami

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Uff. Ich glaube auch ihr müsst noch viel umdenken. Katzen sind keine Hunde generelle Tabus kann man nicht wirklich etablieren. Für Katzen gibt es ein generelles nein nicht, eher sowas wie Nutzungszeiten. Wir haben mit unseren zb "abgemacht", dass die Tische Tabuzone sind wenn Essen drauf steht. Also konsequent wenn Essen oder Geschirr auf dem Tisch steht mit einem nein runter gesetzt. Manchmal muss man sie aber schon dran erinnern, dass die Regel noch gilt. Sie testen das nämlich durchaus alle paar Monate. Und alles andere? Katzensicher machen. Entweder dürfen sie gar nicht erst hin kommen oder es darf nix gefährliches rum stehen. Schränke die kippen könnten sind an der Wand befestigt. Ansonsten kann man nur versuchen attraktivere Ersatzkletter und Ausgucke anzubieten.

Mit der Tür... Da hilft nur sehr gut aufpassen. Dass ihr die auf lassen könnt und die laufen nicht raus wird nicht funktionieren. Ob man über clickertraining angewöhnen könnte zumindest beim rein kommen bestimmte Plätze einzunehmen und sie dafür eibe Belohnung bekommen weiß ich nicht. :unsure:
 
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Cat_Berlin

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Es wurde schon gesagt, Katzen sind keine Hunde. Was Du heute (evtl, mit Glück) erfolgreich "verbietest", wird morgen ungehemmt trotzdem gemacht, sobald Du außer Sichtweite bist.
Da bleibt nur alles zu sichern oder aus dem Raum zu nehmen, was Dir zu "wertvoll" ist.

Ich finde ganz schrecklich, dass zwei Jungkatzen jetzt ständig auf so engem Raum eingesperrt sind. Hätten sie nicht während der Bauarbeiten noch beim Züchter bleiben können?
 
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Kassi

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Also ich muss mich leider anschließen: Das sind teils einfach vollkommen unrealistische Vorstellungen. Ich erlebe es hier gerade live 😁 Ich habe das erste Mal junge Katzen, sonst hatte ich nur alte, die immer schon "erzogen" waren und somit eben aber auch ihre Eigenheiten hatten 😉 Aber bei jungen Katzen hilft es denke ich, sich auf wenige Sachen zu konzentrieren und da aber dann dranzubleiben. Ich habe zB einen Bereich wegen der dortigen Kabel mit doppelseitigem Klebeband präpariert, das hält die definitiv ab. Aber natürlich stratzen die vor dem Fernseher rum und auch sogar auf meinem Plattenspieler! Ich denk dann auch: 🙄 und das wars. Den Kampf gewinne ich nicht. Und wozu auch? Unsinnige Verbote torpedieren Katzen meiner Erfahrung nach eh. Aber ihre Liebe zum Klettern wird man ihnen kaum abgewöhnen, zum Glück.
Also mein Vorschlag: Konzentration auf wenige Sachen, da Konsequenz zeigen und einerseits andere Klettermöglichkeiten zur Verfügung stellen, andererseits eben auch mit der TV-Liebe der Miezen leben 🙂
 
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sleepy

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Es lebt sich deutlich entspannter mit Katzen, wenn man nicht versucht, alles zu verbieten. Katzen klettern auf Möbel und ich würde mir eher Gedanken machen, wenn sie es nicht tun würden. Alles katzensicher machen und sich dann entspannt an den lebhaften, jungen Katzen erfreuen, das wäre mein Weg.
 
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Neol

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  • #10
Ich habe z.B. Kabelboxen für mich bzw. meine Kabel entdeckt .... lebe seitdem viel entspannter ... :D
 
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Ravyn

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  • #11
Ich möchte hier jetzt nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht.
Natürlich denke ich nicht, dass Katzen wie Hunde sind. Im Gegenteil, aber es sollte auch gewisse Regeln im Haushalt geben, zumindest wenn wir da sind, z.B. Esstisch. Klar, was Katzen ungesehen machen kann man nicht beeinflussen und ich werde auch nicht böse sein, wenn etwas kaputt geht. Ist eben so, aber wenn man zuhause ist sollten sie teils auch gewisse kleine Grenzen haben. Ob sie da jetzt was drauf geben kommt denke ich auch einfach drauf an wie konsequent man selbst ist.

Das hat nichts damit zu tun, dass man nicht tierfreundlich/katzenfreundlich ist oder falsche Vorstellungen von Katzen im Haushalt hat. Wollte eben nur Tipps was ihr so macht. Ganz neutral gefragt. Die Meinungen spalten sich da auch schon zum Thema "ignorieren" oder entweder laut oder in normaler Lautstärke "nein" sagen und sie dann runter holen. Wir holen sie halt einfach runter. ^^

Bezüglich dem TV ist klar, dass wir ihn sichern müssen. Möchte nicht, dass ihnen irgendetwas passiert, denn er ist groß. Und natürlich sollte man auch präventiv handeln, denn es muss ja auch nichts kaputt gehen. ^^

Ansonsten haben wir ausreichend Möglichkeiten, Liegeplätze und auch Kletterelemente an der Wand und Bettchen. Selbst im "Miniraum" haben sie viele Möglichkeiten, zumindest so gut es geht.

Wie gesagt tut es mir auch Leid dass die Katzen da erstmal vorlieb mit nehmen müssen, aber wir können es eben auch nicht ändern. :( Ist eben eine Ausnahmesituation und wenn keine Handwerker/fremde Menschen kommen und wir nur arbeiten wären, dann würden sie auch nicht eingesperrt werden müssen. Wünschte es wäre anders, weil ich mir auch Sorgen um deren Wohlbefinden mache, aber na ja. Bin stolz, dass die beiden das so gut machen.
 
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Wildflower

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  • #12
Ja, Katzen können auch ein "nein" lernen. Sehr gut sogar. Also, sie wissen, was Mensch damit sagen will. Doch wenn sie die Gelegenheit haben, machen sie trotzdem das, was eigendlich nein ist.

Katzen sind sehr eigenständig und haben, im Gegensatz zum Hund, keine "Verpflichtung" gegenüber eines Rudels, in dem Regeln gelten.
Darum macht es für Katzen auch keinen Sinn, sich an Verbote zu halten. Für sie ist es einfach nicht nachvollziehbar, da es für sie keinerlei Vorteil hat.

Aber, wie gesagt, sie verstehen ein nein. Darum kann man natürlich der Katze sagen, wenn man etwas nicht möchte und sie wird es lernen. Doch drauf verlasssen, das sie es dann nie mehr tut, das kann man nicht.
 
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TheodoraAnna

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  • #13
Wir haben Birmas, das soll eine ruhige Rasse sein. Die Züchterin hat gleich gesagt, dass der Wurf vom Älteren nur Mist macht. Das ist so geblieben, im Birmarahmen, sehr erträglich, keine Abrissbirne. Du hast Dir eine sehr lebhafte Rasse zugelegt, jetzt brauchst Du noch viel Langmut und die Gewissheit, dass Dein Haus die Besitzer gewechselt hat. Das macht trotzdem Spaß 😀
 
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coinean

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  • #14
Du hast im anderen Thread geschrieben, daß Du schon als Kind Katzen hattest, das aber schon länger her sei.
Kann es sein, daß Du mit vollkommen falschen Vorstellungen an die Sache herangegangen bist?
Ich sage Dir nach langer, langer Katzenhaltung mit einem Mehrkatzenhaushalt: Nein, Katzen kann man nicht erziehen in dem Sinn.
Es gibt Katzen, die sich von einem unangenehmen scharfen "Nein" mehr beeindrucken lassen als wiederum andere.
Und einer macht dem anderen das Verhalten auch nach. D. h. wenn eine Deiner Katzen sich nicht darum schert, probiert es die andere auch aus.
Und was heißt, ein Wohnzimmer dürfen sie nicht betreten? Befinden sich dort so wertvolle Antiquitäten? (Rhetorische Frage) Und das Schlafzimmer nach Möglichkeit auch nicht?

Meine Katzen halten sich nur ganz bedingt an Regeln. Es sind eben Katzen. Für die ist ein Eßtisch kein Hygienebereich, sondern eine Aussichtsplattform, ein erhöhter, somit sicherer Liegeplatz. Das gleiche gilt für den Couchtisch, bisweilen für die Arbeitsfläche (die sie aber eher nach Futter absuchen).
Deine Katzen haben nur die Wohnung, um sich zu beschäftigen, d. h. sie können sich ja gar nicht, wie meine, draußen austoben, Futter suchen, klettern. Das müssen sie im Haus kompensieren.
Ja, wie steht es denn nun mit Kratzbäumen, Catwalks etc.?

Irgendwie klingt diese ganze Konstellation nicht gut für mich.
 
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Okami

Okami

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  • #15
Naja, viele von uns sagen nicht ohne Grund, dass es nett von unseren Katzen ist, dass sie uns bei sich wohnen lassen. :LOL: Wir haben uns alle für diese Spezies entschieden und die lebt einfach nicht nach "mein und dein" sondern nach "ach, du brauchst das grad. Ok" lässt sich bspw eher leichter angewöhnen, dass sie zb beim Kochen nicht auf die Anrichte springen oder beim Essen auf den Tisch als, dass sie gerade auf einen von euch nicht aktiv genutzten aber zugänglichen Schrank springen dürfen. Im ersteren Fall nutzt ihr gerade aktiv eine Ressource innerhalb ihres Reviers. Da ist ein "nein" fürs Katz einfach schlüssiger. Weil wieso sollen sie denn etwas nicht nutzen das gerade gar nicht von einem anderen ihrer sozialen Gruppe gebraucht wird? Macht für die keinen Sinn.

Einen scharfen Ton schlage ich nur ungewollt an, falls es zu gefährlichen Situationen kommt und ich mich selbst erschrecke. Sonst nie, ein klares Nein mit Blickkontakt und Fingerzeig zum Boden funktioniert hier gut. Laut werden braucht es nicht. Meine Katzen sind ja nicht schwerhörig 😅
 
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sleepy

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  • #16
Einen scharfen Ton schlage ich nur ungewollt an, falls es zu gefährlichen Situationen kommt und ich mich selbst erschrecke. Sonst nie, ein klares Nein mit Blickkontakt ind Fingerzeig zum Boden funktioniert hier gut. Laut werden braucht es nicht. Meine Katzen sind ja nicht schwerhörig 😅
Sind nicht schwerhörig denke ich auch oft, wenn ich manche Menschen mit ihren Kindern oder Hunden erlebe. Wobei man denen dann meistens anmerkt, dass sie diesen Ton gewohnt sind und komplett auf Durchzug schalten.
 
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Margitsina

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  • #17
Haha…deine Vorstellungen sind ein Witz. Lass die Katzen machen und passe dich an. Das wäre am einfachsten.
Verabschiede dich mal von den vielen Dingen, die sie nicht sollen oder dürfen. Wer Katzen im Haus hat, der wohnt auch nicht in der Super ordentlichen Schickimicki Bude, da Katzen gern umdekorieren. Der Fokus liegt auf, was mögen die Katzen und was kann verbessert werden, zu Lasten von Möbeln u.ä..
Im Haushalt gibt es Regeln, aber weniger für die Katzen, sondern eher für das Katzenpersonal.

Warum sollen die Katzen nicht in das Wohnzimmer? Das geht schon mal gar nicht, sie wollen da sein, wo ihr seid.
 
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Maude

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  • #18
Ich weiß natürlich nicht, was der Grund ist warum die Katzen nicht in zwei Zimmer sollen. Aber ich habe zum Beispiel oft gelesen, dass man Zimmer gleich als Tabu erklären soll, wenn man demnächst vor hat schwanger zu werden und möchte, dass beim Baby diese Zimmer dann auch tabu sein sollen. Kann also Gründe geben, warum man das möchte, egal was jetzt bei @Ravyn der Grund ist. Wenn also die blöde Handwerkersituation rum ist, wären doch bei 140qm trotzdem noch genug Platz. Oder sehe ich da was falsch? Ist denn absehbar, wie lange die Bauphase noch geht?
 
Okami

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  • #19
Ach.. ich hätte jetzt im ersten lesen gedacht, dass das andere Wohnzimmer vielleicht noch da ist wo Handwerker rumspringen. Aber wenn die da immer nicht rein sollen? Ich weiß nicht. Ihr seit übern Tag aus dem Haus, richtig? So versteh ich das. Dann seit ihr ja schon etliche Stunden nicht da, dann kommt ihr heim und verbringt effektiv wie viel Zeit mit den Katzen ehe ihr euch ins Schlafzimmer, wieder ohne die Katzen zurück zieht? Das ist doch für die Tiere blöd, wenn ihr sie, wenn ihr dann daheim seid auch noch ausschließt. Oder ist das andere Wohnzimmer so ne Art "Gute Stube" aber selbst dann... Katzen sind in der Regel immer gern überall dabei. Selbst einige Freigänger hier gehe auf abendlichen Spaziergängen mit ihren Menschen gerne mal ein Stück mit oder sind bei der Gartenarbeit dabei. Und wenn man dann Wohnungskatzen hat muss man schon schauen, dass man die Zeit die man daheim ist dann auch möglichst mit den Katzen teilt umso mehr je weniger Zeit man zu Hause verbringt.
 
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Somma

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  • #20
"..und wie erzieht ihr die Katzen nicht auf Möbel zu klettern?"

ich gar nicht, weil: zu stressig.

Ich sehe es so, lieber Möbel und sich selbst anpassen ist einfacher, gesünder, schneller von Erfolg gekrönt (und liebevoller).

Was für Gründe kann es geben die Katzen nicht auf die Möbel zu lassen?
  • Empfindliche Oberflächen? -> Teppichfliesen drauf oder Kratzpappen drüber
  • Vasen oder Deko die runterpurzelt -> Ebay Kleinanzeigen verkaufen oder hinter Glas
  • Gefahr für Katze weil Möbel umfällt oder zu hoch? -> Festschrauben, sichere auf- und Absprungebenen schaffen.
  • zusätzlich die besten Plätze aus kätzischer Sicht (Aussicht, Sonne, Raum scannen können aber selber versteckt) für Katzenmöbel reservieren - dann hoffen dass durch diese Maßnahmen das eigene Lieblingsmöbel uninteressant wird.
Aus reinem Interesse: warum sollen die Katzen nur "unter Aufsicht" ins Schlafzimmer? Allein schlafen wollen kann ich noch verstehen (würde es bei Berufstätigkeit für die Katzen aber schade finden). Wenn sie doch rein dürfen, warum dann nicht allein?
 
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