Zweite Katze?

Chakanda

Chakanda

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Hallo zusammen :)
Habe lange mit mir gehadert, in einem Forum nachzufragen. Benötige aber neutrale Meinungen.

Also: Am Montag vor 6 Wochen ist meine liebe 16 Jahre alte Missy über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie hat meinen Mann, mich, meinen Hund und meinen Kater (8 Jahre) zurückgelassen.
Nun beschreibe ich mal meinen Kater:
Er ist ein Perser, kastriert, versteckt sich, wenn jemand Fremdes da ist, ist etwas eigensinnig, verkuschelt, mag den Hund und spielt viel mit sich selbst - was anderes bleibt ihm ja nicht übrig. Wobei er mit Missy nicht spielen konnte, da sie zu alt war und keine Lust hatte.
Der Kater (Willi) lief die ersten Tage durch die Wohnung und hat sie gesucht und gerufen. Nach ca. einer Woche wurde er zutraulicher, als zu der Zeit, wo die kleine Missy noch da war. Es hat den Anschein, als würde er ihren Platz einnehmen. Am Anfang kam er ins Bett (das hat sonst nur Missy gemacht), nun legt er sich auch mit dem halben Körper auf uns (das hat er vorher auch nicht gemacht).
Hm...*grübel*.
Was er nun auch macht, wenn wir nach Hause kommen ist, dass er uns anmaunzt und hinter uns her läuft. Das hat er vorher nicht gemacht.
Ich war im Tierheim und habe mich beraten lassen. Dort sagte man mir, dass er keinen Partner benötigt.
Ich bin mir jedoch nicht so sicher.
Weil ich denke, dass weder der Hund, noch mein Mann oder ich ihm einen Katzenkumpel ersetzen können.
Aber: benötigt er einen???
Missy und Willi waren und sind meine ersten Katzen.. deswegen kann ich das Verhalten nicht so ganz deuten.

So. Das war es erst mal. Vielleicht finde ich ja hier Hilfe.

Dankeschön schon mal :)
 
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Thomas1973

Thomas1973

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Ich persönlich würde da schon zu einem Spielkameraden für Willi raten, weiß net, warum das Tierheim dir da was anderes rät. So wie es klingt, ist Willi ein Wohnungskater - oder hab ich das falsch interpretiert?
 
Chakanda

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Das hast Du richtig verstanden. Er ist ein Wohnungskater.
 
Thomas1973

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Dann umsomehr braucht er sozialen Kontakt zu seinesgleichen ... hab auch zwei Wohnungskatzen, allein ist das garnix...
 
Chakanda

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Ja. Das dachte ich mir. Woher weiß ich, wer der oder die Richtige für ihn ist?
 
Thomas1973

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DAS ist nun die schwierigere Frage...und sooo lange bin ich noch kein Katzenbesitzer, darum hoff ich mal, dass sich hier noch andere User einklinken und dir gute Ratschläge geben können :)
 
magic70

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Also erfahrungsgemäß ( wir vermitteln griechische Katzen) hat sich bei Perser-Mixen herausgestellt, dass sie am besten zu Perser-Mixen passen.

Ich würd nach einer Mieze von gleichem Geschlecht und etwa gleichem Alter suchen ...
 
ottilie

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Hallo,

normalerweise gleichgeschlechtlich, klar.

Nur diese Maus hier ist ein Sonderfall:

Die Baghira aus dem Notfellchen Thread sucht schon ganz lange ein zu Hause mit Kater.
Sie ist eine Katze, die sich nicht mit anderen weiblichen Katzen verträgt, sondern zu einem männlichen Gefährten soll.

Hier der Link:
http://www.katzen-forum.net/speziel...gen-sehnt-sich-nach-liebe-zuhause-ps-nrw.html

Sie sitzt auf einer Pflegestelle in Deutschland

Es wäre schön, wenn Du sie Dir mal ansehen würdest
__________________
 
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Catma

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Ja. Das dachte ich mir. Woher weiß ich, wer der oder die Richtige für ihn ist?
Bei Katzen gilt grundsätzlich "gleich und gleich gesellt sich gern".
Also gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleiches Wesen, gleicher Aktivitätslevel. Dann können sie am meisten miteinander anfangen :).
Er ist ein Perser, kastriert, versteckt sich, wenn jemand Fremdes da ist, ist etwas eigensinnig, verkuschelt, mag den Hund und spielt viel mit sich selbst - was anderes bleibt ihm ja nicht übrig. Wobei er mit Missy nicht spielen konnte, da sie zu alt war und keine Lust hatte.
Die Rasse ist total nebensächlich. Nur eben man sagt gewissen Rassen bestimmte Charaktereigenschaften und Wesenszüge nach. Was dann aber nicht auf jeder Katze der Rasse zutrifft. Vorrangig wäre also zu schauen, ob es vom Wesen her passt.
Der Kater ist mit seinen 8 Jahren noch recht jung, da würde ich sagen, schau nach einem Kater in seinem Alter, nicht jünger als 6, nicht älter als 10, der vom Wesen her deinem sehr ähnlich ist. Vor allem der Aktivitätslevel sollte gleich sein.
Von einer Katze würde ich absehen, Kater raufen untereinander anders. Aber ich würde keinen ausgesprochen raufwütigen, spielfreudigen Kater dazusetzen, sondern eben einen der vom Wesen her gut passt, auch eher ruhig unterwegs ist. Selbstbewusst, aber nicht dominant. Der sich auch gut mit sich selbst beschäftigen kann, Objektspiele macht aber eben auch gern mal katermäßig spielt und rauft.
Kitten sind, was Charakter und Verhalten angeht noch kleine Wundertüten, aber in dem Alter wird man dir schon recht zuverlässig sagen können, wie der "Neue" so drauf ist...
Der Kater (Willi) lief die ersten Tage durch die Wohnung und hat sie gesucht und gerufen. Nach ca. einer Woche wurde er zutraulicher, als zu der Zeit, wo die kleine Missy noch da war. Es hat den Anschein, als würde er ihren Platz einnehmen. Am Anfang kam er ins Bett (das hat sonst nur Missy gemacht), nun legt er sich auch mit dem halben Körper auf uns (das hat er vorher auch nicht gemacht).
Hm...*grübel*.
Was er nun auch macht, wenn wir nach Hause kommen ist, dass er uns anmaunzt und hinter uns her läuft. Das hat er vorher nicht gemacht.
Ich war im Tierheim und habe mich beraten lassen. Dort sagte man mir, dass er keinen Partner benötigt.
Ich bin mir jedoch nicht so sicher.
Weil ich denke, dass weder der Hund, noch mein Mann oder ich ihm einen Katzenkumpel ersetzen können.
Aber: benötigt er einen???
Missy und Willi waren und sind meine ersten Katzen.. deswegen kann ich das Verhalten nicht so ganz deuten.
Du siehst das schon richtig, weder Mensch noch andere Tiere können Kontakt zum Artgenossen ersetzen. Dass er immer anhänglicher wird ist eigentlich recht typisch, er hat sonst niemanden.
Natürlich ist es schön, dass der Hund da ist. Aber eben du merkst ja, der Kater orientiert sich immer mehr an euch, das ist erstmal etwas schönes, aber es kann ausarten, von daher meine ich auch, er ist ja jahrelang Katzengesellschaft gewohnt und es wäre schade, wenn er ab jetzt ohne Katergesellschaft bliebe. Er ist ja noch jung :)
 
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Susan65

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  • #11
Gleiches Geschlecht?

Hallo an Alle,

also ich habe nicht unbedingt die Erfahrung gemacht, dass die Miezen sich besser mit dem gleichen Geschlecht verstehen.

Ca. im Jahr 2007 lebten wir mit 4 Katzen, 3 Frauen und 1 Mann. Die eine Katzendame, Julia die Älteste lebte mit uns seit 1994, die anderen 3 sind eine Familie und kamen natürlich dadurch bedingt gut miteinander klar. Julia ging leider 2009 über die Regenbogenbrücke.

Zu der Zeit fütterte ich einen verwahrlosten Kater, der ungefähr das selbe Alter und Temperament hat wie unserer anderer Kater. Die 3 Eifeler, beide Damen und der andere Kater mobbten Mäxchen und Mäxchen kam lange Zeit nur zum Essen und ging meistens schnell wieder.

Anfang 2010 zog bei uns ein kleines 12 Wochen altes Katzenkind ein, weiblich. Sie war sehr selbstbewußt und mischte die Gruppe total auf.

Plötzlich veränderte sich die Hirachie in der Gruppe. Mäxchen wurde plötzlich akzeptiert und das kleine Katzenmädchen orientierte sich an den beiden Katern, was bis heute so geblieben ist. Die beiden Kater sind ihre dicksten Freunde, die anderen 2 Damen werden mehr oder weniger ignoriert.

Die beiden Kater unter sich sind nie Freunde geworden, sie akzeptieren sich und lassen sich gegenseitig im Großen und Ganzen in Ruhe.

Die letzte Katze, die bei uns einzog, das war Gisela, war eine sehr ängstliche Katze. Das spürte die Gruppe und Gisela wurde eigenlich von allen gemobbt. Leider hat Gisela uns viel zu früh im April 2014 verlassen.

Ich habe zumindest festgestellt, dass die Katze, die einzieht, nicht ängstlich sein sollte. Dann wird es schwierig. Aber ob Mann zu Mann oder Frau zu Frau besser ist, habe ich nicht so erlebt.

Viele Grüße
 
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Catma

Gast
  • #12
Aber ob Mann zu Mann oder Frau zu Frau besser ist, habe ich nicht so erlebt.
Aber es gibt Erfahrungswerte. Es gibt viele Katze/Kater-Paare, die super Katzenkumpel sind. Aber da Katze/Kater ein unterschiedlich ausgeprägtes Spielverhalten haben, gibt es erfahrungsgemäß auf Dauer auch dann Probleme, wenn sie sich ansonsten super verstehen.
Wie gesagt, das muss sich ja nicht immer auswirken. Es gibt keine Garantien was wie am besten passt. Aber eben der Mensch kann sich seine Partner aussuchen, Katzen können das meist nicht und von daher wäre es schon besser so auszuwählen, dass man zumindest theoretisch auf der sicheren Seite ist.
Ich meine auch, je jünger Katzen sind, desto wichtiger ist es, dass das Spielverhalten ähnlich ist. Später zählt eher der Charakter.
Es ist nichts in Stein gemeißelt, aber ich würde zB niemals irgendjemandem raten, ein Kitten zu einer erwachsenen Katze zu setzen. Das geht meistens schief. Sicher gibt es auch Beispiele, in denen ein Kitten super mit einer ausgewachsenen Katzen klarkommt - aber es deswegen zu empfehlen wäre einfach nicht richtig, weil das Risiko, dass es schiefläuft viel größer ist.
 
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Katzen Wolfi

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  • #13
Hallo Catma,

schätze Deine Beiträge sehr, aber dass die Rasse völlig nebensächlich ist, halte ich doch für sehr gewagt.
 
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Catma

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  • #14
Dann schreib der TE doch, was für eine Katze deiner Auffassung nach am besten zu ihrer passen könnte :)
 
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Chakanda

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  • #15
Vielen, lieben Dank für Eure ganzen Antworten und "Leithilfen".
Nun ich denke auch, dass ein zweiter Kater mit dazu kommen sollte.
Also schaue ich mal :grin:
 
Antan and Boxer

Antan and Boxer

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  • #16
In der Wohnung sollte es immer min. 2 Fusseltierchen sein ,ein Hund ist gut aber nicht optimal .
Bei 8 Jahren würde ich was suchen mit 4-8 Jahren ... sollte ja auch Augenhöhe haben .
 
Chakanda

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  • #17
So!

Ich habe mich nun ein bisschen ins Zeug gelegt...folgendes hat sich bis jetzt zugetragen:

Tierheim: "Nein, Ihr Kater benötigt keinen Kumpel."
Katzenschutzbund: " Sind Sie Berufstätig? Wir melden uns..."
Ebay-Kleinanzeigen: "Nein, ich denke, dass meine Katze bei Ihnen nicht genug Liebe bekommen wird."

Manche Tierschutzorgansitationen reagieren gar nicht.
Jeder erzählt mir was anderes.
Ich erkläre 10 x die Situation und bekomme 10 verschiedene Ansagen.
Berufstätig??
Ja! Wie soll ich sonst zwei Katzen und einen Hund finanzieren?
Wenn ich alleine denke, was meine kleine Missy zum Schluss gekostet hat....

Ich muss sagen, dass Tierheim, wo ich war, hatte mir damals meinen Hund gegeben. Aber nur, weil sie ihn loswerden wollten, da 99% der Mitarbeiter Schiss vor ihm hatten.
Da wurde direkt gesagt, dass ich gar nicht ankommen brauche, wenn ich ne zweite Katze haben will!!
Dabei hat mein Hund die kleine Missy geliebt. Auch mit dem Kater kommt er klar.
Mich macht das wütend.
Das Ganze!
So wird man doch gezwungen, irgendein Tier zu nehmen, welches vielleicht aus einer Zucht kommt, die nicht so optimal ist. Mal abgesehen davon, dass ich gar keine kleine Katze haben möchte. Sondern ich möchte gern einer Katze aus dem Tierschutz oder einer, die ein neues Zuhause sucht, ein neues Zuhause zu geben.
So wie ich es bei den Hunden Digger (Dobermann), Merlin (Berner/Hovawart-Mix) und jetzt Leon (böser, böser Kampfhund) - nicht zu vergessen Sheva (Husky) aus der Mülltonne und den Katzen Missy und jetzt Willi getan habe.
Man vermittelt mir das Gefühl, dass ich nicht gut genug bin!?
Hunde habe ich bis jetzt immer nur bekommen, weil die total versaut und nicht vermittelbar waren und ich sie wieder hinbiegen konnte. Einen "normalen" Hund, würde ich nicht bekommen.

Es tut mir leid, dass ich das hier so schreibe. Aber ich bin wirklich wütend!

Was mache ich falsch?
Falscher Ansprechpartner?
Soll ich kündigen und Hartz 4 beantragen? Dann habe ich Zeit.

Was sagt ihr mir? Wie soll ich mich verhalten?

LG

Britta
 
D

Dine@

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Norden
  • #18
Oh :hmm: Bei solchen Aussagen wird man ja richtig demotiviert.
Ich rate dir hier im Forum ein Gesuch mit dem Steckbrief zu starten, schau mal hier http://www.katzen-forum.net/gesuche/
Vielleicht hat eine PS in deiner Umgebung genau den richtigen Partner für dich ;).
 

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