Schlechte Umstaende - wie reagieren?

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TrolliTroll

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  • #41
Finde das total traurig.
Denke auch, dass der Tierschutz dort nicht einfach hinspazieren koennte und sagt "Wir nehmen dann mal die Katzen mit."

Und das ist auch sehr gut so.

Wäre eine tolle Welt, indem "Bekannte" und Nachbarn denunzieren und andere Leute wären ihre Tiere los.

Hätten die Katzen denn überhaupt im Tierheim ein so viel besseres Leben?
 
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  • #42
Und das ist auch sehr gut so.

Wäre eine tolle Welt, indem "Bekannte" und Nachbarn denunzieren und andere Leute wären ihre Tiere los.

Hätten die Katzen denn überhaupt im Tierheim ein so viel besseres Leben?
Als in einem Zimmer?
Zumindest haben sie die Chance da wieder rauszukommen....was für eine Chance haben die in solchen privathaushalten?

Und natürlich ist es GUT wenn Nachbarn Nachbarn melden und nicht die Augen verschliessen...

Völliger Blödsinn diese Angst das den Leuten die Tiere weggenommen werden das passiert so schnell nicht!
Es wird sich ein Bild gemacht und dann wird versucht mit den Besitzern für bessere Bedingungen zu sorgen.
Es geht eben nicht immer darum Menschen die Tiere und Kinder wegzunehmen, hört doch mal auf so einen Schwachsinn zu verbreiten. Das gibt es nur in Aktutfällen..
 
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TrolliTroll

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  • #43
Als in einem Zimmer?
Zumindest haben sie die Chance da wieder rauszukommen....was für eine Chance haben die in solchen privathaushalten?

Und natürlich ist es GUT wenn Nachbarn Nachbarn melden und nicht die Augen verschliessen...

Völliger Blödsinn diese Angst das den Leuten die Tiere weggenommen werden das passiert so schnell nicht!
Es wird sich ein Bild gemacht und dann wird versucht mit den Besitzern für bessere Bedingungen zu sorgen.
Es geht eben nicht immer darum Menschen die Tiere und Kinder wegzunehmen, hört doch mal auf so einen Schwachsinn zu verbreiten. Das gibt es nur in Aktutfällen..

Da gab es auch schon einige Fälle, wo Eltern die Kinder weggenommen wurden, obwohl es überhaupt nicht nötig war oder weil die zuständige Person vom Amt einfach einen Knall hatte oder die Eltern einer Minderheit angehörten.

Und leider werden diese Denunziationen von Nachbarn, "Bekannten" nicht nur angewendet aus reeller Sorge um Kind/Katze sondern oft aus Rachsucht, Ideologie über richtige Erziehung und Langweile.
 
Nike74

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  • #44
Wenn das so gewesen wäre ist das dem Amt anzulasten, aber sicher darf das nicht dazu führen das Menschen wie du Aufrufe starten damit jeder sich nur um seinen eigenen Dreck kümmert und Nachbarskinder munter mißhandelt oder sonstwas werden..

Gehts noch?
 
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TrolliTroll

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  • #45
Wenn das so gewesen wäre ist das dem Amt anzulasten, aber sicher darf das nicht dazu führen das Menschen wie du Aufrufe starten damit jeder sich nur um seinen eigenen Dreck kümmert und Nachbarskinder munter mißhandelt oder sonstwas werden..

Gehts noch?

Es gibt immer zwei Seiten.

Ob jetzt stundenlang vor dem Computer hocken auf einmal unter "Misshandlungen" fällt?

Und Behörden sollten man sowieso mit viel Skepsis gegenüberstehen. Gerade in solchen Angelegenheiten. Da passieren wie in jeder Behörde viele Fehler, nur sind die in solchen Fällen nicht mehr gut zu machen.
 
Nike74

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  • #46
Ja genau, die Fälle wo Kinder verhungert sind...weil sie eben nicht reagiert haben...du sagst es....

Oder um aus eigener Erfahrung zu berichten, schneller als das eine Behörde Kinder entzieht verschwinden manche Akten im Behördenchaos..
 
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TrolliTroll

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  • #47
Ja genau, die Fälle wo Kinder verhungert sind...weil sie eben nicht reagiert haben...du sagst es....

Oder um aus eigener Erfahrung zu berichten, schneller als das eine Behörde Kinder entzieht verschwinden manche Akten im Behördenchaos..

Reden wir hier über einen Fall wo Kinder verhungern? Bitte nicht ablenken.

Wie lange hockst du eigentlich schon vor dem Computer Nike? Sollten wir vielleicht dir einen vom Amt vorbeischicken, dass er feststellt ob du geeignet bist Kinder und Tiere zu halten?

Wie fändest du das?

Im Soka Thread hast du dich doch auch über Behördenwillkür aufgeregt.

Behörden sind in vielerlei Hinsicht leider oft inkompetent.
 
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Nike74

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  • #48
Ja genau das meine ich..es wird gemeldet und nichts passiert...

Den Fall das Kinder oder Tiere beim erstmaligen melden aufgrund einer Vernachlässigung entzogen werden, kenn ich nicht..
Also versteh ich deine Beweggründe hier nicht?

Lieber Augen zu machen? Was hat es mit Denunzieren zu tun wenn ich Nachbarn melde wo mir ganz klar etwas auffällt? Es ist Behördenaufgabe diese Meldungen zu differenzieren!
 
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TrolliTroll

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  • #49
Es ist Behördenaufgabe diese Meldungen zu differenzieren!

Und da sind sie leider oft inkompetent.

Auch gibt es leider unter Menschen viel Missgunst und Intoleranz.

Da werden Leute mit anderen Erziehungsvorstellungen oder unorthodoxer Lebensführung denunziert.

Es ist da leider auch sehr schwer zu wissen, wann man eingreifen muss.
Oft steht Wort gegen Wort.

Im Zweifelsfall würde ich die Kinder/Katzen auf jeden Fall immer beim Besitzer/Eltern lassen.

Besonders wenn man weiß wie es in vielen Tierheimen/Kinderheimen zugeht.
 
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  • #50
Ja so denken die meisten Behören auch und das ist doch gut so?

Es werden eher Absprachen getroffen, evtl Zusatzhilfe beantragt..solange keine Akut gefährdung besteht ist das auch besser so.
Aber da hab ich mir aus unserer Sicht schon des öfteren härteres durchgreifen erwünscht von den Behörden..sehr oft.

Trotzdem sollte man lieber einmal zuviel als zuwenig anrufen, und falls es nur ein Nachbarschaftstreit oder sonstewas ist..Denuzianten werden in D auch verklagt...:)

Was heisst unorthodox? 12 Stämme sind die das? Da wo erst ein Reporter reinmusste bevor die Behörden kapierten was da abgeht?

Ach übrigends mein Rechner läuft ziemlich lang was nicht heisst das man immer davor sitzt, Hausfrau des Jahres 2013 werd ich zwar nimmer, aber ansonsten immer her damit, ich setz Kaffee auf!
 
Venya

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  • #51
Das ist hier echt lustig.
Es ging von "der Mutter Hilfe anbieten", damit dem Kind mehr Aktivitäten geboten werden, als daheim zu sitzen, Hausis allein zu machen, allein zu Essen und ins Bett zu gehen hinauf zu "Kind wegnehmen" und "Amt einschalten".

Im übrigen steht mein Kind definitiv über den Katzen. Ich würde niemals die Katzen wegen meines Kindes vernachlässigen, denn ich habe vorher über die Vereinbarung von Kind und Katzen nachgedacht. Aber müsste ich entscheiden, wäre mein Kind an erster Stelle.
 
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Duchess

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  • #52
Eigentlich wollte ich hierzu nichts schreiben, aber die Situation mit dem Kind hat mich an etwas erinnert, was ich selbst schon ein paar Male miterleben musste. Einmal bei einem Kind, das 16 Jahre in solch einer Lage "überleben" (denn mehr ist das nicht) musste. Auch, heute im fortgeschrittenen Erwachsenenalter ist diese Person alles andere als "normal" und immer noch schwer "geschädigt/gezeichnet".

Der andere junge Mann hat so eine familiäre Situation nur 6 Jahre mitmachen müssen. Ich habe damals das Jugendamt eingeschaltet, weil alles gut zureden, bitten und betteln bei der Mutter nichts gebracht hat. Das Jugendamt kam und hat Hilfe angeboten: Haushaltshilfe, Kinderhilfe, Erziehungstipps usw. Da die Mutter aber selber keine besonders tolle Kindheit und dementsprechend wenig soziale Kompetenzen hatte, konnte auch gemeinsam die Situation nicht eingerenkt werden. Der junge Mann lebt nun seit 7 Jahren in einem speziellen Heim und wird dort nach Kräften gefördert. Er kämpft auch heute mit professioneller Hilfe noch gegen die Nachwehen seiner Kindheit an. Die Mutter hat letztlich eingesehen, dass sie ihrem Kind nicht das bieten kann, was er braucht und hat ihn mit Absprache des Jugendamts ins Heim gegeben. Nicht abgeschoben, sondern sie hat einfach gesehen, dass der Kleine etwas anderes verdient und sie ihm das auch bei aller Liebe nicht geben kann.

Hier geht es nicht um Misshandlung, körperliche Gewalt oder Vergewaltigung oder so. Aber das ist extreme Vernachlässigung, welche genau solche schlimmen Folgen für die Seele, den Geist und den Körper des Kindes haben kann. Wer jahrelang mit Nichtachtung gestraft wird (und ein Kind fragt sich, warum es so gestraft wird), der kann nur seelisch labil werden. Es gibt so viel, was der Kleinen fehlt, wenn es wirklich so ist, wie die TE das beschrieben hat. So viel, was man vielleicht niemals im Leben wieder aufholen oder "gut machen" kann. Es zählt eben nicht nur, dass was zu essen hingestellt wird und die Klamotten gewaschen werden: Kinder (und auch Katzen) brauchen Ansprache, Zärtlichkeit, Geborgenheit und Sicherheit.

Wer als Kind schon so wenig wertgeschätzt wird, übernimmt das irgendwann für sich selbst und entwickelt extreme emotionale Probleme, die man im Erwachsenenalter höchsten mit jahrelanger, professioneller Therapie beseitigen kann. Dass so etwas an der Tagesordnung ist, ist traurig genug und für mich erst recht ein Grund, hinzuschauen und zur Not auch das Amt einzuschalten, wenn die Mutter wirklich gar nicht einlenkt.

Was ich mit dem ganzen Geschwafel eigentlich sagen will: Liebe TE, bitte schau, wenn es dir möglich ist, dass du auch für das Kind Hilfe organisieren kannst. Du kannst das nicht alles alleine schaffen und wohlmöglich werden deine Hilfeangebote auch abgebügelt, aber ein Anruf beim Amt kann vielleicht für die Kleine der Anfang zu einem neuen Leben (einem richtigen Leben) sein!
Bitte bedenke das.
 
premurosa

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  • #53
Fakt ist, dass die Mutter tatsaechlich arbeiten geht und fuer ihre Tochter alleine sorgt.
Dass sie sich wohl von ihrem Mitbewohner hin und wieder finanziell unter die Arme greifen laesst, kann zwar vorkommen, ist aber nicht zu beweisen.

Selbst wenn ich dort mit einem Sozialarbeiter guter Dinge aufkreuze, wuerde sie doch nicht zugegeben, die ganze Zeit am PC zu haengen. Sie wuerde sagen, sie steht morgens mit ihrer Tochter auf, bringt sie zur Schule und geht dann arbeiten.
Holt die Kleine dann entweder ab oder sie geht nach der Schule zu Freunden, je nach dem, ob sie arbeiten muss oder nicht.
Wenn sie zusammen zuhause sind, spielt die Kleine im Zimmer, mit einem ihrer vielen Spielzeuge und/oder den Katzen und sie gehen vielleicht nicht raus, weil die Mutter einfach muede ist und ihre Tochter das weiss.

Abgesehen davon koennen sie dann noch via Internet mit dem Vater der Kleinen sprechen, der in England lebt.

Sportvereine, ein Instrument erlernen oder so ist bei ihrem Buget nicht drin. Ich weiss nicht, wie es in Deutschland jetzt ist, aber als ich mein Geigenunterricht aufgeben musste, wurde das von keinem Jugendamt oder so finanziert. Ist jawohl auch Luxus.

Und dann steh ich ganz schoen bloed da und seh so aus, als wuerde ich mich fuer ein paar Minuten im Netz aufregen.

Ich selbst hatte in den letzten Jahren selbst eine ziemlich ueble Depression durchgemacht - Zum Glueck war mein Freund da und hat die Katzen gut versorgt (sonst haette ich das gemacht- ist ja klar). Aber eine Traumhalterin war ich in der Zeit leider nicht.
Ich weiss auch nicht, was die Mutter durchmacht. Ich weiss, dass es ihr hin und wieder ziemlich schlecht geht, weil sie unter der Einsamkeit leidet.
 
Baset

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  • #54
Prerumosa hat einen Fred eingestellt, in dem es um vernachlässigte Katzen ging.......

und nicht darum, dass hier jeder en Detail darlegt, wie gut er sich um die eigenen Kinder kümmert.

Es ist schon schwierig genug, Menschen davon zu überzeugen, dass es ihre Haustiere nicht gut bei ihnen haben. Bei Kindern? Die Sozialarbeiter hier werden es bestätigen, Kinder zu helfen gegen den Willen der Eltern ist sehr, sehr schwer.

Und oftmals wollen die Kinder auch nicht weg. Warum auch? Das Elend, was sie kennen, kennen sie. Damit können sie irgendwie umgehen. Aber weg? Es könnte ja noch schlimmer werden, oder nicht?

Nochmals: die Frau, die hier beschrieben wird, lebt in Italien. Nicht in Deutschland. Kennt jemand die bürokratischen Mechanismen in Italien?
Ist die Frau Italienerin, ist sie Deutsche?

Konnte ich bisher nicht rauslesen.

Und wie der allseits beliebte Trolltroll geschrieben hat, ich interpretiere ihn jetzt nur, zitiere ihn nicht wörtlich: der Unterschied zwischen einer Anzeige aus gg. Anlass und einer Denunzierung ist fließend und sollte gut überlebt sein.

Birigt
 
Musepuckel

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  • #55
Was mich erschüttert ist das Tiere über Kinder gestellt werden, ich weiss garnicht wie sich sowas vereinbaren kann...

Jeder setzt seine Prioritäten halt anders und wer hat das Recht zu sagen was richtiger ist die Mehrheit etwa?
Ich denke nicht,so lange es nicht völlig abnorm ist, das da Jeder seine Ziele und Prioritäten selber setzen muss.
Das Kind ist irgendwann erwachsen es hat die Möglichkeit anders zu werden, die Tiere haben es nicht, sie sind bis zum bitteren Ende auch Gedei und Verderb diesem Menschen ausgeliefert.
Und wie schon gesagt, es gibt deutlich viele Kinder denen es viel schlimmer geht. als das sie bei ihren Eltern nur nebenbei mit zu laufen.

Man könnte es dem Jugendamt melden ja, aber die wird es nicht interessieren, also was soll man da machen und es geht hier nicht um Kindesmisshandlung, sondern um leider immer mehr Alltäglichkeit im Leben der Kinder.
 
Musepuckel

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  • #56
Und da sind sie leider oft inkompetent.

Auch gibt es leider unter Menschen viel Missgunst und Intoleranz.

Da werden Leute mit anderen Erziehungsvorstellungen oder unorthodoxer Lebensführung denunziert.

Es ist da leider auch sehr schwer zu wissen, wann man eingreifen muss.
Oft steht Wort gegen Wort.

Im Zweifelsfall würde ich die Kinder/Katzen auf jeden Fall immer beim Besitzer/Eltern lassen.

Besonders wenn man weiß wie es in vielen Tierheimen/Kinderheimen zugeht.

Das Problem liegt doch auch schon da, ist ein Kind wirklich dann schon vernachlässigt, nur weil Jemand es anders erzieht als ich es machen würde.
Kindererziehung hat nun mal keine EU Norm.
 
premurosa

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  • #57
Es ist schon schwierig genug, Menschen davon zu überzeugen, dass es ihre Haustiere nicht gut bei ihnen haben. Bei Kindern? Die Sozialarbeiter hier werden es bestätigen, Kinder zu helfen gegen den Willen der Eltern ist sehr, sehr schwer.

Und oftmals wollen die Kinder auch nicht weg. Warum auch?

Nochmals: die Frau, die hier beschrieben wird, lebt in Italien. Nicht in Deutschland. Kennt jemand die bürokratischen Mechanismen in Italien?
Ist die Frau Italienerin, ist sie Deutsche?

Konnte ich bisher nicht rauslesen.
Die Frau kommt gebuertig aus Ecuador. Sorry, dachte, ich haette es bereits erwaehnt: ist damit nachgeholt.
Da ich die Kultur in Suedamerika, bzw Ecuador ueberhaupt nicht kenne, halte ich mich da mit einem "vielleicht ist das dort normal" zurueck.

Ich denke nicht, dass man jemandem wirklich helfen kann, der die Hilfe nicht moechte. Ich bot bereits meinen alten Kratzbaum an, wurde ebenfalls mehr oder minder dankend abgelehnt.

Abgesehen davon vermisst die Kleine schon zu Genuege ihren Vater, da muss sie nicht auch noch ihre Mutter einbuessen. Denn das ist trotz der Probleme immer noch ihr einziger Halt.
Und solange ein Kind nicht wirklich systematisch fertig gemacht wird, ob nun psychisch oder physisch, halte ich mich mit dem Einschalten von Aemtern oder dergleichen zurueck.

Das Kind ist irgendwann erwachsen es hat die Möglichkeit anders zu werden, die Tiere haben es nicht, sie sind bis zum bitteren Ende auch Gedei und Verderb diesem Menschen ausgeliefert.

Man könnte es dem Jugendamt melden ja, aber die wird es nicht interessieren, also was soll man da machen und es geht hier nicht um Kindesmisshandlung, sondern um leider immer mehr Alltäglichkeit im Leben der Kinder.

Das meine ich auch. Es ist zwar schade, dass es immer mehr Kinder gibt, die ihre Eltern an den Computer oder Fernseher verlieren oder auch andersrum. Aber es gibt genauso viele Kinder, die ihre Eltern an Vollzeitjobs verlieren und dann von der Nanny grossgezogen werden. Die moegen vielleicht etwas beschaeftigter sein, weil Sportvereine und so bezahlt werden koennen aber der elterliche Bezug fehlt genau so. - Da muesste man dann gleich jeder vollzeitarbeitenden Mutter auch das Jugendamt auf den Hals hetzen?
Finde ich nicht, denn jeder hat eigene Vorstellungen seiner Erziehung und dessen, was ein Kind braucht.
In Finnland beispielsweise ist es vollkommen normal, dass beide Eltern vollzeit arbeiten gehen und die Kinder bis spaet nachmittags in der Schule sind und ihre Eltern weitaus weniger zu Gesicht bekommen, als ich in meiner Kindheit. Deswegen sind das alles aber keine Rabeneltern, sie haben nur ein anderes System gefunden, wie es funktionieren kann.

Denn, ob es nun die Arbeit, der Computer oder das Fitnessstudio ist, fuer das Kind kommt es im Endeffekt aufs Gleiche raus.

PS: Es tut mir jetzt schon mal im Voraus leid, wenn ich damit jetzt eine "wie unabhaengig darf eine Mutter sein"-Diskussion ausgeloest habe...
 
Venya

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  • #58
Dir ist schon bewusst, das DU sie so hingestellt hast, wie wir sie wahrnehmen?
Wenn jmd sein Kind einfach nicht beachtet/bemuttert, weil er viel arbeitet und eine Haushaltshilfe hat, dann ist das eine Sache. Du hast es aber so hingestellt, als darf das Kind nichts, bekommt nur "Fastfood" und muss alles allein machen (Hausaufgaben ect). Es hat gar keine Bezugsperson, also nichtmal eine Nanny.

Hallo

- leider verbringt sie den Rest ihrer Zeit auf Facebook oder Skype. Die Tochter kann dann selbst zusehen, wie sie sich beschaeftigt.

Im Gegenteil, es wird nur schlimmer. Diese Bekannte hat mittlerweile einen Facebooklover und kuemmert sich daher noch weniger um Kind/Katzen/Haushalt...


Ich finde es einfach extrem traurig, dass eine 10 Jaehrige abends ihr Essen frittiert bekommt, weil die Mutter nicht kochen kann/will und sich dann wieder vor den Laptop setzt.
Die Kleine sitzt dann alleine in der Kueche und darf essen. Danach wird sie in nem mega scharfen Ton aufgefordert ihre Hausaufgaben zu machen und so weiter.
Wenn die Tochter dann spielen will oder so, wird sie meist aus dem Raum geschickt und wird einfach nur behandelt, als wuerde sie stoeren.

Im Grossen und Ganzen eine mega traurige Kindheit.

Und nochmal ganz langsam für alle, die es hier auf "Kind wegenehmen" reduzieren. Davon hat hier glaub ich keiner geredet. Ich zumindest nicht und auch Lena z.B. nicht. Es geht um UNTERSTÜTZEN. In wie weit das dort möglich ist, haben wir auch erwähnt, muss man halt sehen. In D gibt es Unterstützung in finanzieller Hinsicht und es wird einfach unterstützt indem man Vorschläge zu Aktivitäten und gemeinsamen Zusammenleben bekommt. Ob es dort auch soetwas gibt, weiss ICH nicht, aber deshalb habe ich auch schon öfter gesagt, sollte man sich erkundigen. Ich habe nirgends von wegnehmen oder dergleichen geredet. Ebenso habe ich gesagt, MUSS man sich nicht einmischen, wenn man es nicht will.
Warum aber deutlich im ersten Post und in weiter folgenden darauf hingewiesen wird, wie schlimm die Kindheit ist und wie mega traurig man das findet, wenn man hier nicht weiter darüber reden darf/Vorschläge bringen darf, erschliesst sich mir nicht.
Hätte es ein Thread nur für die Katzen sein sollen, hätte man das mit dem Kind weglassen können.
Und nun bin ich raus hier.
 
Musepuckel

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  • #59
@ venya,

weisst du ich höre ständig unterstützen.
Warum müssen eigentlich permanent Eltern unterstützt werden ?
Wer hat unsere Eltern oder Großeltern bei der Kindererziehung unterstützt?
Sind heute erwachsene Menschen nicht mehr in der Lage ihr Leben alleine zu meistern?Braucht man für alles einen Hannebambel der einem bei allem hilft?
Und trotz der ganzen Unterstützung laufen heute mehr fehlgesteuerte Kinder rum als früher.
 
premurosa

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  • #60
Mir platzt bald der Kragen.

Ich bin naechste Woche 23 Jahre alt.. Meine Eltern leben etwa 1000km weit weg von mir. Die meines Freundes 40h mit Flugzeug und Auto.
Wir sind hier ganz alleine und versuchen uns irgendwie durchzubeissen. Seit einem Jahr habe ich keinen Job und versuch mich, wo es geht fuer meine Katzen aufzuopfern, damit die bloss keine Einschraenkungen erleben muessen.

Ich habe ehrlich gesagt genug eigenen Scheiss zu regeln, bevor ich mich um die Fastfood-PC-Sucht einer Bekannten kuemmeren kann, die es in zwei Jahren, die wir uns kennen, nicht einmal geschafft hat mich anzurufen, nur um mal zu fragen, wie es denn so geht.
Mich interessieren nur und ausschliesslich die Katzen, die dort sonst bald an Nierenversagen hinterm Schrank verrotten muessen, weil die daemliche Kuh gerne mal fuer 3-4 Wochen zu ihrer Schwester faehrt und die Katzen ihrem Mitbewohner ueberlaesst, der die Katzen eigentlich lieber weg haben wuerde, als sie zu fuettern.
Was sie mit ihrem Kind macht, ist mir ziemlich egal, solange sie nicht geschlagen oder sonst was wird.

Ich habe weder Zeit noch die Energie dazu, mich mit einer sturkoepfigen Frau, die gut 10-15 Jahre aelter ist als ich, zusammen zu setzen und ihr zu erklaeren, wie man ein normales Leben fuehrt. Denn ganz ehrlich, sollte ICH die jenige sein, mit der man ueber ein solches Thema spricht.
Wer als Mutter mit 35 Jahren oder so immer noch kein Verantwortungsgefuehl gelernt hat - der lernt es auch nicht von einem Kind wie mir und auch von keinem Sozialarbeiter der Welt.
Und wenn ich ehrlich bin, gibt es Muetter, die finanzielle Unterstuetzung mehr verdient haben - naemlich die, die sie nicht missbilligen und geringschaetzen bis zum geht nicht mehr. Denn ich habe ihr mindestens tausend mal angeboten, irgendwas zu tun.
Ich habe ihr angeboten meinen Kratzbaum zu schenken, ich habe sie 100 mal gefragt, ob sie bei Zooplus ne Sammelbestellung machen will. Ich habe sie und ihr Kind unzaehlige male versucht aus dem Haus zu bekommen. Sei es zum Rummel oder nur mal einfach in die Stadt. Ich habe Kuchen mitgebracht, ich habe sie zum Essen bei mir eingeladen. Sie ist nicht einmal gekommen.
Ich kenne sie seit zwei Jahren und seit ich vor einem Jahr umgezogen bin, war sie nicht einmal bei uns.

Ich habe es ehrlich gesagt reichlich satt Leuten nachzulaufen, die es eh nicht interessiert und ich denke, ich habe das Recht auf ein bisschen weniger Verantwortung in meinem Leben. Ich trage schon die alleinige Verantwortung mit allen Konsequenzen fuer mein eigenes Leben und verbringe keine Naechte in der Disco und probier mal irgendwelche Drogen aus, wie viele andere meines Alters.
Meine Eltern steuern nichts zu Miete oder Auto bei. Ich trage genauso die Verantwortung plus Konsequenzen fuer die Leben meiner Katzen und ich versuche die Verantwortung fuer andere Tiere in schlechter Haltung zu uebernehmen.
Ich erlaube mir einfach ganz dreist, dort willkuerlich meinen Schlussstrich zu ziehen - meine Energie ist auch irgendwo zuende.
 
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