Schlechte Umstaende - wie reagieren?

premurosa

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Hallo

ich habe heute mal ein etwas traurigeres Anliegen und weiss nicht, wie ich mich verhalten soll.

Ich habe eine Bekannte, die zusammen mit ihrer etwa 10 jaehrigen Tochter mit einem Mann in einer Art WG lebt.
Sie ist ca. 35 Jahre alt und arbeitet als Haushaltshilfe - leider verbringt sie den Rest ihrer Zeit auf Facebook oder Skype. Die Tochter kann dann selbst zusehen, wie sie sich beschaeftigt.

Mit den Katzen sieht es leider noch trauriger aus:
Die Katzen sind den ganzen Tag im Schlafzimmer eingesperrt. Mein Freund half vor einigen Jahren den Balkon gerecht zu sichern - allerdings duerfen die Katzen nie auf den Balkon.
Sie duerfen auch nicht in die Kueche, da unhygienisch :rolleyes:
Sie duerfen nicht ins Bad... unhygienisch..
Ins Wohnzimmer duerfen sie alle paar Tage mal, aber dort sind sie unerwuenscht, da sie Teppich und Sofa zerkratzen.

Die Moebel werden zerstoert, weil die Natur der Katze vollkommen uebergangen wird und keinerlei Kratzmoebel existieren :mad:

Ihr Raum ist mit Katzenklo mit Haube ausgestattet - so muss man es seltener saeubern und direkt vor dem Katzenklo stehen die zwei - drei dreckigen Naepfe mit Trockenfutter.
Hin und wieder gibts dann mal eine Tuete Felix.
Die Katzen verstehen sich eigentlich ganz gut und spielen hin und wieder auch. Allerdings gibt es sofort Aerger, wenn sie sich mal durch die Wohnung jagen. :mad::mad:

Habe ihnen schon oefter empfohlen, mit mir zusammen bei Zooplus oder so zu bestellen (wo ich wohne gibt es leider keine Geschaefte wie Fressnapf, Zoo&Co,... sondern nur Minigeschaefte, die mit Hill's und RC voll sind... Wer gutes Futter haben moechte, muss bestellen). Daher bot ich es schon oefter an - auch mal einen Kratzbaum fuer 50 Euro oder so zu kaufen.
Die Katzen auch mal auf den Balkon zu lassen (aber da machen sie ja die Pflanzen kaputt........ :rolleyes:)..
Bisher wurde immer genickt und gelachelt und "ja ja, machen wir mal.." aber es passiert einfach gar nichts.
Im Gegenteil, es wird nur schlimmer. Diese Bekannte hat mittlerweile einen Facebooklover und kuemmert sich daher noch weniger um Kind/Katzen/Haushalt...

Finde die Situation einfach schrecklich und gucke mir das schon seit zwei Jahren an (die Katzen sind etwa 3-4 Jahre alt... noch sooo jung..).. Ich weiss einfach nicht, wie ich entweder sie dazu bekommen soll, sich endlich vernuenftig zu kuemmern und Verantwortung zu uebernehmen oder die Katzen da wegbekommen soll.
Als ich ihr letztens ins Gesicht sagte, dass es nicht geht, dass das KaKo direkt neben dem Essen steht - das waere unhygienisch und ekelhaft war sie ziemlich beleidigt und sprach tagelang nicht mit mir.

Ich habe Angst, dass wenn ich "zu hart" reagiere, ich gar nichts mehr machen kann. Moechte ihr allerdings auch nicht den Tierschutz ins Haus schicken - weil dann (wie man sich sicher denken kann) bin ich der Arsch der Nation im kompletten Freundeskreis......


Hat irgendwer so eine Situation mal gehabt und erfolgreich geloest bekommen? Irgendwelche Ratschlaege, wie alle gluecklich werden? :( Auf ihre Freundschaft lege ich eigentlich nicht den groessten Wert - aber wir haben nicht besonders viele Leute hier und wollen zumindest bis wir wegziehen koennen, noch einen freundlichen Kontakt miteinander haben.
 
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Nike74

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Ich hatte schon zweimal eine ähnliche Situation.

Während ich beim ersten mal zögerte und es auch mit Hilfe, Ratschlägen und finanzieller Unterstützung probiert habe, es für das Tier aber zu spät war, hab ich beim nächsten mal zeitnah reagiert und es unseren gut engagierten TsV mitgeteilt.

Diese sind noch in der selben Woche auf die Familie zugegangen und haben geholfen Lösungen zu finden und haben auch weiterhin ein Auge drauf.
Hat mich die Freundschaft gekostet, aber ich würde es jederzeit wieder tun wenn ich anders nicht weiterkomme.
Den ersten Fall werfe ich mir heute noch vor, vielleicht hätte der Kater noch leben können wenn ich nicht gezögert hätte..
 
A (nett)

A (nett)

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(S)paradies Katzachstan
Ganz schwierige Situation:(.

Dachte auch direkt daran den TS zu informieren.
Kannste das nicht anonym machen oder kämen die direkt drauf, dass es von Dir kommt.

Hört sich grundsätzlich auch nicht so an, als ob da jemand (ausser Dir) groß Interesse an den Miezen hätte.
Wäre Abgabe/richtige Vermittlung in gute Hände hier nicht sinnvoller.

Kann man mit der Frau über Abgabe/Vermittlung reden?
 
Mascha04

Mascha04

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Ich glaube die TE lebt in der Toscana, da wird es mit TSV wahrscheinlich nicht so toll aussehen und die Katzen können froh sein wenn sie nicht auf der Strasse leben müssen. Aber nur im Schlafzimmer leben müssen, das geht überhaupt nicht, da sollten sie besser vermittelt werden. Und das sage gerade ich, die auch eine Katze hat, die vor lauter Angst nur noch im Schlafzimmer lebt.:oops:
 
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Nike74

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Hm das hab ich übersehen..

Manchmal ist das Leben auf der Strasse besser, vor allem wenn es so aussichtlos quälerisch ist, da wünschte man ja fast die würden mal vergessen die Türen zuzumachen...

Na ok..also wenn bei euch wahrscheinlich kein TS vor Ort ist der da was machen kann, würde ich mir überlegen ob da noch Möglichkeiten wären zu helfen. Hast du sie schon mit Flyern und ähnlichem zugepflastert? Andererseits wenn denen das eigene Kind egal ist...das Kind aber kann raus, in einigen Jahren ist es weg da und macht es hoffentlich besser..

Falls nicht, dann würde ich persönlich garkeinen Wert darauf legen und das nochmal deutlich machen, mich distanzieren.

Das ist natürlich unschön, vor allem weil man so garnichts erreicht hat..aber es ist ehrlicher und ich könnte dann besser schlafen und müsste nicht Menschen ins Gesicht lächeln die ich eigentlich vielleicht verachte für das was sie tun.
 
premurosa

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@Nike, tut mir Leid mit dem ersten dieser Faelle. Ich hoffe, du machst dir irgendwann nicht mehr all zu grosse Vorwuerfe - bist ja bestens dabei, es wieder gut zu machen :)

@ Anett, ja, bin leider die einzige in unserem Freundeskreis die so Tierschutz-vernarrt ist und alle Lebewesen auf die selbe Stufe stellt. Die wuessten sofort, dass ich das war.

Aber im Grossen und Ganzen wird mir wohl, wenn es hart auf hart kommt, nichts anders uebrig bleiben, als die (ohnehin nicht so wertvolle) Freundschaft zum Wohl der Tiere zu opfern.
Sobald ich mir naechstes Jahr ein Auto leisten kann, werde ich sowieso in meiner Freizeit im Tierheim helfen und da werden sich sicher schnell neue Kontakte knuepfen lassen zu Gleichgesinnten :)


Ich weiss, dass Italien immer ziemlich schlecht dasteht, was Tierschutz angeht :/ Kann leider nicht leugnen, dass es hier noch grosse Probleme gibt. Allerdings ist hier im Norden der Tierschutz schon recht aktiv und auch erfolgreich.
Wie schlimm das Leben auf der Strasse tatsaechlich ist, kann ich schwer beurteilen, da ich da emotional sehr beeinflusst bin. Habe meinen Grossen damals von der Strasse genommen und er haette den Winter mit seinem Immunsystem niemals ueberleben koennen.

Werde mich mal informieren, ob die rechtlich gesehen in der Lage sind, die Tiere einfach mitzunehmen.
Davon hab ich naemlich leider keine Ahnung, ob es den Katzen dafuer schon schlecht genug geht.
 
S

Starfairy

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Nun, die Katzen bekommen Futter und sind wohl so weit gesund. In D würde das nicht genügen, das die Katzen dort weggeholt werden. Da bräuchte es einiges mehr.
Ich kann mir nicht vorstellen, das es bei euch so viel anders ist.

Wobei der Tierschutz hier gar nichts ausrichten könnte. Das könnte nur der Amtstierarzt, und ich wette, bei dieser Beschreibung geht der gar nicht erst hin.
 
premurosa

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Finde das total traurig.
Denke auch, dass der Tierschutz dort nicht einfach hinspazieren koennte und sagt "Wir nehmen dann mal die Katzen mit."

Glaube leider auch nicht, dass ich sie in naechster Zeit ueberzeugen kann, die Katzen abzugeben. Das einzige mal, dass wir was mit ihr und ihrer Tochter unternommen haben, war ein Spaziergang ueber den Rummel nachdem wir sie fast eine Stunde ueberredet haben. :rolleyes:
 
Nike74

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Es geht nicht um Tiere wegnehmen, es geht um Veränderung.

Der TsV hat in meinem Fall auch nicht die Tiere weggenommen, darum ging es ihnen erstmal nicht und das wäre auch nicht der Zuständigkeitsbereich gewesen.
Hinfahren, anschauen, Menschen kennenlernen und ins Gespräch kommen.

Es wurden Gespräche geführt und Kaffee getrunken, Bezug zu den Haltern erstellt, ein Draht gefunden und so konnte man mit den Menschen was erreichen und kein Tier musste eingezogen werden. Natürlich wurde darauf bestanden das die Veränderungen auch umgesetzt werden und der TsV hat sich vorbehalten unangekündigt vorbeizuschauen, was auch auch getan wurde.

Ich denke je nach Fall ist das besser als Tiere einfach wegzunehmen, die Menschen sollen ja lernen und ausserdem hat man mir gesagt wenn man gleich mit dem Hammer kommt machen Menschen die Schotten dicht und Tiere verschwinden oder werden abgegeben paar Monate später sich einfach neue geholt.
Darum ist es besser zumindest zu Beginn nach Möglichkeit mit den Menschen zu arbeiten.
Denke es wirkt anders wenn jemand vom TS das macht, hat ja schon einen amtlichen Charakter.

Aber das geht nun da eh nicht und selbst in D gibt es nicht überall so gut vernetzte und engagierte TsV
 
premurosa

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  • #10
Puh.. ist echt kompliziert.
Werde fuer kommenden Montag mal einen letzten Versuch starten und etwas deutlicher werden, dass es mir nicht Spass macht, mich nur zu wiederholen, sondern ich das alles aus gutem Grund sage.

Wenn das nicht hilft, werde ich versuchen den Tierschutz einzuschalten. Wobei ich da meine Bedenken habe, dass das nicht nach hinten los geht - aber Schlimmeres als "nichts" wird schon nicht passieren.

Ich danke euch fuer eure Hilfe und werde den Thread dann wieder aus der Versenkung holen, wenn sich was ergeben hat :)
 
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  • #12
Naja, die Tochter muss nicht praktisch auf dem Klo essen und darf auch aus der Wohnung.

Klar stoert es mich genauso, dass ihre Tochter so RTL-maessig aufwaechst. Die Mutter selbst sagt zu der Situation mit ihrer Tochter, dass sie wuesste, nicht die beste Mutter zu sein.

Ich finde es einfach extrem traurig, dass eine 10 Jaehrige abends ihr Essen frittiert bekommt, weil die Mutter nicht kochen kann/will und sich dann wieder vor den Laptop setzt.
Die Kleine sitzt dann alleine in der Kueche und darf essen. Danach wird sie in nem mega scharfen Ton aufgefordert ihre Hausaufgaben zu machen und so weiter.
Wenn die Tochter dann spielen will oder so, wird sie meist aus dem Raum geschickt und wird einfach nur behandelt, als wuerde sie stoeren.

Im Grossen und Ganzen eine mega traurige Kindheit. Aber ich glaube nicht, dass ich dort irgendetwas machen kann. Sie moechte sich schon bei den Katzen nicht reinreden lassen und ich denke, obwohl sie weiss, dass sie eine schlechte Mutter ist, moechte sie noch weniger Kritik ueber ihre Mutterqualitaeten hoeren.
Ich denke auch nicht, dass dort irgendein Amt hin wuerde, da die Tochter nicht geschlagen oder pausenlos angeschrien wird. Es ist "nur", dass dort eigentlich jeder fuer sich alleine lebt..
 
Venya

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  • #13
das "nur" allein vor sich hinleben, macht es aber auch zum "Spezialfall" und ein Amt würde da auch helfen, weiss aber nicht wies bei euch im Land da so aussieht.
Und wenn dir die Freundschaft eh schon wegen Einmischens bei den Katzen gekündigt wird, dann ists eh schon egal und ich würd da auch was wegen der Tochter sagen und mir auch mal die Tochter vornehmen. Aber eben die Frage, was bei euch da alles geht..
Eigentlich würd ichs andersrum machen .. mir würde die Freundschaft wegen des Einmischens in die Erziehung gekündigt werden und ich würd das Problem Katzen dann gleich noch mit anpacken *g*
 
premurosa

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  • #14
Du hast schon nicht unrecht. Aber wenn ich ganz ehrlich bin (bitte nicht steinigen) raeume ich jedem eigentlich das Recht ein, sein Kind auf seine Weise zu erziehen.
Das Kind wird in letzter Zeit auch immer pampiger ihrer Mutter gegenueber und setzt sich langsam zur Wehr. Der Punkt ist: sie kann reden und in ein paar Jahren, wenn sie will, ausziehen und den Kontakt zu ihrer Mutter abbrechen.
Empfindet das Kind ihre Mutter als so schlimm, kann sie das auch alleine - aber es gibt auch immer wieder Momente in denen sie ihre Mutter braucht und sie dann (hin und wieder) auch da ist um sie zu troesten.
Sie musste schon ihren Vater verlieren, da sich die Eltern getrennt haben und ich denke, ich muss nicht mithelfen, die Familie noch mehr kaputt zu machen, als sie schon ist.
 
Venya

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  • #15
Wie gesagt, weiss ich nicht, was es bei euch für Möglichkeiten gibt. Und wenn du da nichts machen willst, ist das ja auch deine Sache, dafür würde ich dich niemals steinigen.

Ich meinte auch nicht "Jugendamt holen, Kind wegnehmen".. ich dachte eher an unterstützend Angebote vorlegen.
So ein Kind in dem Alter sollte viel mit gleichaltrigen machen. Eine Sportart, ein Verein, ein Jugendzentrum das etwas anbietet.

Mein Sohnemann war z.B. kochen lernen, fotografieren, Tischtennis und Badminton lernen, im Chor singen, Fussball spielen usw .. wenn er all das nicht täte, wäre er ein wahnsinnig unausgeglichenes Kind. Ich dachte nur daran, evtl jmd von einem Amt zu finden oder selbst aktiv werden und Vorschläge bringen, was die Nachmittagsgestaltung angeht. Und da gibts bestimmt auch viel, das die Mutter nicht "nervt" oder wo sie sich beteiligen muss. Aber ich geh halt jetzt von D aus und nicht von dort wo du lebst.
 
Fellmull

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  • #16
Man könnte von Amtswegen her aber der Familie auch durchaus HILFE zuteil werden lassen in Form von Gesprächen, Ratschlägen, unter die Arme greifen im Bezug auf die Erziehung.
Eventuell weiss die Mutter auch nicht wie es besser geht, das kann auch eine sehr hilflose Situation sein.
Wenn sie Hilfe möchte, würde sie diese auch vielleicht annehmen.
Wenn sie keine Hilfe möchte, hat man immerhin nichts kaputt gemacht.
Es geht ja nicht darum dass du ihr "das Amt auf den Hals hetzt" sondern dass von extern eventuell brauchbare Hilfe kommt.
So wie du die Situation beschreibst wird da sicher nichts vom Amt kommen was Mutter und Tochter schadet.
Mehr als Hilfe anbieten können sie da nicht und das wäre doch schonmal etwas.
 
Baset

Baset

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  • #17
Ich weiss nicht, wo Du in der Toskana lebst, aber es gibt in der Nähe von Aula eine deutsche Tierschützerin "Angelikas Findelkinder", die Dir möglicherweise helfen könnte. Angelika hat es mehr als einmal geschafft, Katzen aus schlechter Haltung herauszuholen.

Sie ist hier auch im Forum vertreten unter Patenschaften etc.

Sind Deine Freunde Italiener oder Deutsche?

Ich weiss, dass die Frage blöd klingt, aber die Mentalität spielt mit Sicherheit eine Rolle. Sprichst Du italienisch? Dann kannst Du dich noch an die Katzenfrauen von "Torre Argentina" wenden. Die sind zwar in Rom, aber sehr engagiert. Und die können, falls Deine Freunde Italiener sind, auf diese einwirken.

Man darf nichts unversucht lassen. Meine ich.

LG

Birgit
 
L

Lena06

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  • #18
Ich möchte mich Venya anschließen.


Du hast schon nicht unrecht. Aber wenn ich ganz ehrlich bin (bitte nicht steinigen) raeume ich jedem eigentlich das Recht ein, sein Kind auf seine Weise zu erziehen.
Das Kind wird in letzter Zeit auch immer pampiger ihrer Mutter gegenueber und setzt sich langsam zur Wehr. Der Punkt ist: sie kann reden und in ein paar Jahren, wenn sie will, ausziehen und den Kontakt zu ihrer Mutter abbrechen.
Empfindet das Kind ihre Mutter als so schlimm, kann sie das auch alleine - aber es gibt auch immer wieder Momente in denen sie ihre Mutter braucht und sie dann (hin und wieder) auch da ist um sie zu troesten.
Sie musste schon ihren Vater verlieren, da sich die Eltern getrennt haben und ich denke, ich muss nicht mithelfen, die Familie noch mehr kaputt zu machen, als sie schon ist.

Natürlich setzt sich das Kind irgenwann zur Wehr, aber leider auf die völlig falsche Art und Weise. Woher soll sie es auch richtig wissen? Sie ist ja kaum sozialisiert (um das mal in der Sprache zu benennen, die man bei Katzen nehmen würde).

Ich finde es furchtbar, dass jemand der das sieht darauf wartet, dass das Kind 18 wird und ausziehen kann.
Bis dahin vergehen schon einige Jahre, die wichtig sind um diesem Menschenkind beizubringen, wie man in der Gesellschaft "klar kommt" ohne jemanden, der ihr das vorlebt wird das aber nichts und ist nur ein weiteres unnötig "verkorkstes" Leben.

Vorschreiben kann auch ich Dir nichts, nur Dich drum bitten, nicht wegzuschauen und zu versuchen Unterstützung zu bekommen.
Einfach nur, damit das Kind normal aufwachsen kann.
 
Baset

Baset

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  • #19
Eigentlich geht's um Katzen.

Ich weiss, das es hier viele gibt, für die Katzen "alles" sind. Was ich nicht negativ bewerte, im Gegenteil.

Aber die von uns, die Kinder haben und hatten: es ist nicht leicht, ein Kind großzuziehen. Nicht mal, wenn man optimale Bedingungen hat.

Es gibt in Deutschland für jedes und alles eine "Pappe". Nicht mal Haare schneiden darf man ohne diese "Pappe" (ich möchte damit keine Frisörinnen beleidigen)

Aber Kinder auf die Welt setzen? Darf jeder. Macht jeder. Manche setzen sie aus, manche bringen sie um (im Extremfall) und manche kümmern sich einfach nicht. Kinder sind anstrengend.

Und es ist vermutlich bequemer, sie vor der Glotze oder vor dem PC abzusetzen, als sich mit ihnen zu beschäftigen.

Bücher vorlesen: ach igitt, wie anstrengend. und wie altmodisch.
Miteinander reden: ätzend.
Wenn man es eh nie getan hat verliert man den Kontakt.
Und dann werden die Kinder irgendwann zur Bedrohung des eigenen Friedens.

Die sind ja auch nicht blöd.

Das Mädel muss nicht zwangsläufig zum Assi werden, aber ihr entgeht soviel.
Und es ist schwer, Vorbild zu sein, keiner von uns ist perfekt. Und manche resignieren. Aber das Gespräch nicht zu suchen, wäre fahrlässig.

Um den Kreis zu schließen: es ging um Katzen in schlechter Haltung.

Birgit
 
L

Lena06

Gast
  • #20
Das Mädel muss nicht zwangsläufig zum Assi werden,

Das Wort Assi möchte ich gar nicht in den Mund nehmen... geschweige denn schreiben.

Das habe ich auch gar nicht gemeint mit dem was ich geschrieben habe.

Gemeint habe ich, dass diese Mädel ihr Leben lang seelisch damit zu kämpfen haben wird, wie es ihre Kindheit und Jugend verbracht hat - wie ihre Mutter sie großgezogen hat - gemeint sind nicht die "gesellschaftlichen" Folgen wie Arbeit oder nicht ...

Das darf man hier grade bitte nicht verwechseln.

Und ja, es geht um Katzen.... zu den Katzen gab es den Tipp, zu googeln, es wurden auch mögliche Ansprechpartner genannt.

Mögliche Ansprechpartner wird es auch außerhalb von Deutschland geben, wenn es um ein Kind geht.
 

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