Problem-Kitte aufgenommen - Hilfe!!

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JesCat

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Hallo ihr Lieben,

Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen, ich habe schon gefühlt das ganze Internet durchforstet, aber mein Problem ist zu speziell. Deswegen hoffe ich, dass ich hier Hilfe finde.

Zu aller erst vorweg: ich habe bereits eine Katze, die Süße kam als Kitte zu mir und ist mittlerweile stolze 13 Jahre alt. Kira ist auch gut und erfolgreich erzogen hört auf ihren Namen und alles. Ich würde also von mir behaupten, ich habe ein bisschen Ahnung von Katzen.
Da ich nun leider aus beruflichen Gründen länger aus dem Haus bin, wollte ich mir eine Zweitkatze zulegen.

Gestolpert bin ich dann über ein ganz armes Wesen. Die Kleine ist 8 Monate alt und war in einem erbärmlichen Zustand. Die “Züchterin“ kam weder auf die Idee, der Süßen einen Namen zu geben, geschweige denn sie mal zum Tierarzt zu bringen. Sie hat sie am schwanz durch die Gegend gezogen und Miley (so heißt die süße Coonie Jz, angeblich ist sie tatsächlich eine Coon) wog ungefähr so viel wie eine Zeitung. Sie musste sich mit 3 Katzen ein Klo teilen, das mega stank und kannte nichts außer der runtergekommen Wohnung. Nicht mal einen Kratzbaum oder etwas anderes als Trockenfutter.
Ich habe natürlich nicht lange gezögert und das arme Wesen mit genommen. Hätte ich nicht gewusst, dass die Frau alle Katzen abgibt, hätte ich ihr den Tierschutz auf den Hals gehetzt!!!!

Jetzt zu meinem Problem. Miley ist mittlerweile ganz gut angekommen. Mit meiner alten klappt es noch nicht immer aber es wird. Nur weiß ich nicht, wie ich jetzt weiter machen soll. Sie kennt halt nichts und die tatsächliche Zeit der Erziehung ist ja schon so ziemlich durch. Zumindest wenn ich jetzt erstmal mit der Grunderziehung anfangen muss. Und wie ich es bei der Anderen gemacht habe geht auch nicht. Miley schreckt bei jedem scharfen Wort oder wenn ich minimal die Stimme ergebe zusammen und versteckt sich für Stunden unter der Couch. Sie kennt keine Kratzbäume oder -bretter und weigert sich auch konsequent, Da ran zu gehen. Ich habe es auch schon mit Minze versucht.
Darüber hinaus verweigert sie das Fressen - außer das Trockenfutter. Weder Nass, noch rohes Fleisch oder Tun. Dabei Baarfe ich meine Katzen an sich.
Auf meine Stimme oder äußere Einflüsse reagiert sie auch nicht, außer sie kennt es nicht oder einer kommt ihr zu nah. Dann wieder ab für Stunden unter die Couch.
Miley ist seit nun knapp 2 Wochen bei mir und in weiteren 2 Wochen geht es mit meinem Notfellchen zum Tierarzt. Bevor Fragen kommen: ja ich warte absichtlich so lange, sie soll sich erst endgültig eingewöhnt haben, bevor die “gruselige Box“ wieder zum Einsatz kommt.
So langsam bin ich einfach mit meinem Latein am Ende.
:sad:
 
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Winged Hussars

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Sie ist doch erst 2 Wochen da, was erwartest du da von ihr?
Und vor allem was genau versuchst du ihr überhaupt beizubringen :confused:

Mit einer verstörten Katze würde ich erstmal nicht unbedingt im scharfen Ton sprechen.
 
Demotivation

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Du hast da mehrere Baustellen...

Thema Tierarzt: Versteh ich, dass du ihr etwas Zeit gönnen willst. Was ich nicht verstehe ist, wenn du beide Katzen schon zusammen gelassen hast. Du weißt nicht, was die Neue an Krankheiten mitgebracht haben könnte. Das ist im besten Fall unverantwortlich und ich hoffe, die Kleene hat keine Parasiten, geschweige denn schlimmeres eingeschleppt.

Thema Erziehung. Erkläre mal bitte, was du mit Grunderziehung meinst und wie hast du es bisher gemacht? Du brauchst keine laute Stimme zur Katzenerziehung. Ganz im Gegenteil. Das wäre ja bei dem Hintergrund, den diese Katze hat, auch ziemlich daneben. Gib ihr doch erstmal Zeit anzukommen, sie ist doch erst zwei Wochen bei dir?!

Um das mal für später festzuhalten: Erziehung klappt am besten durch positive Verstärkung. Lobe sie z.B. für Interesse am Kratzbaum oder gib ihr ein Leckerli. Bloß nicht mit Zwang versuchen, sie z.B. auf den Kratzbaum zu setzen oder sowas.

Aber gib ihr doch um Himmels willen erstmal Zeit, Vertrauen zu dir zu fassen. Für diese Katze steht doch grad die ganze Welt Kopf, und du willst ihr Verhalten maßregeln?
 
Paddie

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ehrlich gesagt lese ich hier kein Problem.
Was genau willst Du denn ändern? Was willst Du erreichen?

Grunderzeihung einer Katze... lass das mal wenn Du nicht genau weißt was Du machst. Bei solch scheuen Mietzen geht das schnell nach hinten los.
Katzen kannst Du nicht erziehen wie einen Hund ;-)
 
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JesCat

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Ich kann mir aber auch nicht meine Möbel kaputt machen lassen. Das ist es ja gerade. Diesen Mittelweg habe ich noch nicht gefunden. Immer hin gehen hilft ja auch nicht. Dann ist sie auch sofort wieder weg.

Was die Erziehung angeht, möchte ich erstmal, dass sie vor allem anfängt, sich an mich zugewöhnen, das sie den Baum bzw das Brett zum kratzen nutzt und vor allem Anfängt zu fressen ..
 
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JesCat

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Grunderzeihung einer Katze... lass das mal wenn Du nicht genau weißt was Du machst. Bei solch scheuen Mietzen geht das schnell nach hinten los.
Katzen kannst Du nicht erziehen wie einen Hund ;-)


Ich muss da leider widersprechen. ;) Klar sind Katzen keine Hunde, aber Erziehung ist trotzdem möglich. Sie muss wissen wo sie hin darf und wo nicht, dass sie nur am Brett und Baum kratzen darf, was “Nein“ bedeutet und auf ihren Namen hören
All das ging bei meiner Alten ohne Probleme. Und die ist definitiv kein Hund ;)
 
Maiglöckchen

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Du hast jetzt aber ein völlig verschrecktes Tier aufgenommen, da solltest Du erst einmal anfangen, Vertrauen aufzubauen, anstatt gleich Verbote aufzubauen.

Und auch da hilft - wie schon gesagt - positive Verstärkung statt scharfer Worte.
 
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Winged Hussars

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Das liest sich außerdem als wäre deine andere Katze 13 Jahre allein bei dir gewesen. Natürlich ist die dann auch mehr auf dich fixiert und konnte sich nicht erlauben Angst vor dir zu haben, wenn du die einzige bist zu der sie Kontakt haben konnte.
Ich kenne viele Einzelkatzen die als pflegeleicht, lieb und kuschelig gelten. Ist aber auch normal, dass man sich ohne Artgenossen ziemlich an den Mensch hält/ halten muss.
 
doppelpack

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Katzen sind erziehbar, ja.
Aber du nimmst ein verstörtes Tier auf und beschwerst sich nun, dass ggf. etwas an deinen Möbeln kaputtgehen könnte, weil sie eben nicht erzogen ist, da solltest du ganz ehrlich überdenken, ob du die richtige Stelle für dieses Tier bist. Es ist in Ordnung, wenn man so etwas nicht möchte, aber dann sollte man fairerweise einen geeigneten Platz für das Tier suchen.

Und verstehe ich das richtig, du hast dir jetzt nach 13 Jahren überlegt, dass Einzelhaltung nicht artgerecht ist? Oder hattest du schonmal Gesellschaft für deine Katze?
 
zoeytrang

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  • #10
Ich muss da leider widersprechen. ;) Klar sind Katzen keine Hunde, aber Erziehung ist trotzdem möglich. Sie muss wissen wo sie hin darf und wo nicht, dass sie nur am Brett und Baum kratzen darf, was “Nein“ bedeutet und auf ihren Namen hören
All das ging bei meiner Alten ohne Probleme. Und die ist definitiv kein Hund ;)

Paddie sagt ja auch nicht das du Katzen gar nicht erziehen kannst. Nur eben nicht wie einen Hund und dass du vor allem bei einer verstörten Katze viel falsch machen kannst, wenn du wenig Ahnung hast.
 
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JesCat

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  • #11
Nein das verstehst du nicht richtig. Daher bin ich dir sehr dankbar, dass du nachfragst. Kira ist tatsächlich mit zwei Hunden und noch ein paar weiteren Tieren aufgewachsen. Mit den Hunden konnte sie spielen und kuscheln. Außerdem war sie 24/7 in Gesellschaft. Im letzten halben Jahr hat sich das leider geändert. Nach 3 Monaten war ich so weit mir eine Zweitkatze zuzulegen, aber sowas will überlegt sein

Darüber hinaus, gehe ich durchaus davon aus, dass Miley bei mir den richtigen Platz gefunden hat. Ich fange bestimmt nicht an daran zu zweifeln, nur weil ich etwas zum Schutze meiner Möbel tun möchte. Es geht nicht darum, dass sie von heute auf morgen aufgehört. Ich bin doch kein Traumtänzer. Aber ne grobe Richtung bzw nen Plan sollte man schon haben. Am besten einen, bei der auch die Süße mit ihrer Angst nicht zu kurz kommt. Wenn ich so einen Plan hätte, hätte ich hier nicht diesen Beitrag verfasst ;)
 
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Latifa

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  • #12
Nein das verstehst du nicht richtig. Daher bin ich dir sehr dankbar, dass du nachfragst. Kira ist tatsächlich mit zwei Hunden und noch ein paar weiteren Tieren aufgewachsen. Mit den Hunden konnte sie spielen und kuscheln. Außerdem war sie 24/7 in Gesellschaft. Im letzten halben Jahr hat sich das leider geändert. Nach 3 Monaten war ich so weit mir eine Zweitkatze zuzulegen, aber sowas will überlegt sein

Das heißt, sie hatte tatsächlich in ihrem ganzen Leben noch keine kätzische Gesellschaft, wenn ich das richtig verstehe? Uff.. Und dann direkt mit so einer kleinen Miezi zusammen werfen.. Ich stelle mir das ehrlich gesagt sehr schwierig vor. Die befinden sich doch in zwei völlig verschiedenen Entwicklungsstadien. Und dazu haben beide noch ihre eigenen Baustellen: Die ältere kennt keine anderen Katzen und die jüngere ist ein absolut verstörtes, kleines Scheuchen. Sie bräuchte eigentlich eine soziale, souveräne ca. gleichaltrige Katze in ihrem Alter, an der sie sich orientieren kann und keine ältere Dame, die keine anderen Katzen kennt und mit dem kleinen Wesen eigentlich nichts anfangen kann. Du meintest zwar, sowas will überlegt sein - aber ich finde das nicht allzu gut durchdacht..
Auf jeden Fall der Kleinen alle Zeit der Welt geben und bitte immer loben, niemals bestrafen o. ä. :sad:
 
Annemone

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  • #13
JesCat,
lass' das arme Wesen erst einmal ankommen. Das heißt: Sorge dafür, dass sie in Ruhe fressen kann und die Katzentoilette benutzt. Und das sie sich irgendwo geschützt ausruhen kann.

Und tu alles, damit sie keine Angst mehr vor dir hat. Auf keinen Fall bedrängen, laut werden oder zurechtweisen.
Biete ihr zum Kratzen ruhig auch andere Materialien an (Kratzbretter aus Pappe/Caton oder einfach einen kleinen Naturstamm aus dem Wald - auch diese preiswerten Ikea-Korbstühle sind bei uns sehr beliebt).

Möbel werden überbewertet. Die kann man notfalls neu kaufen. Eine Katzenseele nicht.
 
Paddie

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  • #14
Ich muss da leider widersprechen. ;) Klar sind Katzen keine Hunde, aber Erziehung ist trotzdem möglich. Sie muss wissen wo sie hin darf und wo nicht, dass sie nur am Brett und Baum kratzen darf, was “Nein“ bedeutet und auf ihren Namen hören
All das ging bei meiner Alten ohne Probleme. Und die ist definitiv kein Hund ;)
Ja aber der Weg, bis sie verstehen was "Nein" bedeutet ist entscheidend.
Erreichst Du das durch positive Verstärkung oder Sanktionen?
Sanktionen sind immer der allerletzte Weg, Katzen lernen am Besten wenn sie wissen: Verhalte ich mich so - gibt es was tolles
Deswegen sollte man immer gutes Verhalten belohnen anstatt einfach hin zu nehmen oder unerwünschtes Verhalten zu sanktionieren.

Ich schließe mich den anderen an: lass den Wurm erstmal ankommen und lernen das sie sich bei Dir sicher fühlen kann.
 
Schnurr13

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  • #15
Ist ja schon viel wichtiges gesagt ...
Wenn du deine Möbel schonen willst, geht zu Ikea und hol dir Decken zum drüberdecken. Wenn die dann noch ein wenig überhängen sorgen sie gleich für weitere Versteckmöglichkeiten.

Mit der neuen Katze würde ich an deiner Stelle schnellstmöglich zum TA. Bis dahin kannst du ja schon mal Kotproben von ihr sammeln. Dann kannst du gleich abklären lassen, ob ungewollte Mitbewohner dabei sind. Bei einigen Krankheiten ist es jetzt schon zu spät für die ältere Dame und die Ansteckung nicht mehr zu verhindern. Schon kastriert? Wenn nicht ....

Wenn du dann sicher bist, dass keinerlei Ansteckung droht, würde ich nach einer Katze im gleichen alter wie die Junge schauen. Nur sollte diese super gut sozialisiert sein und auch keine Angst vor Menschen und Haushaltsgeräuschen haben, damit sie der kleinen Halt gibt und die ältere nicht berängt. Wenn da Platz für 2 Hunde und ne Katz war, dann müssten doch auch 3 Katzen gehen, oder?
 

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