Liebesbisse oder Aggression?

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MarionMila

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Hallo!
Ich bin neu hier und absoluter Katzenanfänger. Eine Frage brennt mir auf den Nägeln: Sind die Bisse meiner Katze Liebesbisse oder schon eher aggressiv?

Zuerst einmal etwas zu unserer Mila (ist unsere erste Katze):
Wir (Mein Mann und ich, 2 KInder (7 und 13) haben sie als Fundkatze bei uns vor 7 Wochen aufgenommen (sie kommt nicht aus dem Tierheim, sondern Bekannten ist sie zugelaufen. Diese konnten sie nicht aufnehmen.)
Der Tierarzt schätzt sie auf etwa 1 bis 2 Jahre. Mila war von anfang an überhaupt nicht scheu und läßt sich auch durch Toben meines Sohnes (7Jahre) nicht aus der Ruhe bringen. Sie ist gerne in unserer Nähe, zieht sich aber auch zurück, wenn sie ihre Ruhe will. Sie ist Freigängerin und darf durch eine Katzenklappe Tag und Nacht raus. Ich bin selbständig und deshalb den ganzen Tag zu Hause.
Jetzt zu meiner Frage:
Mila "beißt", es bleiben nicht mal Abdrücke, aber sie setzt die Zähne ein und zwar in bestimmten Situationen:
1) Sie schmust mit mir und "beisst" dann. Habe auf ihre Körpersprache geachtet und höre auf zu Streicheln, wenn sie unruhig wird. Also kein Beissen mehr.
2) Sie ist nach Schmusen friedlich auf meinem Schoß und ich bewege mich (winzig kleine Bewegung), möchte aufstehen etc. Mila "beisst". Ist das so zu sehen, wie hier schon mal beschrieben, dass sie sich als "Chef" sieht? Ich sage dann einfach "Nein" und setze sie runter, ich mag ja aufstehen.
3) Mila kommt auf meinen Schoß gesprungen (ich meine zum Schmusen) und sie "beisst" in meinen Unterarm. Ich sage "Nein" und setze sie dann runter, ignoriere sie. Nach 2 Minuten kommt sie wieder, schnuppert an Unterarm und legt sich neben mich auf die Couch, diesmal ohne Beissen.
4) Zur Begrüßung am Morgen streicht sie um meine Beine und reibt sich an mir. Ich gehe in die Hocke, streichle sie kurz. Mila streicht weiter um meine Beine und "beisst" wieder kurz in den Unterarm, an dem sie sich vorher noch gerieben hat. Ich sage "NEIn", bleibe aber in der Hocke und sie beisst noch mal kurz. Ich stehe auf und gehe.

Das passiert so oder so ähnlich auch den anderen Familienmitgliedern, meinen Mann mag sie allerdings besonders gern, der wird auch ausgiebig geputzt (ohne Zähne), er kriegt aber auch solche "Bisse" ab.

Interpretiere ich die Bisse falsch? Sind es eigentlich Liebesbisse oder zeigen sie eher "ich bin der Boss" und sind schon eher aggressiv/bestimmend (falls ja, was kann ich dann machen?).
Beim Schmusen bin ich mir noch am sichersten, dass sie damit einfach zeigt, jetzt ist genug und ich achte eben auf die Zeichen, damit es erst gar nicht dazu kommt. Bei der Begrüßung: Ich will sie ja nicht mit "Nein" davon abhalten, wenn es eigentlich Liebesbekundungen sind. Mach ich irgendwas falsch?
Freue mich über Antworten!
 
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AnBiMi

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Ich halte das für eine bisher vergebliche Aufforderung nach Spiel und Aktivität.

Sie ist jung, sie braucht einen Artgenossen im gleichen Alter, mit gleichem Geschlecht (und kastriert) und möglichst ähnlichem Charakter.

Auch wenn Sie Freigängerin ist, kann sie sehr gesellig sein. Katzen, die sich draußen begegnen, sind in der Regel eher an Revierkämpfen, Reviermarkierungen und infolge dessen an Auseinandersetzungen interessiert.

"Freundschaften", die gesellige und soziale (nein, das ist nicht das selbe) Katzen durchaus schätzen und pflegen, entwickeln sich bessere und deutlich häufiger, wenn zwei Tiere sich die selbe Revier- Kernzone ( die Wohnung ) und die darin befindlichen Ressourcen teilen.

Ihr solltet auf diese Spielaufforderungen keinesfalls eingehen ( so, wie Du das machst, ist es schon ok )!!! Sonst lernt sie unter Umständen, dass es OK ist euch leicht zu beißen, wenn sie Aktivität wünscht und wird nach und nach fester zu beißen, in der Annahme, dass dieses Verhalten in Ordnung ist. Gibt es DANN Strafen dagegen, versteht sie die Welt nicht mehr - wie auch?
 
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MarionMila

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Hallo AnBiMi,
vielen Dank für Deine Antwort.
Da wir Katzenanfänger sind, trau ich mir es erst einmal überhaupt nicht zu, eine zweite Katze dazuzunehmen. Aber natürlich werde ich darüber nachdenken, ich will ja, dass es unserer Mila gutgeht.
Gibt es eine Möglichkeit irgendwie rausfinden zu können, ob sie sich mit anderen Katzen denn überhaupt verstehen würde? Draußen sehe ich sie nur in Revierstreitigkeiten mit Nachbarskatzen. Aber wie Du schon schreibst, ist das ja kein Anhaltspunkt.
 
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AnBiMi

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Hallo AnBiMi,
vielen Dank für Deine Antwort.
Da wir Katzenanfänger sind, trau ich mir es erst einmal überhaupt nicht zu, eine zweite Katze dazuzunehmen. Aber natürlich werde ich darüber nachdenken, ich will ja, dass es unserer Mila gutgeht.
Gibt es eine Möglichkeit irgendwie rausfinden zu können, ob sie sich mit anderen Katzen denn überhaupt verstehen würde? Draußen sehe ich sie nur in Revierstreitigkeiten mit Nachbarskatzen. Aber wie Du schon schreibst, ist das ja kein Anhaltspunkt.

Nein, so richtig kann man das bei Fundkatzen nie wissen. Um eine Prognose abgeben zu können müsste man wissen wie sie aufgewachsen ist. Wie lange sie bei ihrer Mutter und den Geschwistern bleiben konnte. Mit Katzen welchen Alters sie wann und wie lange zusammen gelebt hat und noch Weiteres. Grundsätzlich sind Katzen in so jungem Alter aber noch recht gut vergesellschaftbar. Je jünger das Tier, desto größer ist in der Regel noch das Anschlussbedürfnis an Artgenossen und damit auch die Bereitschaft sich auf einen Artgenossen einzulassen.

Die besten Voraussetzungen schafft ihr aber, wenn das 2.-Tier, wie schon geschrieben, das selbe Alter, das selbe Geschlecht und einen möglichst ähnlichen Charakter hat. Eine Katzenzusammenführung ist immer erstmal stressig, anstrengend und mindestens mit fauchen und brummen verbunden. Das ist normal, denn zu Anfang KÖNNTE es sich bei dem anderen Tier ja um einen Revierrivalen, Ressourcenrivalen, sontigen Rivalen handeln.

Ich kann verstehen, dass das auf einen Neuhalter erstmal wie eine unüberwindbare Aufgabe oder Verantwortung wirkt.

Für Mila kann der Versuch einer Vergesellschaftung mit einem passenden Artgenossen, wenn die kritische Zeit positiv vorüber gegangen ist, aber eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität bedeuten.

Lasst euch doch mal beim örtlichen Tierschutzverein, Tierheim o. ä. beraten.
 
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abraka

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Hallo AnBiMi,
vielen Dank für Deine Antwort.
Da wir Katzenanfänger sind, trau ich mir es erst einmal überhaupt nicht zu, eine zweite Katze dazuzunehmen. Aber natürlich werde ich darüber nachdenken, ich will ja, dass es unserer Mila gutgeht.
Gibt es eine Möglichkeit irgendwie rausfinden zu können, ob sie sich mit anderen Katzen denn überhaupt verstehen würde? Draußen sehe ich sie nur in Revierstreitigkeiten mit Nachbarskatzen. Aber wie Du schon schreibst, ist das ja kein Anhaltspunkt.


Gerade für Anfänger sind zwei Katzen besser - nein eigentlich sind immer zwei Katzen besser.

Denn dann können die Katzen voneinander lernen und es bleibt nicht alles an dem Menschen.

Und die Bisse sind Spielaufforderungen.
Wenn Lise und Emmy kuscheln und sich gegenseitig putzen, dann fängt auch immer eine an, die andere in den Nacken zu beißen. Dann wird gekloppt (das geht richtig rund), durchs Haus gejagt, um sich danach wieder lieb zu haben.
Die Bisse stören die Katzen nicht - das Fell hält das meiste ab.

Und genau das versucht dir deine Katze auch zu sagen. Aber leider ist Menschenhaut empflindlicher und wir Menschen verstehen halt nur bedingt kätzisch.
Und selbst wenn wir kätzisch spielen wollten geht das nicht - dazu sind wir anatomisch nicht in der Lage ;)

Keine Angst vor einer zweiten Katze - das erleichtert sehr vieles.

Und in dem Alter dürfte es kein Problem sein, eine zweite Katze dazuzunehmen.

Es sollte eine Katze im ähnlichen Alter sein, ähnlicher Charakter (ich sag immer: wie würde deine Katze eine beste Freundin definieren? Was würde sie sich wünschen? Eine kuschelige Freundin, ein Energiebündel zum rumtoben, eine, die sagt wo es lang geht, weil sie selbst zu schüchtern ist) und gut sozialisiert. Die zweite Katze sollte also auf alle Fälle andere Katzen mögen.
Und zur Zusammenführung bekommst du hier sehr viel Hilfe und Unterstützung.

Nur Mut - die Katze wirds dir danken!

Achso:
Im Bild unten war grad so eine Situation. Sie haben gekuschelt, und Emmy (die hintere) hat angefangen, Lise zu beissen. Als ich die Kamera gehoben habe, haben sie beide kurz den Kopf gehoben, bevor es dann rundging (man sieht den "Klammergriff" von Emmy bei Lise :) )
 
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MarionMila

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Ich habe gleich mal bei einem Tierheim angerufen und dieses Tierheim hat mir abgeraten, eine zweite Katze dazuzunehmen. Man könnte nicht garantieren, dass das "Beissen" mit einer zweiten Katze aufhört. Wenn Mila Tag und Nach Freigang hat, dann könnte sie sich ausleben.
Habe dann anschließend ein zweites Tierheim angerufen und auch hier habe ich dieselbe Auskunft erhalten. Sie könnten es keines Falls empfehlen, eine zweite Katze dazuzuholen. Das "Beissen" sei normal und ich reagiere Ok drauf.
Ich bin ratlos :confused:
Kann es nicht sein, dass ich durch Spielen (Angel o.ä.) ihrem Spieltrieb gerecht werden kann?
 
snowflake

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Ich schließe mich dem geschriebenen uneingeschränkt an. Sie ist noch so jung, sie ist bei euch meiner Meinung nach unterfordert. Sie möchte mit euch raufen, endlich mal Action.... Menschen können nun mal keine Katzengesellschaft ersetzen, genauso wenig wie umgekehrt.
 
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AnBiMi

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Ich habe gleich mal bei einem Tierheim angerufen und dieses Tierheim hat mir abgeraten, eine zweite Katze dazuzunehmen. Man könnte nicht garantieren, dass das "Beissen" mit einer zweiten Katze aufhört. Wenn Mila Tag und Nach Freigang hat, dann könnte sie sich ausleben.
Habe dann anschließend ein zweites Tierheim angerufen und auch hier habe ich dieselbe Auskunft erhalten. Sie könnten es keines Falls empfehlen, eine zweite Katze dazuzuholen. Das "Beissen" sei normal und ich reagiere Ok drauf.
Ich bin ratlos :confused:
Kann es nicht sein, dass ich durch Spielen (Angel o.ä.) ihrem Spieltrieb gerecht werden kann?

Darf ich fragen welche Tierheime das waren? Also in welcher Stadt, in welchem Ort?

Ich finde die Aussagen höchst inkompetent, muss ich zugeben...

Auslastung mit Angel etc. ist sicher prima, aber es ersetzt keine arteigene Interaktion.
 
snowflake

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Nein, ihr könnt sie zwar ein wenig auslasten - besser als gar nichts, das würd ich auch in jedem Fall verstärkt tun - aber wenn du mal beobachtest wie Katzen miteinander spielen, das ist eine andere Welt... die jagen sich den Kratzbaum rauf und runter, raufen, beißen, putzen sich...
 
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AnBiMi

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  • #10
Wenn Du magst, schreib doch mal hier einen "gesuch-Post".

Die Vermittler hier kennen die zu vermittelnden Tiere und können Dir nach einem ausführlichen Gespräch genau sagen, ob es passen könnte oder nicht.

NOTFELLCHEN - GESUCHE
 
abraka

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  • #11
Manchmal frage ich mich, ob Tierheime überhaupt vermitteln wollen.

Da würde jemand vernünftigerweise eine zweite Katze nehmen und dann wird abgeraten.

Zwei Katzen machen weniger Arbeit als eine. Hört sich komisch an, ist aber genau so.
Die zwei toben artgerecht, kloppen sich, haben sich lieb und sind ausgelastet.
All das kann kein Mensch ersetzen.

Und mit 1-2 Jahren sind sie noch offen für alles Neue - auch für einen neue Freundin.

Katzen sind KEINE Einzelgänger.
Ist mir gestern Abend wieder aufgefallen, als unsere Katzen mit der Nachbarskatze ein gemütliches "Sit-In" im Hof hatten. Die saßen mind. 1 Std gemütlich zusammen. Ohne jegliche Aggression (dabei kennen sie sich erst kurz - da unsere noch nicht so lange rausdürfen).

Schau hier unter den Notfellchen - da gibst so viele süße Katzen im passenden Alter - und die Pflegestellen kennen ihre Katzen und können kompetent Auskunft dazu geben.
Die Entfernugn ist meistens kein Problem - man kann Fahrketten organisieren oder es findet sich eine andere Lösung.
 
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MarionMila

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  • #12
Wir kommen aus dem Raum München.
Ich werde mir alles durch den Kopf gehen lassen und nach unserem Urlaub dann evt. auf Zweit-Katzen-Suche gehen.
Vielen Dank nach mal!
 
Cosyma

Cosyma

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  • #13
Also ob das Gebeisse mit einer zweiten Katze aufhört, wage ich zu bezweifeln. Ich hab hier ein Exemplar, der mir morgens immer ganz vorsichtig in die Kniekehle zwickt, wenn ihm z. B. das begrüßen nicht schnell genug geht. Es tut nicht weh und es bleiben keine Abdrücke. Es ist eine kleine Macke von ihm, mit der wurde er aber vermittelt. :D

Aber eure Katze ist noch so jung,da würde ich mich den anderen anschließen, sie benötigt bestimmt jemanden zum raufen, spielen und kuscheln.
Ich würde die Sache mit dem beißen gar nicht gross schildern, sondern einfach das du eine soziale Zweitkatze für eure Fundkatze suchst, da diese alleine einfach nicht ausgelastet ist. Da ihr nicht wisst wie sie reagiert, kann man es ja mit einer langsamen Zusammenführung mit Gittertür probieren.
 
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MarionMila

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  • #14
Ich habe auch das leise Gefühl, dass eine Zweit-Katze zwar prima wäre, dass das Beissen aber nicht in allen Fällen seinen Grund im Fehlen eines Kumples hat.
Wenn Mila beispielsweise auf meinem Schoß sitzt und ich mich einen Zentimeter bewege, dann glaube ich eher, dass ihr das halt jetzt nicht passt und sie bestimmen will, wo's langgeht (dieses "Halte-Beissen"). Da wir noch Anfänger sind, merkt sie sicher auch unsere Unsicherheit dann dabei.
Oder auch das Beissen, wenn sie nicht mehr Schmusen möchte: Vorher geht da der Schwanz hin und her und sie zeigt ja im Grunde, dass es ihr reicht. Ich glaube nicht, dass das jetzt aufhört, wenn sie einen Katzenkumpel hätte.
Sie wird uns ja nach wie vor noch signalisieren "Jetzt reichts".
 
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AnBiMi

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  • #15
Wenn Mila beispielsweise auf meinem Schoß sitzt und ich mich einen Zentimeter bewege, dann glaube ich eher, dass ihr das halt jetzt nicht passt und sie bestimmen will, wo's langgeht

Das halte ich für ausgeschlossen. Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass sie unausgelastet ist und daher jede potentielle Situation nutzt, die zu einer katzentypischen Rauferei oder sonstigen Interaktion führen könnte.

Ein Zweittier soll auch nicht einziehen, damit die etwas groben Spielaufforderungen aufhören. Es soll einziehen, damit die Spielaufforderungen an einen passenden Adressaten, einen Artgenossen, gerichtet werden und dann auch Erfolg haben können.

Ein Zweittier ist kein "Medikament" gegen rüpeliges Spielen ;)
Aber es kann die Lebensqualität Deiner Katze erheblich bereichern und führt im Endeffekt dazu, dass Deine Kleine ihre Energien in angemessenen Bahnen ausleben kann, ausgelasteter ist und euch nicht mehr in dieser Art zum Spielen auffordern muss, weil ja schon jemand anders ihr diesen Gefallen getan hat.
 
Cosyma

Cosyma

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  • #16
Ich habe auch das leise Gefühl, dass eine Zweit-Katze zwar prima wäre, dass das Beissen aber nicht in allen Fällen seinen Grund im Fehlen eines Kumples hat.
Wenn Mila beispielsweise auf meinem Schoß sitzt und ich mich einen Zentimeter bewege, dann glaube ich eher, dass ihr das halt jetzt nicht passt und sie bestimmen will, wo's langgeht (dieses "Halte-Beissen"). Da wir noch Anfänger sind, merkt sie sicher auch unsere Unsicherheit dann dabei.
Oder auch das Beissen, wenn sie nicht mehr Schmusen möchte: Vorher geht da der Schwanz hin und her und sie zeigt ja im Grunde, dass es ihr reicht. Ich glaube nicht, dass das jetzt aufhört, wenn sie einen Katzenkumpel hätte.
Sie wird uns ja nach wie vor noch signalisieren "Jetzt reichts".

Hmmm, hier ist es wie gesagt so das es ihm nicht schnell genug geht. Stört nicht wirklich, beim schmusen macht er das auch.
Zwickt sie euch dann in die Hand? Bei Trixi ist das auch so, sie kannte es nicht anders und hatte sofort gezwickt wenn ihr was nicht gepasst hat. Ich hab dann mal verstärkt darauf geachtet was bei als Vorzeichen kommt vor dem zwicken. Bei ihr ist es so das sie anfängt sich hektisch zu putzen nimmt man dann die Hand nicht weg, zwickt sie.

Trotzdem wäre eine Katzenfreundin bestimmt super für sie.
Ich wollte einfach nur damit sagen, das es nicht unbedingt sein muss das damit das Problem verschwindet.
 
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MarionMila

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  • #17
Dass das Beissen beim Schoss-Sitzen daher kommen könnte, habe hier gelesen (sie verhält sich wirklich exakt so wie hier beschrieben):

http://www.katzen-forum.net/verhalt...fassung-aggressives-verhalten-bei-katzen.html

Es ist eine leichte "Berührung" mit den Zähnen (eher kein Zwicken), es bleiben keine Abdrücke, aber es ist halt "Maul auf und Zähne in die Hand oder Unterarm".

Heute in der Früh bin ich bei ihrer Begrüßung nicht in die Hocke gegangen, habe nur mit ihr freundlich gesprochen und ihr dann das Fressen gegeben (das ist ein Ritual: ich stehe auf und dann gibt's Fressen). Danach ist sie sofort wieder ab nach draußen. Vielleicht mag sie bei der Begrüßung nicht unbedingt gestreichelt werden (ich achte mal genau auf ihre Körpersprache)? Oder ihr dauert's zu lange, bis es Fressen gibt?

Vielleicht noch zur Info:
Mila ist ein absolute Draussen-Katze. Auch bei dem schlimmsten Regenwetter muss sie mal eine Runde drehn und legt sich in ihre Katzenhöhle auf der geschützten Terrasse bei 8 Grad.
Sie kommt etwa ein bis zweimal am Tag zum Kuscheln. Seit sie Tag und Nacht raus kann, schläft sie ab 11 Uhr mit kurzen Unterbrechungen (in denen ich meistens mit ihr spiele), wird dann gegen 20:00 munter, kommt dann u.U. kuscheln und ab geht's nach draußen. Etwa gegen 4:00 kommt sie nach Hause und schläft bei meiner Tochter im Bett, bis ich um 6:00 Uhr aufstehe, Fressen gebe. Dann ist sie wieder draußen, kommt gegen 11 Uhr mit einer kleinen Schmuserunde vor dem Schlafen.
 
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TinTin

TinTin

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  • #18
Hi,

versteh mich bitte nicht falsch wenn ich das sage, aber bei Eurer Unerfahrenheit würde ich (zunächst) von einer zweiten Katze abraten und wenn dann nur einen kastrierten Kater im Alter von 6 Monaten bis unter einem Jahr. (warum dazu später mehr)

Solche "Bisse" wie du sie schilderst sind eher ein knabbern, oder zwicken. (die Katze kann dich ja schlecht anstubsen ;)). Das dumme daran ist, dass sie verschiedenartige Interpretationen zulassen, je nachdem wie die Gesamtsituation und die Körpersprache deiner/eurer Katze ist.

Es kann "Aufforderung zu was auch immer sein", aber eben auch der Hinweis "Ok, das reicht mir jetzt".

Unser Leon macht das heute noch manchmal. Und wann immer er es aus Übermut tat entzog ich ihm meine Hand oder stand einfach auf und ging. Ich als "Oberkatze" dulde dieses Verhalten nicht. Allerdings erkenne ich auch alle Warnsignale wann es "ihm" reicht bevor er mich zwicken muss.

Zum Thema warum ein Kater.

Die Zusammenführung zweier Mädel's ist so ziemlich die schwierigste überhaupt (gibt einige Foris hier die basteln da schon Jahre dran ;))

Eine zweite, weibliche Katze wird in JEDEM Fall als Konkurentin angesehen. Da Kater aber von den Katzen dominiert werden stellt ein Kater kein großes Risko dar und das Verhalten der Altkatze ist dementsprechend. Wenn er jetzt noch weiß dass er als Kerl eh nix zu sagen hat, dann ist das schon mal die halbe Miete. Unter einem Jahr deshalb, weil er sich dann noch an der älteren Katze orientiert und vieles im Spiel erlernt. Ein Kitten könnte aber in die Hose gehen, weil einen Babybonus gibt es nicht bei Katzen und er kann mit Eurer Altkatze nicht spielen und sich nicht zur Wehr setzen falls es notwendig wird.

Welcher Charakter von Kater nun zu Eurer Katze passt ist abhängig vom Grundcharakter Eurer Katze.
 
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MarionMila

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  • #19
Vielen Dank für die vielen Antworten!
Was TinTin sagt, entspricht genau meinem Gefühl.
Ich würde zwar gerne eine Zweitkatze dazu nehmen, aber ich fühle mich ja eh bei Mila schon manchmal nicht sicher genug. Ich denke auch, dass ich erst mal an mir arbeiten muß, um eine gute "Ober-Katze" zu werden und sicherer.
 
tiedsche

tiedsche

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  • #20
Erstmal: Herzlich willkommen zurück Tintin :D

Und inhaltlich - stimme ich dir größtenteils zu, aaaaaaber diesen Satz halte ich für mehr als überzogen ;)
Zum Thema warum ein Kater.
Die Zusammenführung zweier Mädel's ist so ziemlich die schwierigste überhaupt (gibt einige Foris hier die basteln da schon Jahre dran ;))

.

Ich hab immer nur Kätzinnen vergesellschaftet und davon einige schwierigere Kandidaten:p, aber auch wenn man anfangs ziemlich wach sein muß würde ich bei Zweiergruppen in den allerallermeisten Fällen gleichgeschlechtlich vergesellschaften. Das paßt einfach langfristig oft oft oft besser mit den gemeinsamen Aktivitäten zusammen.
 
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