Kitten aus zwielichtigem Haushalt "retten" oder sowas lieber nicht unterstützen?

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Birgitt

Birgitt

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  • #101
eigentlich ist hier vermutlich schon alles gesagt worden, aber da du immernoch mit dir im unreinen bist

darum geht's nicht, birgitt...da vergleichst du birnen mit äpfel oder trägst wahlweise eulen nach athen ;) es geht um "sinnvollen", respektive nachhaltigen tierschutz und im vergleich dazu die tatsache, dass du letztlich, wenn du die tiere aus diesem haushalt aufnimmst, genau das machst, was sich so ein vermehrer wünscht: du zahlst geld und er ist um einiges reicher und sie los.

du gießt damit wasser auf die mühlen, egal aus welchem anlass du das tier oder tiere gerne aufnehmen möchtest und wirst damit zum teil dieses teufelskreises. vermutlich kaufen sogar 90% der leute gerade deshalb aus vermehrerhaushalten, nämlich aus mitleid. glaub mir, ich sehe diese anzeigen auf ebay.kleinanzeigen bald jeden tag und das einzige was ich mache und machen kann, ist die leute eingehend anzuschreiben und ihnen mit einer anzeige zu drohen. entweder sie löschen dann die anzeige oder sie machen weiter, letztlich ist es ein fass ohne boden, denn da wo gekauft wird, da wo nachfrage ist, wird's auch ein angebot geben. möchtest du dich zum teil der nachfrage machen, die das angebot erzeugen? ;)

Wie kommst du darauf das ich nicht mit mir im reinen bin?

Erklär mal den Kitten das man ihnen nicht hilft weil man nachhaltigen Tierschutz betreibt.
Und schau dann mal zu wie eines dieser Kitten von Vermehrer entsorgt wird weil er es nicht losgeworden ist.

Aber egal ist ja bloß ein Vermehrerkitten.
 
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Rickie

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  • #102
Sorry da hast du mich warscheinlich falsch verstanden.
Ich meinte damit nicht das es den Tieren im Tierheim schlecht geht.

Sondern vielmehr den Zustand in dem manche Tiere da ankommen.
Bzw.wenn sie das "Glück" haben noch lebend dort anzukommen.

Ja, dann habe ich Dich falsch verstanden.
Allerdings war ich laengere Zeit in einem Auffangheim in Florida taetig, da sah es sicher auch nicht besser aus, was den Zustand der Neuankoemmlinge betrifft.

In dem County wurden, bevor die Orga gegruendet wurde, am Tag im Schnitt 20 Katzen eingeschlaefert. Also im Monat 600 Katzen getoetet.
Seit 3 Jahren laeuft dort Null Toetung, es werden alle aufgegriffenen Streuner kastriert oder ggf. zuvor gepaeppelt, gepflegt, medizinisch versorgt, aufgezogen.
Das ist etwas Nachhaltiges.
Woher all die Strassenkatzen kommen, brauche ich sicher nicht ausfuehren.

Edit
das County hat ca 250.000 Einwohner, also vergleichsweise wenig.
 
Zuletzt bearbeitet:
galgospotter

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  • #103
Den wer etwas gegen das Katzenelend tut der hilfet auch wenn es um Vermehrerkitten geht.
Den ist es nähmlich egal wo ein Tier in Not herkommt.

Das sehe ich genauso und ist auch richtig, aber "rauskaufen" ist keine Hilfe! Sorge dafür, dass kein Geld fließt und schon wird ein Schuh draus!

du gießt damit wasser auf die mühlen, egal aus welchem anlass du das tier oder tiere gerne aufnehmen möchtest und wirst damit zum teil dieses teufelskreises. vermutlich kaufen sogar 90% der leute gerade deshalb aus vermehrerhaushalten, nämlich aus mitleid. glaub mir, ich sehe diese anzeigen auf ebay.kleinanzeigen bald jeden tag und das einzige was ich mache und machen kann, ist die leute eingehend anzuschreiben und ihnen mit einer anzeige zu drohen. entweder sie löschen dann die anzeige oder sie machen weiter, letztlich ist es ein fass ohne boden, denn da wo gekauft wird, da wo nachfrage ist, wird's auch ein angebot geben. möchtest du dich zum teil der nachfrage machen, die das angebot erzeugen?

Genauso ist es! Solange es Leute gibt, die aus Mitleid, oder warum auch immer Tiere irgendwo "rauskaufen" wird es auch immer Leute geben, die das nutzen um genau damit Geschäfte zu machen.
Grundsätzlich ist es auch nicht verboten, solange sich an das TschG gehalten wird. Soviel zum Thema da ist die Politik gefordert!

Retten um jeden Preis ist nicht der richtige Weg! Aufklärung über die Zusammenhäge ist wichtig!
 
nikita

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  • #104
Sorge dafür, dass kein Geld fließt und schon wird ein Schuh draus!

Was im konkreten Fall übersetzt heißt, warte ab, bis er/sie das Kitten (hoffentlich) aussetzt. Dann darfst du es mitnehmen und aufpäppeln.
Also leg dich jetzt bitte rund um die Uhr auf die Lauer, halte jeden Interessenten auf, der vielleicht doch noch vorbeikommt, um das Kitten zu nehmen, dann folge ihm/ihr und sammel es auf, sobald der Vermehrer weg ist.
Vergiss nicht, alles fotografisch zu dokumentieren, damit du ihn anzeigen kannst.
Soweit so gut, falls man die entsprechende Logistik auf die Beine stellen kann, um den Vermehrer rund um die Uhr, einige Tage bis Wochen beobachten zu können.
In dem Fall sollte man allerdings Hausfrau oder Hartz 4 Empfänger sein, denn ich glaube nicht, dass das ein Grund ist, vom Job freigestellt zu werden.

Und ganz nebenbei hoffen wir dann einfach, dass die Kleine nicht klammheimlich auf andere Weise "entsorgt" wird, denn das bekämen wir nicht mit.

Das wäre der grobe Ablauf, wenn kein Geld fließen soll.
Kastra der Mama(s) ist da natürlich nicht mit drin, die sind ja nicht an Ort und Stelle, da kommen wir nicht dran.

Alternativ, lass entweder doch Geld fließen (von dir oder jemand anderem) oder finde dich damit ab, dass dieses Kitten stirbt, ist ja für eine gute Sache und man hat nachhaltig was bewirkt. Wenn mir jetzt noch einer erklärt, was das sein soll, muss ich nicht dumm schlafen gehen.

Genauso ist es! Solange es Leute gibt, die aus Mitleid, oder warum auch immer Tiere irgendwo "rauskaufen" wird es auch immer Leute geben, die das nutzen um genau damit Geschäfte zu machen.

Das ist richtig. Das Einzige, was in diesem Dilemma helfen kann, ist die Vogel Strauß Taktik. Nicht danach suchen, um Gottes Willen nicht bei Ebay gucken. Funktioniert bei mir ganz gut, es sei denn, ich komme hier ins Forum.
Da werden mir all die Anzeigen, die ich versuche nicht zu lesen, dann wieder vor Augen geführt.

Grundsätzlich ist es auch nicht verboten, solange sich an das TschG gehalten wird. Soviel zum Thema da ist die Politik gefordert!

Die Politik ist das einzige Medium, das hier wirklich etwas erreichen kann. Und damit meine ich nicht die überall propagierte Kastrapflicht, die viel zu kurzsichtig ist und in solchen Fällen sowieso nicht greift.
(Der Himmel möge uns davor bewahren eines Tages auf Gedeih und Verderb den Züchtern ausgeliefert zu sein)

Damit meine ich eine Verkaufskontrolle, eine Kontrolle über Aufzucht und Verbleib von Kitten, eine Kontrolle von trächtigen Katzen in Zusammenarbeit mit Tierärzten. Außerdem eine Kennzeichungs- und Registrierungspflicht mit einer zentralen Datenbank über sämtliche Katzen/Kater hier im Land.
Dazu dann noch Aufklärung, an Schulen, in der Öffentlichkeit, in den Medien, immer wieder. Bis es auch zum letzten Hinterwäldler vorgedrungen ist.

Und solange das nicht sinnvoll umgesetzt wird behalte ich mir vor, das zu retten, was mir richtig erscheint, mit oder ohne Forenabsolution.

Nachhaltig ist (mit der momentanen Gesetzeslage) sowieso nix, ich kann nämlich nicht erkennen, dass der vielbeschworene Tierschutz irgendetwas an den Zahlen zum Katzenelend verändert hat. Auch da sind es immer wieder Einzelschicksale, denen geholfen wird, ohne dass sich an der Masse des Elends grundsätzlich etwas ändert.
 
Rickie

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  • #105
Es kann sicher etwas erreicht werden, wenn der Druck gross genug ist.
Die 600 Katzen jeden Monat, die getoetet werden mussten, konnte ich auch nicht alle adoptieren oder freikaufen, noch nicht mal eine davon.
Im Endeffekt hat "die Politik" eine Null-Toetung erreicht.

Aber da steht auch jeden Tag ueber den Kleinanzeigen, dass Katzen erst ab einem Alter von 10 Wochen inseriert werden duerfen (OK, immer noch zu frueh, aber was sich in D so in den Kleinanzeigen tummelt:mad:).
Noch nicht einmal so eine Anzeigenbeschraenkung ist derzeit in D moeglich, also es besteht einfach nur Handlungsbedarf.
 
Rickie

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  • #106
Wie muessig diese Diskussion ist, kann man anhand eines aktuellen Beispiels sehen.
Oder sind die Katzen nur zu alt?

Ja ich weiß, 1.000 ster Thread.. hab grad blöderweise kurz Katze eingegeben..
dabei bin ich auf diese Anzeig(n) gestoßen:

http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeig...platz-vor-preis/286710375-136-9627?ref=search

http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/sibirische-waldkatze-8-jahre-alt/286414066-136-7930

Irgendwie sieht das ziemlich gammelig aus dort. Was meinst ihr? Viel kann man ja nicht erkennen :stumm:
 
elativ

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  • #107
@ rickie: ganz genau...dachte ich auch, als ich das las...

Wie kommst du darauf das ich nicht mit mir im reinen bin?

Erklär mal den Kitten das man ihnen nicht hilft weil man nachhaltigen Tierschutz betreibt. Und schau dann mal zu wie eines dieser Kitten von Vermehrer entsorgt wird weil er es nicht losgeworden ist.

Aber egal ist ja bloß ein Vermehrerkitten.

sorry, das mit dem "im unreinen" war irritierend formuliert, es sollte wohl eher heißen "wenn du dir auf diese frage immernoch keine antwort machen kannst"

ansonsten dreht man sich aufgrund unterschiedlicher perspektiven im kreis, wobei ich letztlich dabei bleibe, vermehrern nicht finanziell durch den abkauf zu unterstützen. sie leben ja quasi von genau diesen mitleidskäufen und so sehr mir die tierchen auch leid tun, von mir sehen die vermehrer keinen cent.
 
Rickie

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  • #108
nikita,
hier moechte ich mal einen Loesungsansatz aufzeichnen, wie er anderswo fuer ca 600 Katzen im Monat moeglich ist.
Du hast recht zynisch ueber die ausgesetzten Katzen geschrieben, wie man dem Uebeltaeter auflauern soll.
In FL, wo ich lebte, gibt es eine Institution, die heisst Animal Services of XXX.
Und die Leute lessen in der Tat Streuner, Katzen aus Haushalten, wo der Besitzer verstorben oder im KH ist, und auch ausgesetzte Katzen auf.
Die kamen dann zu OC und wir nennen sie die Tageskatzen, weil sie jeden Abend dort abgeliefert wurden.
Jep, keine Kaeufer, Katzenkinder ausgesetzt und dennoch durften sie ueberleben.
Auch ist es dort moeglich, taeglich ueber die Kleinanzeigen zu schreiben, dass nur Katzen ab 10 Wochen inseriert werden duerfen. In D auch unmoeglich.
Alles Kleinigkeiten, die man aendern kann, ohne grossen Aufwand, und wie man nachhaltig allen angebotenen Katzen helfen kann, ohne Einzelschicksale herauszupicken und der grosse Rest geht einem ebenso am Allerwertesten vorbei, wie die nachfolgenden Schicksale und das Muttertier.

So einfach.

Und hat jemand heute die Katzen aus den paar Anzeigen des Tages gerettet, oder bleibt man lieber bei Worten?
Da bin ich wenigstens erhrlich; es bringt nichts, sondern die Veraenderungen muessen an der Ursache und nicht an den Symptomen geschehen.
 
elativ

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  • #109
(...) die Veraenderungen muessen an der Ursache und nicht an den Symptomen geschehen.

word! :) und nunja, die finnen sind in solchen dingen, glaube ich, wirklich ne ecke weiter als dtschlnd, was derartige netzwerke, und institutionen angeht.
 
Rickie

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  • #110
word! :) und nunja, die finnen sind in solchen dingen, glaube ich, wirklich ne ecke weiter als dtschlnd, was derartige netzwerke, und institutionen angeht.

Ueber Skandinavien kann ich in dem Punkt nicht urteilen, denn ich lebte lange in Florida.
Und es ist schon verwunderlich, dass gerade dort in puncto TS mehr geschieht, als in D.
Aber da in Finnland das Sozialsystem sehr ausgepraegt ist, kann ich mir auch vorstellen, dass dort mehr in den TS und in den Erhalt der Natur investiert wird.
 
elativ

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  • #112

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