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Innere Krankheiten Diabetes, Krebs, Allergien, Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen

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Alt 13.05.2014, 13:52   #1
J.R. 1981
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Standard Schwere Anämie - 1 Jahr Diagnosefindung

Hallo,
es war letztes Jahr Mai, als ich mich hier im Forum angemeldet habe. Meine Katze war damals schwer anämisch und sie wurde positiv auf FeLV getestet.
Es ist viel Zeit vergangen, meine Katze wurde noch zweimal schwer krank in diesem Jahr und endlich ist aber eine genaue Diagnose gefallen.

Ich möchte euch die Krankengeschichte meiner Katze schreiben, vielleicht macht sie dem ein oder anderen Mut, aber mir ist es auch wichtig zu zeigen, dass z.B. schlimme Ausreißer im Blutbild nicht vorschnell beurteilt werden sollten. Ich habe da einen „Fall“ im Kopf, wo eine Katze eingeschläfert wurde, nur weil einmalig die Leukozyten extrem erhöht waren. Laut Tierarzt hätte das nur Leukämie sein können.
Aber auch meine Katze hatte letztes Jahr einen sehr hohen Leukozytenwert von über 50.000.
Es lohnt sich also immer ein zweiter, dritter und vierter Blick, auch sehr weit über den Tellerrand hinaus.

Meine Katze ist 2010 geboren und kommt aus dem Ausland.
Ich bekam sie mit ca. 5 Monaten. Sie ist eine Hauskatze.
Sie vertrug damals die Impfung (Seuche/Schnupfen) nicht, ihr ging es für eine Woche sehr schlecht. Kurz darauf folgte ein Pilz, der aber nach ca 6 Wochen weg war. (Das hätte mir schon zeigen müssen dass etwas mit ihrem Immunsystem nicht stimmt).
Sie war ca 3 Jahre gesund, bis Mai 2013.
Sie fing an, an den Balkonfliesen zu lecken. Sie fraß und trank nichts mehr.
Beim Tierarzt wurde ein Blutbild erstellt, die Werte waren erschreckend. (Ich habe die Blutbilder mit allen Werten unten abgetippt).
Meine Katze war schwer anämisch. Sie hatte zusätzlich hohes Fieber, über 40 Grad. Sie war apathisch und speichelte.
Der Tierarzt testete auf FeLV und FIV (Snap Combi Test). Dann bekam ich die Diagnose FeLV positiv (FIV negativ).
Da die Anämie von der Leukose käme laut Tierarzt, wurde kein anderer Grund für die Anämie in Betracht gezogen.
Sie bekam Antibiotika (Doxycyclin), Cortison (Prednisolon), Vitamin B Komplex und was zur Förderung der Blutbildung.
Zuhause päppelte ich sie mit Reconvales und als sie wieder fressen wollte, gab ich ihr viel Leber und Rindfleisch.
Sie erholte sich innerhalb von 6 Wochen und war wieder fit. Auch wurde sie mittels Provirus PCR negativ auf FeLV nachgetestet.

Im Oktober wurde sie wieder anämisch. Diesmal wurde sie auch auf Mycoplasmen (Hämobartonellen) getestet. Des weiteren ein erneuter FeLV Test (PCR) und später im Oktober noch ein FeLV Test (IFT) und ein Coombs Test. Alles fiel negativ aus.
Dann schossen ihre Leukozyten so in die Höhe, sie bekam dann wieder Antibiotikum (Xeden) und Cortison (Prednisolon), dazu Vitamin B Komplex und Eisen.
Es ging ihr sehr sehr schlecht, war unterkühlt und abwesend. Sie bekam Infusionen.
Aber auch diesmal erholte sie sich wieder.

Ende Dezember wurde sie dann wieder anämisch. Der Tierarzt war sichtlich überfordert, obwohl er sich viel Mühe gab und sich auch anderweitig erkundigte.
Er hatte die Vermutung, dass meine Katze (trotz negativem Coombs Test) eine immunbedingte hämolytische Anämie hat. Er stelle sie auf Dexamethason um.

Als ich etwas später aber das Cortison runterdosieren wollte, fing sie kurz drauf wieder an, an den Steinen zu lecken.
Sobald der Hämatokrit meiner Katze also wieder abfällt, fängt sie sofort an, die Steine abzulecken. Das ist „mein Glück“, denn so kann ich direkt das Cortison erhöhen und 1-2 Tage später leckt sie auch nicht mehr. (An der Farbe der Nase, Innenohren und Schleimhäute kann man es bei ihr nicht gut beurteilen bzw das täuscht).
So habe ich mit der Zeit gesehen, dass sie ohne Cortison nicht stabil bleibt.

Ich habe mir im März einen Termin bei einer Tierärztin geben lassen, weil die sich auf Ultraschall spezialisiert hat. Ich wollte noch mal ihren Bauchraum untersuchen lassen.
Der Ultraschall war ohne Befund, sogar ihre Milz war wieder normal groß.

Aber diese Tierärztin brachte den Stein dann zum rollen. Vielleicht musste der ganze Krankheitsverlauf inklusive Blutbilder noch mal aus einer anderen Perspektive begutachtet werden. Ich war vorher bei zwei Tierärzten (plus ein Gespräch in einer Klinik), aber man trat auf der Stelle.
Die Tierärztin las mir aus der Seele, dass ich endlich eine genaue Diagnose wollte, keine Spekulationen mehr. Sie wollte noch einige Tests machen, und wenn dann auch nichts raus kommen würde, dann bliebe nur noch eine Knochenmarksuntersuchung.
Diese Tierärztin leitete sämtliche Untersuchungen in Richtung „Mittelmeerkrankheiten“ ein (Babesiose, Leishmaniose, Ehrlichiose und Anaplasmose), und wir wurden tatsächlich fündig.
Meine Katze hat Anaplasmose. Und nicht nur das, endlich fiel auch ein Test auf die immunbedingte hämolytische Anämie positiv aus.

Nach einem Jahr voller Bangen, Untersuchungen und Tests weiß ich nun was meiner Kleinen fehlt.
Und komischerweise, jetzt wo man weiß was die Katze hat, ergibt auch irgendwie alles einen Sinn.
Ihre Ausreißer im Blutbild sind bei einer IMHA völlig „normal“, auch gibt es bei dieser Erkrankung Leukozytenzahlen von bis zu 100.000. Aber das hatte mir bis dahin keiner gesagt.
Und im Internet kann man ja auch nur nach einem bestimmten Wert aus dem Blutbild suchen und bei solchen Ausreißern findet man meist nur Einträge zu Krebs oder FeLV.

Mir wurde auch gesagt, dass die FeLV Tests falsch positiv ausfallen können, wenn gerade eine andere akute Erkrankung im Blut vorliegt.

Meine Katze bekommt jetzt seit Januar täglich Cortison (aber wieder Prednisolon) und sie ist seitdem und damit stabil.
Wegen der Anaplasmose haben wir gerade eine 4 Wochen Gabe Doxycyclin hinter uns.

Mir wurden in diesem Jahr so viele mögliche Diagnosen aufgezeigt, von Leukämie, Lymphom, Aplasie der roten Zellen, leukotische Störung des Knochenmarks usw.

Über anämische Katze liest man nicht nur hier im Forum viel, mir ist es wichtig zu zeigen, dass eine Katze mit zB sehr niedrigem Hämatokrit sich durchaus wieder erholen kann. Aber das geht nicht von heute auf morgen.
Wie man an den Blutbildern sehen kann, hatte auch meine Katze zu Beginn immer eine nicht-regenerative Anämie, die Retikulozyten fingen erst später an zu steigen.
Auch wird immer sehr viel Wert auf die Werte MCV, MCH und MCHC gelegt, aber bei meiner Katze haben diese Werte bei der Diagnose nicht wirklich geholfen, denn die Werte waren jedes Mal anders (also nicht immer zu hoch/zu niedrig). Es konnte anhand dieser Werte nicht eindeutig gesagt werden ob meine Katze zB eine normozytäre hyperchrome Anämie hat.

So, langer Text, aber ich hoffe dass dies vielleicht Katzenhalter lesen, die auch eine anämische Katze haben und vielleicht hilft das ein oder andere hier raus weiter.

Blutbild vom 07. Mai 2013

Leukozyten: 5.65 (6-11)
Erythrozyten: 1.19 (5-10)
Hämoglobin: 4.6 (9-15)
Hämatokrit: 5 (28-45)
Retikulozyten: 10,1 (3-50)
MCV: 47,8 (41-58)
MCH: 38,8 (12-20)
RDW: 26,2 (17-22)
% NEU: 27,3 (50-75)
% LYM: 59,8 (15-50)
% MONO: 10,2 (0-4)
% EOS: 2,2 (0-6)
% BASO: 0,5 (0-1)
NEU: 1,54 (2,5-12.50)
LYM: 3,38 (0.4-6.8)
MONO: 0,58 (0,15-1.70)
EOS: 0,13 (0.10-0.79)
BASO: 0,03 (0,00-0.10)
PLT: 520 (175-600)

GLU: 141 (74-159)
BUN: 33 (16-36)
CREA: 0,8 (0,8-2,4)
PHOS: 5,6 (3,1-7,5)
CA: 9,2 (7,8-11,3)
TP: 7,9 (5,7-8,9)
ALB: 3,5 (2,2-4,0)
GLOB: 4,4 (2,8-5,1)
ALB/GLOB: 0,8 (>0,57)
ALT: 77 (12-130)
ALKP: 23 (14-111)
GGT: 0 (0-1)
TBIL: 1,2 (0,0-0,9)
CHOL: 118 (65-225)
AMYL: 868 (500-1400)
LIPA: 918 (100-1500)


Blutbild vom 21. Juni 2013
Leukozyten 7,9 (6-11)
Erythrozyten: 9,3 (5-10)
Hämoglobin: 13,2 (9-15)
Hämatokrit: 45 (28-45)
MCV: 49 (40-55)
MCH: 14 (13-17)
MCHC: 29 (31-35)
Thrombozyten: 272 (150-550)
Retikulozyten: 24 (3-50)
%BASO: 0 (0-1)
%EOS: 6 (0-6)
%NEU: 35 (50-75)
%LYM: 56 (15-50)
%MONO:3 (0-4)
BASO: 0
EOS: 434 (0-600)
NEU: 2.769 (3.000-11.000)
LYM: 4.426 (1.000-6.000)
MONO: 237 (0-500)
J.R. 1981 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 13.05.2014, 13:59   #2
J.R. 1981
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Blutbild vom 13.10. 2013:

Leukozyten: 4.7 (6-11)
Erythrozyten: 2.1 (5-10)
Hämoglobin: 3.4 (9-15)
Hämatokrit: 5 (28-45)
Thrombozyten: 113 (150-550)
Retikulozyten: 12,2 (3-50)
MCV: 50 (40-55)
HbE: 17 (13-17)
MCHC: 34 (31-35)

Blutbild vom 25.10.2013:

Diese Ergebnisse stammen aus einer Blutprobe, aber aus zwei Auswertungen, einmal wurde beim Tierarzt ausgewertet und einmal im Labor.

Leukozyten: 51.3 (6-11)
Erythrozyten: 3.7 (5-10)
Hämoglobin: 7.3 (9-15)
Hämatokrit: 23 (28-45)
MCV: 63 (40-55)
MCHC: 32 (31-35)
MCH:56,8 (12-20)
HbE: 20 (13-17)
%NEU: 67,6 (50-75)
%LYM: 15,1 (15-50)
%MONO: 15,5 (0-4)
%EOS: 1,4 (0-6)
%BASO: 0,4 (0-1)
NEU: 29.73 (2.50-12.50)
LYM: 6,61 (0.4-6.8)
MONO: 6,81 (0.15-1.7)
EOS: 0,63 (0.10-0.79)
BASO: 0,16 (0-0.1)
RDW: 26.3 (17.3-22.0)
Retikulozyten: 69,1 (3-50)
Thrombozyten: 311 (150-550)

Leitfaden für die Beurteilung der Regeneration (Retikulozyten/ul):
<50.000 Normal bei nicht anämischen Katzen
<50.000 Ungenügend bei anämischen Patienten
50.000-75.000 Geringgradige Regeneration
>75.000 Hochgradige Regeneration

Blutbild vom 29.11.2013:

Bilirubin: 0.3 (<0.4)
Leukozyten: 8 (6-11)
Erythrozyten: 9 (5-10)
Hämoglobin: 12 (9-15)
Hämatokrit:40 (28-45)
MCV: 49 (40-55)
HbE: 16 (13-17)
MCHC: 32 (31-35)
Thrombozyten: 345 (150-550)

Blutbild vom 31.12.2013:

Leukozyten 8,7 (6-11)
Erythrozyten: 3,5 (5-10)
Hämoglobin: 5 (9-15)
Hämatokrit: 15 (28-45)
MCV: 43 (40-55)
MCH: 14 (13-17)
MCHC: 33 (31-35)
Thrombozyten: 133 (150-550)
Retikulozyten: 22 (3-50)
4 Normoblasten
%BASO: 0 (0-1)
%EOS: 3 (0-6)
Stabkernige: 0 (0-3)
Segmentkernige: 32 (50-75)
%LYM: 65 (15-50)
%MONO:0 (0-4)
BASO: 0
EOS: 261 (0-600)
Stabkernige absolut:0 (0-300)
Segmentkernige absolut: 2784 (3000-11000)
LYM: 5655 (1.000-6.000)
MONO: 0 (0-500)
Atypische Zellen: 0 (0)
Anisozytose: positiv
Polychromasie: positiv

Blutbild vom 13.01.2014:

Leukozyten 7,6 (6-11)
Erythrozyten: 3,44 (5-10)
Hämoglobin: 8,1 (9-15)
Hämatokrit: 13 (28-45)
MCV: 37,7 (40-55)
MCH: 23,5 (13-17)
RDW: 27 (17-22)
Thrombozyten: 938 (150-550)
Retikulozyten: 9 (3-50)
%BASO: 0 (0-1)
%EOS: 2,1 (0-6)
%NEU: 23,8 (50-75)
%LYM: 66,1 (15-50)
%MONO:8 (0-4)
BASO: 0
EOS: 160 (0-600)
NEU: 1810 (3000-11000)
LYM: 5020 (1.000-6.000)
MONO: 61 (0-500)
J.R. 1981 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2014, 14:10   #3
J.R. 1981
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Blutbild vom 03.02.2014:

Leukozyten: 8,42 (6-11)
Erythrozyten: 5,76 (5-10)
Hämoglobin: 9,8 (9-15)
Hämatokrit: 23 (28-45)
Retikulozyten: 68.5 (3-50)
MCV: 38,7 (41-58)
MCH: 17 (12-20)
RDW: 23,8 (17-22)
% NEU: 26,1 (50-75)
% LYM: 60,7 (15-50)
% MONO: 6,2 (0-4)
% EOS: 6,9 (0-6)
% BASO: 0,1 (0-1)
NEU: 2,2 (2,5-12.50)
LYM: 5,12 (0.4-6.8)
MONO: 0,52 (0,15-1.70)
EOS: 0,58 (0.10-0.79)
BASO: 0 (0,00-0.10)
PLT: 493 (175-600)

ALB: 3,3 (2,2-4)
ALKP: 38 (14-111)
ALT: 27 (12-130)
AMYL: 602 (500-1500)
BUN: 26 (16-36)
CA: 10 (7,8-11,3)
CHOL: 186 (65-225)
CREA: 1,4 (0,8-2,4)
GGT: 0 (0-1)
GLOB: 3,9 (2,8-5,1)
GLU: 124 (74-159)
LIPA: 946 (100-1400)
PHOS: 4,4 (3,1-7,5)
TBIL: 0,2 (0-0,9)
TP: 7,2 (5,7-8,9)
ALB/GLOB: 0,8 (>0,57)

Blutbild vom 17.03. 2014

Leukozyten: 16,42 (6-11)
Erythrozyten: 6,97 (5-10)
Hämoglobin: 11,7 (9-15)
Hämatokrit: 28 (28-45)
MCV: 40,5 (40-55)
MCH: 16,8 (13-17)
RDW: 24,7 (17-22)
Thrombozyten: 242 (150-550)
Retikulozyten: 45,9 (15-50)
%BASO: 0,1 (0-1)
%EOS: 1,8 (0-6)
%NEU: 17,7 (50-75)
%LYM: 71,6 (15-50)
%MONO:8,9 (0-4)
BASO: 0
LYM: 11,75 (0.4-6.8)
MONO: 1,46 (0,15-1.70)
EOS: 0,29 (0.10-0.79)
NEU: 2,9 (2,5-12,5)

Blutbild vom 10.04. 2013:

Leukozyten 6,9 (6-11)
Erythrozyten: 9,68 (5-10)
Hämoglobin: 12,9 (9-15)
Hämatokrit: 42,9 (28-45)
MCV: 44 (40-55)
MCH: 13,4 (13-17)
MCHC: 30,1 (31-36)
RDW: 17,5 (17-22)
MPV: 15 (6,5-15)
Thrombozyten: 502 (150-550)
%GRA: 44,5 (50-75)
%LYM: 52,9 (15-50)
%MONO:2,6 (0-4)
LYM: 3,6 (0.4-6.8)
MONO: 0,1 (0-1.70)
GRA: 3,2 (3,0-12)
J.R. 1981 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2014, 14:14   #4
ElinT13
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Danke für den ausführlichen Bericht!
Ich finde ihn vor allem für diejenigen, die ein anämisches Tier ohne Diagnose haben, sehr interessant.
ElinT13 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2014, 12:35   #5
Stephie_KA
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Stephie_KA
 
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Ich habe gerade mit großem Interesse deinen Bericht gelesen. Mia hat auch eine schwere Anämie und es findet sich keine schlüssige Diagnose.

Hast PN :-)
Stephie_KA ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2015, 10:46   #6
J.R. 1981
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Da ich es selber immer sehr schade finde wenn ein Thread zu einem Thema erstellt wird und man aber nicht erfährt wie es ausgegangen ist oder wie der weitere Verlauf war…möchte ich hier nach ca 2,5 Jahren seit Krankheitsbeginn nochmals von meiner Katze berichten.

Meine Katze bekommt nun seit Januar 2014 täglich Cortison. Schwere Rückfälle hatte sie nicht mehr, aber es kam zweimal zu einem Absacken der Blutwerte (aber der Hämatokrit stürzte nicht mehr so ab wie zb im Mai 2013). Grund dafür war das runterdosieren des Cortisons weil wir nach der passenden Dosis suchten. Es ging ihr aber nach höherer Dosis recht schnell wieder gut.
Wir wissen jetzt die Dosis die sie braucht und damit geht es ihr auch gut.
Alle drei Monate gehen wir mit ihr zur Blutkontrolle, zweimal im Jahr wird ein Ultraschall
gemacht.

Sie wirkte leider sehr oft müde und träge (durch das Cortison), seit ca 4 Wochen bekommt sie täglich Vitamin B12 und das scheint gut geholfen zu haben denn sie ist seitdem deutlich aktiver. Das werden wir aufjedenfall weitergeben.
Kurweise bekommt sie auch Chlorella Algen die einen hohen Anteil Vitamin K, Folsäure und Eisen haben.
Auch habe ich eine Bachblütentherapie begonnen, dessen Wirkung aber noch aussteht.

Es ist sehr wichtig dass man bei chronischen Krankheiten (natürlich auch bei akuten Krankheiten) einen sehr guten Tierarzt an der Seite hat.
Den habe ich Anfang letzten Jahres gefunden und ich bin sehr froh darüber.
Die Tierärztin hat uns auch schon, für den Notfall einen Therapieplan B und C ausgearbeitet, falls das Cortison mal nicht mehr greift oder es zu starken Nebenwirkungen kommen sollte.

Auch möchte ich noch mal auf das Cortison eingehen, es wird immer wieder verteufelt, in meinen Augen zu Unrecht.
Es ist sicherlich falsch dass viele Tierärzte auf gut Glück einfach mal Cortison in die Katze reinjagen ohne richtig Diagnostik zu betreiben.
Aber wenn feststeht dass die Katze Cortison braucht, und vielleicht auch hohe Dosen braucht, dann ist es eben ein Mittel, welches zb meiner Katze definitiv das Leben gerettet hat und ohne Cortison (oder auch andere immunsupprimierende Medis) könnte meine Katze kein normales Leben führen.
Da sie ja recht jung ist hoffe ich natürlich dass diese Therapie noch viele Jahre so gut greift.

Auch möchte ich noch mal ein paar Gedanken mit denjenigen teilen, die ein anämisches Tier, bzw eine Katze mit der immunbedingten hämolytischen Anämie haben.
Es ist sehr wichtig sich selber über diese Krankheit zu informieren, gerade in der Anfangszeit. Dann ist es ein Vorteil wenn man einen sehr guten Tierarzt an der Seite hat.
Ich habe in der letzten Zeit einigen Kontakt zu Katzenbesitzern gehabt..wo mir die Haare zu Berge standen.
Die Tierärzte erzählen Dinge (die ich mir damals auch anhören musste)….die Katze hätte Leukämie (obwohl es dafür gar keine Beweise gab) oder wenn das Blutbild in drei Tagen nicht besser wird müsste man die Katze sofort einschläfern.
Oder es wird immer wieder zu viel zu niedrig dosierten Anfangsdosen Cortison geraten.

Ich hatte ein nettes Mädel kennengelernt dessen Kater auch eine IMHA hatte. Sie war in einer „guten“ Tierklinik. Der Kater bekam zwei Bluttransfusionen, aber es wurde und wurde nicht besser. Die Klinik riet bei jedem Besuch zum Einschläfern.
Der Kater bekam sehr niedriges Cortison und Atopica. Schließlich wechselte sie von Klinik zu normalem Tierarzt und der Kater bekam hochdosiertes Cortison und wurde innerhalb kurzer Zeit gesund.
Die Tierklinik stritt dann später ab, gesagt zu haben das höheres Cortison nichts bringen würde.
Eine Anämie kann sich nicht von heute auf morgen bessern, auch braucht jedes Medikament eine gewisse Anlaufzeit um wirken zu können. Bei meiner Katze hat es teilweise bis zu 6 Wochen gedauert ehe die Anämie überwunden war.
Nicht jede IMHA zeigt sich im Blutbild als regenerative Anämie! Bei meiner Katze hat es teilweise sehr lange gedauert ehe die Retikulozyten stiegen. Und genau dieses ist
wohl für einige Tierärzte fälschlicherweise ein Grund an ihrer Diagnose Leukämie oder Knochenmarkkrebs festzuhalten. Oder gleich von endgültigem Knochenmarksversagen zu sprechen.

Ich heiße es sicher nicht gut wenn Menschen ihre Tiere leiden lassen und sie nicht einschläfern lassen WENN es denn gerechtfertigt ist.
Aber einem Tier das Leben zu nehmen, nur weil die Anämie zb auch noch nach einer Woche besteht und sich nicht gebessert hat (weil sie evtl auch nicht richtig behandelt wurde), das ist absolut traurig, unfassbar und doch höre ich es immer wieder.

Also meine große Bitte an diejenigen mit anämischen Katzen die zb die Diagnose IMHA bekommen haben….es lohnt sich zu kämpfen, gebt das geliebte Tier nicht so schnell auf und erkundigt euch selber über diese Krankheit.

Da immer mehr Katzen, auch hier im Forum, eine Anämie haben möchte ich noch gerne etwas Allgemeines zur Anämie schreiben

Eine Anämie kann regenerativ sein oder aregenerativ. Wenn sie sich als aregenerativ darstellt dann muss das nicht zwangsläufig heißen dass das Knochenmark gänzlich versagt oder es nie mehr rote Bluzellen produzieren kann.
Bei meiner Katze fingen die Retikulozyten auch teilweise erst später an zu steigen. (Und während dieser Zeit bekam ich auch die ganzen falschen Diagnosen).
Auch bei zb einer FeLV-bedingten Anämie kann es nur zu einer vorrübergehenden Störung des Knochenmarks kommen.
Bei einer Anämie kann es zu Herzgeräuschen und einem beschleunigten Puls kommen. Dieses wird verursacht durch den Versuch das noch wenig vorhandene Hämöglobin durch den Körper zu pumpen, die Strömungsverhältnisse sind also verändert.
Eine Anämie kann sich über Wochen bilden, also der Verlust der roten Blutkörperchen kann sehr langsam über Wochen verlaufen. Der Körper hat währenddessen Zeit sich dem Zustand anzupassen und hält zb Wasser von den Nieren zurück um das Blut flüssig zu halten.
Das sieht man dann auch bei der Blutabnahme, das Blut ist dann dünn wie Wasser.
Anämische Katze kühlen auch recht schnell aus, der Grund dafür ist, weil der Körper ja einen Selbstschutzmechanismus hat bzw Überlebensstrategien entwickelt, das die Haut ein Organ ist welches nicht so wichtig ist wie Herz und Gehirn. Denn diese beiden Organe brauchen am nötigsten den Sauerstoff. Also die Umverteilung des Blutes, weg von der Haut zu lebenswichtigeren Organen verursacht dann die Blässe.
Wenn eine Katze mit schwerer Anämie noch recht fit auf den Beinen ist, dann heißt das mit großer Sicherheit dass die Anämie schon länger besteht und sie schleichend immer akuter wird.
Dann gibt es aber auch das genaue Gegenteil…zb bei akuter Hämolyse oder bei starkem Blutverlust, dann kann es der Katze recht schnell sehr schlecht gehen.
Ich habe beides schon mit meiner Katze erlebt…einmal kam die Anämie schleichend und der Tierarzt war mehr als erstaunt dass die Katze mit einem Hämatokrit von 5% noch so fit sei.
Und einmal kam die Anämie plötzlich und schritt schnell vorran. Da lag meine Katze im Bett total ausgekühlt und abwesend. Sie reagierte auf nichts mehr.
Anämische Katzen können also einen schwerstkranken Eindruck machen, was aber nicht zwangsläufig heißt dass man sie schnell einschläfern muss.
Einer Anämie bedarf es immer an guter Diagnostik. Oft kann eine Bluttransfusion Zeit verschaffen um genauer schauen zu können was der Katze fehlt.

Noch ein paar interessante Links:
http://www.laboklin.de/pdf/de/news/l...b_akt_1006.pdf

http://www.laboklin.de/pdf/de/fachbe...iegel_2002.pdf

http://www.diss.fu-berlin.de/diss/se...tue.pdf?hosts=
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Alt 29.09.2015, 11:21   #7
Dodie
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Dodie
 
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Schade - Dein Bericht ist für meinen Frodo zu spät herausgeholt worden - vielleicht hätte der Tierarzt ihm danach doch noch helfen können
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Alt 29.09.2015, 11:28   #8
J.R. 1981
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Zitat:
Zitat von Dodie Beitrag anzeigen
Schade - Dein Bericht ist für meinen Frodo zu spät herausgeholt worden - vielleicht hätte der Tierarzt ihm danach doch noch helfen können
Solche Gedanken würde ich mir nicht machen. Eine Anämie kann leider leider auch eine Folge eines Tumors sein
Es tut mir sehr leid für deinen Frodo.

Geändert von J.R. 1981 (29.09.2015 um 11:30 Uhr)
J.R. 1981 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2015, 11:19   #9
The-D!
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Hast du denn hier auch mal Fotos von deiner Lucy?
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Alt 13.10.2015, 08:31   #10
J.R. 1981
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Klar, hier kommt sie








Hier ist sie mit meiner Penny
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Alt 13.10.2015, 13:39   #11
The-D!
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Ohhh das ist ja auch eine ganz Hübsche

Auf dem ersten Bild guckt sie ganz toll wie ich finde!!

Und sie bekommt ja schon lange Cortison, wie ich gerade nochmal gelesen habe, und das anscheinend ohne starke Nebenwirkungen. Das macht mir auf jeden Fall Mut.
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Alt 14.10.2015, 09:34   #12
J.R. 1981
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Danke, ich habe dein Kompliment an Lucy weitergegeben
Ja also Nebenwirkungen waren hier Müdigkeit und Trägheit, das kam so nach ca 8 Monaten seit Beginn der Cortisontherapie. Seitdem Lucy aber täglich Vitamin B12 bekommt (von Ratiopharm, das sind kleine Tabletten die man sehr gut in Stangen verstecken kannkann ich nur empfehlen) ist die Trägheit wie weggeblasen. Sie rennt hier wieder wie ein junges Reh durch die Bude
Dann hatte sie eine Augenentzündung, wurde aber durch einen Kratzer auf der Hornhaut verursacht und heilte mit Tropfen sehr schnell.
Einmal hatte sie einen Lungeninfekt der aber auch mit AB schnell abheilte.
Also ich denke das sich das bis jetzt alles absolut in Grenzen hält.

Was sich aber auch in den Monaten eingeschlichen hat sind Fetteinlagerungen, im Nacken bis zu den Schulterblättern und halt Bauchfett.
Lucy ist zwar nicht zu dick, aber man merkt den Unterschied zu früher.

Soll Kira denn jetzt auch dauerhaft Cortison bekommen?
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Alt 15.10.2015, 10:54   #13
The-D!
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Also müde und träge ist Kira bislang nicht. Heute morgen ist sie wieder wie so ein angestochenes Huhn mit Pucca durch das Haus gepäst Aber ich werde das auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

Zumindest bekommt sie die jetzige Dosis Cortison bis Dezember. dann haben wir einen Kontrolltermin. Tja und dann.... mal gucken. Wäre natürlich schön, wenn das Cortison ganz ausgeschlichen werden könnte.... Das wird sich dann zeigen, ob das klappt.
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Alt 20.10.2015, 11:59   #14
Schwarzfell
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Liebe JR,


auf dem ersten Bild sieht man zwei gepflegte feine Katzendamen-dass eine davon chronisch krank ist,kann man nicht erkennen

Ich finde es prima,dass du deinen Thread aktualisierst,denn wenn ein zunächst verängstigter Katzenbesitzer sieht,wie gut deine Lucy trotz gelegentlicher Schübe usw mit der Krankheit bzw Kortisondosis leben kann, dann ermutigt es ihn hoffentlich, sich auch gegenüber einem Tierarzt durchzusetzen,der sich nicht damit nicht auskennt.

Mir ist aufgefallen,dass du keine Dosierung(Initialdosis+ Erhaltungsdosis von Lucy) von Prednisolon aufgeschrieben hast und ich finde genau das besonders wichtig!

Weil Kortison im Unterbewusstein/Halbbewusstsein vieler Leute noch immer als Teufelszeug gefürchtet wird und dennoch bei bestimmten Erkrankungen bisher das ( einzige) Mittel der Wahl ist und weil viele TÄ leider weder eine Initialdosierung geben,noch eine korrekt hohe(!) Dosierung bei Autoimmunerkrankungen kennen.

Ich hab das ja oft bei asthmatischen Katzen erlebt,wie ungezielt herumgeschlampert wurde und wie auch Katzenbesitzer aus Angst das "böse" Kortison bewusst zu niedrig gegeben haben,bis die Anfälle wiederkamen.

Geändert von Schwarzfell (21.10.2015 um 09:51 Uhr)
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Alt 21.10.2015, 09:29   #15
J.R. 1981
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Zitat:
Zitat von Schwarzfell Beitrag anzeigen
Mir ist aufgefallen,dass du keine Dosierung(Initialdosis+ Erhaltungsdosis von Lucy) von Prednisolon aufgeschrieben hast und ich finde genau das besonders wichtig!
Das hole ich jetzt nach..hatte ich total vergessen.

Also ihre Anfangsdosen waren nicht immer gleich.
Im Jahr 2013 hatte sie drei Schübe, wobei das Cortison immer komplett ausgeschlichen wurde. Der Abstand zwischen den Schüben wurde dann immer kürzer und die Schübe auch stärker.
Erst seitdem sie dauerhaft Prednisolon (seit Januar 2014) bekommt ist sie weitesgehend stabil.
Also sie bekam bei einem ungefähren Gewicht von 5KG 20mg-35mg Predni, aufgeteilt auf zwei Applikationen am Tag (also zb morgens 15mg und abends 15mg).
Einmal mussten wir auf Dexamethason umsteigen, da bekam sie zwischen 2,8mg und 5mg, auch aufgeteilt auf zwei Applikationen.

Ihre momentane Erhaltungsdosis liegt bei 10mg Predni am Tag, welche ich abends verabreiche.

Da Lucy keine (wie im Lehrbuch beschriebene IMHA typische) regenerative Anämie hatte, wurde mit dem Cortison erst angefangen runter zu dosieren, als ihre Retikulozyten stiegen.
Runterdosieren sollte man dann zwar kontinuierlich, aber nicht zu schnell. Ich habe die Dosis meist im 5 Tages-Takt gesenkt. Das ist aber individuell und immer dem Zustand anzupassen!!
Bsp:zweimal 15mg, dann zweimal 10mg, dann zweimal 7,5mg, dann einmal 10mg. Den Rest dann noch langsamer und nur noch in 1mg Schritten runter.

Was ich auch vergessen hatte zu schreiben ist noch was zur Temperatur. Auch da verliefen ihre Schübe nicht immer gleich.
Im Mai 2013 hatte sie zb sehr hohes Fieber von ca 40,8 Grad.
Im Oktober aber hatte sie Untertemperatur, ich meine so um die 37 Grad.
Was sie aber bei allen Schüben hatte war ein sehr dicker Bauch, sie sah von oben betrachtet immer trächtig aus.
Schuld daran waren die geschwollene Milz und Leber.
Beim Ultraschall sah man eine deutliche Vergrößerung. Das verschwand aber recht schnell wieder ungefähr ab dem Zeitpunkt wo auch die Blutzerstörung aufhörte. Ab diesem Zeitpunkt, also da wo das Cortison endlich gegriffen hatte, ging es auch rasend schnell bergauf mit ihr. Es war teilweise so als hätte man einen Schalter umgelegt.

Es gibt aber auch andere Verlaufsformen, und auch bei Lucy war es ja nicht immer gleich. Manchmal schlug das Cortison schnell an und das spiegelte sich dann auch im Blutbild wieder, aber manchmal da war es zum verrückt werden, es hat teilweise lange gedauert ehe die Retikulozyten stiegen.
J.R. 1981 ist offline   Mit Zitat antworten
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