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Freigänger Für alle die Freigänger Katzen haben

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Alt 02.12.2018, 19:48   #1
Bruno97
Neuling
 
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Standard Freigänger im Winter zu einsam?

Hallo

Ich spiele seit längerem mit dem Gedanken unserer knapp 5 Jahren alten Norwegerin (Mix) einen Partner(in) zu suchen.
Wieso?
Sie war seit ihrem Einzug im Februar diesen Jahres vollblut Freigänger. Sie verhält sich im Grunde wie ein Hund. Bis zu 4 km bin ich mit ihr schon Gassi durch den Wald gegangen, ohne das sie mir groß von der Seite wich. Auch Nachts war sie fast immer draußen. Ob sie dabei Beziehungen zu anderen Katzen hatte, weis ich nicht genau. Wenn ich dabei war, hat sie die anderen immer nur angefaucht und ging.

Nun da es kälter und verregneter wird bleibt sie zu 80% des Tages im Haus. Sie geht zwar raus, vor allem wenn ich sie dazu anleite, kommt aber nach spätestens einer halben Stunde wieder rein. Auch Nachts schläft sie meist drin. Ich mache mir Sorgen das ihr jetzt zu langweilig wird. Diesen Eindruck hatte ich in den warmen bis kühlen Monaten nie. Auf irgendwelche Spiele steht sie leider nicht so richtig, was ich auch verstehen kann. Mir würde es genauso gehen wenn ich die wahre Welt kennen würde. Fressen,schlafen und kuscheln sind ihre Hauptbeschäftigung. Aber eigentlich ist sie ne Jägerin die ihr Revier ab patroulliert.

Glaubt ihr das eine Zweitkatze sinnvoll wäre? Oder doch lieber abwarten und hoffen das ihr weniger Freigang den sie nutzt ausreicht?

Ich sehe auch immer weniger Katzen draußen mit denen sie soziale Kontakte aufrecht erhalten könnte. Vielleicht ergeht das den anderen genauso.
Andererseits macht eine zweite Miez doch mehr Arbeit und ist kostenintensiver (gerade bei teuren Futter).

Was sagt ihr dazu`?

Vg
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Alt 02.12.2018, 19:59   #2
Quiky
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Quiky
 
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Standard

Grad Norweger die Rudelkatzen schlechthin .... Wenn Eure 5 Jahre allein war, habt Ihr ne Katze mit sozialen Defiziten daheim.
Bedeutet, extra gut suchen nach einer im Charakter passenden Kätzin und SEHR langsame Zusammenführung mit Gittertür und allem drum und dran.
__________________
Viele Grüße,
Das Quack



Unerwünschten Änderungen meiner Texte durch Moderatoren/Adminstratoren o. anderen Forumsmitarbeitern erteile ich keine Zustimmung!
Wer denkt mir den Mund verbieten zu können, sollte besser einmal darüber nachdenken ob er auch früh genug aufgestanden ist.
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Alt 02.12.2018, 20:01   #3
Paty
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Paty
 
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Beiträge: 11.988
Standard

Einen Katzenfreund oder Freundin zu haben ist immer optimal.

Ich hatte meist 3er Gruppen die im Sommer den Teilzeitfreigang genossen haben aber auch da meist zusammen unterwegs waren.

Leider mußten wir vor 6 Wochen einen unserer Kater über die Regenbogenbrücke gehen lassen und ich merke selbst jetzt wie die 2 Verbliebenen ihren Kumpel vermissen.

Selbst im Freigang ist ein Kumpel oder eine Freundin fast unerlässlich.

Ich kann mich noch erinnern, unsere Nachbarn hatten einen Kater - wir hatten drei. Unsere waren im Winter und bei schlechtem Wetter kaum draußen. Unser Nachbarskater - der mit meinen Jungs sehr gut befreundet war - stand oft bei schlechtem Wetter vor unserer Terrassentür und hat gehofft das unsere raus kommen.

Futter - naja es gibt größere Dosen auch bei sehr hochwertigem Futter.

Mit 400 oder 800 gr. Dosen im Sparpack online bei Zooplus, Futterplatz usw. liegt man nicht teuerer als bei kleinen Dosen.

Mehr Arbeit machen meiner Meinung nach 2 oder 3 Katzen nicht wirklich, ist doch egal ob man jetzt das Klo sauber macht und es 1,2 oder 3 Katzen benutzt haben.

Was mehr kostet ist der Tierarzt z.B. beim impfen aber ich habe dieses Jahr gesehen als unser Großer so krank war das man bei einer Katze auch sehr schnell die 1.000 Euro Marke überschreiten kann. Da könnte eine Tierkrankenversicherung von Vorteil sein.

Ich bin ein absoluter Gegner von Einzelhaltung - auch bei Freigängern - da ich seit ich Katzen habe immer 2 oder 3 hatte und auch gesehen habe wie sie im Freigang zusammen unterwegs waren.

Allerdings ist das Problem wenn deine Katze lange alleine gelebt hat in wie weit ihr sozial Verhalten noch vorhanden ist

Falls ihr euch überlegt ihr eine Freundin zu holen sollte es eine sehr soziale Katze im gleichen Alter mit ähnlichem Charakter sein - am besten aus einer Pflegestelle da die ihre Katzen sehr gut kennen.

Bitte auf keinen Fall ein Kitten dazu holen, das würde mit Sicherheit schief gehen
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Alt 02.12.2018, 20:26   #4
Bruno97
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Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Grad Norweger die Rudelkatzen schlechthin .... Wenn Eure 5 Jahre allein war, habt Ihr ne Katze mit sozialen Defiziten daheim.
Bedeutet, extra gut suchen nach einer im Charakter passenden Kätzin und SEHR langsame Zusammenführung mit Gittertür und allem drum und dran.

Sie lebt bei uns erst seit Februar diesen Jahres. Zu ihrer Vorgeschichte konnte mir auch das Tierheim nicht viel verraten, da sie wohl gefunden wurde. Da sie aber eine verdammt enge Beziehung zum Menschen aufbaut, waren es wohl keine allzu negativen Erfahrungen. Ich weis nur das sie während ihrer kurzen Tierheimzeit (3Wochen) nicht mit im Hauptgehege gewohnt hat, da es wohl zu Rangelein kam. Und auch auf der Straße zeigt sie jedem Tier den Buckel

Auf jeden Fall hat sie jede Sekunde die Möglichkeit "Freunde" zu finden. Aus diesem Grund mache ich mir keinen Vorwurf erst jetzt über eine zweite Mieze nachzudenken, immerhin konnte ich ihre Laufwege per GPS beobachten. Durch ihre Verhaltensänderung spiele ich aber mit dem Gedanken.

Ihr würdet also zu einer Dame raten? Ich denke sie könnte mit einem Kater mit halten, was Kampfgewicht und Charakter betrifft

Danke für eure Antworten.
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Alt 02.12.2018, 20:37   #5
Paty
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Paty
 
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Naja - bei Katzen ist das meist so das Katzen und Kater ein unterschiedliches Spielverhalten haben.

Kater lieben es zu raufen, hier auch gerne Katerwrestling genannt.

Stell es dir einfach mal so vor - bei uns lief das immer so ab: Kater 1 geht aufs Klo, Kater 2 lauert davor und wenn Kater 1 raus kommt bekommt er eins aufs Dach - Kater 1 denkt super: raufen wir ne Runde, da wird sich dann mit den Hinterbeinen auf den Kopf getrommelt, gegenseitig umgeschmissen, rumgekullert bis bei uns Kater 3 sich in den Haufen geschmissen hat und dann die wilde Jagd durchs Haus begonnen hat.

Katzen sind in den allermeisten Fällen damit völlig überfordert, sie spielen lieber Fangen, Bällchen schieben usw.

Als Kind hatte ich 2 Katzen, später nur Kater - ich kenne beide Seiten und sehe es wie die Meisten hier - gleichgeschlechtlich, gleiches Alter und ähnlicher Charakter sind schon mehr als die halbe Miete bei einer Vergesellschaftung.

Solltest du einen Kater dazu holen kann dir passieren dass die Katze überfordert und der Kater unterfordert ist und du einen 2. Kater brauchst.

Deswegen mein Rat - eine gleichaltrige Katze mit ähnlichem Temperament von einer guten Pflegestelle

Du kannst hier auch ein Gesuch aufgeben, hier im Forum sind sehr sehr viele gute Pflegestellen unterwegs die ihre Tiere sehr gut kennen und dir auch bei einer Zusammenführung behilflich sein können

https://www.katzen-forum.net/gesuche/
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Alt 02.12.2018, 21:06   #6
tigerlili
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Auch wenn sie vielleicht keine dicken Freunde weden, kann ein Partner für sie eine große Bereicherung sein. Je nachdem, wie sie drauf ist, vielleicht auch ein freundlicher Kater. Zum Beispiel unser Balou. Kannst ja mal meine Sig anklicken. Da findest Du ein paar nette und soziale Katzen.
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Socke, Niki, Carlos, Mütze, Ankor, Fluse
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Alt 03.12.2018, 06:29   #7
Starfairy
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Ich bin mir ganz sicher, das eine Kätzin, die draußen so zurückhaltend bzw. abweisend auf andere Katzen reagiert, _niemals_ mit einem Raufkater mithalten kann.
Dazu gehört viel mehr als Kampfgewicht. Dazu gehört zu allererst der Wille, katermässig zu raufen. Und wenn sie das möchte, hätte sie draußen schon nach einem Spielpartner gesucht.

Ich selber würde nach einer Katze suchen, die Artgenossen akzeptiert, aber keine allzu enge Bindung möchte.
Ich habe in meiner Gruppe noch nie erlebt, das eine Katze, die lange alleine war, noch enge Bindungen an die anderen Katzen gesucht hat. Da ist es oft schon viel, wenn ein freundliches Nebeneinander erreicht wird.

Ich bin gegen Einzelhaltung von Katzen. Aber trotzdem würde ich nicht jede Katze auf Teufel komm raus vergesellschaften.
Deine Katze zeigt keinerlei Hinweise, das ihr ein Katzenpartner fehlt.

Natürlich könnte es trotzdem klappen, und auch ein freundliches Nebeneinander kann eine Bereicherung für sie sein.
Aber stell dich auf eine lange Zeit der Zusammenführung ein. Und schieb den Gedanken an Katzen, die miteinander kuscheln oder toll zusammen spielen ganz weit weg.
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Alt 11.12.2018, 18:46   #8
Lux
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Ich sehe es auch so, es ist fast immer besser, zwei zu haben als eine Katze. Bitte eine Kätzin im ähnlichen Alter, die sozial eingestellt ist. Und dann, Geduld. Irgendwann wird es mit den beiden schön sein .
__________________
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Alt 11.12.2018, 18:53   #9
SweetCat
 
SweetCat
 
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Meine Seniorin zB kam aus einem Tiermessi Haushalt in dem sie auf engstem Raum mit über 50 weiteren Katzen zusammengehockt hat. Ergo: Sie ist extrem gluecklich und dankbar ueber jede Art menschlicher Zuwendung und akzeptiert jede andere Katze, ohne ihr aktiv auf die Pelle zu ruecken. Fuer die Resozialisierung meiner Pflegis war sie bis jetzt immer ein Goldschatz. Ich glaube vom Typ her wuerde sowas zu deiner Katze ganz gut passen, besser als ein Kater aus bereits genannten Gruenden
__________________
Viele liebe Grüße!
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Alt 11.12.2018, 20:09   #10
tigerlili
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tigerlili
 
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Hast Du denn schon eine Entscheidung getroffen?
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Alt 12.12.2018, 17:02   #11
Kittieeee
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Kittieeee
 
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Beiträge: 287
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Ich muss einen Wehrmutstropfen einwerfen.
Bei Tieren, die schon viele Jahre allein sind emfpiehlt es sich ja i.d.R. ein gut sozialisiertes Tier dazu zu setzen. Nun kann ich aus persönlicher Erfahrung aber sagen, dass die eben auch meist mehr wollen als nur gucken und aneinander vorbei gehen. Hier wären zwei neue Miezen, die sich schon kennen und gut verstehen also wohl fast die bessere Wahl.
Bei uns hat das gut funktioniert und trotz Bedenken unsererseits, weil wir ja auch nur maximal zwei wollten bereuen wir es keine Sekunde die kleine Zori noch dazu geholt zu haben
Kittieeee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2018, 17:39   #12
Mika2017
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Mika2017
 
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Zitat:
Zitat von Bruno97 Beitrag anzeigen
Hallo

Ich spiele seit längerem mit dem Gedanken unserer knapp 5 Jahren alten Norwegerin (Mix) einen Partner(in) zu suchen.
Wieso?
Sie war seit ihrem Einzug im Februar diesen Jahres vollblut Freigänger. Sie verhält sich im Grunde wie ein Hund. Bis zu 4 km bin ich mit ihr schon Gassi durch den Wald gegangen, ohne das sie mir groß von der Seite wich. Auch Nachts war sie fast immer draußen. Ob sie dabei Beziehungen zu anderen Katzen hatte, weis ich nicht genau. Wenn ich dabei war, hat sie die anderen immer nur angefaucht und ging.

Nun da es kälter und verregneter wird bleibt sie zu 80% des Tages im Haus. Sie geht zwar raus, vor allem wenn ich sie dazu anleite, kommt aber nach spätestens einer halben Stunde wieder rein. Auch Nachts schläft sie meist drin. Ich mache mir Sorgen das ihr jetzt zu langweilig wird. Diesen Eindruck hatte ich in den warmen bis kühlen Monaten nie. Auf irgendwelche Spiele steht sie leider nicht so richtig, was ich auch verstehen kann. Mir würde es genauso gehen wenn ich die wahre Welt kennen würde. Fressen,schlafen und kuscheln sind ihre Hauptbeschäftigung. Aber eigentlich ist sie ne Jägerin die ihr Revier ab patroulliert.

Glaubt ihr das eine Zweitkatze sinnvoll wäre? Oder doch lieber abwarten und hoffen das ihr weniger Freigang den sie nutzt ausreicht?

Ich sehe auch immer weniger Katzen draußen mit denen sie soziale Kontakte aufrecht erhalten könnte. Vielleicht ergeht das den anderen genauso.
Andererseits macht eine zweite Miez doch mehr Arbeit und ist kostenintensiver (gerade bei teuren Futter).

Was sagt ihr dazu`?

Vg
Kompliment,
ich finde es ganz toll, dass dir so etwas überhaupt auffällt und du hier her kommst um mal nachzufragen, ob deine Sorge berechtigt ist und dein Gefühl richtig!
Ich habe nämlich auch einen Einzelkater (ca. 8 - 9 Jahre alt) und auch er wartet schon seit paar Tagen vergebens auf einen Katzenkumpel draußen, der alleidings kein solch' ein hardcore Freigänger ist wie meiner und somit natürlich mit seinem Popöchen schön zuhause bleibt. Ich mache mir deshalb auch Sorgen, dass es da draußen ganz schön langweilig für meinen wird - sein einziger guter Kumpel will nicht mehr raus bei der Kälte und Mäuse gibt es auch nur noch seltener, etc.
Leider will mein Kater nach wie vor abends immer noch raus - doch gerade über Nacht, da ist es am kältesten. Und irgendwann schlafe ich, dann kommt er natürlich nicht mehr rein, wie auch ins 2. OG ...

... mir tut mein Kater auch leid!

Und auch ich wünschte er hätte Katzenkumpels zum Kuscheln, Spielen und/oder zum Zusehen wie die anderen rum toben - je nach Lust und Laune.

Geändert von Mika2017 (13.12.2018 um 18:17 Uhr)
Mika2017 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2018, 18:13   #13
Mika2017
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Mika2017
 
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Zitat:
Zitat von Kittieeee Beitrag anzeigen
Ich muss einen Wehrmutstropfen einwerfen.
Bei Tieren, die schon viele Jahre allein sind emfpiehlt es sich ja i.d.R. ein gut sozialisiertes Tier dazu zu setzen. Nun kann ich aus persönlicher Erfahrung aber sagen, dass die eben auch meist mehr wollen als nur gucken und aneinander vorbei gehen. Hier wären zwei neue Miezen, die sich schon kennen und gut verstehen also wohl fast die bessere Wahl.
Bei uns hat das gut funktioniert und trotz Bedenken unsererseits, weil wir ja auch nur maximal zwei wollten bereuen wir es keine Sekunde die kleine Zori noch dazu geholt zu haben
Das mag vielleicht sehr auf Wohnungskatzen in langjähriger Einzelhaltung zutreffen, aber Bspw. ich möchte meinen Freigängerkater hier wirklich in Schutz nehmen von wegen "nicht sozialisiert sein" - also bei uns draußen sind ab Frühjahr bis zum Spätherbst 5 Kater als Freigänger in der Straße und drei davon sind unter 3 Jahre alt, die einiges von den beiden älteren noch zu lernen hatten... Wann immer da draußen eine neue Katze / neuer Kater dazu kommt, so sehe ich im Verhalten meines Katers schon einen sehr sozialisierten Kater, denn er tut keinem etwas sofern die neuen Katzen erst einmal die geforderte Distanz einhalten und nicht provozieren oder unbedacht drauf los sprinten und ihn anspringen, etc.
Und Bspw. der 3-jährige schwarze "Terrorist" (springt immer unverhofft aus dem Geschüsch und mich freudig an - er freut sich mich erschrecken zu können ) in unserer Straße, der läuft ganz frech sogar vor meinem Kater mit mir in unseren Hausgang und schnurstracks nach oben ins 2. OG vor meine Wohnungstüre - der war schon gut drei Mal mit uns (Mika und mir) in der Wohnung und Mika schaut ihn dann zwar mal kurz blöde an, aber der kleine "Terrorist" wirft sich dann mal kurz auf den Rücken und schon ist alles geklärt. Winni geht auch nicht an die Futternäpfe von Mika, er weiß genau er bekommt von mir einen frischen, sprich seinen eigenen. Also keine Ahnung wie die Katzen untereinandr kommunizieren, aber sie tun es wesentlich besser als ich mit ihnen reden kann
Auch schon zwei Fundkatzen musste ich wohl oder übel nach dem Einfangen dann eine Nacht hier in der Wohnung behalten, bis diese am nächsten Tag abgeholt wurden (eine war weiblich, der andere ein Kater und beide unter 2 Jahre) - beide hatten draußen schon lange Kontakt mit meinem Kater, deshalb sah ich wenig Notwendigkeit oder Sinn in einer Isolierung wegen Krankheiten. Klar findet Mika das im ersten Moment nicht super, dass ich eine "fremde" Katze in sein Reich lasse, aber die negativste Reaktion von ihm bisher war, dass er sich an die Wohnungstüre setzte und RAUS wollte.
Ich bin nun wirklich kein Profi im Beurteilen, ob das eine gute Reaktion ist und ich weiß auch nicht, ob alle Katzen auf fremden Besuch so reagieren - aber als "nicht sozialisiert" und als "unhöflicher bis böser Einzelgänger" kann ich meinen Kater wirklich nicht bezeichnen.

Und hier geht es ja ebenso um eine Freigängerkatze und nicht um eine Wohnungskatze!
Mika2017 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2018, 18:34   #14
Mika2017
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Zitat:
Zitat von Bruno97 Beitrag anzeigen
Sie lebt bei uns erst seit Februar diesen Jahres. Zu ihrer Vorgeschichte konnte mir auch das Tierheim nicht viel verraten, da sie wohl gefunden wurde. Da sie aber eine verdammt enge Beziehung zum Menschen aufbaut, waren es wohl keine allzu negativen Erfahrungen. Ich weis nur das sie während ihrer kurzen Tierheimzeit (3Wochen) nicht mit im Hauptgehege gewohnt hat, da es wohl zu Rangelein kam. Und auch auf der Straße zeigt sie jedem Tier den Buckel

Auf jeden Fall hat sie jede Sekunde die Möglichkeit "Freunde" zu finden. Aus diesem Grund mache ich mir keinen Vorwurf erst jetzt über eine zweite Mieze nachzudenken, immerhin konnte ich ihre Laufwege per GPS beobachten. Durch ihre Verhaltensänderung spiele ich aber mit dem Gedanken.

Ihr würdet also zu einer Dame raten? Ich denke sie könnte mit einem Kater mit halten, was Kampfgewicht und Charakter betrifft

Danke für eure Antworten.
Was wiegt die Kampf-Dame denn ?
Klingt ganz danach, als hätte deine Dame schon einige Straßenerfahrungen hinter sich.
Mein Kater macht zwar keinen Buckel bei anderen Tieren, sondern legt sich ganz flach hin, damit er seinen weißen Latz vorne tarnen / verstecken kann und kommen sie dann zu nah, dann gibt's nen kurzen Hieb mit der Pfote - doch Damen müssen sich da wohl eher ganz groß und gefährlich zeigen, um gleich klarzustellen, dass das mit dem "schwachen Geschlecht" ein Mythos ist

Übrigens geht mein Kater auch Kilometer weit und stundenlang mit mir nachts spazieren und bleibe ich mal stehen, um Bspw. mit einem Hundebesitzer etwas zu Plaudern, dann legt sich mein Kater im sicheren Abstand vom Hund nieder und wartet bis wir weiter gehen.

Hast du einen Garten und ne Katzenklappe?
Mika2017 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2018, 19:21   #15
Mika2017
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Mika2017
 
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Zitat:
Zitat von Starfairy Beitrag anzeigen
Ich bin mir ganz sicher, das eine Kätzin, die draußen so zurückhaltend bzw. abweisend auf andere Katzen reagiert, _niemals_ mit einem Raufkater mithalten kann.
Dazu gehört viel mehr als Kampfgewicht. Dazu gehört zu allererst der Wille, katermässig zu raufen. Und wenn sie das möchte, hätte sie draußen schon nach einem Spielpartner gesucht.

Ich selber würde nach einer Katze suchen, die Artgenossen akzeptiert, aber keine allzu enge Bindung möchte.
Ich habe in meiner Gruppe noch nie erlebt, das eine Katze, die lange alleine war, noch enge Bindungen an die anderen Katzen gesucht hat. Da ist es oft schon viel, wenn ein freundliches Nebeneinander erreicht wird.

Ich bin gegen Einzelhaltung von Katzen. Aber trotzdem würde ich nicht jede Katze auf Teufel komm raus vergesellschaften.
Deine Katze zeigt keinerlei Hinweise, das ihr ein Katzenpartner fehlt.

Natürlich könnte es trotzdem klappen, und auch ein freundliches Nebeneinander kann eine Bereicherung für sie sein.
Aber stell dich auf eine lange Zeit der Zusammenführung ein. Und schieb den Gedanken an Katzen, die miteinander kuscheln oder toll zusammen spielen ganz weit weg.

So sehr ich auch gegen die Bezeichnung "nicht sozialisiert" bin, im Falle von Bspw. hardcore Freigänger, so bin ich jedoch sehr geneigt Starfairy hier Recht zu geben, wenn er eine zurückhaltende Katze empfiehlt.
Denn auch ich mache draußen immer wieder die Erfahrung, je zurückhaltender eine Katze gegenüber Mika (meinem) ist, desto schneller passiert es, dass sie beide im Abstand von ca. einem Meter "beisammen" liegen und sich Mika dann auch mal völlig entspannt putzt. Also auch bei meinem Kater beobachte ich oft, dass er Zurückhaltung mit großer Akzeptanz quittiert. Während die jungen Raufbolde sich Bspw. untergeben zeigen müssen, so wie der 3-jährige Winni, wenn er mit uns in die Wohnung marschieren will, ohne eine von Mika übergebrezelt zu bekommen.
Und auch draußen spielt Mika mit den drei jungen Katern nicht mit, wenn die miteinander spielen. Dort sehe ich dann meist nur, dass wenn einer von den dreien genug gespielt hat und sich ausruhen will, dann läuft er zu Mika hin und legt sich im Abstand von ca. 1,5 Meter zu ihm - die gehen nicht nur wenige cm an ihn ran, sondern halten echt Abstand.
Warum und weshalb das so ist, das weiß ich nicht. Das können wohl nur die Katzenprofis beantworten.
Mein Kater hat nur mit zwei Katzen draußen je wirklich gespielt. Einmal mit einem weiblichen Katzenkind, das wir da draußen ganz alleine entdeckten und das damals maximal erst 4 - 5 Monate alt war - das wählte sich dann meinen Kater als Ersatzmama aus. Diese kleine musste ich 5 Monate draußen füttern, bis ich sie endlich im Dezembr eingefangen bekam - selbst nach 5 Monaten hat sie sich nicht von mir draußen anlangen lassen und rannte weg. Aber Mika hat die kleine geliebt und adoptiert - mit ihr ist er wie ein junger Hirsch über die Wiesen gerannt. Nur, wenn dann einer der jungen Kater dazu kam, von denn wir ja drei in der Straße haben, dann hat sich Mika zurückgenommen und die zwei jungen haben mit einander gespielt.
Und der zweite, der draußen die Gunst meines Katers erhaschen konnte, das ist ein ca. drei Jahre älterer Kater, er ist schon 11 Jahre und ziemlich gestört in seiner Verhaltensart. Wundert mich aber nicht, denn er ist auch Einzelkatze zuhause, mit zwei kleinen Jungen und einer großen Tochter (ca. 17 Jahre) die den Kater aus dem ersten Stock aus dem Fenster wirft - muss man jetzt nicht näher drauf eingehen. Und genauso ist der alte Kater, echt crazy manchmal, aber Mika scheint ihn zu verstehen und lässt ihm seine Anfälle geduldig durchgehen.
Der kommt immer ganz freudig auf Mika zugerannt und wartet auch schon, bis wir runter kommen. Dann bremst er ca. 30 cm vor Mika ab und setzt sich vor Mika. Mika bleibt cool wie eine Statue sitzen, was Cookie dann wohl ärgert, weil er mehr Begeisterung erwartet - und ZACK bekommt Mika von Cookie eine runter gehauen aber ohne Krallen und ich sehe meinem Kater ganz genau an, dass er den Cookie mag und er ihn besser zu verstehen scheint als wir Menschen den verrückten Cookie verstehen können.
Als die Tochter einst den Cookie "aus dem Fenster warf", da saß mein Kater neben mir und sah das auch mit an - Mika ist SOFORT zu dem armen Cookie gelaufen und hat nachgesehen ob alles okay ist und ihn getröstet. Während i c h so geschockt war und gar nicht schnell genug reagieren konnte, da war mein Kater SOFORT zur Stelle.
Cookie war immer sehr zurückhaltend viele Monate bis sogar Jahre, doch irgendwie hat es dann gefunkt und nun rennt er freudig und mutig auf Mika zu - mit Cookie spielt Mika oft fangen.
Mika ist kein Raufkater, es sei denn jemand greift ihn ernsthaft an - das habe ich nur zwei mal draußen sehen können, mit einem riesigen, schwarzen und ganz fremden Kater und ich habe schon den Gang zum Tierarzt im Kopf gehabt.

Also zurückhaltende Katzen kommen auch bei Mika besser an.
Oder anders gesagt, so haben diese zumindest Chancen irgendwann mal bei ihm gut anzukommen, so dass man sogar zusammen spielen kann. Nicht raufen.

Geändert von Mika2017 (13.12.2018 um 19:30 Uhr)
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