Zweitkatze oder lieber doch nicht...?

Alias1312

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Liebe Forenmitglieder,

da hier viele sich wirklich fantastisch auskennen, bitte ich um Eure Hilfe.

Mein Kater hat am 12.12.14 seinen Bruder verloren. Daher auch die Frage: Zweitkatze ja oder nein?

Zunächst mal zu meinem Katerchen(Alter 14 Monate, kastriert): Ich würde ihn als lieb, verschmust, ein wenig eifersüchtig, ruhig, sehr(!) freiheitsliebend und sozial beschreiben. Er versteht sich prima mit einem unserer Nachbarskater, bekommt aber öfters eine drauf, da er gerne in fremden Revieren rumschnüffelt. Nach Kämpfen ist er meist sehr eingeschüchtert.
Sein Bruder war ganz anders: Strolch, launisch, dominant, anhänglicher und hat im Haus ALLES unter Beschlag genommen.

Zu unserer Situation: Wir haben ein Haus mit vielen Ausweichmöglichkeiten, eine Katzenklappe, leben ländlich. Wir sind beide berufstätig Vollzeit, aber ab Mittags 13/14 Uhr ist immer jemand da. Allein sind die Katzen nur Vormittags. Für Urlaube wohnt immer Opa oder Schwägerin im Haus, sodass sie eine 24/7 Betreuung haben. In der Nachbarschaft hat es unzählige Katzen. Allein in unserem Wohngebiet kommt auf jedes Haus eine Katze bzw. eher Kater. Katzen kenne ich hier nur eine.

Nun zu meinen eigentlichen Fragen:

1) Generell eine neue Katze oder reichen Nachbars' Katzen?
2) Kater oder Katze?
3) Altersempfehlung?
4) Charakter: ähnlich wie er oder doch eher wie sein Bruder?
5) Wann ist ein guter Zeitpunk? Wann wäre es eventuell "zu spät"?

Momentan möchte ich es ihm nicht zumuten. Er hatte sehr viel Stress in letzter Zeit(Bruder gestorben, eigene unzählige TA Besuche durch eigene Krankheit, momentan Revierkämpfe).
Gesundheitlich geht es ihm wieder deutlich besser. Er hat wieder ordentlich an Gewicht zugelegt(kann eine Katze 400 g in einer Woche zunehmen:eek:?), frisst fast wieder normal, tobt auch wieder wie ein Bekloppter durch den Garten. Er trauert ab und zu noch. Da rennt er in den Keller und maunzt ganz herzergreifend. Da unten fanden immer "ihre Kämpfe" statt und er scheint sich ab und zu zu langweilen. Generell gefällt ihm das "Mehr" an Zuwendung aber auch ganz gut.

Hier ein Bild vom Sommer. Rechts oben der Nachbarskater. Die Drei waren im Sommer ein Herz und eine Seele. In den letzten Wochen gab es wohl mal Knatsch. Da waren sie nicht mehr so oft zusammen unterwegs.


Vielen Dank für Eure Hilfe!
 

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Olesch

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Auf jeden Fall noch einen zweiten Kater. Deiner ist viel zu jung um alleine zu leben.
Gleiches Alter, gleiches Geschlecht und ähnlicher Charakter.
Der Nachbarskater ist auf Dauer wahrschenlich auch kein Ersatz und wenn deiner wegen schlechtem Wetter mal drinne bleiben will, ist ein Spielkamerad toll für ihn :)

Achja und ich würde sagen, so bald wie möglich einen neuen dazu, damit deiner nicht zu lange alleine ist und die Katzensprache nicht verlernt.
 
Selina90

Selina90

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Hallo!

Erstmal mein Beileid zu deinem Verlust!

Und dann ein deutliches JA zur Zweitkatze. Es ist auch für Freigänger schöner, wenn sie einen Gefährten daheim haben. Die Faustregel für eine gute Kombi ist gleiches Alter (ich würde sagen nicht jünger als ca 8 Monate und nicht älter als 2 Jahre), gleiches Geschlecht, ähnlicher Charakter.

Außerdem würde ich nicht mehr so lange zögern. Was hat für eine Krankheit hat er denn gehabt?
 
Alias1312

Alias1312

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Hallo Euch beiden und danke für die schnellen Antworten!

Leider ist es unklar..begonnen hat alles 4.12. Wir hatten am Tag zuvor eine neue Futtersorte probiert, die bei beiden gut ankam. Vielleicht war das der Auslöser. Unser Tom musste sich am 4.12. erbrechen, was nicht weiter auffällig war. Er fraß dann aber zunehmend weniger(die Tage davor hatte er richtig gemampft) und erbrach die Tage auch wieder. Am 5.12. musste Jerry erbrechen und bekam auch Durchfall. Wir sind am 6.12. mit Tom zum TA(Jerry war entwischt). Der hatte dann auch beim Fiebermessen gemerkt, dass Tom gelblichen Durchfall hatte. Er bekam eine Infusion und :confused:Spritzen wohl gegen Übelkeit. Es schien im am nächsten Tag besser zu gehen. Fraß wieder und war wieder ein richtiger Strolch. Am Mittwoch wieder weniger gefressen, am Donnerstag Abend saß er bei Eiseskälte vor der Tür und sah aus als ob er Bauchschmerzen hätte. Am Freitagmorgen fand ich ihn dann hechelnd wieder vor der Haustür. Ich hab ihn dann ins Haus geholt, wo er dann unheimlich viel Wasser getrunken hatte und sofort mehrfach erbrechen musste. Sein Erbrochenes hat wahnsinnig gestunken. So wie noch nie zuvor und hatte auch eine ganz merkwürdige Farbe. Er wollte dann direkt weitertrinken.
Ich hab ihn dann gleich gepackt und ihn noch vor 7 Uhr zum TA geschleppt. Auf dem Röntgenbild sahen sie dann eine kleine Wasseransammlung um die Lunge/ das Herz rum und er war stake unterkühlt 34 Grad. Mittags mussten wir ihn holen und zur TK bringen, sie könnten nix mehr für ihn tun. Für die Fahrt musste er noch extra "fit gemacht" werden, was fast eine Stunde dauerte...so wie auch die Fahrt. Sie wollten ihn nicht erlösen. In der TK haben sie ihm dann nochmal alles eingeflößt was ging. Sie haben die Flüssigkeit aber nicht rausbekommen. Am Abend war auf dem Röntgenbild nur noch "weiß" zu erkennen. Blut konnten weder TA noch TK entnehmen. Da kam nix mehr raus :( Was es dann letztlich war - also der Auslöser des "hochgradigen Lungenödems" - ist unklar. Letztlich ist er elendig erstickt. Ich wollte ihn an diesem Abend nicht mehr sezieren lassen. Ich war fix und fertig. Im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen..so denke ich seit 3 Wochen an nichts anderes mehr:(
Seinen Bruder haben wir daraufhin am 15.12. komplett checken lassen. Blutwerte und Röntgenbilder einwandfrei. Er war dann aber massiv mit Würmer befallen, was der TA nicht gemerkt hatte. Wir haben ihn auf seinen Rat dann zweimal in Folge entwurmt, was zu blutigen Stuhl geführt hat. Der TA schob das auf die angegriffenen Schleimhäute. Jetzt bekommt er noch bis Freitag AB. Ihm geht es aber mittlerweile ganz gut. Seinen Bruder hatten wir erst ca. 5/6 Wochen vor seinem Tod entwurmt, da er Nickhautvorfall hatte.
Ob die beiden den gleichen Infekt hatten oder ob es nur Zufall war, dass sie gleichzeitig ähnliche Symptome hatten. Wir wissen es nicht...
Vermutung des TA: Vergiftung...Vermutung der TK: Rauchintoxikation(bei uns heizen alle mit Holz und er hatte öfters Russ auf der Nase und ist immer gern an den Kamin, das wusste die TK aber nicht.)
 
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catfaerie

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Es tut mir sehr leid, wegen deines plötzlichen Verlustes.
Was deinen jungen Kater angeht, würde ich auch für einen neuen Kumpel plädieren. Es sollte möglichst ein Kater im gleichen Alter sein, vom Charakter her so wie er selbst.
Was den Zeitpunkt angeht, würde ich nicht zu lange warten (also nicht Monate lang). Aber zumindest in den nächsten 2-3 Wochen würde ich ihn noch damit in Ruhe lassen bis er sich gesundheitlich erholt hat. Zeigen sich in dieser Zeit keine Krankheitsanzeichen oder Nachwirkungen der Entwurmung, dann kannst du dich auf die Suche nach passender Gesellschaft machen. Zum Zeitpunkt der Vergesellschaftung sollte dein Katerchen fit sein.
 
Margitsina

Margitsina

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Auf jeden Fall bitte einen gleichalteigen Kumpel:) holen.
 
Equalize

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erstmal herzliches Beileid, so unerwartet :(

Zum Thema, ich denke, dass villeicht wieder eine zweitkatze helfen würde, wieder "normalität" reinzubringen. Also erstmal Abwechslung, Ablenkung und vor allem dann weiter keine Einsamkeit.
Bloß das "wann" ist schwer zu sagen, da musst du einfach auf dein Bauchgefühl hören und auch wie es deinem Kater geht :) Zu lange würde ich aber nicht warten

Kurz eine Frage, hoffe dass das nicht zu OffTopic wird, aber wie is das mit dem Ruß? Muss man iwas beachten wenn man selbst mit Holz heizt? o.o
 
Alias1312

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Vielen Dank für die tollen Tipps! Ein Kitten hätte ich ohnehin nicht mehr so schnell gewollt, es sei denn, es wäre für ihn besser. Wir waren eigentlich gerade sehr glücklich, dass die Jungs endlich mal aus dem "Gröbsten raus waren". Dann werde ich nach einem gleichaltrigen Katerle Ausschau halten. Jetzt fühlt es sich noch nicht nach neuer Katze an. Ich habe Mitte Februar Urlaub. Ich denke, da würde es sich dann auch anbieten.

Ich weiß nicht mehr, ob es richtig wiedergeben kann. Der Notfallarzt der Tierklinik hat unseren Kleinen geröntgt und ohne lange zu fackeln, war seine erste Vermutung, dass das Lungenödem von einer Rauchvergiftung stammen könnte. Er fragte dann nur, wie wir heizen und bei uns heizen alle mit Holz in der Nachbarschaft. Gerade unser direkter Nachbar baut noch, heizt aber schon. Sprich bei ihm kann eine Katze während des Bauens locker ein -und ausspazieren. Der TK-Arzt sah keinen größeren Zusammenhang zu dem Magendarm-Infekt(so wie der TA) und meinte, dass das Problem bei so ner Rauchvergiftung sei, dass man es eben gar nicht mitbekäme und es daher so plötzlich käme. Unser kleiner Kater lag ausgesprochen gerne vor dem Kamin und ist auch öfter in den "Abzug"(ich weiß nicht wie ich das Konstrukt erklären kann) reingeklettert bzw. hat es wohl versucht. Er kam auch ab und zu nachhause und hatte Ruß auf der Nase, zumindest sah es so aus. In unseren Heizraum konnte er z.B. nicht rein. Da führen bei uns zwei Türen rein und die sind immer beide abgeschlossen. Der TA konnte diese Version allerdings gar nicht teilen. Wie gesagt, das war leider nur eine von vielen Vermutungen :(
 
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Equalize

Equalize

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Hmm okay .... Weil meine auch immer vorm Kamin liegen... Mal umhören was da so dazu gesagt wird o.o

Auf jeden Fall wünsch ich dir viel Kraft in nächster Zeit, ihr beiden,packt das! :pink-heart:
 
Alias1312

Alias1312

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Vielen Dank für die lieben Wünsche. Mein Baby frisst wieder normal und ist auch so wieder gut drauf. Ich hoffe, es geht weiterhin bergauf :pink-heart:
 
Alias1312

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So, nun sind zwei Monate seit dem Tod des Bruders vergangen und nun "fühlt" es sich so an, dass mein Baby einen neuen Kumpel braucht. Da wir jetzt auch ein paar Tage frei haben, wäre der Zeitpunkt auch günstig.

Eine einzige Sorge habe ich allerdings. Mein Kater traut sich seit einigen Tagen kaum noch aus dem Haus und wenn dann geht er nur kurz vor die Tür bzw. bleibt immer in der Nähe seiner Katzenklappe oder einem Fenster, sodass das er schnell ins Haus flüchten kann. Er hatte leider einige Revierkämpfe, die er wohl verloren hat und scheint seitdem panische Angst vor zwei Katzen (seine Erzfeinde) aus der Nachbarschaft zu haben. Sobald er durchs Fenster (irgend)eine Katze erblickt, fängt er an zu knurren. Dieses Geräusch habe ich noch nie bei ihm gehört. Trauriger Höhepunkt war, dass er nach einem Riesen Gebrüll draußen kotbeschmiert(oder waren es vielleicht entleerte Analdrüsen:confused:) ins Haus reingestürmt kam. Er hatte wohl vor lauter Angst unter sich gemacht.:(:
Ich habe das Gefühl, dass er sein Revier allein nicht mehr halten kann. Jetzt mache ich mir natürlich Gedanken, dass ihm ein Neuzugang vielleicht seine letzte Sicherheit nimmt und sein Selbstbewusstsein ist grad mächtig im Keller. Ich denke, ihr habt da mehr Erfahrung und freue mich über Tipps.
Und ja ich gestehe, es gibt da jemanden: Er heißt Hansi und ist ungefähr ein Jahr alt und lebt momentan im TH. Ich habe ihn gestern im Internet entdeckt. Laut TH versteht er sich gut mit anderen Katzen.
 
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