Zweite Katze? Bitte um Rat...

Neunrute

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Hallo liebe Forenmitglieder,

zuerst einmal DANKE! für die Hilfe, die mir dieses Forum bereits geboten hat, ohne, daß ihr es wusstet, ich habe bereits sehr viel gestöbert und gelernt!

Zu meiner Frage:
Ich bin seid 6 Wochen Dosi einer geschätzt 14 Jahre alten Katze (meine erste), ohne die ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen kann :pink-heart:
Ich habe sie aus dem Tierheim geholt, sie war vorher wohl eine Wohnungskatze, man vermutet, dass die vorherigen Besitzer sie aus dem Fenster geworfen haben (gebrochene Hinterläufe) und sie dann im Wald allein zurecht kommen musste. Dadurch, daß sie wohl nie wirklich gelernt hat, sich ihre Nahrung selber zu erjagen und da es bitter kalt war zu dem Zeitpunkt noch, war sie extrem abgemagert, als sie gefunden wurde. Sie hatte kaum 1,5 kg...
Zudem hat sie eine Herzschwäche (sie bekommt 1/4 Tablette Athenolol pro Tag), so daß sie wahrscheinlich lästig geworden ist. Als ich sie sah, war es sofort um mich geschehen, das kleine vollständig verfilzte Etwas (putzen war nicht mehr) hat ihren Kopf auf meine Hand gelegt im TH und ist 2mal mit den Hinterläufen weggeknickt, weil sie so schwach war: Da MUSSTE ich sie mitnehmen!
Meine Kleine war keine 5 Minuten bei mir, da hat sie auf meinem Schoß gelegen und geschlafen :)
Und wir sind ein wunderbares Team geworden! Sie ist wirklich wunderbar! Anhänglich, liebevoll, schmusig, aber eigenwillig und einfach eine tolle Katzendame!
Ich habe seeeehr viel gelernt in den letzten Wochen: Am Anfang habe ich nur hochwertiges Futter in sie hineingestopft (RK, Select Gold, Grau, Orijen, Real Nature), mittlerweile hat sie gelernt, dass sie nicht mehr um jeden Bissen kämpfen muß und ist extrem wählerisch geworden :p Flöhe, Würmer, Ohrmilben sind alle kein Match mehr, wir haben sie besiegt :aetschbaetsch1:
Sie hat auch bereits ein wenig zugenommen, beim letzten TA Besuch hat sie "stolze" 2,3 Kilo aufs Trapez geworfen. Nichtsdestrotrotz kann man beim Streicheln jeden einzelnen Knochen fühlen...
Denke, sie ist auch kein Brocken in dem Sinne, daß sie einfach eine athletische Katze war und bleiben wird, ich sehe die Veränderungen ja in ganz anderen Dingen: glänzendes Fell, sie putzt sich (nachdem ich ihr richtige Bahnen Filz rausgeschnitten habe, sie konnte sich gar nicht richtig bewegen am Anfang!) und macht einfach einen viel besseren Eindruck!
So hat sich ihr Leben und meines zusammengefügt- also mein Leben an ihres :yeah:
Niemals hätte ich vorher gedacht, daß eine Katze so unglaublich viel Gutes in mein Leben bringen könnte, ich war immer ein Hundefreak, bleibe es auch in manchen Teilen, und ich war noch nie jemand, der gesagt hat: Hunde toll, Katzen doof. Im Gegenteil, ich mag alle Tiere sehr gern, wollte deswegen keine Käfighaltung für egal was für ein Haustier. Daher aus absoluter Sehnsucht (und der Tatsache heraus, dass die Vogelfreundlichkeit meines Balkons mir nicht mehr ausgereicht hat) die Entscheidung für eine Katze. Leider kann ich keinen Freigang bieten. Für meine kleine Omi, ihr eigentlicher Name ist Feder - weil sie so leicht war wie eine, sie hatte vorher nur den Namen Box Nummer 22- ist das kein Problem. Sie geht mit mir auf den Balkon, aber ohne mich traut sie sich nicht- noch nicht.
Jetzt bin ich 10 Stunden am Tag weg wegen der Arbeit. Meine Feder schläft sehr viel und ist "einfach nur froh, daß sie lebt", so daß sie nicht den Eindruck macht, ihr wäre langweilig oder ihr würde etwas fehlen. Und versteht mich nicht falsch: Bei so manchen Fragen bin ich schon mehrfach auf die Antwort gestoßen: Deine Katze ist alt, du kannst nichts mehr falsch machen. Aber ich möchte dieser wundervollen Omi noch so viele schöne Jahre schenken, wie irgend möglich! Ich weiß, dass alle plädieren für mehrere Katzen und das auch mit Recht. Für mich stellt sich nur die Frage:
Wäre die Aufnahme einer zweiten Katze (und für mich käme erneut nur die Aufnahme einer älteren Katze/Kater aus dem TH infrage) eher zuviel Streß für meine Süße, oder würde sie das eher begrüßen? Leider gibt es im TH dazu keine Erfahrungen, weil ich sie quasi direkt vom Tropf des Tierarztes abgeholt habe, sie war noch nicht in Gesellschaft dort.
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Ich denke, ich wäre insofern eine schlechte Pflegestelle, als dass ich eine weitere Fellnase nicht wieder abgeben wollte/könnte, wenn sie sich mit meiner kleinen Omi versteht...
Das heist, entweder ganz oder gar nicht. Mir ist es auch egal, ob die zweite Katze ein "Gebrechen" hat oder nicht- wer weiß, wie es mir gehen wird im entsprechenden Menschenalter?!
Die ganze Frage stellt sich mir aus der Unsicherheit heraus, ob es für meine kleine Omi besser wäre, eine Weggefährtin zu haben oder ob sie das eventuell zu sehr stresst. Ich glaube, sie hat genug Streß im Leben gehabt: Regenschirme sind ein rotes Tuch, und selbst, wenn ich mal von "oben" mit der Hand komme, duckt sie sich erstmal. Scheint kein schönes Leben gehabt zu haben vorher, obwohl mir es mehr als unverständlich ist, daß man ein Geschöpf, welches so liebevoll ist (wie sie sich einringelt neben mir im Bett, und immer mit Körperkontakt zu mir!), zurückstoßen kann!
Also, bitte schreibt mir von euren Erfahrungen, gerade, was ältere Katzen angeht... da sind einige offene Fragen bei mir.
Vielen Dank!
 
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Nonsequitur

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Hallo,

was für eine rührende Geschichte :) Toll, dass die Omi so ein liebevolles Zuhause bei dir gefunden hat!

Was die Überlegung Zweitkatze angeht: Es hängt leider fast alles davon ab, wie sie bisher gelebt hat. Man weiß ja anscheinend gar nicht, ob sie überhaupt andere Katzen kennt - vielleicht hat sie ja die letzten 14 Jahre als Wohnungs-Einzelkatze verbracht und ist überhaupt nicht sozialisiert. Dann würdest du ihr mit einer Vergesellschaftung auch keinen Gefallen tun.

OK, es gibt Katzen, die in Gesellschaft gelebt haben und trotzdem lieber allein sind / wären. Und (vermutlich seltener) auch Katzen, die seit der Trennung von ihrer Mutter keine andere Katze mehr zu Gesicht bekommen haben, aber trotzdem auch noch nach zehn Jahren Katzenfreundschaften schließen können.
Aber im allgemeinen gilt, dass man einer Katze das Zurechtkommen mit anderen Katzen mit den Jahren abgewöhnt, wenn man sie allein hält. Ganz wie bei Menschen auch, da werden dann halt Eigenbrötler und Sonderlinge draus.

Also ich fürchte, es führt nix dran vorbei, es auszuprobieren (oder halt ganz bleiben zu lassen).
Wenn du es wirklich riskieren willst, dann solltest du auch auf keinen Fall einfach beide Katzen aufeinander loslassen, sondern den Neuzugang erstmal in der Wohnung separieren und dann eine ganz allmähliche Zusammenführung machen, z.B. mit einer Gittertür, durch die sich die Katzen zwar sehen und riechen, aber nicht an die Gurgel gehen können. Da gibt's hier im Forum massig Tipps und Erfahrungen.

Viel Glück und die richtigen Entscheidungen wünsche ich dir :)
 
Neunrute

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Danke für deine Antwort!
Ich habe das natürlich nicht nur aus rührenden Motiven heraus getan, sondern, weil es einfach am besten in mein (und letzten Endes in ihr Leben) gepasst hat...
Ich überlege auch tatsächlich primär, ob ich ihr einen Gefallen tun würde oder nicht?
Sie hat mich halt tatsächlich so nachhaltig geprägt, daß ich ihr nur das Beste wünschen mag... sie hat vernutlich genug Schlimmes erlebt. Gesellschaft oder (endlich) ihre Ruhe?! Bin echt ratlos in diesem Punkt...
 
QT77

QT77

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Ist das schön, daß du einem älteren Notfellchen ein Zuhause gegeben hast!!
Ob sie Gesellschaft möchte, kann man wegen der unbekannten Vorgeschichte schwer abschätzen, Nonseqquitur hat schon recht, da hilft nur probieren.

Am besten eine Katze aus einer Pflegestelle, denn die können am besten eingeschätzt werden was das Verhalten anderen Miezen gegenüber angeht (vor allem auch in einer normalen Wohnsituation). Die Zusammenführung kann natürlich schon etwas dauern und unter Umständen auch mal lauter werden, aber hier im Forum gibts prima Tipps zu dem Thema!
Ich würde sagen ein lieber, nicht allzu lebhafter Kumpel/Kumpeline wäre gut!

Wenn du magst, stelle ich dir gern Fellchen vor, die gut zu euch passen könnten.
 
Neunrute

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Gern!
Meint ihr denn, daß Vergesellschaftung meiner Omi gut tun würde, oder ist das eher Streß? Von mir ganz zu schweigen, ich bin an dem Tag fast gestorben vor Sorge, als sie ein Schnurrhaar verloren hat.... Raaar, hört nicht mehr gut, wir verständigen uns über Klopfzeichen. Habe erst hier im Forum gelernt- keine Panik! wächst nach...
Ich wache jede Nacht über sie, sie schläft auf meinem Kissen. Und wenn sie Durchfall hat, ist das halt besorgniserregend, ich weiß, daß manchmal ok ist, aber weil sie so dünn ist, guck ich immer nach, ob Blut im Stuhl ist.
Sie hasst den TA!!!! Wahnsinn, wie sie den zusammengebissen und gekratzt hat! Da is sie nicht so alt...
Ich mag sie halt nicht stressen, sondern ihr was Gutes tun. Falls sie, was Wer auch immer verhindern möge, versterben sollte (sowieso blöd, hab ja im "Kopf" damit gerechnet, als ich sie holte, aber das soll noch sehr weit weg sein!!!), den bestmöglichen Lebensabend bieten. Sie hat es echt verdient! Kann blöderweise keine Bilder posten, sie hat sich sich so verändert! Ein Häufchen Elend und jetzt wirklich eine Madame!
 
QT77

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Ganz klar, deine Bedenken verstehe ich und es ist super, daß du dir darüber viele Gedanken machst, denn das will ja auch gut überlegt sein!

Wegen des Durchfalls: Gib ihr Heilerde und Trockenhefe ins Futter und wenn sie mag, gib ihr auch Jeden Tag einen schönen Löffel Naturjoghurt!

Es kann natürlich auch daran liegen, daß sie das Futter nicht ganz so gut verträgt. Was fütterst du denn?

Ich könnte mir vorstellen, daß Bagheera recht gut zu euch passen könnte:

j288334.pic


oder auch unser aller Liebling, der goldige, verschmuste, soziale Duque:

cache_2160549302.jpg


Am besten ist es, du schreibst eine ausführliche Mail (Charakter der Katze, Lebensumstände, wer lebt mit im Haushalt, etc...) an Katzenzuflucht@web.de . Dann meldet sich unsere Vorsitzende bei dir, sie kann dich am besten beraten!
 
Neunrute

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Oh je... so wie Duque guckt, bin ich ihm ja schon ein bisschen verfallen. er schaut genauso, wie meine Omi manchmal...
Bin im Mom beruflich sehr eingespannt, deswegen kann ich nicht jeden Tag antworten, aber lesen kann ich jeden Tag.
Und habe das Foto von Duque auch schon gezeigt- meinen Mitarbeitern, die meine Katzenleidenschaft größtenteils teilen, weil sie selber Katzenhalter sind, und auch, weil sie mich kennen, als "jemand, dessen Herz sich für Notfälle(- felle) besonders öffnet".
Werde eine email an die Katzenzuflucht senden. Schaue mal, was heraus kommt... Danke auf jeden Fall erstmal!
Anderes Problem und mit Sicherheit off topic hier:
Meine Omi frißt nicht mehr gut. Ganz am Anfang hat sie die ganzen guten Dinge noch in sich hineingefressen, als ob ihr Leben davon abhinge...
Meine Grau Futter, Select Gold oder Real Nature, Shesir.. bin zum Teil weit gefahren, um die Futter zu bekommen. Sie ist dann immer wählerischer geworden, nur noch dies oder das und mittlerweile ist sie ein "ich schlecke nur das gelee ab" Fresser geworden.
Blöde ist halt, dass sie ihre Herztabletten nehmen soll. Leberwurst, Käse, Thunfisch in Saft, Maltpaste, Käsepaste, Vitaminpaste- mag sie nicht!
Katzengras- mag sie nicht.
Manchmal gehts über barfen, also, Hähnchenherzen, Fisch oder Leber oder sowas, aber nicht regelmäßig.
Mittlerweile frißt sie ein Bißchen Aldifutter (bäh!), aber sie frißt es. Trofu wenig, aber da habe ich nur wirklich hochwertige Sachen im Angebot, weil sie mir Leckerchen (Aldi etc.) dann auskotzt.
Ich habe vor kurzen einen Bericht gelesen, daß vielleicht Tumore im Bauch dafür verantwortlich sein können- aber ich kraule sie sehr gern unterm Bauch und sie liebt das sehr- dort sind keine Knoten oder irgendetwas, was mir auffällt.
Diese meine neue Sorge hat wenig Einfluß auf meine Entscheidung, evtl eine neue Katze/´Kater aufzunhemen, nur wächst meine Sorge, ich könnte sie überfordern mit der Aufnahme eines neuen Familienmitglieds...
Versteht mich nicht falsch, es geht nicht um den Willen, einem neuen, armen Tier ein Zuhause zu bieten, es geht darum, meiner kleinen Omi nicht mehr Streß zu verursachen...
 
Laryana

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Hallo,

kann mich nur anschließen, es ist toll, dass du dieser armen Katze ein schönes Zuhause gegeben hast. Dass sie schlechter frisst, kann natürlich verschiedene Ursachen haben... vielleicht hat sie ja Probleme mit den Zähnen? Oder sie ist gesund und merkt, dass du ihr alles gibst, was sie möchte? Manche Katzen tricksen da ja ganz gern, egal welchen Alters.
Ansonsten sind die Sorten ja in Ordnung, die füttern wir teilweise auch, zwischendurch auch mal Bozita, das wird ziemlich gerne genommen. Mag sie denn frisches Fleisch fressen?
Vielleicht können dir hierbei aber die Futterspezis des Forums eher helfen.

Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass eine sanfte, ebenfalls ältere Katze gut für deine Kleine sein könnte.

Oh, ich sehe gerade, dass du aus meiner Heimat kommst ;)
Liebe Grüße nach Gladbeck!
 
Neunrute

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So, habe mit der Katzenzuflucht gesprochen. Duque ist noch viel zu jung für meine Omi- erst 7, der Jungspund!
Außerdem befindet er sich in Spanien und ist Freigang gewohnt, ich denke, da gibt's zuhause, in denen er sich wohler fühlt als bei uns 2 Ladies.
Heute war ich in meinem TH, die werden sich bei mir melden, wenn sie eine geeignete Fellnase reinbekommen, dann sehen wir weiter...
Vielen Dank für euren Rat und sobald sich unser Altersheim vergrößert hat, berichte ich.:aetschbaetsch2:
 
QT77

QT77

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  • #10
Wie schade, daß es mit Duque nicht klappt.

Schau doch mal bei Notfallkatzen.de die haben eine Kategorie "Alte Katzen"

Im Tierheim Witten haben sie auch viele ältere Perser, einige sind da auch aufgeführt.
 

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