Zeitpunkt für Katzenkumpel*ine

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Findus2703

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3 Dezember 2020
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47
  • #41
Gaaaaaaanz ruhig! Ich habe hier zwei sehr soziale Katzen, die unbedingt Artgenossen brauchen, sich bei mir kennengelernt haben und sich sehr lieben. Aber: Jedes Mal, wenn hier ein Reviereindringling, sprich eine Pflegekatze, einzieht, ist Radau ohne Ende. Vor allem meine eine Katze würde der Neuen am liebsten an die Gurgel. Das heißt aber noch lange nicht, dass es nicht mit Zeit und Geduld immer besser wird. Gleiches Spiel, wenn Nachbarskatzen am Garten vorbei laufen, da gibt es auch immer Ärger. Miteinander wird aber gekuschelt, gespielt, geputzt, ...

Den Part, den ich oben zitiert habe, halte ich persönlich für Blödsinn. Klar, das war kein optimaler Start, aber joa, dann hat´s halt mal ordentlich geknallt. Jetzt wisst ihr, womit ihr rechnen müsst und seid auf der Hut, so dass ihr rechtzeitig einschreiten könnt. Nicht rumschreien, das hilft wirklich keinem, sondern beobachten und rechtzeitig ablenken oder dazwischen stellen, bevor es eskalieren kann.

Auch hier knallt es manchmal bei Pflegis am Anfang so - mit einer Pflegekatze sogar mal so sehr, dass sie vor lauter Schreck auf den Boden gepieselt hat. Zwei, drei Wochen später war trotzdem alles im Wesentlichen entspannt. Sie hat dann ein Zuhause gefunden und ist ausgezogen, aber ich bin mir sicher, dass die Beziehung sich noch richtig gut entwickelt hätte.

Also nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Nehmt Findus nicht aufgrund zu hoher Erwartungen die Chancen auf ein artgerechtes Leben mit einer lieben Freundin! Dass ihr euch von einer Katzenpsychologin beraten lassen wollt, halte ich für eine gute Idee. Bitte dabei nicht Katzenpsychologin und Katzenkommunikatorin verwechseln - Letztere sind Quacksalber, die behaupten, sie könnten mit Tieren sprechen.
Liebe Lila,
vielen Dank für das teilen deiner Erfahrungen und das Mut machen!

Also ich finde es, in Bezug auf den Part, welchen du oben zitiert hast, wirklich sehr schwer die Situation richtig einzuschätzen. Fidi zeigt halt sehr viel dieses Anfixieren/Anstarren. Sie sitzt auf dem Boden, wie ein kleiner Loafer, der schwanz peitscht hin und her und sie starrt. Sie lässt sich halt nur schwer in dem Moment ablenken, auf ihren Namen reagiert sie garnicht mehr. Im Normalfall rufe ich sie aus einem anderen zimmer und sie steht parat. Zu Beginn ließ sie sich garnicht ablenken, sie hat die Tür ja sogar Nachts bewacht. Mittlerweile ist es so, dass sie zur Tür rennt , sobald sie Geräusche dort hört, jedoch kommt wenn ich spielzeug habe um sie zu beschäftigen. Bei dem Anschauen durch das Gitter, war es starren, nicht ablenken lassen die ersten 3 Minuten und dann ablenken lassen bis Cindy sehr nah ans Gitter kam und dann versuch durchs Gitter zu gehen. Immer alles in dieser Geduckten Wieselhaltung. Ich denke halt, wenn dieses starren nicht weg geht, wie soll das funktionieren?

Heute Morgen war der erste Moment, indem auch Fidi einigermaßen freundlich gestimmt war und die beiden Nase Nase am tor gemacht haben. Danach hätten wir einfach beide zum futter locken sollen und die Tür schließen sollen. Ja, das ist ordentlich schiefgegangen.

Vom Gefühl her wollten wir halt den Sichtschutz vom Gitter nehmen, da Fidi immer versucht hat darüber zu schauen.... also Männchen gemacht hat am Gitter und der Versuch, drüber zu spinsen. Gleiches hat Cindy dann heute morgen versucht nach dem nase nase und gleich zu nem riesen Satz angesetzt.

Oh, danke für den Hinweis! Ich wusste nichtmal, dass es sowas wie Katzenkommunikator*innen gibt 😅 🙈 . Da ich allerdings auch ein Freund von theoretisch fundierter Arbeit bin, wäre uns das sicherlich spanisch vorgekommen, nun haben wir es jedoch gleich doppelt auf dem Schirm !
 
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Findus2703

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  • #42
Achso, man sollte dazu sagen, dass beim Geruchsaustausch zwar viel schnüffeln dabei war, das jedoch nach ein paar minuten vorbei war. Danach wurde entweder der Sache keine Beachtung mehr geschenkt oder selbst in das Körbchen gelegt, mit dem Spielzeug gespielt etc. Aus diesem Grund hatten wir gedacht, dass Findus grundsätzlich einem weiteren Mitglied in ihrem revier positiv gegenüber eingestellt ist. Besonders, da Cindy sich verhält wie im Katzenlehrbuch.
 
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Lila1984

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  • #43
Ich denke halt, wenn dieses starren nicht weg geht, wie soll das funktionieren?
Wie wäre es, wenn ihr mal mehr als ein paar wenige Tage abwartet, ob das Starren weggeht? ;-) Im Ernst, ihr seid total schnell unterwegs und erwartet zu viel, finde ich. Macht doch mal langsam. Wenn Sie sich nicht ablenken lässt, dann stellt euch dazwischen. Versucht positive Momente gemeinsam zu schaffen. Wenn die beiden sich sehen, muss was Cooles passieren: Lob, Futter, das Megaoberlieblingsleckerli, ... Und wenn alles friedlich ist, wieder trennen und dadurch mit einem positiven Moment enden.
 
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Findus2703

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3 Dezember 2020
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  • #44
Wie wäre es, wenn ihr mal mehr als ein paar wenige Tage abwartet, ob das Starren weggeht? ;-) Im Ernst, ihr seid total schnell unterwegs und erwartet zu viel, finde ich. Macht doch mal langsam. Wenn Sie sich nicht ablenken lässt, dann stellt euch dazwischen. Versucht positive Momente gemeinsam zu schaffen. Wenn die beiden sich sehen, muss was Cooles passieren: Lob, Futter, das Megaoberlieblingsleckerli, ... Und wenn alles friedlich ist, wieder trennen und dadurch mit einem positiven Moment enden.

Genau das haben wir getan. Das wird ja auch in jdem soliden Katzenratgeber so beschrieben. Wie gesagt, beim "zusammentreffen" gab es Futter, leichtes Spiel , leckerlies etc. Ich denke halt darüber nach, da starren einer Katze ohne jegliches nachgeben, wie oben beschrieben, in der "Sanften Katzenzusammenführung" ganz klar als ausschuss Kriterium angeführt wird. Nichtsdestotrotz ging es alles viel zu schnell und das Tempo wird ab jetzt rausgenommen. Wiegesagt, die nächsten Tage wird hier nichts in die Richtung passieren. Und dann überlegen wir, wie wir weiter vorgehen können. Ich sehe es halt auch sehr kritisch für die neue Katze, welche offensichtlich sehr sozial ist, bei uns dann Wochen in der Einzelhaltung zu sitzen.
 

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