Wenn Katzen Kinder kriegen.....

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Marie13

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Hab mal ne ganz "naive" Frage:

Warum ist es ok., wenn Züchter Katzen züchten, und nicht ok., wenn eine ganz normale Miez Junge bekommt?

Unter dem Gesichtspunkt, daß es genug Katzen gibt, die ein Zuhause suchen, (und die Ansicht teile ich auf jeden Fall,) kann ichs nicht ganz verstehen.

Ich befürchte, daß ich hier ein ganz sensibles Thema aufmache, haut mich bitte nicht so arg, aber ich würd einfach gern wissen, wie Ihr dazu denkt.
 
Kleeblatt

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Raupenmama

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und ich zitiere mcih selber, denn ich habe dir die Antwort bereits in einem aneren Thread gegeben
weil sie sich mit Genetik, heritären Erkrankungen und und und beschäftigen EHE sie sich mit der Vergrößerung der Katzenpopolation befassen....:rolleyes::rolleyes::rolleyes:
und nicht einfach nur kater auf katze springen lassen, weil " sie so schön/lieb" oder "babies so niedlich" sind :rolleyes:
 
Alannah

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Ja, das ist ein sensibles Thema. Ich bin auch kein Verfechter der Ansicht, nur Züchter dürfen für Katzennachwuchs sorgen. Allerdings sollte man sich bei der Planung einer Deckung mit Genetik und Katzenkrankheiten auskennen, entsprechende Tests und Gesundheitschecks machen, einen abrufbereiten TA im Hintergrund haben, etwas Kenntnisse in Babykatzenaufzucht haben, usw. Das kann kaum jemand bieten, von daher ist in den meisten Fällen davon abzuraten, da sonst das Leben der Mutterkatze und/oder der Babys gefährdet ist. Zudem gibt es einfach schon so viele Katzen in Tierheimen, die ein Zuhause suchen.
 
catweazlecat

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Hallo Marie

solange die grundsätzlichen Dinge bei der Verpaarung beachtet würden, hätte ich persönlich nichts dagegen wenn jemand einen Wurf Hauskatzen zur Welt bringen lässt.

Dazu gehört aber das vorherige gesundheitliche testen von Mutter und Vater auf aktuelle Krankheiten inkl. Blutbild und Impfungen. Die Mutterkatze sollte mindestens 1-1,5 Jahre bei der Verpaarung sein. Die Kitten im Haus bis zur 12. Woche liebevoll gepflegt, mit hochwertigem Futter versorgt und tierärztlich betreut werden. Vor der Abgabe 2x gegen Schnupfen/Seuche geimpft und möglichst persönlich ins neue Heim gebracht werden.
Die eigene Katze einfach aus dem Haus laufen zu lassen und nicht zu wissen mit wem sie sich verpaart ist Russisch-Roulette für Mutter und Kinder :-(

Ausserdem sollte sehr genau abgewogen werden wohin die Tiere vermittelt und unter welchen Umständen sie zukünftig leben werden, also z.B. nicht als Einzelkatzen vermittelt und der sogenannte "Züchter" sollte sich dazu auch vertraglich verpflichten die Katzen auf jeden Fall wieder zurück zu nehmen oder sie weiterzuvermitteln falls sie im ursprünglichen Heim nicht bleiben können.

Wenn diese Faktoren alle zutreffen würden, wären die Tierheim leer und Katzen würden endlich den Stellenwert in der Gesellschaft bekommen den sie verdienen und nicht als Wegwerfware gehandelt.

Das dies alles nicht für ein paar Euro durchführbar ist, wird sicher jedem klar sein. Von daher wäre es also auch notwendig das die Katzen zu einem adäquaten Preis verkauft würden den leider die meisten Leute nicht bereit sind zu bezahlen. Deshalb wird sich solange nichts ändern, wie Kitten kostenlos oder für ein paar Euro - möglichst noch optisch einer Rassekatze ähnlich - als Schnäppchen zu erhalten sind.

Die Realität zeigt leider das Katzenkinder nach wie vor in Müllcontainern entsorgt, ertränkt oder einfach sich selbst überlassen werden, mit 6-8 Wochen von Mutter und Geschwistern getrennt an den nächstbesten Interessenten veräussert werden da sie ja ab diesem Alter auch Geld kosten durch Futter, ärztliche Versorgung etc. oder sogar die Dreistigkeit besitzen und evtl. die schönen Gardinen malträtieren oder die Tapeten und Möbel krallentechnisch bearbeiten, Blumen ausgraben oder auch die Toilette vergessen...

Daher stammen in meinen Augen die vielen armen Katzen, die in den Tierheimen vor sich hin vegetieren müssen und auf die lieben Menschen warten die bereit sind ihnen ein Heim - hoffentlich auf Lebenszeit - zu geben.

Jeder "Züchter" von Tieren sollte für den Nachwuchs lebenslang zur Verantwortung gezogen werden können, dann sehe es in den Heimen anders aus meiner Meinung nach.
 
Raupenmama

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Ja, das ist ein sensibles Thema. Ich bin auch kein Verfechter der Ansicht, nur Züchter dürfen für Katzennachwuchs sorgen. Allerdings sollte man sich bei der Planung einer Deckung mit Genetik und Katzenkrankheiten auskennen, entsprechende Tests und Gesundheitschecks machen, einen abrufbereiten TA im Hintergrund haben, etwas Kenntnisse in Babykatzenaufzucht haben, usw. Das kann kaum jemand bieten, von daher ist in den meisten Fällen davon abzuraten, da sonst das Leben der Mutterkatze und/oder der Babys gefährdet ist. .

eben...zumal noch hinzukommt, dass wer sich all diese Kenntnisse aneignet,ehe er die "Katzenpopolation vergrößert" und alle notwendigen Tests durchführt/ alle gesundheitlichen Vorsorgemassnahmen bei den Elterntieren durchführt, dies DANN auch unter der Dolukentation und dem Reglement eines eingetragenen Katzenzuchtverbandes tun kann... denn es gibt tatsächlich eingetragene EKH-ZÜCHTER...und diese sind beu Ausstellungen gerne gesehen
 
Alannah

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Ja, aber wenn man vielleicht nur mal 1 oder 2 Würfe plant, dann lohnt es sich nicht, dafür extra in einen Verein zu gehen, oder? Ich weiß nicht, wie aufwendig sowas ist. Und wenn die Katze nicht reinrassig ist, geht es ja sowieso nicht.
 
Raupenmama

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Ja, aber wenn man vielleicht nur mal 1 oder 2 Würfe plant, dann lohnt es sich nicht, dafür extra in einen Verein zu gehen, oder? Ich weiß nicht, wie aufwendig sowas ist. Und wenn die Katze nicht reinrassig ist, geht es ja sowieso nicht.
DOCH! auch, oder gerade dann! U.a. schon deshalb, weil man in den Vereinen von anderen Züchtern wertvolle Tipps, Hilfe und Unterstützung bekommt.und man bei einem Vereinskollegen, deutlich weniger Skrupel hat, nachts um 3 anzurufen und um Hilfe zu bitten, wenn der TA nciht erreichbar , und man selber unsicher ist, obn das mit der Geburt, so , wie es läuft alles so seine Richtigkeit hat....
 
Alannah

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Na dann lohnt sich das ja in so einem Fall! Aber du beziehst das sicher auf reinrassige Katzen, oder? Ich meine, mit einer normalen Hauskatze kann man doch nicht in einen Verein, oder? Wie gesagt, ich hab wenig Ahnung davon :oops:
 
Raupenmama

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  • #10
du brauchst noch nichtmal eine Katze zu haben, um Mitglied in einem Katzenzuchtverein zu werden ;)

grundsätzlich bezieht sich das auf Rassekatzen, da hast du recht... ABER.. auch die "normale" Hauskatze wird in Deutschland von eingetragenen Züchtern MIT Papieren gezüchtet und ist-z.b. in den skandinavischen Ländern- ebenso populär, wie hier z.B. die Siam oder die Norwegische Waldkatze
 
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  • #11
Hab mal ne ganz "naive" Frage:

Warum ist es ok., wenn Züchter Katzen züchten, und nicht ok., wenn eine ganz normale Miez Junge bekommt?

Das ist eine berechtigte Frage. Ich denke, die überwiegende Mehrheit der Katzen in den Tierheimen sind "normale" Hauskatzen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass der Anteil der Rassekatzen in Deutschland nur etwa 6% ausmacht (hab leider die Quelle nicht mehr:(). Das bedeutet, dass die Katzenpopulation immer noch durch die Wald- und Wiesenkatzen stetig anwächst und eher nicht durch die geplante Verpaarung von Zuchtkatzen.

Das Problem ist aber, dass noch lange nicht jeder Züchter, der in einem Verein ist, auch "seriös" ist. Wenn man richtig züchtet, bedarf das vielen Vorkenntnissen und einer genauen Planung. Außerdem ist, wie bereits gesagt wurde, die "Aufgabe" einer seriösen Zucht auch, Erbkrankheiten zu minimieren. Das ist nur durch lückenlose Gesundheitsvorsorge möglich. Leider ist das einigen Züchtern wohl zu aufwändig:mad:... Genau genommen dürften die dann (in meinen Augen) ihre Kätzinnen auch keine Junge bekommen lassen.

Außerdem gibt es einen erschreckend großen "Markt" an "scheinbar reinrassigen" Katzen oder Rassemixen, die für Preise zwischen 150€ und 300€ verkauft werden. Diese Katzen sind - wenn man Glück hat - entwurmt und geimpft, oft noch nicht mal das. Diese Vermehrung halte ich für wesentlich schlimmer als das Züchten von Rassekatzen in einem Verein.
 
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Marie13

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  • #12
Hallo zusammen !

Ich dank euch für eure Antworten, es ist richtig spannend, eure Argumente zu lesen .... und viele machen mich auch sehr nachdenklich...
 
Alannah

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  • #13
Okay, hab ich wieder was gelernt ;)
 
balulutiti

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  • #15
und ich zitiere mcih selber, denn ich habe dir die Antwort bereits in einem aneren Thread gegeben:

Zitat von Raupenmama hat gesagt.:
weil sie sich mit Genetik, heritären Erkrankungen und und und beschäftigen EHE sie sich mit der Vergrößerung der Katzenpopolation befassen.

und nicht einfach nur kater auf katze springen lassen, weil " sie so schön/lieb" oder "babies so niedlich" sind :rolleyes:

Die Katzenpopulation ist an und für sich ein gutes Argument, wenn man es natürlich auch gegen die Katzenzucht verwenden kann ;)
Das Argument "Genetik und Erberkrankungen" versteh ich weniger: wer von uns läßt einen Gentest machen, bevor er Kinder plant?
*zurücklehn und auf Raupenmamas Hiebe wart* :)
 
Raupenmama

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  • #16
in manchen Fällen wäre es besser, man liesse sich im vorfeld genetisch untersuchen... :)

im übrigen habe ich bereits vor 12-22 Jahren alle 2-4 Wochen schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen Bluttests und Abstriche, Ultraschalluntersuchungen , amniozentesen oder chorionbiopbsien durchführen lassen, um meine Kinder vor Erberkrankungen oder Behinderungen durch erworbene Krankheiten zu schützen... du nicht?
 
balulutiti

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  • #17
im übrigen habe ich bereits vor 12-22 Jahren alle 2-4 Wochen schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen Bluttests und Abstriche, Ultraschalluntersuchungen , amniozentesen oder chorionbiopbsien durchführen lassen, um meine Kinder vor Erberkrankungen oder Behinderungen durch erworbene Krankheiten zu schützen... du nicht?

Natürlich hab ich das (bis auf die Amniozetese, die ich auch nicht machen hätte lassen) - aber da war ich ja schon schwanger. Es geht ja um genetische Untersuchungen vorher.
 
Kleeblatt

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  • #18
in manchen Fällen wäre es besser, man liesse sich im vorfeld genetisch untersuchen... :)

im übrigen habe ich bereits vor 12-22 Jahren alle 2-4 Wochen schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen Bluttests und Abstriche, Ultraschalluntersuchungen , amniozentesen oder chorionbiopbsien durchführen lassen, um meine Kinder vor Erberkrankungen oder Behinderungen durch erworbene Krankheiten zu schützen... du nicht?
Durch diese Untersuchungen kannst du das heranwachsende Leben nicht mehr vor Erbkrankheiten schützen...sondern sie nur erkennen.
Erbkrankheiten kann man unter Umständen vor einer Schwangerschaft erkennen und ausschließen zB in einer genetischen Beratungsstelle.
Wenn man schon schwanger ist, kann man nur noch (und das ziemlich spät) die Schwangerschaft beenden.
 
Raupenmama

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  • #19
eben... Chorionbiopsien gehen schon in der 7ten SSW...und da ist noch zeit für einen Abbruch... Ich hätte -mit Ausnahme des ersten-kein Kind mit Erkrankungen genetischen oder anderen massiven Behinderungen zur Welt gebracht, denn es hätte meinen anderen Kindern die Mutter genommen (zumindsest deren ganze Aufmerksamkeit gefordert)

Allerdings gibt es in meiner -und der Familie meines Exmannes keinerlei heritäre oder heritär disponierte Erkrankungen, die erhebliche körperliche oder geistige Einschränkungen bedingen ( mit Ausnahme von Asthma und Allergien in meiner Familie)

sonst hätte ich GARANTIERT eine genetische Beratungsstelle aufgesucht :)
 
balulutiti

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  • #20
Oaky, aber es geht ja hier nicht um Einzelne, sondern um den Großteil der Menschen. Und da wird eben kaum vorgesorgt.

Wie gesagt, die Masse der Katzen, die in Tierheimen hocken, ist für mich ein starkes Argument, keine Katzen zu vermehren (ob das jetzt nur für Hauskatzen oder auch für Rassekatzen - und da wieder für bestimmte! - gelten sollte, ist ein anderes Thema), aber sonst?
 
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