Tumor an der Bauchspeicheldrüse

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Romeo&Julia

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27 August 2011
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Hallo zusammen,

bei meinem geliebten 11-jähriger Kater wurde am Mittwoch ein großer und schnellwachsender Tumor an der Bauchspeicheldrüse via Ultraschall (Wasser im Bauchraum) festgestellt.
Der Kater selbst schläft fast nur noch, erleichtert sich teilweise auf der Couch, frisst aber wie ein Scheunendrescher und nimmt dennoch immer mehr ab. Er ist mittlerweile nur noch Fell und Knochen. Schmerzen hat er laut Tierarzt keine, allerdings gibt er ihm noch eine maximale Lebenserwartung von 4-6 Wochen, bis er mehr oder weniger verhungert, da er die Nahrung nicht mehr verdauen kann. Enzyme bringen nichts, die füttern wir bereits seit 3 Wochen.
Uns wurde nahegelegt, ihn zu erlösen, allerdings haben wir noch 1-2 Wochen Zeit mit dieser Entscheidung. Zu einer Operation raten sie nicht, da a) zuviel Stress für den Kater und b) ist der Tumor zu groß.

Kennt sich jemand mit solchen Tumoren aus, besteht tatsächlich keine Hoffnung mehr?
Danke schonmal für die Antworten.
 
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Quasy

Quasy

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Der Tumor hat möglicherweise schon gestreut. Ich habe eine meiner Katzen an Pankreaskrebs verloren.
Ich rate Euch, dass ihr die restliche Zeit mit ihm genießt und sie schön gestaltet. Verwöhnt ihn richtig. Ihr werdet merken, wann er gehen möchte.
Wenn er genau untersucht wurde, die Diagnose steht und der Tierarzt von einer Op absieht, möchte ich dem nichts entgegenstellen. Auch von einer Chemotherapie o.ä würde ich bei diesem Tier in diesem Stadium absehen. Sicher gäbe es die Möglichkeit, das Tier aufzuschneiden und sich den Tumor quasi vor Ort anzuschauen. Doch auch hier solltet ihr Euch klar sein: Bei einem negativen Befund sollte das Tier nicht mehr aufwachen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er die OP ohne Weiteres übersteht und geheilt wird geht leider gegen Null.
Ich wünsche Euch alles Gute.
Liebe Grüße
 
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neko

neko

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Hallo Romeo&Julia,

leider sind Bauchspeicheldrüsentumore eine der fiesesten die es gibt. Auch bei Menschen gibt es dann kaum Chancen auf Heilung.
Wenn dein Süsser schon so stark abnimmt und vor Schwäche/Schmerzen(?) nicht mehr aufs Klo kommt, dann hat er wohl leider keine Chance mehr den Krebs zu besiegen. Wäre das der Fall hätte euer TA die OP bestimmt gemacht.

Bitte sorge für ihn solange er noch lebt und achte darauf, wann er dir das Zeichen gibt nicht mehr leben zu wollen. Es ist hart nach 11 Jahren einen geliebten Kater zu verlieren, deswegen sammle deine Kraft und verhätschel ihn, solange es noch geht.

Es ist grässlich und gemein so eine Diagnose und man wünscht sich immer, die geliebten Tiere würden in hohem Alter einfach irgendwann einschlafen und nicht mehr aufwachen, aber leider ist das nur selten so. :(

Viel Kraft und ganz viele Streicheleinheiten für deinen Schatz

neko
 
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lulu39

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Snoopy ist letztes Jahr an Pankreaskrebs gestorben..:(:(:(

Ostern wurde es diagnostiziert und am 30. 07. war es soweit, das er gehen mußte. Und das war leider schon ein halbes Wunder (4 Monate !).

Ich wünsche Dir Kraft und nutze die letzte zeit mit Deinem Schatz..:(
 
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Romeo&Julia

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27 August 2011
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Danke für eure Antworten.

Heute Nacht kam er das erste Mal seit Wochen wieder in den ersten Stock in unser Schlafzimmer und hat lautstark Streicheleinheiten und danach Futter eingefordert. Eben zum Katzenfrühstück auch wieder.

Momentan will er scheinbar noch nicht gehen.

Aber wann ist der richtige Zeitpunkt? Ich hab so Angst, dass ich den verpasse und meinen Romeo zu früh oder zu spät gehen lasse.

Das schwarze Ungetüm, das ist er. Nebenan ist Julia.
 

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Uhrenteddy

Uhrenteddy

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Hallo,

wenn es wirklich ein Bauchspeicheldrüsentumor ist, kann man leider wirklich nicht viel tun. Unser Fiffi hatte vermutlich auch einen (im Ultraschall war nichts zu erkennen) und musste im April eingeschläfert werden, weil er einfach nicht mehr konnte.

Dir bleibt wohl leider wirklich nur, deinem Tier die letzten Tage und Wochen so angenehm wie möglich zu gestalten, wir hatten für Fiffi in den letzten Tagen (da wir keine sichere Diagnose hatten und er sich immer wieder doch ein bißchen aufgerappelt hatte, sind bis zuletzt immer wieder Versuche gemacht worden, ihm zu helfen... ) immer ein paar Schmerzspritzen mit Buscopan bereitliegen und haben sie ihm gegeben, damit er wenigstens nicht leiden musste. Fiffi hat es in den letzten Tagen noch recht genossen, ein bißchen ins Freie zu gehen (hat er früher nie gemacht) oder mit uns in der Sonne zu liegen... da konnte er sich noch ein kleines bißchen entspannen.

Den richtigen Moment wirst du sicher erkennen, das spürt man und auch das Tier wird dir zeigen, wann es zu Ende geht. Wenn du das Gefühl hast, dass er leidet, solltest du ihn schnell erlösen lassen ... Katzen schlafen eher selten einfach so ein, wie man es sich wünschen würde, sondern müssen noch sehr lange kämpfen - uns hat der Tierarzt gesagt, dass man das kaum mitansehen kann und dass es schwierig wird, dem Tier noch würdevoll zu helfen, wenn es schon krampft.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft

Barbara
 
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