Tierschutz -Ideen

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Himbeere88

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Hallo liebe Tierschutzfreunde,

Ich habe mir in diesem Jahr viele Gedanken zum Thema Tierschutz gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Tierleid nur verhindert werden kann, wenn es nicht so viele Tieren auf der Welt gibt. Wenn es nicht so viele Katzen gäbe, gäbe es keine Strassenkatzen, Tierquälerei gibt es dann auch weniger, weil es einfach insgesamt weniger Tiere gibt etc.
Deshalb denke ich, dass es am sinnvollsten wäre, dass man soviele Tiere wie es überhaupt geht, kastriert.
Das geht aber nur wenn es eine Kastrationspflicht für Hunde und Katzen gibt. Vom Staat natürlich gewilligt und überwacht.
Dazu müsste der Staat Gesetze entwerfen und vor allem spart er viel Geld, da er nicht mehr so viele Tierheime finanziell unterstützen muss.

Man muss viele Tierärzte, die man durch Spenden bezahlt, engagieren, um Tiere auch im Ausland zu kastrieren.

Zwar ist es auch wichtig die bereits vorhandenen Katzen mit Produkten (Futter, Unterkunft etc) zu versorgen, aber langfristig ist die Kastration die Lösung!

Welcher Spendenverein finanziert den solche Kastrationen verstärkt?

Eine andere Idee: Man sollte in staatlichen Einrichtungen wie Seniorenheimen, Gefängnissen etc. Katzen einführen.

1) Geht es den Menschen besser. Sie bauen Stress ab, haben eine Aufgabeetc
2) Geht es den Katzen besser. Sie haben mehrere Besitzer, werden geliebt und geschmust
3) müssen die Katzen nicht ins Tierheim / Auf die strasse

Was meint ihr dazu?:) :pink-heart:
Habt ihr noch weitere Ideen?
 
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Rickie

Rickie

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An sich ein interessantes und sehr komplexes Thema, wobei man aber die Situation in D nicht mit der in anderen Laendern 1:1 vergleichen kann.

Wenn es nicht so viele Katzen gäbe, gäbe es keine Strassenkatzen,

Das waere zu schoen, aber bei den Mrd. von Strassenkatzen weltweit eine Illusion.:( Allein in den USA z.B. leben geschaetze 700 Mio Strassenkatzen, vom Mittelmeerraum red ich mal gar nicht.

Deshalb denke ich, dass es am sinnvollsten wäre, dass man soviele Tiere wie es überhaupt geht, kastriert.

Langfristig ist das die einzige Loesung ueberhaupt.
Das Ausheben und Toeten von Streunerkolonnien z.B. ist absolut kontraproduktiv, weil das im Endeffekt und langfristig nur ein Anreiz zur verstaerkten Vermehrung ist. Hier hilft nur ein konstantes Kastrieren und Wiederaussetzen. Und nebenbei sind Kastra + Impfen um ein Vielfaches billiger als das Einschlaefern einer Katze.


Das geht aber nur wenn es eine Kastrationspflicht für Hunde und Katzen gibt. Vom Staat natürlich gewilligt und überwacht.

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat aber befunden, dass zur Kastra-Pflicht hier keine Notwendigkeit besteht. Wie man darauf kam, ist mir persoenlich zwar schleierhaft, es ist aber ein Fakt.:mad:

Dazu müsste der Staat Gesetze entwerfen und vor allem spart er viel Geld, da er nicht mehr so viele Tierheime finanziell unterstützen muss.

Strassenkatzen landen ja nicht alle im TH; auch in D gibt es betreute Futterstellen und dgl. Leider ist mitunter die Zuweisung der Kastra-Kosten ein Problem. Da faengt es schon an.

Man muss viele Tierärzte, die man durch Spenden bezahlt, engagieren, um Tiere auch im Ausland zu kastrieren.

DAS wird im grossen Stil nicht klappen. Auch Tierschutz kann man, wie Demokratie oder Frauenrechte, nicht einfach so exportieren. Etwas mithelfen aufzubauen, ja, aber letztendlich muss das eigentliche Land die Eigenregie uebernehmen.

Zwar ist es auch wichtig die bereits vorhandenen Katzen mit Produkten (Futter, Unterkunft etc) zu versorgen, aber langfristig ist die Kastration die Lösung!

Nicht zu vergessen sind die medizinische Betreuung und Erstversorgung, gerade bei Streunern ein nicht zu unterschaetzender Faktor.

Welcher Spendenverein finanziert den solche Kastrationen verstärkt?

Kann ich fuer D nicht sagen.

Eine andere Idee: Man sollte in staatlichen Einrichtungen wie Seniorenheimen, Gefängnissen etc. Katzen einführen.

Den letzten Punkt mal nicht im Text.
Bei Seniorenheimen gibt es soetwas, auch in D, allerdings muss da auch das Pflegepersonal entsprechend unterrichtet sein, es besteht mehr Putzaufwand, um hygienische Bedingungen einzuhalten, es muss eine Vielzahl von Heimbewohnern damit einverstanden sein, natuerlich mus die Kostenfrage geklaert sein.

Gefaengniskatzen kenne ich aus den USA. Es handelt sich dabei um ein Privileg, Einzelzimmer, taeglich extra Ausgang, man verspricht sich bessere Resozialisierung, Erziehung zu Pflichtbewusstsein etc. Bei den Katzen handelt es sich um Tiere, die sonst eingeschlaefert werden wuerden. Also eine win/win-Situation.


Also wirklich ein komplexes und nicht einfaches Thema.
 
Pearl Polaria

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Welcher Spendenverein finanziert den solche Kastrationen verstärkt?

Nicht Spendenverein... sondern Tierschutzvereine. In Essen ist es zum Beispiel der Katzenschutzbund und auch das Tierheim. Es ist auch möglich einen Rabatt auf die Kastration seiner eigenen Katzen zu erhalten.
Naja, und diese Tierschutzvereine gibt es überall... tausende die sich da drum regional kümmern.
 
Chinacat

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Das geht aber nur wenn es eine Kastrationspflicht für Hunde und Katzen gibt. Vom Staat natürlich gewilligt und überwacht.
Dazu müsste der Staat Gesetze entwerfen und vor allem spart er viel Geld, da er nicht mehr so viele Tierheime finanziell unterstützen muss.

Man muss viele Tierärzte, die man durch Spenden bezahlt, engagieren, um Tiere auch im Ausland zu kastrieren.

Naja gerade die Überwachung von der Kastra und dann auch noch staatlich wird nicht ganz so einfach wie man sich das vorstellt denke ich. Da steckt ja dann auch wieder ein großer Bürokratieaparat dahinter, Datenbanken usw.

Hier ist es so das TÄ kostenlos arbeiten oder einen TNR Rabatt geben. Dieser Rabatt wurde von den Organisationen ausgehandelt mit speziellen Praxen. Alles was wir hier Tierschutztechnisch machen müssen wir hier aus eigener Tasche zahlen.

Ich denke das TNR der einzige Weg ist um der Flut an Streuner gerecht zu werden, das sind sich sogar Länder wie CN bewusst, aber die Idee zu haben ist das Eine, die Umsetzung ist allerdings nicht ganz so einfach.
 
Rickie

Rickie

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Naja gerade die Überwachung von der Kastra und dann auch noch staatlich wird nicht ganz so einfach wie man sich das vorstellt denke ich.

Hier ist es so das TÄ kostenlos arbeiten oder einen TNR Rabatt geben. Dieser Rabatt wurde von den Organisationen ausgehandelt mit speziellen Praxen.


Ich denke das TNR der einzige Weg ist um der Flut an Streuner gerecht zu werden, das sind sich sogar Länder wie CN bewusst, aber die Idee zu haben ist das Eine, die Umsetzung ist allerdings nicht ganz so einfach.

Ich denke auch, dass die Ueberwachung der Kastrapflicht nicht moeglich ist, aber man hat etwas in der Hand, um frei herumlaufende Katzen, die nicht gekennzeichnet sind, einzufangen und zu kastrieren. Doppeltes Einfangen von Streunern kann man verhindern, indem die im Zuge der Kastra gekennzeichnet werden.

Dass TNR der einzige Weg ist, denke ich auch, und in manchen US-Staaten hat sich das ueber einen laengeren Zeitraum (groesser angelegt z.T. seit 1997) auch gezeigt.
Interessant zu lesen, wie es in China laeuft, Chinacat.:)

Die Finanzierung ist eben DAS Problem, und das muss schon jedes Land allein aushandeln.
Ich kann nur als Anregung schreiben, wie es bei uns lief, wo es ja bis vor einigen Jahren noch Toetung im grossen Stil gab.
Eine Katze einzuschlaefern kostete $180, pro gefangene, kastrierte, geimpfte und wieder ausgesetzte Katze gab es fuer die Orga einen Zuschuss von $30. Die $30 sind die Unkosten, die der gesamte Kastraprozess pro Tier kostet.
Die Unkosten sind deshalb so gering, weil sich jeder Buerger Fallen ausleihen kann, seine, seine Streuner, seine zugelaufenen, seinen unerwuenschten Nachwuchs selber zur Kastra-Aktion bringen konnte, dort kostenlos oder gegen eine Spende kastrieren und impfen lassen konnte und wieder abholte zum Aussetzen oder Behalten.
Die Raeumlichkeiten (einschl. OP-Saele, Geraete, Instrumente, Wasser, Strom etc) konnten an diesem Wochenende kostenlos genutzt werden und jeder, also um die 100 bis 120 Helfer vom Angelernten bis zum Professor haben unentgeltlich gearbeitet.

Das groessere Problem sind die Kazten, die krank, verletzt oder zu jung zur Kastra sind, den die muessen wirklich in eine Auffangstation, viele davon koennen spaeter nicht wieder ausgesetzt werden. Solch ein Heim zu unterhalten, ist eine gewisse Herausforderung fuer ein Land, wo es keine Tierheime in dem Sinne wie in D gibt, in D waere dies nun wieder kein Problem.
Da sehe ich eher das Problem, dass man eine Kastra-Aktion in der Groessenordnung und der zeitlichen Regelmaessigkeit nicht hinbekommt, da es schlicht und einfach an den gesetzlichen Vorgaben und an der Buerokratie, u.a. die der Finanzierung, scheitert.

In unserem TH hier in D haben wir uebrigens eine Menge Futtergaeste, die auch warme Unterkuenfte und medizinische Betreuung haben, es gibt im Ort auch einige betreute Futterstellen.

Himbeere, Dir geht es wohl auch um das Streunerproblem im Ausland, wie ich das verstanden habe? Allein, wenn ich D und Florida vergleiche, und mehr kann ich aus eigener Erfahrung nicht, sind das zwei ganz unterschiedliche Welten mit ganz unterschiedlichen Gegebenheiten und ich glaube, das wird hier deutlich. Ein Programm fuer alles und jeden, das geht leider nicht.
 
T

Tadi

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Katzenschutz fängt bei jedem einzelnen Katzenbesitzer an.
Die gesammte Streunerproblematik, egal in welchem Land, nimmt ihren Anfang
bei jedem Katzenbesitzer, der sein Tier verantwortungslos unkastriert frei
laufen lässt.
So enstehen in kürzester Zeit grosse Populationen von Streunern.
Um die sich dann Vereine und engagierte Privatpersonen kümmern - wenn man Glück hat und Kolonien bekannt werden.
Kastrationsprogramme gibt es auch in fast jedem Land. Finanziert über Spenden
oder auch durch Tierärzte, die immer wieder gratis Kastrieren.
Z.B. fährt meine Tierärztin jedes Jahr eine Woche in ein europ. Land, um dort bis zum Umfallen zu kastrieren, gemeinsam mit Kollegen. Auf eigene Kosten.

Solche Programme gibt es viele und seit vielen Jahren. Trotzdem verschwindet
das Problem nicht, wird aber an den Orten, wo regelmässig Kastra-Aktionen laufen, wenigstens "eingedämmt".

Fazit ist und bleibt die Aufklärung. Es ist nicht niedlich, wenn die eigene Katze
nur einmal Junge bekommt. Denn in der Regel gibt man sie dann ab und auch der Nächste findet, es ist niedlich, nur einmal....oder es ist einfach egal.

Auch die diversen Internetplattformen (e-bay und Co) sollten für den Handel mit Tieren gesperrt werden. Egal, ob für Privat , Züchter oder TS.
Tiere gehören da nicht hin.

Der Ansatz ist also nicht, wer finanziert das Versagen von verantwortungslosen Besitzern, sondern wie erreiche ich vorher die Katzenbesitzer.
Mit Zwang wird das nicht klappen, denke ich. Die Wunderlösung hab ich auch nicht. Und so wird es weitergehen, wie bisher. Andere räumen hinter den
Verantwortungslosen auf, um das Leid der Streuner etwas zu mindern.

Grüsse
Tadi
 
H

Himbeere88

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Ja mir geht es auch eher um die Situation im Ausland, da gibt es ja wesentlich mehr Strassenkatzen und Hunde als hier in Deutschland.

Man könnte aber Petitionen machen, "Kastrationspflicht in allen Bundesländern" und damit evtl etwas erreichen? Oder meint ihr solche Petitionen bringen nichts?
Gibt es sonst noch Möglichkeiten die Politiker für mehr Tierschutz zu erwärmen?

Ich denke auch dass Aufklärung noch die beste Möglichkeit darstellt. Also man könnte zum Beispiel in der Schule im Biologieunterricht oder Sozialkunde oder ähnlichem auf das Problem der Vermehrung der Katzen und Hunde aufmerksam machen, dann wachsen die Kinder mit dem Wissen auf, Katzen u Hunde kastrieren zu müssen, um Tierleid zu verhindern.
Eine andere Möglichkeit wäre, mit Flyern, Stickern, Aufklärungskampagnen die Leute zu erreichen. Da müssten die Tierschutzvereinen stärker agieren.

Um im Ausland das Problem zu lösen, kann man versuchen mir den Tierschutz vereinen zusammenzuarbeiten und produktive Ideen bringen, die durch Spenden finanziert werden.
Aber das wichtigste ist wie gesagt den Staat zu erreichen. Und wie erreicht man den Staat? Man muss die Politiker erwärmen... aber das ist schwierig,?

Bis jetzt ist das leider ein Fass ohne Boden,
man könnte noch in die Forschung investieren, damit kastrieren vllt zukünftig weniger teuer und aufwendig ist.

Eine andere utopische Idee: Irgendeine Lösung finden, dass nur jede 10 Katze oder jeder 10 Hund sich fortpflanzen kann, also dass die Fortpflanzung an sich geringer wird. Aber bis die Medizin soweit ist, dauert das bestimmt noch 50 Jahre.. ( sowie in Dan Browns Inferno)
Da müsste man stark in die Forschung investieren..

Also auch alles eine Geldfrage. -.-
 
H

Himbeere88

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Achja und man könnte eine Petition machen "Bei Ebay Hunde und Katzen verkauf verbieten".
Da müsste man Ebay erwärmen...
 
Jaboticaba

Jaboticaba

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In Sao Paulo finden immer wieder kostenklose Kastraaktionen statt, wo die OPs von Vet-Studenten durchgeführt werden. Hört sich zwar gruselig an, aber irgendwann müssen sie es ja am lebenden Patienten lernen und ein Tier wird bei jedem das erste sein, das da auf dem OP-Tisch liegt. Die Tiere wissen ja zum Glück nicht, dass da ein Anfänger vor ihnen steht und es sind ja erfahrene Ärzte dabei.

Auf jeden Fall schaffen die ganz schön was weg. Arbeiten gratis, eng mit den TS-Orgas zusammen, die im Vorfeld besonders in den Favelas Auklärungsarbeit leisten.

Ist sicherlich nicht das Non-Plus-Ultra, denn im Idealfall sollte so etwas gar nicht erst notwendig sein.

Leider ist es so, dass gerade da, wo sich viele Menschen ansammeln, auch die Nahrungsquellen der Tiere zunehmen: Essensreste im Müll und Mäuse bzw. Ratten. Das eine zieht das andere nach sich und wenn die Katzen nicht wären, müsste viel mehr Gift gegen diese Plagen versprüht werden. Das ist auch nicht die Ideallösung.
 
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Tadi

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  • #10
Petitionen, nu ja. Früher hab ich da begeistert mitgemacht. Im Rückblick
hat es sich nicht gelohnt, denn keine Einzige hat etwas gebracht.
Ausser jede Menge Werbung im Postfach. Aber sicher haben Andere da bessere Erfahrungen.
In Schulen zu gehen, bei den Jungen zu beginnen,die Haltung zu verändern, Bewusstsein zu schaffen, ist eine sehr gute Variante.
Wird übrigens im bösen Ausland seit Jahren gemacht, in Spanien z.B. in der
Perrera RECAL und vielen anderen.
Das ist in Deutschland noch sehr ausbaufähig. Einige TH haben inzwischen
Jugendgruppen oder laden regelmässig Kita-Gruppen ins TH ein, ist auch ein Weg.

Kastrationsprogramme findet man z.B. auch hier : www.netab.ch/de/
Bei Wikipdedia kann man Genaueres über die Orga erfahren.

Auch Tierärzte ohne Grenzen, www.togev.de haben einen guten Ansatz.
In dem Fall in Afrika. Wir unterstützen sie jedes Jahr, indem wir an einem bestimmten Datum bei unserem TA unsere Tiere impfen lassen. Ein Teil des Erlöses geht an die Orga.

Das es im Ausland mehr streundene Katzen gibt, denke ich nicht. Die Aufmerksamkeit wird einfach mehr darauf gelenkt, jedoch selten auf die Arbeit, die einheimische TSler dort leisten.

Bei Hunden sind wir, auch in D. nicht weit entfernt davon, auch eine hohe
Streunerpopulation zu bekommen. Wer sich ein wenig mit Suchmeldungen beschäftigt, wird feststellen, das unglaublich viele Hunde in D diekt ab Transport aus dem Ausland entlaufen und nicht wieder gefunden werden.
Oder von überforderten Neubesitzern ausgesetzt werden.
Es geht bereits seit langem der Spruch : Du willst einen Hund aus dem Ausland ? Geh in den Wald und fang Dir einen, in Deinem Wald.

Nein, wir brauchen keine Forschung, die Monster erschafft, die sich gezielt fortpflanzen.
Wir brauche Bewusstsein für Verantwortung für Lebewesen und das erreicht man nur Langfristig mit Aufklärung. Und vielleicht auch mit einem Blick auf uns selbst. Müssen es denn Kitten sein ? Müssen es Welpen sein? So billig wie möglich? Egal, woher sie kommen, wie sie Zustande kommen ?
Wen und was unterstütze ich, weil ich "Haben will" ?

Grüsse
Tadi
 
Chinacat

Chinacat

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  • #11
Wenn man sich umschaut findet man in nahezu jedem Land ganz viele engagierte Menschen die sich für Tiere einsetzen. Ich kann aus der Erfahrung hier sagen, es fehlt nicht unbedingt an Geld oder an Kooperationen mit dem Ausland, es gibt einfach noch zuviele unverantwortungsvolle Leute.
Aber ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, ich denke das es auch in Deutschland genug Probleme gibt die man lösen kann.
Hier werden auch Aufklärungstage in Schulen gemacht, wo die Kinder lernen wie man mit Tieren umgeht, Schulklassen machen bei TNR Aktionen mit usw. Im Endeffekt gibt es aus meiner Sicht schon fast alle Ansätze, es braucht einfach nur Zeit und vielleicht auch Generationenwechsel um das in den Köpfen zu verankern.

Tadi ich stimme dir absolut zu, Bewusstsein für die Verantwortung. Aber da kann jeder einzelne von uns was dazu tun: die Kinder entsprechend erziehen, Mitmenschen beeinflussen und einfach ein gutes Vorbild sein.
 
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Rickie

Rickie

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  • #12
Mit Petitionen sehe ich es wie Tadi. Ziemlich sinnlos. Zudem finde ich es sinnvoller, zu handeln, statt sich mit einer Unterschrift aus der Verantwortung zu ziehen.
Ja, Aufklaerung ist wirklich noetig, aber da muss man mal bei den Tieraerzten anfangen. Solange es da noch solche Knallkoepfe gibt, die meinen, Katzen muessen vor der Kastra rollig sein oder zu frueh kastrierte Kater wachsen nicht richtig aus, na prima. Fruehkastra ist ja selbst hier im Forum ein Wort, fuer das man gesteinigt werden kann. Wuerden mal alle Tierheime, Pflegestellen, Zuechter, TSOrgas so aufgeklaert sein, dass sie ihre Tiere nur kastriert abgeben wuerden, waere schon viel gehofen. Wuerden alle Tieraerzte so gut gebildet sein, dass sie wuessten, dass man auch frueh kastrieren oder gar fruehkastrieren kann, dass man traechtige Streuner auch kastrieren kann, dass man auch waehrend der Rolligkeit kastrieren statt decken lassen kann, waere das auch schon mal ein Fortschritt.

Tierhandel auf e-bay verurteile ich auch. In den USA bekomt man es immerhin auf die Reihe, ein Mindestalter bei Katzen von 10 Wochen festzulegen, bevor sie inseriert werden duerfen. Im aufgeklaerten D ist sowas nicht moeglich. warum eigentlich nicht?

Tadi, mit dem Hund aus dem Wald stimme ich Dir leider zu, aus meiner eigenen Umgebung.

Gezielte Fortpflanzung? Nein, da bin ich strikt gegen, zumal diese Forschung zu leicht auf die Menschheit zu beziehen ginge.

Politiker gewinnen? Nee, das sehe ich eher als Witz an. Die Politik versagt ja schon bei ganz anderen Problemen.

Es gibt ja genug und auch wirksame Loesungsansaetze, das Streunerproblem zu bewaeltigen, nur muessten sie flaechendeckend umgesetzt werden und nicht nur mal hier und da. Und dazu bedarf es einfach nur mehr engagierter Leute und gewaltig mehr Rueckendeckung, auch finanzielle, von den Kommunen. Wenn alle teilnehmer unentgeltlich arbeiten duerften, sind auch Kastra-Aktionen gar nicht teuer.
 
Louisella

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  • #13
Sorry für die blöde Frage, aber was ist denn "TNR"?

Leider bin ich mittlerweile auch zu dem Schluss gekommen dass Petitionen wenig bis nichts bringen. Was aber durchaus was bringt ist es, sich politisch zu engagieren, und wenn's nur ist dass man mit seinen Gemeinderäten spricht bzw. auf Gemeinderatssitzungen das Thema einbringt. Die haben zwar meist "wichtigere" Sorgen (erst recht zur Zeit), aber da muss man hartnäckig bleiben.

Eine flächendeckende Kastrationspflicht halte ich auch für sinnvoll - verbunden mit einer flächendeckenden Registrierungspflicht.

Den Handel mit Tieren über Kleinanzeigen etc. sollte man auch meiner Meinung nach verbieten, da muss man aber darauf achten dass es gleichzeitig entsprechend andere Möglichkeiten der Vermittlung gibt - es sind ja nicht alle Anzeigen auf z.B. Ebay schlecht, da sind auch seriöse Züchter vertreten.
 
Rickie

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  • #14
Sorry für die blöde Frage, aber was ist denn "TNR"?

Den Handel mit Tieren über Kleinanzeigen etc. sollte man auch meiner Meinung nach verbieten, da muss man aber darauf achten dass es gleichzeitig entsprechend andere Möglichkeiten der Vermittlung gibt - es sind ja nicht alle Anzeigen auf z.B. Ebay schlecht, da sind auch seriöse Züchter vertreten.

Keine bloede Frage.:)
Trap-Neuter-Return.
Also Streuner einfangen, kastrieren, wieder am Fundort aussetzen.
In den meisten Faellen sinnvoller, als in ein TH einsperren, also bis auf streuneruntaugliche Tiere, finde ich.
In vielen Laendern ist es DIE Alternative zum Toeten.

Sich politisch engagieren in Form von sich im Stadtrat oder Gemeinderat fuer Tierprojekte einzusetzen finde ich als sehr wichtig und u.U. auch wirkungsvoll. Nur so z.B. wurden auch Projekte wie unser TNR-Projekt in FL erst ermoeglicht.

E-bay und Zeitungsanzeigen sind ja auch Portale, wo TS-Tiere vermitelt werden. Nur finde ich, es sollten bestimmte Vorschriften gelten, wie eine untere Altersbegrenzung z.B.
 
Mascha04

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  • #15
"TNR" ist die Abkürzung für Trap Neuter Return, d. h. Fangen, Kastrieren, Raussetzen und Füttern.

Ansonsten kann ich Rickies Antwort nur unterschreiben. Bei den Tierärzten liegt noch so viel im Argen, es gibt immer noch TÄ, die ab Mitte März keine "wilden Katzen" kastrieren und die sich weigern diese Katzen zusätzlich per Ohrspitzenkapp zu kennzeichnen. Das Thema Kastration immer wieder in den Gemeinderat zu bringen und sich dafür Mitstreiter zu suchen, ist auch sehr wichtig.

Hat sich mit Rickies Antwort überschnitten.
 
Rickie

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  • #16
Bei den Tierärzten liegt noch so viel im Argen, es gibt immer noch TÄ, die ab Mitte März keine "wilden Katzen" kastrieren und die sich weigern diese Katzen zusätzlich per Ohrspitzenkapp zu kennzeichnen.

Mascha,
den Punkt habe ich voellig aus den Augen verloren, dass es ausgebildete TAs gibt, die meinen, Katzen koennen nur zu zwei Zeiten im Jahr gedeckt werden.

Die Kappohren hatte ich ja meinerzeit sehr stark verteidigt, weil es zum einen bei uns auch um die Einschaetzung einer potentiellen Tollwutgefahr ging.
Aber auch nach etlichen Diskussionen finde ich diese Methode, vor allem, aber nicht nur, bei weiblichen Katzen sehr sinnvoll.
 
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Tadi

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  • #17
Oh ja, man kann nur Mut machen, in den Gemeinden das Gespräch zu suchen.
Und hartnäckig zu bleiben.
Mittlerweile ist es 15 Jahre her, das in meiner Kreisstadt (in F) das jährliche
Vergiften von Streunern gestoppt werden konnte.
Eine Freundin, politisch sehr engagiert, hatte ein Konzept entwickelt und geschrieben, Statistiken beigefügt und los ging es gemeinsam mit vielen Anderen,
zum Gemeinderat. Klar waren es zähe Verhandlungen, aber am Ende und bis heute gibt es keine Vergiftungsaktionen mehr sondern regelmässige Zuschüsse
für Kastra-Aktionen, die Futterplätze stehen unter dem Schutz der Stadt etc.
Es wurde ein altes Haus zu Verfügung gestellt, das bis heute als Auffangstation dient. Und nach einigem Wechsel sind da nun auch gute Leute aktiv.
Die Population der Streuner ist wesentlich geringer geworden, verschwunden im Sinne, das es keine Streuner mehr gibt, dieses Ziel wird wohl nie erreicht werden. Dafür sorgen die Leute, die immer wieder Katzen aussetzen etc.
Aber die Streuner sind in einem guten Zustand.
Und die, die im Haus landen, werden kastriert, getestet, gechippt und geimpft vermittelt. Ein grosser Fortschritt insgesammt.
Das begann mit einer Frau, die nicht mehr zusehen konnte, wie immer wieder
Katzen vergiftet wurden, im Auftrag des Staates.

Und heute habe ich gelesen, das in Portugal die Möglichkeit besteht, das die Tierschutzpartei dort an der Regierung beteiligt werden könnte -aus Koalitionsnot. Na, das macht doch mal Hoffnung ?

Politik und Tierschutz muss sich nicht ausschliessen, wenn man nicht gleich an den Bundestag denkt.
Und, richtig, statt Petis anzuklicken, selbst aktiv werden. Es gibt so viele Möglichkeiten, auch wenn sie noch so klein erscheinen.
Ich habe so oft Hilfe erhalten von Menschen, die nicht mal Tiere halten.

Grüsse
Tadi
 
Rickie

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  • #18
Oh ja, man kann nur Mut machen, in den Gemeinden das Gespräch zu suchen.
Und hartnäckig zu bleiben.
Mittlerweile ist es 15 Jahre her, das in meiner Kreisstadt (in F) das jährliche
Vergiften von Streunern gestoppt werden konnte.

Wenn wir schon beim Mutmachen sind, das erste OC wurde 1997 in NC/USA gegruendet, wo ich in FL wohnte, wurde 1998 nachgezogen. Zu meiner Zeit dort wurde Null-Toetung eingefuehrt, war ein harter Weg konstanter Arbeit.
In den 80-ern wurdn dort monatlich rund 600 Katzen eingeschlaefert, in einem damals ca 175.000 Einwohner zaehlendem Kreis.

Es lohnt sich also wirklich; jeder einzelne Helfer fuer ein paar Stunden ist da gefragt; man muss ja nicht gleich seine eigene TS-Orga gruenden.;)
 
Chinacat

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  • #19
Wobei das mit dem Thema Helfen finde ich in Deutschland teilweise echt heftig muss ich sagen. Bei uns in der Gegend lehnen die TH oder der TS teilweise Hilfe ab. Ich hatte meine Hilfe bei uns angeboten im TH, da wurde mir ziemlich unhöflich erklärt das man Leute wie mich nicht brauche :eek: Meiner Freundin und einigen Bekannten ging es ebenso.
Ich weiß es gibt überall schwarze Schafe, aber sowas vergrault dann den ein oder anderen schon entgültig und führt vielleicht auch mit dazu das TS in manchen Gegenden einen sehr schlechten Ruf hat (so zum Beispiel in meiner Heimatgegend)
 
Rickie

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  • #20
Ich hatte meine Hilfe bei uns angeboten im TH, da wurde mir ziemlich unhöflich erklärt das man Leute wie mich nicht brauche :eek:

Das finde ich aber krass.
Und bei uns dachten sie erst, ich will nur zum Bespassen kommen, ist ja auch wichtig, und waren dann hocherfreut, dass ich zum Saubermachen und so kam. Da herrscht staendig Personalmangel, viele sind Euroaufstocker.
Einmal hatten wir eine Schuelerin, die wollte eine Woche Praktikum absolvieren, die hatte ich richtig gern, weil sie sehr interessiert und engagiert war. Faende ich jetzt richtig doof, solchen Leuten vor den Kopf zu stossen.
 
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