Krank durch Zecken?

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Bingo

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19. Oktober 2010
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Hallo liebe Foris,

wir haben mal wieder ein Problem....

Wir wohnen in einer waldreichen Gegend mit viiiieeelen Zecken und können uns vor Zecken an unseren Tieren kaum mehr retten. Es wird jedes Jahr schlimmer. Unser Hund bekommt seit Jahren das Scalibor-Halsband. Nur für unseren Kater habe ich das Richtige noch nicht gefunden, bzw. habe ich mich noch nicht getraut ihm ein Spot-on Präparat zu geben, weil wir damit bei unser vorherigen Hündin sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben.

So haben wir in den letzten Wochen versucht, jeden Abend so viele Zecken bei ihm zu entfernen, wie er sich das gefallen ließ. Das sind dann auch schon mal 5 oder mehr Zecken pro Abend. Manchmal hat er auch nur Lust für 2 still zu halten.

Nun ist es so, dass er seit ein paar Wochen sehr mäkelig mit dem Fressen ist. Er hat auch schon abgenommen.

Einmal vor ein paar Wochen, hat er Gewölle ausgebrochen mit einem Wurm. So habe ich beim Tierarzt Milbemax bekommen. Erst eine und nach 2 Wochen noch mal eine. Das war es, dachte ich. Nun wird es ihm wieder besser gehen. War aber nicht so. Er schlief viel und fraß wenig.

nun war ich gestern wieder beim Tierarzt und sie hat ihm 9 Zecken entfernt. Dort hält er natürlich vor Angst super still. Sie hat ihn sehr lange abgesucht.

Die TÄ meinte, dass diese vielen Zeckenbisse eine Art Infektion auslösen könnten und es ihm deswegen schlecht gehen würde. Er hat AB bekommen und es wurde sehr viel Blut abgenommen um weitere Tests zu machen. Auch die Schildrüsenwerte usw. Das ERgebnis bekomme ich morgen.

Kann es sein, dass Zeckenbisse meinen Kater krank machen? Ich kenne es zwar von Hunden, dass sie Borriliose usw. bekommen können, aber bei Katzen habe ich irgendwie noch nicht gehört, dass sie Infekte von Zecken bekommen können.

Nun hat die TÄ mir vorgeschlagen an einer Studie teilzunehmen. Es wird ein Kombipräparat (Spot-on) mit 2 bereits auf dem Markt befindlichen Wirkstoffen von einem Insitut getestet. Es wird alles überwacht und ist kostenlos. Die gezogenen Zecken werden gesammelt (hat sie schon) und auch untersucht. Aber ich überlege noch, ob ich das machen soll. Allerdings braucht er eigentlich wirklich mal Ruhe vor den Viechern. So geht es nicht weiter.

Wir leben hier am Wald und am Fluss. Deswegen ist es hier so schlimm. Aber können Katzen von Zecken krank werden?

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.

Danke schon mal und liebe Grüße an die Forengemeinde.
 
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A

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Es gibt auch Borreliose bei Katzen. Tarzan litt darunter und meine TÄ hatte zum Glück daraufhin untersucht. Ist also wirklich möglich.
 
Danke für Eure Antworten. Das wusste ich nicht.

Wie machte sich denn die Borreliose bei Deiner Katze bemerkbar? Und wie wurde darauf untersucht und behandelt?
 
Hallo Ouzo,

wegen dem Scalibor habe ich gestern die Tierärztin extra gefragt. Sie meinte, dass dieser Wirkstoff nicht so schädlich für den Kater ist. Sie hat mir was von Enzymen bei Katzen erklärt und dass es nur bei Ex-Spot wirklich gefährlich sein könnte. Sie kuscheln auch im Moment nicht mehr so viel miteinander, das ist schon mal gut. Er ist eben viel draußen.

Wir müssen unsere Hündin aber schützen, sonst hat sie auch täglich Zecken. Bei ihr mussten wir schon mal AB geben, weil sich evtl. eine Borilliose entwickelt hätte. Sie hatte an der Einstichstelle einen roten Kreis.

Irgend einen Tod muss man sterben und das Halsband für den Hund fand ich bis jetzt die beste Alternative.
 
Bei Tarzan war das schon heftig. Er war matt und lief teilweise schlecht. Er hatte auch Ausfallerscheinungen an den Hinterbeinen.

Er bekam sehr lange ein Antibiotikum. Bei einer Borreliose helfen auch nur bestimmte AB's.
 
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Ich war nun wieder bei der TÄ und die Blutwerte waren alle ok, nur für eine Infektion erhöht. Es wurden zwei Möglichkeiten vom Labor erwähnt, entweder Allergie oder Parasiten. Also, denke ich und natürlich die TÄ, dass das wirklich die Zecken sind.

Nun habe ich mich bereit erklärt diese Studie mitzumachen. Ich hoffe das das nicht falsch war.

Freddy hat nun ein von zwei in der Studie möglichen Spot-On bekommen, von dem nur die Sprechstundenhilfe weiß, welches es war. Das Neue oder das, was schon auf dem Markt ist. In 4 Wochen soll ich wieder kommen. Alle gezogenen Zecken werden untersucht.

Ich hoffe, dass es ihm nun ohne diesen starken Zeckenbefall endlich besser geht.
 
Wir müssen unsere Hündin aber schützen, sonst hat sie auch täglich Zecken. Bei ihr mussten wir schon mal AB geben, weil sich evtl. eine Borilliose entwickelt hätte. Sie hatte an der Einstichstelle einen roten Kreis.
Vielleicht wäre dieses Halsband nicht ganz so belastend?

Bogacar Antiparasit

Zu diesem Halsband habe ich folgende Information vom Hersteller auf meine Frage zu den Trägerstoffen der Wirkstoffe:

"... Es wurde nur 1 dermatologisch geeigneter Kunststoff eingesetzt, welcher mit den zwei Wirkstoffen, Margosa und Geraniol versetzt wurde. Der Kunststoff ist ein, von den Behörden geprüftes, Ethylen-vinyl-acetat Copolymer und als unbedenklich und untoxisch eingestuft bzw. klassifiziert."


Zugvogel
 
Wurde denn der Titer bezüglich einer Borreliose kontrolliert? Das ist bei einem BB nicht dabei und muss extra in Auftrag gegeben werden. Das würde ich zur Sicherheit veranlassen, falls nicht geschehen.
 
  • #10
@Zugvogel
Ein Halsband habe ich bis jetzt nicht in Erwägung gezogen, weil ich zu sehr Angst habe, dass er irgenwo hängenbleibt. Wir wohnen sehr waldreich und überall ist Getrüpp und Gelände mit Baumwurzeln von Fichten und allerlei Gestöcke. Das wäre mir zu gefährlich.

@engelsstaub
Ehrlich gesagt habe ich beim Tierarzt da gar nicht mehr daran gedacht. Ich weiß auch nicht warum mir das nicht eingefallen war. Aber ich werde mal da anrufen und fragen wegen dem Borreliosetest. Aber ist es nicht so, dass man Borrliose gar nicht wirklich nachweisen kann?
 
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  • #12
@Zugvogel
Ein Halsband habe ich bis jetzt nicht in Erwägung gezogen, weil ich zu sehr Angst habe, dass er irgenwo hängenbleibt. Wir wohnen sehr waldreich und überall ist Getrüpp und Gelände mit Baumwurzeln von Fichten und allerlei Gestöcke. Das wäre mir zu gefährlich.
Genau das hab ich auch hin und her überlegt und bin auf den Gedanken gekommen, vielleicht ein Halsband dann anzulegen, wenn die Katze IM Haus ist, vielleicht über Nacht?

Aber es gibt auch einige Repellents, die zwar nicht hundertprozentig von Zecken schützen, aber doch sehr, sehr viel abhalten, Mittel mit Neem, Geranie, Kokosöl.

Und von innen her mit Bierhefe oder Formel Z zu stimulieren, ist allemal ein Versuch wert, oder?


Zugvogel

Edit: Von Bogacare gibts ein SpotOn speziell für Katzen: Bogacare SpotOn
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #13
Doch. Man kann Borreliose nachweisen. Tarzan hatte einen sehr hohen Titer und damit war es klar, was los ist.

Nach der Antibiose verbesserte sich sein Gesundheitszustand enorm und damit ist auch wirklich nicht zu "spaßen". Zusätzlich gabs Vitamin B 12.
Frag da bitte nach. :)

Bezüglich der Prophylaxe bin ich wohl eher wenig alternativ und konservativ. Tarzan bekam Frontline Combo und er hatte damit keine Probleme und keine Zecken, Flöhe etc. Das muss aber nun jede/r für seine/ihre Katze selbst entscheiden. Ich hatte es von Frühjahr bis Spätsommer angewendet. Dazwischen nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #14
Doch. Man kann Borreliose nachweisen. Tarzan hatte einen sehr hohen Titer und damit war es klar, was los ist.

Nach der Antibiose verbesserte sich sein Gesundheitszustand enorm und damit ist auch wirklich nicht zu "spaßen". Zusätzlich gabs Vitamin B 12.
Frag da bitte nach. :)

Ich denke genau wie beim Menschen, können da auch erhöhte Antikörper nachgewiesen werden. Auch die Behandlung mit Antibiose ist da die Gleiche, Vitamin B 12 hilft neurologische Ausfällen zu beheben (auch beim Menschen).
Allerdings heisst das leider nicht, das damit alle Borrelien ausgerottet sind und es kann zu späteren weiteren Schüben kommen, zumindestens beim Menschen. Deshalb würde ich, wenn meine Katze eine Borreliose durchgemacht hat, bei späteren unklaren Auffälligkeiten immer wieder den Titter prüfen lassen.
 
  • #15
Ja, Inge. Guter Hinweis. Das sollte auf jeden Fall überprüft werden, bei einer "Borrelioseerkrankung" nach der Behandlung.
 

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