Katzenverwahrlosung beim Nachbarn

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Liliane

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14. März 2008
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Hallo, liebe Forumsmitglieder :)

ich bin "Mitbewohner" von zwei Freigänger-Miezen auf dem Land...
Meine Katzen haben es ja gut, aber in der Nachbarschaft spielen sich wahre Dramen ab - und ich quäle mich damit schon seit Jahren rum.

In den letzten Jahren habe ich sehr viele Katzen der umliegenden Landwirte vom Katzenschutz heimlich übernehmen lassen, die Tierarztkosten bezahlt..usw. Jedesmal kamen neue Kätzchen nach (die haben sie, sofort eine weg war, wieder irgendwo geholt - Katze muss ja her, auch wenn man sie dann verrotten lässt...) - und neues Leid ohne Tierarztbesuch: vom Auto angefahren, sonstwie verletzt, völlig verwurmt, chron. Katzenschnupfen, beim Mähen alle vier Pfötchen abgemäht.. ein Langhaarmischling völlig durchgefilzt - weil nie gekämmt..usw..)..

Natürlich haben die Bauern von dem allen nichts mitgekommen....die würden mich eh für verrückt halten, dass ich Geld für ihre Katzen ausgebe (überhaupt für ein Tier..)..

Nun wieder neues Tierleid - und ich bin es soooooooo satt!! :mad: Die Schwester des Bauern (Human-Ärztin!!) hat sich ein hochpreisiges Bio-Haus (ähm..eher schon Schloß) neben den Bauernhof gebaut. Eine Katze musste zur Idylle auch her.... Die Kinder haben sich damit belustigt..und nun ist sie schon seit langem sehr krank. Ich gehe davon aus, chronischer Katzenschnupfen: die Augen sind total vereitert, die Atemgeräusche rasselnd, die Bewegunge wie in Zeitlupe. Ein Bild des Jammers.

Nun bin ich im Zweispalt und deshalb bitte ich Euch um Rat....
Einerseits ist da dieses starke Mitleid für die arme Miez...andererseits die Wut, für diese gutsituierte Ärztin schon wieder heimlich die Tierarztkosten deswegen zu übernehmen!?! Sie darauf anzusprechen ist so gut wie unmöglich, die sieht doch, dass ihre Katze krank ist und unternimmt nichts....!
Sie würde höchstens abstreiten, dass das Tier ihr überhaupt gehört - schliesslich stammt sie vom Tierquäler-Bauernhof ab, dies scheint zu prägen...

Nochmal den Katzenschutz einzuschalten, wird schon peinlich...denn es ist eine Endlosschleife, die nie aufhört...

Den Tierhaltern sollte mal einfach das Handwerk gelegt werden. Aber wie?? Es ist auch noch so schwer, öffentlich mit Namen tätig zu werden, da hier auf dem Dorf diese Leute alle verwandt (und sich einig..) sind - und die uns das Leben hier sehr schwer machen würden... Kann man z.B. das Veterinäramt einschalten, wenn jemand eine Katze mit ansteckender Infektionskrankheit unbehandelt frei rumlaufen lässt (und damit eine hohe Durchseuchung verursacht, da hier in der Gegend so gut wie keiner Katzen impfen lässt..)

Ich bin so ratlos...was würdet Ihr tun`?

Lieben Gruss + und schon mal danke für jeden Rat...

Liliane
 
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sabine_neu

Gast
Liebe Liliane,

wie traurig...

Ich habe vor einer Weile eine Tierschutzorganisation beim Veterinäramt angezeigt. Damals sagte man mir, dass man meine Anzeige vertraulich behandeln würde (was ich aber nicht wollte). Vielleicht ist das so üblich? Frag' doch vielleicht am besten beim Vet.amt nach, was du tun kannst.

Wichtig ist, dass du alles gut dokumentierst. Wenn du schon öfter den Tierschutz eingeschaltet hast, müssen die ja Unterlagen darüber haben. Darauf kannst du das Vet.amt verweisen.

Alles Gute!
 
lacroix

lacroix

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2. März 2008
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1.662
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Nun wieder neues Tierleid - und ich bin es soooooooo satt!! :mad: Die Schwester des Bauern (Human-Ärztin!!) hat sich ein hochpreisiges Bio-Haus (ähm..eher schon Schloß) neben den Bauernhof gebaut. Eine Katze musste zur Idylle auch her.... Die Kinder haben sich damit belustigt..und nun ist sie schon seit langem sehr krank. Ich gehe davon aus, chronischer Katzenschnupfen: die Augen sind total vereitert, die Atemgeräusche rasselnd, die Bewegunge wie in Zeitlupe. Ein Bild des Jammers.
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Hallo Liliane,

ich weiß nicht, ob Du es ggf. schon - vergeblich - probiert hast, aber vielleicht könntest Du mit der Dame mal reden? Ich meine, es dürfte ihr ja nicht völlig entgehen, nur wenn sie ggf. nicht viel mitbekommt (Haushalt macht ja wahrscheinlich jemand anders etc.), ist ihr das vielleicht nicht ganz so bewusst? Bei Bauern weiß ich auch, dass die oft "beratungsresistent" sind, aber sprich doch die Ärztin mal an - ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ein Tier bewusst leiden lässt.

Ansonsten bleibt wahrscheinlich nicht viel übrig, als die Tierschutzvereine zu informieren, aber da sind die Möglichkeiten doch recht begrenzt, denke ich :(
 

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