Katze zu dünn? immer weicher Kot. Ist das Futter zu einseitig?

  • Themenstarter krachmache
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krachmache

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Hallo zusammen,

seit September haben wir zwei Katzen Chili und Ivy, beide weiblich und 7 Monate alt. Wohnungskatzen. Wir haben die zwei von einer Tierärztin die auch Katzenkinder vermittelt.
Bei der Tierärztin wurde Felix Nassfutter und Roayl Canin Gastro Intestinal Trockenfutter gefüttert. Das Futter habe ich gleich nachdem der Katzenschnupfen den beide hatten, kuriert war, umgestellt.
Sie fressen jetzt Activa Natur Plus Kitten Hühnchen an feinen Kalbshäppchen und Catz Finefood Geflügel. Trockenfutter Applwas, Hähnchen und Lachs gibts hier nur als Leckerchen und wenn ich mal Tagsüber nicht da bin. Und da wären wir dann auch schon bei meinem Problem. Die beiden haben inzwischen ein unterschiedliches Körpergewicht.
Ivy wiegt jetzt 3,3 kg frisst wirklich sehr gut und auch der Kot ist normal.

Bei Chili ist es allerdings anders. Chili wiegt nur knapp 3 kg und frisst auch deutlich weniger als Ivy und der Kot ist immer weicher und auch heller als der von Ivy. Ist Chili zu dünn? Was würdet ihr sagen? Mag oder verträgt sie vielleicht das Futter nicht?
Ist das Futter vielleicht zu einseitig wenn ich nur diese beiden Sorten füttere? Könnt ihr mir bitte dazu einige Tips und Ratschläge geben?

Vielen Dank und viele Grüße
Krachmache
 
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Königscobra

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Wurde die Katze mal richtig durchuntersucht ?
Wenn nicht, ggf. nachholen lassen.
Vorrangig:
Grosses Blutbild, Nierenwerte, Leberwerte, Pankreaswerte ( incl. spezif. Lipase ), Kotuntersuchnungen auf Parasiten und Nahrungsverwertung, Sono Bauchraum ( Hier besonderes Augenmerk auf Galle und Gallengang ).
 
Zuletzt bearbeitet:
Petra-01

Petra-01

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Bei weichem hellen Kot denke ich immer zuerst an Giardien.
Riecht der Kot auch sehr stark?

Wenn die beiden von einer Tierärztin kamen frag da doch noch mal nach was sie an Untersuchungen gemacht hat und ob der Kot untersucht wurde, wenn ja auf was.
Wie oft und womit wurde denn entwurmt?

Und ja, das Futter hört sich relativ einseitig und Geflügellastig an.
Was ist mit Rind und anderen Fleischsorten als Naßfutter oder als Rohfleisch?
Warum nur Huhn?
Und du brauchst kein Kittenfutter und Trockenfutter eigentlich nur mal als Leckerchen, ansonsten mehrfach am Tag gutes Naßfutter so viel sie mögen.
 
K

krachmache

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Also erstmal muss ich noch schreiben das die beiden keine Geschwister sind. Eine Kotuntersuchung wurde nicht gemacht. Entwurmt wurde bisher 3 mal mit Panacur. Ich füttere dieses Futter weil sie es gern mögen und es besteht zu 49% aus Hähnchen und 20% Kalbsherzen. Ich dachte es ist eine Gute Mischung. Die zwei tun sich schwer mit anderen Futtersorten. Ich füttere 4 mal am Tag Nassfutter und Trockenfutter nur als leckerlie. Die haben beide Antibiotika bekommen als sie Katzenschnupfen hatten, könnte der Kot auch deshalb noch so weich sein?
 
Sulaika2005

Sulaika2005

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Hallo krachmache,

ja auch vom Antibiotika kann ein weicher Stuhlgang kommen. Wie lange ist es denn her mit der letzten Antibiotika gabe?

Leider habe ich von einer Darmsanierung nach Antibiotikagabe nicht so die Ahnung. Aber ich weiß dass es besser für einen festeren Stuhlgang ist, wenn man eine Darmsanierung macht.
Hab leider den Namen des Präparates dafür vergessen (Perenterol vielleicht):confused:, aber bestimmt hat jemand anderes hier im Forum den Durchblick und kann dir weiterhelfen.
Ich hoffe dass sich hier die Experten noch zu Wort melden!

Alles Gute!
 
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Starfairy

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Natürlich tun die sich mit anderen Futtersorten schwer. Du prägst sie ja auf die Sorten, die du fütterst.
Jetzt stell dir mal vor, du fütterst noch längere Zeit genauso weiter. Und dann verschwindet dein Futter von heute auf morgen vom Markt. Wäre ja nicht das erste Mal, das eine Firma ihr Futter umstellt oder bestimmte Sorten aus dem Sortiment nimmt. Oder eine Rezeptänderung...

Dann stehst du da mit 2 Katzen, die vor dem vollen Futternapf verhungern, weil sie nur ein bestimmtes Futter fressen mögen.

Bei länger anhaltendem weichen Kot sollte vor jeder Behandlung _immer_ ein großes Kotprofil stehen!
 
doppelpack

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(Gute) 3kg wären in dem Alter für viele Hauskatzen ein Recht properes Gewicht, wobei man eben nicht rein nach dem Gewicht urteilen soll. Wie kommst du denn darauf, dass sie zu dünn sein könnte, hast du mal Fotos (von oben stehend und seitlich). Wie ist der Gesamteindruck, glänzendes und weiches oder eher struppiges und stumpfes Fell?

Du solltest auf jeden Fall abwechslungsreicher füttern. Allerdings würde ich an erster Stelle eine Kotubtersuchung auf Parasiten veranlassen und wenn ohne Befund dann eine Ausschlussdiät.
Was du sonst noch untersuchen könntest, wurde dir weiter oben ja auch schon geschrieben und kannst du mal überdenken.
 
K

krachmache

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Sorry das ich mich hier erst so spät wieder melde. Die Katze ist inzwischen verstorben. Sie wurde immer kränker und hatte dann auch Wasseransammlungen im Bauchraum. In der Tierklinik wurde die Diagnose FIP gestellt.
 
ÄnniAwesome

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Das tut mir sehr leid :(
Habt ihr dem verbleibenden Kleinen bereits eine neue Spielkameradin zur Seite gestellt, oder sucht ihr noch? Alleine sollte sie ja nicht bleiben.
 
Jiu

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  • #10
Huhu,

ich kenn mich da nicht so aus, aber FIP, bzw. die Erreger, sind doch über Tröpfcheninfektion ansteckend für andere Katzen oder? Man liest zwar oft, dass es nicht bei allen Katzen ausbricht und die anderen im Haushalt immun sind, aber vielleicht sollte man die zweite Katze trotzdem erstmal durchchecken lassen?
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #11
Huhu,

ich kenn mich da nicht so aus, aber FIP, bzw. die Erreger, sind doch über Tröpfcheninfektion ansteckend für andere Katzen oder? Man liest zwar oft, dass es nicht bei allen Katzen ausbricht und die anderen im Haushalt immun sind, aber vielleicht sollte man die zweite Katze trotzdem erstmal durchchecken lassen?

FIP selbst ist nicht ansteckend, ansteckend ist nur der Corona-Virus, den rund 70 Prozent aller Katzen haben. Erst wenn dieser Virus in der Katze mutiert, kann sie an FIP erkranken und sterben.
 
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Jiu

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  • #12
Huhu,

danke für die Erklärung. Dann ist also kein besonderer Gesundheitscheck notwendig, wenn ein Tier im Haushalt daran gestorben ist? Weil die andere Katze das Virus vermutlich ohnehin schon in sich trägt?
 
Paula_am_Strand

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  • #13
Huhu,

danke für die Erklärung. Dann ist also kein besonderer Gesundheitscheck notwendig, wenn ein Tier im Haushalt daran gestorben ist? Weil die andere Katze das Virus vermutlich ohnehin schon in sich trägt?

Jein, es gibt bei Corona/FIP nach wie vor einige Hypothesen, die nicht abschließend belegt sind, aber für die einiges spricht. Eine davon ist, dass die unterschiedlichen Corona-Stämme auch unterschiedlich mutationsfreudig sind, bzw., dass es Stämme gibt die eher mutieren und eine FIP auslösen können.

Welche Konsequenz daraus zu ziehen wird hier im Forum auch immer mal wieder diskutiert. Ich persönlich würde die andere Katze, bzw. ihren Kot auf Ausscheidung von Corona untersuchen lassen und abwarten bis ich mindestens zwei negative Kotproben vorliegen habe, weil das Virus intermittierend ausgeschieden wird.
 
Maiglöckchen

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  • #14
Aber wie stellt man fest welcher Corona-Stamm in der Katze steckt? Werden bei Kotuntersuchungen auch die Stämme bestimmt?

Das Blutbild ist da ja nicht hilfreich, das sagt ja nur aus, ob der Virus vorhanden ist oder nicht.

Und was, wenn die Katze positiv ist, wofür ja einiges spricht? Ein Leben in Einzelhaltung?
 
Paula_am_Strand

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  • #15
Aber wie stellt man fest welcher Corona-Stamm in der Katze steckt? Werden bei Kotuntersuchungen auch die Stämme bestimmt?

Gar nicht und nein. Ich bin mir auch gar nicht sicher, wie weit die Forschung ist Unterschiede überhaupt zu identifizieren (das wüsste JFA sicher am ehesten). Das einzige was ich mal in die Richtung gelesen habe, war eine Studie zu Reinfektionen in Mehrkatzenhaushalten, in der festgestellt wurde, dass die Katzen nach Infektionen mit bestimmten Corona-Viren länger Corona ausgeschieden haben, als nach Infektionen mit anderen Corona-Viren. Wobei es in dieser Studie aber nicht um unterschiedliche Mutationsrisiken ging.

Das Blutbild ist da ja nicht hilfreich, das sagt ja nur aus, ob der Virus vorhanden ist oder nicht.

Eigentlich sagt das Blutbild sogar nur etwas über Corona-Antikörper aus, woraus dann auf die Wahrscheinlichkeit einer akuten Infektion geschlossen wird. Bei einem Titer von 1:100 ist z.B. eher davon auszugehen, dass keine akute Infektion mehr vorliegt, als bei 1:800. Wissenschaftlicher Konsens im Moment scheint mir die Annahme zu sein, dass der Titer mit der Virenanzahl und damit mit der Ausscheidung von Corona-Viren korreliert, ich habe aber auch schon Widersprüchliches dazu gelesen.

Um festzustellen, ob eine Katze akut mit Corona zu tun hat, würde ich aber - um nicht nur Annahmen schlussfolgern zu müssen - immer Kot testen lassen. Ich glaube diesen PCR-Test gibt es auch noch gar nicht sooo lange, womit ich mir erkläre, dass der Titer-Test immer noch so verbreitet ist.

Und was, wenn die Katze positiv ist, wofür ja einiges spricht? Ein Leben in Einzelhaltung?

Nein, über 80% aller Katzen werden wieder frei von Corona und dies ist bei einer einzelnen Katze auch leichter, weil die Gefahr einer Reinfektion, dass die Katzen sich untereinander immer wieder anstecken, dann nicht gegeben ist. Wenn eine Katze zu den 19% Dauerausscheidern gehört ist die Situation natürlich eine andere und dann finde ich die Frage auch sehr schwierig.
 
doppelpack

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  • #16
Huhu,

danke für die Erklärung. Dann ist also kein besonderer Gesundheitscheck notwendig, wenn ein Tier im Haushalt daran gestorben ist? Weil die andere Katze das Virus vermutlich ohnehin schon in sich trägt?

Doch, finde ich schon. Sehe es wie Paula-am-Strand, man sollte schauen, ob die verbliebene Katze Dauerausscheider ist. Ich kenne dazu das 4 Tests in 4 Wochen Vorgehen.

Ob man einen Dauerausscheider vergesellschaftet, die Frage würde ich mir erst bei positivem Ergebnis stellen, denn sie ist schwierig.
 
Paula_am_Strand

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  • #17
Doch, finde ich schon. Sehe es wie Paula-am-Strand, man sollte schauen, ob die verbliebene Katze Dauerausscheider ist. Ich kenne dazu das 4 Tests in 4 Wochen Vorgehen.

4 Tests in 4 Wochen ist auch die Empfehlung der Uni Zürich, die (ich glaube) den besagten PCR-Test entwickelt haben. Mir scheint diese Empfehlung allerdings nur begrenzt Sinn zu machen, weil ja dann alle Tiere die länger als vier Wochen ausscheiden, Dauerausscheider wären, wozu es durchaus andere Forschungsergebnisse gibt. Dr. Addie z.B. empfiehlt einen anderen Test-Turnus, den ich allerdings gerade nicht im Kopf habe.
 
Maiglöckchen

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  • #18
Danke Claudia, jetzt habe ich was gelernt.
 
Paula_am_Strand

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  • #19
K

krachmache

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  • #20
Also unser Tierarzt hat gesagt das er von dem Kottest überhaupt nichts hält. Wie schon gesagt wurde, scheiden die Tiere das Virus intermittierend aus. Heißt die können es heute ausscheiden und morgen wieder nicht. Auch wenn man den Test in regelmäßigen Abständen durchführt, muss das überhaupt nichts aussagen. So habe ich es jedenfalls verstanden.

Wenn jemand neue Studien zu diesen Tests hat wäre ich und mein Tierarzt sehr dankbar über eine Info und link dahin.

Er hat auch gesagt wir sollen erstmal drei Monate mit der Kastration warten und der Katze keinen weiteren Stress aussetzen. Also gibt es auch erstmal keine neue Freundin für unsere kleine.

Wir haben die beiden aus einer Katzenkindervermittlung einer Tierärztin hier in Berlin. Inzwischen weiß ich von drei weiteren FIP Todesfällen aus dieser Praxis. Anscheinend ist das ein sehr mutationsfreudiger Virenstamm.

Es ist einfach nur schlimm :-(
 
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