Kastration - was tun ?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
bohemian muse

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  • #21
In der regionalen Tierklinik, wo ich meine eigenen Katzen und Pflegis kastrieren lasse, ist auch kein gesonderter Termin zur Voruntersuchung notwendig. Selbst wenn die Katze vorher kein Patient war. Mir persönlich kommt das eher gelegen, weil ich im Normalfall durchaus selbst einschätzen kann, ob eine Katze fit genug für die OP ist oder nicht. Abgesehen von einem Herzfehler, der zufällig beim Abhören festgestellt wird, würde mir jetzt auch nichts einfallen, was eine OP kurzfristig verhindern könnte.
Wenn ich Streuner fange, werden die in einer anderen Praxis kastriert, aber auch dort gab es bisher nie Probleme. Ich habe dieses Jahr schon insgesamt 8 Katzen kastrieren lassen und abgesehen von einer allergischen Reaktion auf den Faden der Innennaht gab es keinerlei Komplikationen. Die beiden Katzen mit der allergischen Reaktionen waren auch tatsächlich in all den Jahren überhaupt die allerersten Katzen, die in irgendeiner Form Probleme durch die Kastration hatten.
 
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Glücksloona85

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  • #22
das kann -theoretisch- bei JEDER Narkose passieren. Lass einige Tage vor der OP ein großes BB machen und Herz und Lunge röntgen.
Gerade , wenn du die Miez "von Privat" hast, könnte sie als Kitten einen unbehandelten Wurmbefall gehabt haben, der Milz und Leber angreift )deshalb BB) oder eine Vorschädigung des Herzens haben (Rö-Aufnahme)- Bei Züchtern werden in der Regel die Elterntiere vor einer Verpaarung durchgecheckt ., bzw man kennt die Linie und weiß, ob da in der Vergangenheit etwas vorgefallen ist. Bei "Ups"- oder "ich will auch mal süße Kitten"-Würfen Machen scih die Katzenmutterbesitzer meist weniger Gedanken in Bezug auf die Vorsorge.
Wenn diese Untersuchungen unauffällig sind(was sie meistens sind), minimierst du zumindest das Risiko

Unsre Maus ist bereits entwurmt und geimpft. Auffälligkeiten gab es keine.
 
Pitufa

Pitufa

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  • #23
Hallo @Glücksloona85 ,
die Chance, dass irgendwas bei einer Kastration falsch läuft ist wirklich sehr gering und je jünger das Tier desto besser der Eingriff und die Heilung...um mal meinen TA zu zitieren.😄
Ich lebe zwar im Ausland...aber, vielleicht, erzähl ich dir ein bisschen um dir die Angst zu nehmen.
Wie @Rickie schon sagte, eine Kastration bei Weibchen dauert maximal 25 Minuten. Mein TA macht den Eingriff mehrmals täglich und könnte das mit verbundenen Augen. Ihm durfte ich einmal zuschauen: aufmachen, rausholen, zunähen, 13 Minuten.
Bei seiner Tierklinik stehen die Leute morgens ab 8 Uhr Schlange um die Tiere abzugeben...ca. 15 Tiere täglich, Katzen und Hunde. Er meint, dass bei Tieren bis zu 5 Jahren die Voruntersuchung am selben Tag, kurz vor der Kastra gemacht wird....bei Tieren ab 5 Jahren, die möchte er einen Tag vor der Kastra vorgestellt bekommen...denn, er meint, ab dem Alter sollte man "sehr genau" hinschauen.
Dein Tier darfst du ab 16:00 Uhr wieder abholen...hat er so geregelt, dass die Tiere wach sind und ab diesem Zeitpunkt Futter und Wasser ohne Probleme aufnehmen können. Dann gibt es noch ein Langzeitmedikament und genäht wird mit selbstauflösenden Fäden. Und dann will er dich nicht wieder sehen.😂
Hier wird nur die "Laterale Kastration" durchgeführt. Der Einschnitt wird an der Seite gesetzt und die Katze wird "ausgeräumt"....Gebärmutter und Eierstöcke werden entfernt.
Der Vorteil einer lateralen Kastration sind:
- kürzere Wunde/Einschnitt
- kein grosses Gewicht auf der Wunde
- Katze versucht an der Stelle nicht die Fäden Zu ziehen.
Aussage meines TA.
Ich hab dort jetzt schon unzählige Katzen und Hunde kastrieren lassen und alles verlief immer Top....ich brauchte nicht mal Bodys oder Halskrause.
Hier ein Foto meiner Amy einen Tag nach der KastrationScreenshot_20210514-083500~2.png
Keine Schmerzen, nichts....die hat gespielt, als ob nie was gewesen wäre.😄
Also, wenn es hier im Ausland so gut läuft...müsste das in D. doch ein Klaks sein 🙂
 
Rickie

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  • #24
Sehr anschauliche Beschreibung, Pitufa. (y)
Ich hab ja meine meiste Erfahrung auch im Ausland gesammelt, an sich nur mit Streunern. Morgens wurden die Katzen abgegeben, am Nachmittag wieder herausgegeben. Alle meine 3 eigenen Kater wurden von besagter Orga kastriert und auch alles an Streunern, was wir in unserem Wohngebiet greifen konnten. Ein Todesfall ist mir von all den Katzen, die ich betreute, nie vorgekommen. Ich glaube, wenn das Risiko, sein Tier bei der Kastra zu verlieren, unverhältnismäßig hoch wäre, würden hier nicht so viele für Kastra plädieren. Und gerade bei Frühkastra, vor allem bei Katzendamen, ist die Sache wirklich schnell gegessen.
 
Pitufa

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  • #25
@Rickie
Ich hatte bisher auch noch nie einen Todesfall oder Komplikationen, und z.Bsp. innerhalb eines Jahres hab ich jetzt wieder 3 Hunde und 5 Katzen kastrieren lassen, alles Top.
Bei meiner Amy, hing auch noch ein Tag vor Kastratermin ein Wurm aus dem Popo...ich dachte mir, das darf doch jetzt nicht wahr sein. Abends um 20:00 Uhr noch beim TA angerufen und gefragt, ob trotzdem kastriert werden kann. Antwort:"Haben sie noch eine Wurmtablette Zuhause? Dann nur rein mit. Kein Durchfall oder Apetitlosigkeit? Also, wegen so ein paar Würmern blasen wir doch keine Kastra ab. Was glauben sie wieviele Strassenkatzen ich täglich kastriere mit Flöhen und Würmern...da passiert gar nix."
Und Amy hat es super überstanden und war nach Tablette auch Wurmfrei 😄
 
Rickie

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  • #26
Ja, @Pitufa, bei den Straßenkatzen kann man nicht lange palavern, die kommen unters Messer, werden gleichzeitig geimpft und entfloht. Nur die richtig Kranken werden aussortiert. Man wundert sich immer wieder, wie sie das so wegstecken.
Aber wenn man es schonender machen kann, wie Impfung und Kastra zeitlich trennen, ist das freilich besser. Gerade südlichere Regionen kann man da so gar nicht mit unseren wohlbehüteten Katzen in Mitteleuropa vergleichen, darum also am besten im Vorfeld zwar informieren, aber nicht kirre machen (lassen).
 
CasaLea

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  • #27
Die Entfernung der Gebärmutter bei jungen Katzen wird unterschiedlich gehandhabt, hier ist sie gar nicht üblich.
Hier auch nicht ... und ich habe das auch noch nie als Standardempfehlng von TÄs gehört. Wohlgemerkt bei jungen Katzen und als solche würde ich Katzen unter einem Jahr auf jeden Fall bezeichnen (wenn Katz bis dahin schon dauerrollig ist, ist das natürlich was andres) ... und ein Katz mit 7 Monaten ist ja nun wirklich nicht so weit von den oftmals noch bei TÄs üblichen "wir kastrieren erst ab 6 Monaten" entfernt.

Mich beschleicht das Gefühl, dass die "Gebärmutter mit raus"-Forderung eher so ein "blaues-Forum"-Ding ist ...
Oder gibt es zu dem Thema Studien und seriöse Quellen?

Eine Total-OP (Hysterektomie) ist nämlich nochmal ne andre chirurgische Nummer als die Entfernung der Eierstöcke ...
 
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KatzeK

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  • #28
Abgesehen von einem Herzfehler, der zufällig beim Abhören festgestellt wird, würde mir jetzt auch nichts einfallen, was eine OP kurzfristig verhindern könnte.

Na ja, die Katze könnte auch einen unbemerkten Infekt oder eine unbemerkte Entzündung mit Fieber haben zB.. Dann würde auch nicht operiert werden. Und ich glaube nicht dass ein TA automatisch davon ausgehen kann dass jeder Halter die Gesundheit des Tiers so gut im Blick hat dass sowas immer ausgeschlossen werden kann.

Und gerade im Moment wo viele Tiere aus eher schlechten Bedingungen gekauft werden würde ich als TA nicht davon ausgehen dass eine junge Katze automatisch gesund ist und direkt operiert werden kann sondern die mir lieber vorher mal ansehen.

Ich würde generell mit jeder Katze bei der nicht gesichert ist dass sie tierärztlich betreut wurde erst mal zum Arzt gehen wenn ich die neu habe. Und wenn ich einem Arzt nicht vertraue dann würde ich zu einem anderen gehen bevor ich einen Behandlung beschließen würde.

Als Halter möchte man sein Tier ja auch nicht von jemandem kastrieren lassen der auf einen nicht vertrauenswürdig wirkt und dazu muss man den Arzt kennenlernen und die Tierärzte die ich kenne würden dann auch das Tier kennenlernen wollen. Das ist ja der Patient.

Kennt der TA das Tier bereits dann kann man so ein Vorgespräch sicher auch allein führen, aber wenn der das Tier nicht kennt fände ich es komisch wenn der das zusagen würde ohne das Tier je gesehen zu haben.
 
Pitufa

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  • #29
Hier auch nicht ... und ich habe das auch noch nie als Standardempfehlng von TÄs gehört. Wohlgemerkt bei jungen Katzen und als solche würde ich Katzen unter einem Jahr auf jeden Fall bezeichnen (wenn Katz bis dahin schon dauerrollig ist, ist das natürlich was andres) ... und ein Katz mit 7 Monaten ist ja nun wirklich nicht so weit von den oftmals noch bei TÄs üblichen "wir kastrieren erst ab 6 Monaten" entfernt.

Mich beschleicht das Gefühl, dass die "Gebärmutter mit raus"-Forderung eher so ein "blaues-Forum"-Ding ist ...
Oder gibt es zu dem Thema Studien und seriöse Quellen?

Eine Total-OP (Hysterektomie) ist nämlich nochmal ne andre chirurgische Nummer als die Entfernung der Eierstöcke ...
Ich glaube, dass ist je nach Kontinent und Land unterschiedlich.
Mein TA meinte, dass er auf Vorträgen und in Studienzeit gehört habe, dass in Europa bei Kastration nur Eierstöcke entfernt wurden, während in USA, Canadá, Mittel-und Südamerika bei Kastration meistens alles entfernt wird, Eierstöcke und Gebärmutter (@Rickie , vielleicht kannst du noch was dazu sagen, weil ich zitier hier nur meinen TA 🙈).
Und, er meinte, dass beide Kastrationsarten vollkommen in Ordnung sind und für die Tiere keinen gesundheitlichen Nachteil bedeuten, langfristig gesehen.
Wie gesagt, ich bin kein TA, hatte jedoch mit der Kastrationsmethode, wo alles entfernt wurde, noch nie Probleme gesehen.🙂
 
bohemian muse

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  • #30
Na ja, die Katze könnte auch einen unbemerkten Infekt oder eine unbemerkte Entzündung mit Fieber haben zB.. Dann würde auch nicht operiert werden. Und ich glaube nicht dass ein TA automatisch davon ausgehen kann dass jeder Halter die Gesundheit des Tiers so gut im Blick hat dass sowas immer ausgeschlossen werden kann.

Und gerade im Moment wo viele Tiere aus eher schlechten Bedingungen gekauft werden würde ich als TA nicht davon ausgehen dass eine junge Katze automatisch gesund ist und direkt operiert werden kann sondern die mir lieber vorher mal ansehen.

Ich würde generell mit jeder Katze bei der nicht gesichert ist dass sie tierärztlich betreut wurde erst mal zum Arzt gehen wenn ich die neu habe. Und wenn ich einem Arzt nicht vertraue dann würde ich zu einem anderen gehen bevor ich einen Behandlung beschließen würde.

Als Halter möchte man sein Tier ja auch nicht von jemandem kastrieren lassen der auf einen nicht vertrauenswürdig wirkt und dazu muss man den Arzt kennenlernen und die Tierärzte die ich kenne würden dann auch das Tier kennenlernen wollen. Das ist ja der Patient.

Kennt der TA das Tier bereits dann kann man so ein Vorgespräch sicher auch allein führen, aber wenn der das Tier nicht kennt fände ich es komisch wenn der das zusagen würde ohne das Tier je gesehen zu haben.

Ich habe da wahrscheinlich einfach einen etwas pragmatischeren Ansatz, weil ich aufgrund unserer eigenen Katzen und der wechselnd Pflegis mindestens jede zweite Woche mit irgendwem in die Klinik fahre. Innerhalb der letzten sechs Monate bin ich insgesamt mit neun verschiedenen Katzen dort zur Behandlung gewesen und ich vermute, die Ärzte wissen inzwischen, dass ich die Tiere gut genug einschätzen kann. Wenn jemand unsicher wirkt und viele Fragen stellt, dann wird man dort wahrscheinlich auch anders reagieren. Ich finde es auch definitiv nicht verkehrt, lieber einmal zu oft als zu wenig zum Tierarzt zu gehen und sich ausführlich beraten zu lassen, gerade wenn man nicht viel Erfahrung hat und die Katze noch ganz neu ist.
 
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  • #31
Ich glaube, dass ist je nach Kontinent und Land unterschiedlich.
Mein TA meinte, dass er auf Vorträgen und in Studienzeit gehört habe, dass in Europa bei Kastration nur Eierstöcke entfernt wurden, während in USA, Canadá, Mittel-und Südamerika bei Kastration meistens alles entfernt wird, Eierstöcke und Gebärmutter (@Rickie , vielleicht kannst du noch was dazu sagen, weil ich zitier hier nur meinen TA 🙈).
Und, er meinte, dass beide Kastrationsarten vollkommen in Ordnung sind und für die Tiere keinen gesundheitlichen Nachteil bedeuten, langfristig gesehen.
Wie gesagt, ich bin kein TA, hatte jedoch mit der Kastrationsmethode, wo alles entfernt wurde, noch nie Probleme gesehen.🙂

In Deutschland werden standardmäßig tatsächlich nur die Eierstöcke entfernt. Von Ovariohysterektomien habe ich bisher ausschließlich dann gehört, wenn es tatsächlich medizinisch indiziert war (Pyometra, etc.).
Eine Ovariohysterektomie ist auf jeden Fall ein größerer Eingriff als eine reine Ovariektomie und im Normalfall bildet sich die Gebärmutter nach der Entfernung der Eierstöcke auch von selbst zurück. Das wären zwei Gründe, die gegen diesen Eingriff sprechen könnten.
 
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CasaLea

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  • #32
In Deutschland werden standardmäßig tatsächlich nur die Eierstöcke entfernt. Von Ovariohysterektomien habe ich bisher ausschließlich dann gehört, wenn es tatsächlich medizinisch indiziert war (Pyometra, etc.).
Eine Ovariohysterektomie ist auf jeden Fall ein größerer Eingriff als eine reine Ovariektomie und im Normalfall bildet sich die Gebärmutter nach der Entfernung der Eierstöcke auch von selbst zurück. Das wären zwei Gründe, die gegen diesen Eingriff sprechen könnten.
Danke für den Input ... ja, so kenne ich das auch.
 
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  • #33
Hey @Glücksloona85 ,
Ich kann deine Sorge natürlich verstehen. Unsere zwei (nächste Woche 5 Monate alt) sind nun auch kastriert worden (Katze und Kater) und irgendwie macht man sich ja schon einfach Gedanken. Ich muss aber sagen, dass mir erstens der Gedanke an das was hier schon geschrieben wurde - und zwar daran, dass dies absolute Routine Eingriffe sind, die jeden Tag mehrfach gemacht werden - sehr geholfen hat und ich auch echt ein Gottvertrauen in unsere TÄ habe..
Ich denke das ist ganz ganz wichtig, dass man sein Tier guten Gewissens dort abgeben kann. Unsere TÄ ist wirklich sehr erfahren und die Helferinnen sind immer super lieb und einfühlsam mit den Tieren, dafür sind sie hier bekannt. Such dir eine Praxis der du wirklich vertraust (meintest ja die hat deinen Kater eh schon so angegrapscht), dann wirst auch du viel entspannter sein. Deine Kleine merkt ja auch deine Angst und Unsicherheit wenn du sie dort hinbringst. Ich konnte meine Kleinen neben den normalen Bedenken der allgemeinen Risiken dort ganz beruhigt abgeben und da lassen. Es wird dir/euch helfen eine gute Praxis zu finden :) Alles gute für dein Katzi.
 
Josy2512

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  • #34
Achso und bei uns hieß es, die Gebärmutter wird dann mit entfernt, wenn sie bereits befruchtete eingenistete Eizellen finden. Da dies nicht der Fall war, wurden nur die Eierstöcke entfernt. Wir kommen aus Berlin, ob das hier Gang und gäbe ist weiß ich aber nicht.
 
Faulaffenschaf

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  • #35
Die Entfernung der Gebärmutter bei jungen Katzen wird unterschiedlich gehandhabt, hier ist sie gar nicht üblich.
So unterschiedlich wird das gehandhabt... Ich habe hier in den vergangenen Jahren rund 50-60 Katzen kastroieren lasse- die meisten deutlich unter einem Jahr... und keine hat die Praxis nach der Op MIT Gebärmutter verlassen
 
Faulaffenschaf

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  • #36
Achso und bei uns hieß es, die Gebärmutter wird dann mit entfernt, wenn sie bereits befruchtete eingenistete Eizellen finden. Da dies nicht der Fall war, wurden nur die Eierstöcke entfernt. Wir kommen aus Berlin, ob das hier Gang und gäbe ist weiß ich aber nicht.
klar entfernen viele TÄ nur die Eierstöcke.. dann verdienen sie zweimal...
Sobald eine Katze auch nur ein einziges Mal ( latent) gerollt hat... ist sie ein Kandidat für späteren Gebärmutterkrebs...
Durch rechtzeitige Entfernung derselben kann man dem Krebs SICHER entgegenwirken
 
Pitufa

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  • #37
klar entfernen viele TÄ nur die Eierstöcke.. dann verdienen sie zweimal...
Sobald eine Katze auch nur ein einziges Mal ( latent) gerollt hat... ist sie ein Kandidat für späteren Gebärmutterkrebs...
Durch rechtzeitige Entfernung derselben kann man dem Krebs SICHER entgegenwirken
Vielen Dank für die Info 🙂
 
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  • #38
Ich habe da wahrscheinlich einfach einen etwas pragmatischeren Ansatz, weil ich aufgrund unserer eigenen Katzen und der wechselnd Pflegis mindestens jede zweite Woche mit irgendwem in die Klinik fahre.

Wenn es nur um "Kastration um jeden Preis" geht ist das sicher "pragmatischer".

Aber passt das zur Frage der TE?
 
bohemian muse

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  • #39
Wenn es nur um "Kastration um jeden Preis" geht ist das sicher "pragmatischer".

Aber passt das zur Frage der TE?

Inwiefern passt deine Behauptung „Kastration um jeden Preis“ nun zu meinem Beitrag? Man könnte meinen du versuchst mit dieser Aussage zu implizieren, dass das Wohl und die Gesundheit der Katzen für mich absolut zweitrangig sind solange sie nur kastriert werden.
Es wäre nett, wenn du von solchen seltsamen Behauptungen absiehst.
 
Rickie

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  • #40
Ich glaube, dass ist je nach Kontinent und Land unterschiedlich.
Mein TA meinte, dass er auf Vorträgen und in Studienzeit gehört habe, dass in Europa bei Kastration nur Eierstöcke entfernt wurden, während in USA, Canadá, Mittel-und Südamerika bei Kastration meistens alles entfernt wird, Eierstöcke und Gebärmutter (@Rickie , vielleicht kannst du noch was dazu sagen, weil ich zitier hier nur meinen TA 🙈).
Und, er meinte, dass beide Kastrationsarten vollkommen in Ordnung sind und für die Tiere keinen gesundheitlichen Nachteil bedeuten, langfristig gesehen.
Wie gesagt, ich bin kein TA, hatte jedoch mit der Kastrationsmethode, wo alles entfernt wurde, noch nie Probleme gesehen.🙂

Ich hab ja geschrieben, daß ich den meisten Teil meiner Kastra-Erfahrung in den USA gesammelt hab, und weil es sich dabei um mehrere Tausend Katzen handelt, wo ich mitgeholfen habe, wird sich an dem prozentualen Anteil nun in D nicht mehr viel ändern. ;)
Und da ging es hauptsächlich, aber nicht nur, um Streuner. Warum soll man bei einer Streunerin, bei dem man nicht weiß, wie oft sie schon gerollt hat, die Gebärmutter drin lassen, damit sie über kurz oder lang draußen allein elendig an Krebs krepiert? Und da auch oft schon sehr, sehr junge Streunerinnen, ich rede von 4 einhalb bis 5 Monaten, trächtig waren, ist es halt Routine, Gebärmutter mit raus.
Pitufa, ich denke, in manchen anderen Ländern, also auch N- und S-Amerika, sieht man das irgendwie praktischer und nüchterner. Wenn ich mir diese beiden Beiträge durch den Kopf gehen lasse:

So unterschiedlich wird das gehandhabt... Ich habe hier in den vergangenen Jahren rund 50-60 Katzen kastroieren lasse- die meisten deutlich unter einem Jahr... und keine hat die Praxis nach der Op MIT Gebärmutter verlassen

klar entfernen viele TÄ nur die Eierstöcke.. dann verdienen sie zweimal...
Sobald eine Katze auch nur ein einziges Mal ( latent) gerollt hat... ist sie ein Kandidat für späteren Gebärmutterkrebs...
Durch rechtzeitige Entfernung derselben kann man dem Krebs SICHER entgegenwirken
finde ich die Methode, wenn, dann gleich richtig, auch begründet. Diesen letzten Punkt von FAS hab ich an sich schon öfters hervorgehoben, scheint aber irgendwie immer unterzugehen oder als unwichtig erachtet zu werden. :(

Pitifa, weißt Du, ob bei Euch für Groß- und Kleintiere 2 komplett getrennte Studiengänge existieren? In den USA ist das so. Ihc bekenne durchaus, daß nicht alles gut ist, was von dort kommt, aber die Kleintierausbildung ist definitiv besser als in D. An unserer Uni kam hinzu, daß jeder Absolvent durch die harte Schule der Streunerkastras mußte, nach Absolvierung der entsprechenden Kurse, und somit bei Studienende etliche hundert bis Tausende Kastras schon hinter sich hatte, und auch das volle Ausmaß des Katzenelends kennt. Ich glaube, das macht auch sensibler für Frühkastra. (Je Kastra-Aktion, also ein Wochenende im Monate, um die 400 Katzen, dazu eine komplette Woche täglich im Sommer, da kommt was zusammen, falls jemand an den Zahlen zweifelt.)
 
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