Kämpfen oder Einschläfern?

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Unsere Seelenkatze

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23. November 2021
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9
Hallo Liebes Forum,

wir haben uns heute hier angemeldet da unser Sorgenkind Lucy aktuell sehr schlechte Blutwerte hat.
Sorry für den langen Text, wir wollten es eigentlich kurz halten, aber die Krankengeschichte ist leider lang, wir hoffen trotzdem es kann uns jemand helfen.

Lucy ist 9,5 Jahre alt, CNI wurde bei Ihr vor ca. 2,5 Jahren diagnostiziert. Wir behandeln sie seitdem mit subkutanen Infusionen zu denen sie jeweils SUC verabreicht bekommt. Die Infusionen bekommt sie durchschnittlich alle drei Tage, in schlechteren Phasen haben wir die Intervalle auch verkürzt. Zusätzlich hat unser TA Prednisolon gegen die Anämie verschrieben, hiervon bekam sie lange Zeit eine halbe Tablette (2,5 mg) täglich. Nach dem BB im Juli diesen Jahres wurde die Dosis dann auf eine ganze Tablette (5mg) erhöht. Kurz darauf haben wir mit der Zugabe von B-Vitaminen in Tablettenform begonnen
Des weiteren geben wir Lucy täglich Semintra und Porus One als Phosphatbinder.
Beim Futter hat die Umstellung auf "Nierenschonkost" (zB. Happy Cat, Animonda) ganz gut geklappt, die richtigen Diätfutter (Hills, Kattovit, Royal Canin) hatte sie aber eher selten angenommen. Erschwerend kommt hinzu, dass Lucy seit klein auf nur Trockenfutter isst.
Zu guter letzt muss noch erwähnt werden, dass Lucy seit ca. 3 Jahren an epileptischen Anfällen leidet. Der Ursache sind wir nie auf den Grund gekommen, wir haben aber bald festgestellt dass die Anfälle durch erbrechen oder starke Aufregung (zB. Fahrt zum TA) ausgelöst werden. Wir haben also das Katzengras eingestellt und ihr die TA besuche möglichst angenehm gestaltet, seitdem sind die Anfälle auch nur sehr selten aufgetreten.

Labor_Lucy_20210715.jpg

Nun zur aktuellen Situation und warum wir nun um Rat aus diesem Forum fragen:

Vor 3 Wochen hat Lucy mal wieder das Nierenfutter verweigert und auch ihr Prednisolon und die Vitamine, die sie mit einem Trojaner verabreicht bekommt, nur sehr zögerlich genommen. Uns war schnell klar, dass sie wieder ein Tief durchläuft und ihr sehr wahrscheinlich übel sein wird. In der Vergangenheit haben wir diese Phasen immer durch Futterwechsel (auch teilweise untermischen von Normalem TF) in den Griff bekommen. Diesem mal hat dies jedoch keinen Erfolg gebracht, wir mussten auf das Normale TF umstellen, sonst hätte sie gar nicht gefressen. Und auch bei diesem Futter mussten wir alle 2 Tage die Marke wechseln, damit sie überhaupt frisst.
Die Trojaner hat sie dann schnell auch verweigert, also keine B-Vitamine mehr und kein Cortison, von heute auf Morgen.
Um in dieser schlimmen Phase keinen Anfall zu riskieren, ließen wir einen mobilen TA kommen, um die Blutwerte zu nehmen. Das hat im ersten Anlauf nicht geklappt, Lucy wollte kein Blut fließen, die Adern machten Dicht, das Blut geronn schon in der Nadel. Laut TA war der Kreislauf einfach zu schwach.
Also gab es eine Spritze gegen Übelkeit und wir haben einen erneuten Termin 5 Tage später vereinbart. Nis dahin gab es täglich Infusion (100ml) mit SUC. Kein Prednisolon, keine Vitamine, nur normales Trockenfutter. Semintra gibt und gab es aber immer durchgängig täglich (das liebt sie und schleckt es direkt aus der Spritze).
5 Tage später hat es dann geklappt mit dem Blutgeben, wenn auch sehr zögerlich. Leider ist auch hier anscheinend ein Teil des Blutes geronnen, das Geriatrische Profil konnte nicht erstellt werden. Das zugehörige BB ist ebenfalls im Anhang.
Zwischenzeitlich hat Lucy angefangen sich zu übergeben (1 mal täglich), zum Glück ohne anschließenden Anfall. Sie hat nun 3 Tage Prevomax gegen die Übelkeit bekommen.

Labor_Lucy_20211118_1.jpg.png
Labor_Lucy_20211118_2.jpg

Soweit die Faktenlage.

Lucy geht / ging es nicht gut. Wir denken nicht, dass sie schmerzen hat, aber ihr ist übel. Und das wohl konstant.
Es ging die letzten Tage immer etwas auf und ab. Die Frage ist, ob es noch Chancen gibt, mit den aktuellen Werten weiterzumachen, oder sind die einfach mittlerweile nicht mehr therapierbar? Wir haben nun noch von Neynerin gelesen, hat damit jemand Erfahrungen? Wir sind leider ernsthaft am Überlegen, ob wir sie zeitnah erlösen müssen?

Wir sind um jeden Tip und jeden Rat dankbar.
Vielen Dank!
 
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Perron

Perron

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1.547
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im Speckgürtel von HH
Willkommen hier im Forum. Wegen der Blutwerte melden sich bestimmt noch andere User, die diese besser einschätzen können.

Wegen der Übelkeit - hast du mal Ulmenrinde probiert? - Meiner Katze hat das sehr geholfen, als ihr bei einer Krankheit durch Tabletten mal übel war. Es muss nur zeitversetzt zu Medikamenten gegeben werden, sonst kann man es gefahrlos geben.

Evtl. findest du hier ja noch ein paar Tipps: Tanyas umfassendes Handbuch über chronische Niereninsuffizienz bei Katzen

Ich drück die Daumen für deine Katze.
 
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Reaktionen: Unsere Seelenkatze
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Unsere Seelenkatze

Neuer Benutzer
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Vielen Dank.
Ulmenrinde haben wir schon versucht,aber leider ohne Erfolg...bzw nach dem 1. Mal oral gegeben,hatte sie sich das erste Mal übergeben.
Da waren wir dann so unsicher ob es hier hilft.

Auch Apfelpektin haben wir versucht über das Essen zu geben,mag sie leider nicht. Und wir sind ja froh,wenn sie überhaupt auch essen tut.

Ich glaube auch nur oder auf jeden Fall einen grossen Anteil verdanken wir Tanyas Seite,dass sie sie noch zwei gute Jahre hier auf Erden gewonnen hat
 
NaMa

NaMa

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LK NEA
Hallo, zum Blutbild kann ich leider auch nichts beitragen. Aber es gibt User hier, die sich damit auskennen.
Zum Thema Prednisolon/Cortison als kleiner Tipp: das kann man auch spritzen und Cortison regt auch den Appetit an. Mein Kater bekommt das Cortison aufgrund seiner Anämie auch gespritzt.
 
KristinaS

KristinaS

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Marzipanien
Wie hast Du die Ulmenrinde verabreicht? Bei unserer Schnuffi ging es gut als Sirup gekocht. 100 ml Wasser mit 1 gehäuften Teelöffel Ulmenrinde verrühren und kurz aufkochen lassen. Diesen Schleim (entschuldige, ein besseres Wort gibt es nicht) habe ich meistens in so eine Schleckpaste gerührt (ca. 3 ml) und eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Essen gegeben - Schnuffi liebte Glibber über alles.
 
U

Unsere Seelenkatze

Neuer Benutzer
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Wir haben dies auch so vorgenommen u Du hast schon Recht...es ist halt einfach Schleim.Lucy mag aber leider kein Glibber,wir hatten es ihr dann ins Mäulchen verabreicht.
Wir fragen uns auch...ihr wird ja wegen der Werte so schlecht sein,wir müssen ja die Gründe irgendwie wieder in den Griff bekommen.
U da fragen wir und ob das noch Sinn macht oder nicht
 

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