Epilepsie? Oder doch nicht?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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RobertKuhlmann

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Mitte August 2014 stürzte unsere Katze nachts vermutlich im Schlaf von der Rückenlehne eines Sessels auf den Boden. Wir sind von einem dumpfen Knall (wohl ihr Aufprall), ihrem anschließendem Geschrei und wildem Strampeln aufgewacht. Sie lag halb unterm Sessel auf der Seite liegend, mit heftigen und scheinbar zwanghaften Bewegungen der Beine, als wolle sie laufen oder aufstehen. Sie hatte offenbar keine Kontrolle und konnte sich nicht aufrichten. Herz und Atmung rasten wild, sie hatte Panik und war völlig erschöpft. Wir brachten sie sofort zum Notdienst der Tierklinik , wo sie nach etwas Ermutigung einige langsame Schritte machte. Sie bekam Catosal, Cortison und ein Schmerzmittel (Hexadreson; Buprenovet). Die körperliche Untersuchung ergab keine Hinweise auf eine Verletzung. Zuhause erholte sie sich zusehends, hatte großen Appetit und schlief einen Tag lang nicht (vermutlich von den Medikamenten). Unser Tierarzt vermutete aufgrund der Beschreibung zunächst ein Vestibulärsyndrom.

Einige Wochen später hörten wir plötzlich lautes Rumpeln aus dem Schlafzimmer: sie lag wild strampelnd auf dem Rücken unter dem Bett und drehte sich dabei im Kreis, die Krallen von unten in die Matratze schlagend. Als wir sie endlich hervor bekamen, war sie wieder sehr verängstigt und erschöpft, atmete heftig und konnte sich eine Weile nicht aufrichten. Sie war ganz steif und verkrampft. Die Pupillen waren geweitet, aber gleichmäßig. Nach einigen Minuten beruhigendem Streicheln auf dem Sofa erholte sie sich langsam und sprang zu Boden, wollte laufen.
Weitere unterschiedlich starke Anfälle folgten, mit etwa 7-10 Tagen Abstand. Erste Anzeichen waren anfangs meist ein hilfesuchender Blick mit großen Pupillen und ein Schrei. Beim Versuch aufzustehen kippte sie langsam zur Seite und hatte keine Kontrolle. Der Schwanz krümmt sich sichelförmig nach schräg oben. In Folge krampfte und strampelte sie manchmal, fiel dabei auch 2 mal vom Sofa, die dort liegende Decke mit sich reißend. Bei diesen "großen" Anfällen streckt sie zusätzlich die Vorderläufe verkrampft von sich, krümmt und streckt den Rücken, beginnt ohne Kontrolle wild zu strampeln und rollt sich über das Rückgrat hin und her.

Wir stellten mit der Zeit fest, dass bei sofortigem Eingreifen die Anfälle fast immer relativ schnell zu stoppen sind. Dann dauert es manchmal nur Sekunden und verläuft ohne Krämpfe oder Strampeln. Wir streichen mit langen, fließenden Bewegungen von Kopf bis Hüfte, ganz gleichmäßig, bis sie sich entspannt. Der Schwanz streckt sich dann und wird wieder weich. Dann hat sie auch wieder Kontrolle über die Beine und kann aufstehen und laufen. Bis es ganz vorbei ist, fühlt man in den Schwanzwirbeln auf etwa 5 cm Länge eine Art "Knacken", manchmal auch in der Wirbelsäule oder den Hinterläufen. Ihre Pupillen sind bei den Anfällen geweitet, aber beidseitig gleichmäßig. Herzschlag und Atmung sind je nach Heftigkeit des Anfalls auch danach noch erhöht.

Die Krampfanfälle kommen meist aus dem Liegen oder Schlaf heraus vor, können aber praktisch zu jeder Zeit einsetzen. Einmal ist es mitten im Sprung vom Boden auf einen Sessel passiert oder während wir ihr den Bauch gekrault haben.

Ende November hatte sie 4 Anfälle in 4 Tagen. Unser Tierarzt riet uns daraufhin zu einer Therapie mit Phenobarbital (Luminaletten), da alle Symptome auf Epilepsie hinwiesen. Vor allem zu Therapiebeginn ging es der Katze sehr schlecht, sie war enorm geschwächt und torkelte kraftlos, stürzte mehrfach und konnte sich manchmal kaum auf den Beinen halten. Der Toilettengang war fast unmöglich. Nach 3 Wochen war der empfohlene Serumspiegel noch nicht erreicht, weshalb die Dosis erhöht werden musste. Da sich die Zahl der Anfälle trotzdem nicht reduzierte sondern sogar erhöhte, brachen wir die Therapie am 8. Januar 2015 in Absprache mit dem Tierarzt ab, denn die Katze hat sehr unter den starken Nebenwirkungen gelitten. Es kam daraufhin nicht zu vermehrten Anfällen. Das Medikament scheint keinerlei positive Wirkung erzielt zu haben.

Laut unserem Tierarzt ist es unwahrscheinlich, dass epileptische Anfälle durch "Streicheln" gemildert oder gestoppt werden können. Die Diagnose Epilepsie steht daher erneut in Frage, obwohl die Symptome darauf hin deuten. Ziemlich sicher scheint jedenfalls eine neurologische Ursache, die unser Tierarzt nicht selbst diagnostizieren kann. Wir haben ähnliche Symptombeschreibungen bei einer Form von Ataxie gelesen, die durch eine Schädigung des ZNS entsteht (Trauma = ggf. Sturz im August; Degeneration der Wirbelsäule - Sammy hat im Lendenwirbel- und Hüftbereich vermutlich Arthrose, eine leichte Krümmung seitlich und die Hüfte steht links etwas tiefer.)
Im Sommer hatte sie einen Zeckenbiss am Maul, in unserer Region gibt es FSME- und Borreliose-belastete Zecken.
Sammy ist kein Freigänger, darf aber in Begleitung in den Garten. Sie ist 20 Jahre alt und seit einigen Jahren taub.
Gewicht früher bis zu 6,5 kg. Vor den Anfällen ca. 4,5 kg, bei Therapieabbruch am 8. Januar 3,8 kg.
Aktuelle Medikation:
• Carbimazol 2x 7,5 mg - w/Schilddrüsenüberfunktion - Laborwerte gut (w/Phenobarbital zuletzt etwas verschlechtert; verweigert derzeit Einnahme)
• Metacam 1x 4,5 Einheiten - w/Arthrose
• Nierenkur (Ampullen v. Heel?) 2x pro Woche w/chron. Niereninsuffizienz. Laborwerte seit langem stabil im oberen Normbereich oder leicht darüber
• Wurmkur bei Bedarf, etwa alle 6 Wochen (Anzeichen: Erbrechen, Leerkauen, Schmatzen, Appetitlosigkeit; Eosinophile ggf. erhöht).

Sammy hat trotz ihres Alters und aller Beschwerden noch viel Lebenswille und -freude.
Stark belastende Eingriffe, v.a. unter Narkose, wollen wir ihr aufgrund ihrer Verfassung und des hohen Alters aber nicht mehr zumuten. Daher wurde auf bildgebende Diagnostik (CT) verzichtet, um die Ursache der Anfälle genauer abzuklären.

Vielleicht gibt es Diagnostik- und ggf. Therapieempfehlungen, die verträglich und sinnvoll sind.
Im Vordergrund steht die Lebensqualität für die verbleibende Zeit.
Wir wären für entsprechende Hinweise oder Hilfe sehr dankbar.
 
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RobertKuhlmann

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Meine Lebensgefährtin hat meinen Artikel überarbeitet und vervollständigt, damit er möglichst genau und umfassend ist.

Ich habe inzwischen das Video eines heutigen größeren Anfalls hochgeladen: Sammy mit großem Anfall (youtube)
 
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Birgitt

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Hallo Robert

Willkommen im Forum

Also für mich sieht das schon nach einer Epilepsie aus.
Eigentlich würde ich dir ja zu einem CT raten.Aber da eure Sammy schon 20 Jahre alt ist kann ich es natürlich sehr gut verstehen das ihr Sammy keine Narkose zumuten wollt.

Und was anderes als ihr Luminaletten zu geben würde mir sonst auch nicht einfallen.

Ich hoffe das sich hier noch jemand meldet der euch weiterhelfen kann.
 
WütenderWookie

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Erinnert mich ein bißchen an unsere Madame....

Aber bei unserer wirkt das Phenobarbital.

Konnten Wechselwirkungen mit den anderen Medikamenten ausgeschlossen werden?
 
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RobertKuhlmann

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Wechselwirkungen können wir nicht ausschließen. Da sie eine Schilddrüsenüberfunktion hat und das Phenobarbital die Wirkung des Carbimazols verschlechtert, erklärt das ihre viel zu hohen T4-Werte unter der Behandlung. Allerdings lag die Priorität zunächst auf Verhinderung von großen epileptischen Anfällen, die sie nicht lange überlebt hätte. Leider eine Fehleinschätzung, wie sich im Nachhinein herausstellt, denn die Anfälle wurden durch das Phenobarbital nicht verhindert.

Was aber zu den Krampfanfällen führt, wissen wir ja immer noch nicht.

Hier noch ein Video eines kleinen Anfalls, bei dem nur der Schwanz gekrümmt ist und sie ich nicht auf den Beinen halten kann: Sammy, kleiner Anfall mit Sichelschwanz
 
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Birgitt

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Im Gegensatz zu dem anderen Video finde ich sieht das auf dem neuen Video für mich nicht nach Epilepsie aus.
Aber ich kenne mich damit auch zu wenig aus um wirklich etwas dazu sagen zu können.
 
WütenderWookie

WütenderWookie

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Das Einzige, was mir noch ins Auge gefallen ist:

Die häufige Entwurmung.
Man sollte eigentlich nur nach positivem Kotbefund entwurmen.
Was und wieviel gebt ihr da?
 
anjaII

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Mitte August 2014 stürzte unsere Katze nachts vermutlich im Schlaf von der Rückenlehne eines Sessels auf den Boden. Wir sind von einem dumpfen Knall (wohl ihr Aufprall), ihrem anschließendem Geschrei und wildem Strampeln aufgewacht.

Kann es durch den Sturz zu solch neurologischen Ausfällen kommen?

Evtl. würde doch eher ein MRT (oder besser CT ?, ich verwechsel das immer :oops: ) Aufschluß geben.

Mein Dunchen z.b. hatte eine Entzündung im Gehirn, welche bis ins Rückenmark gegangen ist (man nannte es neurologische FIP). Sie hatte dadurch auch Ausfallerscheinungen, jedoch etwas anderer Art.
 
Dodie

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Wurde das Herz schon untersucht? Krampfanfälle können auch von einer Herzschwäche kommen (wurde zumindest bei meiner Heidi so diagnostiziert) Sie bekam dann tgl. eine halbe Tablette Vasotop und hatte nie mehr einen derartigen Anfall.

Alles Gute für die hübsche Katze
 
Regine

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  • #10
Wurde das Herz schon untersucht? Krampfanfälle können auch von einer Herzschwäche kommen (wurde zumindest bei meiner Heidi so diagnostiziert) Sie bekam dann tgl. eine halbe Tablette Vasotop und hatte nie mehr einen derartigen Anfall.

Alles Gute für die hübsche Katze

Das sehe ich auch so. Das Herz sollte schnellstens untersucht werden, bitte bei einem richtigen Kardiologen.
Mein Louis hatte auch epilepiforme Anfälle und es stellte sich eine HCM (Herzinsuffizienz) heraus. Mit Beta-Blokker haben wir das super stabilisiert.
HCM ist ganz oft eine Begleit- bzw Folgeerkrankung der CNI.

Ist die CNI denn absolut gesichert diagnostiziert??

Also Ultraschall, Urin getestet worden?
 
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RobertKuhlmann

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  • #11
Danke für die zahlreichen Antworten. Ich muss erst einmal sortieren...

@ötte (wg. Entwurmung):
Wir haben früher relativ selten entwurmen lassen, weil Sammy eine reine Wohnungskatze ist.
Sie darf aber begleitet ab und zu in den Garten, im Haus wohnen noch andere Katzen und wir können über das Schuhwerk ja auch Wurmeier mitbringen. Als sehr zuverläassige Indikatoren bei Sammy, dass sie wieder mit Würmern kämpft, haben sich folgende Punkte über viele Jahre beobachtet herausgestellt:
- schmatzen ohne sichtbaren Anlass (bei zugleich seitlich geneigtem Kopf)
- tägliches Erbechen ohne Katzengras (meisten mit etwas verdautem Futter, öfter nur Spucke/Wasser)
-deutlich nachlassender Appetit/extreme Mäkeligkeit beim Futter

In den letzten Jahren war es immer die gleiche Prozedur: Nachdem die oben aufgeführten Symptome vorgekommen waren und wir sie entwurmt haben (eine Kombinationskur aus zwei Wurmmitteln, die unter die Haut gespritzt werden), war am nächsten Tag sofort Schluss mit dem Erbrechen und der Appetit wieder normal bzw. die Mäkeligkeit vorbei.

Ganz ähnliche Indikatoren haben wir bei ihr für Schmerzen. Wir können an ihrem Verhalten im Katzenklo inzwischen recht genau ablesen, ob die Metacam-Dosis ausreicht. Das ging so weit, dass wir die Dosis auf eine viertel Einheit genau einstellen konnten (wir wollten ihr davon schließlich so wenig, wie irgend möglich geben). Eine auch nur wenig geringere Dosis und "Madame" püschelt neben das Katzenklo. Man kann sprichwörtlich die Uhr danach stellen (also die Dosis danach einstellen). Und wir haben das selbstverständlich nicht nur an jeweils einem "Ereignis" festgemacht, sondern erst bei zwei- bis dreimaligem Danebenpüscheln die Dosis angepasst.

Wenn also mal ein Ausrutscher dabei war, hat das nicht gleich Auswirkungen auf die Metacam-Dosis.

Sobald wir bei Sammy auch nur den Verdacht eines Problems haben, sind wir mit ihr umgehend beim Tierarzt gewesen, denn wir wollen ihr ein möglichst Beschwerde freies Leben ermöglichen.

Seit ihre Krampfanfälle eingesetzt haben, hat sich natürlich einiges geändert und nichts ist mehr so wie früher - außer vielleicht das gelegentliche Einfordern bestimmter Rituale, wobei das in den letzten Tagen sehr stark nachgelassen hat.

@anjaII (Sturz, MRT, ZNS):
Wir würden bildgebende Diagnostik bei Sammy nur machen lassen, wenn sie sich wieder etwas erholt hat und wenn eine Chance auf eine Diagnose besteht, die behandelt werden kann und deren Behandlung wir Sammy auch zumuten können. Nur zum Zwecke der Gewissheit, wäre uns das Narkoserisiko zu hoch.

Und, ja, wir sind uns fast sicher, dass der initiale Sturz eine Verletzung verursacht haben könnte, die in der Folge zu den Anfällen geführt haben könnte. Wir lassen gerade abklären, ob es in diesem Bereich mögliche Diagnosen mit Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wenn es nur darum ginge, z.B. eine Hirntumor zu entdecken, der mit allerhöchster Wahrscheinichkeit bei einer Katze nicht operabel wäre, belassen wir es bei einer möglichst schmerzfreien Sterbebegleitung.

@Dodie:
Sammy bedankt sich für das liebe Kompliment. So gut möchten wir im Alter von 100 Jahren wohl alle gerne aussehen. :)

@Dodie und Regine(CNI, Herz):
Sammy hat ihre chronische Niereninsuffizienz schont seit mehreren Jahren. Soll heißen, ihre Nierenwerte sind seit Jahren leicht oberhalb der Normwerte. Sie bekommt deshalb eine spezielle Nierenkur (eine Kombination aus vier Präparaten von Heel). Mit dieser Behandlung und durch die optimale Einstellung ihrer Schilddrüsenwerte (mitten im Normbereich; mit Carbimazol) haben sich ihre Nierenwerte über die Jahre sogar verbessert, sodass sie bei der letzten Untersuchung, zwei Monate nachdem die Anfälle begonnen hatten, sogar deutlich innerhalb der Norm lagen (Kreatinin bei 117 - Norm bis 168; Harnst. bei 8,8 - Norm bis 11,3).

Ich werde aber unseren Tierarzt auf jeden Fall darauf ansprechen. Wenn eine kardiologische Ursache denkbar ist, dann sollten wir sie zumindest kontrolliert haben.

Ultraschall und Urindiagnose haben wir bisher nicht machen lassen, weil die Nierenwerte rückläufig und in der Norm waren. Aktuell kann das natürlich ganz anders aussehen, weil der T4-Wert jetzt über längere Zeit viel zu hoch war, was natürlich auch zu einem akuten Nierenversagen geführt haben kann. Wenn das passiert ist, haben wir allerdings wohl schon verloren, denn daraus gibt es kaum noch ein Entrinnen. Man kann eine Infusion machen und schauen, ob sich die Nieren erholen, aber das ist nur extrem selten erfolgreich.
 
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Dodie

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  • #12
Hierzu möchte ich noch anmerken, dass das Herzmedikament die Nieren sehr stark entlastet, weil es die Durchblutung fördert und den Blutdruck senkt.

Ja, ich wäre schon froh, wenn ich in meinem Alter noch so toll aussähe wie Deine Katze!
 
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RobertKuhlmann

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  • #13
Hierzu möchte ich noch anmerken, dass das Herzmedikament die Nieren sehr stark entlastet, weil es die Durchblutung fördert und den Blutdruck senkt.
Ich habe vorhin noch einmal mit unserem Tierarzt gesprochen, der sich mit Schilddrüsenüberfunktion bestens auskennt.Er hat bezweifelt, dass die Nierenwerte die am 19.12. noch perfekt waren, in so kurzer Zeit eskalieren. Die bei einer Nierenkrise zu erwartenden Symptome, die er mir beschreiben hat, liegen bei Sammy zum Glück (noch?) nicht vor.
Danke für den Tipp, denn schließlich wissen wir ja nicht, was noch alles auf uns zu kommt.

Ja, ich wäre schon froh, wenn ich in meinem Alter noch so toll aussähe wie Deine Katze!
Mit Mitte zwanzig? ;)
So schlimm wird's schon nicht sein. :stumm:
Mein Gefühl und Aussehen nähern sich jedenfalls rasant der Heesters-Liga, seit Sammy uns keine Nacht mehr durchschlafen lässt und den Tagesablauf bestimmt. Dabei hatte ich vorher auch schon genügend wenig Haare. Der traurige Rest strebt zunehmend ins Graue...

Aber wie ich schon andernorts schrieb: Sammy hat bei mir unbegrenzten Kredit.
 
Zaubermäuse

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  • #14
Mein Merlin hatte sehr ähnliche Probleme. Bei ihm allerdings immer aus dem Schlaf heraus und so heftig, dass er teilweise regelrecht durch die Luft flog.

Bei ihm war es genauso, dass er sich auch "aufwecken" und beruhigen ließ.

Er hatte ebenfalls eine SDÜ, gegen die er Medikamente kam.
Ich habe seit der Zeit viel darüber gelesen. Und es scheint als ob es da einen Zusammenhang gibt.
 
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  • #15
Epilepsie hat sicher viele Formen. Aber weder mein Kater noch meine Tochter ließen sich durch beruhigendes Streicheln da rausbringen, leider. Und das macht man ja immer irgendwie wenn man dabei ist.
Diabetis ist ausgeschlossen?
 
WütenderWookie

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  • #16
Was mir nicht aus dem Kopf will:
Das ist ja erst, seit dem sie gestürzt ist.

Kann es sein, das sie sich an der Wirbelsäule irgendwas "verklemmt" oder so stark geprellt hat, daß sie am Schwanz und den hinteren Beinchen plötzlich kein Gefühl mehr hat?
Und wenn das passiert, bekommt sie einen Panikanfall, weil sie nicht weiß, wie ihr geschieht.

Deswegen könnt ihr sie wahrscheinlich auch beruhigen und so aus dem Anfall befreien.

Das ist jetzt nur ganz wüst ins Blaue überlegt und heißt nicht, daß man alles andere ausser Acht lassen sollte.

Vlt sind es auch winzige Blutgerinnsel, die in den Rücken abwandern? Wenn das der Fall sein sollte, wird sie dabei Schmerzen haben.

Entwurmen:
Ich bin eher der Typ, der dem Tierarzt ein Kackeröhrchen auf den Tisch knallt und guckt, was denn da so los ist.
Ich finde es halt ein bißchen viel alle sechs Wochen.
Vlt mal gucken lassen, ob sie da nicht noch was Fieses im Magen-Darm-Trakt hat?

Ansonsten wüsst ich jetzt auch nichts mehr im Moment.

Berichte bitte weiter und alles Gute.
 
Regine

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  • #17
Robert, zur CNI - es ist sehr sehr ungewöhnlich, das ein Crea Wert wieder in die Referenz rutscht und dann noch so deutlich.
Da nie der Urin untersucht wurde oder ein US gemacht, sehe ich diese Diagnose nicht gesichert.
Der Crea kann auch durch andere Entzündungsherde im Körper erhöht sein, Zähne, Darm, Blasenentzündung, Schilddrüse oder Pankreatitis.

Lass unbedingt mal den Urin untersuchen, hier spezifisches Gewicht und Protein-Creatinin-Quotient. Wenn der in der Norm liegt, kann man CNI fast ausschließen.

Leider wissen das sehr viele TÄ nicht, sie sehen den erhöhten Crea im BB und peng, das Tier hat CNI. Stimmt aber nicht immer, ich hBe es selbst erlebt mit meiner Püppi.
Dazu ein US wäre perfekt, da kann man auch gleich das Herz mitschallen und das ganze Abdomen. Die Baustelle könnte ganz woanders liegen.
 
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RobertKuhlmann

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  • #18
Danke für die rege Anteilnahme und die vielen Tipps

Ich möchte mich bei euch allen noch einmal herzlich für die rege Anteilnahme bedanken. Vor allem dafür, dass ihr euch so viele Gedanken darum gemacht habt, wie ihr uns helfen könnt.

Leider haben wir die Futter- und Wasserverweigerung von Sammy nicht überwinden können und sie drohte uns zu verdursten und zu verhungern.

Sie hat sich in der letzten Nacht immer wieder kurz ausgeruht und hat dann unsere Nähe gesucht um den Bauch gekrault zu bekommen. Das war immer ihre Lieblingsbeschäftigung.Sie wurde aber immer schwächer und wir dachten schon, sie übersteht die Nacht garnicht mehr.
Aber sie hat sich nicht verkrochen, sondern wollte, trotz Jammern und offenkundiger Anstrengung, immer wieder von uns gekrault werden. Nur Wasser und Nahrung wollte sie weiterhin nicht anrühren.

Heute früh sind wir dann mit ihr zum Tierarzt und haben sie einschläfern lassen, denn auf keinen Fall wollten wir sie einfach verdursten lassen.

Vielleicht helfen die Beiträge hier aber zumindest anderen Katzenbediensteten, die nicht mehr weiter wissen und im Netz nach Rat suchen.

Ich vermerke zunächst einmal für mich ins Erfahrungsbuch:
Bei SDÜ vor einer Behandlung von Krampfanfällen mit Phenobarbital (Luminaletten) auf jeden Fall erst abklären, ob es sich wirklich um eine Epilespsieform handelt, die sich damit behandeln lässt.
 
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RobertKuhlmann

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  • #19
Robert, zur CNI - es ist sehr sehr ungewöhnlich, das ein Crea Wert wieder in die Referenz rutscht und dann noch so deutlich.
Diese Entwicklung erstaunt auch unseren Tierarzt jedesmal erneut. Er verschreibt eine spezielle Nierenkur aus vier Heel-Präparaten. Es ist letztendlich ein Sammelsurium aus pflanzlichen Wirkstoffen, die subkutan gespritzt oder ins Futter gemischt wird.
Dabei handelt es sich nicht um ein homöopathisches Mittel, denn es sind Wirkstoffe in messbarer Konzentration in den Injektionen enthalten.
Unser Tierarzt kann allerdings auch nicht erklären, warum diese Kur so erfolgreich ist und macht daraus auch keinen Hehl (kleines Wortspiel). Er kann lediglich aus Erfahrung berichten, dass die Kur bei seiner Klientel sehr erfolgreich ist.

Weil wir Sammy ja auch noch mit Metacam behandelt haben, hatten wir die Nierenwerte natürlich besonders kritisch im Blick. Aber sie sind über Jahre stabil geblieben. Im oberen Normbereich, aber stabil. Bis zuletzt das Einschwenken in die Mitte der Norm kam.

Da nie der Urin untersucht wurde oder ein US gemacht, sehe ich diese Diagnose nicht gesichert.
Der Crea kann auch durch andere Entzündungsherde im Körper erhöht sein, Zähne, Darm, Blasenentzündung, Schilddrüse oder Pankreatitis.
Sicherlich. Aber bestimmt nicht über Jahre hinweg. Insofern ist die CNI (leider) ziemlich sicher. Aber sie ist bei Sammy nie eskaliert.

Leider hat Sammy es aber nicht mehr geschafft, wie ich vor kurzem schon schrieb. Mit fast 21 Jahren hat sie ein respektables Alter erreicht. Durch die Nahrungs- und Wasserverweigerung hat sie uns deutlich signalisiert, dass es jetzt an der Zeit ist zu gehen.
 
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Birgitt

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  • #20
Das ihr Sammy gehen lassen mußtet tut mir sehr Leid.
Sie hat euch gezeigt das sie nicht mehr konnte und ihr habt für sie die richtige Entscheidung getroffen.
 
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