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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 11.07.2017, 17:13   #1
sonnenseite
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Standard Zusammenführung zweier Katzen - brauche Nerven, Tipps und Daumen :)

Hallo zusammen,

ich habe mich hier im Forum angemeldet, da wir seit Montag einen Neuzugang haben und dies unsere erste Zusammenführung ist (für Erstkatze, meinen Mann und mich ).
Vielleicht stellen wir uns erstmal vor:

Vor 11 Jahren zogen 2 Katzen bei uns ein, ein Kater und eine Katze (Mini). Die 2 waren 10 Jahre lang ein Herz und eine Seele, haben gemeinsam gekuschelt, gespielt, sich geputzt und immer zusammen gelegen. Nach langer Krankheit mussten wir den Kater dann leider im Mai 2016 gehen lassen, von da an blieb die Katze "Mini" alleine.
Mini war in dem Gespann eigentlich immer diejenige, welche die Nähe zu ihrem Kater gesucht hat und daher auch irgendwann wieder einen Partner bekommen sollte. Nach dem Tod ihres Partners haben wir allerdings etwas abgewartet, da sie anfangs total aufgeblüht ist. Gegen Ende der Krankheit hat sie relativ wenig Aufmerksamkeit bekommen und hat sich daher erstmal gefreut, die einzige "Prinzessin" zu sein.
Da sie aber als ehemalige Straßenkatze im Rudel aufgewachsen und eigentlich auch gut sozialisiert ist, haben wir uns dazu "durchgerungen" ihr wieder einen Partner an die Seite zu stellen. Im örtlichen Tierheim sind wir dann am Montag auch fünfig geworden.
Soviel zur Vorgeschichte, jetzt mal die technischen Daten:

- Erstkatze "Mini", ca. 12-14 Jahre alt, ehemalige spanische Straßenkatze, 10 Jahre lang mit Kater zusammengelebt, sehr gesellig mit Katze und Mensch, Schmusebacke, aber "große Klappe" gegenüber anderen Katzen und hatte immer die Hosen an. Mini hat seit einem Jahr Atrhose in den Ellenbogen, ist daher nicht mehr so mobil. Sie raufte früher gerne, kann aber nicht mehr so gut springen.

- Gesucht haben wir: "standfesten Kater", der sich von Geschimpfe und Gemecker nicht zu sehr beeindrucken lässt, gleichzeitig aber eher ruhig ist und nicht ständig spielen/raufen will, da Mini das nicht mehr kann

- Gefunden haben wir: Katerchen "namenlos", 6 Jahre alt, totale Schmusebacke, mit allem und jedem verträglich, aber sehr ruhig und überhaupt nicht an Rauferei interessiert. Auch spielen findet er eher unspannend. In der Katzengruppe im Tierheim saß er mittendrin, ließ sich unbeeindruckt anfauchen, war aufgeschlossen, aber nicht aufdringlich, ließ sich auf den Arm nehmen und kam offensichtlich mit den anderen 4 Katzen sehr gut klar. Da der Charakter trotz des Altersunterschieds sehr gut zu passen schien, haben wir uns für ihn entschieden und mit zu uns genommen.

Zuhause ist er erstmal ins Arbeitszimmer eingezogen, mit Klo, Futter, Versteckmöglichkeit und allem, was Katzi so braucht. Da hat er sich ganz in Ruhe umgesehen und war sofort entspannt. Mini hat das ganze nicht sonderlich interessiert.

Nach ein paar Stunden haben wir die Tür testweise einmal geöffnet, die 2 haben sich Nase an Nase begrüßt, kurz gefaucht und gebrummelt, aber dann war gut.
Mini hat sich ins Schlafzimmer verzogen und da geschlafen, war aber sehr entspannt. Also hab ich die Tür kurz aufgelassen und mich zu ihr gelegt und sie beschmust. Das Katerchen ist dann kurz ins Wohnzimmer marschiert. Mini ist wach geworden, hat ihn entdeckt und ist zu ihm hin. Sie hat dann angefangen zu Drohen (Brummen ging über in Jaulen) und dann hab ich sie getrennt. Der Kater hat sich versteckt und die Katze wollte ihn anscheinend verprügeln.
Mit so einer Reaktion habe ich nicht gerechnet, da Mini jahrelang einen Partner hatte und auf der Pflegestelle mit 5 anderen Katzen und Hunden zusammen wohnte. Auch fremder tierischer Besuch (Hunde) war nie problematisch.

Wir haben das Katerchen nun wieder ins Arbeitszimmer einquatiert und ein Babygitter installiert, so dass die 2 sich nur sehen können.
Auch haben wir Minis Fressstelle bei der Tür platziert, die des Katers ist auch in der Nähe.

Unsere Katze ist jetzt ganz entspannt, wenn sie den Kater im Zimmer durch das Gitter beobachtet und futtert ohne Probleme. "Katerchen" ist jetzt dank der Ansage etwas eingeschüchtert und beobachtet die Katze erstmal aus einem Versteck (Stuhl mit Bettlaken). Er kommt heraus, wenn die Katze nicht sichtbar ist, hält aber Abstand, wenn sie an der Tür steht.

Wir haben jetzt 2 Aufgaben:

1. Der Katze die Aggression gegenüber dem Eindringling nehmen.
2. Dem Katerchen die Angst vor der Katze nehmen.

Ich hoffe wir haben die Vergesellschaftung nicht gestern durch den ersten Kontakt mit "Kampfansage" verhunzt.
Leider gibt es so viele verschiedene Wege für Zusammenführungen. Manche sagen: Katzen nicht trennen so lange kein Blut fließt. Ich befürchte aber, dass unsere Madame dem Kater dann die Leviten lesen wird mit Prügelei und dass er dann noch mehr Angst bekommt.
Andererseits soll man die Katzen ja durch die Gittertür vorsichtig annähern und z. B. beim Spielen oder Füttern positive Verbindungen erzeugen.
Problem ist nur, dass der Neuzugang nicht spielt (wie beschrieben) und an Essen recht wenig Interesse zeigt. Nur Schmusen findet er super

Wir werden daher die Tür mit Sicherheitsgitter die Woche über auflassen, wenn wir da sind und die 2 über das Schmusen langsam zusammen bringen. Der Neuzugang soll lernen, dass unsere Katze kein Drache ist und er sich auch mit offener Tür im Zimmer bewegen kann.
Wenn das Gitter dazwischen ist, dann ist Mini nämlich ganz ruhig und beobachtet das Kerlchen nur (ohne zu Starren o.ä.).
Ebenfalls werden wir die zwei auch ab jetzt immer gemeinsam füttern, so dass sie eine positive Verbindung herbeiführen können.

Über weiter Tipps, etwas "Mutmachen" und Ratschläge wäre ich dankbar. Viele liebe Grüße!
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Alt 11.07.2017, 18:24   #2
tiedsche
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Ein Babygitter ist bei Katzen keine gute Wahl, weil nicht sicher - hops und drüber sind sie (zur Not auch mit Arthrose)
Baut euch bitte eine Gittertür und lasst diese drin.
Den Sichtkontakt auch bitte nicht unterbrechen und bei Abwesenheit die Tür nicht schließen.
So sieht ein Katzentaugliches Gitter aus, billig und schnell gebaut
Gittertür selber bauen - Tipps gesucht

Wenn ihr immer neben den Katzen steht und kontrolliert macht ihr sie nur kirre Voresrst geht's nur darum, dass eure Dame sich mit dem Neuzugang in der Wohnung abfindet.
Beide sind sozial, da wird das mit Ruhe und Geduld schon klappen.

Aufgabe 1: Tür bauen

Und das kommt viel später
Zitat:
Wir haben jetzt 2 Aufgaben:

1. Der Katze die Aggression gegenüber dem Eindringling nehmen.
2. Dem Katerchen die Angst vor der Katze nehmen.
Achja, auch ganz wichtig jetzt: Bitte alle gewohnten Tagesroutinen beibehalten und da jetzt nicht auch noch was ändern. Der Alltag gibt Sicherheit und der Neue ist gradstressig genug.
Bitte auch nicht beruhigend auf die Katzen einreden, dann denken sie erst recht "???? was los". Lasst sie einfach nebenher laufen
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Alt 11.07.2017, 21:27   #3
sonnenseite
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Huhu, danke für deine schnelle Antwort.
Dann lassen wir die Tür mal auf und warten ab. Dass Mini über das Babygutter kommt können wir zu 100% ausschließen, sie kommt maximal auf das Sofa und ins Bett. Und "Katzi2" macht derzeit keine Anstalten, der hat derzeit eher Angst vor unserem Mini-Drachen.
Aber wir werden uns da noch was überlegen. Vermutlich ist das wie so oft: einfach Geduld haben.
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Alt 11.07.2017, 22:43   #4
tiedsche
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Zitat:
Dass Mini über das Babygutter kommt können wir zu 100% ausschließen, sie kommt maximal auf das Sofa und ins Bett.
Ihr kennt eure Katze
Zitat:
Vermutlich ist das wie so oft: einfach Geduld haben.
Darauf wird es hinauslaufen
Beide Katzen sind gestandene Persönlichkeiten. Kätzinnen sehr revierbewußt.
Gebt ihr mal ein paar Tage, um den ersten Schock zu verdauen. Bis dahin fühlt der Kater sich auch schon sicherer im neuen Umfeld und läßt sich hoffentlich auch nicht mehr so schnell einschüchtern
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Alt 13.07.2017, 08:57   #5
sonnenseite
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Guten Morgen liebes Forum,

heute schreiben wir Tag 4 der Zusammenführung, ich wollte mal den aktuellen Status durchgeben.
"Katerchen" wohnt im Arbeitszimmer mit Babygitter, unsere Katze hat den Rest der Wohnung. Beide Katzen haben derzeit kein eigenes Interesse an Kontakt zur anderen Katze, wir fördern daher den vorsichtigen Kontakt beim Füttern.
Minis Futterplatz steht gegenüber der Arbeitszimmertür, so dass sie Kontakt aufnehmen kann.
Das Katerchen kann sie beim Füttern beobachten, sich allerdings auch bei Bedarf aus dem Blickfeld zurückziehen. Derzeit laufen die Fütterungen so ab:

Mini futtert mit dem Gesicht zum Arbeitszimmer und beäugt den Neuankömmling, gestern hat sie zwischendurch beim Füttern auch gefaucht und ein etwas langezogeneres "Miauuuuu" von sich gegeben.
"Katerchen" liegt dabei in seinem Transportkorb und beobachtet sie mit großen Augen, hat aber keine extreme Angst. Aus dem Korb traut er sich aber nicht.

Heute morgen verlief die Fütterung harmonischer, Mini hat nur geschaut, aber nicht gefaucht oder gesungen. Trotzdem ist sie noch nicht zu 100% einverstanden damit, da sie ihre Portion teilweise liegen lässt und den Ort des Geschehens verlässt. Wir lassen sie dann einfach ihren Weg gehen und drängen sie nicht.

Das Katerchen kann übrigens über die Gittertür hüpfen, wenn er möchte (wie zu erwarten). Gestern morgen hat Mini im Wohnzimmer geschlafen, wie sie es immer Vormittags tut. Ich hab dann leise die Tür geschlossen und den Kater über die Tür gehoben. Das fand er ziemlich doof und ist sofort wieder zurück gehüpft.
Allerdings kam er dann 2 Minuten später von alleine mit, als ich ihm die Gittertür geöffnet habe und er konnte sich die Wohnung etwas ansehen. Nach einer kurzen Entdeckungsreise ist er dann wieder in "sein" Zimmer gehüpft.

Eventuell ist die halbhohe Gittertür für ihn eine gute Möglichkeit um frei zu wählen, wann er sich in die "Höhle des Drachens" begibt oder nicht. Sollte Mini dann doof werden, dann kann er sich ohne Probleme selbst ins Arbeitszimmer "retten".

Wir werden die Tür auf jeden Fall nicht entfernen, solange nicht entspanntes fressen bei Mini möglich ist und der Kater sich nicht freiwillig im Zimmer bewegt, wenn die Katze in Hör- oder Sichtweite ist.
Ich befürchte, dass das noch etwas dauern wird.

Soweit der Stand der Dinge. Ich hoffe sooo sehr, dass die beiden sich zumindest akzeptieren können. Mini hat ihren Tiger extrem geliebt, daher wäre es für sie schön einen Freund zu haben.
Und das neue Katerchen ist einfach nur toll: lieb, schmusig, vorsichtig, zutraulich, aber nicht aufdringlich. Allerdings hat er wirklich gar kein Interesse am Spielen, vermutlich hat er das nie gelernt.
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Alt 13.07.2017, 09:34   #6
tiedsche
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Meine Gedanken dazu:

Ihr seid zu schnell
essen sollte immer ohne Stress stattfinden können. Da Mausi murrt und auch Essen liegen läßt ist die Stelle zu nah.
Ich würde den Kater nicht mit"Gewalt" aus dem Zimmer holen.Er soll seinen Safeplatz im fremden Revier haben und die Altkatze wird nicht überfordert, weil der Neue schon im gesamten Revier rummarschiert.
Ihr möchtet gern was tun - was ich verstehe - aber ich würde es zum jetzigen Zeitpunkt treiben lassen. Dass sie sich mehr oder weniger ignorieren ist ein gutes Zeichen (Ignoranz ist kätzische Höflichkeit) und der erste Schritt in die richtige Richtung. Der nächste Schritt sollte freiwilliges Interesse sein.
Der Kater kann raus, aber er will nicht. Bitte das so akzeptieren und nicht forcieren. Er weiß was sich gehört, ihr nicht
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Alt 13.07.2017, 09:39   #7
sonnenseite
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OK, verstanden.
Aber war machen wir, wenn von beiden Katzen wirklich überhaupt kein Interesse besteht oder kommen wird? Beide Katzen wollen derzeit gar keinen Kontakt durch die Gittertür aufnehmen. Was, wenn sich das gar nicht ändert? Oder bin ich da jetzt auf dem Holzweg?

Edit: DANKE für die Unterstützung, das hilft sehr. Futterplatz haben wir wieder umgestellt und ab jetzt bleibt alles so wie es war quasi, wir tun so als wäre es nie anders gewesen.

Und dabei hatte ich schon so lange Katzen und dann ist das doch wieder alles neu.

Geändert von sonnenseite (13.07.2017 um 09:48 Uhr)
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Alt 13.07.2017, 09:51   #8
Schnurr13
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Das Interesse kommt schon noch. Das ist reine Höflichkeit - sie bedrängen einander nicht - super. Lass die Tiere machen.
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Alt 13.07.2017, 09:54   #9
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Nicht über die "was ist wenns" nachdenken ist der beste Weg zum happy End.
Gebt ihnen mal ne Woche
Ihr könnt vielleicht eine Pappkarton oder Stuhl mit Decke vor dem Gitter platzieren - dann kann jede Katze aus der Deckung heraus beobachten, wenn sie möchte.

In der Zeit könnt ihr euch gern abends mal an die Gittertür setzen und vielleicht langsam ein gemeinsames Abendritual etablieren - Rituale verbinden. Vielleicht Leckerlis verteilen (nicht hektisch und so, dass keine näher an das Gitter muß als freiwillig gewollt, eher in die entgegengesetzte Richtung werfen. Klappt das, viel freundliches Zeug brabbeln und für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Jeder darf, keiner soll. Keinen Druck aufbauen. Ist das noch Zuviel einen Schritt zurück
Wenn das klappt, könnt ihr zb eine Decke in die Nähe liegen und mit einem Stab drunter Mäuschen spielen.
Ziel: beide Katzen sollen lernen, dass vom anderen keine Gefahr ausgeht. Spiele mit Bewegung sind deutlich "gefährlicher", Durch Beobachtung schätzen sich die Katzen langsam ein und merken hoffentlich, dass keine Gefahr droht

Aber lieber zu langsam, als zu schnell vorgehen.
Ich bin sicher das wird klappen bei euch
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Alt 13.07.2017, 11:51   #10
sonnenseite
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Ja genau, keine "Was wäre wenns?"

Bei meinem Pferd ist die Vergesellschaftung immer viel einfacher, der kommt eigentlich mit allem und jedem klar und ist auch für neue Pferde in der Herde immer anfangs der "Papa".
Daher hab ich mir da eigentlich noch nie Sorgen gemacht.

Ich denke es wird schwierig beide Katzen mit Leckerlies oder Spielen zusammen zu bringen, wenn es an der Zeit ist.
Mini wollte gar nicht spielen an der Gittertür, war mit "Eindringling anstarren" beschäftigt. Jetzt im Nachhinein einfach, weil es vermutlich für Spielen/Füttern noch nicht an der Zeit ist.

Poldi (so haben wir "Katerchen" jetzt getauft) spielt generell gar nicht, das sagten die Leute im Tierheim auch schon.
Wenn ein Mensch im Zimmer ist, dann ist er schon gut aufgetaut. Kommt schmusen, fressen usw. Aber er spielt nicht, weder mit der Katzenangel, noch mit dem Bommel von meiner ausrangierten Gerte (Minis Lieblingsspielzeug) und er jagt auch keine geworfenen Leckerlies, die er aber aus der Hand frisst. Er fängt auch keine "Mäuse unterm Handtuch", worauf eigentlich jede Katze reagiert, die ich kenne.
Ich könnte auch irgendwo noch einmal nach Spielbällen gucken und ganz eventuell haben wir auch den Laserpointer noch, auch wenn der ja als Spielzeug umstritten ist. Aber darauf reagieren auch viele Katzen.
Schnüre beobachtet er interessiert, aber pfötelt nicht danach. Eigentlich ist das nicht so schlimm, weil Mini ja eh keinen Raufbold gebrauchen kann, aber es kommt mir einfach komisch vor. Poldi ist erst 6 Jahre alt und will gar nicht spielen? Er ist aber absolut nicht unzufrieden dabei.
Aber unser alter Kater hat quasi auch gar nicht gespielt. Mit Mini hat er ab und zu gerangelt, aber das war es auch. Der war ähnlich wie Poldi, kam viel Schmusen, war gerne dabei, aber spielen musste er eigentlich nicht und gestört hat ihn das eigentlich auch nie.

Hier ein paar Eindrückke von den Katzen:

Mini mit ihrer großen Katzenliebe Tiger, er fehlt uns noch jeden Tag:



Sogar im Transportkorb wurde gemeinsam geschlafen (auch wenn der eigentlich viel zu klein war):


Der Neuankömmling "Poldi":


Und seine "Beobachtungsplattformen", von denen man aus in den Flur sehen kann. Da liegt er auf der Lauer Im Flur werde ich was ähnliches installieren:
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