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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 26.02.2012, 13:49
  #1
Coopy&Kira
Neuling
 
Registriert seit: 2012
Beiträge: 5
Standard Kater sehr aggressiv/gereizt, wir wissen einfach nicht mehr weiter...

Hallo,

tja nun ist es soweit, wir sind mit unserem Latein am Ende und hoffen, ihr habt Rat für uns.
Und es tut mir leid das es so lang geworden ist

Mein Mann und ich haben einen knapp 3 jährigen Sohn und inzwischen 2 Wohnungskatzen.
Seit ca. Mitte Juli/Ende Juli 2009 haben wir unseren Kater Coopy, geboren Mai 2009. Er ist eine Mischung aus Norwegischer Waldkatze( Mutter ist eine, wir haben sie auch gesehen) und der Vater ist reiner Hauskater wohl gewesen. Bei Coopy erkennt man optisch nichts was nach Waldkatze aussieht, nur an den Ohren erahnt man es.

Es war ein privater Kauf, er hatte wohl auch Geschwister aber es waren schon alle vermittelt. Jetzt so im Nachhinein haben wir irgendwie ein komisches Gefühl, als ob hm naja irgendwas vielleicht mit ihm war, schonmal abgegeben oder so, kann das schlecht beschreiben leider, vielleicht ist das auch nur Einbildung.

So, die ersten Monate lief alles normal, gut ich bin mit Katzen aufgewachsen und die Kleinen sind ja meist sehr wild und verspielt, nur irgendwie legte sich dieses Wilde nicht ab und es entwickelte sich zum aggressiven Verhalten über. Sprich, plötzliches angreifen uns gegenüber, festbeißen in Armen und Beinen, Fauchen usw. Ich betone hier aber, nie unserem Sohn gegenüber, da hat Coopy wohl großen Respekt. Er kratzt auch immer wenn er sauer ist oder genervt ist grundsätzlich Nachts an der Zimmertür unseres Sohnes. Für uns sieht das nach Aufmerksamkeit aus und er weiß wir wollen ja nicht dass unser Sohn davon wach wird und Coopy weiß dann ja, einer steht auf dann.

Grundsätzlich streicheln wir ihn nur, wenn er das möchte, also wir bedrängen ihn nicht oder so, er bekommt seine Ruhe, aber er kommt oft wenn man auf der Couch sitzt auf den Schoß und will gekrault werden, doch urplötzlich beißt er in den Arm und sich dann fest, kriegt man ihn los, springt er einen direkt an, auch mal ins Gesicht.

Hatten dann mit unserem Tierarzt gesprochen und wir wollten die Kastration dann abwarten, wie es sich dann entwickelt. Tja leider wurde nichts besser sondern immer schlimmer, hatten auch diesen Stecker Feliway ausprobiert aber das brachte nichts leider. Dann stand für August 2010 ein Umzug in eine andere Stadt an. Unser Tierarzt meinte dann auch, vielleicht fühlt er sich dann ja in der neuen Umgebung wohler und es bessert sich, er könnte aber eben wegen kleinem Kind verstehen wenn wir den Kater abgeben, wenn es sich nicht ändert, einzige Alternative wäre noch der Versuch mit einer zweiten Katze, aber er könne verstehen wenn es für uns zuviel wäre.
Achso gesundheitlich war bis jetzt immer alles gut und wir lassen unsere Katzen regelmäßig durchchecken.

Wir sind dann umgezogen und haben ersteinmal abgewartet, aber es besserte sich leider nichts. Wir sind dann in ein Tierheim um eine zweite Katze dazuzuholen, haben uns auch beraten lassen, dass es dann passt vom Typ her. Wir haben dann ein Kätzchen genommen von ca. 12/13 Wochen, eine Katze. Sie ist total anders, sehr verschmust und pflegeleicht nenn ich es mal.
Tja was soll ich sagen, mit den Wochen wurde es alles wieder besser, unser Kater ließ uns in Ruhe und ließ seinen Frust dann an Kira ab, die sich aber gut wehren konnte und durch ihre Größe natürlich auch schnell und leicht verstecken konnte. Natürlich waren die Verhaltensmuster von Coopy nicht einfach weg, aber es war viel entspannter alles, bis Herbst letzen Jahres…

von heut auf morgen ging das Theater wieder extrem los, zwar nicht so viel gegen uns aber nun extrem gegen Kira. Er schmeißt sich so auf sie drauf das sie sich nicht mehr befreien kann, beißt sich fest, Fell fliegen Büschelweise rum und sie hat panische Angst vor ihm und kann sich kaum noch frei bewegen und liegt sie mal irgendwo, dann kommt Coop direkt wieder an und vertreibt sie. Wir haben versucht, das sie es untereinander selbst regeln, mal versucht ihn abzulenken oder einfach mal zufällig daherzugehen, aber manchmal oder häufig ist es so, das man dazwischen gehen muss… unsere neue Tierärztin meinte, solange die Kleine eine Rückzugsmöglichkeit hat ist alles normal(achso Kira ist natürlich auch kastriert) so bis vor kurzem hatte sie die unter der Couch, doch selbst dort hat sie keine Ruhe mehr.

Wir haben auch vor ein paar Wochen bei uns im SZ an der Wand aus einem alten Kratzbaum viele Kletter-und Höhlenversteck-Möglichkeiten geschaffen, in der Hoffnung sie verteilen sich beide mal. Aber wehe Kira liegt irgendwo, kommt Coopy und vertreibt sie. An sich haben sie genug Körbchen und einen großen Kratzbaum im WZ. Auch getrennte Futterbereiche.

Heute morgen zum Beispiel, Coopy kratze wieder an der Tür unseres Sohnes, man sagt dann „Coopy nein“, und schon jagt er die kleine wie wild. Mein Mann packte sie dann oben im SZ in so ne Kiste vom Baum, damit sie dort Ruhe hat, aber der Kater kommt dann auch wieder sofort und vertreibt sie dort.

Wir spielen mit beiden, wobei der Kater dann keinen Bock hat und sich direkt hinlegt, wir haben oft das Gefühl ihm ist langweilig, er ist genervt von unserem Sohn, der natürlich lauter spielt, er wirkt einfach so unzufrieden, wir denken auch oft er gehört nach draußen auf einen Bauernhof wo er sich austoben könnte, leider kann er hier nicht raus…

Uns tun einfach beide leid und wir wissen einfach nicht mehr weiter…wir denken auch oft drüber nach Coopy irgendwo abzugeben wo er raus kann und er es dort vielleicht besser hat, aber man will ja auch nicht direkt aufgeben, man liebt das Tier ja auch, aber ich gebe auch zu, wir haben ständig auch Angst wegen unserem Sohn, noch macht Coopy nichts, aber man weiß ja nie und es ist auch traurig das unser Sohn immer Angst vorm Kater hat.

Was wir überlegt haben, jetzt mal mit Coop zum Tierarzt zu gehen und ihn nochmal richtig durchchecken lassen, aber wenn gesundheitlich alles gut ist und sich so nicht ändert wissen wir keinen Rat mehr…vielleicht haben wir auch viel falsch gemacht? Ich weiß es nicht...

Ich hoffe ich habe nichts vergessen und ihr habt vielleicht noch Ideen für uns wie wir das hinkriegen oder so. Es tat gut das einfach mal alles aufzuschreiben, weil es für alle belastend ist.
Gruß
Coopy&Kira
Coopy&Kira ist offline  
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Alt 26.02.2012, 14:34
  #2
Coopy&Kira
Neuling
 
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Beiträge: 5
Standard

Hallo,

Entschuldigung, kein Problem.
Dann schreib ich nochmal alles eben auf:
Also Coop ist am 11.05.09 geboren, geholt haben wir ihn Mitte Juli 2009 genauen Tag weiß ich leider nicht mehr.
Kastriert wurde er dann mit ca. 6 Monaten.
Er war dann bis Ende September 2010 bei uns allein, bis wir Kira aus dem Tierheim holten. Kira wurde ca. Mitte/Ende Juli 2010 geboren, das konnte man im Tierheim nicht genau sagen. Sie wurde Mitte März 2011 dann kastriert.
Somit sind sie zusammen jetzt fast 1 1/2 Jahre.
Gruß
Coopy&Kira ist offline  
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Alt 26.02.2012, 14:41
  #3
gisisami
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Beiträge: 14.557
Standard

Zitat:
Der Kater ist ganz einfach chronisch unterfordert und gelangweilt. Während die Katze chronisch überfordert ist mit dem Kater.
Sorry aber im Tierheim wurdet ihr schlecht beraten. Anstatt zu einer 12 Wochen alten Kätzin hätten die euch zu einem Kater im selben Alter und mit dem selben Charakter wie eurer ist raten müssen.
So sehe ich es euch, leider..
Denn nun stellt sich die Frage, was tun? um allen gerecht zu werden.
Kira wieder abgeben?
Den Kater zu einem anderen Kater geben?
Einen Raufkumpel (sprich Kater) zu Eurem holen plus Kira?

Da müßt ihr entscheiden - was das Beste für Eure Tiere ist.

LG
gisisami ist offline  
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Alt 26.02.2012, 14:53
  #4
Coopy&Kira
Neuling
 
Registriert seit: 2012
Beiträge: 5
Standard

Zitat:
Zitat von gisisami Beitrag anzeigen
So sehe ich es euch, leider..
Denn nun stellt sich die Frage, was tun? um allen gerecht zu werden.
Kira wieder abgeben?
Den Kater zu einem anderen Kater geben?
Einen Raufkumpel (sprich Kater) zu Eurem holen plus Kira?

Da müßt ihr entscheiden - was das Beste für Eure Tiere ist.

LG

Hm da geht man extra ins Tierheim um nichts falsches zu machen...wir waren offen für alles, ob klein oder schon älter usw. uns wurde nur ne Kleine empfohlen, Kira speziell weil sie eine liebe, ruhige Katze ist die sich aber auch wehren kann und drauf geben kann und das wäre für Coop besser, wurde uns so gesagt halt.
Klar deine Fragen sind richtig und wir müssen selbst entscheiden, ich hatte nur gehofft man kriegt das ohne diese Optionen hin, aber klar so geht es für alle nicht weiter...aber eine dritte Katze geht leider definitiv nicht, Platztechnisch wäre das für alle Katzen dann zu wenig.

Und wie oben jemand schrieb, er ist unterfordert und sie überfordert. Kann man denn gegen die Unterforderung was tun? Habt ihr Ideen?
Verstehe ich das denn an sich richtig, das es besser wäre wenn beide ich sag mal getrennt wären, also entweder sie weg und ein Raufbold dazu oder Coopy weg zu nem Raufbold quasi, oder besteht die Möglichkeit beide zu behalten und grundlegend noch eine Änderung rein zu bringen?

Schlimm das man sich darüber so Gedanken machen muss
Coopy&Kira ist offline  
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Alt 26.02.2012, 15:30
  #5
Coopy&Kira
Neuling
 
Registriert seit: 2012
Beiträge: 5
Standard

Ja im Nachhinein wäre es besser gewesen lieber direkt 2 Katzen zu holen als so... und dann möchte man ihm was gutes tun und wird völlig falsch beraten und hat jetzt den Salat... und naja man dachte da Anfangs es mit den beiden gut lief behält man Kira, sonst hätten wir sie ja direkt wieder zurück gebracht.
Ja es ist ne echte Zwickmühle, Kira tut uns natürlich auch sehr leid, sie leidet ja richtig, aber Coopy tut uns ja auch leid, wir wollen ja auch nicht das er immer der böse ist, finde die Aussage eh nicht passend da ja alle leiden und er es ja nicht macht um uns zu ärgern. Wir schimpfen ja auch nicht schreiend und hauen ja auch nicht usw.
Wir denken ja auch die beiden müssten es untereinander regeln, aber sie kommt dann nicht mehr los und kreischt so extrem und lang, dass man dann denkt "du musst jetzt dazwischen gehen", aber optimal ist das ja auch nicht.

Wir sind ja auch bereit alles zu tun was nur geht um es doch hinzubiegen, sofern das möglich ist.

Also unser Sohn wird in Ruhe gelassen, das ist richtig. Aber unser Sohn wuchs ja so auf das er bei Coopy vorsichtig sein muss und unser Sohn sollte ja auch lernen das Katzen auch ihre Ruhe brauchen und er ihn nicht einfach ständig streichelt usw. aber unser Sohn hat halt wie Coopy vor ihm,großen Respekt und ich sag mal liegt der Kater auf seinen Spielteppich, traut er sich nicht in die Nähe, das Wort Angst ist vielleicht zu übertrieben gewählt.
Tagsüber dürfen die Katzen in das Kinderzimmer, aber Mittags und Nachts ist die Tür halt zu.
Coopy&Kira ist offline  
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Alt 26.02.2012, 15:55
  #6
Coopy&Kira
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Registriert seit: 2012
Beiträge: 5
Standard

Zitat:
Zitat von Kaminze Beitrag anzeigen
Okay.
Wenn Coopy Kira so direkt angeht, dass sie keine Fluchtmöglichkeit mehr hat, geh dazwischen.
Stell Dich einfach dazwischen, sag Nein!
Es geht ja nicht, dass er sie vor Deinen Augen vermöbelt und sie in die Enge getrieben wird.

Ansonsten:
Konntest Du mit meinem link, der Anregung mit getrennten Spiel- und Clickerzeiten etwas anfangen?
Ich verbinde damit die Hoffnung, dass Coopy ausgelasteter und kontrollierter wird und Kira eben selbstsicherer.
Gemobbte Katzen sind auch immer unsichere Katzen, die es auch mit sich "machen lassen"
Schon an der Art, wie sich Kira bewegt merkt Coopy "Ha! dankbares Opfer"
Wobei - er meint es nicht "böse". Er ist Katze.

Wenn Coopy Euch unvermindert angreift solltet Ihr ihn sofort weg setzen und laut Nein! sagen.
Wenn er mit Euch raufen will und die Krallen auspackt ebenso Nein sagen und weg gehen oder ihn weg setzen.
Ohne weitere Aktionen.
Ich denke, das könntet Ihr auch Eurem Sohn beibringen.
Wichtig ist halt, dass er nicht grob zum Kater wird.
Er soll aber auch keine Angst vor ihm haben.
Das ist keine gute Situation.
Klar das stimmt Kira ist ein leichtes Opfer für ihn. Ja ich habe mir deinen Link gerade angeguckt und gelesen und es ist auf jeden Fall einen Versuch wert und wir werden es ausprobieren.
Ja das stimmt ist echt eine blöde Situation. Ne also grob würde unser Sohn nie werden, er ist zum Glück ein ruhigeres Kind Das meinte ich ja auch, von Anfang an sollte er Coopy und Kira natürlich auch nicht bedrängen, sie in Ruhe lassen wenn sie schlafen usw. natürlich darf er sie auch mal streicheln wenn sie es wollen, aber er sollte von Beginn an wissen es sind nicht unbedingt Knuddeltiere und sie brauchen ihre Ruhe.

Ich danke dir und den anderen schonmal für eure Antworten!
Coopy&Kira ist offline  
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Alt 26.02.2012, 15:57
  #7
RILI
Erfahrener Benutzer
 
RILI
 
Registriert seit: 2011
Beiträge: 640
Standard

ohje,da is ja so einiges schief gelaufen...

zu früh von der mama und geschwistern getrennt,allein aufgewachsen,falschen partner(in)


ihr müßt auf jeden fall etwas unternehmen,denn so ist ja keiner glücklich.

habt ihr die möglichkeit zum freigang?

wenn nicht,fände ich eine trennung für das beste,ist aber auch der radikalste schritt.
kira bräuchte eine sanftere partnerin während coopy einen raufkumpel zum auspowern brauch.

man kann versuchen ihn selber auszupowern und zu fordern.clickertraining,intelligenzspielzeug,toben ,fangen spielen,deckenhohe kratzbäume,ständig neue sachen zum spielen (kugeln aus alufolie,versteckte leckerlis,karton mit blättern und ästen von draussen,catnip-sachen,rascheltunnel usw) aber ob das auf dauer was bringt ist ungewiss.da streiten sich die geister.

wenn ich die möglichkeit hätte,schließlich hängt ihr arg an den beiden,würde ich einen zweiten kater,ähnlicher charakter wie coopy,dazuholen.dann hat er jemand zu raufen und wenn er ausgelastet ist,ist er bestimmt auch sanfter zu kira.

schwierige situation die ihr da habt
__________________
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Liebe Grüße von Lisa mit Felina&Nero&Nicki und Lana im Herzen
RILI ist offline  
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