Wichtig: felines Asthma-Austauschthread

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    aerokat cortisonhaltiges dosieraerosol felines asthma husten

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Kayalina

Kayalina

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  • #2.861
Was genau war denn am Röntgenbild auffällig?

In deinem Befund steht oben drin, dass es sich um eine Spülprobe handelt. Unten steht dann aber was von Abstrichproben und es wurde ja auch ein Profil der oberen Atemwege gemacht und auf die entsprechenden Erreger getestet (mit Ausnahme von Pasteurellen, wobei hier die Rolle als Primärerreger auch umstritten ist, in vielen Quellen wird eher von einem Sekundärerreger ausgegangen). Daher würde ich hier nochmal beim Tierarzt nachfragen (und ggf. auch den Abstrich wiederholen). Wie oft niest bzw. hustet die Katze aktuell?
Je nachdem wäre es auch ein Weg mal anzusprechen ob man eine Behandlung mit einem AB beginnt, dass gegen alle Primärerreger des Katzenschnupfenkomplexes wirkt (Doxycylin) und dann guckt, ob sich die Symptome bessern...

Und auch daran denken, dass man auch Flöhe und Läuse haben kann - oder in diesem Fall eine Infektion und Asthma.
 
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Sissi Koe

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  • #2.862
Danke für deine Einschätzung. Ich werde meine TA noch mal fragen, warum oben Spülprobe steht und unten Abstrichprobe 🤔 Woran erkennst du, dass auch die oberen Atemwege untersucht wurden?
Ich habe noch zwei Dateien angehangen. Das Röntgenbild und noch die Patho-Ergebnisse. Beim Röntgenbild meinte die TA, es würde aufgrund der erkennbaren Bahnen und den fehlenden Laborergebnissen sehr nach Asthma aussehen.

Gehustet hat sie seit der Lavage (April) vielleicht 2 Mal. Lediglich das Niesen ist nun seit 3 Wochen zurück. Da gibt es mal gute und mal schlechtere Tage. An Guten niest sie 2-3 Mal. Aber gestern war mal ein weniger guter Tag, da niest sie schon eher im halbe Stunde-Takt. Wobei es gar nicht immer direkt ein Niesen ist, als viel mehr ein schniefen oder Luft ausstoßen (als würde sie an etwas Staubigem riechen und dann die Nase frei pusten wollen). Manchmal schüttelt sie auch nur den Kopf und schnieft dabei, als würde sie was in der Nase kabbeln.... Irgendwie schwer zu beschreiben.🤔 Heute kommt es wieder etwas weniger vor, aber dennoch recht regelmäßig. Vielleicht 1x pro Stunde.
Ich habe auch versucht es mal per Video aufzunehmen - aber immer wenn ich das Handy zur Hand nehme, ist es schon wieder vorbei 😅

Manchmal glaube ich, sie hat vielleicht einen Fremdkörper eingeatmet, der sie und er Nase krabbelt. Aber ich nehme mal an, um das herauszufinden, würden wir nicht um eine Narkose rum kommen, oder?


Wegen dem AB bin ich etwas unsicher, da sie dieses Jahr ja schon 2 Mal AB bekommen hat (zuletzt erst im Sommer wegen der Giarden) und ich gerade froh bin, dass wir den Darm wieder fit bekommen habe 🤔

Kennt sich vielleicht auch jemand mit den Mykoplasmen aus? Da es da wohl verschiedene Gruppen gibt, weiß ich nicht, ob ihre Erkrankung aus der Kindheit mit "hämatrophen Mykplasmen" auch mit der Veränderung der Lunge zusammenhängen kann? Damals hatten sie allerdings keine Lungenprobleme... stattdessen aber eine sehr kritische Anemie 😕
 

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Kayalina

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  • #2.863
Woran erkennst du, dass auch die oberen Atemwege untersucht wurden?
Es wurde ein Profil mit dem Namen "Oberer Atmungstrakt Katze" gemacht. In diesem Profil enthalten sind die Erreger, die in den oberen Atemwegen der Katze als Primärerreger krankheitsauslösend sind. Ob das ausgewertete Material tatsächlich ein Abstrich aus den oberen Atemwegen war erkennt man daran nicht, es würde aber keinen Sinn ergeben eine Spülprobe aus den unteren Atemwegen auf pathogene Keime aus den oberen Atemwegen zu untersuchen, da dort andere Keime krankheitsauslösend sind. Deshalb wie gesagt da nochmal beim Tierarzt nachfragen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Niesen ist kein Reiz, der in der Lunge ausgelöst wird. Wenn in der Lunge etwas verschleimt ist oder reizt, dann hustet man. Das Niesen wird eher in der Nase ausgelöst. Daher finde ich das als Symptom bei Asthma nicht passend (ich bin aber kein Tierarzt ;)). Ich persönlich würde daher aber eher davon ausgehen, dass das Asthma nicht das Niesen auslöst. Da gibt es jetzt drei Möglichkeiten:
A) Etwas löst das Niesen und das Asthma aus. Inwiefern Mykoplasmen felines Asthma auslösen können, wird laut Katrin Hartmann in Infektionskrankheiten der Katze (2008) diskutiert. Soll heißen ist nicht eindeutig bewiesen, aber denkbar.
B) Keine gemeinsame Ursache und zusätzlich zum Asthma hat deine Katze noch etwas anderes, was das Niesen auslöst.
C) Deine Katze hat kein Asthma. Dann muss es aber eine andere Erklärung für das Röntgenbild geben, das dann auch ein Zufallsbefund sein könnte.

Manchmal glaube ich, sie hat vielleicht einen Fremdkörper eingeatmet, der sie und er Nase krabbelt. Aber ich nehme mal an, um das herauszufinden, würden wir nicht um eine Narkose rum kommen, oder?
Videos wären auf jeden Fall gut, auch für den Tierarzt. Und nein, ohne Narkose wird in die Nase gucken sehr schwierig.

Wegen dem AB bin ich etwas unsicher, da sie dieses Jahr ja schon 2 Mal AB bekommen hat (zuletzt erst im Sommer wegen der Giarden) und ich gerade froh bin, dass wir den Darm wieder fit bekommen habe 🤔
Ist natürlich auch ne blöde Situation. Wäre halt der "pragmatische" Weg, alternativ könnte man auch nochmal einen Abstrich machen lassen.

Kennt sich vielleicht auch jemand mit den Mykoplasmen aus? Da es da wohl verschiedene Gruppen gibt, weiß ich nicht, ob ihre Erkrankung aus der Kindheit mit "hämatrophen Mykplasmen" auch mit der Veränderung der Lunge zusammenhängen kann? Damals hatten sie allerdings keine Lungenprobleme... stattdessen aber eine sehr kritische Anemie 😕
Also ich habe jetzt mal in das vorhin zitierte Buch geguckt, ich selbst hab da absolut keine Ahnung. Die Mykoplasmen, die Atemwegssymptome auslösen, sind andere (M. felis und M. gatae) als die sog. hämatrophen Mykoplasmen (M. haemofelis, M. M. turicensis und M. haemominutum), die Hämoplasmose auslösen. Das ist eine andere Gruppe. Von einem zu erwartenden Zusammenhang mit Lungengeschichten schreibt Frau Hartmann nichts, die scheinen sehr spezifisch die Anämie auszulösen. Wenn du möchtest schicke ich dir gerne Fotos der entsprechenden Kapitel per PN :)
 
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Sissi Koe

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  • #2.864
Guten Morgen Kayalina, vielen lieben Dank, dass du dir so viel Zeit für eine so ausführliche Antwort genommen hast 😘
Ich bin wirklich beeindruckt, wie gut du dich auskennst...

Hinsichtlich des Profils "obere Atemwege" kann ich mich erinnern, dass die TA vor der Untersuchung meinte, sie hat ein Profil ausgesucht, was gleich mehrere Untersuchungen enthält und nicht jede einzeln beauftragt. Damit würden wir Geld sparen - quasi ein "Untersuchungspaket". Daher gehe ich nicht davon aus, dass die oberen Atemwege nicht untersucht wurden - und es nur der Name des Untersuchungspaketes ist. Hoffe aber, dass die durchgeführten Untersuchungsinhalte auch die sinnvollen für die unteren Atemwege waren?🤔

Ich habe nun für Montag noch mal eine TA-Termin gemacht, um mit der TA zu sprechen und evtl. noch mal einen Abstrich von der oberen Atemwegen machen zu lassen. AB möchtet ich gern nur geben, wenn es wirklich direkte Anhaltspunkte gibt, die ein AB unumgänglich machen... Erfreulicher weise habe ich meine Noe aber heute noch nicht niesen gehört und hoffe auf das meine Spontanheilung (ich weiß, dass ist eher unwahrscheinlich - aber ich bleibe optimistisch 😅).
Sollte der Abstrich dann wieder kein Befund bringen, der das Niesen erklärt, werde ich Wohl oder Übel über eine Endoskopie nachdenken müssen. Wie würden denn die TA einen ggf Fremdkörper (sagen wir mal, Grashalm oder so) aus der Nase bekommen? All zu viel Platz um mit Geräten rein zu kommen ist da ja nun nicht in dem kleinen süßen Näschen🤔 ;)

Wenn du möchtest schicke ich dir gerne Fotos der entsprechenden Kapitel per PN :)

Oh ja, dass wäre klasse. Ich bin mir zwar unsicher, ob ich alles so gut verstehe, aber ich bin gewillt mich weiter und das Thema einzulesen 💪


Noch eine Frage zum Thema Asthma:
Davon ausgehend, dass das Niesen nichts mit dem evtl. vorliegenden Asthma zu tun hat, wie verfahre ich denn weiter.

Seit der Lavage hat Noe nicht mehr (also bzw. max 2x) gehustet. und auch sonst keinerlei Anzeichen von Ermüdung gezeigt.
Sollte ich dennoch auf Verdacht hin mit Medikamenten anfangen? Oder warten, ob noch einmal der Husten zurück kommt?
Bei der Lavage würde ja irgendwelche "proteinhaltige Flüssigkeiten" gefunden. Könnte es seien, dass Sie damals "nur" einen Fremdkörper (also die Flüssigkeit) in der Lunge hatte?
Aber die veränderte Lunge ist da dennoch auf dem Röntgen zu erkennen.🤔 Also doch auf Verdacht behandeln, um kein Risiko einzugehen? Aber lebenslang Behandeln auf Verdacht, erscheint mir auch nicht so richtig vom Bauchgefühl.... 🤷‍♀️

Ich wünsche allen einen angenehmen Wochenausklang und bleibt schön gesund!
 
Kubikossi

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  • #2.865
Als Nichtbetroffener mal eine Frage aus Neugier:
felines Asthma, bedeutet das einfach nur Astham bei Katzen, abgeleitet vom lateinischen felinus - katzenhaft? Oder ist felines Asthma eine von mehreren Asthma-Arten bei Katzen?
 
Cat_Berlin

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  • #2.866
Als Nichtbetroffener mal eine Frage aus Neugier:
felines Asthma, bedeutet das einfach nur Astham bei Katzen, abgeleitet vom lateinischen felinus - katzenhaft? Oder ist felines Asthma eine von mehreren Asthma-Arten bei Katzen?

Das heißt einfach Katzenasthma.
Es gibt chronisches und allergisches. Aber sofern es Katzen betrifft, ist es immer felines Asthma.
 
Vitellia

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  • #2.867
Ich klink mich auch mal wieder ein. Wie manche vielleicht schon in unserem Thread gelesen haben, stehen nächsten Mittwoch nun auch bei Willy ein nochmaliges Thoraxröntgen und eine BAL an. Er hat vor 1,2 Wochen wieder angefangen, Hustenanfälle zu bekommen, nachdem gut 2-3 Monate Ruhe war. Die Abstände zwischen den Anfällen sind also recht groß, aber die Anfälle an sich machen mir doch Sorge (auch wenn sie relativ kurz sind), so mit vorgestrecktem Hals und Zunge raus.

Der ursprüngliche Plan, Doxy auf Verdacht zu geben, macht halt auch wenig Sinn, wenn die Abstände zwischen den Attacken so groß sind. Dann weiß man ja nie, ob die Symptome nun durch die Medikamente verschwunden sind oder einfach so.

Lungenwürmer wurden übrigens ausgeschlossen und laut Herzschall im letzten Jahr ist sein Herz auch nicht die Ursache. Bleiben also noch etwas Infektiöses oder halt Asthma/Allergie.

Jetzt hoffe ich, dass am Mittwoch alles gut geht bei der Narkose und der Lavage.
 
K

Katzura

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  • #2.868
@Cat_Berlin ich danke dir sehr für deine ausführliche und hilfreiche Antwort, daher möchte ich ein kurzes Update geben:
Wir haben die Ergebnisse des Allergietest (Bluttest) nun bekommen und es hat sich herausgestellt, dass es eine Hausstauballergie ist. Das passt auch zum Auftreten der Symptomatik, da er bis er bei mir eingezogen ist, ausschließlich im Freien gelebt hat (erst Streuner, dann TH mit offenem Katzenhaus in Spanien). Aktuell ist er noch auf Cortison eingestellt, in 5 Wochen beginnt die Desensibilisierung, von der ich mir viel erhoffe. Ich werde es trotz Clickertraining nicht in den nächsten Monaten schaffen, ihn an einen Inhalator zu gewöhnen. Es ist ein Teufelskreis. Er fühlt sich eingeschränkt und krank und geht daher sehr auf Abstand, da er sich angreifbar fühlt. Er ist halt traumatisiert. Ich werde es weiterhin probieren. Seit 2 Wochen kann ich ihn manchmal streicheln.
 
MCH

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  • #2.869
Hallo Zusammen! Da ich nun seit 15 Monaten an meiner Katze „herumexperimentiere“ möchte ich gerne eure Meinung hören. Von zwei behandelnden Ärzten habe ich zwei verschiedene Behandlungsmethoden vorgeschrieben bekommen.
Diagnose Chronische Bronchitis/Asthma.
Arzt A: regelmässige Langzeitkortisonspritzen.
Arzt B: Inhalation mit Viani und Flutide Forte.
Option A wurde nach wenigen Monaten verworfen, da die Spritzen nicht sonderlich lange wirkten und der Stress für meine Katze (und mich) unzumutbar war.
Option B war für mich in jeder Hinsicht die bevorzugte Behandlung, allerdings schaffte ich es nie meinen Kater beschwerdefrei zu bekommen. Auch war mein Kater sehr genervt und hat sich nie an den Inhalator gewöhnt. Nun bin ich eigenmächtig auf die dritte und letzte Möglichkeit umgestiegen: Prednisolon Tabletten. Seit fast drei Monaten probiere ich (!) langsam (!) die richtige Dosis zu finden.
Momentan bin ich bei einer maximalen Dosis von 1mg/kg jeden Abend.
Er hustet dennoch noch 1-3x täglich. Er ist ansonsten aber absolut glücklich und stressfrei (er merkt nicht dass ich ihm die Tabletten unters Futter mische). „Nebenwirkungen“ sind jedoch bereits jetzt sichtbar (viel trinken, viel pullern, viel Hunger und viel essen). Mein Kater ist 10 Jahre, hat Idealgewicht, ist top fit und ein cooler Kerl. Ich möchte gerne diese glückliche und entspannte Katze behalten und demnach auch bei den Tabletten bleiben. Meine Frage ist nun, wie hoch kann ich mit den Tabletten gehen? Ist es nun besser sie täglich zu geben oder doch lieber alle zwei Tage? Wenn doch besser jeden zweiten Tag, müsste die Dosis dann doppelt so hoch sein um den tablettenfreien Tag kompensieren zu können?
Ich frage bewusst hier im Forum, weil mir zwei tierärztliche Meinungen bereits genug sind (und mir auch nicht sonderlich weitergeholfen haben). LG Madeline und Vitali
 
Cat_Berlin

Cat_Berlin

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  • #2.870
Wenn Du wirklich nicht inhalieren kannst, was definitiv die bessere Lösung wäre, um Organschäden zu vermeiden (!), musst Du bedenken, dass Du Predni 2x am Tag geben musst, da es nur 12 Std wirkt.
Wenn Du nur einmal gibst, wäre es kein Wunder, wenn trotzdem Asthmaanfälle auftreten.
Wir haben es nur während der Inhalations-Trainingsphase gegeben und dann nach 10 Tagen laaaangsam ausgeschlichen. Wie hoch Du gehen kannst, kann ich leider nicht beantworten.
 
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Coco15

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  • #2.871
Hallo,
Ich bin neu hier und wollte mal mein Problem hier schildern.
Mir fiel bei meiner Katze (8 Jahre alt) im März 2020 erstmals auf, dass sie sehr schnell und angestrengt geatmet hat (starke Pumpatmung). Beim Lungenröntgen ist nichts auffällig gewesen, meine Tierärzte wussten nicht weiter. Nach mehreren TA Besuchen: Verdacht auf chronische Bronchitis und erstmals Gabe von Cortison (5mg), an demselben Tag, in der Nacht, hab ich sie im Garten total geschwächt vorgefunden (Augen aufgerissen, Kopf seitlich abgelegt) sie wäre fast erstickt. Danach haben wir uns auf Rat unseres TA einen Inhalator zugelegt (25/250 Mikrogramm, 2x täglich). Sie hatte seitdem keine Anfälle mehr, jedoch ist ihre Atmung dennoch nicht gut. Sie hat monatelang zusätzlich noch etwa 2,5mg Cortison bekommen, was trotzdem nicht zu einer optimalen Besserung geführt hat. Ihre Atemfrequenz liegt durchschnittlich bei 65-80 Atemzügen/ Minute. Wir sind etwas verzweifelt.
Achja: in der Notklinik wurde ein Herzschall gemacht, da war alles in Ordnung
 
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  • #2.872
Wenn Du wirklich nicht inhalieren kannst, was definitiv die bessere Lösung wäre, um Organschäden zu vermeiden (!), musst Du bedenken, dass Du Predni 2x am Tag geben musst, da es nur 12 Std wirkt.
Wenn Du nur einmal gibst, wäre es kein Wunder, wenn trotzdem Asthmaanfälle auftreten.
Wir haben es nur während der Inhalations-Trainingsphase gegeben und dann nach 10 Tagen laaaangsam ausgeschlichen. Wie hoch Du gehen kannst, kann ich leider nicht beantworten.
Vielen Dank für die Antwort! Inhalieren ist für ihn purer Stress, meist hat er gleich nach absetzen der Maske einen Anfall. Deswegen habe ich mich auch breitschlagen lassen auf die Tabletten umzusteigen.
Erfahrungen von Langzeitanwendern wären wünschenswert. Mein nächster Schritt wäre morgens und abends eine Gabe, dafür nur alle zwei Tage. Ich möchte nicht dass die körpereigene Produktion eingestellt wird ...
Wie oft inhalierst du? Bei mir hat sich bei 2x täglich 3 Sprühstöße Flutide und 1 Sprühstoß Viani keine vollständige Besserung eingestellt. Wegen der Gegenwehr und der Einsicht dass ich die Sprühstöße nicht unendlich erhöhen kann habe ich dann aufgegeben. :(
 
Polayuki

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  • #2.873
WENN du auf Tabletten umsteigst, wäre es keine Alternative währenddessen via Clickertraining Inhalieren zu üben und dieses mit etwas positivem Verbinden? Das dauert mit Sichehreit wenn du sehr klein anfängst, aber vlt kannst du dann auf Dauer und lange Zeit wieder auf Inhalieren umstellen. stressfrei!
 
Cat_Berlin

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  • #2.874
Also wir haben natürlich das Inhalieren auch mit dem Clicker trainiert. Seit dem kommen die zwei pünktlich um 20:00Uhr von selbst zu mir, weil sie wissen, es ist Zeit.

Wie gesagt, wir inhalieren 2x am Tag, jeweils zwischen 8:00 und 9:00 morgens und um 20:00 am Abend.
Immer nur ein Hub (Sprühstoß) und 10-12 Atemzüge.
Es braucht immer nur einen Hub.
Manche benötigen nur 5 Atemzüge, andere 15, das kommt auf die Erkrankung an.
Hier ist es chronisches Asthma, kein allergisches oder saisonbedingtes.

Für Anfälle haben wir ein Notfallspray, weil das bereits nach 30sek wirkt.
Das normale wirkt erst nach 30min. Wenn Deiner also nach dem Inhalieren einen Anfall hat, liegt das daran, dass er zu lange ohne Medi war und das neue Inhalieren einfach noch nicht gewirkt hat.

Außerdem haben wir ein Kombipräparat (Serroflo), um nicht zwischendrin die Medikamente umstecken zu müssen.
Vielleicht ist Eure Flutidestärke auch zu gering. Es sollte mindestens 125er sein, wir haben 250.
Bzw 250/25 (Kombipräparat).

Bitte trainiere das Inhalieren (laaaaangsam, Schritt für Schritt), die Tabletten sind genau wie die Injektionen keine Dauerlösung.
 
Cat_Berlin

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  • #2.875
@Coco15 Hallo. Es gab also Röntgen und Schall. Keine Blut- und Kotuntersuchung? Keine Lavage?
Asthma ist eine absolute Ausschlussdiagnose.
Solange also nicht alles untersucht und ausgeschlossen wurde, steht nicht fest, dass es wirklich Asthma ist.
Es ist toll, dass Euch inhalieren hilft, aber da scheint ja noch lange nicht alles in Ordnung zu sein...
 
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  • #2.876
Also wir haben natürlich das Inhalieren auch mit dem Clicker trainiert. Seit dem kommen die zwei pünktlich um 20:00Uhr von selbst zu mir, weil sie wissen, es ist Zeit.

Wie gesagt, wir inhalieren 2x am Tag, jeweils zwischen 8:00 und 9:00 morgens und um 20:00 am Abend.
Immer nur ein Hub (Sprühstoß) und 10-12 Atemzüge.
Es braucht immer nur einen Hub.
Manche benötigen nur 5 Atemzüge, andere 15, das kommt auf die Erkrankung an.
Hier ist es chronisches Asthma, kein allergisches oder saisonbedingtes.

Für Anfälle haben wir ein Notfallspray, weil das bereits nach 30sek wirkt.
Das normale wirkt erst nach 30min. Wenn Deiner also nach dem Inhalieren einen Anfall hat, liegt das daran, dass er zu lange ohne Medi war und das neue Inhalieren einfach noch nicht gewirkt hat.

Außerdem haben wir ein Kombipräparat (Serroflo), um nicht zwischendrin die Medikamente umstecken zu müssen.
Vielleicht ist Eure Flutidestärke auch zu gering. Es sollte mindestens 125er sein, wir haben 250.
Bzw 250/25 (Kombipräparat).

Bitte trainiere das Inhalieren (laaaaangsam, Schritt für Schritt), die Tabletten sind genau wie die Injektionen keine Dauerlösung.
Freiwilliges inhalieren, das klingt ja träumerisch!

„2 x täglich 2 Sprühstöße mit Flutide 250μg und 2 x täglich 1 Sprühstoß mit Viani 125μg inhalieren“ hat mir die LMU München vorgegeben. Das habe ich umgesetzt und auch Flutide etwas erhöht. Mindestens 10 Atemzüge musste er immer durchhalten (und haben wir auch geschafft). Aber die bösen Blicke danach waren nicht schön :(
Auch finde ich, dass die kurzen Hustenanfälle vermehrt bei Stress auftreten. Deswegen versuche ich jeglichen Stress zu vermeiden.
Nachteil beim Inhalieren ist für uns auch, dass ich alleinige Katzenmama bin. Wenn ich nicht zu Hause bin kann weder Partner noch Schwiegermutter diese Aufgabe übernehmen. Ich bezweifle somit, dass ich eine konstante Inhalation gewährleisten kann -.- Tabletten verabreichen traue ich ihnen gerade noch so zu, ohne dass es Verletzte gibt 😹
 
Polayuki

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  • #2.877
Sofern du es mit clickern antrainierst, sollte jeder der die Katzen ein wenig kennt dazu im Stande sein das Inhalieren auch in deiner Abwesenheit durchzuführen.
 
Cat_Berlin

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  • #2.878
Böse Blicke hinterher gäbe es bei sofortiger Belohnung bestimmt nicht mehr 🙂 Wir clickern immer vorher kurz 1-2min, und nach dem Inhalieren gibts sofort 4-5 Leckerli.

Und ja, da stimm ich Polayuki zu, unsere Sitter (wir haben 2) inhalieren in unserem Urlaub problemlos mit beiden.

Wie gesagt, Training ist alles. Und vor allem Belohnungen.

Stress verursacht Anfälle, ja. Aber wenn sie gut eingestellt sind, ist das Risiko geringer. Silvester zB war hier zwar Stress und Panik und Alarm, aber Anfälle gab es keine.
 
MCH

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  • #2.879
Sofern du es mit clickern antrainierst, sollte jeder der die Katzen ein wenig kennt dazu im Stande sein das Inhalieren auch in deiner Abwesenheit durchzuführen.
„Jeder der die Katzen ein wenig kennt“ Somit leider nicht möglich.
Ich probiere ihn mit Tabletten beschwerdefrei zu bekommen. Dann Blutwertecheck. Sollte sich etwas verschlechtert haben werden wir uns wohl oder übel wieder mit der Inhalation auseinandersetzen müssen. Ich kann nicht eine Behandlung einführen die ich nicht 365 Tage sicherstellen kann. Das wäre womöglich schlechter für seine Gesundheit als eine konstante niedrige Tablettengabe.
Vielleicht meldet sich noch jemand zum Thema der ebenfalls längerfristig Tabletten gibt um seine Erfahrungen kundzutun.
 
Syrna69

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  • #2.880
Hallo, MCH,

ich habe keine Erfahrung in der Langzeittherapie mit Cortison in Tablettenform, ich habe auch erst Tabletten gegeben aber gleichzeitig das Inhalieren eingeübt bei meiner Sternenkatze Janya, fest steht jedoch, diese haben Langzeitwirkungen, die dann durchaus auftreten können (Cushing-Syndrom, Gewichtszunahme usw.) Ich würde mich dazu detailliert vom TA beraten lassen. Nutzen-Risiken bitte genau abwägen.
Hier nochmal ein Link hier aus dem Forum:
Cortison bei Katzen (katzen-forum.net)
Die betreuenden Personen können ja auch in Deiner Anwesenheit mal üben und den Kontakt mit dem Tier intensivieren. Vielleicht lässt sich da ja ein Weg finden.
 
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