Welches Nassfutter bei erhötem Ph Wert

nachtfalke

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Hallo, liebe Forenmitglieder,
zu Vorgeschichte.
Gestern war ich beim Tierarzt um den Urin von meiner Katze Yosette zu untersuchen. Mein Verdacht Blasenendzündung oder Kristalle, da Yosette ihr kleines Geschäft ab und zu nicht im Katzenklo macht und wenn sie im Klo ihr Geschäft verrichtet sind die Klumpen viel kleiner als bei meinen anderen Katzen.
Heute wurde ich vom Arzt angerufen weil die Ergebnisse vorlagen.
So weit ich mich erinnern kann sagte der Arzt, dass der Urin unheimlich dünn fast wässrig war, Bakterien wurden auch gefunden aber nicht in hoher Zahl,
es wurden auch Kristalle gefunden. Der Tierarzt sprach irgend etwas von "Kalzium...kristallen" die man nicht auflösen kann.
Der Ph-Wert liegt bei 7 sollte aber auf 6,2 gesenkt werden.
Der Vorschlag vom Arzt, ich soll das Futter von Royal Canin (Urinary) morgen bei Ihr abholen (soll es auch als Nassfutter geben) was mich aber nicht so begeistert.

Meine Frage nun an euch.
Gibt es eigentlich ein anderes hoch bis mittelwertiges Nassfutter, das ich nehmen kann um den Ph-Wert zu senken als dieses Royal Canin.
Ich fütter:
Amadeus Cat, Ropocat, Leonardo Cat, GranataPet, Grau Adult, Bozita, Cat&Clean, Macs, Grau, Animonda usw.
Ps.
bitte nicht über mein "Gutes " deutsch:rolleyes: ärgern. Ich hoffe es ist aber trotzdem verständlich genug geschrieben.

LG
Nachtfalke
 
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Zugvogel

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Irgendwo hat sich ein Irrtum eingeschlichen:

Bei zu hohem pH-Wert fällen Struvitkristalle aus, die man aber auflösen kann. Ab pH 6.2 und tiefer können sich Oxalatkristalle bilden, die man i.d.R. nur operativ entfernen kann.

Den pH-Wert senken, heißt ansäuern, um Struvitkristalle zuerst aufzulösen und dann weitere Bildung zu verhindern. Beim Ansäuern ist aber immer zu beachten, daß der pH nicht zu tief kommt, damit man die 'böseren' Oxalatkristalle nich provoziert.

Normbereich vom pH ist etwa bei Mittelwert 6.5 - 6.8, der Wert schwankt aber im Laufe des Tages gewaltig. Nur wenn er konstant zu hoch (etwa über 7) oder zu tief (6 und tiefer) ist, kommt es häufig zur Kristallausfällung.

Es gibt die Mischform, daß eine Mieze sowohl Struvit als auch Oxalat hat, immer eine sehr schwierige Angelegenheit. Dann gibts noch Sonderformen von Kristallen, leider kenne ich nicht die genaue Bezeichnung dafür.

Bitte erkundige Dich nochmal ganz genau, welcher Art die Kristalle bei Deinem Kater sind. Je Struvit und Oxalat brauchen Behandlung, die aber ziemlich konträr ist.



Zugvogel
 
nachtfalke

nachtfalke

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Danke für deine schnelle Antwort Zugvogel.
Ich werde ja morgen zum Tierarzt fahren und bekomme die genauen Ergebnisse, da kann ich nach dem Namen der Kristalle fragen.
Was sagst du den u den Royal Canin?


Gruß
Nachtfalke

Habe mir das Telefongespräch noch mal angehört. Der Arzt sprach etwas von Kalziumoxalat...Kristallen(mehr konnte ich aber nicht verstehen)
 
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Labahn

Labahn

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Wenn tatsächlich "nur" Calciumoxalatkristalle vorhanden waren, dann würde ich kein Futter geben, das künstlich ansäuert und einen so reduzierten Magnesiumgehalt besitzt, wie das RC. Den Grund hat Zugvogel ja schon richtig erklärt. Wenn der pH-Wert nämlich zu weit sinkt, dann wird die Oxalatentstehung dadurch begünstigt.

Auch hat ein pH-Wert von 7 wenig Aussagekraft, sofern man diesen nicht im Zusammenhang mit der letzten Mahlzeit betrachtet. Denn nach der Futteraufnahme ist eine postprandiale Alkalisierung vollkommen normal. Entscheidend ist wie lange es dauert bis der Wert entsprechend absinkt. Wie lange war die letzte Mahlzeit bei dem Wert von 7 denn her?
 
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Eifelkater

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Ich schließe mich den Beiden Vorschreibern an.

Kalziumoxalatsteine kann man nicht auflösen. Soweit hat dein Tierarzt recht. Allerdings entstehen sie eher im ph-Bereich unter 6.2. Den Urin künstlich anzusäuern wäre also mehr als kontraproduktiv.

Ab einem ständig erhöhten Wert über ab 6,5 kommt es dagegen zu Struvitsteinbildung. Diese bestehen aus Ammonium, Magnsesium und Phosphat und lassen sich in der Regel durch einen ph-Wert im niedriegen 6er Bereich wieder auflösen.

Wenn der Urin des Tieres allso dauerhaft über 7 erhöht wäre, könnten sich a) keine Kalziumoxalate bilden, und b) müßte er Struvitsteine haben.
 
nachtfalke

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Hallo Eifelkater,
Hallo Labahn,
Hallo Zugvogel,

danke noch mal für eure Antworten, sorry das ich erst jetzt antworte.
Bin zurzeit ziemlich ko. mich hat wohl die Grippe erwischt.


Also ich habe Yosette kurz davor etwas zu essen gegeben und viel Wasser dazugegeben, damit ich schnell an die Urinprobe komme.
Ich wollte ja nicht, dass ich Yosette zu lange separieren muss.
Wie lange der Ph-Wert im 7er Bereich (oder darüber) ist weiß ich leider nicht, es war ja erst die erste Urinuntersuchung bei ihr.
Ihr meint als, ich sollte Yosette kein spezielles Futter geben um den Ph-Wert zu senken?

hätte da noch eine Frage an Zugvogel.
Ich verstehe deinen letzten Satz leider nicht ganz.

Bitte erkundige Dich nochmal ganz genau, welcher Art die Kristalle bei Deinem Kater sind. Je Struvit und Oxalat brauchen Behandlung, die aber ziemlich konträr ist.

Was bedeutet "konträr" ?

Gleich fahre ich zum Tierarzt, dann bekomme ich die genauen Ergebnisse schriftlich und ich kann den Arzt eure Argumente vortragen.

Gruß
Nachtfalke
 
Labahn

Labahn

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Also ich habe Yosette kurz davor etwas zu essen gegeben und viel Wasser dazugegeben, damit ich schnell an die Urinprobe komme.

Ihr meint als, ich sollte Yosette kein spezielles Futter geben um den Ph-Wert zu senken?

Der pH-Wert steigt wie bereits geschrieben nach der Nahrungsaufnahme zwangsläufig ersteinmal an und sinkt mit der Zeit wieder ab. Da sind auch Werte über 8 keine Seltenheit. Entscheidend ist der Wert 4-8h nach der letzten Mahlzeit. Wenn du jetzt erst kurz vorher gefüttert hast, dann finde ich einen Wert von 7 alles andere als tragisch und behandlungswürdig. Es lag ja auch kein Struvit vor, so dass man sich über einen zu hohen pH-Wert sorgen müsste.

Allerdings lag eben Oxalat vor und eine zusätzliche Ansäuerung kann dann somit leicht nach hinten los gehen. Ebenso wie die Magnesiumreduktion im Urinaryfutter. Alles Dinge, die bei Struvit bedingt Sinn machen, aber bei Oxalat das Problem verstärken können. Und das ist ja nicht Sinn der Sache. Somit würde ich das Futter ganz sicher nicht füttern.

Das weitere Vorgehen für dich wäre also ein regelmäßiges Messen des pH-Wertes um dessen Verlauf über den Tag besser abschätzen zu können. Dabei wirken unterschiedliches Futter und veränderte Futtermengen ganz individuell auf den pH-Wert der Tiere, somit bietet sich ein Tagebuch an, in das du neben Futtersorte, -menge auch die Zeiten und pH-Messwerte einträgst. Dann kannst du herausfinden, welche Futter für euch geeignet sind. Bei der Behandlung von Struvit und Oxalat gibt es Unterschiede, was aber beide Behandlungsansätze gemein haben ist viel Flüssigkeit und ein ausgewogenes Ca/P-Verhältnis zwischen 1,1-1,2:1.
 
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minitiger

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Hallo,

es wird sich vermutlich um Calciumoxalatsteine handeln. Das Futter von RC soll sowohl für Struvit- als auch für Oxalatsteine geeignet sein, weil es den Harn nicht ansäuert, sondern die Katze durch erhöhtes Trinken zum Ausscheiden animmiert (wie auch immer das mit Trockenfutter gehen soll). Das Futter enthält einfach mehr Salz und bestimmte "böse" Mineralien sind gesenkt, die zur Entstehung der Steine beitragen. Die Infos habe ich von einer Freundin bekommen, die damals bei RC an der Hotline gearbeitet hat im Studium.
Würde das Futter wirklich den Harn ansäuern, dann wäre die TÄ schlichtweg dumm es für Oxalatsteine zu empfehlen. Ich denke sie will das Urinary S/O verschreiben, was eben laut RC für beide Steinarten geeignet sein soll (lassen wir das mal dahin gestellt).

Ich würde an deiner Stelle nochmal bei der TÄ nachfragen um welche Steine es sich genau handelt und ob es andere Behandlungsmöglichkeiten gibt. Dann gibt es sicherlich im Forum noch den einen oder anderen "Fachmann", der dir deswegen auch weiterhelfen kann.

PS: Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist bei einem Futter nicht alles. Es kommt auch auf den Gesamtgehalt der Mineralien an. Manche Futter enthalten zu viel Calcium, aber das Verhältnis sieht gut aus. Zuviel Calcium ist schlecht für die Niere und eben beteiligt an Calciumoxalat-Steinen.
 
Labahn

Labahn

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Doch, das Futter säuert sehr wohl zusätzlich an.

Protein: 34,5% - Fettgehalt: 15% - Rohasche: 7,2% - Rohfaser: 2,1% - Kalzium: 0,8% - Phosphor: 0,7% - Natrium: 0,9% - Magnesium: 0,06% - Kalium: 1% - Chlorid: 1,82% - Schwefel: 0,7% - Taurin (insgesamt): 0,2% - Harnsäuernde Stoffe: Kalziumsulfat (0,96%), DL-Methionin.

Quelle: http://www.royal-canin.de/katze/produkte/beim-tierarzt/veterinary-diet/untere-harnwege/urinary-so-trocken/bestandteile/

Durch einen erhöhten Salzgehalt wird versucht mehr Flüssigkeit in die Tiere zu bekommen, denn Salz macht durstig. Aber selbst RC ist sich dem Problem bei Trockenfutter bewußt, weswegen das Trockenfutter eingeweicht werden sollte. Zu viel Natrium führt allerdings auch wieder zu einer vermehrten Calciumausscheidung im Urin.

Das Problem bei den "bösen" Mineralien ist, dass es Abhängigkeiten gibt. Man senkt zwar das Magnesium um Struvit vorzubeugen, allerdings hat das zur Folge, dass wenn der Wert zu sehr gesenkt wird Calcium-Oxalat wiederum begünstigt wird.

Ich sage nicht, dass das Futter nicht trotzdem funktionieren kann, aber man sollte sich eben der Risiken, gerade ohne regelmäßige pH-Wertkontrolle bewußt sein. Es ist bei Oxalat einfach nicht optimal, vorallem wenn überhaupt kein Struvit vorhanden ist. Und es ersetzt auf keinen Fall den wichtigsten Punkt, die vermehrte Flüssigkeitsaufnahme. Ich denke sehr wohl, dass der TA sich über die ansäuernde Wirkung im Klaren ist, denn im Eingangspost steht, dass der pH-Wert von 7 auf 6,2 gesenkt werden soll.
 
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nachtfalke

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  • #10
Hallo zusammen,

sorry das ich erst jetzt antworte, aber gestern und heute war ich so was von erledigt da ging gar nicht mehr.

Also wie schon geschrieben war ich Sonntags noch mal beim Tierarzt wegen der Ergebnisse vom Labor und habe den Arzt eure Argumente vortragen.
Habe aber schnell gemerkt, dass er seine Meinung diesbezüglich nicht ändern wollte, er fragte wer denn das ist der sowas schreibt bzw. woher ihr den die Informationen habt bezüglich Futter und Kristallen.
Er will einfach den Ph-Wert senken. Was er sich davon verspricht habe ich nicht verstanden.
Also ich bin nun noch mehr verwirrt was ich machen soll. Ich habe mal zwei Beutel (siehe Foto) mitgennommen aber noch nichts Yosette gegeben.
Meine Bedenken sind wie Ihr schon scheibt das der Ph-Wert viel zu tief fällt und das meine Maus von den RC-Futter(ist Nassfutter mit wer weiß was drin) so abhängig wird wie meine erste Katze vom Trockenfutter. Da hat es eine Ewigkeit gedauert sie auf Nassfutter umzustellen.

Eine Frage noch an Labahn.
Das weitere Vorgehen für dich wäre also ein regelmäßiges Messen des pH-Wertes um dessen Verlauf über den Tag besser abschätzen zu können.
1. Wie soll ich den an den Ph-Wert des Urins kommen(womit messen)?
Das stell ich mir schon schwierig vor. Es war ja schon ein riesen Aufwand um an den Urin für das Labor zu kommen.
2.Ich muss ja auch noch arbeiten. Da wäre ich schon froh wenn ich eine Messung pro Tag hinbekomme.

Ach so hier noch das Ergebnis vom Labor als Anhang


Gruß
Nachtfalke

Letzte Frage noch. Sollte ich nicht für meine weiteren Fragen ein neues Thema in einer anderen Kategorie (wüste jetzt aber nicht in welcher) eröffnen?
 

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  • #11
Wie gesagt, der pH-Wert schwankt über den Tag und wenn die letzte Mahlzeit noch nicht lange zurück liegt ist ein Wert von 7 absolut unbedenklich. Und es liegt ja auch kein Struvit vor, sondern Oxalat, also ist ein zu hoher pH-Wert sicher nicht das Problem.

Die zwei Packungen sind sicher kein Problem, aber dauerhaft ohne Kontrolle wäre das Vorgehen einfach fahrlässig.

1. Wie soll ich den an den Ph-Wert des Urins kommen(womit messen)?

2.Ich muss ja auch noch arbeiten. Da wäre ich schon froh wenn ich eine Messung pro Tag hinbekomme.

Für den pH-Wert gibt es Testsreifen (z.B. Uralyt) in der Apotheke. Dann einfach den Urin mit einer Kelle o.Ä. auffangen oder das Indikatorpapier direkt in den Strahl halten. Ansonsten gäbe es auch noch nichtsaugfähige Spezialstreu. Das muss sich halt irgendwie einspielen bei euch. Lässt er sich vielleicht durch Scharren in der Streu zum Klogang animieren? Wenn du nicht jeden Klogang mitbekommst ist das kein Beinbruch. Wichtig wäre es erstmal ein Gefühl für die Schwankungen über den Tag und vorallem über die niedrigsten Werte zu bekommen. Viele kleinere Mahlzeiten über den Tag lassen den pH-Wert auch nicht so weit absinken.

Ansonsten einfach für vermehrte Flüssigkeitsaufnahme sorgen. Damit kann man nicht nur sinnvoll vorbeugen, sondern auch die Möglichkeiten zur Messung optimieren. Einfach weil er öfter das Klo aufsucht.
 
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Zugvogel

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  • #12
Das sind die Teststreifchen, die einfach in den Urin gehalten werden, man kriegt es mit der Zeit hin, die Streifen gibts in Apotheken frei verkäuflich.
Es sollte keine Streu an die Streifen kommen, deswegen könnte man ersatzweise spezielle Streu nehmen (Plastikgranulat) und im Notfall gehen auch verschnippelte Plastiktüten, Reis oder Linsen.

http://www.google.de/imgres?imgurl=...ur=865&page=1&start=0&ndsp=33&ved=0CFsQrQMwEw


Führst Du ein Futtertagebuch? Darin werden dann auch genau die pH-Werte eingetragen, die Du erfassen kannst. Ginge es übers Wochenende vielleicht häufiger?

pH 7 ist an und für sich gewiß nicht zu hoch, für Steinausfällung eigentlich zu tief :confused: Gabs vorher bereits ein Urinary-Diätfutter?

Wenn Diätfutter, dann kriegst Du auch beim Freßnapf annehmbare Sorten, immer gut, bis man die ganzen Probleme mit den vertrackten Kristallen im Griff hat. Dann kannst Du immer noch umstellen auf gutes Futter und händisch ansäuern.
Naßfutter mit ein paar Tropfen Wasser anreichern, die Wassermenge kann allmählich und je nach Akzeptanz gesteigert werden. 100 ml Wasser zusätzlich übern Tag verteilt wäre nicht zuviel.

Trockenfutter meiden, auch trockne Leckereien.


Beim Kauf von Futter auf den Rohaschegehalt achten, er sollte max.2 % sein, besser etwas tiefer.



Zugvogel
 
Labahn

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  • #13
Wenn Diätfutter, dann kriegst Du auch beim Freßnapf annehmbare Sorten, immer gut, bis man die ganzen Probleme mit den vertrackten Kristallen im Griff hat. Dann kannst Du immer noch umstellen auf gutes Futter und händisch ansäuern.

Beim Kauf von Futter auf den Rohaschegehalt achten, er sollte max.2 % sein, besser etwas tiefer.

Es geht doch gar nicht darum anzusäuern. Aus dem Laborergebnis ist doch ganz klar nur Oxalat ersichtlich. Und es wurde ja auch geschrieben, dass die letzte Mahlzeit vor der Urinprobe nicht allzu lange zurück lag.

Der Rohaschegehalt hat auch nur bedingt Aussagekraft. Wenn sollte Calcium und Phosphor in moderaten Mengen und einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden, Magnesium nicht sonderlich reduziert und Natrium auch nicht zu hoch sein.
 
nachtfalke

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  • #14
Hallo ihr beiden,

nein ein Futtertagebuch habe ich bis jetzt noch nicht geführt, werde es aber ab morgen machen.
Auf das Calcium-Phosphorverhältnis werde ich auch besonders achten.

Einige Fragen habe ich aber noch. (Ich hoffe ich nerve nicht langsam)
1.Was passiert den nun mit den Kristallen, müssen diese operativ entfernt werden?
2. Endstehen die Kalciumoxalatkristale nur durch den niedrigen Ph-Wert, oder hat es vielleicht auch andere Ursachen?
Denn etwas ganz wichtiges habe ich vergessen zu schreiben.
1.Yosette wurde am 01.11.2010 geboren und hat hauptsächlich beim Vorbesitzer nur Trockenfutter bekommen ab und zu gab es die 100g Schalen Nassfutter.
2. Ich habe Yosette nun seit dem 01.06.2014 bei mir und bei mir gab es grundsätzlich nur Nassfutter als Hauptmahlzeit (ein paar Leckerlis Trockenfutter wahrscheinlich auch schon zu viele gab es ins Fummelbrett)
3. Die Zusammenführung hat bei Yosette auch sehr lange gedauert, denn seit Anfang letzter Woche bleibt die Gittertür Tag u. Nacht offen. Kann Stress auch die Bildung von Kristallen fördern?

Gruß
Nachtfalke
 
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  • #15
Du nervst ganz sicher nicht.

Was hat der TA denn wegen der Steine noch gesagt? Es hängt ja davon ab, wieviele und vorallem wie groß diese sind. Eine Ultraschallaufnahme wurde nicht extra veranlasst nehme ich an? Probleme beim Wasserlassen hat sie momentan auch keine? Die Steine selbst können ja nicht aufgelöst werden. Kleinere werden mit der Zeit vermutlich von alleine mit dem Urin ausgeschieden. Sind sie größer gibt es die Möglichkeit einen Katheder zu legen und entsprechend zu spülen bzw. die Steine anderweitig operativ zu entfernen.

Harnsteine entstehen durch ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Es kann auch von Hause aus eine entsprechende Prädisposition vorliegen, Bewegungsmangel hat auch einen Einfluß darauf, auch verschiedene Krankheiten können die Ursache sein oder eben auch Stress. Grundsätzlich ist es aber so, dass eine hohe Konzentration der Ausgangsstoffe lange genug in der Blase verweilt und die körpereigenen Ausgleichsmechanismen auch nicht ausreichend greifen können.

Das Augenmerk liegt in erster Linie auf den Ausgangsbausteinen, also Calcium und Oxalaten. Beim Calcium kann man wie bereits geschrieben auf moderate Ca- und P-Mengen und ein ausgewogenes Verhältnis der beiden im Futter achten. (Ruhig mal beim Herrsteller nachfragen und die Werte in Trockenmasse vergleichen.) Die natürliche Nahrung der Katze enthält von Hause aus relativ wenig Oxalat, daher lässt sich dort nicht viel drehen. Viel mehr entsteht es als Abbauprodukt von Amino- und Ascorbinsäuren. Der Einfluß des pH-Wertes bei der Calciumoxalatentstehung ist dabei eher um die Ecke. Wenn der pH-Wert im Urin nämlich zu sehr absinkt, dann wird vermehrt Calcium ausgeschieden und somit nimmt die Calcium-Konzentration zu. Genauso verhält es sich auch bei einem zu hohen Natriumgehalt in der Nahrung. Eine Magnesiumreduktion hingegen vermindert die Konzentration an Magnesium im Urin, welches aber eine Verbindung mit den Oxalaten eingehen und somit Calcium den Platz streitig machen würde. Das ist jetzt noch ziemlich an der Oberfläche gekratzt, aber wie du siehst ist es ein komplexes Wechselspiel verschiedenster Faktoren. Was man eben auf jeden Fall tun kann ist viel Flüssigkeit ins Tier zu bringen, um die Konzentration der Ausgangsstoffe und deren Verweildauer zu minimieren.

Also solltest du neben der obligatorischen Beigabe von etwas Wasser zum Futter auch versuchen verschiedene andere Trinkmöglichkeiten anbieten. Also Dinge wie Trinkbrunnen, verschiedene Trinkgefäßformen ausprobieren, abgestandenes und frisches Wasser vergleichen, vielleicht regelmäßig ein wenig selbstgekochte Brühe, verdünnte Milch/Sahne oder etwas verdünntes Thunfischwasser (Thunfisch im eigenen Saft, das verdünnte Wasser kann man auch auf Vorrat einfrieren) in den Trinknapf geben, vielleicht Wasserspiele, bei denen die Pfötchen auch mal abgeleckt werden, ...

PS: Wieviel Trockenfutter (in Gramm) gibt es denn im Fummelbrett? Und welche Marke wäre das?
 
nachtfalke

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  • #16
Hallo Labahn,

also zu den Kristallen hat der TA soweit ich mich erinnern kann nicht besonders viel gesagt. Er meinte aber auch, dass es viele Ursachen gibt warum sich Oxalatkristalle bilden. Ich hatte das Gefühl, dass er sich mehr mit den Ph-Wert beschäftigt hat als mit den Kristallen.
(eigentlich wollte ich das Gespräch auf mein Handy aufnehmen, aber da ist bei der Aufnahme etwas schief gelaufen)
Ich habe nämlich das Problem, das ich nach den 5ten Satz nicht mehr weiß was im 1ten Satz gesagt wurde. (mus wohl am Alter liegen):rolleyes:

Eine Ultraschallaufnahme wurde noch nicht gemacht, wollte sie aber nächste Woche noch machen. Yosette ist ja versichert, da hoffe ich ja das die Versicherung die Kosten für den Ultraschall übernimmt.


Probleme beim Wasserlassen hat sie momentan auch keine?
Das ist es ja gerade warum ich bei Yosette einen Verdacht auf Blasenendzündung oder Kristalle hatte.
Mein Verdacht Blasenendzündung oder Kristalle, da Yosette ihr kleines Geschäft ab und zu nicht im Katzenklo macht und wenn sie im Klo ihr Geschäft verrichtet sind die Klumpen viel kleiner als bei meinen anderen Katzen.

Seitdem ich sie mehr bei bei ihren Klobesuchen beobachte (fühle mich schon langsam wie ein Klo-Spanner:D) ist mir aufgefallen, dass Yosette sich bei ihren kleinen Geschäft zuerst mal hinsetzt und dann mitten drin aussteht und weiterpinkelt. Manchmal bleibt sie direkt stehen und verrichtet ihr Geschäft.

PS: Wieviel Trockenfutter (in Gramm) gibt es denn im Fummelbrett? Und welche Marke wäre das?

Also ich würde sagen so ca. 10g aber nicht komplett ins Fummelbrett .50% vom Trockenfutter müssen sie erlaufen. Die Marken sind hauptsächlich Applaws und Orjen. Ab und zu bekommen sie auch aus den Probepäckchen von RC und das böse Trockenfutter vom Vorbesitzer von Lidl ich glaube "Opticat" heißt es.
Das macht bei 10g und 5 Katzen (Moment wo ist mein Taschenrechner :oops:)---->2g pro Katze.

Was mich bei den Laborergebnissen ärgert ist, warum wird bei der Laboruntersuchnug in der Spalte "Kristalle" zwei Pluszeichen und nicht ein Wert angegeben. Ich weiß jetzt nur vom TA, dass viele Kristalle gefunden wurden.
Was bedeutet den viele? Bei mir bedeutet viel schon mehr als 3 Kristalle!:hmm:

http://www.katzen-forum.net/attachments/nassfutter/61985d1413836503-welches-nassfutter-bei-erhoetem-ph-wert-laborergebnis-1.jpg

Ich hoffe ich habe alle Fragen beantwortet und warte weiter auf eure hilfreichen Antworten.

LG
Nachtfalke
 
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Eifelkater

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  • #17
Einige Fragen habe ich aber noch. (Ich hoffe ich nerve nicht langsam)
1.Was passiert den nun mit den Kristallen, müssen diese operativ entfernt werden?

Kristalle müssen in der Regel nicht operativ entfernt werden, kritisch wird es wenn sich viele Kristalle zu Steinen ansammeln

2. Endstehen die Kalciumoxalatkristale nur durch den niedrigen Ph-Wert, oder hat es vielleicht auch andere Ursachen?

Ganz kurz gesprungen ist es meist die Kombination zu wenig Wasser und zu viel Calcium bzw. einem falschen Verhältnis zum Phosphor und einem zu niedrigen ph-Wert. Zu wenig Magnesium kann auch noch in Betracht kommen.

Ich würde auch zu dem Versuch raten der Katze möglichst viel Flüssigkeit nahezubringen......ich würde zu Sahne verdünnt mit stillem magnesiumreichen Mineralwasser tendieren.
 
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Zugvogel

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  • #18
Es geht doch gar nicht darum anzusäuern. Aus dem Laborergebnis ist doch ganz klar nur Oxalat ersichtlich. Und es wurde ja auch geschrieben, dass die letzte Mahlzeit vor der Urinprobe nicht allzu lange zurück lag.
Deswegen bat ich ja auch darum, den Arzt zu fragen, um welche Kristalle es sich handelt.
Alles spricht dafür, daß es Struvite sind und keine Oxalate, bei denen wohl eher besser nicht angesäuert wird.
Die Aussagen des TA widersprechen sich, das ist leider mißverständlich.

Der Rohaschegehalt hat auch nur bedingt Aussagekraft. Wenn sollte Calcium und Phosphor in moderaten Mengen und einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden, Magnesium nicht sonderlich reduziert und Natrium auch nicht zu hoch sein.
Beim Vergleich von üblichem Futter und Diätfutter ist mir aufgefallen, daß Struvit-Diätfutter immer einen sehr tiefen Rohaschegehalt hat.
Das hab ich insofern beherzigt, daß ich dann generell nur Futtersorten mit tiefem Rohascheanteil genommen habe. Nur wenn dieser Wert mal wieder über 2 % lag, ging automatisch auch der pH-Wert in die Höhe.

Ich nehme wohl an, daß es nicht wissenschaftlich belegt ist, daß ein niedriger Rohaschegehalt i.d.R. auf wenig Getreide im Futter schließen läßt und gleichzeitig sich günstig auf den pH auswirkt, wie es für Struvit erforderlich ist. Das sind MEINE Überlegungen und MEINE Erfahrungen, die ich aber gerne weitergebe.
Es ist sicher nicht tragisch, auf den Rohaschegehalt zu achten, und hat hoffentlich keine Nachteile für die betreffende Katze, wenn sie neben Diätfutter auch noch Nieder-Rohasche-Futter bekommt.

Auch wenn es ein Leichtes ist, Futter anzusäuern, ist es immer noch besser, das Futter so zu wählen, daß die Ansäuermedikation möglichst gering ist, um den pH im guten Bereich zu halten.
Das heutige Methionin ist künstlich hergestellt, meines Wissens gibts nur einen Hersteller in Mitteleuropa, der alle Hersteller von Ansäuermittel beliefert.


Aber jetzt ist es dringend nötig, die Art der Kristalle festzustellen, bitte befrage den TA ganz genau danach!



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  • #19
Du hast dir das mittlerweile beigefügte Untersuchungsergebnis also noch immer nicht angeschaut wie ich merke.

Ein niedriger Rohaschegehalt ist zwar ein Indiz für einen allgemein geringeren Mineralstoffgehalt (zu den entscheidenen Stoffen Calcium, Phosphor, Natrium und Magnesium habe ich bereits etwas geschrieben), aber mehr auch nicht. Wenn dir die Definition für Rohasche bekannt ist müssen wir das sicher auch nicht ausdiskutieren. Ebensowenig, wie der Rohaschegehalt auch mit der Gesamtfeuchte des Futters korreliert.
 
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  • #20
Ach Laban,

im Prinzip ist es mir egal, worauf ein geringer Rohaschegehalt basiert, Hauptsache es hilft, den pH in einem besseren Bereich zu halten als mit Futtersorten mit hohem Rohaschegehalt.
Und wenn der pH zu tief sinkt, konnte ich einzig mit Futter mit hohem RA-Gehalt gegensteuern.

Wie ist das zu erklären, daß sämtliche Struvitdiätfutterarten einen niedrigen Rohaschegehalt haben, kommt das nur von ungefähr? :confused:

Hast Du Struvitmiezchen, die Du so gut wie möglich behandeln und versorgen möchtest? :confused:



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