Vergesellschaftungsprobleme mit taubem Kater

  • Themenstarter ClaudiaP
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    probleme bei zusammenführung taub vergesellschaftung
  • #41
Ich lese hier mal nach, das ist spannend. Bei uns ist im September auch ein Hörtnix eingezogen und vielleicht kann ich ja noch was mitnehmen für den Umgang mit ihm
 
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  • #42
Ich lese hier mal nach, das ist spannend. Bei uns ist im September auch ein Hörtnix eingezogen und vielleicht kann ich ja noch was mitnehmen für den Umgang mit ihm
Ich würde mich freuen, wenn ich anderen Haltern mit ähnlichen Problemen helfen kann. Daher werde ich auch bis zu einem - hoffentlich glücklichen - Ende immer wieder berichten. Und ich möchte zeigen, dass man manchmal eben Zeit braucht, und natürlich ganz viel Geduld für eine Zusammenführung. Es ist manchmal ein Auf und Ab.....
 
  • #43
Ich würde mich freuen, wenn ich anderen Haltern mit ähnlichen Problemen helfen kann. Daher werde ich auch bis zu einem - hoffentlich glücklichen - Ende immer wieder berichten. Und ich möchte zeigen, dass man manchmal eben Zeit braucht, und natürlich ganz viel Geduld für eine Zusammenführung. Es ist manchmal ein Auf und Ab.....
Die Zusafü war bei uns eigentlich ganz gut aber mich interessiert das allgemein, wie andere mit tauben Katzen umgehen. Ich glaube, meine beiden Uris haben noch nicht geblickt, dass Neelix taub ist. Möglicherweise wird mindestens Locky aber irgendwann dahinter kommen. Wenn er es nicht doch schon ahnt..'Ich habe das Gefühl, er testet manchmal.
 
  • #44
Unsere verstorbene Shigo hat den tauben Kater glaube ich für äußerst penetrant und unverschämt gehalten. Hat nie auf ihr Knurren reagiert. Hat sie trotzdem weiter nicht beachtet, etc. ;)
Und der kleine Kater merkt einfach, dass der taube Kater anders ist. Man kann sich anschleichen wenn er nicht guckt. Frauchen macht komische Sachen bei ihm (Boden klopfen zum Rufen oder Winken, wenn er guckt). Er stellt sich -aus Sicht des kleinen - total doof an beim Leckerchen fangen (er hört den Aufprall auf den Boden ja nicht). Aber ich glaube nicht, dass die anderen Katzen verstehen warum er so ist.
 
  • #45
Clickern mit Licht klappt übrigens prima! Ich habe eine Taschenlampe mit einem Kurzzeitknopf, also reindrücken - Licht an und loslassen - Licht ist sofort wieder aus (anstatt einmal drücken für an und ein zweites Mal für aus). Da habe ich dann mit Klettband einen richtigen Clicker festgemacht, so dass ich beide Kater gleichzeitig clickern kann. Man braucht etwas Übung, aber es klappt prima. Trotz der unterschiedlichen Signale gucken die Kater bei dem anderen ab, welche Übung als nächstes kommt und laufen manchmal -sehr vorlaut :sneaky: - schon mal vor.
 
  • #46
Ich clickere mit einem grünen Lichtclicker, den du an die Finger mit einem Gummiband befestigen kannst und für die Uris mit einem Fingerclicker (ein Clicker wie so eine Art Ring).

Jaaa vorlaut, will überall der erste sein, drängt sich neugierig dazwischen (was ich alles unterbinde... Er ist immer zuletzt dran). Klostalking haben wir bzw mit Tendenz zu hatten wir. Auch unterbunden, was Dank Homeoffice auch oft möglich ist.

Und er hat am Anfang geschrien, so dass ich schon ans Abgeben dachte. Und wenn taube Katzen miauen.. Das kennst du wahrscheinlich selber.

Im Gegensatz zu den Hörenden ist unser Hörtnix ein Trampel vor dem Herrn. Vermutlich, weil er nichts hört, wenn was umfällt. Das erschreckt zumindest die kleine doch sehr, so dass sie ihm gegenüber vorsichtig ist. Der Dicke hat ein Gemüt, wie ein Elefant.. Den stört das weniger.
 
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  • #47
Und er hat am Anfang geschrien, so dass ich schon ans Abgeben dachte. Und wenn taube Katzen miauen.. Das kennst du wahrscheinlich selber.
Oh ja, der schreit, das ist unfassbar :oops:. Die Nachbarn denken bestimmt, ich quäle Babies....so hört sich das an. Aber das hat er schon immer gemacht und macht er sicherlich weiterhin. Und er träumt manchmal schlecht. Hängt vielleicht mit der laufenden Vergesellschaftung zusammen. Der springt aus dem Schlaf hoch, faucht ( macht er sonst fast nie) und kratzt aus Panik. Eine Sekunde später ist er wieder klar.... Und alles ist wieder ok.
 
  • #48
Oh ja, der schreit, das ist unfassbar :oops:. Die Nachbarn denken bestimmt, ich quäle Babies....so hört sich das an. Aber das hat er schon immer gemacht und macht er sicherlich weiterhin. Und er träumt manchmal schlecht. Hängt vielleicht mit der laufenden Vergesellschaftung zusammen. Der springt aus dem Schlaf hoch, faucht ( macht er sonst fast nie) und kratzt aus Panik. Eine Sekunde später ist er wieder klar.... Und alles ist wieder ok.
Es tut mir leid, dass ich nicht groß was zur Vergesellschaftung beitragen kann, aber deine Erfahrungen helfen mir enorm.
 
  • #49
Ich habe ja die Hilfe durch meine Katzenpsychologin. Ich schreibe hier eigentlich nur noch meine Erfahrungen, damit andere Halter Tipps bekommen und den Mut haben durchzuhalten, auch wenn es länger dauert. Bei uns geht es zwar langsam und mit Rückschlägen, aber trotzdem stetig bergauf.
 
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  • #50
Die beiden Mädels sind seit Mittwoch da. Sie leben im Büro, da ist alles wichtige drin plus ein bisschen Klettermöglichkeiten und eine Couch zum Draufliegen oder von hinten reinklettern. Die ältere der beiden, Despina, soll eigentlich sehr ängstlich sein, ist als erste überall gewesen. Beide sind sehr freundlich.
Es ist anstrengend, da ich aktuell drei Parteien gerecht werden muss. Mit den beiden Katern arbeite ich natürlich weiter. Dann spielen mit den Jungs und weiter Vertrauen aufbauen bei den Mädels.

Aber ich hoffe, dass die Situation sich bald bessert. Ablaufplan der weiteren Vergesellschaftung:
Erstmal Vertrauen aufbauen zu den Mädchen, damit sie nicht in irgendeiner Ecke verschwinden bei Schritt 2 ;) . Decken tauschen natürlich und Bachblüten für alle.

Die Mädels erkunden Schritt für Schritt die Wohnung OHNE SICHTKONTAKT zu irgendeinem Kater. Die Küche dient dabei jeweils als Pufferraum (da kommt je ein Kater rein, damit die Damen alle Räume erforschen dürfen/ können).
Wenn die Mädchen alle Räume kennen, dann kommt der erste Sichtkontakt an der Gittertür. Wahrscheinlich nur Neptun und die beiden Mädels, Neptun ist sicherlich einfacher zu händeln. Mein Mann verteilt Leckerchen an die Damen und ich clickere mit Neptun, soweit möglich. Die Mädchen können noch nicht clickern und sollen es auch erst später lernen.

Die weiteren Schritte planen wir (meine Katzenverhaltensberaterin und ich), wenn es soweit ist.

Ich werde berichten!
🎅🎅🎅
🎄🎄🎄
☃️☃️☃️
 
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  • #51
Die beiden Mädels sind seit Mittwoch da. Sie leben im Büro, da ist alles wichtige drin plus ein bisschen Klettermöglichkeiten und eine Couch zum Draufliegen oder von hinten reinklettern. Die ältere der beiden, Despina, soll eigentlich sehr ängstlich sein, ist als erste überall gewesen. Beide sind sehr freundlich.
Es ist anstrengend, da ich aktuell drei Parteien gerecht werden muss. Mit den beiden Katern arbeite ich natürlich weiter. Dann spielen mit den Jungs und weiter Vertrauen aufbauen bei den Mädels.

Aber ich hoffe, dass die Situation sich bald bessert. Ablaufplan der weiteren Vergesellschaftung:
Erstmal Vertrauen aufbauen zu den Mädchen, damit sie nicht in irgendeiner Ecke verschwinden bei Schritt 2 ;) . Decken tauschen natürlich und Bachblüten für alle.

Die Mädels erkunden Schritt für Schritt die Wohnung OHNE SICHTKONTAKT zu irgendeinem Kater. Die Küche dient dabei jeweils als Pufferraum (da kommt je ein Kater rein, damit die Damen alle Räume erforschen dürfen/ können).
Wenn die Mädchen alle Räume kennen, dann kommt der erste Sichtkontakt an der Gittertür. Wahrscheinlich nur Neptun und die beiden Mädels, Neptun ist sicherlich einfacher zu händeln. Mein Mann verteilt Leckerchen an die Damen und ich clickere mit Neptun, soweit möglich. Die Mädchen können noch nicht clickern und sollen es auch erst später lernen.

Die weiteren Schritte planen wir (meine Katzenverhaltensberaterin und ich), wenn es soweit ist.

Ich werde berichten!
🎅🎅🎅
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Das klingt nach einem gut durchdachten Vorgehen
 
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  • #52
Wow - ich bewundere dein Durchhaltevermögen. Ich selbst hatte eine 7-monatige Zusammenführung unter Begleitung einer Katzenpsychologin und weiss, wie zehrend das sein kann.
Schön, dass du weiter berichtest -ich bin schon gespannt, wie die zwei Mädels die Dynamik verändern werden.
🍀🍀🍀🍀
 
  • #53
Schön, dass du weiter berichtest -ich bin schon gespannt, wie die zwei Mädels die Dynamik verändern werden.
Ich bin auch total aufgeregt.:rolleyes: ich wünsche mir so sehr Ruhe unter den Katzen ohne irgendjemanden abgeben zu müssen.
 
  • #54
Hallöchen! Ein frohes neues Jahr an alle Katzenfreunde!

Ich habe wie schon geschrieben seit dem 14.12. zwei Mädels aufgenommen. Nach 3 Tagen sind sie zum ersten Mal aus der Couch gekrochen während ich dabei war. Ich habe gearbeitet am Rechner, über Kopfhörer Musik gehört und laut mitgesungen.
Dann habe ich erstmal Kontakt aufgenommen bzw. Vertrauen aufgebaut. So um den 22.12. rum durften die beiden erstmals raus, die Wohnungsgeräusche kannten sie schon. Das Schlafzimmer war super spannend, aber mit der offenen Treppe haben die Mädels noch ein Problem.
Am 28.12. haben sie mit Gittertür dazwischen Neptun kennengelernt. Ich saß mit den Mädels und Leckerchen auf der einen Seite und mein Mann mit Neptun und Leckerchen auf der anderen Seite. Clickern geht ja noch nicht. Das erste Mal hat nur 5 min gedauert. Gestern waren die drei erstmals ohne Gittertür zusammen. Alle drei waren sehr respektvoll. Die Mädels haben ab und an geknurrt, wenn Neptun zu nah war.
Aber es läuft sehr gut. Die Mädels sind hier richtig zufrieden und Neptun ist nun auch endlich glücklich.

Fehlt noch Jupiter. Das wird nochmal anstrengend, aber ich hoffe, dass ich jetzt endlich alle zusammen bringen kann.

Grüße
 
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  • #55
Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und eine Blitzzusammenführung.

Kennt dein Hörtnix eigentlich "nein"? Wenn ja - wie machst du das?
 
  • #56
Kennt dein Hörtnix eigentlich "nein"? Wenn ja - wie machst du das?
Nicht wirklich. Beim Clickern zeige ich ihm die Handfläche, wenn er zu forsch ist. Zeigefinger der linken Hand: Gib Pfötchen; auf den Boden klopfen mit der Hand: Sitz; heranwinken: komm her (alternativ klopfen auf den Boden); manchmal Kombinationen daraus. Klopfen auf den Boden, damit er guckt, dann heranwinken und klopfen auf meinen Bauch: komm schmusen ( macht er dann zu 80% und zwar frühmorgens und spätabends, das braucht er). Beim Leckerchen werfen, wenn er nicht mitbekommen hat, wo es gelandet ist, zeige ich mit dem Zeigefinger in die richtige Richtung. Das kennt er und guckt meist auch direkt richtig.
 
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  • #57
Nicht wirklich. Beim Clickern zeige ich ihm die Handfläche, wenn er zu forsch ist. Zeigefinger der linken Hand: Gib Pfötchen; auf den Boden klopfen mit der Hand: Sitz; heranwinken: komm her (alternativ klopfen auf den Boden); manchmal Kombinationen daraus. Klopfen auf den Boden, damit er guckt, dann heranwinken und klopfen auf meinen Bauch: komm schmusen ( macht er dann zu 80% und zwar frühmorgens und spätabends, das braucht er). Beim Leckerchen werfen, wenn er nicht mitbekommen hat, wo es gelandet ist, zeige ich mit dem Zeigefinger in die richtige Richtung. Das kennt er und guckt meist auch direkt richtig.

OK, das sieht hier ähnlich aus. Nur Klopfen auf dem Boden habe ich noch nicht versucht. Mach ich mal..

Nein ist bei uns beide Zeigefinger über Kreuz aber naturgemäß ist das eher schwierig, das einer Katze beizubringen. Und wenn sie woanders ist und dich nicht sieht, umso schwieriger.

Ihm das Klostalking halbwegs auszutreiben war ganz schön anstrengend
 
  • #58
Hallo Katzenfreunde!

Es wird Zeit für einen neuen Zwischenstand! Letzter Stand war Anfang des Jahres: die beiden Mädels hatten gerade Neptun kurz kennengelernt. Die Kater kamen nach wie vor nur miteinander aus, wenn ich mit ihnen arbeite.

Mittlerweile habe ich die Mädels mit Neptun vergesellschaftet, die drei kommen gut miteinander aus. Neptun versucht immer mal zwischendurch, die Mädels zu einer Katerrauferei/ -rennerei zu überreden, aber dann bekommt er kontra. Das sieht so aus, dass er im Vorbeirennen ein Mädel (vorzugsweise Elara, die mag er gerne, das ist die Jüngere der beiden) am Rücken mit der Pfote anstupst oder mit schrägem Köpfchen auf ein Mädel zugeht. Die Mädels möchten aber nicht mitmachen und er verzieht sich wieder. Die beiden verstecken sich auch mal für ein paar Minuten, kommen aber zügig wieder raus. Es wird nie ernst, dazu hat er selber zu viel Angst. Was sehr gut klappt, ist Clickertraining mit allen dreien. Ich baue unterschiedliche Parcours auf mit Hockern (davon hab ich jetzt 4 gleiche...), Stühlen, Kratzstämmen (da kann man obendrauf super sitzen als Mieze), einer Balancierstange (eine gehobelte Latte, am Ende zwei kurze Querstücke, damit die Stange gerade liegen bleibt), einer Wippe (Eigenbau meines Mannes aus alten Holzresten der Balkonbodenverkleidung, Fake-Bangkirai), usw. Die Mädels sind übereifrig dabei (drängeln auch mal gerne, wenn man nicht aufpasst). Ich habe das Clickertraining so ausgebaut, dass auch die Mädels die kleinen Deckchen kennen, die beiden haben rosa :) Die Mädels können auch Sitz machen und Elara gibt mittlerweile auch Pfote.
Das läuft gut.

Aber die Vergesellschaftung stockt immer noch. Es gab verschiedene Stadien/ Versuche. Erstmal haben die Mädels Jupiter am Gitter kennengelernt mit Leckerchen, etc. (ohne Clickern, das konnten die beiden da noch nicht). Neptun war nicht dabei. Das lief ganz gut, also haben wir Jupiter ins Wohnzimmer gelassen, Gittertür war offen. Ich habe einen großen Spielteppich ausgelegt (nicht zum Spielen, sondern zum Leckerchen suchen, genaugenommen also ein Leckerchenversteck-Teppich), dazu noch ein Fummelbrett, damit es keinen Streit gab. Das hat solange gut geklappt, wie ich sehr präsent war. Nach mehreren positiven Versuchen habe ich mich zurückgezogen, wir haben die Katzen interagieren lassen. Ich fasse die Situation mal kurz zusammen: Despina saß in der Tür und wollte nicht weichen, Jupiter fand das doof und steht relativ nah vor ihr, Despina faucht, Jupiter ist unbeeindruckt, Despina schlägt nach ihm (trifft nicht!), er stürzt sich auf sie, sie schafft es noch unter den Tisch und er tigert um den Tisch herum ohne aufzugeben. Seit dem Tag findet Despina ihn doof, wir hatten weitere Versuche, aber Despina verlässt jedes Mal den Raum und bringt sich oben im Schlafzimmer (mittlerweile der "sichere" Raum der Mädels und Neptun) in Sicherheit, sie geht oben auf den Schrank. Sie hat gemerkt, dass er es ernst meint und nicht Spielen will wie Neptun. Die Vergesellschaftung mit den Mädels haben wir dann erstmal zurückgestellt und mit den Katern verstärkt weitergemacht. Zum einen wollte ich nicht, dass Elara auch noch eine schlechte Erfahrung macht mit Jupiter, sie ist aktuell die einzige, die ihm noch neutral und leicht neugierig begegnet. Zum anderen hat sich Neptuns Verhalten durch die Mädels geändert. Er macht keine komischen Sachen mehr bei Juppi, sowas wie von hinten anschleichen oder so. Seine Katzen-Interaktionen finden mit den Mädels statt. Er kommt zwar immer noch gerne zu den Kater-Aktionen (Clickertraining), aber macht keine Dummheiten mehr. Somit hatten wir die Hoffnung, erstmal die Kater doch zusammenzubekommen durch die veränderte Situation und dann mit den Mädels weiterzumachen. Immer noch das größte Problem ist die Treppe und Neptuns Drang, wenn er sich unwohl fühlt oder Angst hat, die Treppe hoch zu rennen, Jupiter dann hinterher und wieder oben eine Prügelei, wie bereits etliche Male beschrieben und passiert. Ich habe zum einen unseren "Rettungsweg" an der Wand, also Katzenmöbel, die den Katzen ermöglichen die obere Etage zu erreichen, ohne die Treppe hoch zu müssen, bzw. wo die Katzen sich drauf super verteidigen können, weil man auf einem kleinen Brett an der Wand nicht so leicht angegriffen wird. Wird in aufgeregten Situationen nicht genutzt. Dann habe ich mir die größte erhältliche Katzentonne gekauft und unter die Treppe neben den Rettungsweg gestellt. Da kann man auch prima dran hochklettern und dann durch die offene Treppe auf die obere Etage gelangen. Wurde im Notfall auch nicht genutzt. Jetzt habe ich endlich eine Lösung für unser Treppendilemma gefunden: Ein Kinderschutzgitter unten am Anfang der Treppe zwingt die Katzen jetzt, einen alternativen Aufstieg zu nutzen. Endlich wird Jupiter beim Hinterherjagen ausgebremst. Neptun war über die Tonne in Sekundenschnelle oben, Jupiter brauchte etwas länger.

Neptun konnte sich also oben in einem großen Pappkarton mit 2 Öffnungen in Sicherheit bringen. Er hat geknurrt und gefaucht, und zwar extrem, weil er gemerkt hat, dass ich mich im Hintergrund halte und nicht eingreife, und Jupiter hat erst geguckt, ist dann um den Karton gelaufen, seine Stimmung ist immer mehr aufgeheizt, schlussendlich musste ich ihn aus dem Karton ziehen, er war schon halb drinnen. Situationen, wo andere Katzen sagen, okay, du willst nicht mehr, ich gehe jetzt weg, will Jupiter austragen bis zum Ende. Er zieht sich einfach nicht zurück. Hätte ich die Situation laufen lassen, hätte ich sicherlich mindestens einen Kater mit einer fiesen Bisswunde zur Klinik bringen dürfen.

Ich kann die beiden trotz der langen langsamen Angewöhnung nicht ohne Aufsicht lassen. Die Angst bei Neptun sitzt - trotz Bachblüten - so fest und Jupiter fehlt immer noch Ruhe und Gelassenheit - trotz Zylkene und Bachblüten. Jupiter muss lernen, eine solche Situation zu verlassen.

Und ich will auf keinen Fall eine meiner Katzen abgeben.

Nach einem langen Gespräch mit meiner Katzenverhaltensberaterin habe ich folgende nächste Schritte geplant: ich lasse mir eine Kiste schreinern (von dem Schreiner, der mir alle meine Katzenmöbel der dritten Ebene gefertigt hat, mittlerweile in 3 Zimmern + Flur vorhanden) mit einer Sichtmöglichkeit/ Luftzufuhr und einer mikrochip-gesteuerten Katzenklappe, so dass nur Neptun in diese Kiste hinein kann. Er tendiert nämlich immer sich eher in Bodennähe in Sicherheit zu bringen statt irgendwo oben. Ich könnte also die Kater tatsächlich mal agieren lassen, bzw. eine Situation verlassen und abwarten, ob Jupiter endlich mal den Rückzug antritt.

Weiter werde ich anfangen, zusätzlich zu Jupiter/ Neptun, sowie Neptun/ beide Mädels mit Elara/ Jupiter zu clickern. Wenn das soweit klappt dann auch mit Despina/ Jupiter. Und dann sehe ich weiter.

Ich werde weiter berichten.

Schöne Osterfeiertage!!
 
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  • #59
So schade, dass es bei Euch einfach nicht so recht klappen will.
Ich bewundere Dich sehr für Dein Durchhaltevermögen und Deine schier unendliche Geduld und wünsche Dir von Herzen, dass Du eines Tages dafür belohnt wirst. 🍀🐞🍀🐞
 
  • #60
Vielen lieben Dank ❤️
 
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