Vergesellschaftungsprobleme mit taubem Kater

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  • #21
Hallo, danke für die Antworten. Da mein Problem sehr komplex ist und ich trotz vieler guter Ratschläge alleine damit nicht fertig werde, werde ich eine Katzenpsychologin/ -verhaltensberaterin beauftragen. Ich habe von einer der Nutzerinnen in diesem Forum den Kontakt zu einer Frau vermittelt bekommen, die bei Birga Dexel gelernt hat. Ich habe mir die Seite der Beraterin angesehen und denke, sie wird mir weiterhelfen können. Sie berät auch zum Thema artgerechte Ernährung. Ich bin gerade dabei, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Ich berichte weiter, wie es läuft, bzw. was sie mir rät. Danke nochmal für eure Mühe. Ich weiß, dass ich viel schreibe, aber das Problem lässt sich leider nicht in 2 Sätzen erläutern.
 
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  • #22
Hallo zusammen, ein kurzer Zwischenstand: Ich bin jetzt in psychologischer Behandlung (also meine Miezen und ich;)). Ich bin gerade dabei meine komplette Wohnungseinrichtung zu optimieren, inkl. Katzenklos etc. Die Kater bekommen mittlerweile beide ihre eigene Bachblütenmischung.
Ich bin froh, diesen Schritt (die Beratung) gemacht zu haben. Es ist unglaublich, wie wenig man eigentlich über Katzen weiß, obwohl ich seit über 20 Jahren Katzen habe und der Ansicht war, mich gut auszukennen....Es wird wohl einige Monate dauern, bis wir sehen, ob sich die Kater zusammenführen lassen. Trotz aller Maßnahmen entscheiden schlussendlich die beiden Tiere. Ich werde immer mal einen Zwischenstand geben. Viele Grüße nochmal!
 
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  • #23
Hallo nochmal, ein neuer Zwischenstand: Wir haben in den letzten Wochen in vielen Zimmern große Veränderungen für unsere Katzen durchgeführt. Es gibt neue Kratzbäume, Kratzstämme, neue Riesenklos, eine dritte Ebene an der Wand erweitert um einen Deckenplatz und Decken-Catwalk. Außerdem gibt es jetzt 2 festinstallierte Volierengitter-Türen. Die Handhabung der beiden Kater ist um vieles einfacher geworden. Daher ist die Situation für die Familie schon mal wesentlich entspannter. Alle Katzen waren in der Klinik zum Durchchecken. Es geht allen gut. Die Unsauberkeit von Jupiter ist so gut wie verschwunden, nur das Markieren ist situationsbedingt noch vorhanden. Durch die Türen sehen sich die Kater jetzt regelmäßig. Die Interaktion ist nun auch häufig schon sehr ruhig und nicht mehr nur aggressiv (seitens Jupiter). Neptun hat - durch die Bachblüten und die Sicherheit der Türen - keine Angst mehr. Er begegnet Jupiter eigentlich immer freundlich. Er ist sehr sozial und scheint darauf zu warten, dass bei Jupiter endlich der Groschen fällt. Ich fange jetzt mit dem Clickertraining an. Ich werde natürlich immer noch von meiner Katzenpsychologin unterstützt. Eine Ernährungsberatung steht auch auf dem Plan. Ich werde bei Gelegenheit wieder berichten. Schöne Osterfeiertage an alle Katzenfreunde!! :)
 
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  • #24
Ein weiterer Zwischenstand: Ich habe nach der Ernährungsberatung alle Katzen auf Liebesgut Rind (95 % Bio-Rindfleisch, richtiges Fleisch, keine tierischen Nebenprodukte ;)) umgestellt.

In der nächsten Woche fange ich, gemeinsam mit meinem Mann, das Clickertraining an der Tür an, also ich clickere mit Jupiter auf der einen Seite und mein Mann mit Neptun auf der anderen Seite. Das werde wir dann sicherlich etliche Wochen so weiterführen und je nach Stand geht es dann irgendwann ohne die Gittertür zwischen den Katern weiter. Wir versenden natürlich regelmäßig Videos an unsere Katzenpsychologin. Sie beurteilt dann das Verhalten der beiden und berät uns zu den nächsten Schritten. Viele Grüße an alle!!
 
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  • #25
Hallöchen! Die Kater machen schneller Fortschritte als erwartet! Wir haben das OK von der Psychologin bekommen, für wenige Minuten beim Clickertraining die Gittertür zu öffnen! Wir werden jetzt erst noch die Situation festigen und dann geht es am übernächsten Wochenende in die heiße Phase der Vergesellschaftung! Der kleine Neptun ist seit mittlerweile fast 9 Monaten schon Familienmitglied, seit 4 Monaten bereiten wir diesen Schritt vor, ich bekomme schon Schweißausbrüche, wenn ich nur daran denke!! Ich werde berichten, wie es läuft!! Grüße an alle Halter und alle Miezen!!
 
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  • #26
:giggle: Wir haben mittlerweile 4 x geclickert und dabei die Gittertür für einige Minuten offen gehabt! Jupiter, der taube Kater, hat völlig unbeeindruckt weiter mit mir geclickert und der kleine Neptun (mittlerweile 10 Monate alt) ist angstfrei und neugierig zu uns rübergekommen. Jupiter ist ruhig geblieben, es war alles super friedlich, ich habe sogar einige wenige Male mit beiden Katern abwechselnd geclickert! Ich bin total glücklich! Laut Katzenpsychologin werde wir jetzt genau das erstmal üben: ich clickere abwechselnd mit beiden Katern, mein Mann ist zwar nach wie vor auf der anderen Seite der Tür da, aber clickert nur dann mit Neptun, wenn der auf mich und Jupiter keine Lust hat.
Das hätte ich am Anfang des Jahres nie erwartet!!!
 
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  • #27
:giggle: Wir haben mittlerweile 4 x geclickert und dabei die Gittertür für einige Minuten offen gehabt! Jupiter, der taube Kater, hat völlig unbeeindruckt weiter mit mir geclickert und der kleine Neptun (mittlerweile 10 Monate alt) ist angstfrei und neugierig zu uns rübergekommen. Jupiter ist ruhig geblieben, es war alles super friedlich, ich habe sogar einige wenige Male mit beiden Katern abwechselnd geclickert! Ich bin total glücklich! Laut Katzenpsychologin werde wir jetzt genau das erstmal üben: ich clickere abwechselnd mit beiden Katern, mein Mann ist zwar nach wie vor auf der anderen Seite der Tür da, aber clickert nur dann mit Neptun, wenn der auf mich und Jupiter keine Lust hat.
Das hätte ich am Anfang des Jahres nie erwartet!!!
Ich freu mich richtig, dass es so gut läuft bei euch :)
War bei uns am Anfang ja auch, dass ich nicht gedacht hätte das es irgendwann mal so gut läuft. Das Training, die Zeit, so viele Umstellungen haben sich doch wirklich gelohnt. Und man nimmt natürlich auch für die Zukunft so viel Fachwissen

Es ist ja mittlerweile wieder etwas Zeit vergangen, könnt ihr schon die Türen komplett offen lassen?

lg
 
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  • #28
Hallo!
Ich möchte mal wieder einen Zwischenstand geben:
Wir haben eine gute Woche lang die Tür beim Clickern geöffnet und jedesmal kam Neptun zwischendurch zu mir und Jupiter rüber, hat ein paar Mal mitgemacht und ist dann wieder zurück zu meinem Mann. Der erste Rückschlag wurde dann durch uns verursacht. Jupiter hat sich eines Abends für die Seite meines Mannes interessiert. Obwohl die Kater keine Anzeichen von Stress gezeigt haben, haben wir uns plötzlich Sorgen gemacht, dass Jupiter Neptun angreifen könnte und haben - leider auch noch beide zusammen - versucht Jupiter zurückzuhalten. Das war für Neptun das Zeichen, dass wohl noch nicht alles gut ist und er, wenn wir uns schon Sorgen machen, besser wegläuft und sich unterm Tisch in Sicherheit bringt. Jupiter ist am Tisch gucken gewesen, hat aber nichts gemacht. Neptun hat gefaucht und geknurrt, aus Angst.

Nach diesem Abend zeigte sich Neptun einige Male beim Clickern trotz geschlossener Tür wieder ängstlich, wenn Jupiter ihn nur angeschaut hat. Wir haben ca. 2 Wochen gebraucht, bis das wieder weg war und beide wieder normal an der Tür mitgemacht haben. Dann haben wir wieder voller Hoffnung die Tür geöffnet. Was an diesem Abend der Auslöser war, kann ich im nachhinein nicht sagen, Neptun war ungeduldig, ist sofort rübergekommen zu mir und Jupiter, hat sich dann irgendwie erschreckt und ist die Treppen hochgerannt nach oben ins Büro. Jupiter ist sofort hinterher und es gab Stress unter der Büro-Couch. Ich konnte die Kater trennen ohne Verletzungen, wir haben das Clickertraining beenden können, mit geschlossener Tür und immens vielen Leckerchen.

Nach diesem Vorfall haben wir weitere 4 Wochen gebraucht, um die Situation zu normalisieren und zu festigen. Mittlerweile ist uns das Hauptproblem klar geworden. Sobald Neptun wegrennt, rennt Jupiter hinterher, regt sich auf und geht Neptun sehr unsanft an. Dies wird verstärkt durch unsere interne Treppe. Diese Treppe löst bei Jupiter immer den "Angriffs-/Nachjage-Reflex" aus, auch bei unserer anderen Katze. Wir haben mittlerweile einen alternativen Aufstieg im Flur, der löst das Problem aber nur bedingt.

Der nächste Versuch, die Tür zu öffnen, lief dann folgendermaßen ab: Sobald ich die Tür öffne, verschwindet Neptun unterm Tisch, der ist sehr niedrig, da fühlt er sich sicher. Jupiter ging dann kurz am Tisch gucken, Neptun hat gefaucht und geknurrt (glücklicherweise hat Jupiter davon kaum etwas mitbekommen wegen der Taubheit); danach hat Jupiter mit mir geclickert. Anfangs hatten wir dabei noch die die Gittertür offen und mein Mann hat aufgepasst, aber als uns das Wegrenn-Problem klar wurde, habe ich die Gittertür wieder geschlossen, um keine negative Situation zu provozieren.

Neptun ist dann von Tag zu Tag mehr aufgetaut. Erst hat er angefangen, Leckerchen zu fressen, dann ist er von unterm Tisch in ein unteres Wohnzimmerschrankregal gegangen. Von dort aus hat er das erste Mal wieder mitgeclickert, zwar nur Pfote geben, aber das war ein großer Durchbruch.

Aktuell, 2 Wochen später, sieht unser tägliches Training so aus: Ich kann alleine mit den Katern arbeiten. Neptun sitzt direkt hinter der Gittertür, ich muss ihn quasi leicht wegschieben, um mit Juppi ins Wohnzimmer zu können. Jupiter geht problemlos an ihm vorbei, setzt sich auf den Teppich und wartet auf mich. Dann kann ich abwechselnd mit den Katern clickern, mal kommt Neptun sogar etwas näher, mal bleibt er an der Tür sitzen. Jupiter war auch schon mal näher bei ihm und hat ihn angestubst mit der Pfote, Neptun hatte zwar Angst, aber es ist nichts passiert. So werde ich weiterarbeiten, erstmal im Wohnzimmer, dann in anderen geschlossenen Räumen, bis die Kater problemlos freundlich miteinander umgehen. Zum Schluss werde ich mich um das Wegrenn-Problem und den Flur kümmern. Das ist auch so mit der Katzenpsychologin abgesprochen, zu der ich regelmäßigen Kontakt habe und die immer die Videos interpretiert und Tipps gibt.

Es wird sicherlich noch weitere 2 Monate dauern, bis bei uns alles offen bleiben kann, aber der Erfolg ist schon fast zum Greifen nahe. Die Kater begrüßen sich an der Gittertür, fangen an sich zu vertrauen. Das war vor einigen Monaten nicht im Traum denkbar.

Ich melde mich in einigen Wochen erneut mit einem Zwischen- oder vielleicht Endstand!
Grüße
 
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  • #29
Vielleicht noch ein Tipp für Leute, die hier mitlesen: man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Einfluss man auf die Tiere hat. Die Situation, in der wir Jupiter zurückgehalten haben, hat den Kleinen so geängstigt! Ich habe zum Schluss, zusätzlich zu meinen Katern, die schon seit Monaten Bachblüten bekommen, auch von der Katzenpsychologin Bachblüten-Notfalltropfen "verschrieben" bekommen, damit ich ruhiger werde. Die haben mir wirklich geholfen. Danach klappte es wesentlich besser mit den Tieren. Meine Ruhe hat sich auf die Kater übertragen.
 
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  • #30
Und ein weiterer Zwischenbericht: Nachdem ich dann vor ca. 5 Wochen endlich soweit war, dass ich mit beiden Katern in einem Zimmer clickern konnte, steckte ich bis vor wenigen Tagen in einer Sackgasse fest. Der kleine Neptun hatte sich den Platz hinter der Gittertür ausgesucht und dort "festgesetzt". Er hat zwar mitgemacht, aber immer nur von diesem Platz aus. Wenn überhaupt kam er mal an guten Tagen 20 oder 30 cm aus der Ecke raus, ansonsten hat er quasi im Liegen die Pfote gegeben und das wars.
Ich habe dann wieder mit meiner Katzenpsychologin gesprochen und sie hat mir dringend ans Herz gelegt, Jupiter Grenzen aufzuzeigen. In den Videos war deutlich zu sehen, dass Jupiter zwar mitgemacht hat, aber ansonsten nach Lust und Laune durchs Wohnzimmer gelatscht ist. Das hat den kleinen Neptun verunsichert. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, jedem Kater zwei kleine Gästehandtücher "zuzuweisen", blau für Neptun und weiß für Jupiter. Sie sollten/ müssen jetzt von einem Tuch zum andern gehen und dort Sitz machen. Jupiter darf zwischendurch nicht aufstehen, sondern soll auf dem Tuch sitzen bleiben. Dafür bekommt er natürlich Leckerchen. Das hat den Ausschlag gegeben. Seit drei Tagen nunmehr kommt Neptun aus der Ecke. Ich bin auf Anraten der Katzenpsychologin mit meinen Tüchern Stück für Stück von der Tür weg, rechts ein Kater, links ein Kater und bin fast schon in der Mitte des Raumes angekommen. Jupiter bleibt zwischendurch brav sitzen und Neptun traut sich, sich zu bewegen.

Ich bin gespannt, was die nächsten Tage bringen.
 
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  • #31
Da bin ich mal wieder und melde mich für alle, die ein ähnliches Problem haben und denen vielleicht mein Fall ein wenig weiterhilft. Ich bin jetzt also 2 Monate weiter. Ich werde nicht alle einzelnen Schrittchen erläutern, ich kann nur jedem dringend empfehlen, sich auf die Katzen und die von den Katzen benötigte Zeit einzustellen. Der "kleine" Neptun ist jetzt seit einem Jahr bei uns. Er vertraut Jupiter noch nicht komplett, die beiden Kater sind nach wie vor nur beim Clickern zusammen. Ich clickere je nach Zeit und Tagesablauf zwischen 2 und 4 Mal. Aber die Situation ist deutlich entspannter. Sie sind häufig sehr nah beieinander, Neptun traut sich, sich zu bewegen. An ganz guten Tagen geht er auf Jupiter zu und macht weiter mit, obwohl Jupiter sehr nah ist. Ab und an mache ich nach 10 min clickern die Dosen zu, dann ist es für Jupiter das Zeichen, hier geht nichts mehr mit Leckerchen. Dann geht er im Regelfall auf unsere dritte Ebene im Wohnzimmer und legt sich schlafen. Neptun beobachtet das, anfangs sehr sehr ängstlich, mittlerweile kennt er es schon. Wenn Jupiter eingeschlafen ist, geht Neptun schleichend raus. Aber immerhin bewegt er sich schon mal. Bei den ersten Malen ist er quasi erstarrt. Wir hatten so schon mal fast eineinhalb Stunden die Kater in einem Zimmer. Jupiter hat von oben runtergeguckt. Neptun hat hochgeguckt. Und erst nach fast 2 Stunden sind Jupiter die Augen zugefallen. Ich darf beim Clickern nicht die Aufmerksamkeit vernachlässigen, es gab auch wieder kritische Situationen, aber seit fast 2 Monaten keinen Angriff, bzw. keine Keilerei mehr. Ich bin mir sicher, dass ich bis zur endgültigen Vergesellschaftung sicherlich noch weitere 6 Monate brauchen werden, die beiden mache halt immer sehr kleine Schrittchen vorwärts, aber durch die ständige Wiederholung der Situationen erschleiche ich mir die Gewohnheit, die der taube Kater dringend braucht, um umgänglich zu sein. Im Nachhinein betrachtet bin ich schon sehr sehr weit gekommen und ich bin mir sicher, die beiden werden früher oder später gute Freunde. Viele Grüße und schöne Feiertage an alle! Ich melde mich im neuen Jahr mit einem weiteren Zwischenstand!
 
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  • #32
Ich finde das toll, dass Du so geduldig bist und danke, dass Du hier berichtest. Das macht hoffentlich anderen Mut. Ich wünsche Euch weiter gutes Gelingen!
 
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Nina0610

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  • #33
Ich finde dein Durchhaltevermögen unglaublich. Toll wie du trotz der langen Zeit dran bleibst und nicht aufgibst.

Ich drücke die Daumen, dass es vielleicht sogar schneller klappt als du denkst. Danke das du hier immer so aktuell postest, damit andere Mut haben das es klappen kann wenn man geduldig ist.
 
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  • #34
Hallöchen! Es ist mal wieder Zeit für eine Zwischeninfo!
Es hat sich einiges bei uns geändert. Wir haben Ende letzten Jahres nach kurzer Krankheit total unerwartet Shigo erlösen müssen. Das hat den kleinen Neptun in den ersten Wochen ziemlich mitgenommen, da er sich doch ziemlich an Shigo drangehangen hat, obwohl sie fast nur geschlafen hat mit ihren 14 Jahren. Wir mussten dann den Nachtablauf ändern. Vorher hatten wir die Kater (Jupiter alleine und Neptun mit Shigo) abwechselnd im Schlafzimmer nachts, aber da Neptun außer mir nur noch etwas meinem Mann vertraut, wollten wir ihn auf keinen Fall alleine in der Wohnung schlafen lassen. Jupiter ist das augenscheinlich nicht so wichtig wo er schläft. Er schmust vorm Schlafengehen mit mir und direkt nach dem Aufstehen auch für eine Stunde, nachts liegt er auf seinen Decken vor der Schlafzimmertür. Neptun schläft dauerhaft bei uns.
So traurig der Verlust von Shigo ist, die Vergesellschaftung ist leichter geworden, da sich die Kater nur noch aufeinander konzentrieren müssen und können. Der aktuelle Stand sieht so aus: die Kater können immer noch nicht ohne Aufsicht zusammen in einem Raum sein. Die Zeiten, in denen ich mit den Katern gemeinsam im Wohnzimmer bin, sind aber teilweise 2 Stunden lang. Ich bin zwar wie ein Schiedsrichter zwischen Ihnen, aber es wird langsam besser. Gute Resultate habe ich mit den beiden folgenden Übungen bekommen:

Ein großes Problem ist, dass Jupiter Neptun sofort hinterherrennt und jagt, wenn der sich mal schneller bewegt. Damit sich Juppi daran gewöhnt, habe ich "Leckerchenwerfen" an der Gittertür eingeführt. Sie laufen also abwechselnd hinter einem geworfenen Leckerchen hinterher, jeder auf seiner Seite der Tür. Anfangs war Jupiter sehr aufgeregt, aber mittlerweile kann ich diese Übung sogar - etwas vorsichtiger - mit beiden Katern im Wohnzimmer machen. Von der Mitte her, wo ich mit beiden Katern sitze, werfe ich erst für Juppi rechts, danach für Neptun links, usw.

Die nächste wichtige Übung war auf einen Hocker draufgehen und Sitz machen. Die Katzenpsychologin hat anfangs dringend von solchen Übungen abgeraten, da der höher sitzende Kater im Vorteil ist. Da ich aber mit den beiden Spinnern ;) augenscheinlich jede mögliche Situation über muss, habe ich für beide Kater einen Hocker angeschafft und in das Clickertraining integriert. Auch hier war der Anfang schwer, aber nachdem die Übung klappte, hat sie Neptun Selbstvertrauen enorm gestärkt.

Jetzt habe ich noch die Zeiten ausgeweitet, in denen sich die Kater an den beiden Gittertüren sehen, damit sie einen gemeinsamen Tagesablauf bekommen, anstatt eines getrennten Tages mit 2 - 3 kurzen Clickersessions.

Im Gegensatz zu den ersten Monaten mache ich aktuell täglich "rasante" Fortschritte, es kommt jeden Tag etwas neues dazu. Ich habe noch ein gutes Stück Weg vor mir, aber es wird klappen. Da bin ich mir sicher. Ich muss mit diesen beiden Katern halt alles üben, da alles Neue Angst macht.

Schöne Grüße an alle!!
 
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Loewis

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  • #35
Hallöchen!

Ich habe mit sehr viel Interesse heute das erste Mal deinen Thread gelesen. Zu allererst: Mein herzliches Beileid, dass Shigo nicht mehr unter euch weilt 🌈✨🌈✨🌈

Ich finde eure Geduld und Ausdauer bei der Vergesellschaftung grandios. Auch ich bin ein großer Fan von Birga Dexel und hatte schon bevor ich meine Löwis Bail und Tarkin bekam sehr viel über das Clickern nachgedacht und mich eingelesen. Dennoch ist meine Begeisterung immer noch enorm, wie intelligent die Samtpfoten sind. Zudem kann das Training in vielen Situationen helfen, Katzen und Menschen Stress zu nehmen. Als ich las, dass eine deiner Fellnasen taub ist, musste ich an meine verstorbene Hundedame denken. Auch sie war taub, ich konnte sie aber problemlos mit Gesten „dirigieren“ und auch ohne Leine sicher durch Berlin lotsen.

Ich bin mir absolut sicher, dass du einen friedlichen Modus Vivendi mit deinen Fellnäschen erreichen wirst und bin schon sehr auf deine weiteren Updates gespannt! 🍀🍀🍀
 
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  • #36
Hallo!
Nächstes Update:
Die Kater kommen - mit mir in einem Raum - eigentlich ganz gut aus. Da ich im Homeoffice arbeite und etliche Stunden mit den Katern arbeite und auch immer verfügbar bin, ist die Bindung an mich natürlich sehr hoch. Der taube Jupiter weiß anscheinend genau, was ich von ihm erwarte. Jedoch wenn ich nicht in seiner direkten Nähe bin, kann ich ihm leider nach wie vor nicht trauen. Wenn er Neptun zu nahe kommt, zeigt dieser (aufgrund der Vorfälle der Vergangenheit) Angst und das verleitet Jupiter zu einem Angriff. Dies ist zum Glück in diesem Jahr erst einmal passiert und auch ohne Verletzungen.

Die Leckerchenwerferei klappt prima, in einem Raum nach dem geübten Schema, rechts der eine, links der andere Kater. Ich kann auch einen Kater mittig im Wohnzimmer sitzen lassen auf einem Hocker und der andere Kater latscht um den Hocker drumherum (als Anreiz gibt es natürlich Leckerchen). Aber wenn Neptun in einem anderen Raum (oder eine andere Richtung) rennt, ist die Chance hoch, dass Jupiter hinterher will. Wir clickern auch im Büro, das klappt besser. Hier ist der Ablauf anders.

Um endlich die Türen öffnen zu können, bzw. dem Endziel näher zu kommen, ohne Prügeleien und Verletzungen zu riskieren (und damit auch zu riskieren, dass durch eine unglückliche Verletzung oder Begegnung es kein zurück mehr gibt zu einer Freundschaft), bin ich jetzt dazu übergegangen, Jupiter (den tauben Kater mit der extremen Bindung an mich) mit einer Katzenjacke und einer Leine auszustatten (Katzenjacke: Klettverschluss vorne am Hals und einen unterm Bauch, die Vorderpfoten und die Brust sind komplett frei - Tipp meiner Katzenpsychologin, super). Die Kater wissen beide bereits, was es damit auf sich hat. Der eine weiß, dass er keine Angst haben muss vor einem Angriff und Jupiter hat gemerkt, dass er mehr Freiheiten bekommt (Raum wechseln), aber nicht unkontrolliert ohne mich herumlatschen kann. Das ganze wird sehr unterstützt durch Hühnerfiletstückchen.

Es ist mittlerweile sogar schon einmal passiert, dass beide unter einer Couch liegend relativ nah zusammen waren - in halber Spiellaune. Neptun will so gerne spielen, aber Jupiter ist noch nicht ganz so weit, es wird aber immer deutlicher, dass es in die richtige Richtung geht.

Ich möchte nochmal betonen, dass es bei uns weder an der Gittertür, noch beim Clickern oder dem Leckerchenwerfen zu Knurren oder Fauchen kommt (fauchen gab es nur, als Jupiter Neptun ein bis zwei Tage nach dem Angriff zu nahe kam). Im Gegenteil, es wird nur gegurrt und miaut. Starren kommt vor, wird aber von mir möglichst nicht lange toleriert. Neptun brauche ich nur anzusprechen, dann schaut er meist bald weg und Jupiter braucht eine Berührung oder ein Klopfen. Er starrt als taube Katze unbewusst viel mehr, ohne dies gleich böse zu meinen.

Es dauert halt noch, bis die beiden soweit sind. Der Frühling hilft mir sehr, da die Balkone beide jetzt wieder dauerhaft offen sind und die beiden da sehr gerne sitzen. Ich hoffe, bald - mit Leine - zu zweit auf einen Balkon zu können.

Viele Grüße, bis zum nächsten Mal!
 
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