Tigerli, Tüüfeli, Pablo und Gernimo ganz lang...

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Bärli_29

Bärli_29

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Tigerli, Tüüfeli, Pablo und Geronimo

Dr. Sommer weiss schon einiges über die Geschichte vom Tigerli. Aber ich denke, das ist einen eigenen Faden wert.
Freitag, 9. Mai: Ich mache Freitags immer Homeoffice, geniesse es, langsam zu mir zu kommen, Kaffee rauslassen, Zeitung lesen und dann an den Compi.An diesem Morgen war es irgendwie anders: Bin ins Bad, habe Zähne geputzt und Gesicht
gewaschen und bin, ohne Kaffee oder irgendewas, ins Büro bei uns daheim. Und da fand ich mein Tigerli: Hinter dem Desctop, an einer Stelle, wo ich sie noch nie gesehen habe. Ich so: He, Tigerli, was los? Mein Schätzli dreht sich um zu mir und ich sehe nur eine blutige Masse... Tierärztin angerufen, Anrufbeantworter, weil noch vor der Praxisöffnungzeit.
Natelnummer für Notfälle angegeben. Ich hab sie nicht verstanden, 3 fremde Leute angerufen, nie die richtige Nummer. Tigerli in den Kennel gepackt und zur Praxis, Gott sei Dank zu Fuss nur
200 Meter.Tierärztin kam, sah und sagte: oweh, die muss in die Klinik. Wir in die Klinik, Narkose zum röntgen. Ergebnis: Unterkiefer und Oberkiefer gebrochen OP nötig, wird teuer, aber es kommt wieder gut. Also OP. Alles gut gegangen, bis am Abend. Dann war Sauerstoffzelt nötig, weil Tigerli nicht schnaufen konnte. Auch das gut. Dann eine lange Heilungsphase. Jeden Tag habe ich mein
Tigerli in der Klinik besucht. Sie erholte sich nach und nach, ABER: sie konnte ihr Mäulchen nicht zu machen und daher nicht essen. In der Klinik wurde s erst Zwansernährt, dann mit Sonde. Dann ass sie ein wenig allein und wir durften sie heim nehmen... Mager von 3.6 Kilo auf 2.9 Kilo. Daheim: Freude, den Bruder wiederzusehen (dsa Tüüfeli)ABER: sie wollte NUR RAUS. Kein Essen war interessant, wir Menschen nicht, nichts...
Sie hat versucht, das Katzentürli zu zerstören und immer nur geweint...
Und dann haben wir sie raus gelassen. Am Pfingstsamstag. Abends kam sie wieder heim. Wir haben versucht, sie einzusperren im Schlafzimmer. Sie hat einerseits versucht, das Fenster zu zerstören, um rau zu kommen, andererseits in meimen Arm geschlafen... Pfingstsonntag durfte sie dann wieder raus, da wir das Elend und die Verzweiflung des Tigerli nicht mehr mit ansehen konnten....
Dann kam eine schreckliche Zeit: 14 Tage war unser Tigerli verschwunden. Mein Mann - der Prakmatiker - war überzeugt, sie ist tot. Sie hat ja nicht essen können, weil die Kiefer nicht zu gingen. Zwangsfüttern ging nicht, es war alles so schrecklich.
Dann,23. JUni: Ich kam spät heim und hab mich mit Compispielen entspannt und plötzlich hab ich Tigerlis Stimme gehört. Ich in den Flur und was sehe ich da: Das Tüüfeli (der Bruder vom Tigerli) und da Tigerli sind da. Tigerli klapperdürr, aber lebendig und daheim. Sofort die Tierklinik angerufen und Tigerli hin gebracht zum untersuchen. Oh Gott, das Tierli wog noch 1.8 Kilo, Organe und alles aber nicht prekär. Wir wussten, bei uns kann sie nicht
bleiben, sie will ja immer nur raus, und wie soll sie so essen und zunehmen und gesund werden. Rettung: unsere Nachbarn über uns nehmen das Tigerli in Pflege und versuchen es aufzupäppeln. Da gibt es kein Katzentürli und keinen Weg nach draussen. Tigerli war dort eigentlich wohl, sie war total begeistert vom Nachbarn. ABER: Essen ging nicht. Alle Leckereien (auch Junk-Food) nützte nichts. sie Wollte essen, aber konnte es nicht nehmen.
Daraufhin haben wir einen wahnsinnigen Schritt unternommen. Tigerli in die Tierklinik gebracht und ich habe dann dem Chefarzt quasi die Pistole auf die Brust gesetzt. Ich habe ihm gesagt, er muss sie operiereren.Die Drähte im Oberkiefer raus nehmen, damit sie wieder essen kann. Er war ziemlich verzweifelt, weil er sagte, er kann es nicht verantworten, einer 1.8 Kilo-Katze eine Narkose zuzumuten, in dem Zustand, in dem sie ist. Ich habe ihm gesagt, es ist die einzige Chance, mit
den Drähten kann sie nicht fressen, also stirbt sie, weil sie verhungert. Und wenn sie die Narkose nicht überlebt, hat man es wenigstens versucht. Stunden später hat er dann angerufen und mir gesagt, er hat sich getraut. Narkose wurde überlebt und die Drähte im Oberkiefer sind raus.
Und dann hat er gesagt: in 35 Jahren Tierspitalpraxis hat er noch nie erlebt, dass so viel für eine «ganz normale Hauskatze» gemacht wurde wie für das Tigerli. Und was ich davon halten würde, das Tigerli an einen Platz zu geben, an dem es gesicherten Auslauf hätte, weil es ja soooo gerne raus will. Ja, hab ich gesagt, wenn es einen solchen Platz gäbe. Er hat mir dann vom Tierdörfli Wangen bei Olten erzählt und auch, dass er die Inhaberin kennt. O-Ton Chef Tierklinik:Ich ruf da jetzt an und koche sie weich, Sie rufen
in einer halben Stunde an...
Das tat ich dann auch und mir wurde gesagt, klar, wir können das Tigerli bringen, die päppeln es auf. Das haben wir getan. Und was soll ich sagen: Das Tigerli ist wieder ein Plüschtierli, wiegt mittlerweile 3.5 Kilo :) Es wird im Tierdörfli bleiben und Ziel ist, dass sie Hofkatze wird. Das heisst, sie hat alle Freiheit, draussen zu leben. Da gibt es nichts ausser Feldern, Wiesen und Bauern. Die Hofkatzen werden versorgt und gefüttert und im Winter haben sie einen warmen Raum mit Bettchen und Spielzeug. Wir haben für das Tigerli eine Patenschaft übernommen, damit für sie
gesorgt ist.
Ja, und daber ist ja noch das Brüderli, das Tüüfeli. Er ist ja auch Freigänger und das können und wollen wir ihm nicht nehmen. Aber im Winter, wenn er viel daheim ist, soll er auch nicht einsam sein. Aber eine weitere Katze, die einen solchen Unfall hat wie unser Tigerli, möchten wir auch nie wieder... DIE Lösung: Katzentürli mit Chip für Tüüfeli,so dass nur er raus kann, Fenstersicherung für 4 Fenster unserer Wohnung und aus dem Tierdörli 2 Katerli-Brüder, die Wohnungskatzten sind. Pablo und Geronimo. Schwarzweiss und so verrückt, wie die eben sind... Und lieb und schmusig, und Verfressen
(Pablo). Mit Tüüfeli geht es prächtig, er hat eine grosse-Bruder-Rolle angenommen. Heisst: Er ist draussen, kommt mit lebendiger Maus rein und bringt sie den kleinen Brüdern zum spielen...
So, nun wisst Ihr, was bei uns so geht (wen es interssiert)
Bilder kommen...
Liebe Grüsse von Andrea mit Tüüfeli, Pablo und Geronimo und Tigerli im Tierdörfli
 
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ich hab da jetzt gelesen und bin platt!

geht's dem Tigerli gut?
 
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