Tierarztbesuch in der Kennenlernphase

Niccco76

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Hallo zusammen,

nach meiner Vorstellung weiter oben
https://www.katzen-forum.net/threads/hallo-aus-koeln-von-emil.245723/

Nun direkt ein Anliegen / eine Frage:

Wir haben unseren Kater "Emil" (extrem scheu, ehemaliger Streuner, Vorstellung steht im Vorstellungsbeitrag)
vor ein paar Wochen vom Katzenschutzbund Köln bekommen.

Alle Katzen vom Katzenschutzbund werden gechippt übergeben.

Am Tag der Vermittlung wurde festgestellt, dass Emils „Chip“ entweder kaputt ist oder dies beim ersten Mal nicht geklappt hat.

Der Katzenschutzbund hat es uns überlassen, ob sie dies noch machen sollten oder wir dies übernehmen. Wir haben uns für letzteres entschieden, ein Tierarztbesuch steht ja eh mal an und er ist ja nun „unsere“ Katze.

Am Mittwoch war es dann soweit. Wir haben die Transportbox schon Tage vorher gut getarnt in „sein“ Zimmer gestellt und Leckerchen reingelegt.

Leider ist der Plan nicht aufgegangen das er mittels Leckerchen in die Box gegangen ist so dass wir sein Versteck abräumen mussten und ihn beherzt so gut es ging aus seiner Ecke holen mussten. Er hat gefaucht wie ein Weltmeister aber nicht gekratzt und war dann sofort in der Box.

Nun scheint das klitzekleine bisschen Vertrauen wieder über die Wupper gegangen zu sein. Aber er frisst und geht auf’s Klo, schon am Abend nach dem Tierarzt-Besuch.

Die Frage wäre, wie wir bzw ich (da ich sicher für ihn der Buhmann bin, der ihn gepackt hat) ihm in den kommenden Wochen begegnen soll?!

Meine Frau ist tags daheim und öfter im Arbeitszimmer, vor dem Tierarztbesuch war er auch schon etwas entspannter, hat sogar gefressen wenn sie im Zimmer war.

Mein Plan wäre es, das ich mich in den nächsten Tagen / Wochen abends immer mal im Arbeitszimmer aufhalte, ihm Futter / Leckerchen hinlege , mich aber in sicherer Distanz auf den Boden setze oder lege, ein Buch lese, ihn ignoriere, falls er rauskommt, so das er sich einfach an uns/mich gewöhnt.

ER soll von sich aus kommen und SEIN Tempo bestimmen…

Das schlimmste was wir machen möchten ist, ihn bedrängen (das machen wir auch nicht) aber was ist zu viel und was zu wenig?

Vielleicht hat eine/r von den Katzenerfahrenen hier ein paar Tipps!

VG Nico
 
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Gibt´s in dem Zimmer ein Sofa? Wenn ja, könntest Du mal dort übernachten. Schlafende Menschen sind für viele Katzen offensichtlich nicht so gruselig. Vielleicht traut er sich dann, mal schnuppern zu kommen. Ansonsten finde ich die Idee gut, sich einfach in dem Zimmer aufzuhalten und sich ganz normal zu verhalten.
Er ist ja nun schon einige Zeit bei euch - wollt ihr nicht einfach mal die Tür offen lassen und schauen, was passiert? Vielleicht geht er dann Nachts mal auf Streifzug durch die Wohnung, kann sich alles angucken und dann entscheiden wo er sein mag.
 
Quilla

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Was @Wally87 geschrieben hatte, würde ich auch empfehlen.

Im Zimmer mit einer ruhigen Tätigkeit aufhalten (Puzzle machen, Lesen, etc.) oder auch darin übernachten bzw. nachts die Türe offen lassen (auch eure Schlafzimmertüre) und in der Wohnung Leckerchen liegen lassen ans "strategisch günstigen" Stellen.

Desweiteren würde ich einen Feliway Stecker empfehlen - je nach Wohnungsgrösse auch 2.
 
minna e

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hier nochmal ein hallo,

instinktiv hast du die besten ideen, möcht ich meinen.

genauso, mit einem guten buch, auf augenhöhe sozusagen und ignorieren. das wird emil gut gefallen
 
Niccco76

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Hallo,

wir wohnen auf 100 m2 und haben alle Türen auf, er kann also überall hin.
Meine Frau ist vormittags in "seinem" Zimmer (Arbeitszimmer) und erledigt Schriftkram am Schreibtisch.


Er geht wohl nachts auch ab und an auf Streifzug, das sehen wir an den Fellbüscheln, die in der Wohnung liegen.
Zudem stellen wir sein "Abendfutter" in die Küche, das frisst er auch.

Er macht glücklicherweise auch keinen panischen Eindruck. Er ist halt sehr,sehr schüchtern, schaut aber aus seiner Ecke eher neugierig als zusammengekauert.

Der Tierarztbesuch war auch erst vorgestern.
 
Quilla

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Hey, das ist spitze, dass er schon in der Wohnung herumwandelt und auch in der Küche frisst nachts. (y) (y)

Das wird bestimmt schon bald wieder besser - irgendwann traut er sich mehr und bis dahin: Ignorieren + mit Leckerli's "einschleimen" ;)
(das mit der Tierarztsache vergessen sie auch wieder)
 
Niccco76

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@Qulla: Ja, das mit dem Arztbesuch hoffe ich auch ... es war ein schlechtes Timing aber es musste sein. Er war wohl heute auch schon wieder relaxter. Er schläft eh viel. Auf seiner Pflegestelle ist er erst nach 5 Wochen GANZ LANGSAM rausgekommen - Bei uns ist er Samstag erst 2 Wochen.
Man weiss ja nie was das Tier alles erlebt hat ... Unsere Vermittlerin meinte, das er mal irgendwo gelebt haben muss, da er Katzenklos kennt und ihm auch TV-Geräusche etc. nichts ausmachen.
Er macht oft den Eindruck, als ob er nicht wüsste, was er nun gerade mit der Situation anfangen soll hahaha
 
Quilla

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Ich kann es dir so gut nachfühlen.
Das scheuste Tier das wir aufgenommen hatten, war unsere Katze Luni.

Wir haben ihr zusätzlich zu ihrem "Versteck" in der Wohnung noch 2 Safe-Plätze eingerichtet.
Das geht gut mit einem Stuhl, über den man eine Decke breitet, so dass es drüber hängt und eine "Höhle" gibt.
Unter den Stuhl kann man dann ein Kissen oder Katzenkörbchen legen.
Das hat sie sehr gern angenommen und ist oft von "Höhle" zu "Höhle" geschlichen.
So war sie nach und nach mehr "dabei" bei uns.

Und ich weiss noch wie heute, wie wir auf dem Sofa saßen und TV guckten, und den Atem angehalten haben, als es auf einmal ein "Hopp" machte und Luni auf das Sofa sprang und hinter unseren Köpfen auf der Lehne entlang lief.
Das ist dann ein so besonderer Moment - den wünsche ich euch auch bald. :)
 
Niccco76

Niccco76

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@Quilla , ja das glaube ich das das toll war... Emil hat seine Höhle zwischen Schreibtisch und Heizung, da haben wir ihm was gebaut, er kann uns beobachten wenn er will, oder eben nicht.

Ich hatte schon Sorge, das er sein Versteck nach der Tierarzt-Aktion nicht mehr annimmt, da wir ja quasi in seinen Schutzraum eingedrungen sind - aber die Sorge war seltsamerweise unbegründet.
 
TiKa

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  • #10
Hallo, 🙋‍♀️

der Emil ist ja ein ganz Süßer,:pink-heart:man meint, der schaut einem direkt in`s Herz. Ich find auch den Namen ziemlich cool.

Ich freu mich, dass Ihr dem Süßen ein Zuhause gebt. Ich finde Ihr macht das gut, lasst ihn einfach das Tempo bestimmen.;)

Als meine Buben aus dem Tierschutz bei uns einzogen, hat unser Timmy ganze 3 Wochen unter unserem Bett gewohnt :eek:
(unter unseren Betten sind alte, ausgediente Terrassenmöbelauflagen, bezogen mit Bettwäsche, als Safeplatz für die cats)

Ich habe dann auch immer ganz leise mit ihm geredet und mit Leckerchen eine Strecke gelegt, die Treppe runter, und ganz langsam
ist er immer eine Stufe weiter nach unten gekommen, bis er eines Tages bei uns im Wohnzimmer stand ( am 24.12.2017).:love:

Ihr macht das schon richtig. (y)Ich wünsch Euch gaaaanz viel Freude mit dem süßen Emil und dem Emil gaaanz viel Freude mit seiner
neuen Familie.:love:
 
TiKa

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  • #11
Er macht oft den Eindruck, als ob er nicht wüsste, was er nun gerade mit der Situation anfangen soll hahaha
Das kenn ich von unserem Timmy auch, er ist ein sehr unsicherer Kater, wenn er nicht weiß, was er jetzt machen soll, erst mal putzen, das hilf immer. :LOL:
 
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Niccco76

Niccco76

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  • #12
@TiKa Ach das ist ja auch eine tolle Story mit Happy End. Emil war in seiner ersten Nacht hinters Fernsehen im Wohnzimmer gekrochen, das war eine Ecke die ich vergessen hatte dicht zu machen. Er lag den ganzen Tag auf zig Kabeln und ist nicht rausgekommen.
Glücklicherweise ist er dann am nächsten Tag in seine jetzige Höhle gezogen.

Es ist immer schön zu lesen, wie sich die einzelnen Katzen so entwickeln.
 
TiKa

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  • #13
Niccco76

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  • #14
Ich werde berichten 😄
 
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  • #15
Für meinen Sorgenkater Flocke gibt es eine Randalebox, das ist ein geschlossener Pappkarton mit eingeschnittenen Fensteröffnungen und einem zur Wand gedrehtem aber natürlich nicht direkt an der Wand stehendem größeren Loch als Eingang (Wand damit der Eingang sich sicher anfühlt wenn er drin sitzt).
Wenn er da drin ist tu ich so als wäre er unsichtbar und er kann alles beobachten.

Und das Ding heißt Randalebox weil er von innen den Pappkarton mit Krallen bearbeitet und "Randale" macht. Wenn er Reizüberflutung kriegt oder durch die Interaktion mit dem Zweiten irgendwie frustriert ist oder ich aufhöre zu spielen und er noch weiter spielen möchte und ich nicht mehr kann - dann geht es in die Randale Box und die Frustration/Anspannung geht ins Zerwetzen des Pappkarton.

Die Randalebox wird regelmäßig ausgewechselt wenn sie durch ist.

Wenn Besuch kommt oder mehr los ist sitzt er drin und ist "unsichtbar" und kriegt aber alles mit vom sicheren Ort.
 
Faulaffenschaf

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  • #16
Hallo zusammen,

nach meiner Vorstellung weiter oben
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Nun direkt ein Anliegen / eine Frage:

Wir haben unseren Kater "Emil" (extrem scheu, ehemaliger Streuner, Vorstellung steht im Vorstellungsbeitrag)
vor ein paar Wochen vom Katzenschutzbund Köln bekommen.

Alle Katzen vom Katzenschutzbund werden gechippt übergeben.

Am Tag der Vermittlung wurde festgestellt, dass Emils „Chip“ entweder kaputt ist oder dies beim ersten Mal nicht geklappt hat.

Der Katzenschutzbund hat es uns überlassen, ob sie dies noch machen sollten oder wir dies übernehmen. Wir haben uns für letzteres entschieden, ein Tierarztbesuch steht ja eh mal an und er ist ja nun „unsere“ Katze.

Am Mittwoch war es dann soweit. Wir haben die Transportbox schon Tage vorher gut getarnt in „sein“ Zimmer gestellt und Leckerchen reingelegt.

Leider ist der Plan nicht aufgegangen das er mittels Leckerchen in die Box gegangen ist so dass wir sein Versteck abräumen mussten und ihn beherzt so gut es ging aus seiner Ecke holen mussten. Er hat gefaucht wie ein Weltmeister aber nicht gekratzt und war dann sofort in der Box.

Nun scheint das klitzekleine bisschen Vertrauen wieder über die Wupper gegangen zu sein. Aber er frisst und geht auf’s Klo, schon am Abend nach dem Tierarzt-Besuch.

Die Frage wäre, wie wir bzw ich (da ich sicher für ihn der Buhmann bin, der ihn gepackt hat) ihm in den kommenden Wochen begegnen soll?!

Meine Frau ist tags daheim und öfter im Arbeitszimmer, vor dem Tierarztbesuch war er auch schon etwas entspannter, hat sogar gefressen wenn sie im Zimmer war.

Mein Plan wäre es, das ich mich in den nächsten Tagen / Wochen abends immer mal im Arbeitszimmer aufhalte, ihm Futter / Leckerchen hinlege , mich aber in sicherer Distanz auf den Boden setze oder lege, ein Buch lese, ihn ignoriere, falls er rauskommt, so das er sich einfach an uns/mich gewöhnt.

ER soll von sich aus kommen und SEIN Tempo bestimmen…

Das schlimmste was wir machen möchten ist, ihn bedrängen (das machen wir auch nicht) aber was ist zu viel und was zu wenig?

Vielleicht hat eine/r von den Katzenerfahrenen hier ein paar Tipps!

VG Nico
wir hatten vor vielen Jahren mal ein Bauernhof-Spucke-Kitten...das zur Herzenskatze meiner Tochter mutierte...
Auf dem Weg dahin hat es aber auch Englisch und Französisch gelernt, kannte sich im politischen Tagesgeschehen aus und hätte bestimmt auch kompluizierte Textaufgaben lösen können...
Kurz. meine Tochter hat ihr ALLES laut vorgelesen und sie ansonsten ignoriert, bis sie freiwillig kam.
 
Niccco76

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  • #17
@Bohne Das ist ja auch eine gute Idee mit dieser Box. Emil ist eher von der ruhigen Sorte. Er schläft sehr sehr viel. Wir haben ihm genug Kratzmöglichkeiten geschaffen aber seine Ecke scheint er zu mögen. Hier entspannt er auch und kann alles gut beobachten was im Raum vor sich geht.
 
Niccco76

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  • #18
**Update** :)
Nachdem knapp eine Woche vergangen ist, scheint der Tierarzt-Besuch vergessen zu sein.

Emil bleibt zwar unverändert in seinem Versteck, aber ich habe mal am Wochenende angefangen, ihn in angemesenem Abstand zu besuchen und ihm sein Fressen in Verstecknähe hinzustellen.

Und siehe da - er hat sich sogar herausgetraut, um seinen Napf zu leeren. Ich habe ihn dabei total ignoriert und nachdem er gefressen hat, ist er wieder rückwärts in sein Versteck geschlichen aber die Tatsache, das er sich überhaupt herausgetraut hat (vor allem auch nach dieser Tierarztaktion) freut mich sehr.

Es bleibt spannend.
 

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