Schwarzer Panther trifft Raufbold

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10. April 2012
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Hallo zusammen,
bin noch neu hier im Forum und auch in der Katzenhaltung noch eine Anfängerin. Hab schon öfter hier vorbeigeschaut und mir Tipps geholt, heute möchte ich selbst auch ein bisschen aktiv werden.

Aus einem sehr erfreulichen Grund: vor 6 Wochen ist uns die Zusammenführung unserer Katzen gelungen =)

Ein bisschen zur Vorgeschichte: Wir (mein Freund und ich) haben uns im letzten Jahr unseren Traum von einer Katze erfüllt. Unser Traumkätzchen Emmy Lotta zog mit 13 Wochen bei uns ein - leider allein, da in ihrem Wurf sonst nur Kater waren. Anfangs schien das auch kein Problem zu sein, mit zunehmendem Alter merkten wir jedoch immer deutlicher, dass eine Spielgefährtin fehlte. Dass Einzelhaltung keine Dauerlösung ist, ist hier im Forum ja kein Geheimnis. Also suchten wir sofort im neuen Jahr nach einer geeigneten Katze, die zu uns und unserem kleinen Raufbold (damals ca. 3/4 Jahr alt) passte.
Und wir wurden fündig: Die 2-jährige panther-schwarze Frame eroberte mit ihrer ruhigen, gelassenen und dennoch verspielten Art unser Herz und wir holten sie zu uns.

Nun also zur eigentlichen Zusammenführung:
Alles begann ganz ruhig. Die frühere Besitzerin brachte Frame zu uns und die verzog sich für die nächsten 2 Stunden in das eigens für sie angeschaffte Katzenklo. Erst mal ankommen. Emmy hatte den Braten natürlich schon gerochen und begann alles zu beschnuppern - zum Rascheln im Bad traute sie sich jedoch nicht. Wie sich herausstellte ist unser kleiner Raufbold ein ziemlicher Angsthase, wenn es drauf ankommt =) Emmy zog sich also auf ihren Lieblingsplatz zurück und wartete wohl, dass das schwarze Etwas im Klo wieder verschwand. Nun das passierte natürlcih nicht. Stattdessen machte Frame eine Runde durch unsere Wohnung und inspizierte ihr neues Zuhause.
Von da an gestalteten sich die nächsten 3 Tage sehr ähnlich: Frame lernte langsam alles kennen, traf sie auf Emmy, ging das große Fauchen und Brummen los, inklusive hoch aufgerichteter Haare. Emmy traute sich kaum noch unter dem Bett hervor, war jedes Mal vollkommen von der Rolle, was da um sie passierte und lehnte jeden Versuch Kontakt aufzubauen ab.
Wir fingen ernstlich an uns Sorgen zu machen, wieviel Stress wir unserer Kleinen zumuteten und ob das bald nachlassen würde. Eine Annäherung schien in weiter Ferne.
Dann hatte mein Freund die rettende Idee: ein Pheromon-Duft-Stecker. Einfach in die Steckdose gesteckt und gewartet, bis sich die Wirkstoffe verteilen. Und unglaublicherweise war schon nach wenigen Stunden der erste Erfolg sichtbar: Emmy kam selbst aus ihrer Festung hervor und fing an, Frame zu beobachten. Das stressbedingte Verhalten wurde immer weniger und eine erste Basis für die Annäherung war geschaffen.
Der Stecker blieb insgesamt eine Woche drin. In den nächsten Tagen konnten wir Stück für Stück immer mehr beobachten, wie die beiden Katzen sich kennen lernten. Anfangs immer noch mit vereinzeltem Fauchen und Brummen, das aber immer mehr nachlies. Sie konnten zusammen spielen, nebeneinander fressen, zusammen die ganze Wohnung neu erkunden.

Wir sind total begeistert von diesen Pheromonen, sie reduzieren den Stress der Katzen enorm, indem sie ihnen das Gefühl von Wohlbefinden geben. Es hat bei uns echt das Eis gebrochen und die Annäherung möglich gemacht. Wer weiß, wie lange es sonst gedauert hätte und ob es überhaupt so reibungslos geklappt hätte.

Mittlerweile sind schon mehr als 6 Wochen vergangen und die beiden freunden sich von Tag zu Tag mehr an. Ihre Charaktere ergänzen sich gut und sie schauen sich einiges voneinander ab. Aber vor allem verbringen sie viel Zeit miteinander, können spielen und raufen, auf dem Balkon entspannen oder durch die Wohnung rennen. Ich freue mich auf den Tag, an dem sie auch zusammen kuscheln, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass auch das nur eine Frage der Zeit ist.
Wir haben die richtige Wahl getroffen und möchten keinen Tag mit unseren beiden Süßen missen.

Ich hoffe, dass das für alle, die auch eine Zusammenführung planen, eine Hilfe ist, was wir erlebt haben. Ich teile diese Erfahrung auf jeden Fall gern mit euch.

Liebe Grüße, Caroline
 
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