Ratlos - Abgeben oder Freigänger... Hilfe

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Lisa S.

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10. Juni 2024
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Hallo liebe Katzenfreunde,
Achtung lang, aber Danke an jeden der es sich durchliest.
Ich bin mit meinem Latein am Ende....
Wir haben seit ca 8 Jahren zwei Katzen bei uns. Sie kamen mit 12 Wochen aus einer Tierrettung zu uns. Es sind angeblich zwei Brüder und sie wurden damals zusammen ganz verängstigt auf einem Bauernhof gefunden.
Demnach waren sie auch bei uns dann total verängstigt. Ich habe mit all meiner Liebe und Geduld nun seit 8 Jahren alles probiert. Mittlerweile lässt sich die eine Katze manchmal streicheln, aber auch nur wenn man ganz langsam macht. Die andere ist weiterhin scheu und rennt direkt weg. Demnach wären wir bisher auch nur einmal und zwar zu Kastration beim Tierarzt. Einfangen ist keine Option....
Mein eigentliches Problem ist aber, dass sie von Anfang an immer mal wieder außerhalb des Klos pinkeln. Mal reisen sie die Handtücher runter und pinkeln drauf, oder auf den Wäscheberg, oder am häufigsten in unser Bett, auf die Decken.... Es war eine zeitlang besser und es ist so gut wie gar nicht mehr passiert und jetzt seit ein paar Monaten ist es wieder sehr schlimm.
Sie zerkratzen uns auch die Tapeten und das Boxspringbett inkl Matratze.
Aktuell wohnen wir in einer 67 m2 Wohnung. Wir ziehen im Herbst um in ein großes Haus mit Garten, in das wir sehr viel Arbeit und Geld gesteckt haben.
Ich kann und will nicht, dass sie mir wieder alles neue kaputt machen, die Wände zerkratzen oder auch aufs neue Bett pinkeln.

Ich weiß nicht mehr weiter... Ich würde sie manchmal echt gerne abgeben, dann plagt mich aber direkt das schlechte Gewissen, dass ich sie einfach abschiebe... Ich hab sie ja trotzdem lieb gewonnen, aber so geht es nicht mehr. Freiwillig nimmt ja keiner solche Problemfälle und im Tierheim finden sie nie mehr ein neues zu Hause :-(.
Und sie mitnehmen und dann zu 100%igen Freigänger zu machen, sehe ich auch schwierig, da sie das ja nicht mehr kennen bzw. ob sie überhaupt zum Essen wiederkommen würden. Eine Option, dass sie ins Haus rein dürfen wenn wir da sind funktioniert nicht, da wir sie ja nicht einfangen und wieder rausbringen können. Ich weiß auch noch nicht, wie wir sie überhaupt umziehen sollen.

Danke fürs lange Lesen und vielleicht habt ihr ja einen Rat....
 
A

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1. Wann war der letzte Tierarztbesuch, was wurde gemacht? Wann wurde das letzte Mal Urin untersucht? Wurde Dentalröntgen gemacht und Forl ausgeschlossen?

2. Bitte den Fragebogen zum Thema Unsauberkeit ausfüllen
Fragebogen Unsauberkeit
 
Hallo Miss Erfolg,
Danke für die Antwort. Der letzte Tierarztbesuch war zur Kastration als sie noch klein waren. Da wir sie nicht einfangen können, waren wir bisher nicht mehr dort. Wir müssten sie betäuben, auch zum Schutz des Tierarztes.

Anbei der Fragebogen:
Fragebogen Thema Unsauberkeit


Die Katze/Kater der/die unsauber ist
- Name: Jack und Buddy (wir wissen nicht ob es nur einer oder beide abwechselnd sind)
- Geschlecht: M
- kastriert (ja/nein), wenn kastriert wann: ja 2017
- Alter: geboren Oktober/November2016
- im Haushalt seit: Januar 2017
- Gewicht (ca.):??
- Größe und Körperbau: Normal

Gesundheit
- wann war der letzte Tierarzt-Besuch: 2017
- wurde der Urin untersucht, wann das letzte Mal, mit welchem Befund: nein
- bisherige Erkrankungen soweit bekannt: keine bekannt

Lebensumstände
- wie viele Katzen leben insgesamt im Haushalt: 2
- wie alt war die Katze beim Einzug bei dir/euch: 12 wochen
- Vorgeschichte (Züchter, Tierheim, von privat, Tierschutzverein): Tierrettung
- Freigänger (Ja/Nein): Nein
- gab es Veränderungen im Haushalt (z.B. neue Möbel, Renovierung, Ein/Auszug, Baby, neues Haustier, Todesfall, Änderung im Tagesablauf z.B. durch Berufswechsel): 2021 Baby, danach keine Veränderung
- im Mehrkatzenhaushalt, wie gut verstehen sich die Tiere (spielen sie gemeinsam, kuscheln sie und putzen sich, ignorieren sie sich eher usw.): verstehen sich gut, aber kämpfen auch manchmal.

Klo-Management
- wie viele Klos gibt es: 1
- welche Art Klo (offen, Haube, Haube + Klappe, Größe, Höhe): mit Haube und Klappe.
- wie oft wird gereinigt und wie oft das Streu komplett erneuert: morgens und abends gereinigt. Streu nach Bedarf aufgefüllt oder gewechselt.
- welche Streu wird verwendet (bitte genaue Marke und Sorte!): Cats best original (nach dem Wechsel hierzu wurde es kurzzeitig besser)
- wie hoch wird die Streu eingefüllt, ca. in cm: ~10 cm
- gab es einen Streuwechsel: 2019 wechseln zu Cats Best, danach wurde es vorerst besser
- hat das Streu einen Eigengeruch (Babypuder etc.) Nein

- wird ein Klo-Deo benutzt: Nein

- wo steht das Klo bzw. die Klos (welcher Raum, an der Wand, in der Ecke, unter .. , hinter .. - bitte genaue Beschreibung für jedes Katzenklo): Bad neben der Toilette an der Wand

- mit welchem Reinigungsmittel wird das Klo gereinigt: Spüli
- wo ist der Futterplatz, liegt er in der Nähe der Klos, wenn ja wie nah: Nein, Futtter ist zwei Räume weiter in der Küche.

Unsauberkeit
- Wann sind die Probleme das erste Mal aufgetreten, wie lange bestehen die Probleme: eigentlich schon immer, seit Beginn. Von 2020 bis Anfang 2024 war es besser, jetzt wieder schlimmer.
- wie oft wird die Katze unsauber: aktuell 1x die Woche
- Unsauberkeit durch Urin oder Kot: nur Urin
- Urinpfützen oder Spritzer: Pfützen
- wo wird die Katze unsauber: Auf Bett auf die Decken, Handtücher oder Wäscheberg
- wird primär auf horizontale Flächen (Boden, Taschen, Teppich, Bett usw.) uriniert oder eher vertikal (Wände, Türen, Ecken): nur horizontal
- was wurde bisher dagegen unternommen: Streuwechsel, Klo noch öfter sauber, mehr Futter, mehr Beschäftigung.
 
Hallo, auf jeden Fall und sofort, unabhängig vom Umzug, mehr Klos, mindestens zwei, besser drei – ich würde momentan sogar sagen: vier! reduzieren kann man immer wieder, wenn eines nicht angenommen wird.
An deutlich verschiedenen Standorten und möglichst in verschiedenen Räumen!
Keine Haubenklos!
Streu HOCH einfüllen, auch wenn die dann erstmal extreme Strandbäder (wir nennen es immer Garzweiler 3-6) machen.

Es kann sein dass durch diese paar Veränderungen schon ein Wunder geschieht!
 
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Ein Kaklo ist auf jeden Fall ! viel zu wenig und ausgerechnet ein Haubenklo mit Klappe, wo sie länger in ihrem eigenen Mief stehen müssen, ist nicht optimal.
Ich würde mindestens 3 Kaklos hinstellen, und zwar offene -probier es doch bitte aus, ehe Du über eine Abgabe nachdenkst!
 
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Hallo,
Zwei Dinge sind mir auf die Schnelle aufgefallen : ihr habt nur ein Klo und das ist ein Haubenklo.
Das würde ich als erstes ändern.
Mindestens zwei aufstellen, nicht nebeneinander, weil es dann als eins angesehen wird.
Katzen trennen gerne, und bei zweien ist eins sowieso etwas wenig, die Faustregel ist, ein Klo mehr als Katzen.
Auch würde ich auf offene, große umsteigen, das können auch Boxen z.b. aus dem Baumarkt sein, die haben dann auch schön hohe Wände.
Bis es soweit ist, einfach mal den Deckel weg lassen.

Das zweite,das pinkeln auf weiche Dinge würde für eine Blasenentzündung sprechen.
Aber da die beiden nicht beim Tierarzt waren, kann es alles mögliche sein, angefangen bei den Zähnen oder aber Steine.

Und da wäre ich auch schon beim nächsten: die beiden gehören einem Tierarzt vorgestellt.
Auch scheue Katzen können zum Tierarzt gebracht und auch untersucht werden.
Rede doch einfach mit anderen Scheumiezenbesitzern hier im Forum.
Und wenn ich sie dann schon mal dort hätte, würde ich das volle Programm machen, Blutbild, Zähne, Urin …
Was das untersuchen angeht,für eine vernünftige Zahnuntersuchung müssten sie sowieso in Narkose, da würde ich alles andere auch gleich machen.
Ich wünsche euch, dass ihr es in den Griff bekommt und es den Katzen bald besser geht.

Und vielleicht könnt ihr den neuen Garten ja katzensicher machen, katzenklappe und sie können entscheiden ob rein oder raus.
 
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"Einfangen ist keine Option..." - dies muss aber ein Option sein. Für mich hört sich das Pinkeln auf weiches Material nach Blasenentzündung o.ä. an und somit gehört der Kater zum Tierarzt und Blase und Urin gecheckt. Es gibt hier einige User, die auch Scheuchen haben und diese einfangen müssen; die können dir hier sicherlich Tipps geben.
Zum Klomanagement wurden hier schon wichtige Punkte gesagt, die du unsetzen solltest.
Wenn ihr im Herbst umzieht, kannst du beide Kater natürlich mitnehmen und beide, auch noch mit 8 Jahren, zum Freigänger machen, wenn sie es wollen. Oder vielleicht hast du die Möglichkeit, ein Teil des Gartens oder den ganzen Garten zu sichern? Sie müssten dann eh erstmal ein paar Wochen drin bleiben, bis sie sich an die neue Umgebung und den Tagesablauf bei euch gewöhnt haben und dann sollten sie auch zuverlässig trotz Freigang zum fressen wieder kommen.
 
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Demnach wären wir bisher auch nur einmal und zwar zu Kastration beim Tierarzt. Einfangen ist keine Option....
So doof das für Euch ist, doch, Einfangen ist die einzige Option. Schade, dass Ihr schon so viele Jahre mit dieser Situation lebt. Es gibt soooo viele Leute mit Scheumiezen, die trotzdem jedes Jahr geimpft werden. Das ist bei Euch ja dann auch nicht passiert. Regelmäßige Check-ups sind so wichtig bei Katzen.
Wir müssten sie betäuben, auch zum Schutz des Tierarztes.
Ja, dann ist das so, bis ihr soweit trainiert habt, dass es auch ohne geht. Es gibt Gabapentin, das könnt Ihr ins Futter mischen und die Tiere dann ohne Angst und stressfrei zum Tierarzt bringen.
Danke fürs lange Lesen und vielleicht habt ihr ja einen Rat....
Viele, ehrlich gesagt 😊
Es lässt sich aber sehr kurz fassen, denn das einfachste wäre, Ihr würdet schnellstmöglich Tiertrainer suchen und mit denen konsequent an Euren Problemen arbeiten.
Es geht bestimmt auch mit Hilfe des Forums, aber es ist natürlich deutlich einfacher, wenn Ihr jemanden vor Ort habt, die oder der Euch begleitet.

Man kann so viel erreichen, wenn man entsprechend mit den Tieren übt und trainiert. Bei Euch sind nun schon viele Jahre vergangen, aber ich bin mir sicher auch jetzt noch könnt Ihr das Zusammenleben deutlich für alle Seiten verbessern.
Wie gesagt, es gibt hier viele Mitglieder, die erwachsene, ehemalige Streuner-Katzen haben, die überhaupt erst im erwachsenen Alter gezähmt wurden. Und dennoch wird mit ihnen zum Tierarzt gegangen regelmäßig. Das soll Euch Mut machen, dass Ihr das auch hinbekommen könnt mit der entsprechenden Unterstützung 😊
 
Das Problem kann natürlich eine ganze Reihe höchst komplexer Ursachen haben. Aber das Klomanagement an den drei Stellschrauben Art (offene Klos), Anzahl (mindestens drei, besser vier) und Standorte der Klos (nicht in räumlicher Nähe zueinander, nicht neben dem Menschenklo) zu ändern, könnte schon sehr vielversprechend sein.
Zum Hintergrund: viele Katzen bevorzugen es, Pipi und Kack getrennt zu entsorgen (bzw in einem Klo das eine in die eine Ecke und das andere in die andere Ecke zu machen). Viele Katzen mögen freie Rundumsicht (Sicherheitscheck: unsre Vorstellung
von „Diskretion“ auf dem Klo ist aus Katzensicht grundfalsch). Manche Katzen teilen ihr Klo gerne mit anderen, manche mögen das gar nicht. Und das ist auch dynamisch, das kann sich im Laufe der Zeit ändern.
Von 2020 bis Anfang 2024 war es besser, jetzt wieder schlimmer.
ihr seid vermutlich wegen des Hausbaud / bevorstehenden Umzugs etwas unruhiger als sonst, oder aufgeregt (möglicherweise merkt ihr das gar nicht selbst – aber Katzen merken sehr sehr viel!) und das verunsichert die beiden (Verlustangst, Revierkontrolle). Deswegen unbedingt JETZT schon das Klomanagement radikal umstellen, und das nicht auf den Umzug hinaus schieben.
Dann besteht Hoffnung, dass ihr das auch mit dem Umzug gut hinbekommt.
Da wäre dann gesicherter Freigang, also ausbruchssicher eingezäuntes Garten- oder Terrassenstück mit freiem oder zuverlässig geregeltem Zugang zum Haus, optimal. Das werden sie sicher genießen und es Euch danken.
Aber das ist dann ein anderes Thema.
 
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  • #10
Was ich noch fragen wollte, wie habt ihr das einfangen denn bis jetzt versucht?
Es gibt schon so einige Tricks, die das möglich machen.
Einer ist z.b. die Box einfach offen stehen zu lassen, so das sie als Häuschen genutzt werden kann und so ihren Schrecken verliert.
 
  • #11
Ein Punkt, der auch schon angesprochen wurde, finde ich sehr wichtig.
Geht das Ganze bald an, denn erstens können da ja wirklich schmerzen die Ursache sein, auch eine Blasenentzündung tut ziemlich weh, aber es hört sich für mich so an, als wäre es schon länger so.
Katzen sind Gewohnheitstiere, und das Verhalten kann sich auch festigen.
Deswegen, nehmt es in Angriff, dann könnt ihr alle gemeinsam in das Abenteuer " neues Haus" starten.
 
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  • #12
Zum Klomanagement würde bereits was gesagt. Wichtig : Klos nicht in unmittelbarer Nähe zum Fressplatz und Trinkplatz aufstellen. Für den Anfang biete bitte auch Klos mit Betonitstreu an, ohne Duft, klumpend. Zb das von Lidl/Aldi etc

Die Kater gehören dringend!!!!! einem Tierarzt vorgestellt. Auch Scheumiezen kann.man einfangen. Ich kann ehrlich gesagt nicht fassen, dass ihr so lange bei keinem Tierarzt wart. Scheu hin scheu her.

- Geriatrisches Blutbild plus Gastroblutbild bzw Geriatrisches BB plus Fpli und Schilddrüsenwert
- Digitales Dentalröntgen - Forl oder anderer Zahngeschichten kann man nicht durch einfaches Röntgen oder eine Sichtprüfung feststellen. Sucht euch einen Tierarzt, der auf Zähne spezialisiert ist
- Röntgen des Bewegungsapperates
- Urin Untersuchung auf alles mögliche. Struvit (geht das über Urin?), Blasenentzündung. Dafür muss die Blase beim Tierarzt entweder punktiert oder ausmassiert werden, das geht auch unter Narkose

Man kann mit einem Besuch alles abdecken, dann werden sie nur einmal gestresst.

Bevor das medizinische nicht abgeklärt ist, kann man natürlich am Klomanagement auch arbeiten aber das gehört dringend geklärt
 
  • #13
Bevor das medizinische nicht abgeklärt ist, kann man natürlich am Klomanagement auch arbeiten aber das gehört dringend geklärt
Ich würde wohl eher zuerst am Management arbeiten, weil es mir nach Beschreibung eher so erscheint, dass da der Kern des Problems liegt (und das medizinische abzuklären zusätzlichen Stress produziert). Aber das ist wohl eine Ermessensfrage.
 
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  • #14
Ich würde wohl eher zuerst am Management arbeiten, weil es mir nach Beschreibung eher so erscheint, dass da der Kern des Problems liegt (und das medizinische abzuklären zusätzlichen Stress produziert). Aber das ist wohl eine Ermessensfrage.
Ich würde auch erst am klomanagement arbeiten, aber eigentlich nur aus dem Grund, dass das schneller umgesetzt ist, als der Tierarztbesuch.
Mir macht das etwas bauchmerzen, dass die Katze vielleicht schmerzen hat und wenn es mit der neuen Klosituation zu passen scheint, kein Tierarzt Besuch geplant wird.
 
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  • #15
Sry, falls ich es doch überlesen habe. Aber ich finde es auf jeden Fall auch wichtig zu erwähnen, das häufig bei unsauberen Katzen Cats Best und andere Ökostreus ein wichtiger Faktor sind. Daher durchaus wichtig, wie weiter oben schon vorgeschlagen, zum Vergleich auf jeden Fall wenigstens 1 weiteres Klo, offen, mit feinem Bentonitklumpstreu anzubieten.
 
  • #16
Zum Klomanagement wurde ja schon einiges gesagt. Ich würde euch auch zu insgesamt mindestens drei Klos raten. Die beiden neuen Klos sollten dann auf jeden Fall offene sein.

Langfristig müsst ihr aber auf jeden Fall an der Sache mit dem Einfangen arbeiten. Nicht nur, um sie zum Durchchecken und impfen zum Tierarzt bringen zu können. Schließlich müssen die beiden ja auch mit euch umziehen bzw. wenn ihr sie wirklich abgeben wolltet, müsstet ihr sie ja auch einfangen. Also besorgt euch, wenn nicht schon vorhanden, zwei gute Transportboxen. Am besten solche, die man von vorne und von oben aufmachen kann. Manuell eintüten geht meist von oben leichter, wenn die Kater von alleine in die Box gehen sollen, klappt das aber oft von vorne leichter. Dann stellt ihr die Boxen offen und mit einem gemütlichen Handtuch/Decke/Kissen ausgestattet ins Wohnzimmer (oder dahin, wo ihr und die Katzen euch am häufigsten aufhaltet) und legt immer mal ein paar Leckerlis rein, so dass die beiden sich daran gewöhnen, von ganz alleine in die Boxen zu gehen. Erstmal vielleicht nur, während ihr nicht in der Nähe seid, aber dann so nach und nach auch, während ihr daneben steht und Leckerlis nachlegt. Wenn das klappt, könnt ihr die Kater später einfach mit Leckerlis in die Box locken. Das ist viel einfacher, als sie mit den Händen einfangen und in die Box setzen zu müssen.

Wenn das wirklich gar nicht klappt, geht noch die Handtuch-Methode. Dazu stellt ihr die Box offen in einen möglichst schmalen, kleinen Raum und scheucht die Katze mit einem ausgebreiteten Handtuch oder einer leichten Decke vor euch her, bis sie wirklich nicht mehr anders kann, als in die Box zu gehen. Das ist aber stressig für Mensch und Tier.

Insgesamt solltet ihr wirklich versuchen, mit den beiden zu arbeiten. Spielangel, Wedelstreicheln, Clickern etc. Nicht jede Katze wird zum Schmusetier oder lässt sich gerne hochheben. Aber so ein bisschen anfassen lassen sollten sie sich nach so langer Zeit eigentlich schon.
 
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  • #17
Da wir sie nicht einfangen können, waren wir bisher nicht mehr dort. Wir müssten sie betäuben, auch zum Schutz des Tierarztes.
Das stimmt so nicht.

Es gibt mehrere Leute, die Katzen haben sie sich kaum bis garnicht anfassen lassen und es schaffen ihre Tiere trotzdem zum Tierarzt zu bringen.

Einen Einfangraum aussuchen: ein möglichst karger Raum mit möglichst keinen Versteckmöglichkeiten. Meistens Flur oder Bad.
Die existierenden Versteckmöglichkeiten verstopfen.
Die Transportbox in einer Ecke des Raumes platzieren.
Mit einer Decke oder einem großen Handtuch Katz in den Raum treiben.
Türe zu.
Weiter mit dem großen Handtuch Katz langsam in die Ecke mit der Box treiben.
Wenn kein anderer Ausweg mehr da ist geht Katz in die Box zum verstecken.
Türe zu, Katz gefangen.

Das Handtuch mit zum Tierarzt nehmen. Box nicht einfach so auf machen sondern dabei das Handtuch aufs Stinkeplüschtigerle legen. Allein der Umstand dass was drüber ist hilft bei einigen schon genug.

Immer mit dem Handtuch händeln und nur so viel aus dem Handtuch ausgraben wie für sie Behandlung notwendig ist.
 
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  • #18
Hallo liebe Katzenfreunde,
Achtung lang, aber Danke an jeden der es sich durchliest.
Ich bin mit meinem Latein am Ende....
Wir haben seit ca 8 Jahren zwei Katzen bei uns. Sie kamen mit 12 Wochen aus einer Tierrettung zu uns. Es sind angeblich zwei Brüder und sie wurden damals zusammen ganz verängstigt auf einem Bauernhof gefunden.
Demnach waren sie auch bei uns dann total verängstigt. Ich habe mit all meiner Liebe und Geduld nun seit 8 Jahren alles probiert. Mittlerweile lässt sich die eine Katze manchmal streicheln, aber auch nur wenn man ganz langsam macht. Die andere ist weiterhin scheu und rennt direkt weg. Demnach wären wir bisher auch nur einmal und zwar zu Kastration beim Tierarzt. Einfangen ist keine Option....
Mein eigentliches Problem ist aber, dass sie von Anfang an immer mal wieder außerhalb des Klos pinkeln. Mal reisen sie die Handtücher runter und pinkeln drauf, oder auf den Wäscheberg, oder am häufigsten in unser Bett, auf die Decken.... Es war eine zeitlang besser und es ist so gut wie gar nicht mehr passiert und jetzt seit ein paar Monaten ist es wieder sehr schlimm.
Sie zerkratzen uns auch die Tapeten und das Boxspringbett inkl Matratze.
Aktuell wohnen wir in einer 67 m2 Wohnung. Wir ziehen im Herbst um in ein großes Haus mit Garten, in das wir sehr viel Arbeit und Geld gesteckt haben.
Ich kann und will nicht, dass sie mir wieder alles neue kaputt machen, die Wände zerkratzen oder auch aufs neue Bett pinkeln.

Ich weiß nicht mehr weiter... Ich würde sie manchmal echt gerne abgeben, dann plagt mich aber direkt das schlechte Gewissen, dass ich sie einfach abschiebe... Ich hab sie ja trotzdem lieb gewonnen, aber so geht es nicht mehr. Freiwillig nimmt ja keiner solche Problemfälle und im Tierheim finden sie nie mehr ein neues zu Hause :-(.
Und sie mitnehmen und dann zu 100%igen Freigänger zu machen, sehe ich auch schwierig, da sie das ja nicht mehr kennen bzw. ob sie überhaupt zum Essen wiederkommen würden. Eine Option, dass sie ins Haus rein dürfen wenn wir da sind funktioniert nicht, da wir sie ja nicht einfangen und wieder rausbringen können. Ich weiß auch noch nicht, wie wir sie überhaupt umziehen sollen.

Danke fürs lange Lesen und vielleicht habt ihr ja einen Rat....
Hallo,

ich kann gut nachvollziehen, wie frustrierend und belastend deine Situation ist. Du hast so viel Liebe und Geduld in deine Katzen investiert, und es ist verständlich, dass du dir Sorgen machst, wie es in eurem neuen Zuhause weitergehen soll.

Deine Katzen haben eine traumatische Vergangenheit und sind wahrscheinlich immer noch sehr gestresst. Veränderungen, wie ein Umzug, können das Verhalten verschlimmern. Es wäre hilfreich, im neuen Haus von Anfang an sichere Rückzugsorte zu schaffen, wo sie sich verstecken und sicher fühlen können. Feliway oder andere Pheromonprodukte könnten helfen, die Katzen zu beruhigen und den Stresslevel zu senken.

Vielleicht könnte ein Verhaltenstherapeut für Katzen dir gezielte Tipps und Strategien geben, wie du mit den Verhaltensproblemen umgehen kannst. Manchmal hilft es, professionelle Unterstützung zu suchen, um neue Ansätze zu finden.

Freigang könnte tatsächlich helfen. Auch wenn deine Katzen es nicht gewohnt sind, könnten sie sich daran gewöhnen und es genießen. Freigang bietet Abwechslung und kann helfen, überschüssige Energie abzubauen. Du könntest sie langsam daran gewöhnen, indem du sie zunächst unter Aufsicht in den Garten lässt.

Sorge für ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten und Umweltenrichment im Haus. Kratzbäume, Spielzeug, Kletterstrukturen und Verstecke können helfen, die Katzen zu beschäftigen und ihnen einen natürlichen Auslass für ihre Instinkte zu bieten. Achte darauf, dass du genügend Katzenklos zur Verfügung hast. Eine Faustregel ist, ein Klo mehr als die Anzahl der Katzen im Haushalt zu haben.

Es ist verständlich, dass du manchmal daran denkst, sie abzugeben, aber du hast sie lieb gewonnen und möchtest das Beste für sie. Vielleicht hilft es, dir vorzustellen, wie das neue Zuhause für alle ein Neuanfang sein könnte. Es wird nicht einfach sein, aber mit etwas Geduld und den richtigen Ansätzen könnt ihr vielleicht eine bessere Lösung finden.

Ich hoffe, das gibt dir ein bisschen Hoffnung und einige Ideen, wie du weiter vorgehen kannst. Bleib stark, und ich wünsche dir und deinen Katzen alles Gute für den Umzug und die kommende Zeit.
 

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